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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

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58/2020 Surf Lakes: Per Druckluft zur perfekten Welle

1400 Tonnen Stahl heben sich in die Luft und senken sich wieder ab. Das Ergebnis ist die perfekte Welle. Mit seinem Prototyp schafft der Australier Aaron Trevis das Surfer Paradies schlechthin.

Strand, Sonne und Meer. Australien bietet dank seiner atemberaubenden Landschaft und seiner klimatischen Verhältnisse ideale Bedingungen für Surfer. Viele Urlauber nutzen diese Tatsache und besuchen auf ihrer Australien-Reise einen Surf-Kurs. Und einen besseren Übungsplatz als den pazifischen Ozean gibt es ja wohl nicht, oder? Der Australier Aaron beweist mit seinem Prototyp einer riesigen Wellenmaschine jetzt das Gegenteil.

Der gigantische Wellenmacher besteht aus 1400 Tonnen Stahl und steht in mitten eines künstlich angelegten Sees. Mittels Druckluft wird der Koloss angehoben und sinkt im nächsten Augenblick auch schon wieder Richtung Wasseroberfläche. Seine gewaltige Masse verdrängt dabei hunderte Liter an Wasser. Das Ergebnis sind über 2000 gleichmäßige Wellen pro Stunde, die eine Höhe von 2,5 Meter erreichen können und somit als die größten, künstlich erzeugten Wellen der Welt gelten.

Einzigartige Technologie der „Five Waves“

Die im australischen Queensland gelegene Surf-Lakes-Anlage sticht allerdings nicht nur durch den Wellenmacher hervor. Der angelegte See,  von dessen Mitte aus die Wellen sich konzentrisch zum Strand bewegen, bietet auch einige Besonderheiten. Am Seeboden wurden nämlich zusätzlich künstliche Riffe errichtet, mithilfe derer fünf verschiedene Arten von Wellen geformt werden können, die in ihrer Größe, Länge und Gestalt und somit im Schwierigkeitsgrad variieren. So ist es möglich, dass Anfänger und Profis die Anlage gleichermaßen und zur selben Zeit nutzen können. Farbliche Markierungen weisen darauf hin, in welchem Wellen-Bereich sich der Surfer im Moment befindet. Insgesamt können circa 240 Surfer die Anlage gleichzeitig nutzen und das egal beim welchem Wetter. Natürliche Wellen werden von vielen Faktoren wie dem Wind, der Sonne oder dem Mond beeinflusst. Die Wellen des Surf Lake sind von diesen Kräften weniger bis gar nicht abhängig. Ein weiterer Grund, warum die Anlage und die Technologie der Five Waves sich immer größer werdendem Interesse erfreuen. Mehr als 200 Anfragen aus 25 Ländern erhielten der Australier und sein Team. Fünf weitere Anlagen unter anderem in der USA und in Brasilien sind bereits geplant. Hoffen wir mal, dass sie weiter auf der Welle des Erfolgs surfen werden.

Video gibt´s leider nur auf Englisch..

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57/2020 Schluss mit Tierleid: Roboter-Delfin für Meeresparks entwickelt

Gejagt, eingesperrt und mit Medikamenten gefüttert um dann spektakuläre Kunststücke vorzuführen. Delfine haben ein schweres Los unter den Menschen zu tragen. Eine geniale Erfindung aus San Francisco könnte nun das Leid in Delfinarien bekämpfen.

Delfine sind ganz besondere Tiere. Sie besitzen geistige Kapazitäten und eine hohe Emotionalität und machen somit dem Menschen Konkurrenz. In Freiheit leben die Meeresbewohner in großen Sozialverbänden, schwimmen am Tag bis zu 100 Kilometer weit und tauchen bis zu 300 Meter tief. In Gefangenschaft, wie zum Beispiel in Delfinarien, hingegen werden sie mit wenigen Artgenossen zusammen in enge Becken ohne Ausweichmöglichkeit gesperrt. In Folge des Stresses, den Delfine erleiden müssen, stellen sich oft schwerwiegende Gesundheitsprobleme dar. Diese gehen über psychische Krankheiten bis hin zu körperlichen Einschränkungen oder sogar dem Tod der Tiere. Roger Holzberg und Walt Conti von Edge Innovation aus San Francisco haben deshalb einen lebensechten Roboter-Delfin erfunden, der das Potenzial hat, die grausame Haltung von Meeressäugern in Gefangenschaft zu beenden.

