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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

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55/2023 Mini-Womo: Das kleine Fahrrad-Wohnmobil aus Hessens

Silas Görg aus Griesheim bei Darmstadt hat im zarten Alter von 17 Jahren ein außergewöhnliches Projekt realisiert – das vermutlich kleinste Wohnmobil Hessens. Über ein Jahr lang tüftelte er an einem eigens entwickelten Fahrradanhänger. Das „Mini-Womo“ ist nicht nur bequem, sondern bietet auch Platz für eine Schlafunterkunft.

Silas Görg, der junge Tüftler aus Hessen, hat mit Hingabe und Kreativität sein „Mini-Womo“ geschaffen – ein Fahrradanhänger, der sich als mobile Schlafunterkunft eignet. In diesem Projekt steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick erahnen könnte.

Ein Tüftler und sein Meisterwerk

Silas hat sein „Mini-Womo“ mit viel Geduld und Liebe zum Detail gestaltet. Der grüne Kunststoffkasten, der etwa zwei Meter lang, einen Meter breit und 1,30 Meter hoch ist, enthält eine komfortable Liegefläche von ca. 1,90 Meter Länge. Trotz seiner 180 cm Körpergröße passt er gut hinein. Das Feedback unseres Reporters bestätigt die Bequemlichkeit des Schlafabteils.

Das „Mini-Womo“: Ein Fahrradanhänger mit Komfort

Silas und sein Vater haben bereits über 900 Kilometer mit dem „Mini-Womo“ zurückgelegt, stets gezogen von einem E-Bike. Ihre Reise führte sie von Griesheim bis an die Nordsee und zurück.  Die wasserdichte Konstruktion hielt ihn selbst in kühlen Nächten warm.

Ein Blick auf die Kosten und die Zukunft des Mini-Womos

Die Konstruktion des „Mini-Womo“ verschlang beinahe 2.000 Euro, aber Silas betrachtet dies als eine lohnende Investition. Seine Erlebnisse mit diesem ungewöhnlichen Fahrradanhänger waren unbezahlbar. Er verbrachte Nächte in Scheunen und genoss Camping direkt am Flussufer. Silas ist ein Naturliebhaber und hat bereits Pläne für seine nächsten Abenteuer.

Silas Görgs „Mini-Womo“ ist nicht nur ein beeindruckendes Beispiel für kreatives Tüfteln und Handwerkskunst, sondern auch eine Inspiration für Abenteurer, die auf der Suche nach unkonventionellen Reisemöglichkeiten sind.

Wenn ihr euch jetzt fragt, ob das Leben in so einem Fahrradmobil nicht ziemlich minimalistisch gestaltet ist, klickt mal hier. In diesem Video bekommt ihr eine Tour in einem anderen Fahrrad-Wohnmobil mit vielen kreativen Ideen:

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54/2023 Zeedz – Ein Handyspiel für den Klimaschutz

Der Gründer Sven Junglas hat in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ einen außergewöhnlichen Erfolg erzielt, indem er alle fünf Investoren von seinem Handyspiel „Zeedz“ überzeugte. Dieses Spiel hat das Ziel, einen globalen Beitrag zur Rettung des Klimas zu leisten.

Junglas betonte in seiner Präsentation bei der TV-Produktion „Die Höhle der Löwen“, dass Zeedz nicht nur eine Geschäftsidee ist, sondern die Welt verändern kann. Das Spiel ähnelt Pokémon Go, jedoch sammeln die Spieler virtuelle Naturwesen namens Zeedles. Diese werden in die Erde gepflanzt und durch regionale Wetterdaten in Echtzeit beeinflusst. Es fordert die Spieler auch auf, bei Extremwetterereignissen wie Stürmen oder Hitze gegen den Bösewicht „Lord CO der 2te“ anzutreten.

Zeedz: Mehr als nur ein Handyspiel

Was Zeedz einzigartig macht, ist sein Engagement im Kampf gegen den Klimawandel. Das Unternehmen verpflichtet sich, zehn Prozent seiner Einnahmen an grüne Non-Profit-Projekte zu spenden. Dafür kooperiert es mit dem internationalen Nachhaltigkeitszertifizierer The Gold Standard.

