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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 41)

05/2020 Krebsdiagnostik durch künstliche Intelligenz?

Wissenschaftler von Google sollen eine neue künstliche Intelligenz entwickelt haben, welche Brustkrebs im Frühstadium identifizieren soll. Bei den bisherigen Tests soll die KI Erfolg bewiesen haben und in Zukunft Ärzte bei der Diagnostik unterstützen können.

Die KI von Google namens „Deep Mind“ soll bei der frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs helfen. Hierfür soll der Software Bilder aus Mammografien vorgelegt werden. Das Mammographie-Screening ist eine Art Röntgen-Untersuchung der weiblichen Brust. Insbesondere bei der Früherkennung von Brustkrebs wird diese Methode der Untersuchung genutzt. Diese Bilder sollen dann von der künstlichen Intelligenz auf Brustkrebs analysiert werden.

Training mit Datensatz

Um diese Software zu trainieren und einsatzfähig zu machen, erhielt sie einen Datensatz mit rund 100.000 solcher Mammografien-Bilder. Im Anschluss wurden ihr Datensätze aus den USA und Großbritannien vorgelegt. Dabei sollen keine Bilder zum Einsatz gekommen sein, mit welchen die Software bereits im Vorfeld trainiert wurde. Hierbei entdeckte die KI zahlreiche Tumore, welche bislang von einem Arzt übersehen wurden. Ebenso kam die künstliche Intelligenz zu weniger falsch positiv Ergebnissen von Tumoren in der Brust. Dennoch waren auch einige falsche Ergebnisse zu verzeichnen.

KI kann Ärzte unterstützen

Auch wenn die künstliche Intelligenz bislang nicht in jedem Falle richtig lag, könnte sie in der Medizin eine innovative Unterstützung sein. Denn die neue Software soll eine Untersuchung vom Arzt nicht ersetzen. Vielmehr soll sie eine Untersuchung verbessern, indem sie bislang unentdeckte Tumore aufzeigt. Ein Einsatz der Software nach der vorherigen Untersuchung eines Arztes soll demnach denkbar sein.

Weniger fehlerhafte Diagnosen

Die Zahl der fehlerhaften Diagnosen kann somit langfristig sinken, wenn bei Unstimmigkeiten nochmals eine genauere Untersuchung erfolgt. Laut bisherigen Vergleichstests sollen dank der „Deep Mind“ rund 9,4 Prozent in den USA und rund 2,7 Prozent in Großbritannien der falsch-negativ Befunde eliminiert werden. Ebenso die falschen positiv Befunde sollen in den USA um 5,7 Prozent und in Großbritannien um 1,2 Prozent sinken. Frauen, welche an Brustkrebs erkranken, kann auf diese Weise frühzeitig geholfen werden. Denn jährlich sollen immer noch rund 600.000 Menschen an dieser Krebsart sterben. Interessierte können sich den Bericht zu der künstlichen Intelligenz von Google im Fachmagazin nature genauer ansehen.

04/2020 Modular vehicle barrier: Ein Schutz vor Terroranschlägen?

Eine leicht aufzustellende Barriere soll zukünftig vor Terroranschlägen durch Autos und Lastwagen schützen können. Die modulare Fahrzeugbarriere soll verschiedenste Fahrzeuge ausbremsen und stoppen. Aber auch in anderen Bereichen soll die innovative Schranke Einsatz finden können.

Die „modular vehicle barrier“, auch kurz „MVB“ genannt, ist eine Art Ausbrems-Schranke für Fahrzeuge. Objekte mit vor allem höherer Geschwindigkeit, sollen durch die modulare Fahrzeugschranke gestoppt werden können. Dabei wird der horizontale Impuls des aufprallenden Fahrzeuges in einen vertikalen umgeleitet. Hierfür besitzt das „MVB“ einen speziellen L-förmigen Aufbau. Auf diese Weise soll die Vorwärtsbewegung von fahrenden Objekten auch unabhängig von deren
Geschwindigkeit gestoppt werden können.

