RAKETENSTART

Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

43/ Das mysteriöse ewige Streichholz

Bei Regen, Schnee und Wind ein Streichholz anmachen – Jeder der es schon einmal versucht hat wird zustimmen, dass das nahezu unmöglich ist. Gerade beim Campen ein großer Nachteil, wenn man auf das Feuer angewiesen ist. Nun gibt es die Lösung für das Problem: Eine Kombination aus Zündholz und Feuer-Anzünder. Perfekt für alle Bedingungen.

Das Streichholz der Zukunft

Was macht das Streichholz so besonders? Unabhängig von der Wetterlage kann es überall und zu jeder Zeit entzündet werden, denn es funktioniert gleich gut, ob nass oder kalt. Mit einem Gewicht von nur 20 Gramm findet der Feuerbegleiter an jedem Schlüsselbund Platz. Daher eignet es sich als super Camping-Zubehör, für jedes Überlebens-Kit und für alle Notsituationen. Ob Lagerfeuer, Öfen, Gaslampen oder Holz – es funktioniert bei fast allen brennbaren Materialien. Insgesamt hält das ewige Streichholz für 15.000 Mal streichen.

Wie funktioniert das Streichholz?

Allein vom Aufbau unterscheidet es sich von den üblichen Streichhölzern. Das Streichholz befindet sich in einem kleinen „Tank“ mit Gewinde und Dichtring am oberen Rand. Die Apparatur ist mit Benzin oder Ethanol gefüllt. Im Tank befindet sich Watte. Dadurch wird der Brennstoff aufgesaugt, sodass er länger hält und nicht ausläuft. Das Streichholz wird mit dem daran befestigten Zündplättchen und dem Docht aus Baumwolle in den Tank geschraubt. Seitlich des Tanks befindet sich – anders als bei üblichen Streichholzschachteln – keine Reibefläche, sondern ein eingelassenes Stäbchen. An diesem Stächen muss man den sich mit Benzin vollgesaugten Docht mit einer schnellen Bewegung entlang ziehen. Dabei entzünden sich die Fasern und man hat Feuer!  Allerdings sollte das Zündholz nicht zu lange brennen. Denn sonst verbrennt nicht nur das Benzin sondern auch gleichzeitig der Docht. Um das Feuer wieder zu löschen, hilft einfaches Wedeln mit der Hand nicht. Der Grund dafür ist, dass die Flamme dafür ausgelegt ist, auch bei Wind beständig zu sein. Ein kurzes festes Pusten ist dahingegen hilfreich.

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42/ Kulero – das essbare Besteck

Jedes Jahr werden allein in Deutschland ca. 2,3 Milliarden Plastikbesteckteile weggeworfen. Die anfangs als praktisch bezeichneten Einwegartikel sind enorm umweltschädigend. Die Lösung dafür bietet „Kulero“: Die nachhaltige  Alternative zu Plastikgeschirr und Besteck. Sie folgt dem Motto: Essen statt wegwerfen.

Kulero – was bedeutet das?

Auf Esperanto bedeutet Kulero „Löffel“. Denn das Startup versuchte mit einem essbaren Löffel erstmals ihre umweltverträgliche Einweglösung umzusetzen. Der Hintergrund der Erfindung war das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der plastikfreie Konsum der Gesellschaft. Dazu kam, dass die EU offiziell festgelegt hat, ab dem 3. Juli 2021 Einwegplastik zu verbieten. Um ihre Vision, Kunststoffabfälle zu reduzieren umzusetzen, hat das Startup ein Sortiment aus essbarem Besteck und Geschirr geschaffen. Das bedeutet, dass die Utensilien direkt nach dem Benutzen verspeist werden können. Ob süß oder deftig – es gibt viele verschiedene Geschmacksrichtungen, sodass für jeden etwas dabei ist. Beispielsweise gibt es eine scharfe Variante mit Pfeffer aber auch eine süße, mit Kakao-Geschmack.

