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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

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25/2023 Neu: Nachführsystem für stärkere Balkonkraftwerke

Die Idee von Nachführungssystemen für Balkonkraftwerke ist nicht neu. Diese Systeme sind darauf ausgerichtet, Solarmodule in Richtung der Sonne zu bewegen, um die Erträge aus verschiedenen Winkeln optimal zu nutzen. Bisher waren solche Systeme jedoch oft zu kostspielig, was sie für Besitzer unattraktiv machte. Doch das könnte sich bald ändern, da zwei findige Tüftler eine erschwingliche Lösung entwickelt haben.

Balkonkraftwerke bieten die Möglichkeit, kostengünstig eigenen Strom zu erzeugen, wobei ihr Ertrag stark von ihrem Standort und der Ausrichtung der Solarmodule abhängt. In Deutschland haben zwei Innovatoren ein eigenes System entwickelt, das die Effizienz von Balkonkraftwerken steigert. Die beiden deutschen Entwickler haben gemeinsam an einer kostengünstigen Lösung gearbeitet, um die Ausbeute von Solarpanels zu steigern.

Nachführungssystem Solarfolger|/h2>
Ihr Produkt, genannt Sonnenfolger, ist ein einfaches Nachführungssystem für kleine Solarpaneele mit einer Leistung von bis zu 100 Watt. Es besteht aus einem Mikrocontroller und einer App-Anbindung. Der Sonnenfolger muss nur einmal am Tag eingestellt werden, danach verfolgt er die Sonne über den gesamten Tag hinweg. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung des Ertrags. Die Macher konstatieren, dass eine jährliche Ertragssteigerung von bis zu 50 Prozent möglich sei.

Ein Unternehmen aus Aschaffenburg habe bereits Interesse an diesem innovativen System, so eine Pressemitteilung. Die Anwendung des Sonnenfolgers auf größere Balkonkraftwerke oder Dachanlagen könnte die Stromerzeugung erheblich erhöhen, möglicherweise von 350 bis 800 kWh auf 525 bis 1.200 kWh pro Jahr. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden deutschen Entwicklern und dem Solarunternehmen aus Aschaffenburg könnte eine kostengünstige Lösung für größere Systeme hervorbringen. Diese Entwicklung ist vielversprechend, da viele Bastler bereits ähnliche Systeme entwickelt haben, die jedoch oft zu komplex für den Eigenbau sind. Wenn mehr Menschen kreative Lösungen für Nachführungssysteme entwickeln, könnten die Preise in naher Zukunft sinken.

Derzeit sind Nachführungssysteme noch nicht besonders rentabel. Sie sind in der Regel für kleinere Module ausgelegt und kosten oft mehrere hundert Euro, was sie teurer macht als einige Mini-PV-Anlagen. Diese hohen Kosten machen die Anschaffung für Besitzer von Balkonkraftwerken unattraktiv. Eine kostengünstige Lösung für größere Anlagen könnte dies jedoch ändern und die Nutzung von Nachführsystemen für viele Haushalte attraktiv machen. Damit könnte ein höherer Ertrag bei Balkonkraftwerken häufiger realisiert werden.

24/2023 Innovativer Münzautomat – Kleingeld-Wechsler erleichtert Geldbeutel

Auf Facebook wird derzeit ein Innovativer Münzautomat gelobt, mit dem man Kleingeld wechseln kann. Besagter Automat und Geldbeutel-Erleichterer steht neuerdings bei Kaufland, Vorgänger gebe es bereits seit 2016,so eine Pressemitteilung.

Eine Kundin von Kaufland sei begeistert über einen Automaten, der den Geldbeutel leichter macht, so eine Pressemitteilung. Zusammen mit diesem Lob teilte sie ein Bild des Münzautomaten auf Facebook.