Erfolg schon vor offizieller Markteinführung

Obwohl das Spiel zum Zeitpunkt der TV-Show noch nicht offiziell verfügbar war, hatten bereits Tausende von Testspielern in verschiedenen Ländern Umsätze in Höhe von 1,5 Millionen Euro generiert. Das Spiel ist zunächst kostenlos, aber Spieler können spezielle Figuren und Gegenstände erwerben, die den Spielspaß steigern. Besonders seltene Zeedles können als NFT auf einem Marktplatz gehandelt werden.

Ein Spiel mit einer Mission

Obwohl die Löwen keine Erfahrung im Gaming-Bereich haben, bringt Junglas ihr Fachwissen in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Unternehmensaufbau sowie ihre Netzwerke ein. Das Ziel von Zeedz ist es, Spieler weltweit zu erreichen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Junglas möchte das Spiel in die Taschen aller bringen, die gelegentlich auf ihren Handys spielen. Alle 5 Juroren waren überzeugt und investierten gemeinsam 600.000 Euro in das Unternehmen und erwarben jeweils 5 Prozent der Firmenanteile. Der Mega-Deal in der „Höhle der Löwen“ könnte Zeedz dabei helfen, seine Vision zu verwirklichen.

53/2023 Das Kwiggle – Bike: Revolution auf zwei Rädern

Karsten Bettin hat ein kompaktes Fahrrad entwickelt, das sich mühelos zusammenfalten lässt. Dieses innovative Rad zielt darauf ab, die Mobilität ohne Autos zu fördern und den Nahverkehr zu ergänzen. Das Kwiggle-Bike erfüllt Handgepäckanforderungen und gewinnt weltweit an Popularität.

Klappräder, einst belächelt und uncool, sind heute das Aushängeschild grüner Mobilität und im Trend. Das Unternehmen Kwiggle hat dieses Konzept auf die nächste Stufe gehoben. Wir führten ein Gespräch mit dem Maschinenbauer und Erfinder Karsten Bettin.

Das Kwiggle-Bike: Ein Durchbruch in der Mobilität

Traditionelle Radfahrer würden vielleicht nicht ganz behaupten, dass es sich beim Kwiggle-Bike um ein Fahrrad handelt. Doch Karsten Bettin ist sich sicher: Es ist viel mehr als das. Mit beeindruckender Schnelligkeit kann der Ingenieur sein Kwiggle-Bike zu Rucksackgröße zusammenfalten und genauso schnell wieder aufklappen. Er saust auf dem Sattelausleger sitzend herum, dabei stolz und beeindruckend schnell. Währenddessen erläutert er gerne technische Details, aber noch lieber spricht er über die große Vision: die Verkehrswende. „Das ist Mobilität zum Mitnehmen!“, sagt Bettin.

Die Renaissance der Klappräder

Die Klappräder der 1970er Jahre waren sperrig und schwer und wurden im Kofferraum zu Ausflugszielen transportiert. Auf Jachten und in Wohnmobilen fanden sie Freunde, aber für den Rest der Welt verloren sie bald an Reiz.

Erst der Hersteller Brompton schaffte es, das Image der klapprigen Notlösung zu überwinden. Seit den 1980er Jahren haben die Briten mehr als eine Million Räder verkauft und sind in diesem boomenden Markt führend. Ihr Umsatz wächst Jahr für Jahr um mindestens 20 Prozent und liegt inzwischen bei 150 Millionen Euro. Doch das reicht Karsten Bettin und seinem Kwiggle-Bike nicht aus.

Eine Vision für die Zukunft

Karsten Bettin träumt von einer Zukunft ohne Autos und mit mehr Fahrrädern, die die Lücken im Nahverkehr schließen. Pendler auf der ganzen Welt nutzen bereits Falträder, um zur nächsten Bahnstation zu gelangen und falten ihre Räder dann im Zug. Eine vielfältige und wachsende Gemeinschaft von Anbietern bedient diese Nachfrage.

Das Kwiggle-Bike: Ein Rad für jede Gelegenheit

Bettin, ein Maschinenbauer, entwickelte das kompakteste Rad der Welt. Sein Kwiggle-Bike ermöglicht das Fahren im Stehen und verfügt über kleine Räder, einen kurzen Rahmen und einen innovativen Klappmechanismus.

Das Kwiggle-Bike ist für den täglichen Gebrauch konzipiert, aber es kann überall dabei sein, selbst an Orten, an denen herkömmliche Falträder zu groß sind, wie im Flugzeug, da es die Handgepäckmaße erfüllt. Seit 2019 wurden bereits über 3.000 Kwiggle-Bikes verkauft, und die Nachfrage steigt weiter.