Aber aus was besteht das Wunderbesteck? Das „Material“ ist ein veganes und glutenfreies Getreidegemisch und besteht aus 100% natürlichen Zutaten. In heißen Gerichten halten sie sich ungefähr 30 Minuten, in kalten Speisen können sie sogar bis zu einer Stunde lang verwendet werden. Zu Beginn wurde das Ganze in Gujarat (Indien) unter fairen Konditionen hergestellt. Mittlerweile wurde die Produktion nach Baden-Württemberg verlagert, um die langen Transportwege zu vermeiden.

Kuleros Einfluss

Durch den Verkauf der essbaren Löffel setzt sich das Startup für nachhaltigen Konsum ein. Bis heute konnten insgesamt 5 Millionen Einwegprodukte aus Plastik durch die essbaren Produkte ersetzt werden. Da das Unternehmen sehr viel Wert auf nachhaltigen und umweltschonenden Transport und Produktion legt, gleichen sie den CO²-Ausstoß aus. Dazu wurden 900 Bäume in Kooperation mit „Magic to the World e.V.“ gepflanzt, die zukünftig als Einkommensquelle für die lokale Bevölkerung dienen soll.  Da der Ursprung der Produktion von Kulero in Indien ist, unterstützten sie ebenfalls 20 Erstklässlerinnen in Indien mit Schulmaterialien. Denn wer helfen kann, sollte helfen.

Interessierte verweisen wir gerne auf die Webseite von Kulero.

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41/ 2021 Innovative Eisspeicherheizung

Der Innovation sind keine Grenzen gesetzt. Mit Hilfe einer Eisspeicherheizung lassen sich Gebäude für die kälteren Monate beheizen und bei sommerlichen Temperaturen sogar kühlen. 

Wie funktioniert eine Eisspeicherheizung ?

Als recht neue Erscheinung verbindet die Eisspeicherheizung die Vorteile einer Wärmepumpe.  Um eine einwandfreie Funktionsweise der Eisheizung gewährleisten zu können, wird eine Zisterne in unmittelbarer Nähe zum Gebäude, in den Boden eingelassen. Die Zisterne besteht aus Beton und wird ohne jegliche Isolierung bis zur Oberkante mit herkömmlichen Regenwasser befüllt.
Innerhalb der Zisterne befinden sich mehrere PE-Rohre, die zum Zwecke des Zu- und Abfluss  einer im Gebäude befindlichen Wärmepumpe dienen. Von dort gelangt das Wasser zum Warmwasserspeicher, welcher das Gebäude mit warmen Wasser versorgt.  Die Leitungen des Warmwasserspeichers führen ins Haus und können als Fußbodenheizung die Raumtemperatur regulieren. Innerhalb der Leitungen zirkuliert ein Wasser-Sole Gemisch, welches mit dem herkömmlichen Regenwasser nicht zu verwechseln ist. Die Wärme des Gemischs wird über die Leitungen vom Wasser innerhalb der Zisterne aufgenommen und wiederum zur Wärmepumpe transportiert. Außerdem muss das Wasser der Zisterne zusätzlich durch eine externe Wärmezufuhr angereichert werden. Dies erfolgt über eine Solaranlage auf dem Dach des Gebäudes, welche Energie aus der Sonne bzw. Umgebungstemperatur zieht. So kann das Warmwasser genutzt werden.

Auch im Winter bleibt es warm

Im Winter fügt die externe Wärmezufuhr der Solaranlage der Zisterne kaum noch Wärmeenergie hinzu. Die Zisterne nutzt die Erdwärme aber ab einem bestimmten Punkt wird dem Wasser der Zisterne soviel Wärmeenergie entzogen, dass es langsam von innen nach außen gefriert und die Zisterne somit zum Eisspeicher wird. Die Besonderheit hierbei ist die Nutzung der “latenten Wärme”, welche bei einem Phasenwechsel freigesetzt wird. Gefriert Wasser wird die  Kristallisationswärme freigesetzt. Aus Wasser wird dann Eis, obwohl beide dieselbe Temperatur besitzen. Wärme wird hierbei an die Umgebung abgegeben. Diese Kristallisationswärme entspricht der selben Menge, die man benötigt, wenn man Wasser auf eine Temperatur von 80 Grad Celsius erhitzen möchte. Im Sommer kann dann der Eisspeicher für das sogenante Natural Cooling verwendet werden um das Gebäude zu Kühlen. Die Warmwasseraufbereitung folgt dann über die „externe Wärmezufuhr auf dem Dach“ und nicht mehr über die Zisterne.