Mit diesem kann man überschüssiges Kleingeld loswerden. Wie auf dem Gerät von „Coinstar“ zu lesen ist, ermöglicht der Automat, überschüssige Münzen sinnvoll zu verwenden. Obwohl diese Innovation nicht brandneu ist, gab es solche Automaten vor einem Jahrzehnt tatsächlich noch nicht in Deutschland.

Die Geschichte des Automaten

Im Jahr 2016 wurde der erste Automat in Krefeld, Nordrhein-Westfalen, aufgestellt, nachdem der allererste Prototyp im Jahr 1992 in San Francisco, Kalifornien, USA, erprobt wurde. Damals hatten Studenten laut der Webseite des Unternehmens Coinstar die Vision, „einen einfachen und bequemen Weg zu entwickeln, Kleingeld eintauschen zu können ohne das lästige Sortieren, Rollen und zur Bank bringen.“

Die „Coinstar“-Maschine bei Kaufland

Eine Kundin berichtet: „Ich war diese Woche mal wieder im Kaufland nach langer Zeit.“ Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland vor einem Jahrzehnt hätte sie keine bahnbrechenden Gesetze oder Ideen gesehen – bis sie eben bei Kaufland war. Der Automat bzw. Münzautomat stelle für sie die erste innovative Idee seit einem Jahrzehnt dar. Sie lobt die Maschine und hofft, dass sie dauerhaft im Laden verfügbar bleibt.

Innovativer Münzautomat: Weltweite Aufmerksamkeit

Diese Idee begeistert nicht nur die Kundin bei Kaufland. Weltweit ist sie ein großer Erfolg, und es gibt derzeit 23.000 Automaten weltweit, davon 2.000 in Deutschland. Nicht nur Kaufland, sondern auch andere Einzelhändler wie Edeka und Rewe bieten die Coinstar-Automaten an.

Obwohl Kaufland auf den Beitrag der Kundin in den sozialen Medien reagiert, gibt das Unternehmen keine konkreten Zusagen darüber, ob der Automat oder die Zusammenarbeit mit Coinstar dauerhaft sein wird. „Es freut uns sehr, dass du den Coinstar-Automaten magst.“, schreibt Kaufland nur. Hoffentlich bleibt der Automat der Kundin erhalten, und es vergeht nicht erneut ein Jahrzehnt, bis ihr wieder eine Idee gefällt.

23/2023 Tragbare Clip-Maus – Computermaus am Finger tragen

Bei der „wearable Clip-Maus“ handelt es sich um eine revolutionäre Alternative der allseits bekannten Computermaus, die am Finger angebracht wird und dadurch eine Bedienung ohne Mauspad ermöglicht. Ansonsten funktioniert die neue Erfindung ähnlich wie die altgewohnte Variante.

Seit Anfang des Jahres 2022 arbeitet ein talentiertes Designteam aus Berlin an der Entwicklung einer „Clip Mouse“, welche an den Fingern getragen wird. Dieses bahnbrechende Konzept stellt eine neue Möglichkeit zur Interaktion mit Computern dar und bietet eine innovative Alternative zur traditionellen Computermaus. Auf diese Weise wird die Notwendigkeit eines Mauspads eliminiert, was die Bedienung so attraktiv macht.

Funktion der tragbaren Computermaus

Auf den ersten Blick würden die meisten Menschen wahrscheinlich nicht vermuten, dass es sich um eine Maus handelt. Ihre Form erinnert an ein liegendes „U“ und sie wird über die Zeige- und Mittelfinger des Benutzers geschoben, was eine einzigartige Bedienung ermöglicht.

Die Bedienung erfolgt durch Fingerbewegungen, die dem Verhalten bei einer herkömmlichen Maus ähneln: Handbewegungen bewegen den Cursor, Fingerbewegungen ermöglichen das Scrollen und Klicken sowie weitere Funktionen.

Ein integrierter Beschleunigungsmesser erfasst horizontale Bewegungen der Maus und überträgt sie über Bluetooth an den Computer. Da keine optischen Komponenten vorhanden sind, ist kein Mauspad oder eine andere Oberfläche erforderlich.