Schutz vor Terroranschlägen

Diese Lösung des Stoppens oder Ausbremsens eines Fahrzeuges soll dabei nicht tödlich für den Fahrer sein. Ebenso soll das Fahrzeug selbst dadurch nicht zerstört werden. Für Terroranschläge mit Fahrzeugen, wie sie in den letzten Jahren leider öfter stattgefunden haben, kann die modulare Fahrzeugbarriere eine geeignete Maßnahme sein. Nicht nur, um die Verletzungen der Menschen zu minimieren, sondern auch um Prävention zu leisten. Dabei soll die Lösung durch die „MVB“ wirksamer als der Einsatz von Spikesystemen sein. Aber nicht nur aufgrund des leichten Aufbaus und Transportes. Sie soll sowohl auf ebenen, als auch unebenen Untergründen aufgestellt werden können. Ebenso kann die Schranke auch als Absperrung für den Ein- und Ausfahrbereich von Rettungsfahrzeugen bei Veranstaltungen zum Einsatz kommen.

Barrieren bremsen Lastwagen aus

Entwickelt wurde diese Barriere für Fahrzeuge von der Mifram Security. Die Firma ist unter anderem spezialisiert auf Produkte für die Verteidigung, den Antiterror und den Bedrohungsschutz. Insbesondere beim Militär, aber auch der Polizei und bei verschiedenen Rettungsdiensten sollen ihre Produkte bereits zum Einsatz kommen. Mittlerweile gibt es eine weitreichende Produktvariation der „modular vehicle barrier“. So können sowohl versteckte Barrieren aufgestellt werden, als auch Schranken, welche sogar schwere Lastwagen ausbremsen. Auf der Webseite von Mifram Security können sich Interessierte die vielfältigen Fahrzeugbarrieren ansehen. Alle, die sich noch nicht richtig vorstellen können, wie eine einfache Barriere ein Auto im Normalfall schadenfrei ausbremsen soll, können sich das folgende Video ansehen.

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03/2020 “Bequee”: Sofortvorlage für perfekt passende Konturen

Das „Bequee“ soll vielen Handwerkern die Arbeit erleichtern. Denn damit sollen Sofortvorlagen für Objekte mit unregelmäßigen Umrissen problemlos erstellt werden können. Diese können dann auf andere Materialien wie Holz übertragen werden. Insbesondere bei Bodenlege-Arbeiten soll dieses Werkzeug besonderes hilfreich sein.

Schnelle Vorlage für Konturen

In Zukunft soll man von der „Bequee Kontur-Vervielfältigungslehre” bei vielerlei Handwerksarbeiten profitieren können. Profile und Konturen, insbesondere von unregelmäßigen Formen und Objekten, sollen einfach und schnell kopiert werden können. So kann unmittelbar eine perfekt passende Vorlage erstellt werden. Die Kontur-Vervielfältigungslehre muss dazu lediglich an das Objekt, dessen Form zu kopieren ist, geschoben werden. Die kleinen zahnartigen Plastikstifte passen sich unmittelbar an die Kontur des Objektes an. Anschließend wird der Klemmhebel fixiert, sodass sich die kopierte Kontur nicht mehr verschieben kann. Nun soll die Übertragung auf Holz, Edelstahl oder andere Materialien durch die Sofortvorlage ohne Probleme möglich sein.

Integriertes Lineal

Vor allem bei Verlegearbeiten von Fliesen, Laminat oder Teppichboden soll dieses Gadget für Handwerker besonders hilfreich sein. Aber auch für jegliche andere Art von Arbeiten, bei denen eine genaue Kontur von Objekten benötigt wird, soll das „Bequee“ der perfekte Helfer sein. Zudem ist es mit extra Linealmarkierungen versehen. Diese sollen das Schneiden und Messen zusätzlich erleichtern. Mit einer Größe von 146 x 105 x 26 mm scheint das „Bequee“ zudem noch relativ kompakt. Der hochwertige ABS-Kunststoff, aus dem der Konturenmesser besteht, soll laut Hersteller für Langlebigkeit und Robustheit sorgen. Aktuell gibt es das „Bequee“ in drei Varianten zu kaufen. Die Kleinste beginnt bereits bei einem Preis von 17.99 €. Wie einfach und schnell Konturen und Formen durch diesen Helfer übertragen werden sollen, zeigt das folgende Video.