Die Zukunft der Mobilität

Die Idee des Kwiggle-Bikes hat das Interesse von Verkehrsunternehmen geweckt, die nach Möglichkeiten suchen, die Mobilität zu verbessern. Falträder könnten in Zukunft an Bahnhöfen als Leihfahrräder angeboten werden und die Anschlussmobilität fördern. Das könnte der Beginn einer neuen Ära der Mobilität sein, in der innovative Falträder wie das Kwiggle an vorderster Front stehen.

52/2023 Bahnbrechende Blutfilterbrille soll Einsätze von Feuerwehrmännern erleichtern

Die von Martin Jahr entwickelte Blutfilterbrille lässt Blut schwarz erscheinen und hilft Feuerwehrleuten damit, verstörende Bilder bei Einsätzen zu mildern. Zurzeit sind 300 dieser Brillen im Einsatz und werden auch bei Unfallen genutzt, um Beteiligte psychisch zu schützen.

Die diesjährige Feuerwehrmesse „Florian“ in Dresden erfreute sich eines beeindruckenden Besucherandrangs, mit insgesamt 30.000 Menschen, die sich versammelten, um die neuesten Entwicklungen in der Branche zu erleben. Unter den zahlreichen Ausstellern ragte Martin Jahr, ein Feuerwehrmann und Erfinder, besonders heraus. Er präsentierte seine neueste Innovation, die weltweit erste „Blutfilterbrille“, die dazu dient, traumatische Erlebnisse von Einsatzkräften zu mildern.

Die bahnbrechende Blutfilterbrille

Die „Blutfilterbrille“, entwickelt von Martin Jahr, gleicht äußerlich einer Fahrradbrille, verfügt jedoch über speziell getönte Kunststoffgläser in Blau. Diese Gläser sind so beschichtet, dass sie rote Farben als Schwarztöne wiedergeben. Die Brille ist für Einsatzkräfte und Ersthelfer gedacht, um die Wirkung verstörender Bilder bei Einsätzen zu mildern. Durch die Brille erscheint Blut nicht mehr in Rot, sondern nur noch in Schwarz, während alle anderen Farben unverändert bleiben.

Einsatzkräfte, die die Blutfilterbrille ausprobierten, zeigten sich beeindruckt von ihrer Wirkung. „Stimmt, das sieht nicht mehr wie Blut aus, sondern eher wie verkohltes Holz“, bemerkte einer der Männer, der selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig war. Ein anderer Kollege fügte hinzu: „Das ist ja toll!“ und betrachtete die Messehalle, in der die roten Hemden seiner Kollegen plötzlich in Lila erschienen.

Die bewegende Geschichte hinter der Erfindung

Die Idee zur Blutfilterbrille kam Martin Jahr vor vier Jahren, nach einem belastenden Einsatz, bei dem er einen Mann aus einem Wald retten musste, der sich dort erhängt hatte. Obwohl bei diesem Einsatz kein Blut floss, plagten ihn traumatische Gedanken und schlaflose Nächte. Die Sorge seiner sechsjährigen Tochter über seinen Zustand inspirierte ihn, nach einer Lösung zu suchen.

Die Verbreitung der Blutfilterbrille

Die Blutfilterbrille, die Martin Jahr „Rubi“ nach seiner Tochter benannte, ist mittlerweile patentiert und wird bereits von etwa 300 Einsatzkräften in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt. Sie dient nicht nur Einsatzkräften, sondern auch Ersthelfern, die oft mit solchen Situationen konfrontiert sind.

Wissenschaftliche Bestätigung der Wirksamkeit

Aktuell führen die Technische Universität Dresden und die Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer eine Studie zur Wirksamkeit der Blutfilterbrille durch. Dies soll dazu beitragen, die positiven Effekte der Brille wissenschaftlich zu belegen.

Martin Jahr plant die Einführung einer speziellen Blutfilterbrille für Kinder namens „Karl“ im nächsten Jahr, um noch mehr Menschen bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse zu unterstützen. Die Nachfrage nach dieser innovativen Technologie ist groß, und die „Florian“-Messe hat bewiesen, dass sie auf großes Interesse stößt.

