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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 49)

07/2021 Scoby: Die Essbare Verpackungslösung

Im Supermarkt sieht man sie überall. Von Lebensmitteln ist allerdings nicht die Rede, sondern von umweltschädlichen Plastikverpackungen. Das hat jetzt ein Ende und zwar mit Scoby, einer essbaren Alternative.

Dass der Einsatz von Plastik für zahllose Verpackungen ein Problem darstellt, sollte mittlerweile bekannt sein. Winzigste Plastikpartikel können problemlos in unsere Umwelt, insbesondere in unsere Ozeane und Flüssen gelangen. Bei einigen frischen Lebensmitteln wie Karotten sind Verpackungen nicht zwingend notwendig. Bei anderen allerdings schon. So benötigt die dünne Haut von Tomaten besonderen Schutz. Darüber hinaus werden die Hygienevorschriften immer strenger. Aus diesen Gründen werden heute mehr Lebensmittel verpackt als jemals zuvor. Und klar gibt es schon alternative Lösungen wie Papierverpackungen oder Mehrwegnetze. Diese erzeugen am Ende aber dennoch Müll. Eine Alternative ist allerdings anders als alle anderen. Gemeint ist Scoby Packaging, die essbare Verpackungslösung eines niederländischen Startups.

Essbare Folie aus Hefepilzen

Der Name der Verpackung lässt auch gleichzeitig die Besonderheit derselben vermuten. Scoby ist ein im Englischen häufig verwendetes Akronym für eine symbiotische Kultur von Bakterien und Hefen, es handelt sich also um eine Art Hefepilz, der im Einklang mit Bakterien steht. Genutzt wird der Scoby schon seit längerem zur Herstellung von Kombucha, einem fermentierten Teegetränk. Der Pilz wird im Labor in flachen Behältnissen auf einer flüssigen Oberfläche bei einer Temperatur zwischen 20 und 30 Grad gezüchtet. Am Ende des Prozesses steht dann ein gelatineartiger Biofilm, der als alternative Lebensmittelverpackung vor allem für Frischeprodukte wie Obst und Gemüse dienen kann. Und wie bereits erwähnt sogar mit den enthaltenen Produkten verzehrt werden kann. Für manche könnte die quallen-artige Konsistenz des Pilzes allerdings gewöhnungsbedürftig sein. Diesen Personen sei jedoch gesagt, dass der Verzehr der Verpackungslösung kein Muss ist. Da die zellulose-artige Folie komplett biologisch ist, kann sie rückstandsfrei entsorgt werden. Besser geht’s wohl nicht, oder?

Nicht nur Verpackungsfolie, sondern auch Lederersatz

Der Scoby hat allerdings noch mehr drauf. Mit seinem Einsatz kann in der Lederherstellung komplett auf tierische Produkte verzichtet werden. Mithilfe des Scoby wird nämlich veganes Leder hergestellt. Über die Färbung des Tees, in dem der Scoby wächst, und durch die zusätzliche Zugabe von Farbstoffen nach der Fermentierung können auch verschiedenste Farbvariationen und einzigartige Farbeffekte erzielt werden. Die Kleidung ist genauso wie die Verpackungsfolie ohne Probleme biologisch abbaubar und kann dem Boden sogar noch als Nährstoff hinzugefügt werden. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin definitiv Fan des kleinen Scobys.

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06/2021 Schweizer Fabrik saugt CO2 aus der Luft

Erderwärmung. Klimawandel. Umweltzerstörung. Die größten Probleme der Menschheit verlangen nach innovativen und nachhaltigen Lösungen. Eine weitere steht jetzt in den Startlöchern. Eine Schweizer Fabrik zieht das CO2 aus der Luft.

