RAKETENSTART

Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Autor: raketenstart (Seite 1 von 38)

54/2019 Neuer “Komfort-BH”: Schluss mit Zwicken und Drücken

Ein neuer glasfaserverstärkter BH-Bügel ist vielleicht der neue Durchbruch in der Büstenhalter-Szene. Durch das stabile aber dennoch weiche Material sollen bisherige Trage-Probleme gelöst werden. Das Forschungsteam der Darmstädter Hochschule hat ihren neu entwickelten BH-Bügel bereits erfolgreich auf den Prüfstand gestellt.

Ein Forscher-Team des Instituts für Kunststofftechnik der Hochschule Darmstadt hat sich zur Aufgabe gemacht einen innovativen BH-Bügel zu entwickeln. Dabei heraus kam ein Bügel aus faserverstärktem Kunststoff. So sollen bisherige Bügel-Probleme gelöst werden. Denn BH-Bügel aus Metall bietet zwar einen sehr guten Halt, jedoch beginnen diese oft zu drücken. Teilweise reiben diese so stark, dass sie sich letztendlich durch den Stoff bohren. Ein angenehmes Tragegefühl ist ab diesem Zeitpunkt hinüber.

Alternativen aus Kunststoff lösten dieses Problem bisher zwar, aber dafür musste man einige Abstriche im Thema Halt machen. Der glasfaserverstärkte Kunststoff scheint hier die optimale Lösung. Dieser übt kaum Druck auf der Haut aus, bietet aber trotzdem ausreichend Halt. Zudem wird dabei weniger Material benötigt. So können die Bügel auch in schmaler Form produziert werden. Ebenso erleichtert dies das Einschieben in den BH während der Herstellung.

Das war aber noch nicht alles. Vielleicht hat der ein oder andere schon einmal selbst die Erfahrung am Flughafen gemacht. Beim Sicherheitscheck kann durch einen Metall-BH-Bügel der Alarm ausgelöst werden. Infolgedessen kommt es zu einer umständliche Kontrolle mit dem Hand-Detektor. Auch dieses Problem wäre damit gelöst.

Es wurden bereits einige Tests an dem neuen Komfort-Bügel durchgeführt. Zum einen hat er den Waschmaschinentest erfolgreich gemeistert. Dabei hat er über 10.000 Drehungen in der Trommel zusammen mit anderer Wäsche unbeschadet überstanden. Darüber hinaus wurde auch die Zugfestigkeit durch verschiedenes Dehnen und Stauchen auf den Prüfstand gestellt. Abschließend wurde er von echten Frauen Probe getragen. Dabei sollten Reaktionen des neu entwickelten Materials auf Feuchtigkeit und Wärme genauer untersucht werden. Hierbei hat der glasfaserverstärkte Bügel allen Belastungsproben gut standgehalten.

Deshalb schaffte es der neue Komfort-BH-Bügel auch den Textilspezialist Lüttges aus Solingen zu überzeugen. Dieser produziert aktuell marktreife Bügel mit den Forschungsgrundlagen der Darmstädter Hochschule. Bislang sind jedoch nur BHs in kleiner und mittlerer Größe geplant. Denn die Stützkraft des faserverstärkten Kunststoffes ist derzeit noch nicht optimal für größere Oberweiten. Zudem hat das Forschungsteam auch bereits den ersten Prototyp einer Produktionsanlage entwickelt. Mit dieser soll man die faserverstärkten BH-Bügel herstellen können.

53/2019 “InnoMake”-Schuh warnt Blinde vor Hindernissen

10Ein Schuh, der durch Akustik oder Vibration die Entfernung von möglichen Hindernissen an seinen Träger übermittelt. Das soll der neue InnoMake können und somit sehbehinderten Menschen das Leben erleichtern. Zusätzlich soll eine Steuerung per App möglich sein und auch die Markteinführung soll noch dieses Jahr erfolgen.