51/2023 Klimaanlage ohne Strom: Das revolutionäre MIT-Projekt namens Isere

Konventionelle Klimaanlagen sind für viele von uns zu einem unverzichtbaren Bestandteil des modernen Lebens geworden. Doch während sie zweifellos für angenehme Raumtemperaturen sorgen, sind sie gleichzeitig für einen beträchtlichen Teil des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Ein Team von Forschern am Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat sich dieser Herausforderung angenommen und eine Klimaanlage ohne Strom entwickelt, die die Art und Weise, wie wir Räume kühlen, revolutionieren könnte.

Klimanlage ohne Strom: Passive Kühlung

Die innovative Klimaanlage des MIT basiert auf dem Prinzip der Verdunstungskühlung, das bereits seit Jahrtausenden von Menschen genutzt wird. Bei diesem Verfahren nimmt verdunstendes Wasser die umgebende Wärme auf und senkt so die Raumtemperatur spürbar. Das „Isere“ genannte System des MIT erweitert dieses Prinzip, indem es Verdunstungskühlung mit thermischer Isolierung und Strahlungskühlung kombiniert.

Die Schlüsselkomponente des ‚Isere‘-Systems ist ein durchlässiges Material namens „Aero Gel“, das hauptsächlich aus Luft besteht. In Verbindung mit einer Hydrogel-Schicht und einer schützenden Oberfläche gegen Sonnenstrahlung ermöglicht Aero Gel die effektive Kühlung der Raumluft. Erste Tests mit einem Miniaturprototypen waren äußerst vielversprechend. Selbst unter durchschnittlichen Bedingungen konnte das System eine Leistungssteigerung von beeindruckenden 300 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen erreichen. Das entspricht einer Kühlleistung von mehr als neun Grad Celsius.

Klimaanlage ohne Strom: Zukunft umweltfreundlicher Kühlung?

Die Entwicklung eines stromunabhängigen Kühlsystems wie ‚Isere‘ hat das Potenzial, einen signifikanten Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Umweltauswirkungen von Klimaanlagen zu leisten. Mit dieser bahnbrechenden Technologie könnte eine nachhaltige und kostengünstige Lösung für die Herausforderungen der globalen Erwärmung gefunden worden sein. Während „Isere“ noch in der Entwicklungsphase ist, zeigt es bereits das Potenzial, die Zukunft der Raumkühlung zu gestalten und dabei unsere Umwelt zu schonen.

Klimaanlagen: Eine umweltfreundliche Alternative

Die herkömmlichen Klimaanlagen, die auf komplexen elektrischen Prozessen basieren, sind nicht nur energieintensiv, sondern belasten auch die Umwelt durch den hohen Stromverbrauch. „Isere“ hingegen bietet als Klimaanlage ohne Strom eine umweltfreundliche Alternative, die auf natürlichen Prinzipien beruht. Durch die Kombination von Verdunstungskühlung, thermischer Isolierung und Strahlungskühlung wird Energie eingespart und gleichzeitig eine angenehme Raumtemperatur aufrechterhalten.

Innovationen wie ‚Isere‘ machen einfach Freude. Die Technologie dahinter hat das Potenzial, einerseits den Energieverbrauch zu reduzieren. Aber auch den Weg für nachhaltige Lösungen in der Raumkühlung zu ebnen. Während wir noch auf die breite Anwendung dieser bahnbrechenden Klimaanlage warten, gilt ab sofort: die Zukunft der Raumkühlung kann grüner und effizienter sein, als wir es uns je vorgestellt haben. Das Motto: die Klimaanlage ohne Strom.1

50/2023 Bionische Handprothese – die medizinische Revolution

In Schweden wurde erstmals eine revolutionäre bionische Handprothese an einer Patientin erfolgreich implantiert. Diese wegweisende Entwicklung verbessert die Kontrolle über die Prothese erheblich und ermöglicht es, sensorisches Feedback zu empfangen. Die Patientin ist die erste Person weltweit, die von dieser bahnbrechenden Technologie profitiert.

Herkömmliche Prothesen haben oft Schwierigkeiten bei der Steuerung feiner Bewegungen, wie beispielsweise Fingerbewegungen. Die durch Oberflächen-Elektroden erfassten myoelektrischen Signale sind schwach und anfällig für Störungen, was die Kontrolle der Prothese im Alltag unzuverlässig macht. Zusätzlich leiden viele Amputierte unter Phantomschmerzen, da die Nervenbahnen der abgetrennten Gliedmaßen keine Signale mehr ans Gehirn senden. Die bionische Handprothese bietet eine Lösung für diese Probleme.