Polkappen schmelzen, Ozeane versauern, der Meeresspiegel steigt an. Und der treibende Faktor hinter diesen negativen Entwicklungen ist die Erwärmung der Erdatmosphäre. Grund hierfür ist der exzessive Verbrauch fossiler Energieträger und der damit einhergehende Anstieg des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre. Um diese Entwicklungen zu stoppen, muss also dringend der weltweite Ausstoß von CO2 reduziert werden. Aber genügt das auch? Was ist mit dem CO2, das sich bereits zu mehreren Millionen Tonnen in der Luft befindet? Soll man das einfach aus der Luft saugen? Ähm ja genau so, dachte sich die Schweizer Firma Climeworks. Okay gut, ein bisschen komplizierter ist es schon.

Direct-Air-Capture-Technologie

Die erste Anlage dieser Art steht in Hinwil in der Schweiz. Sie entzieht der Umgebungsluft das Kohlenstoffdioxid und transportiert es in ein nahegelegenes Gewächshaus. Dort befördert das Gas das Wachstum der Pflanzen und wird somit wieder in Biomasse umgewandelt. Auf diese Weise werden jährlich 900 Tonnen aus der Atmosphäre gezogen. Solche Verfahren, die CO2 direkt aus der Umgebungsluft gewinnen, werden als Direct-Air-Capture-Verfahren bezeichnet.

Die Anlagen von Climeworks bestehen aus Modulen, die mit einem Ventilator und einem Filter ausgestattet sind. Der Ventilator ist lediglich dazu da, die normale Umgebungsluft anzusaugen. Das eigentliche Geheimnis steckt in den Zellulose ähnlichen Absorberfiltern, die das Kohlenstoffdioxid von der Luft trennen. Die eingezogene Luft wird über diesen Filter geleitet, wobei sich die CO2-Moleküle an den Poren der Filteroberfläche anreichern. Sobald der Filter nach drei Stunden gesättigt ist, stoppt der Ventilator und die Box, in der sich der Filter befindet schließt sich. Schließlich werden die Moleküle auf 100 Grad Celcius erhitzt und vakkumiert. Das Ergebnis ist CO2 in seiner reinen Form. Diesen Zyklus kann man ständig wiederholen. Neben der direkten Verwertung des reinen CO2 in dem angebauten Gewächshaus, kann das Gas auch gespeichert werden. In einer Anlage in Island wird das gewonnene Treibhausgas mit Wasser vermengt in die Tiefe gepumpt, wo es in Reaktion mit dem dortigen Basaltgestein verpresst und so unterirdisch gelagert wird. Die unterirdische Speicherung des Gases ist allerdings in Deutschland umstritten beziehungsweise in einigen Bundesländern sogar verboten.

Kritik an hohem Aufwand

Ein relativ großes Manko der Anlage ist allerdings der momentane Energieaufwand. Für den Prozess, genauer für die chemische Filterung, wird viel Energie benötigt. Deshalb ist die Schweizer Anlage auch auf einer Müllverbrennungsanlage aufgebaut worden. Deren Abwärme kann für den energiereichen Prozess verwendet werden. Dennoch bietet die innovative Anlage viel Potenzial. Mit 250.000 solcher Systeme kann bis 2025 ein Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus der Luft gefiltert werden, das entspricht unglaublichen 300 Millionen Tonnen pro Jahr.

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05/2021 Kokojoo: Kakao mal anders

In der Schokolade oder als heißes Getränk. Kakao ist vielseitig einsetzbar, obwohl nur ein Bruchteil der Kakaobohne dafür verwendet wird. Benutzt man auch die Schalen, ist sogar noch ein Erfrischungsgetränk mit drin.

Schon vor 4000 Jahren wurde Kakao von den Azteken zu Kult- und Heilzwecken genutzt. Das Wissen über die Wirkkraft der Pflanze und ihrer Früchte blieb bis ins 17. Jahrhundert erhalten. Zu dieser Zeit boten Apotheker den Kakao als Heil- beziehungsweise Stärkemittel an. Heutzutage ist diese Verwendungsform des Kakaos verloren gegangen und er dient oft nur noch als Hauptbestandteil von Schokolade oder wird als Heißgetränk angeboten. Dabei bietet der Kakao so viel mehr, sofern man von der ganzen Bohne Gebrauch macht. Im Allgemeinen sollte bekannt sein, dass der gemahlene Kakao aus der Bohne beziehungsweise den Fruchtsamen des Kakaobaumes gewonnen wird. Diese werden vor dem Mahlen geröstet, sodass sich die Schalen von der Bohne lösen. Die Kakaoschalen werden für die Kakaoherstellung nicht benötigt. Und so werden unüberlegt ganze 80 Prozent der Kakaobohne weggeworfen. Dabei tragen die Schalen eine immense Kraft in sich. Und das weiß auch Dayog Kabore, der Gründer des Berliner Startups Kokojoo.