InnoMake, das ist ein Schuh, welcher Hindernisse in bis zu 4 Meter Entfernung registrieren kann und dies durch eine Vibration oder ein akustisches Signal zu erkennen gibt. Auf Gehsteige, Laternen oder Personen können Sehbehinderte rechtzeitig aufmerksam gemacht werden. Dabei können sie jederzeit frei wählen, ab welchen Abstand sie durch den Schuh gewarnt werden möchten. Möglich ist das von 0,5 bis zu 5 Metern. Auch die Form der Rückmeldung, ob Vibration oder Geräusch, ist frei wählbar. Die Erfindung basiert auf einer Elektronik, welche sich im vorderen Bereich des Schuhs befindet. Diese Elektronik besitzt dafür mehrere Ultraschallsensoren, welche mögliche Hindernisse registrieren. Je intensiver das Akustik- oder Vibrations-Signal ist, desto näher befindet sich das Hindernis. Ähnlich der Parksensoren in einem Auto.

Durch clevere Algorithmen kann sich der InnoMake auch automatisch in den Stand-By-Modus schalten, wenn er nicht mehr benötigt wird. So wird er dann zum normalen “Waldviertler”-Schuh. Dies ist der Produzent, der den eigentlichen Schuh des InnoMake herstellt. Durch bestimmte Fußbewegungen hingegen wird der Schuh wieder aktiviert.

Steuerung per App

Darüber hinaus gibt es noch eine passende App für das Handy. Diese berichtet einem über den Akkustand des InnoMake-Schuhs und dient gleichzeitig auch als Fernbedienung, für die Wahl des Signals und der Abstand-Sensorik. Das Ganze funktioniert durch ein Bluetooth-System. Die gesamte Benutzeroberfläche kann dabei durch eine Bedienhilfe, wie sie bei Smartphones von Apple zu finden ist, vollständig akustisch ausgegeben werden.

Auch mit Knochenkopfhörern soll der InnoMake genutzt werden können. Auf diese Weise bleibt das Ohr selbst frei und Sehbehinderte sollen so die äußeren Geräusche besser wahrnehmen können. Zudem soll der Schuh auch gleichzeitig mit dem Blindenstock genutzt werden können. Dieser soll dabei als Hindernis ausgefiltert werden können. Bislang ist eine Unterstützung durch den Stock noch notwendig, da der InnoMake Löcher im Boden noch nicht erkennen kann. Aber an einer 2D-Kameratechnologie wird aber bereits getüftelt. Damit sollen ebenso nach unten führende Treppen erkannt werden können.

Markteinführung scheinbar noch dieses Jahr

Ins Leben gerufen wurde der innovative Blinden-Schuh von einem Start-Up aus Österreich namens Tec-Innovation. Kevin Pajestka soll die ursprüngliche Idee für diesen Schuh gehabt haben. Letztendlich soll er sie mit seinem Geschäftspartner Markus Raffer und dem restlichen Team umgesetzt haben. Auf diese Weise soll sehbehinderten Menschen der Alltag leichter gestaltet werden und ferner ebenso ein Stück mehr Unabhängigkeit ermöglicht werden. Die Markteinführung soll noch diese Jahr erfolgen. Des Weiteren ist der Schuh für den futurezone-Award in der Kategorie „Mobilität der Zukunft“ nominiert.

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52/2019 Simple Erfindung einer Schülerin gegen den toten Winkel

Eine Schülerin scheint mit ihrer simplen aber wirkungsvollen Erfindung vielen Autobauern einen Schritt voraus. Mittels einer Kamera und einem Beamer soll das durch die A-Säule verdeckte Sichtfeld wieder einsehbar gemacht werden. In Echtzeit soll das verdeckte Bild auf einen speziell refklektierenden Stoff auf die A-Säule projiziert und der tote Winkel dadurch reduziert werden.

Alaina Gassler, eine 14-jährige Schülerin aus Pennsylvania hat eigens die Lösung gegen den toten Winkel entwickelt. Diese beinhaltet insbesondere eine Kamera, welche außen am Fahrzeug angebracht wird und den Teil filmt, welcher durch die A-Säule verdeckt wird. In Echtzeit wird daraufhin durch einen Beamer, welcher sich an der Sonnenschutzblende des Fahrers befindet, das Bild auf die A-Säule übertragen. An der Säule soll dafür extra reflektierendes Material befestigt sein, wodurch das Bild für den Fahrer sichtbar werden soll.