Innovative Funktion der Prothese

Herzstück dieser bionischen Handprothese sind zwei Titanimplantate, die fest im Knochen des Armes verankert sind. Im Unterschied zu herkömmlichen Prothesen, bei denen die Kontrolle über Elektroden erfolgt, die Signale aus den Muskeln im Stumpf aufnehmen, ist die Steuerung dieser Prothese nahezu identisch mit der Steuerung eines natürlichen Arms. Dadurch wird eine präzisere Bewegungskontrolle ermöglicht, und das Gehirn erhält neuronales Feedback.

Durch die direkte Verbindung der Prothese mit den Knochen, Muskeln und Nerven des Armstumpfes kann die Patientin nun fast die gleichen neuronalen Signalwege nutzen wie zuvor mit ihrer natürlichen Hand. Dies ermöglicht es ihr, die fünf Finger der Handprothese individuell zu steuern und sechs verschiedene Bewegungen auszuführen. Darüber hinaus sind die Aufsätze der Prothese je nach Bedarf austauschbar. Die Prothese erfordert keine externen Batterien oder Computer und kann problemlos im Alltag genutzt werden.

Linderung von Phantomschmerzen und präzise Bewegungskontrolle

Die direkte Verbindung mit den Nervenbahnen ermöglicht es auch, sensorische Informationen wie Berührungen und Druck von der Prothese ans Gehirn zu übertragen. Das war zuvor nur nach langem Training mit externen Elektroden möglich. Das Sinnes-Feedback der bionischen Handprothese wurde in dieser Studie nur begrenzt getestet. Trotzdem zeigen die Forscher, dass die Technologie vielversprechend ist und das Leben von Amputierten erheblich verbessern kann.

Die chirurgische Integration der Prothese kann jedoch Komplikationen verursachen. Im Fall der Patientin wuchsen die Implantate im ersten Versuch nicht richtig ein. Dennoch betrachtet sie ihre Erfahrungen mit der bionischen Hand als äußerst positiv und berichtet, dass ihre Schmerzen erheblich gelindert wurden.

Bionische Prothesen: Ein vielversprechender Schritt in die Zukunft

Die Entwicklung von bionischen Prothesen eröffnet neue Möglichkeiten, das Leben von Menschen mit amputierten Gliedmaßen zu verbessern. Die enge Verknüpfung mit Knochen, Muskeln und Nerven ermöglicht nicht nur eine bessere Kontrolle, sondern bietet auch die Möglichkeit, Sinneseindrücke der verlorenen Gliedmaßen zu ersetzen und Phantomschmerzen zu lindern. Dieser Fortschritt in der Prothetik zeigt vielversprechende Ergebnisse und könnte in Zukunft noch mehr Menschen helfen, ein besseres Leben zu führen.

Hier finden sie Einblicke in die alltägliche Nutzung der bionischen Handprothese:

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49/2023 Ultrafiltration – neue Wege der Wasseraufbereitung

Ein Wasseraufbereitungs-Unternehmen wurde jetzt für einen Innovationspreis nominiert. Deren innovatives System zur Ultrafiltration von Wasser setze Maßstäbe in Reinheit des entsprechend gefilterten Wassers. Mienis Water gehört zu den letzten zehn Unternehmen in den Niederlanden, die für den ‚Nederlandse Innovatie Monitor Award‘ nominiert wurden, einen Preis des Amsterdam Centre for Business Innovation.

In den 55 Jahren, in denen Mienis Water in der Membrantechnologie tätig ist, hat das Unternehmen zahlreiche Innovationen entwickelt, die heute in verschiedenen Systemen weltweit eingesetzt werden. Laut Jochum Genuït von Mienis Water waren jedoch die letzten Jahre besonders bemerkenswert. Deren oberste Priorität lag darin, Kunden bei der Entwicklung robuster Lösungen zu unterstützen. Lösungen mit geringem Wartungsaufwand und niedrigen Betriebskosten. Zudem strebte man danach, umfassende Lösungen für die Anforderungen in der Wasseraufbereitung bereitzustellen, so eine Presemitteilung.