Erfrischungsgetränk aus Kakaoschalen

Das Unternehmen hat sich eine ganzheitliche und genussvolle Verwertung der Kakaobohne zum Ziel gesetzt und wollte gegen die in der Gesellschaft vorherrschende Wegwerfmentalität vorgehen. Und so ist es passiert, dass Kokojoo, das erste Erfrischungsgetränk aus den Schalen der Kakaobohne, kreiert wurde. Die Verwendung der Kakaobohnenschalen für Getränke ist allerdings nicht neu. Für die Zubereitung von aromatischen Tees werden die Schalen schon länger eingesetzt. Denn sie verfügen über viele Vitamine, enthalten kaum Kalorien und  sind förderlich für das Nervensystem, für die Niere und Blase und für das Herz. Als Zutat für ein neuartiges Kaltgetränk sind die Schalen aber erst bei Kokojoo zum Einsatz gekommen. Die Kakaoschalen sind aber nicht nur nährstoffreich sondern auch geschmacksintensiv. Das Getränk bietet so ein exotisches Geschmackserlebnis, das mit normalem Kakaogeschmack allerdings nicht vergleichbar ist. Wer interessiert ist und in Deutschland, Österreich oder Frankreich wohnt, kann sich Kokojoo über einen eingerichteten Onlineshop bestellen. Momentan sind zwei Varianten des Erfrischungsgetränkes erhältlich, eine mit Koffein und eine ohne. Geplant sind allerdings noch mehr Produkte. Shakes, Riegel oder Kekse sollen bald in das Produktsortiment mitaufgenommen werden. Kokojoo setzt seine Divise von mehr Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit  auch in der Beschaffung der Kakaobohnen durch. Das Unternehmen arbeitet eng mit lokalen Bauern in Westafrika zusammen, versucht auf möglichst viele Zwischenhändler zu verzichten und wählt ihre Partnerbauer nach strengen Nachhaltigkeits- und Qualitätskriterien aus. Da bleibt nur noch ‚Prost‘ zu sagen.

04/2021 Musik direkt im Ohr ohne Kopfhörer

Sound-Beaming. Mithilfe dieser Technologie sollen Töne direkt an unser Ohr transportiert werden, ganz ohne Kopfhörer. Zukunftsmusik oder Realität? Hier erfahrt ihr es.

Töne und Geräusche umgeben uns überall und zu jeder Zeit. Immer mehr Produkte kommen auf den Markt, die unser Erlebnis mit der auditiven Welt so angenehm wie möglich gestalten sollen. Neueste Errungenschaft sind dabei ganz klar kabellose Bluetooth-Kopfhörer. Mit diesen können Telefonate schnell und einfach geführt und Musik auch bequem während dem Sport gehört werden, ohne dass man sich in den Kabeln verheddert. Und was wenn man überhaupt keine Kopfhörer mehr benötigt, aber trotzdem der Einzige ist, der seine Musik auch tatsächlich hört? Das soll jetzt genau so funktionieren. Möglich gemacht, hat es ein israelisches Unternehmen namens Noveto Systems.

Umgeben von einer Schallblase

Das Gerät nennt sich SoundBeamer 1.0. Die Technologie wird gleichnamig als Sound-Beaming bezeichnet. Und diese revolutioniert wahrlich unser Hör-Erlebnis. Der Hörer wird hierbei in eine Art Schallblase eingetaucht und hört den Sound direkt in seinem Ohr. Andere Personen in der näheren Umgebung bekommen davon nichts mit. Der Hörer im Gegenzug kann weiterhin Umgebungsgeräusche wahrnehmen. Perfekt also für das Autofahren. Navigationsanweisungen können so während der Fahrt an den Fahrer übermittelt werden ohne die Beifahrer zu informieren und dennoch werden wichtige Außengeräusche wie der Signalton eines Einsatzfahrzeuges nicht überhört. Aber auch für Computerspielanwendungen oder für Telefonkonferenzen ist die neue Technologie einsetzbar.