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02/2020 Spezial-Sonnenbrille für blendungsfreie Sicht im Auto

Eine Sonnenbrille, welche sogar bei Strahlung eines Laserpointers Schutz vor Blendung versprechen soll, wurde von einem jungen Schuler entwickelt. Mittels Flüssigkeitskristallen und integrierter Solarzelle soll die blendungsfreie Sicht geschaffen werden.

Ein noch recht junger Erfinder namens Adrien Jathe scheint die Lösung für ein alltägliches und teils auch gefährliches Problem gefunden zu haben. Zu starke Blendung durch Sonnenlicht in der Abenddämmerung oder auch in Kombination mit Regen, kann die Sicht eines Autofahrers deutlich einschränken. Die Lösung ist eine spezielle Sonnenbrille. Diese soll Autofahrer auch vor starker Blendung schützen können. Insbesondere dann, wenn herkömmliche Brillen versagen. Sogar mit Strahlen eines Laserpointers soll die Brille zurecht kommen können.

Konstrastausgleich für blendungsfreie Sicht

Funktionieren soll die Spezial-Sonnenbrille dank tausendfacher Sechseckwaben, Flüssigkeitskristallen und einer transparenten Solarzelle. Trifft ein greller Strahl auf die Brille, produzieren die Solarzellen der Sechseckwaben eine elektrische Spannung. Die Flüssigkeitskristalle sollen daraufhin dann genau den Bereich der Brille abdunkeln, auf den der Strahl trifft. Folglich soll auf diese Weise im Bild des Trägers ein Kontrastausgleich erfolgen. Das Ergebnis soll eine blendungsfreie Sicht bei fast gleichmäßiger Helligkeit sein.

Schritt für Schritt entwickelt

Dabei ist der Schüler ein Tüftler, wie er typischer nicht sein könnte. Die ersten Brillenkonstruktionen bestanden noch aus Strohhalmen. So arbeitete er sich Schritt für Schritt ohne einschlägige Vorkenntnisse zu seiner Innovation voran. Fünf bis sechs Unternehmen sollen ihm dabei behilflich gewesen sein. Während seiner Forschung hatte er über 40 Stück angeschrieben und nach Unterstützung gefragt. Letztendlich schaffte er es, sich bei allen regionalen „Jugend forscht“ Landeswettbewerben in Hessen durchzusetzen und belegte deutschlandweit den vierten Platz. Darüber hinaus gewann er bei der Intel International Science and Engineering Fair in Phoenix in den USA den Intel ISEF Best of Category Award.

Idee in Alltagssituation entstanden

Auf seine so erfolgreiche Idee kam er allerdings im Alltag, als er mit seinem Vater im Auto saß. Zu zweit waren sie auf der Autobahn bei sehr tiefen Sonnenstand unterwegs. Zuvor hatte es zudem geregnet und sein Vater wurde erheblich geblendet. In rund einem Jahr soll diese Problematik dann der Vergangenheit angehören. Denn dann will er mit einem privaten Start-Up auf den Markt gehen. Die angestrebten 500 € pro Stück scheinen noch nicht gerade erschwinglich. Aber sobald die Brille auf den Massenmarkt gehen soll, wird sich der Preis laut dem Tüftler weitaus günstiger gestalten.

01/2020 “Juno”: Kühle Getränke aus der Mikrowelle?

Binnen weniger Minuten warme Getränke auf eine angenehm genießbare Temperatur kühlen? Das soll durch “Juno”, einer Art Mikrowelle zum Kühlen möglich sein. Thermoelektrische Kühlung heißt das Prinzip, welches hinter oder besser gesagt in dem Gerät stecken soll.

Eine Firma aus Kalifornien hat eine neue Mikrowelle zum Kühlen namens “Juno” auf der Technologiemesse CES in Las Vegas präsentiert. Diese soll Getränke in nur wenigen Minuten auf rund 10 Grad Celsius herunterkühlen können. Getränke wie Bier oder Wein sollen so schneller eine genießbare Temperatur bekommen. Das soll eine smarte Lösung für das Kaltstellen im Kühlschrank sein. Dieses nimmt meist deutlich mehr Zeit in Anspruch und eignet sich zudem eher schlecht für ein spontan kühles Getränk.