Vor-& Nachteile der Eisspeicherheizung

Nachteile:

  • Hohe Investitionskosten
  • Hoher Montageaufwand
  • Nicht für jedes Gebäude geeignet
  • Nur in Kombination mit Wärmepumpe nutzbar

Vorteile:

  • Sichere und effiziente Wärmeerzeugung
  • Umweltfreundlicher Betrieb
  • Verwendung kostenloser Wärmequellen
  • Montage in der Regel genehmigungsfrei
  • Regenerationsprozess kann beliebig oft wiederholt werden
  • Hohe Förderung möglich
  • Kann im Sommer zum Kühlen verwendet werden
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40/ 2021 Katzenfutter gegen Plastikflaschen

Tierwohl und Umweltschutz mit einer Aktion. Die Yapomoga-Box füllt den Futternapf von tausenden hungernden Tieren und schützt gleichzeitig die Umwelt vor Plastikmüll.

Eines der Hauptprobleme der Menschen: Wir produzieren viel zu viel Plastikmüll und recyceln viel zu wenig. Das hat schwerwiegende Folgen für das Klima, die Umwelt und die Tiere. Deshalb ist es dringend nötig jetzt dagegen vorzugehen. Die ukrainische Wohltätigkeitsinitiative Yapomoga geht den ersten Schritt in die richtige Richtung und kombiniert mit dem neu entwickelten Tierfutter-Recycling-Automat das Vorgehen gegen das Plastikmüllproblem und das Helfen von Tieren.

Yapomoga-Box

Aufgrund der vielen streunenden Tiere in Kiew entwickelte die Organisation die sogenannte „Yapomoga-Box“. Hunderte Katzen und Hunde leiden unter den Wintermonaten sehr, denn sie finden nur schwer Nahrung zum Überleben. Um den Tieren den Winter zu erleichtern wurde der Tierfutter-Recycling-Automat entwickelt mit dem man sowohl Tieren helfen, als auch die Umwelt schützen kann. Da in der Ukraine eine sehr geringe Recyclingquote herrscht, wurde 2018 die Mülltrennung verpflichtend eingeführt. Trotzdem landen am Ende leider die meisten Abfälle in einer Tonne, denn getrennte Behälter für verschiedene Müllsorten gibt es in der Ukraine nicht.

Wie funktioniert das Konzept?

Der Automat wird nicht mit Geld der Einwohner betrieben, sondern für jede eingeworfene Plastikflasche wird ein Futternapf mit 20 Gramm Katzen- und Hundefutter gefüllt. Das Wasser für die Tiere gibt inklusiv. Bereits im ersten Monat konnten somit ganze 350 Kilogramm Plastik recyclet werden. Aber wie finanziert sich das Futter? Viele Banken und Geschäfte dienen als Partner für die Online-Plattform, mit deren Hilfe sich Yapomoga finanziert. Mit Hilfe von umsatzbasierten Boni für die Nutzer, kann das Geld in verschiedene Hilfsprojekte von investiert werden. Mittlerweile gelten Kinder als die Hauptzielgruppe, denn sie sind besonders begeistert von der Innovation. Durch die allgemeine positive Resonanz der Einwohner, sind in den nächsten Monaten allein in Kiew zehn neue Tierfutter-Recycling-Stationen in Planung. Auch viele andere Kommunen zeigen starkes Interesse an dem Hilfsprojekt. Demnach erhofft sich der Erfinder Rufat Raimow in Zukunft schon bald im ganzen Land die Automaten aufstellen zu können. Auch in Istanbul hat sich bereits die Idee des Tierfutter-Recycling-Automats etabliert.