Ultrafiltration – rund 100 Kubik pro Stunde

Mienis gilt als einer der erfahrensten Hersteller von Umkehrosmose-Systemen in den Niederlanden und hat somit stets hochwertiges Bewässerungswasser produziert. Eigenschaften wie die ‚automatische Konservierung‘ und ‚vollautomatische Reinigungsprotokolle‘ seien bei vielen Kunden äußerst beliebt. Das System sei de facto in der Lage, sich selbst zu reinigen und zu warten, so eine Pressemitteilung. Die Umkehrosmose dient nicht nur der Abwasserdesinfektion. Vor über 10 Jahren entwickelte Mienis Water ein Ultrafiltrations-System für den Einsatz im Gartenbau.

Weitere Pluspunkte des Filtersystems

Das Ultrafiltrations-System von Mienis scheint einzigartig auf dem Markt zu sein. Es zeichne sich durch seine Robustheit, Flexibilität und niedrigen Betriebskosten aus, so die Macher. Es können unterschiedlichste Wasserquellen behandelt und Wasser könne effektiver desinfiziert werden als mit anderen Verfahren. Die Methode reduziere Bakterien um den Faktor 8. Gleichzeitig würden Düngemitteln bestens gefiltert und es gebe einen äußerst geringen Energieverbrauch.

Systemisch bestand der letzte wichtige Schritt darin, die Qualität von Wasser nach dem Reinigungsprozess zu kontrollieren. Hierzu wurde in 2023 das sogenannte HydrOxygen-System entwickelt. Die Methode führe Sauerstoff und Wasserstoffgas in das Wasser ein. Studien hätten gezeigt, so eine Pressemitteilung, dass dies die Wasserqualität erheblich verbessere. Zudem würden so gegossene Pflanzen in Bezug auf Ertrag und Stärke in der Folge unterstützt.

Mienis Water wird auf der Canadian Greenhouse Conference im Oktober 2023 in Niagara Falls vertreten sein. Das Unternehmen stehe Interessierten am Stand 704 zur Verfügung, um mehr über seine Ultrafiltrations- und Umkehrosmose-Systeme mit vollautomatischen Reinigungsfunktionen zu berichten. Darüber hinaus werde die neueste Innovation, das HydrOxygen, vorgestellt. Während die Ultrafiltration das Wasser effizient desinfiziere und reinige, habe das besagte HydrOxygen wie oben erläutert, die Fähigkeit, die Wasserqualität zusätzlich zu verbessern. Weitere Informationen finden Interessierte im Netz bei Mienis Water, Niederlande

48/2023 Leuchtende Tinte mit Leuchtdioden direkt aus dem Kugelschreiber

Die Entwicklung von Leuchtdioden (LEDs), die mithilfe einer speziellen Leuchttinte auf nahezu beliebige Oberflächen aufgemalt werden können, stellt eine faszinierende Innovation dar. Diese Tinte besteht aus vier aufeinanderfolgenden Schichten und ermöglicht die Herstellung funktionsfähiger LEDs in verschiedenen Farben und Formen, eröffnend vielfältige Anwendungen in Bereichen wie Elektronik, Kleidung und Verpackung.

Junyi Zhao und ihre Kollegen von der Washington University in St. Louis haben die innovative Technik erfunden. Mit dieser können Perowskit-LEDs einfach auf unterschiedliche Unterlagen geschrieben werden. Benutzt werden vier gereinigte Kugelschreiber. Auch Leute ohne Vorerfahrung können diese bedienen. „Wie beim Schreiben mit mehrfarbigen Stiften ermöglicht das Schreiben mit diesen funktionalen Tinten die Erschaffung von Perowskit-basierten optoelektronischen Geräten innerhalb von nur Minuten“, erklären die Forschenden.

Leuchtdioden mit vier Schichten

Das Verfahren zur Herstellung handgeschriebener LEDs sieht folgendermaßen aus: Zuerst wird eine Tinte aufgetragen, die ein gelöstes leitfähiges Polymer enthält. Diese Tinte glättet raue Oberflächen, verschließt Poren und bereitet die Unterlage vor. Anschließend wird die beschichtete Oberfläche getrocknet, typischerweise auf einer heißen Platte oder in einem Ofen. Als nächstes folgt das Auftragen einer zweiten Tinte, die verschiedene Perowskit-Verbindungen enthält und je nach gewünschter LED-Farbe variiert. Die dritte Tintenschicht besteht aus Polymeren, wie PEI, und einem flüchtigen Lösungsmittel, das ohne Erhitzen verdampft. Die vierte und letzte Schicht enthält eine Emulsion aus Silber-Nanodrähten, die als Elektroden fungieren.