Wasser transportiert Wärme ab

Das Prinzip, welches dahinter steckt, soll thermoelektrische Kühlung heißen. Notwendig hierfür ist ein sogenanntes „Peltier-Element“. Dieses soll aus zwei verschiedenen Metallen bestehen. Mittels Stromfluss wird dabei in sehr kurzer Zeit das eine Element erwärmt und das andere gekühlt. In der neuen “Mikrowelle” selbst, wird deshalb nur Wasser heruntergekühlt. Dieses rotiert dabei um das zu kühlende Getränk. Die Wärme des Getränkes soll währenddessen aufgenommen und abtransportiert werden. Je schneller dabei das Wasser um das Getränk fließt, desto schneller soll dieses auch gekühlt werden können. 750 Milliliter Wein sollen demnach laut dem Hersteller „Matrix“ von Raumtemperatur auf 10 Grad Celsius in drei bis fünf Minuten gekühlt werden können. Für eine Getränkedose von 350 Millilitern soll der Kühlvorgang hingegen nur zwei bis drei Minuten dauern.

Kühlungsprinzip bereits im Einsatz

Die Idee des Kühlprinzips scheint allerdings keine Weltneuheit zu sein. Jeder Computer soll diese Art der Kühlung besitzen. Zudem ist dieses Prinzip auch in der Industrie häufig zu sehen. Nichtsdestotrotz scheint der Einsatz im Haushalt dieser thermoelektrischen Kühlung eine Idee mit Potential zu sein. Aktuell läuft eine Crowdfunding-Kampagne für diese neue Art der „Mikrowelle“. Bereits nach wenigen Tagen soll die Zielsumme von 100.000 US-$ schon erreicht worden sein. Bislang hat die Firma allerdings nur einen Prototypen präsentiert. Dieses Jahr im August soll dann das Gerät für stolze 360 Euro in den USA und Europa auf den Markt gehen. Für Interessierte gibt es auch hier ein Video, welches “Juno” noch einmal genauer vorstellen soll.

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Ein gutes, neues Jahr 2020 an alle Raketenstart-Fans :-)

Es ist immer lustig, wenn die Menschen sich zum Jahresbeginn viel Gesundheit wünschen. Für uns jedenfalls immer ein Brüller. Gesund ist man (“1”). Oder man ist es nicht (“0”). Aber wahrscheinlich sind wir auch nur Kniebohrer, was? Schrecklich! Also: Bleiben Sie alle gesund. Werden Sie in Ihrem Sinne erfolgreich(er). Und lernen Sie viele neue, colle Typen und Typinnen kennen. Auf ein ereignisreiches, spaßiges und energetisches 2020. Los geht’s!

77/2019 Von Bastler entwickelt: Maschine sortiert Lego mit KI

Mithilfe künstlicher Intelligenz soll eine selbstgebaute Maschine Legosteine nach unterschiedlichen Teile-Klassen sortieren. Ein Computer und 3D-Modelle sollen diese Technik unterstützen. Die Maschine selbst besteht dabei auch aus den bunten Kunststoff-Klemm-Bausteinen.

In rund zwei Sekunden soll die sogenannte „Universal Lego Sorting Machine“ einen Lego-Baustein sortieren und in einen der 18 verbauten Behälter befördern können. Mittels eines Förderbandes werden die zu sortierenden Teile zu einem Scanner transportiert. Durch Rüttel-Bewegungen soll dafür gesorgt werden, dass jeder Stein einzeln den Scanner erreicht. Am Scanner angekommen macht dieser ein Foto von dem Legobaustein. Dieses wird dann zu einem verbundenen Laptop geschickt. An diesem Punkt kommt die “künstliche Intelligenz” zum Einsatz. Das neuronale Netzwerk soll den zu sortierenden Legobaustein mit 3D-Modellen und Bildern abgleichen. So sollen alle Teile, welche jemals produziert wurden und von denen es ein 3D-Modell gibt, einsortiert werden können.