Präzise gesteuerter Schall mit 3D-Sensoren

Der SoundBeamer 1.0 kann mit jeglichem Endgerät über Bluetooth gekoppelt werden. Egal ob Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone. Das Gerät überträgt die Töne der verbundenen Soundquelle und sendet den Schall scharf gebündelt und präzise gesteuert an die Ohren des Empfängers aus. Diese werden mittels einer eingebauten Kamera und einem 3D-Sensormodell genau lokalisiert und in Echtzeit in ihrer Bewegung verfolgt, sodass Schallräume auch tatsächlich nur im äußeren Ohrenbereich des Empfängers aufgebaut werden. So entsteht auch der Eindruck, dass die Töne bzw. Geräusche direkt im Ohr entstehen. Musik kann mit dem SoundBeamer in Stereo aber auch im 360-Grad-Rundumklang gehört werden, dabei folgen die Schallräume automatisch der Kopfposition des Hörers. Um den SoundBeamer einwandfrei nutzen zu können, müssen die Lautsprecher des verwendeten Endgerätes allerdings ausgeschaltet sein. Äußerlich ähnelt das Produkt einer mittelgroßen Soundbar. Die erste Ware soll ab Dezember 2021 verfügbar sein.

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03/2021 Kekz: Traveltainment für Kinder

Früher Kasetten, dann CD’s, heute Streaming-Dienste. Mit Kekz gehen unsere Kinder nun aber wieder ein Stück in Richtung analoge Welt.

Greifen Eltern für Hörspiele und Kindermusik für ihre Kleinen auf Streaming-Dienste zurück, ist das von Nachteil für beide, groß und klein. Gibt man als Elternteil das Handy an sein Kind aus der Hand, könnte es sich als Kampf herausstellen, es wieder zu bekommen. Kinder haben einfach noch kein Verständnis für die richtige Mediennutzung – selbst die meisten Erwachsenen haben dies nicht. Daraus ergeben sich Reizüberflutung und noch lange nicht großflächig erforschte gesundheitsschädliche Strahlung für unsere Kleinsten. Den beiden Gründern, Carl Taylor und Adin Mumma, beides Väter, ging dies gewaltig auf den Keks. Und genau in diesem Sinne entstand Kekz.

Kekze für Kinder

Kekz heißt: Kein Screen, kein Kabel, kein Stress! Das Münchner StartUp der beiden Väter revolutioniert mit seinem kabellosen Kopfhörersystem die Art und Weise, wie Kinder ihre Lieblingsaudioinhalte konsumieren, zuhause und vor allem unterwegs. Kekz ist also Traveltainment für die Jüngsten. Die Kopfhörer versprechen kindgerechte Unterhaltung unabhängig vom Handy oder Tablet der Eltern. Es hat weder ein integriertes WLAN- noch Bluetooth Modul. Es handelt sich bei den Kopfhörern um ein komplett geschlossenes Offline-System. Gesundheitsschädliche, abhängig machende, ablenkende Bildschirme und Strahlung sind somit verbannt. Denn es geht auch ohne. Haptisch einfach und intuitiv kann das Kind per Plug&Play verschiedene magnetische Kekze Chips an die Außenseite der Ohrmuschel reinklicken, um die Wiedergabe zu starten. Die Kleinen haben so die selbstbestimmte Freiheit in welche Hörbuchwelt sie eintauchen wollen.