Dieser Prozess, einschließlich vierfachem Übermalen und Trocknungsphasen, dauert nur etwa zehn Minuten. Das Ergebnis ist eine vielseitige LED, die in fast jeder Form angefertigt werden kann und auf den meisten Alltagsmaterialien haftet. Zum Aktivieren der LED genügt das Verbinden der Ränder mit einer Batterie. In Tests erwiesen sich die handgeschriebenen LEDs, inklusive roter, grüner und gelber Varianten, auf Papier, Kunststofffolie, Glas und sogar auf der Oberfläche eines aufgeblasenen Luftballons als funktionsfähig.

Mit einer beeindruckenden Helligkeit von bis zu 15.225 Candela pro Quadratmeter leuchten die handgeschriebenen LEDs sogar heller ist als ein herkömmliches Handy-Display. Zur Aktivierung benötigen sie lediglich 2,4 Volt und weisen eine Effizienz von 6,65 Candela pro Ampere auf.

Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten der leuchtenden Tinte

Die Anwendung der handgeschriebenen Perowskit-Leuchtdioden erstreckt sich über zahlreiche Bereiche. Sie ermöglichen leuchtende Kleidungsstücke und Accessoires, und damit etwa innovative Designs und Sicherheit im Dunkeln. Ebenso eignen sie sich für tragbare Elektronik, um beispielsweise intelligente Textilien herzustellen. Im Bereich der Verpackung ermöglichen sie leuchtende, interaktive Etiketten oder Werbematerialien. Im Bildungsbereich dienen sie als lehrreiche Experimente für Schüler, um die Grundlagen der Elektronik und LED-Technologie zu verstehen. Dank ihrer Flexibilität in der Formgebung können sie auf nahezu allen Alltagsmaterialien angebracht werden. So wird ein breites Spektrum an kreativen un nützlichen Anwendungn eröffnet.

47/2023 BauGPT – Das Potenzial von KI im Bauwesen

BauGPT ist eine KI-Anwendung im Baugewerbe, die repetitive Aufgaben erleichtert. Trotz anfänglicher Skepsis kann sie Bauunternehmen bei der Recherche zu rechtlichen Themen unterstützen, indem sie relevante Informationen aus umfangreichen Vorschriften extrahiert. BauGPT zeigt das Potenzial von KI im Bauwesen, Zeit für wichtigere Aufgaben freizugeben.

Die Bauindustrie, oft als traditionell und widerstandsfähig gegenüber Technologiewandel angesehen, erlebt derzeit eine erstaunliche Transformation durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Insbesondere BauGPT, eine innovative KI-Anwendung, hat das Potenzial, die Branche grundlegend zu verändern.

BauGPT: Die Revolution in der Bauindustrie

Traditionell wurden Bauarbeiter und Unternehmen oft mit umfangreichen rechtlichen Vorschriften und komplexen Dokumenten konfrontiert. Diese mühsame und zeitaufwändige Aufgabe kann jetzt effizienter bewältigt werden. Diese KI-Anwendung wurde entwickelt, um Menschen bei wiederholenden und langweiligen Aufgaben zu unterstützen, indem sie schnellen Zugang zu wichtigen Informationen bietet.

Die Vision von Jonas Stamm: BauGPT entsteht

Die Idee entstand, als Jonas Stamm, Gründer des ConTech-Startups Crafthunt, Schwierigkeiten hatte, Informationen in den umfangreichen Landesbauverordnungen zu finden. Er erkannte, dass es eine Möglichkeit gab, diesen Prozess zu automatisieren und die Suche nach relevanten Passagen zu erleichtern. Die Vision war es, die Recherche in den Bereichen Arbeitsrecht, Abfallrecht und vielen anderen zu vereinfachen.

Um BauGPT zu entwickeln, führte Stamm umfangreiche Gespräche mit Studierenden, Technikern und Bauleitern, um herauszufinden, welche Herausforderungen sie bei der Arbeit bewältigen mussten. Dies half dabei, die Anwendung gezielt auf die Bedürfnisse der Branche zuzuschneiden.