Inspiration durch Vorgänger

Die „Universelle Lego-Sortiermaschine“, wie sie selbst von dem Erfinder genannt wird, soll aus über 10.000 Legosteinen bestehen. An diese sind 18 verschiedene Behälter verbaut, welche als Auffangstation für unterschiedliche Teile-Klassen dienen sollen. Der Australier Daniel West hat rund zwei Jahre in der Einwicklung seiner Sortier-Maschine investiert. Inspiriert wurde er von anderen Lego-Tüftlern, welche bereits im Vorfeld Sortiermaschinen für Lego-Bausteine bastelten. Ob die Geschwindigkeit von rund zwei Sekunden wirklich bedeutend schneller ist, als die Sortierung per Hand, ist eher unwahrscheinlich. Allerdings ist diese Arbeit meist mit weniger Spaß verbunden. So scheint diese Erfindung definitiv Potential zu besitzen. Von der Marktreife ist sie aber gewiss noch etwas entfernt. 😉

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76/2019 Koala-App: Scannen und Bezahlen direkt am Regal

Die neue App “Koala” soll das Einkaufen im Supermarkt bequemer und schneller gestalten. Direkt über die App werden die Artikel vom Nutzer eingescannt und bezahlt. Die erforderlichen Daten sind dafür in der App hinterlegt. Diese Form des Einkaufens ist in einem Supermarkt aus Pinneberg bereits Realität.

Das Bezahlen im Supermarkt soll durch die App “Koala” revolutioniert werden. Mittlerweile scheint es schon viele Apps zu geben, welche den Bezahlvorgang wesentlich schneller und effizienter gestalten sollen. Die neue „Koala“-App geht dabei aber noch einen Schritt weiter. Der Kunde kann direkt am Regal seine Ware über die App einscannen. Dafür soll ein passenden QR-Code-Scanner in der App programmiert sein. Am Ende seines Einkaufes kann er bequem über sein Handy bezahlen. In der App sind dafür schon essentielle Daten zur EC-Karte, Name und Alter hinterlegt. Abschließend erhält der Kunde einen Barcode. Diesen kann er am Ausgang des Supermarktes scannen und die Schranke, wie sie in gängigen Supermärkten zu finden ist, öffnet sich.

Stichproben-Tests und Volljährigkeit

Diese neuartige Form des Einkaufens ist bereits schon Realität. Ein Supermarkt aus Pinneberg hat bereits das Testprogramm dieser automatischen Scann- und Bezahlapp gestartet. Nutzer der App müssen allerdings volljährig sein. Aufgrund dessen wird beim ersten Bezahlvorgang von einem Mitarbeiter des Supermarktes auch das Alter geprüft. Dennoch soll das keine dauerhafte Gewährleistung liefern können, ob über diese App wirklich nur volljährige Personen einkaufen. Dasselbe gilt ebenso für die Zuverlässigkeit des Einscannens aller Artikel. Der Supermarkt, welche bislang dieses Pilot-Projekt startet, soll hierfür stichprobenartige Tests durchführen. Zudem wird auf die Nutzer der App vertraut.

Bequemeres Einkaufen

Entwickelt wurde diese App von einem Start-Up aus Fesforward aus Elsmhorn. Über ein Jahr sollten die Tüftler Christoph Schönfelder und David Scharfscherdt an der App gebastelt haben. Der Name „Koala“ soll sich dabei aus „Kaufen ohne Aufwand und langes Anstehen“ abgeleitet haben. Denn genau dies soll einer der wesentlichen Vorteile diese App sein. Insbesondere vor Feiertagen oder in der Mittagspause sollen Kunden zukünftig mehr Zeit sparen. Ganz neu scheint diese Idee aber dennoch nicht zu sein. In mehreren Läden können bereits Selbstbezahl-Kassen genutzt werden. Auch hier scannt der Kunde bereits selbst seine Ware ein. Zudem ist in diesen eine Waage für das Obst und Gemüse integriert. Wie die neue App den Einkauf von Obst und Gemüse handhabt, scheint also noch unklar. Dennoch soll sie bei erfolgreichem Test auch in Hamburger Supermärkten genutzt werden können.