Das kann Kekz

Die Speicherkapazität der Kekz Kopfhörer umfasst 32 GB, somit ist Platz für rund 800 verschiedene Alben. Denn alle verfügbaren Audioinhalte sind bereits auf dem Kekz vorinstalliert und werden erst durch die Verbindung mit dem entsprechenden Audio-Chip, also den Kekz, der per Magnet an die Ohrmuschel gedrückt wird, freigeschalten. Dabei setzen die Gründer auf den Einsatz von NFC-Chips, denn alles soll ohne drahtlose Verbindung funktionieren. Mittels USB-Anschluss lässt sich der Kopfhörer laden und über den Laptop mithilfe von Updates mit neuen Inhalten bestücken. Über einen großen Bedienknopf kann das Kind Lieder und Kapitel überspringen. Ein verstellbarer Kopfbügel und schalldämmende Ohrpolster garantieren ein angenehmes Tragen des Kopfhörers. Um die Kinder vor zu lauter Musik zu schützen, ist die Lautstärke entsprechend auf maximal 85dB begrenzt. Im Frühjahr 2021 will Kekz den Markteintritt wagen. Wir sind gespannt, wie es laufen wird!

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02/2021 CampStove: Aus Feuer werde Strom

Die hohe Kunst eines jeden Survival-Campers ist es, selbstständig ein Feuer zu machen. Wer ein bisschen schummeln will, kann hierfür auch den CampStove verwenden. Aber nicht nur dafür. Strom liefert er nämlich auch.

Camping macht man normalerweise ohne großartig viel Luxus, weit ab von der Zivilisation, um möglichst viel Ruhe und Natur genießen zu können. Ab und zu möchte man dann aber doch mehr Realität und schnappt sich sein Smartphone. Blöd nur, wenn der Akku dann leer ist. Und ja klar, es gibt für solche Fälle Powerbanks. Aber mit CampStove geht das auch und währenddessen kann man sich auch noch gemütlich das Essen für den heutigen Abend zubereiten.

Möglich macht’s der Thermogenerator

Richtig gehört! CampStove kann sowohl zum Kochen als auch zum Laden elektrischer Geräte eingesetzt werden. Bei dem Utensil handelt es sich nämlich um einen Campingkocher, der Feuer in Strom umwandelt. Dabei bedient sich der Outdoor-Kocher eines Thermogenerators. Mit dessen Hilfe wird ungenutzte Verlustwärme aus energiereichen Prozessen aufgefangen, in Strom umgewandelt und so wieder nutzbar gemacht. Man spricht hier auch von energy harvesting. Beim CampStove funktioniert das Ganze genauso. Der Campingkocher wird mit Ästen, Zweigen oder ähnlichem Holzabfall befeuert. Die im Feuer enthaltene Energie wird in elektrischen Strom umgewandelt. Ein Teil dessen wird sofort an ein ausgeklügeltes Belüftungssystem weitergeleitet, das zusätzlich für eine effizientere und tatsächlich rauchfreie Verbrennung sorgt. Der Generator erzeugt allerdings mehr Energie als für das Belüftungssystem benötigt wird. Mit dem Rest wird ein in dem CampStove eingebauter, 2600 mAH starker Lithium-Ionen-Akku geladen. Die Energie steht dann als 5-Volt-Spannung über einen USB-Ausgang zur Verfügung. Damit der Nutzer des Campingkochers über den aktuellen Zustand des Gerätes genau Bescheid weiß, sind an der Vorderseite drei LED-Leisten angebracht. Die linke Leiste gibt Auskunft über die Hitze des Feuers beziehungsweise die Energieerzeugung des Thermogenerators. Die Mittlere zeigt die Belüftungsgeschwindigkeit und die rechte Leiste den Ladezustand des internen Akkus.

Die amerikanische Firma BioLite, die den CampStove entwickelt hat, hat bereits ein überarbeitetes Modell, den CampStove2, auf den Markt gebracht. Bei dieser Folgeversion kann der USB-Ausgang aktiviert werden, auch wenn keine Verbrennung stattfindet. Das war bei der vorigen Version noch nicht möglich. Die erzeugte Energie wird also wie bei einer Powerbank gespeichert und kann zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Die Leistung ist allerdings nicht mit der einer Powerbank vergleichbar. Aber sind wir mal ehrlich, bei einem Camping-Ausflug muss das Smartphone nicht immer seine vollen 100 Prozent erreichen, da sollte man sich sowieso eher auf die Natur konzentrieren.