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Interessierte können sich unter folgendem Link nähere Informationen einholen.
https://yapomoga.com/en/cases/37

39/2021 Pal-V das fliegende Auto

Den Menschen die flexibelste Form der Mobilität und das höchste erdenkliche Freiheitsgefühl zu bieten, während sie gleich zwei Welten vereinen. Mit dem PAL-V ist beides möglich: Fliegen und Fahren.

 Science-Fiction oder Realität?

2022 ist es endlich soweit. Das erste Flugauto soll auf den Markt kommen. Das niederländische Unternehmen PAL-V aus Rotterdam erlangte als erstes Unternehmen überhaupt eine Straßenzulassung in der Europäischen Union für das Flugauto Liberty: „Ein Auto, das fliegt, ein Flugzeug das fährt“. Der Traghubschrauber ist für zwei Personen konzipiert und ist sowohl in der Luft, als auch im täglichen Straßenverkehr verwendbar.

Der Prozess der Zulassung

Obwohl bereits 2009 die ersten Testfahrten des Fluggefährts stattfanden, begann die finale Zulassungsprüfung erst im Februar 2020. Aufgrund der Neuartigkeit der Liberty kam es zu dieser langen Verzögerung, denn die Prüfer konnten nicht auf bisherige Erfahrungswerte zurückgreifen. Dasselbe Problem trat ebenfalls bei der Genehmigung der Europäische Agentur für Luftsicherheit (EASA) auf. Beschlossen wurde, dass 1200 Testberichte und 150 Flugstunden benötigt werden. Nichtsdestotrotz ist PAL-V zuversichtlich, dass dieses Jahr die ersten Flugtests stattfinden werden.

Was macht den PAL-V Liberty so besonders?

Hauptsächlich unterscheidet sich diese Innovation von den bisher entwickelten Flugtaxis durch die enorme Reichweite. Mit einer Tankfüllung – Benzin oder Biokraftstoff – erreicht das Flugauto eine Distanz von bis zu 500 Kilometern in der Luft und auf der Straße sogar 1.315 Kilometer. Optisch erinnert der PAL-V Liberty wegen der ausklappbaren Rotoren an einen Hubschrauber. Dennoch lässt sich das Luftfahrzeug im Straßenverkehr wie ein normales Auto steuern. Gerade in der heutigen Zeit bietet das „Personal Air and Land Vehicle“ einen großen Vorteil. In Zukunft werden Staus oder die ewige Parkplatzsuche kein Problem mehr darstellen, denn das Luftauto verwandelt sich in nur wenigen Minuten vom Flugzeug in ein Auto. So kann man unbeschwert seine Reise ohne längere Verzögerungen fortsetzen. Bisher stehen Interessenten und Flugbegeisterten rund 90 der limitierten Versionen zur Verfügung.

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Für Interessierte: https://www.pal-v.com/de/die-welt-des-autofliegens

38/2021 Doconomy- täglich klimafreundlich

Die Durchschnittstemperatur unseres Planeten erhöht sich in ihrer Gesamtheit mit weitreichenden Folgen auf unser Klima. Der Klimawandel, der durch die Geschäftigkeit der Menschen beschleunigt wird, macht sich durch unterschiedliche Ereignisse bemerkbar.

Sei es sengende Hitze, gefolgt von Dürreperioden, welche Ernteausfälle und Wassermangel in ohnehin schon gefährdeten Regionen auslösen oder Überschwemmungen und die Begünstigung der Voraussetzung für weitere Naturkatastrophen. Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer bedrohlicher.  Nichtsdestotrotz bleibt noch Zeit, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Die Kohlendioxid-Emissionen bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren, ist eines der Ziele, deren Umsetzung die EU begrüßt.