Effiziente Informationsbeschaffung: Die Stärke von BauGPT

Die KI wurde mit einer Fülle von Informationen aus verschiedenen Quellen gespeist, einschließlich digitalisierter Landesverordnungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen wie Google, die oft nur unübersichtliche Texte liefern, kann BauGPT Texte verstehen und relevante Passagen hervorheben. Dies spart nicht nur wertvolle Zeit, sondern stellt sicher, dass die benötigten Informationen präzise und schnell gefunden werden. Es ist wichtig zu betonen, dass BauGPT nicht darauf abzielt, Anwälte zu ersetzen. Stattdessen dient es als nützliches Werkzeug, um Bauunternehmen gut vorbereitet in rechtliche Gespräche zu führen.

Insgesamt zeigt BauGPT, dass KI die Bauindustrie revolutionieren kann, indem sie effizientere Arbeitsprozesse ermöglicht und Zeit für wichtigere Aufgaben freisetzt. Diese innovative Anwendung hebt hervor, dass KI in der Baubranche nicht nur ein Hype, sondern eine tatsächliche Hilfe sein kann.

46/2023 Rainpiper – innovative Drohne löscht Brände

„Rainpiper“ ist ein vielversprechendes Projekt von Simon Bruhns, das autonome Drohnenschwärme zur Bekämpfung von Waldbränden einsetzt. Diese innovative Lösung könnte Leben und die Natur vor den wachsenden Bedrohungen durch Waldbrände schützen. Das Konzept, das an der Hochschule Magdeburg-Stendal entwickelt wurde, hat bereits internationale Anerkennung erlangt und könnte eine entscheidende Rolle im Kampf gegen diese Katastrophen spielen.

In den letzten Jahren haben verheerende Waldbrände nicht nur in wärmeren Regionen, sondern auch in Gebieten mit gemäßigterem Klima zunehmend Schäden angerichtet. Ein gefährliches Problem. Besonders auf Truppenübungsplätzen, auf denen Munition gelagert wird ist es schwer Brände zu löschen. Doch es gibt Hoffnung in Form eines innovativen Projekts namens „Rainpiper“.

Drohnen im Kampf gegen Waldbrände

Die Idee von Simon Bruhns, einem Studenten an der Hochschule Magdeburg, könnte eine wichtige Innovation im Kampf gegen Waldbrände darstellen. Die Einsatzfahrzeuge transportieren den autonomen Drohnenschwarm mittels einer Plattform zum Einsatzort. Nach ihrem Einsatz kehren die Drohnen zum Fahrzeug zurück und „tanken“ in nur einer Minute Löschmittel und Wasserstoff für den Antrieb. Dann sind sie wieder einsatzbereit.

Vielversprechende Idee des Studenten

Entwickler Simon Bruhns arbeitete an diesem wegweisenden Konzept im Rahmen seiner Masterarbeit für den Studiengang Engineering Design des Instituts für Industrial Design. Damit wollte er die theoretischen Überlegungen dreier Wissenschaftler der Universität Genua in Italien in die Praxis umsetztn. Anhand deren Arbeit „Drone Swarms in Fire Suppression Activities: A Conceptual Framework“ wollte Bruhns herausfinden, wie Drohnen konzipiert sein müssen, um Brände effektiv löschen zu können.
Sein beeindruckendes Konzept wurde belohnt und landete auf dem zweiten Platz des nationalen James Dyson Awards. Dies zeigt, wie vielversprechend diese Innovation ist und wie sie potenziell Leben und Natur retten kann.

Internationale Aufmerksamkeit für Rainpiper

Waldbrände sind eine wachsende Bedrohung. Und das nicht nur in wärmeren Regionen, sondern auch in Gebieten wie Sachsen-Anhalt, insbesondere im Harz. Die Auswirkungen großer Feuer sind sichtbar und gefährden das existierende Ökosystem. Rainpiper könnte dazu beitragen, diese Gefahren zu minimieren. Die Einsatzkräfte in Waldbrandgebieten könnten effektiver unterstützt werden.

Obwohl es bisher noch keine Unterstützer für das Rainpiper-Projekt gibt, hat die Nominierung für den James Dyson Award internationale Aufmerksamkeit auf das Projekt gelenkt. Dieser wird jährlich an Studierende und junge Absolventen in den Fachbereichen Ingenieurwesen und Design verliehen.
Insgesamt zeigt Rainpiper, dass innovative Ansätze und Technologien wie autonome Drohnenschwärme eine vielversprechende Lösung für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bieten können. Insbesondere wenn es darum geht, Naturkatastrophen wie Waldbrände einzudämmen.

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