Die A-Säule eines Autos verdeckt einen Teil des Sichtfeldes, wodurch vor allem beim Rechtsabbiegen Fußgänger oder Radfahrer oft schnell übersehen werden können. Die Säulen in einem Auto sind jedoch notwendig, da sie im Falle eines Unfalls das Auto vor Verformungen schützen sollen. Insbesondere die A-Säule wird benötigt, um das Fahrzeug-Dach mit der vorderen Spritzwand zu verbinden. Die Idee von Aliana Gassler die gefährliche Sichtbeeinträchtigung dieser bislang unverzichtbaren Säule abzuschaffen, ist geradezu einfach wie effektiv.

Auto-Herstellern einen großen Schritt voraus

Während diverse Autohersteller bislang an Hightech-Lösungen gebastelt haben, besteht ihr funktionsfähiger Prototyp aus einer einfachen Webcam. Diese und der Projektor sind dynamisch, weshalb die Livebild-Übertragung trotz Bewegung ohne Probleme möglich sein soll. Das speziell reflektierende Material, welches an der A-Säule befestigt wird, wurde mit Formen aus dem 3D-Drucker angepasst. So soll der Prototyp von Alaina Gassler bereits voll einsatzfähig sein.

Auf die Idee für diese scheinbar lebensrettende Erfindung kam die Schülerin aus den USA durch ihre Mutter. Diese beklagte sich immer wieder über das begrenzte Sichtfeld durch die Säule im Auto. Den Schülerwettbewerb „Broadcom Masters“, welcher mit einem Preisgeld von 25.000 US-Dollar dotiert ist, konnte sie bereits für sich entscheiden. In Zukunft möchte sie ihre Erfindung weiter ausbauen und auf diese Weise Unfälle reduzieren.

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51/2019 WasteBasedBricks – Ein Haus gebaut aus “Abfall”?

Das Thema Nachhaltigkeit ist derweil auch in der Bauindustrie angekommen. WasteBasedBricks heißen die recycelten Ziegel der Firma StoneCycling, durch welche die Wiederverwendung von Abfall in der Bauindustrie gefördert werden soll. Die Ziegel wurden bereits in verschiedenen Projekten weltweit verbaut.

Die sogenannten WasteBasedBricks von StoneCycling sind hochwertige Ziegel, welche aus mindestens 60 % Abfall hergestellt werden. Sie sollen sowohl für den Innen-, als auch Außenbereich verwendet werden können. Obwohl die Ziegel einen Recycling-Vorgang durchleben, besitzen sie eine hohe Qualität. Auf diese Weise werden sie auch den Industriestandards gerecht. Zudem entstehen so einzigartige, ästhetische Muster, welche ein echter Blickfang für das Auge sein sollen. Die WasteBasedBricks gibt es in verschiedenen Varianten. StoneCycling bietet dabei nicht nur vielfältige Farben, sondern auch unterschiedliche Formen der Verarbeitung an.

Auch wenn es bislang noch nicht sehr weit verbreitet ist, soll die Bauindustrie für rund ein Drittel aller CO2-Emissionen in Europa verantwortlich sein. Außerdem werden jährlich Tonnen von Rohstoffen für die Bauindustrie ausgegraben. Diese dienen als Grundlage für die Bauvorhaben in den Städten. Oftmals wird dabei gar nicht ersichtlich wie viele Landschaften und Ökosysteme durch die Ausgrabungen zerstört werden. Darüber hinaus werden die benötigten Rohstoffe im Laufe der Zeit immer knapper. Zwar gibt es bislang schon einige Recycling Methoden für Baustoffe, welche aber leider häufig zu Downcycling-Produkten führen.

Das Unternehmen StoneCycling hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch neue recycelte Baustofftypen ein nachhaltiges Bauen zu schaffen. Der Niederländer Tom van Soest experimentierte bereits als Student mit Bau-Abfällen aus leer stehenden Gebäuden herum. Die Schwierigkeit bestand darin, sowohl belastbare als auch ansprechende Materialien herzustellen. Nach seinem Studium gründete er zusammen mit seinem Freund Ward Massa die Firma StoneCycling. So fand das Unternehmen bereits 2009 seinen Ursprung.