Die Unterscheidung zwischen Links- und Rechtsklick-Bewegungen erfolgt an der unteren Strebe des „U“ durch Berühren eines eingebauten Touchscreens mit den Unterseiten der Finger. Diese Besonderheit könnte beim Tippen auf der Tastatur stören, aber die Clip Mouse bietet eine Lösung: Ein seitlich angebrachter Knopf ermöglicht es den Benutzern, die Maus bei Bedarf zu deaktivieren. Derselbe Knopf bringt auch den Cursor in die Mitte des Bildschirms zurück.

Verfügbarkeit der neuartigen Computermaus

Das revolutionäre Eingabegerät weist gewisse Ähnlichkeiten mit Apples Magic Mouse auf, was seine Leistung und Funktionalität betrifft. Um die Finanzierung für die Produktion der ersten Charge zu sichern, haben die Entwickler kürzlich eine Kickstarter-Kampagne gestartet.
Die Clip Mouse wird voraussichtlich ab Oktober 2023 ausgeliefert, und der Preis ist äußerst attraktiv, bei nur 59 Euro pro Einheit. Bei einem solch günstigen Preis ist diese neuartige Computermaus zweifellos ein Schnäppchen.

Die Clip Mouse wird über USB geladen und bietet mit einer einzigen Ladung eine beeindruckende Betriebsdauer von etwa 50 Stunden.

Es bleibt abzuwarten, inwiefern sie den Alltag der Benutzer beeinflussen wird, immerhin hat dieses innovative Eingabegerät das Potenzial, die Art und Weise, wie wir Computer verwenden, zu revolutionieren und könnte sich als äußerst praktisch erweisen.

22/2023 Innovative Solarstrom-Folie – mehr e-Auto Reichweite

Ein Forschungsteam um Sebastian Neven-du Mont und Martin Heinrich wollen eine bahnbrechende Erfindung gemacht haben. Ihre Solarstrom-Folie soll auf e-Autos appliziert Energie erzeugen und die Reichweite von Fahrzeugen deutlich vergrößern. Das Vorhaben aus Baden-Württemberg soll auf der Automesse IAA Mobility in München ab dem 5. September vorgestellt werden.

Eine Solarstrom-Folie auf Autodach und -motorhaube soll schon bald den Markt der e-Mobile revolutionieren. Die Idee hinter der Technologie basiert auf der bereits gängigen Praxis, Mini-Solarkraftwerke auf hauseigenen Balkonen zu nutzen. Das Team aus Freiburg hat diese Konzeption erweitert, um die Sonnenenergie auch auf Automobilen zu nutzen. Die Hoffnung liegt nun darauf, einen Automobilhersteller zu finden, der sich für die Serienproduktion der energetischen Folien interessiert.

Die innovative Solar-Folie zeichnet sich durch ihre Effizienz aus. Durch eine spezielle Schicht aus winzigen Solarzellen, die auf das Autodach und die Motorhaube aufgebracht wird, wird Solarstrom erzeugt. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen, wie teuren gläsernen Auto-Dächern mit eingebauten Solarzellen, präsentiere sich die Solar-Folie aus Freiburg als revolutionär, so eine Pressemitteilung. Eine schmale, schwarze Schicht mit winzigen Solarzellen wird auf die Autokarosserie aufgeklebt. Anschließend erfolgt die sogenannte MorphoColor-Laminierung, die durch subtile Spiegelungseffekte die Farbe des Autos wiedergibt und somit nahtlos in das Design integriert.