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01/2021 Zweigbrush: Zurück zu den Wurzeln

Zurück zu den Wurzeln. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dass eine ganz bestimmte sogar für die Zahnpflege geeignet ist, hat wohl kaum jemand auf dem Schirm.

Miswak. Die älteste Zahnbürste der Welt. Genauer gesagt ist sie seit 2000 v. Chr. dafür bekannt. Vor allem in der afrikanischen, arabischen und asiatischen Kultur. Die Unterschiede zu unseren herkömmlichen Plastikzahnbürsten sind erstaunlich. Mal abgesehen davon, dass Plastik sowieso eine Umweltsünde ist, wie wir alle wissen. Miswak liegt im Rennen um die beste und nachhaltigste Zahnbürste hier also schon mal weit vorne. Die Holzfasern können aber auch Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch sie weich und sanft zu den Zähnen und dem Zahnfleisch sind. Außerdem befinden sich auf einem Quadratzentimeter weitaus mehr Fasern als eine herkömmliche Zahnbürste auf dieser Fläche hat. Mehr Fasern bedeuten natürlich eine bessere Reinigung der Zähne. Nun ist ersichtlich, dass Miswak schon im Ziel steht, während die Plastikzahnbürste immer noch am Start verharrt.

Miswak von Zweigbrush

Seit 2018 gibt es auch Miswak von Zweigbrush, und zwar Olivenmiswak. Was aber ist das denn jetzt genau? Miswak ist ein Zahnputzholz aus dem sogenannten Zahnbürstenbaum. Dieser wächst in den Wüsten Ostafrikas und Zentralasiens. Es enthält von Natur aus 19 verschiedene zahnschützende und -putzende Stoffe. So etwa Flavonoide, Vitamin C, Kalium, Calcium usw. Alles, was unverzichtbar für eine ausgezeichnete Zahngesundheit ist! Und es ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Auch Zahnärzte empfehlen bereits Miswak für die alltägliche Zahnhygiene einzusetzen, vor allem weil es frei von Chemie und Zusätzen ist. Tut man dies, kann sogar auf Wasser und Zahnpasta verzichtet werden. Miswak ist All-in-One. Selbst der Anbau ist nachhaltig, fair und mit Rücksicht auf die Umwelt. Wow! Was eine Idee unserer Natur! Mit Zweigbrush kann man für 9,99 € zwei Miswak Zahnbürsten erhalten und somit auf natürlichste und nachhaltige Art und Weise seine Zähne pflegen.

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77/2020 LifeStraw: Trinkhalm als Wasserfilter?

Auf einer anstrengenden Wandertour einfach mal aus dem nahegelegenen Bach trinken. Lieber nicht. Wer weiß denn schon, ob das Wasser sauber ist. Mit LifeStraw muss man sich darüber keine Gedanken mehr machen.

Ein Trinkgefäß hat wohl jeder Outdoor-Fan in seinem Ausrüstungsset mit dabei, denn ausreichend Flüssigkeit ist bei jeder Outdoor-Unternehmung ein absolutes Muss. Vorzugsweise mit Filter. So kann auch unterwegs mit frischem Wasser aufgefüllt werden. Zugegeben in Deutschland stellt die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser kein Problem dar, so kann auch mal schnell aus einem Brunnen oder einer sprudelnden Quelle frisches Wasser geschöpft werden. In einigen Regionen der Welt sieht das leider anders aus. Und hier kommen die zahlreichen Filtersysteme ins Spiel. Die meisten davon nehmen viel Zeit und Mühe in Anspruch. Bei Pumpsystemen muss man offensichtlicher Weise pumpen, bevor man trinkbares Wasser erhält. Andere Systeme nutzen Chemikalien, um das Wasser zu säubern. Die Schweizer Firma Vestergaard hingehen hat ein Wasserfiltersystem entwickelt, das einfacher nicht sein kann. Für gereinigtes Wasser in Sekunden.