Mittlerweile arbeitet StoneCycling schon mit einigen Architekten, Designern und Bauherren zusammen. So wurde eine Vielzahl an Bau-Projekten unter anderem in den Niederlanden, Großbritannien und auch den USA mit den recycelten Ziegeln ausgestattet. StoneCycling experimentiert stetig weiter an neuen Baumaterialien. Folgendes Video gibt Interessierten nicht nur einen genaueren Überblick zu der Entstehung der WasteBasedBricks, sondern zeigt auch einige Impressionen vom Einsatz der Ziegel in Bau-Projekten.

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50/2019 Wird das ‘LastSwab’ Einweg-Wattestäbchen ersetzen?

LastSwab ist ein innovatives Ohrstäbchen aus Silikon und Nylon, welches einfach gereinigt werden kann. Dadurch soll die Wiederverwendung möglich gemacht werden. Ist so bereits ein Ersatz für bisherige Einweg-Wattestäbchen gefunden? – 2021 tritt in der EU das Verbot von Einweg-Produkten aus Plastik in Kraft.

Fast jeder kommt täglich in den Gebrauch von Einweg-Wattestäbchen. Entweder zum Reinigen des Ohres oder um Make-up Reste zu entfernen. So werden jeden Tag mehr als 1,5 Milliarden von ihnen hergestellt, damit diese nach einmaliger Benutzung im Müll landen. Aber damit soll dank dem LastSwab endlich Schluss sein. Drei Dänen haben das Mehrweg-Ohrstäbchen gemeinsam erfunden und weiterentwickelt.

Optisch erinnert das Modell des LastSwab leicht an die Hightech-Version eines normalen Wattestäbchens. Doch die Materialien unterscheiden sich ungemein. Der Griff besteht aus Nylon und das Endstück aus einem medizinischen Silikon. Obwohl sich das Ganze im ersten Moment nicht unbedingt umweltfreundlicher als Einweg-Wattestäbchen anhört, ist es trotzdem eine schonendere Alternative. Denn es besticht durch seine tausendfache Verwendbarkeit. Laut den Herstellern soll dies nämlich kein Problem darstellen, weil das LastSwab einfach mit Seife und Wasser gereinigt werden kann. Danach soll es so problemlos wiederverwendet werden können. Das „Mehrweg-Ohrstäbchen“ wird dabei in einer praktischen und biologisch abbaubaren Hülle geliefert. Infolgedessen kann es einfach und geschützt im Badezimmer verstaut werden, ohne verloren zu gehen. Darüber hinaus kann es auch einfach in Kulturbeutel und Co. für Reisen eingepackt werden.

Die Dänen sind dabei gleich noch einen Schritt weiter gegangen. Sie haben gleich zwei Versionen des LastSwab entwickelt. Das „Standard“-Modell zum Reinigen der Ohren besitzt am Silikon-Endstück Noppen. Diese sollen das Säubern des Gehörgangs erleichtern. Demgegenüber gibt es auch das „Make-up“-Modell. Die Endstücke sind spitzer und besitzen dabei eine glatte Silikon-Oberfläche. So kann das Make-up im Gesicht besser und angenehmer entfernt werden. Zusätzlich gibt es die zwei Modelle in je neun unterschiedlichen Farben. Diese dienen nicht nur der Ästhetik. So sollen auch die LastSwaps im Badezimmer leichter unterschieden werden können.

Finanziert wurde die Erfindung der Designer aus Dänemark über Crowdfunding. Dort begeisterte das LastSwab tausende Menschen auf einen Schlag. So wurde bereits nach 22 Minuten das eigentliche Ziel von 19.000 Dollar erreicht. Bislang hat der Hype um das wiederverwendbare „Wattestäbchen“ nicht nachgelassen. Schlussendlich kamen bei der Crowdfunding-Kampagne deshalb mehr als eine Millionen Dollar zusammen. Mittlerweile kann man das LastSwap schon online im eigenen Shop vorbestellen. Einen ersten Ersatz für die Einweg-Wattestäbchen hat man damit zumindest schonmal gefunden. Denn 2021 tritt in der EU das Verbot von Einweg-Produkten aus Plastik in Kraft.