Die wirtschaftliche Umsetzung dieser Technologie zeigt vielversprechende Aussichten. Projektleiter Dr. Heinrich konstatierte einer Pressemitteilung zufolge, dass sich die Herstellungskosten in der Serienproduktion lediglich auf 100 bis 150 Euro belaufen. Monatelange Tests wurden Angaben der Innovatoren zufolge am privaten Fahrzeug eines Teammitglieds durchgeführt, einem über 15 Jahre alten VW Polo. Die Ergebnisse zeigten, dass rund zwei Drittel des erzeugten Stroms vom Autodach und der Rest von der Motorhaube stammen. Bei Elektroautos kann die gewonnene Energie direkt in die Batterie eingespeist werden. Die potenzielle Leistungsfähigkeit der Solarzellen-Folie ist beeindruckend: Über das Jahr verteilt könnte sie ausreichend Energie für eine Strecke von rund 4000 Kilometern liefern, was einer Reise von Stuttgart in den Süden Spaniens und zurück entspricht. Diese Innovation könnte Elektrofahrern jährliche Einsparungen von etwa 500 Euro bei den Strom-Ladekosten ermöglichen.

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21/2023 Solardachziegel: Pfiffige Stromerzeugung plus Klimatisierung

Solardachziegel aus Deutschland? Der Erfinder Peter Hakenberger produziert mit seinen schlauen Ziegeln nicht nur Strom, sondern auch Wärme. Das innovative Konzept könnte nicht nur die Bauindustrie revolutionieren.

Eine unsichtbare Solaranlage, die nicht nur Strom erzeugt, sondern auch das Haus klimatisiert – diese visionäre Idee setzt das rheinländische Unternehmen Paxos mit seinen innovativen Solardachziegeln um. Die bahnbrechende Technologie verwandelt das Hausdach nicht nur in einen Stromerzeuger, sondern bietet zudem die Möglichkeit, Wärme für eine integrierte Wärmepumpe zu liefern. Dieses Konzept zielt darauf ab, den Energieverbrauch für die Klimatisierung erheblich zu reduzieren. Aber wie funktioniert das genau?

Die Solardachpfannen des Tüftlers Peter Hakenberg ähneln herkömmlichen Dachziegeln und könnten daher besonders für Hausbesitzer attraktiv sein, die aus ästhetischen oder Denkmalschutzgründen bisher von der Installation herkömmlicher Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen abgesehen haben. Ein wegweisendes Forschungsprojekt soll nun den letzten Schritt zur Marktreife dieses Konzepts einleiten. Ein wichtiger Aspekt dieser Solardachpfannen ist die Tatsache, dass sie nicht nur elektrische Energie erzeugen, sondern auch beträchtliche Wärmemengen liefern. Aus diesem Grund wurde auch eine Luft-Wärmepumpe integriert. Ein weiteres Teilprojekt beschäftigte sich mit der Verknüpfung beider Systeme und entwickelte eine entsprechende Strategie. Um sicherzustellen, dass die in Serie geschalteten Solardachpfannen auch bei Verschattung maximale Leistung erbringen, wurden spezielle Mikrokonverter entwickelt.

Die Paxos-Ziegel können modular anstelle herkömmlicher Dachziegel auf dem Hausdach installiert werden. Jeder dieser Ziegel misst etwa 38x54x9 Zentimeter und kann eine Leistung von bis zu rund 30 Watt erzeugen. Da die Leistung von Solarzellen bei hohen Temperaturen abnehmen kann, erfordert dieses System eine ausgeklügelte Kühlung. Üblicherweise werden Solarziegel so montiert, dass sie von der umgebenden Luft umströmt werden und dadurch indirekt gekühlt werden. Das innovative Konzept von Paxos geht jedoch noch einen Schritt weiter. Die warme Luft, die bei der Kühlung der Solarziegel entsteht, wird nicht einfach abgeführt, sondern gezielt unter den Ziegeln weitergeleitet. So wird diese Wärmeenergie genutzt und über ein Rohr an eine angeschlossene Luft-Wärmepumpe weitergegeben. Dies ermöglicht eine effizientere Betrieb der Wärmepumpe und trägt zur Energieeinsparung bei.