Wasser2Go

Übersetzt man Lifestraw ins Deutsche, kann man möglicherweise schon die Funktionalität des Wasserfilters erahnen. Wie mit einem Strohhalm kann man das Wasser einfach direkt aus der Quelle trinken. Durch das Saugen allein wird das Wasser bereits über ein mit Hohlfasern ausgestattetes Kunststoffrohr von Bakterien, Protozoen oder sogar Schwermetallen wie Blei befreit. Eine einsetzbare und austauschbare Aktivkohlekapsel verbessert zudem den Geschmack und den Geruch des Wassers. Mit seinen 48 Gramm ist der Lifestraw sehr leicht und kompakt. So passt er bequem in jeden Rucksack. Wer den Lifestraw nicht nur als Trinkhalm benutzen möchte, kann ihn auch in Kombination mit einer mitgelieferten, zusammenpressbaren Trinkflasche verwenden. Zudem ist er mit den meisten auf dem Markt erhältlichen Trinksystemen beziehungsweise Wasserblasen kompatibel. Auf gewöhnliche Wasserflaschen lässt er sich oftmals auch schrauben.

Angemerkt sei jedoch, dass der Lifestraw nicht als kompletter Ersatz für Pumpfilter, Chlor- bzw. Micropur-Tabletten oder Ähnlichem dienen kann. Der Filter kann nämlich kein sauberes Wasser auf Vorrat produzieren und ist eher für schnelles, keimfreies Trinkwasser 2Go gedacht. Für all diejenigen, die nach einem kleinen und praktischen Filter für Tagestouren suchen, der zudem ohne den Einsatz von Chemikalien und Energie funktioniert, ist der Lifestraw aber eine lohnenswerte Investition. Und zum Schluss noch eine schöne Randnotiz. Mit jedem verkauften Filter sichert das Unternehmen im Rahmen des Follow-the-Liters-Programm einem Schuldkind in Kenia sauberes Trinkwasser für ein Jahr!

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76/2020 saferSun: Zu unserem Schutz

Sonnenschutz auf den Punkt gebracht. Mit saferSun UV-Warn-Stickern. So können wir unsere Haut und die von unseren Liebsten in Zukunft besser schützen.

Creme dich hier mal ein bisschen ein, und da mal ein bisschen, das wird schon langen. Oder, heute creme ich mich mal nicht ein. Und schon ist es passiert. Am Abend zeigt sich dann das rote Übel. Ein Sonnenbrand. Der tut weh und ist extrem schlecht für die Haut. Vor allem bei Kindern. Hautkrebs hat von allen Krebsarten die höchsten Zuwachsraten. Und dies obwohl er am leichtesten zu verhindern ist. Vielleicht ist es noch nicht leicht genug, dachten sich die drei Gründer von saferSun. Es muss etwas geben, das die unsichtbare UV-Strahlung für uns sichtbar macht, sodass wir verantwortungsbewusster mit dieser umgehen können. So entwickelten sie die saferSun UV-Warn-Sticker.

Sonneneinstrahlung sichtbar machen

Sonnencremes bieten keinen absoluten Schutz gegen Sonnenlicht. Verliert sie nach ca. einem Jahr ihre Wirkung, dann schützt sie gleich schon mal gar nicht mehr. Ob die Haut nun also wirklich vor der Sonne geschützt ist oder nicht, wusste man bisher nicht wirklich. Die UV-Warn-Sticker von saferSun messen nun genau die Strahlung, die auf der Haut eindringt.  Der Aufkleber imitiert die Struktur der Haut und wechselt seine Farbe von transparent zu violett, wenn UV-Strahlen eindringen. Er besteht aus drei Schichten. Die unterste ist die Klebeschicht. Diese ist anti-allergen und gut hautverträglich. Die Zwischenschicht ist die sog. Detektor-Schicht. Sie ist für den Farbwechsel verantwortlich. Die oberste Schicht ist die mit der patentierten dermatrue Technologie versehene. Sie absorbiert Sonnencreme gleich wie menschliche Haut. saferSun kann die Farbe sogar mehrmals wechseln. Somit reicht ein Aufkleber den ganzen Tag, auch bei mehrmaligem Eincremen. Wird der Sticker nun also lila, ist das ein Zeichen, dass neu eingecremt werden muss. Der saferSun UV-Warn-Sticker wird bereits von Hautärzten empfohlen. Noch dazu ist er Wasser- und Schweiß-resistent. Mit saferSun kann so das Risiko von Hautkrebs verringert und die Sonne verantwortungsbewusst und ohne Bedenken genossen werden.