Konsum als wichtiger Faktor

Wir müssen anfangen, die Auswirkungen unseres Konsums auf unseren Planeten zu verstehen und unser Verhalten umweltbewusster zu gestalten, denn rund 60% des individuellen Kohlenstoffdioxid- Verbrauch ist direkt mit unserem Konsum verbunden. Um als Individuum entsprechend seinen Teil beizutragen, muss zunächst ein Verständnis entwickelt werden, welche Auswirkungen unser Konsum auf die Umwelt hat. Die Produkte, die wir konsumieren, durchlaufen verschiedene Prozesse von der Herstellung über logistischen Transport bis hin zum eigentlichen Kauf bzw. Verkauf der Produkte und kommen ohne den Verbrauch von Co2- Emissionen nicht aus. Deshalb ist es eine der wichtigsten Entscheidungen, die wir im Kampf gegen den Klimawandel als Individuen jeden Tag treffen können. Um eine Entscheidungshilfe zu ermöglichen, benötigen wir Marken, deren Produkte mit einem Label versehen sind, die den Co2 Fußabdruck so transparent wie möglich angeben. Leider ist es für Marken sowie Unternehmen schwierig, ihren CO2-Fußabdruck zu berechnen und Transparenz für ihre Produkte und Kunden zu erzeugen.

Ein schwedisches Start-up mit einer Lösung

Doconomy ist ein schwedisches Fintech, das digitale Dienstleistungen anbietet, um Verbrauchern zu helfen, den durch ihre Kaufentscheidung verursachten Co²-Ausstoß zu reduzieren. Zu diesem Zweck hat Doconomy den 2030 Kalkulator eingeführt. Ein digitales Werkzeug, mit dem jede Marke in der Lage sein soll,  den CO2-Fußabdruck ihrer Prozesse bis hin zum Endprodukt berechnen kann. Es verkürzt den Zeitaufwand für die Berechnung von Wochen auf Minuten. Der 2030-Rechner ist eine offen zugängliche Plattform, auf der jede Marke, die eine Berechnung durchführt, ihre Emissionsdaten zur Verfügung stellt, sodass Wettbewerber die gleichen Daten und Methoden zur Berechnung des Carbon Footprints ihrer Produkte verwenden können. Denn im Hinblick auf die Klimakrise hat keine Marke Konkurrenten. Die einzige wirkliche Herausforderung ist der ständig steigende Kohlenstoffausstoß, der durch unverantwortlichen Massenkonsum verursacht wird. Seit unserem Beta-Start haben weltweit führende Marken damit begonnen, Kohlenstoff-Fußabdrücke zu berechnen, und sogar weltweit führende Institute und Organisationen denken darüber nach, die Daten besser zugänglich zu machen. Dies stellt hoffentlich einen Wendepunkt dar, um alle Daten für jedermann zugänglich zu machen. Sollte der Co²-Ausstoß ein entscheidendes Kriterium im Sinne einer Kaufentscheidung werden, würden wir alle davon profitieren. Denn wenn neben dem Kaufpreis auch der entsprechende CO²-Wert auf dem jeweiligen Produkt angegeben wird, kann das gerade dem Kunden mit umweltfreundlichen Ambitionen von einem Erwerb des Produkts überzeugen. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Themen wie Umwelt- und Klimaschutz eine immer tragendere Rolle in der Öffentlichkeit einnehmen, leistet Doconomy einen positiven Beitrag.

Doconomy- Carbon Label Exampel

Interessenten finden hier eine weitere umweltfreundliche Idee: https://raketenstart.org/36-2021-leap-beyond-leather/

37/2021 AeroDelft: Sauberes Fliegen

Die Luftfahrt, sei sie touristisch oder kommerziell  begründet, ist  ein großer Treiber des weltweiten  CO² Ausstoßes. Allein im Jahr 2019 war die Luftfahrt für 915 Millionen Tonnen CO² Emissionen zuständig und ist damit für 2% der globalen Co²-Emissionen verantwortlich. Diese Zahl zu verringern, hat sich das Projekt “Phoenix” der niederländischen Technischen Universität in Delft zum Ziel gesetzt. Wie das gehen soll? Indem man flüssigen Wasserstoff als Treibstoffgrundlage zur Fortbewegung im Luftraum nutzbar macht.