Bereits im Jahr 2022 unterzog die Technische Hochschule Köln dieses System einem umfassenden Test. Die Ergebnisse waren beeindruckend: Die Solardachziegel von Paxos sollen nicht nur bis zu 98 Prozent der Leistung herkömmlicher Solaranlagen erbringen können, sondern auch den Energieverbrauch der angeschlossenen Luft-Wärmepumpe um bis zu 25 Prozent senken. Interessierte müssen jedoch noch etwas Geduld aufbringen, da Paxos in Zusammenarbeit mit der TH Köln weiterhin an der Serienreife dieser wegweisenden Technologie arbeitet. Interessant? Hier gibt’s mehr Fakten:

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20/2023 Innovatives Bauen: Nachhaltiger Baustoff aus Pilzgeflecht und Wolle

Die Suche nach umweltfreundlichen Baumaterialien hat Wissenschaftler weltweit angetrieben, innovative Lösungen zu entwickeln. In diesem Kontext wurde kürzlich ein wegweisendes Verfahren vorgestellt, das die Herstellung eines robusten Pilzkomposit-Materials ermöglicht.

Forscher haben eine Methode entwickelt, um einen besonders nachhaltigen Baustoff auf Pilzbasis herzustellen. Dabei wird ein pasten-ähnlicher Grundstoff mithilfe eines gestrickten Wollgewebes stabilisiert, welches anschließend von Pilzgeflecht durchdrungen wird. Eine Forschungsgruppe der Universität Newcastle berichtet in der Fachzeitschrift Frontiers in Bioengineering and Biotechnology, dass das Ergebnis deutlich widerstandsfähiger sei als andere Pilzkomposit-Materialien. Es erreiche jedoch noch nicht die Festigkeit von Holz.

Die Herausforderung bei der Herstellung fester formgebender Teile lag bisher darin, dass Pilze nicht ausreichend Sauerstoff erhielten und somit nicht optimal wuchsen. Scott und ihr Team experimentierten daher mit einem gestrickten Gewebe aus Merinowolle, welches genügend Luft an das Substrat lässt, in dem der Pilz gedeihen kann. Hinweis: Eine wichtige Eigenschaft von Pilzen ist ihre Fähigkeit, in eine vorgegebene Form hineinzuwachsen, ohne Nähte oder Verbindungen zu benötigen.

Die Stricktechnologie biete im Vergleich zu anderen textilen Verfahren den großen Vorteil, dreidimensionale Strukturen ohne Nähte und ohne Abfall zu erzeugen, zitiert man eine Mitteilung des Fachmagazins. Designer waren ebenfalls in das Forschungsprojekt involviert und entwarfen eine eigenständige Struktur mit Parabel-Bögen. Diese sei 180 Zentimeter hoch und besitze einen Durchmesser von zwei Metern. Die Struktur wurde durch die gestrickte Form ermöglicht, kombiniert mit einer Paste, die Nährstoffe, Stützstrukturen und Wasser für das Pilzwachstum bereitstellt.

Die besagte Paste besteht aus Buchenholz-Sägemehl, Papierfaserklumpen, Papiermehl, dem Mehrfachzucker Xanthan, Glycerin und über 75 Prozent Wasser. Sie wird mithilfe einer Injektionspistole in den gestrickten Schlauch eingebracht und gleichmäßig verteilt. In den ersten acht Tagen befand sich dieser Schlauch mit der Paste in einer Plastikstruktur, um die vorgegebene Form beizubehalten. Nach dem Entfernen der Plastikform konnte der Pilz der Art Ganoderma lucidum (Deutsch: glänzender Lackporling) kräftig wachsen. Bevor er Fruchtkörper ausbilden konnte, wurde er getrocknet und bildete mit den verbliebenen Bestandteilen der Paste das Pilzkomposit-Material.