Fast wie das Original

Für die überzeugende Delfindame haben sich die Entwickler an dem Original orientiert. Der High-Tech Meeressäuger hat ein Gewicht von 270 Kilogramm und den richtigen Auftrieb. Das Skelett wurde anatomisch korrekt nachgebaut, die Aktuatoren besitzen das Gewicht und die Beweglichkeit wie die echten Muskeln. Die Fettschicht und Organe werden von Nitrilkautschuk-Säcken imitiert und sorgen dank austariertem Volumen für den richtigen Auftrieb. Um die Delfindame zum Leben zu erwecken, beobachteten die Gründer echte Delfine und lernten, wie sie sich verhalten und bewegen. Gesteuert wird das Delfinweibchen über Animatoren mit Fernsehsteuerung.
Abgesehen von der Zeit und den laufenden Kosten, die durch die Delfindame gespart werden, müssen die Leiter sich nicht mehr in der Öffentlichkeit rechtfertigen. Delfinarien stehen nämlich ohnehin schon in der Kritik der Gesellschaft. So können, ohne an Gewinn zu verlieren, ethische Maßstäbe durchgesetzt werden. Aber das Beste am Robo-Delfin: Er muss weder seiner Mutter entrissen, noch in Gefangenschaft gezüchtet werden. Und das sollte es den Direktoren doch wert sein.

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56/2020 Loop Cocoon: Ein Sarg für neues Leben

Nachhaltig essen, einkaufen und reisen, ist längst möglich. Nachhaltig bestattet werden, geht jetzt auch. Ein niederländisches Unternehmen hat den Loop Cocoon, einen Sarg aus Pilzen, entworfen.

Bis ein herkömmlicher Sarg zersetzt wird, kann schon einmal ein Jahrzehnt verstreichen. Der Loop Cocoon löst sich dahingegen innerhalb eines Monats vollständig auf. Der Sarg ist nämlich lebendig. Er besteht aus Pilzen, genauer aus einem Mycelgeflecht. Die Idee dahinter ist, dass der Sarg der Umwelt etwas zurückgeben kann und sie nicht mit schädlichen Materialien belastet. Entworfen wurde der Cocoon von dem Start-Up ‚Loop‘ aus Holland. Nicht nur der Sarg selbst auch der in ihm liegende Körper wird schneller zersetzt. Während dieses Prozesses bleiben kaum schädliche Stoffe im Boden zurück. Im Gegenteil die Qualität der umliegenden Erde wird deutlich verbessert. Und das alles nur dank eines Pilzes, genauer eigentlich dank des Mycels.

Mycel – Der Recycler des Waldes

Das, was wir als Pilz bezeichnen, ist eigentlich nur der Fruchtkörper. Der eigentliche Pilz besteht aus dem Mycel, dem Pilzgeflecht. Über dieses Flechtwerk wird ein unterirdisches Netzwerk gebildet, das nicht nur für die Pilze selbst, sondern für das ganze Ökosystem Wald lebensnotwendig ist. Pilze gehen mit Bäumen eine Lebensgemeinschaft ein. Über das Geflecht werden Nährstoffe an die Bäume geliefert, im Gegenzug erhält der Pilz den lebenswichtigen Zucker aus der Photosynthese des Baumes. Zudem filtern Pilze auch Schadstoffe aus dem Boden, die sonst von anderen Pflanzen aufgenommen werden würden. Der Pilz und sein Mycelgeflecht verdienen also zurecht den Titel Recycler des Waldes.

Nachteil – Mobilität

Die Mycele werden in einer geeigneten Passform herangezüchtet. Sobald der Sarg seine Grundform erreicht hat, wird das Geflecht getrocknet. Das Wachstum des Pilzes wird dabei unterbrochen und er wird in eine Art Ruhezustand versetzt. Der Sarg ist so relativ leicht und kann einfach transportiert werden. Grundwasser belebt den Pilz letztendlich wieder.

Wälder bieten den optimalen Lebensraum für den Pilz, weshalb Bestattungen auch dort vollzogen werden sollten. Einmal an Ort und Stelle sollte der Sarg auch nicht mehr ausgegraben beziehungsweise fortbewegt werden. Das würde das Leben des fruchtbringenden Pilzes stören und die Vision hinter dem Loop Cocoon könnte nicht realisiert werden. In Deutschland stehen der Bestattung mit dem Bio-Sarg allerdings strikte Vorschriften im Weg. Der sogenannte Friedhofszwang verhindert, dass Urnen oder Särge an einem anderen Ort als auf einem Friedhof aufbewahrt werden können. In den Niederlanden besteht dieses Problem nicht, hier kam der erste Loop Cocoon schon zum Einsatz.