Saubere Luft

Phoenix ist das erste Flüssigwasserstoff-Brennstoffzellenflugzeug der Welt, bei dem  die Emissionen komplett eliminiert werden, indem das  Flugzeug mit dem leichtesten aller Elemente angetrieben wird: Wasserstoff.  Warum Wasserstoff?
In der Vergangenheit wurde eine Reihe von Lösungen für das Problem der nachhaltigen Luftfahrt propagiert. Grob gesagt passen diese Lösungen in drei Kategorien: Kerosinäquivalente, Batterien und Wasserstoff. Biokraftstoffe und synthetisches Kerosin sind zwar eine mögliche vorübergehende Lösung für die Kohlenstoffemissionen der Luftfahrtindustrie, aber auf lange Sicht nicht nachhaltig. Die Auswirkungen auf die Luftqualität durch NOx-Emissionen bei der Verbrennung von Kerosin oder Kerosinäquivalenten sind bis zu 4,4-mal höher als die Auswirkungen der CO2-Emissionen auf die Umwelt. Der Prototyp im Maßstab 1:3 wird von einer 1500-W-Brennstoffzelle angetrieben, die mit einem Batteriepack für die Startleistung und Sicherheit gekoppelt ist. Der Wasserstoff wird in einem kryogenen Tank bei -253°C gehalten und über ein komplexes Schlauchsystem auf 0°C erwärmt. Angetrieben von einem Elektromotor am Heck kann Phoenix mit nur 1 kg flüssigem Wasserstoff 7 Stunden lang fliegen und dabei eine Strecke von mehr als 500 km zurücklegen. Diese Ausdauer- und Reichweitenwerte werden von Batterien und herkömmlichen Kraftstoffen nicht erreicht.

Skalierbareres Projekt

Wie jede Pionierarbeit auf technologischem Gebiet erfordert ein Erfolg neben einer Reihe von Tests und wissenschaftlicher Experimente ein Maß an Vertrauen und Geduld. Deshalb sind skalierbare Meilensteine von Bedeutung. 2025 plant AeroDelft den erster wasserstoffbetriebenen Flug der Welt. 2035 soll ein erstes kommerzielles Flugzeug mit selbigem Antrieb in de nUmlauf gebracht werden. So soll mit Blick in die Zukunft auch der Weg für eine emissionsfrei Luftfahrt frei gemacht werden.  Obwohl die  Flugzeuge klein sind, die angestrebten Ambitionen sind es nicht. So arbeitet das Projekt unter niederländischer Federführung  zum Beispiel international an der Entwicklung von Zertifizierungsrichtlinien für Wasserstoffantriebe. Weiterhin glaubt die gesamte Unternehmung fest daran, dass die Arbeit genutzt werden kann, um das erste wasserstoffbetriebene Passagierflugzeug als Greenliner bis 2030 fliegen zu lassen, möglicherweise durch ein Spin-off-Start-up.

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36/2021 Leap: Beyond Leather

Veganes Leder ist nicht fraglos besser für die Umwelt als tierisches Leder. Per Definition hat veganes Leder keinen tierischen Ursprung. Das ist natürlich immer eine tolle Sache, wenn das Wohl der Tiere sichergestellt ist. Insbesondere dann, wenn Lederprodukte durch Ihre Haltbarkeit und lange Lebensdauer als qualitativ sehr hochwertig gelten.

Die Lederindustrie im Wandel

Das dänische Start-up Leap bemüht sich für eine nachhaltige Lederherstellung die weitgehend ohne die Verwendung von tierischen Anteilen auskommt. „Der umweltschädlichste Teil der Lederverarbeitung ist zweifelsohne die Gerbung“ verkündet die Webseite der Dänen. Gerade die lange Haltbarkeit von tierischen Lederprodukten wird durch chemische Zusätze verlängert, so dass diese nicht nur sehr langlebig sind, sondern auch resistent gegen thermische, chemische und mikro-biologischen Abbau gemacht werden. Weitere Probleme der traditionellen Lederverarbeitung lassen sich in den gesundheitlichen Risiken für Produktionsmitarbeiter und Verschmutzung finden.