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75/2019 Die ‘Solar Cow: Eine Kuh versorgt Kenianer mit Solar-Strom

Eine Kuh aus Metall beliefert die Menschen in Pokot mit ausreichenden Strom. Die Firma Yolk hat diese Solar-Ladestation entwickelt und Kinder, welche die Schule besuchen können jeden Tag einen vollgeladenen Akku mit nach Hause nehmen. Für die Menschen vor Ort ist der Strom kostenlos und soll auf diese Weise die Kinderarbeit bekämpfen.

Eine Kuh mitten in Afrika soll den Menschen den Strom für das tägliche Leben liefern. Es handelt sich dabei um die sogenannte „Solar Cow“ von der Firma Yolk. Sie besteht aus einem Metallgerüst, welches Lithium-Ionen Akkus mithilfe von Solarzellen aufladen kann. Die geladenen Akkus können einfach am „Euter“ der Kuh an- und abgesteckt werden. Das Ganze erinnert dabei teilweise an den Melkvorgang einer Kuh. Die tragbaren Powerbanks, auch „Power Milk“ genannt, können dann aufgrund ihrer handlichen Form mit nach Hause genommen und am nächsten Tag wiederaufgeladen werden. Um die Menschen davon abzuhalten aus Geldnot die tragbaren Akkus zu verkaufen, werden dafür herstellerspezifische Anschlüsse genutzt. Dies soll einen anderweitigen Gebrauch unattraktiv machen.

Ladestation an der örtlichen Schule

Die „Kuh-Ladestation“ befindet an der örtlichen Schule in Pokot in Kenia. Dies hat auch einen bestimmten Grund. Vielen Kindern wird der Gang zur Schule verweigert, da sie aufgrund von Geldnot beim täglichen Arbeiten oder Sammeln des Feuerholzes zum Kochen helfen sollen. Wenn die Kinder allerdings nach ihrem Schultag ausreichend Strom für den Haushalt „mitbringen“ können, wird der Gang zur Schule für die Eltern attraktiv. Denn aufgrund des unzureichenden Stromnetzes gibt es kaum andere Möglichkeiten Strom nutzen zu können.

Viele Transaktionen über das Handy

Insbesondere für das Laden des Handys müssen die Menschen in Kenia meist fünf bis sechs Stunden Fußweg einplanen, um einen Laden mit Stromanschluss zu finden. Darüber hinaus ziehen die Ladevorgänge hohe Kosten mit sich. Im ersten Moment mutet das Aufladen des Handys allerdings widersprüchlich an. Doch was viele nicht wissen, über das Handy laufen fast alle Transaktionen in Ländern wie Kenia ab. Ein Handel von Lebensmittel und anderen Waren ohne Handy soll nur bedingt möglich sein.

Kampf gegen Kinderarbeit

Rund 20 Prozent ihres monatlichen Einkommens sollen Haushalte dank dem Strom der “Solar Cow” sparen können. Die Ladekapazität soll den Bedarf eines durchschnittlichen kenianischen Haushaltes decken können. Dabei ist jeder tragbarer Akku mit dem individuellen Namen des Kindes beschriftet. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass jeder seine eigene Powerbank mit nach Hause nimmt und auch wirklich das jeweilige Kind den Unterricht besucht. Darüber hinaus soll das Solar-Projekt auch das Bewusstsein für Energie und Klimaschutz in diesen Problemländern verbessern. Der wesentliche Clou dahinter, ist, dass aufgrund der vielen Sonnenstunden der Ladevorgang der “Power Milk” keine zusätzlichen kosten veursachen soll.

Koreanische Firma Yolk als Begründer

Erfinderkopf dieser innovativen Idee ist die Südkoreanerin Sen Chang. Bereits 2015 gründete sie die Firma Yolk. Rund vier Jahre später konnte die Firma mit ihrem Energie-Projekt „Solar Cow“ den CES Innovation Award gewinnen und ebenso Rang drei des Green Tech Festivals 2019 in der Kategorie Start-up of the Year für sich entscheiden. Für uns eine geniale und zugleich umweltschonende Idee, welche es verdient hat weiter gefördert zu werden. Weitere Projekte sind in ländlichen Gebieten Indiens und Indonesiens geplant. Interessierte finden weitere Infos auf der Webseite von Yolk. Das folgende Video veranschaulicht das Konzept der „Solar Cow“ noch einmal genauer.