Sorry, Video leider nur auf Englisch.

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55/2020 Phantor: Der Wassergigant

Aus einem jährlichen Besuch in Afrika entsteht eine weltverändernde Erfindung, die jedem Trinkwasserzugang möglich machen kann. Was Phantor ist, erklären wir dir jetzt!

Phantor: Der mobiler Wassergigant. Benannt nach dem Giganten des Elefanten, da dieser in der Lage ist Wasser über mehrere Kilometer zu riechen und sogar danach bohren kann. Was aber hat das jetzt mit einem Trinkwasserzugang für Menschen, vor allem in Ländern wie Afrika oder Indien mit verschmutztem oder schwer zu erreichendem Trinkwasser zu tun?  Der Erfinder, Walter Kreisel, unternahm jährlich eine Reise in ein afrikanisches Waisenheim. Dort stellte er einst ein kaltes Glas Wasser auf den Tisch. Ja und? Er sah, wie wir selbst sicherlich auch schon mal, wie sich viele Wassertropfen an der Oberfläche des Glases bildeten. In diesem Moment zählte er eins und eins zusammen und hatte eine unglaubliche Idee, die von globalem Nutzen ist. Ein atmosphärischer Wassergenerator zur sauberen Trinkwassergewinnung, nach dem gleichen Prinzip wie das Wasser am kalten Glas entstanden ist. Also Wasser aus der Luft gewinnen. Und so entstand Phantor.

Was kann Phantor?

Phantor ist ein Hochleistungs-AWG, somit eine neue Kategorie im Bereich der atmosphärischen Wassergeneratoren (AWG’s). Im Gegensatz zu den herkömmlichen AWG’s ist er mobil, also für den stationären als auch halbstationären Gebrauch einsetzbar. In diesem riesigen Kasten wird warme Luft, die mehr Wasser als kalte Luft speichert, so abgekühlt, dass der Dampf kondensiert und sich so Wasser bilden kann. Phantor kann nach diesem Prinzip täglich bis zu 10.000 Liter Trinkwasser aus der Luft extrahieren. Er spielt somit in der Königsliga der mobilen AWG’s. Aber das ist lang nicht alles. Er ist so innovativ gebaut, dass er sich mit seiner integrierten Software selbst optimieren kann. Falls dies nicht funktioniert, kann über einen verschlüsselten Fernzugriff über das Internet von überall und zu jeder Zeit darauf zugegriffen werden. Die PV-Anlage auf dem Dach des Phantor’s erzeugt die benötigte Energie für die Grundversorgung, in Kombi mit einem Stromspeicher kann so ebenfalls Stromausfällen aus dem Weg gegangen werden. Aber es geht weiter. Die entfeuchtete und kühle Luft wird nicht einfach wieder nach draußen geführt, sondern wird zur eigenen Kühlung der Anlage verwendet. Das extrahierte Wasser durchläuft verschiedene Vorgänge, z.B. Aktivkohlefilter, UV-Entkeimung, Mineralisierung und Bakterienfilter. So werden hochwertigste Trinkwasserstandards erfüllt und Millionen von Menschen ein Zugang zu sauberem Trinkwasser garantiert. Wo der Phantor überall eingesetzt werden kann, kannst du dir wohl selbst ausmalen. Durch die Flexibilität kann er sofort per Container angeliefert werden und als autarke Wasserversorgung eingesetzt werden. Das ist für mich heldenhaft!

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54/2020 Loomaid: Die selbstreinigende Toilettenbürste

Unhygienisch und in geschlossenen Haltern versteckt. Egal wie stilvoll wir unser Badezimmer einrichten, die Klobürste ist uns meist ein Dorn im Auge. Mit „Loomaid“ kann sich das jetzt ändern.

Die gründliche Reinigung des WCs sollte mindestens einmal in der Woche erfolgen. Neben Toilettenreinigern und Schwamm bildet auch die WC-Bürste eines der wichtigsten Utensilien. Auch nach stundenlangem Schrubben bleiben an den herkömmlichen Bürsten oft Schmutzreste hängen. Die Reinigung ist keine sonderlich angenehme Aufgabe. Deshalb wird sie nach dem Reinigen meist nur abgespült, zurück in die Halterung gestellt und nach einiger Zeit ausgetauscht. Dies belastet nicht nur die Umwelt, sondern kann zu einer vermehrten Anreicherung von Bakterien führen. Die Brüder Jan-Peter und Andres haben ein Produkt entwickelt, welches nicht nur langlebig ist, sondern sich auch von selbst reinigt.