In verschiedenen Versuchen untersuchten die Forscher die Eigenschaften der fertigen Substanz. Das aus der Paste entstandene Material wies eine höhere Dichte und bessere mechanische Eigenschaften auf als ein Pilzkomposit-Stoff, bei dem der Pilz ausschließlich auf Basis von Buchenholz-Sägemehl gewachsen war. Ein Pilzkomposit-Material, das ohne das gestrickte Gewebe gewachsen war, wies beim Trocknen Risse auf und verlor an mechanischer Stärke. Die Merinowolle im gestrickten Gewebe sorgte offenbar für eine gleichmäßigere Schrumpfung während des Trocknungsprozesses, wodurch starke Verformungen vermieden werden konnten.

Die Idee des Pilz-Baustoffs ist viel versprechend, muss aber noch vielfach optimiert werden. Neben den Material-Eigenschaften gelte es nun, den beschriebenen Herstellungsprozess auch wirtschaftlich zu optimieren.

19/2023 ARSSFT – die Toilette, die stets sauber bleibt

In einer Welt, in der die Ressourcenschonung zunehmend an Bedeutung gewinnen, braucht es innovative Lösungen. Ein schönes Beispiel dafür ist die herkömmliche Toilettenspülung, die täglich Unmengen an Wasser verschwendet, da Ablagerungen an den Oberflächen haften bleiben. Doch was wäre, wenn es eine Toilette gäbe, die sich von diesem Problem verabschiedet? Willkommen in der Ära der Anbieterangaben zufolge abriebfesten, supergleitfähigen Spültoilette, kurz ARSSFT.

Sanitärtechnologie neu gedacht: Im Herzen einer Material-Innovation steht die 3D-Drucktechnologie des selektiven Lasersinterns, die es ermöglicht, eine Toilette mit selbst tragender, komplexer 3D-Form zu erschaffen. Die Verwendung von porösen Strukturen durch das Pulversintern gibt der ARSFT nicht nur ihre einzigartige Form, sondern auch die Fähigkeit, beträchtliche Mengen an Schmiermitteln aufzunehmen. Dies führt zu einer außergewöhnlichen abriebfesten supergleitfähigen Eigenschaft, die sich selbst bei Kontakt mit herausfordernden Substanzen wie Milch, Joghurt oder klebrigem Honig bewährt. Die ausformuliert ‚Abrasion Resistant Super Slippery Flush Toilet (ARSSFT) wird per 3D-Drucker hergestellt. Das neuartige Material ist eine Kombination aus hydrophoben Sandkörnern und Kunststoff. Mit dem Zusatz silikonhaltiger Gleitmittel wird eine Oberfläche geschaffen, an der faktisch nichts mehr hängen bzw. ‚kleben‘ bleiben kann.

Das Repertoire der neuen ARSFT höre hier nicht auf, glaubt man den Innovatoren. Jene Toilette zeige auch bemerkenswerte Beständigkeit gegenüber klebrigen synthetischen Fäkalien, was ihre Vielseitigkeit und Praktikabilität unterstreiche. Ein bemerkenswertes Merkmal ist die Tatsache, dass selbst nach 1.000 Abriebzyklen mit grobem Sandpapier die beispiellose Supergleitfähigkeit erhalten bleibt. Die Bedeutung dieses Konzepts reicht über die ARSFT hinaus. Die Idee eines 3D-gedruckten Objekts mit herausragender abriebfester Gleitfähigkeit hat das Potenzial, die Entwicklung von Materialien mit supergleitfähigen Eigenschaften voranzutreiben. Dies wiederum könnte dazu beitragen, den Wasserverbrauch in der Gesellschaft erheblich zu reduzieren, während gleichzeitig höchste Hygienestandards aufrechterhalten werden.

In einer Zeit, in der Innovation und Umweltbewusstsein Hand in Hand gehen, eröffnet die ARSFT eine Tür zu einer saubereren und effizienteren Zukunft. Eine Zukunft, in der die Toilette, die nicht mehr verschmutzt, nicht nur eine Vision ist, sondern Realität wird. Weitere Informationen bei unserer Original-Quelle.