Der größte Schaden für die Umwelt wird jedoch- ohne jeden Zweifel- beim Gerben erzeugt. Das traditionelle Gerbverfahren sieht einen Gebrauch von giftigen Chemikalien wie Chrom, Blei, Arsen und Säuren vor. Diese schädlichen und in schlimmsten Fällen oft krebserregenden Stoffe gelangen durch die extreme Menge an Abwasser, welche die Gerbereien in die Natur zurückleiten, in die örtlichen Wasserwege.  Eine Gefahr für Mensch und Umwelt entsteht, welche verhindert werden kann. Während in Europa eine starke Regulierung den Einsatz von Chemikalien einschränkt und zu einer nachhaltigen Denkweise führt, wird in den Entwicklungsländern dieser Welt nach wie vor ohne Vorschriften zum Schutz der Menschen und der Umwelt gearbeitet.

Leder aus Apfelresten

Leap forciert daher einen kompletten Wandel hin zum veganen Leder ohne chemische Behandlung des Endproduktes auskommt. Das hergestellte Leder besteht zu mindestens 50% aus pflanzlichen Abfallprodukten wie Äpfeln und besteht aus drei unterschiedlichen Lagen, welche nach Ende der Lebensdauer wieder dem Recycling-Prozess zurückgeführt werden kann. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit steht nicht nur das Produkt, sondern auch die Produktionsprozesse. Von Apfelresten bis hin zu einem qualitativ hochwertigen Upcycling- Material benötigt die energieeffiziente Produktion einen Tag um veganes Leder herzustellen. Dabei werden 99% weniger Wasser und ca. 85% weniger CO2 als bei der herkömmlichen Lederproduktion verwendet und vollständig auf Schadstoffe verzichtet.

Leap- nachhaltiges Leder

Leap- nachhaltiges Leder

35/2021 Marschpat: Revolution der Blasmusik

Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch. Alle Bereiche des alltäglichen Lebens vollziehen eine digitale Erfrischungskur. Von Essenbestellung per App bis zu Selbstbezahlkassen. Die neueste Innovation stellt nun auch die traditionelleren Musikgenres vor einige Veränderungen. Blaskapellen und deren Blasmusik werden durch einen reibungslosen und digitalen Transfer zukunftsfähig gemacht. Kompakt und Praktisch sind nur zwei der Begrifflichkeiten mit welchen sich die Vorteile von Marschpat beschreiben lassen.

Was ist Marschpat?

Marschpat und die Gründer hinter der Idee sind selbst leidenschaftliche Musiker und haben es sich zur Herzensaufgabe gemacht eine digitale Lösung für die Blasmusik zu finden. Das Angebot bietet einige angenehme Lösungen für Probleme die Mitglieder einer Blaskapelle  nur zu gut kennen. Marschpat ist ein digitales Marschbuch, das ohne Papier auskommt sondern ein E-Ink Carta Display verwendet. Sozusagen ein elektronisches Buch nur eben für die Bedürfnisse einer Blaskappelle zurecht geschnitten. So werden  jederzeit die besten Lichtverhältnisse garantiert und weitere möglcihe Nachteile im Spielbetrieb durch aufkommenden Regen oder Nässe weitgehend immunisiert. Einwandfreies Musizieren wird so gewährleistet. Weiterhin verfügt die Idee aus Österreich über 10.000 Notenbilder mit bis zu 30 verschiedenen Stimmen für jedes Instrument und sorgt außerdem für die Möglichkeit eigene Marschbücher und Stücke zu erstellen und zu kombinieren. Diese können dann auch in den Notenpool eingefügt werden um diesen stetig zu erweitern.