WC-Bürste mit Lotuseffekt

Die Loomaid überzeugt nicht nur in ihrem modernen Design, sondern punktet vor allem in der Hygiene. Sie funktioniert wie eine herkömmliche WC-Bürste, unterscheidet sich aber im Material. Anstelle von vielen kleinen Borsten, besteht die Loomaid aus flexiblen Silikonlamellen. Die Oberflächenstruktur des Reinigungskopfes sorgt für das einfache Abperlen der Wassertropfen, welche dabei den Schmutz der Oberfläche gleich mitnehmen. Auf diese Weise reinigt sich die WC-Bürste bei jedem Spülvorgang wie von selbst. Dies lässt den Reinigungskopf langfristig sauber und hygienisch halten. Die Lebensdauer der Bürste erhöht sich durch das Zusammenspiel von hochwertiger Qualität und selbstreinigender Wirkung um ein Vielfaches. Anders als bei herkömmlichen Bürsten, die ungefähr alle sechs Monate ausgetauscht werden sollte, ist die Loomaid nahezu unbegrenzt verwendbar. Auch der Bürstenhalter braucht mit der Loomaid keine besondere Pflege. Lässt man die Bürste nach dem Abspülen kurz abtropfen, bildet sich kaum ein Tropfen in der Halterung.

Das neue Badezimmer-Gadget ist ein schicker Hingucker und sein Geld auf jeden Fall wert!

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53/2020 Fausst: Geniale industrielle Innovation

Ein Schiffsbauer erkennt ein Problem in der Produktion von Schiffen, das uns wahrscheinlich in 100 Jahren nicht in den Sinn gekommen wäre. Irgendwie klar. Aber trotzdem genial, was er mit Fausst erfunden hat.

Der Schiffsbauer und Gründer der Hyconnect Smart Engineering GmbH, Dr. Lars Molter, hat etwas erfunden, das die Industrie enorm umkrempeln könnte. Er erkannte ein wichtiges Problem in der Produktion von Transportgefährten, vor allem von Schiffen. Die Ansprüche steigen. Es soll immer größer, effizienter und schöner sein. Dem entgegen steht aber enormer Zeit- und Kostenaufwand. Und da es bis jetzt immer noch keine Standardverbindung für Stahl und Leichtbaumaterial gibt, wird weiterhin auf aufwendiges Kleben und Schrauben bzw. sogar reine Metallbauten gesetzt. So werden Schiffe immer schwerer, brauchen mehr Kraftstoff und das ist so gar nicht nachhaltig. Der Leichtbau wäre das Schlüsselelement für nachhaltigen Transport. Und das macht Hyconnect mit seiner Erfindung endlich möglich.

Smarte Verbindungstechnologie

Hier ist sie, die Lösung, um leichter werden leichter zu machen: Fausst. Ein revolutionäres Hybridgewebe zur innovativen Verbindung von Faserverbund und Stahl. Ganz ohne Kleben, Nieten oder Schrauben. Durch den Einsatz von Fausst beim Herstellen eines Faserverbundteils kommen vielfache Möglichkeiten auf. Was ist aber jetzt die Innovation an Fausst? Die Technologie besteht aus Glas- und Metallfasern, die mechanisch miteinander verwebt sind. Die Seite mit den Metallfasern kann nun mit einem Stahlteil verschweißt und die andere Seite in einem Leichtbauteil einlaminiert werden. Fausst macht Faserverbundstoffe also schweißbar. Das ist eine einzigartige Neuerung in der Industrie, glaubt mir. Diese Verbindungen sind standardisiert, zertifiziert sowie patentiert und können kaum darauf warten, flächendeckend im Leichtbau verwendet zu werden.

Potential von Fausst

Der Anteil der Faserverbundstoffe in der Industrie steigt und steigt. Da klebt und schraubt man aber bis heute noch. Dafür werden unbegreifliche Mengen an Klebstoff benötigt. Hyconnect könnte alleine in der deutschen Transportbranche 455 Kilometer Fausst verbauen lassen – und das in nur einem Jahr. Durch den Einsatz der Innovation könnten Schiffsbauer statt 75 Stunden nur 11 Stunden für diese Tätigkeiten benötigen. Im fertigen Zustand senkt es durch eine Gewichtsreduktion den Treibstoffverbrauch und räumt den Designern aufgrund der Materialflexibilität Freiheiten ein, die sie sonst nicht hätten. Einsetzbar ist Fausst aber nicht nur im Schiffsbau, sondern auch in vielen weiteren Branchen, bspw. im Automobil-, Flugzeug-, Zug- oder auch Raumschiffbau. Zja, was wir niemals für ein Problem gehalten hätten, da werden die Industrien nun unterstützt ihre Visionen von leichten und modernen Transportsystemen umzusetzen. Die Lösung: Fausst.