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49/2019 Künstliche Intelligenz KI konstruiert das Gesicht einer Person anhand Stimme

Nur sechs Sekunden der Stimme einer Person sollen ausreichen um ihr Gesicht „vorherzusagen“. Forschern aus den USA soll das nun mithilfe einer KI-Anwendung gelungen sein. Die ersten Tests lieferten erstaunliche Übereinstimmungen zwischen dem realen und dem konstruierten Gesicht.

Die Forscher des Massachusetts Institute of Technology aus den USA, kurz MIT, können unter Einsatz von einer künstlichen Intelligenz das Gesicht einer Person anhand ihrer Stimme konstruieren. Dazu reicht schon eine Sprachnachricht von sechs Sekunden aus, um ein Bild des Gesichtes des Sprechers zu schaffen. Basis der Gesichts-Vorhersage ist ein neuronales Netzwerk. Dieses wurde dafür mit millionenfachen Videosequenzen, beispielsweise aus YouTube, gefüllt. Anhand dieser konnte die künstliche Intelligenz die Zusammenhänge von Sprache und Gesichtern lernen.

Bei bisherigen Tests konnte die künstliche Intelligenz insbesondere das Alter, das Geschlecht, die ethnische Herkunft und Informationen über die Gesichtsform gut ermitteln und daraufhin abbilden. Die Entwicklung dieser künstlichen Intelligenz gelang den Forschern besonders gut, weil sie bei ihrer Forschung einen anderen Ansatz gewählt haben. Vorherige Untersuchungen hatten versucht die Stimme in Kombination mit anderen Informationen in ein Bild zu verwandeln. Die Forscher des MIT hingegen entwickelten ein Netzwerk, welches lediglich aus der Stimme selbst, die notwendigen Informationen sucht.

Teilweise noch falsch konstruierte Gesichter

Hundertprozentig perfekte Ergebnisse konnte die künstliche Intelligenz bislang noch nicht liefern. Sonderfälle wie eine englisch-sprechende asiatische Person, konnte das Netzwerk nicht immer richtig abbilden. Teilweise unterlaufen auch noch Irrtümer bei Geschlecht oder Alter. Das Ganze ist vor allem dem noch etwas unvollständigen Datensatz der Videosequenzen geschuldet. Außergewöhnliche Stimmen können so nur auf einer geringen Grundlage an Video-Material erstellt werden. Dies führt folglich zu Abweichungen. Auch die Haarfarbe kann aufgrund dessen nicht immer eindeutig wiedergegeben werden. Die Forscher sind sich zudem in diesem Punkt noch unschlüssig, ob es einen direkten Zusammenhang der Farbe der Haare und der Stimme gibt. Dennoch liegt die Ähnlichkeit und Übereinstimmung der tatsächlichen und konstruierten Gesichter deutlich über einem Zufallsniveau.

Die Frage, ob diese Erfindung wirklich von Nutzen und sinnvoll ist, bleibt jedem selbst überlassen. Dennoch ist das Ganze eine gute Möglichkeit auch maschinell erzeugten Stimmen ein Gesicht zu verleihen. Ebenso könnte mehr persönliche Nähe bei Telefon-Konferenzen durch passende Gesichter geschaffen werden. Auf der eigenen Projektseite der Forscher kann man die bisherigen Tests nicht nur selbst sehen, sondern natürlich auch hören. So kann man sich auch selbst von den bisherigen Ergebnissen überzeugen.

48/2019 Safe Personal Alarm: Selbstverteidigung für jedermann

Ein kleiner “Schlüsselanhänger” soll die Selbstverteidigung in jeder Altersklasse kinderleicht gestalten. Durch das einfache Herausziehen eines Stiftes soll der sogenannte “Safe Personal Alarm” einen unüberhörbar lauten Ton aussenden. Dieser soll Angreifer verschrecken und zudem andere Personen auf das Opfer aufmerksam machen können.