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18/2023 Ampel-Spiegel Trixi – ein zigfacher Lebensretter?

Nach dem schweren Verkehrsunfall seiner Tochter Beatrix wurde Ulrich Willburger zu einem Mann mit einer Mission. Er entwickelte einen besonderen Spiegel für Ampeln, der das Risiko von Unfällen beim Abbiegen mindern sollte. Dem hilfreichen Spiegel gab der Mann den Namen ‚Trixi-Spiegel‚, benannt nach seiner Tochter Beatrix.

Nachdem seine Tochter einen schweren Verkehrsunfall hatte, wurde ihr Vater Ulrich Willburger zum Erfinder. Die tragische Erfahrung trieb ihn eigenen Worten zufolge an, aus persönlichem Leid etwas Hilfreiches für die Gesellschaft zu schaffen. Dies sei charakteristisch für sein gesamtes Leben, wie eine Pressemitteilung reflektiert. Schon immer sei der Mann bestrebt gewesen, praktische Lösungen für Herausforderungen zu finden. Inmitten der harten Zeit der Rehabilitation seiner Tochter konzipierte Willburger einen konkaven Spiegel, der den toten Winkel für Autofahrer und insbesondere Lkw-Fahrerinnen und -fahrer sichtbar machte. Damit wird das Unfallrisiko minimiert. Seit Kreation des Trixi-Spiegels hat er sich unermüdlich dafür eingesetzt, die Verwendung dieses innovativen Spiegels zu fördern.

Quelle: Website Trixi-spiegel.de

Trixi-Spiegel | Quelle Website trixi-spiegel.de

Trixi selbst kämpfte ebenfalls unermüdlich weiter. Nach Jahren intensiver Rehabilitation erlernte sie erneut das Gehen. Im Jahr 2002 wurde Ulrich Willburger zum Bürgermeister von Seehausen gewählt und engagierte sich zusätzlich in einer Bürgerstiftung. Sein praktischer Sinn und seine positiv lebensbejahende Einstellung begleiteten ihn durch all diese Herausforderungen. Heute schmücken viele Ampeln in Deutschland den „Trixi“-Spiegel. Ulrich Willburgers Geschichte, geprägt von persönlichen Schicksalsschlägen und der beeindruckenden Beharrlichkeit seiner Tochter, hat diesen Spiegel hervorgebracht. Der praktische Trixi trägt aktiv dazu bei, Unfälle zu verhindern und Leben zu schützen.

17/2023 Der RecoverEBag: innovative Lösung für brennende Elektroautos?

In Bad Homburg, Hochtaunuskreis, hat Harald Samoiski einen cleveren Blick auf die Nachrichten geworfen. Als Feuerwehrmann interessierte ihn besonders der Brand auf einem Auto-Frachter vor der niederländischen Küste. Dieser Vorfall verdeutlichte die Herausforderungen bei der Bekämpfung von Bränden in E-Autos, insbesondere auf offener See, wo herkömmliche Löschanwendungen oft scheitern. Doch dank einer Erfindung aus Bad Homburg, dem RecoverEBag, stehen die heimischen Feuerwehrleute vorbereitet da.