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75/2020 Saatgutkonfetti für die nächste Party

Es ist bunt. Klein. Und wird zu allen möglichen Anlässen in die Luft geworfen. Richtig, die Rede ist von Konfetti. Das gibt es jetzt auch in umweltfreundlich, dank einer Firma aus Kassel.

Zu Karneval sieht man sie überall. Kleine, bunte Papierschnipsel, auch als Konfetti bezeichnet. Aber auch auf Kindergeburtstagen oder auf Hochzeiten werden diese kleinen Dinger gerne mal mit einer Konfettikanone in die Luft geschleudert. An sich auch eine spaßige Angelegenheit. Die Ernüchterung kommt danach. Denn mit den kleinen Schnipsel häufen sich Berge von Müll an. Und dieser besteht nicht nur aus Papier, sondern trägt auch teilweise Plastik in sich. Also ganz und gar nicht nachhaltig. Dass man aber nicht unbedingt auf die fliegenden Schnipsel verzichten muss und der heimischen Umwelt sogar noch etwas Gutes tun kann, hat die Firma Saatgutkonfetti aus Kassel möglich gemacht. Sie haben nämlich das gleichnamige Produkt Saatgutkonfetti auf den Markt gebracht.

Für mehr Biodiversität

Das in einer kleinen Produktionshalle in Kassel erzeugte Konfetti ist nicht nur kompostierbar. Es bringt selbst neues Leben hervor. Die kleinen Schnipsel werden nämlich mit Pflanzensamen angereichert. Diese werden von Hand aus der freien Natur gesammelt, allerdings nicht mehr als nötig. Denn so können sich die Pflanzen vor Ort noch natürlich weiter vermehren. Als Träger dient eine Stärkemischung mit natürlichen Farben. Diese macht das Konfetti dann auch letztendlich zum Konfetti.

Ziel von Philip Weyer und Hannah Hartmann, den Gründern von Saatgutkonfetti,  ist der Erhalt der Biodiversität, vor allem im urbanen Raum. Deshalb steht auch eine riesen Auswahl an Saatgutarten für das Konfetti zur Verfügung, um genau zu sein ganze 26 Stück. Von Kräutern wie dem Frühlingsfingerkraut bis zu Blumen wie dem Duftveilchen ist alles dabei. Und das coole. Alle Saatgutarten sind Lichtkeimer, müssen also nicht vergraben werden. Zudem treiben die verschiedenen Arten zu unterschiedlichen Zeiten und klimatischen Verhältnissen. Auf diese Weise kann man sicherstellen, dass zu jeder Jahreszeit aus dem Konfetti auch tatsächliche Pflanzen hervorgehen. Einige der verwendeten Pflanzenarten benötigen sogar Frostperioden, um später zu keimen. Also auch an Silvester darf gerne mit Saatgutkonfetti gefeiert werden. Das wichtigste aber…die verschiedenen Pflanzenarten dienen einigen Arten von Wildinsekten als Heimat und Nahrungsquelle. So wird auch die Biodiversität in der heimischen Tierwelt bewahrt. Und jetzt natürlich der Punkt, auf den ihr alle gewartet habt. Natürlich können die bio-zertifizierten, bunten Schnipsel auch noch hervorragend fliegen. Und zwar so gut, dass, wenn sie in ein Blumenbeet gepflanzt werden sollen, auch ordentlich angedrückt werden müssen, damit sie nicht weg fliegen. Kein Wunder, dass Saatgutkonfetti 2019 den Preis beim Green Concept Award abräumen konnte.

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