Mit dem Safe Personal Alarm soll eine wirksame und einfache Verteidigung zu jederzeit möglich sein. Er besitzt die Form eines kleinen Schlüsselanhängers und kann so ohne Probleme an Tasche, Rucksack und Co. befestigt werden. Es muss lediglich der Pin herausgezogen werden und ein ohrenbetäubender Alarm ertönt. Dieser soll dann bis zu einer halben Stunde durchgehend hörbar sein. Sobald man jedoch den Pin wieder hineinsteckt, erlischt der Alarm-Ton. So kann der Personal Alarm wiederverwendet werden.

Laut dem Hersteller soll der abgegebene Ton dabei bis zu 125 dB laut sein. Dies soll den Angreifer abschrecken und bestenfalls in die Flucht schlagen. Zudem kann man auf diese Weise leichter Aufmerksamkeit erlangen und gleichermaßen schneller Helfer akquirieren. Diese Methode der Selbstverteidigung soll darüber hinaus auch effektiver als die Verwendung von Pfeffersprays oder Ähnlichem sein. Diese bergen zudem in ihrer Anwendung oftmals Gefahren. Insbesondere wenn das Spray bei „Fehlalarm“ genutzt wird. Deshalb scheinen auch manche Personen eher gehemmt zu sein, diese zu verwenden.

Der Safe Personal Alarm ist nicht nur für Frauen und Männer, sondern auch für Kinder und Jugendliche gut geeignet. Es lässt sich nicht immer vermeiden, dass Kinder, vor allem in einer etwas höheren Altersklasse, auch mal ohne Begleitung unterwegs sind. Beispielsweise auf dem Schulweg oder dem Spielplatz nebenan. Leider kam es bislang nicht nur zu schon versuchten, sondern auch geglückten Entführungen. Der Safe Personal Alarm setzt in seiner Anwendung weder Kraft noch körperliche Fähigkeiten voraus. Aufgrund dessen macht er nicht nur durch seinen simplen Mechanismus eine Verwendung in jeder Altersklasse möglich.

Aber nicht nur für die Selbstverteidigung vor Angreifern soll der Safe Personal Alarm gut sein. Auch Senioren sollen davon profitieren. Sollte es einmal zu einem Sturz oder Ähnlichem kommen, können Senioren leicht auf sich aufmerksam machen. Das Tragen eines Safe Personal Alarm soll den Verwendern auf diese Weise nicht nur die Möglichkeit einer Selbstverteidigung bieten, sondern auch ein Gefühl von Sicherheit verschaffen. Wer sich das Ganze mal genauer anschauen und ggf. sogar mal (lesie) anhören will … hier ein Video inkl. Demonstration der Funktionsweise.

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47/2019 Schülerin entwickelt innovativen Filter gegen Mikro-Plastik

Ein kleiner und simpler Filter kann vielleicht in Zukunft einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Eingebaut im Abflussrohr der Waschmaschine fängt er die von der Wäsche abgelösten Mirkoplastik-Fasern ab. Auf diese Weise wird verhindert, dass noch mehr Mikro-Plastik in die Flüsse und Meere gespült wird.

Die Erfindung der 15-jährigen Schülerin Leonie Prillwitz aus Friedberg gegen die Umweltverschmutzung durch Mikro-Plastik ist geradezu erstaunlich wie einfach. Längliche kleine Beutel dienen als Filter im Ablaufrohr einer Waschmaschine. Das Material für diese Filter kann man kostengünstig im Baumarkt erwerben. Drei Stück von ihnen reichen aus, um die Mikrofasern, welche bei einem Waschgang freigesetzt werden, herauszufiltern. Die Filter lassen dabei  trotzdem genügend Wasser durch, sodass es keine Probleme beim Abfluss gibt. So bleibt am Ende eines Waschgangs im Filter ein Filz aus Fasern zurück. Ähnlich wie bei einem Wäschetrockner. Hier wird das Ausmaß der Menge dieser Mikroplastik-Fasern erst deutlich.