Der RecoverEBag ist eine Erfindung, die 2021 von Harald Samoiski, einem Hauptbrandmeister bei der Flughafenfeuerwehr, zusammen mit Feuerwehrleuten aus Bad Homburg entwickelt wurde. Der flexible Behälter ermöglicht es, ein gelöschtes, brennendes E-Auto einzupacken und mit Wasser zu kühlen. Dadurch wird die Großbatterie heruntergekühlt und Zersetzungsprozesse eingedämmt. Die Erfindung hat sich seitdem bewährt und ist mittlerweile Standardausstattung der Feuerwehren im Hochtaunuskreis. Rund 270 RecoverEBags sind im Umlauf und haben sich bereits bei zahlreichen Einsätzen bewährt. Doch nicht nur auf dem Festland zeigt das Hilfsmittel seine Stärke, sondern auch auf See. Infolge der Ereignisse vor der Insel Ameland erkannte die Schifffahrt den Mehrwert des RecoverEBags bei der Stabilisierung von brennenden E-Autos auf Frachtschiffen. Im Notfall kann das E-Auto in den Beutel gepackt werden, um es sicher zu kühlen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Die vielseitige Anwendbarkeit des RecoverEBags endet jedoch nicht bei E-Autos. Das System bewährt sich auch bei herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen. So wurde vor kurzem ein brennender Mercedes in den XXL-Sack gepackt und mit Schaum umhüllt, um Benzindämpfe zu vermeiden. Die Idee zum RecoverEBag mag ursprünglich durch die Verpackung eines Bobbycars in einer Ikea-Tasche inspiriert worden sein, aber ihre Auswirkungen sind weitreichend. Die Bad Homburger Feuerwehr hat sogar Kontakte in Rostock und an der Adria geknüpft, um anderen Rettungskräften das innovative Rettungsmittel zu demonstrieren.

Die Zukunft des RecoverEBag sieht vielversprechend aus. Die Erfinder sind zuversichtlich, dass ihre geniale Lösung weiterhin Leben retten und Brände effektiv bekämpfen wird. Dank des engagierten Einsatzes von Harald Samoiski und seinem Team ist Bad Homburg Vorreiter in der Brandschutztechnologie, die sowohl für E-Autos als auch für konventionelle Fahrzeuge von unschätzbarem Wert ist. Hier geht’s zum Bewegtbild:

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16/2023 Wasserlose Toilette und dezentrale Wasserinfrastruktur

Trennung, Rückgewinnung und Dezentralisierung: Schweizer Forscher arbeiten an wasserlosen Klos. Bastian Etter entwickelt gerade seine Idee, die das Toilettenwesen revolutionieren könnte. Sein Ziel ist es, ein wasserloses Klo auf den Markt zu bringen.

Die Vision einer wasserlosen Toilette treibt den Schweizer Tüftler Bastian Etter. Statt einer herkömmlichen Wasserspülung nutzt dieses innovative stille Örtchen ein Förderband, um Exkremente und Körperflüssigkeiten in einen separaten Behälter zu befördern. Dort würden die organischen Bestandteile klassisch recycelt so eine Pressemitteilung. Der Urin fließe in einen eigenen Behälter und werde anschließend in eine zweigeteilte Pflanzen-Kläranlage geleitet.

Die Anlage, die für einen kleinen Haushalt zirka zwei Quadratmeter misst, nutzt Pflanzen und Bakterien, um Nährstoffe aus dem Wasser zu extrahieren. Durch den Einsatz von Aktivkohle werden Hormone und Medikamenten-Rückstände entfernt. Das resultierende gereinigte Wasser kann zur Bewässerung verwendet werden. Die abgetrennten Exkremente landen in einem Wurm-Komposter. Dieser produziere innerhalb von zwei Jahren geruchsfreie und hochwertige Gartenerde.

Wasserlose Toilette und dezentrale Wasser-Infrastruktur

Ingenieure der ETH Zürich und der Eawag haben ein neues Konzept entwickelt, um den Weg zu einer dezentralen und kreislauffähigen Wasserinfrastruktur zu ebnen. Max Maurer, Professor für Systeme in der Siedlungswasserwirtschaft an der ETH Zürich, erklärte gegenüber dem Schweizer Medium Blick: ‚Unser konventionelles Wasser-Management stößt zunehmend an Grenzen und ist nicht zukunftsfähig.‘ Insbesondere wies Maurer auf die ineffiziente Praxis hin, dass das Wasser aus der Klospülung zusammen mit dem Abwasch- und Duschwasser in dasselbe Klärbecken gelangt, was sowohl ökonomisch als auch ökologisch unsinnig sei. Hier könnte sic ein Kreis schließen, betrachtet man den ersten Teil unserer Meldung.

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