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46/2019 Biologisch abbaubares “Plastik”: Ersatz für heute klassische Verpackungen?

Eine biologisch abbaubare Verpackung soll in naher Zukunft Plastik ersetzen können. Sie besitzt dabei ähnliche Eigenschaften wie das gewöhnliche Plastik, nach ihrer Zersetzung aber, soll nichts mehr von ihr übrig sein. Ferner soll die neue Verpackung für fast alle Lebensmittel und Produkte verwendet werden können.

Ein Start-up aus Israel hat es sich zur Aufgabe gemacht den großen Mengen an verwendeten Kunststoffverpackungen für Lebensmittel und Co. endlich ein Ende zu setzten. So entwickelte das Unternehmen „TIPA“ ein Material, welches eine ähnliche Haltbarkeit, Flexibilität und Transparenz wie Kunststoff besitzt. Aber im Unterschied dazu ist das neu entwickelte Material laut TIPA hundertprozentig kompostierbar. Dies gilt auch für alle verwendeten Klebstoffe dieser Verpackung, denn für die Produktion werden zum größten Teil nur pflanzliche Stoffe wie zum Beispiel Getreide verwendet.

Orientiert haben sich die Wissenschaftler aus Israel an der Schale einer Orange. Diese schützt das Innere perfekt und zersetzt sich zudem vollständig. Damit sich die neue TIPA-Verpackung auch zersetzen kann, müssen lediglich die richtigen Bedingungen zur Kompostierung herrschen. So bleiben nach der Zersetzung nur noch Wasser, Kohlendioxid und organische Materialien zurück. Die organischen Materialien können daraufhin von Bakterien zersetzt werden, weshalb am Ende gar nichts mehr über bleiben sollte.

Verwendung soll die biologisch abbaubare Verpackung bei Tiefkühlprodukten, Frischwaren oder Bekleidung finden. Deshalb haben bereits einige Supermärkte und auch Online-Bekleidungsshops die Verpackung von TIPA eingeführt. Denn auch die Herstellung dieser Verpackung ist gar nicht so kompliziert, wie es sich zu Beginn anhört. Bereits bestehende Maschinen zur Produktion von herkömmlicher Plastikfolie sollen nämlich leicht auf die Produktion der TIPA-Folie umzustellen sein.

Der Hauptsitz von TIPA befindet sich in Hod Hasharon. Das ist eine Stadt in Zentralisrael, welche die Gründer unter anderem zu ihrer Ersatz-Verpackung angetrieben hat. Denn in Israel gibt es nur für Dosen und kleine Trinkflaschen einen geringen Pfandbetrag von rund 7 Cent. Für größere Flaschen wird vorab kein Pfand gefordert. Zwar gibt es einige Recycling-Mülleimer für diese Flaschen, nichtsdestotrotz werden diese nur eher mäßig genutzt. Aufgrund dessen landen immer noch viele von diesen und andere Plastik-Verpackungen in Parks und Gewässern innerhalb des Landes.

Für Neugierige ein Video zu der neuen “Plastik-Verpackung”. Hier kann man sich die Optik und Kompostierfähigkeit der TIPA-Verpackung genauer ansehen.

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2 Kommentare

  1. Hallo, danke für diesen überaus interessanten Artikel. Ich hoffe das diese alternative rasch umgesetzt wird. Aktuell merkt man bei uns in Österreich, dass es kaum mehr Tragetaschen aus Plastik in den Supermärkten gibt. Finde ich gut. Das einziges Problem sind noch die Umverpackungen. Leider echt ein Wahnsinn… Ich hoffe das hier bald Änderungen kommen!

    Alles Liebe
    Christoph

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