Teilweise wirft sich die Frage auf, wieso Filter in der Waschmaschine überhaupt notwendig sind. Auch wenn es bislang noch nicht bei jedem bekannt ist, werden bei jedem Waschgang Mikroplastik-Fasern in die Umwelt gespült. Während dem Waschgang lösen sich von synthetischen Kleidungsstücken eine Vielzahl dieser winzigen Fasern ab und landen so im Waschwasser. Viele dieser Mikroplastik-Teilchen sind nicht wasserlöslich. Zudem können Kläranlagen diese bislang nur unzureichend herausfiltern. Am Ende landen diese Fasern deshalb dann in unseren Flüssen und Meeren. Die Entwicklung dieser Mikroplastik-Filter in den Waschmaschinen könnte helfen, eine Vielzahl dieser schädlichen Fasern im Vorhinein aufzufangen.

Konstruiert hat diese Mikroplastik-Filter die Schülerin selbst. Angetrieben von ihrer Natur-Begeisterung baute sie erste Proto-Typen. Die ersten Tests fanden dann in der Hauseigenen Waschküche ihrer Mama statt. Deshalb kam es hierbei auch zu der ein oder anderen Überschwemmung. Ihr Tüfteln hat sich dennoch ausgezahlt, denn die Schülerin gewann mit ihrer Erfindung den Bundespreis von Jugend Forscht im Bereich Umwelt. Darüber hinaus wurde sie für den Deutschen Engagement-Preis nominiert.

46/2019 Biologisch abbaubares “Plastik”: Ersatz für heute klassische Verpackungen?

Eine biologisch abbaubare Verpackung soll in naher Zukunft Plastik ersetzen können. Sie besitzt dabei ähnliche Eigenschaften wie das gewöhnliche Plastik, nach ihrer Zersetzung aber, soll nichts mehr von ihr übrig sein. Ferner soll die neue Verpackung für fast alle Lebensmittel und Produkte verwendet werden können.

Ein Start-up aus Israel hat es sich zur Aufgabe gemacht den großen Mengen an verwendeten Kunststoffverpackungen für Lebensmittel und Co. endlich ein Ende zu setzten. So entwickelte das Unternehmen „TIPA“ ein Material, welches eine ähnliche Haltbarkeit, Flexibilität und Transparenz wie Kunststoff besitzt. Aber im Unterschied dazu ist das neu entwickelte Material laut TIPA hundertprozentig kompostierbar. Dies gilt auch für alle verwendeten Klebstoffe dieser Verpackung, denn für die Produktion werden zum größten Teil nur pflanzliche Stoffe wie zum Beispiel Getreide verwendet.

Orientiert haben sich die Wissenschaftler aus Israel an der Schale einer Orange. Diese schützt das Innere perfekt und zersetzt sich zudem vollständig. Damit sich die neue TIPA-Verpackung auch zersetzen kann, müssen lediglich die richtigen Bedingungen zur Kompostierung herrschen. So bleiben nach der Zersetzung nur noch Wasser, Kohlendioxid und organische Materialien zurück. Die organischen Materialien können daraufhin von Bakterien zersetzt werden, weshalb am Ende gar nichts mehr über bleiben sollte.

Verwendung soll die biologisch abbaubare Verpackung bei Tiefkühlprodukten, Frischwaren oder Bekleidung finden. Deshalb haben bereits einige Supermärkte und auch Online-Bekleidungsshops die Verpackung von TIPA eingeführt. Denn auch die Herstellung dieser Verpackung ist gar nicht so kompliziert, wie es sich zu Beginn anhört. Bereits bestehende Maschinen zur Produktion von herkömmlicher Plastikfolie sollen nämlich leicht auf die Produktion der TIPA-Folie umzustellen sein.

Der Hauptsitz von TIPA befindet sich in Hod Hasharon. Das ist eine Stadt in Zentralisrael, welche die Gründer unter anderem zu ihrer Ersatz-Verpackung angetrieben hat. Denn in Israel gibt es nur für Dosen und kleine Trinkflaschen einen geringen Pfandbetrag von rund 7 Cent. Für größere Flaschen wird vorab kein Pfand gefordert. Zwar gibt es einige Recycling-Mülleimer für diese Flaschen, nichtsdestotrotz werden diese nur eher mäßig genutzt. Aufgrund dessen landen immer noch viele von diesen und andere Plastik-Verpackungen in Parks und Gewässern innerhalb des Landes.