Ein musikalischer Mehrwert

Als besonders praktisch erweist sich auch der integrierte Kalender, welcher nützlich für alle Mitglieder ist. Probetermine und Auftritte können so besser koordiniert und geplant werden, da Mitglieder ihre Teilnahme, für alles sichtbar, ganz einfach zu und absagen können. Vollumfänglich haben Nutzer alles im Griff: Geräte, Instrumente und Mitglieder können verwaltet und für alle nachvollziehbar eingesehen werden. Marschpat gibt es für individuelle Nutzungen
Vom Trompeter zum Klarinettenspieler profitieren sämtliche Musiker durch die lange Akkulaufzeit von mehreren Wochen, den schnellen Wechsel zwischen Stimmen und Instrumenten und dem synchronen Umblättern auf allen genutzten Geräten.

 

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34/2021 K2: Spiele(n) für den Umweltschutz

Die Menschheit steht vor einigen gewaltigen Herausforderungen. Einige davon betreffen uns jetzt noch nicht so gravierend, wie sie zukünftige Generationen betreffen wird- die Rede ist vom Klimawandel. Die Liste der damit verbundenen Verbindlichkeiten ist lang: Steigender Meeresspiegel, die Abholzung des Amazon Regenwaldes oder der zunehmende Grad der Umweltverschmutzung zu Lande und zu Wasser gelten nur als ein Bruchteil der Probleme die einer angemessenen Lösung bedürfen. Denn wissenschaftliche Prognosen zeigen: Wenn der aktuelle Kurs keinen Wandel erfährt, könnte es in einigen Dekaden bereits zu spät für eine notwendige Veränderung sein. Was dramatisch klingt, ist leider die Wahrheit.

Ein Problem sucht eine Lösung

Zunächst ist es hilfreich das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit auf dieses Thema zu lenken.
Der Klimawandel hat nun glücklicherweise Einzug in die Öffentlichkeit erhalten und ist mittlerweile auch Bestandteil von politscher Diskussion. Ein breiter und reger Diskurs ist zu beobachten. Kommunikation ist ein elementarer und wichtiger Bestandteil der Lösungsfindung, allerdings noch kein konkreter und greifbarer Ansatz.
Da vor allem zukünftige Generationen von einer nachhaltigen Lösung profitieren, ist es von Bedeutung hier die entscheidenden Ansätze wirksam zu machen. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Bildung als Schlüssel zum Erfolg

K2 Games hat es sich zum Ziel gemacht zur Problemlösung beizutragen. Durch den Learning-by-playing Ansatz ist ein strategisches, internationales Partnerschaftsprojekt entstanden, welches innovative Bildung zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt auf eine spielerische Art vermittelt. Neben interaktiven Brett- und Simulationsspielen wird auch die Entwicklung von eigenen Spielen angeboten. Die Zielgruppe auf die sich K2 Games konzentriert erschließt sich vornehmlich für Kinder und jungen Erwachsenen bzw. jenen, welche der Generation angehören die von klimatischen Veränderungen am meisten benachteiligt sein werden. Diese Spiele sind ein mächtiges Werkzeug, um nicht nur über Umweltthemen aufzuklären, sondern auch, um verschiedene Perspektiven auf diese Herausforderungen zu sehen und zu versuchen, mögliche Lösungen für die darin angesprochenen Probleme zu finden. Und natürlich ist die Kombination der Bemühungen, den Klimawandel zu bekämpfen, entscheidend und spiegelt sich in den Spielen wider. So erleben die Spielenden Verantwortung durch das  kooperative Brettspiel, bei dem die Teilnehmenden begrenzte Energie haben  sich zwischen der Beseitigung der Umweltverschmutzung und der Entwicklung der Stadt zu entscheiden. Hier sollen sie diskutieren, welcher Ansatz am besten geeignet wäre, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Vielleicht bleibt am Ende des Spiels mehr als nur der Wert der Unterhaltung.

 

K2- Pionier City Game

Das von K2 entworfene Brettspiel: Pionier City

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