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52/2020 GeoOrbital: Mach dein Fahrrad elektrisch

Wer dieses Jahr einen Ausflug machen wollte, war höchstwahrscheinlich mit dem Fahrrad unterwegs. Vor allem E-Bikes sind beliebter denn je. Mit dem GeoOrbital kann man sein eigenes Fahrrad einfach und schnell in ein elektrisches Bike umbauen.

In 60 Sekunden das eigene Fahrrad in ein Elektrisches umwandeln, klingt für viele eingefleischte E-Bike-Fans verlockend. Ermöglicht wird es durch ein High-Tech-Rad, das GeoOrbital Wheel. Das Rad ersetzt das gewöhnliche Vorderrad eines Standardfahrrads. Angetrieben wird das GeoOrbital durch einen 500 Watt Motor. Gesteuert wird es über eine Bedieneinheit, welche am Lenker befestigt wird. Die Entscheidung, das vordere Rad des Velos zu ersetzten, macht eine Installation unter einer Minute möglich. Zwei Varianten des Wheels werden angeboten. Die eine Version ist für kleine Fahrradrahmen geeignet, die andere Version ist anwendbar für Fahrräder mit größeren Rahmen. Zudem unterscheiden sich die beiden Modelle hinsichtlich der sich eröffneten Reichweite. Das ‚kleine‘ GeoOrbital Wheel überwindet Distanzen von bis zu 50 Kilometer, die größere Version kann eine Strecke von bis zu 80 Kilometern zurücklegen.

Zu schnell für die Deutschen

Einziges Manko des Rads ist tatsächlich seine Geschwindigkeit. Mit rund 20 Meilen pro Stunde, umgerechnet 32 km/h, ist ein mit dem Wheel ausgestattetes Fahrrad nicht als Pedelec auf dem deutschen Markt zugelassen. Alle Zweiräder, die über 25 km/h fahren können, zählen zu den Kleinkrafträdern und benötigen somit eine Zulassung, Versicherung und ein Nummernschild. Das GeoOrbital Wheel müsste zunächst einige Voraussetzungen erfüllen, um eine Betriebserlaubnis zu erhalten. Beim Umbau des eigenen Fahrrads in ein Pedelec müssten alle verwendeten Teile auch für ein Leichtkraftrad zulässig sein. Das abgeänderte Fahrrad muss dann in seiner Gesamtheit von einem Profi abgenommen werden. In anderen Ländern besteht dieses Problem allerdings nicht.

 

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51/2020 Presize: Sag mir, ob es passt

In Onlineshops wird eine Vielzahl an unterschiedlichen Kleidungsgrößen angeboten. Von 32 bis 60 ist alles dabei. Aber wie soll man bei der Auswahl nur die richtige Größe für sich finden? Mit Presize, dem digitalen Größenberater, wird Online-Shopping jetzt kinderleicht.

Online Kleidung zu kaufen, ist für viele Personen eine Herausforderung. Sieht das bestellte Kleidungsstück so aus wie auf dem Bild? Passt es überhaupt? Fragen, die einem die Freude an der Klamottensuche nehmen. Um das Shopping online einfacher zu gestalten, bieten viele Fashion-Websites mittlerweile Größentabellen oder Passform-Assistenten an. Auf diese Weise wird versucht, das Rückgabe-Dilemma einzudämmen. Mehr als 70 Prozent der in Deutschland retournierten Bekleidung wurde nämlich aus dem Grund zurückgeschickt, dass die bestellte Garderobe entweder zu groß oder zu klein ausfiel. Und das kostet, Zeit und Geld. Die Größenauswahl mittels Tabellen und Passform-Assistenten nehmen allerdings auch selbst viel Zeit in Anspruch, da der Kunde oft selbst Maße nehmen muss. Aber das muss doch irgendwie einfacher und schneller funktionieren? Das hatten sich auch drei Münchener gedacht, die das Start-up Presize gründeten.