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74/2019 Ein Dachziegel, der die Luft reinigt?

Ein innovativer Dachziegel mit spezieller Beschichtung soll in Zukunft die Luft von Stickoxiden befreien. Dahinter steckt der neue Ziegel „ERLUS Lotus air®“, welcher mithilfe von Titandioxid für bessere Luft sorgen soll. Als Endprodukt soll dabei harmloses Nitrat entstehen. In der Optik scheint sich der innovative Ziegel von normalen Tonziegeln kaum zu unterscheiden.

Auf den ersten Blick muten die „ERLUS Lotus air®“ Dachziegel nach simplen und herkömmlichen Ziegel aus Ton an. Der entscheidende Unterschied ist, dass sie die Luft von schädlichen Stickoxiden reinigen können. Das Geheimnis dahinter ist die spezielle Beschichtung aus Titandioxid. Dieser Stoff ist photokatalytisch aktiv und kann dadurch selbstreinigend wirken. Photokatalysatoren wie zum Beispiel Titandioxid können mithilfe von Sonnenlicht, Feuchtigkeit und Sauerstoff aus der Luft chemische Verbindungen abbauen. Stickoxide, wie sie insbesondere in den Städten in großen Mengen vorhanden sind, können auf diese Weise katalytisch abgebaut werden. Als Endprodukt entsteht harmloses Nitrat. Dieses wird bei Regen weiter in die Kanalisation gespült. Dort soll es ungefährlich sein.

Prozess auch bei Regen möglich

Pro Stunde sollen die Dachziegel rund 2,9 mg Stickoxide pro Quadrat-Meter abbauen können. Auch wenn für den Abbau UV-Strahlung benötigt wird, setzt der Prozess an regnerischen oder bedeckten Tagen nicht aus. Eine Sonderform von Titandioxid namens “Anatas” in der Beschichtung soll dabei die Funktion des Katalysators übernehmen. Lediglich die Abbauzeit der Stickoxide soll etwas länger dauern. Ebenso soll es keine Probleme darstellen, wenn es längere Zeit nicht regnet. Die „ERLUS Lotus air®“ Ziegel sollen in ihrer Wirkung auch bei fehlender Reinigung nicht beeinträchtigt werden.

Wirkungsweise bestätigt

Auch das Frauenhofer Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST) soll die luftreinigende Wirkung bestätigt haben. Ebenso wurde der von der ERLUS AG angegebene Abbauwert geprüft und bestätigt. Trotz ihrer starken Wirkung gegen Stickoxide besitzen die Ziegel für bessere Luft eine unauffällige Optik. Das soll einen problemlosen Einsatz auf vielen Häusern ermöglichen.

Innovative Maßnahme gegen Stickoxide

Titandioxid ist dabei kein unbekannter Stoff. Er soll in vielen Alltagsgegenständen wie Zahnpasta und Kosmetika zu finden sein. Aber auch in Lacken und Farben ist häufig Titandioxid enthalten. Die Verwendung in der Beschichtung der Tonziegel kann auf diese Weise zeitnah die Luft und damit auch die Gesundheit in den Großstädten verbessern. Die vorgegebenen Grenzwerte für Stickoxide werden leider häufig überschritten. Aufgrund dessen erfolgten auch Maßnahmen wie das Diesel-Fahrverbot. Durch ihre schnelle und sofortige Wirkungskraft könnten die Ziegel eine innovative Maßnahme sein die Stickoxidwerte zu senken. Denn beim Thema Stickoxide soll die Umrüstung auf Elektro-Autos laut Experten erst in 20 bis 30 Jahren erste messbare Erfolge bringen. Interessierte können sich auf der Webseite von ERLUS genauer über die Ziegel informieren. Folgendes Video erklärt den Wirkungsprozess der speziellen Dachziegel noch einmal genauer.

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