Für Neugierige ein Video zu der neuen “Plastik-Verpackung”. Hier kann man sich die Optik und Kompostierfähigkeit der TIPA-Verpackung genauer ansehen.

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45/2019 Innovation: Die Gafferwand sagt Schaulustigen den Kampf an

Eine durchaus viel versprechende Möglichkeit, Unfallopfer vor Gaffern und heute auch skrupellosen Fotografen zu schützen stellt die ‘Gafferwand’ dar. Teils schon im Einsatz schirmt die schnell aufblasbare Wand die Unfallstelle ab, sodass es für Außenstehende keine Chance gibt pietätlose Bilder und neugierige Blicke der Opfer zu erhaschen.

Die sogenannte ‘Gafferwand’ ist eine neue Sichtschutz-Wand, die bei Unfällen leicht und schnell aufgebaut werden kann. Sie dient dem Schutz der Opfer, indem sie das Fotografieren der Unfallstelle verhindert. Aber auch das Stocken des Verkehrs soll mithilfe dieser vermieden und die Arbeit der Rettungskräfte nicht mehr so stark beeinträchtigt werden. Zwei Personen reichen bereits aus, um die Wand in weniger als 2 Minuten aufbauen. Daraus ergibt sich dann ein 20 Meter langer und ein 2,10 Meter hoher Sichtschutz. Dabei kann die ‘Gafferwand’ simpel in jedem Kofferraum transportiert werden. Komplett zusammengefaltet besitzt sie Maße von 1,04 Meter x 0,35 Meter x 0,35 Meter. Man benötigt dazu nur noch weitere neun Sandsäcke zur Beschwerung und ein Gebläse zur Befüllung mit Luft.

Der Aufbau selbst gestaltet sich dabei relativ simpel. Indem man die seitlichen Griffe herauszieht, kann man die ‘Gafferwand’ leicht zum Einsatzort tragen. Daraufhin löst man die Klettverschlüsse und beschwert den Anfang der Wand mit einem Sandsack. Anschließend rollt man die Wand weiter ab und platziert darauf die restlichen Sandsäcke. Zu guter Letzt muss nur noch das Luft-Gebläse angeschlossen werden und die Wand steht. Auf der Wand selbst befinden sich nochmals explizierte Hinweise, dass Fotografieren verboten ist und dass die Unfallopfer geschützt werden sollen.

Immer häufiger kommt es zu Situationen, dass an einer Unfallstelle unbeteiligte Personen aus ihrem Auto aussteigen und mit ihren Handys Bilder und Videos von den Opfern machen. Das Bildmaterial wird anschließend online publik gestellt. Dass solche Aktionen mehr als nur respektlos sind, scheinen immer noch viele Menschen nicht begriffen zu haben. So musste auch Dieter Mohn, der Erfinder der ‘Gafferwand’, selbst Zeuge einer solchen pietätlosen Aktion auf der A24 werden. Das animierte ihn dazu etwas zu entwickeln, was den schaulustigen „Gaffern“ endlich ein Ende setzen soll. Denn er wollte nicht nur immer über die Gaffer reden, sondern endlich etwas für die Opfer tun. Seine ‘Gafferwand’ ist bereits in der EU und den USA patentiert.

Mittlerweile wird die Gafferwand schon in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt eingesetzt. Hier wird der Sichtschutz insbesondere von der Feuerwehr und dem Rettungsdienst eingesetzt. Aber auch von Polizei, dem Technischen Hilfswerk und von Logistik- und Abschleppunternehmen wurde davon bereits Gebrauch gemacht. Es gibt mittlerweile eine zahlreiche Vielfalt an Größen und auch die Bedruckung kann individuell gestaltet werden. Neugierig auf die Gafferwand? 🙂 Bitte klickend hier entlang:

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