Body-Scan mit der Smartphone-Kamera

Laut der Unternehmenswebsite verspricht Presize die ‚genauesten Körpermaße‘ und zwar ganze 55 Prozent genauer als die Konkurrenz. Mit der Software können Kunden ihren Körper mit der eigenen Handy-Kamera innerhalb einer Minute vermessen. Anhand des Body-Scans wird ein 3D-Modell des Körpers berechnet, aus welchem die Maße des Nutzers bestimmt werden. Größen-, Kleidungs- und Transaktionsdaten werden zusätzlich genutzt, um den Algorithmus der Software zu trainieren und zu verbessern. So können Größenempfehlungen für zukünftige Nutzer auch zum Teil aus den Daten bereits registrierter Nutzer generiert werden. Sofern gewollt, erhält der Presize-Nutzer eine persönliche Size-ID. Mit dieser Kennung kann auch andere Ware des jeweiligen Anbieters in der passenden Größe bestellt werden, ohne dass der Body-Scan nochmals durchgeführt werden muss.

Presize war dem deutschen Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer in der Sendung ‚die Höhle der Löwen‘ ganze 650.000 Euro wert. Das Müncher Start-up erhielt damit das höchste Einzelinvestment in der Geschichte der TV-Sendung. Doch damit nicht genug. Weitere Unternehmensgrößen wie die ehemalige Hermès-Geschäftsführerin Christina Rosenberg und C&A-Spross Chris Brenninkmeyer investierten in den digitalen Größenberater und das aus gutem Grund. Webshops, welche die Software bereits integrierten, erhielten deutlich weniger Rücksendungen, die ihrerseits weniger Abfall und weniger Umweltverschmutzung bedeuten.

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50/2020 Pocket Sky: Leistungssteigernde Brille?

Jeder war zwischendurch im Büro sicherlich schon Mal so müde, dass ihm fast die Augen zugefallen sind. Eine Brille namens Pocket Sky soll uns nun wacher machen.

Es ist wieder soweit. Die Tage werden allmählich kürzer und wir werden müder. Mark Wallerberger und Michael Geyer aus Österreich erfanden etwas Geniales, wie wir der Müdigkeit entgegensteuern können. Die Rede ist von Pocket Sky. Eine smarte Tageslichtbrille, die unsere Leistung steigern soll. Eine schmale Brillenfassung, die oberhalb der Augen sitzt, umschließt viele kleine blaue LED Lämpchen. Diese scheinen dem Träger in die Augen und imitieren somit natürliches Tageslicht. Dabei scheint es aber nicht direkt in die Augen, blendet somit nicht und beeinträchtigt die Sicht auch generell nicht. Dadurch wird das uns müde machende Schlafhormon Melatonin unterdrückt. Warum blaues Licht? Weil es ebenfalls im Sonnenlicht der Teil ist, das vom Auge aufgenommen wird und unsere innere Uhr steuert. Es ist der natürlichste Weg eine Selbstaktivierung vorzunehmen und die Konzentration und kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. Die Pocket Sky hilft uns somit den Tag aktiver zu bewältigen und abends müder ins Bett zu gehen und besser zu schlafen.

Anwendung von Pocket Sky

Die Funktions- und Wirkungsweise der Tageslichtbrille basiert auf Zusammenarbeit mit dem Wiener Institut für Schlaf- und Wachforschung. Sie ist als Eye-Safe zertifiziert, blendfrei und ohne UV und Bluetooth. Mit ihren 12 Gramm ist sie extrem klein und leicht. Die Batteriekapazität hält ca. zwei Wochen und kann anschließend mit dem passenden Ladecase aufgeladen werden. Die Pocket Sky wird in Österreich produziert und kommt mit einem UVP von 198€ daher. Für wen eignet sich die Tageslichtbrille nun? Grundsätzlich handelt es sich um eine One-Size-Fits-All-Brille – mit drei austauschbaren Nasenteilen kann sie jeweils besser angepasst werden. Empfohlen wird das Tragen allerdings erst ab einem Alter von 18 Jahren. Sie kann außerdem sogar mit einer normalen Brille kombiniert werden. Die Zielgruppe umfasst Menschen, die unter Vitamin D Mangel leiden und deshalb oft müde sind, Vielflieger mit Jetlag, Nacht- und Schichtarbeiter oder auch Menschen, die unter Winterdepressionen leiden. Generell kann sie aber eigentlich auch jeder verwenden, der mit regelmäßiger Anwendung seine Stimmung steigern möchte. Dies ist auch schon das Stichwort. Regelmäßiges Tragen ist der richtige Weg zum Ziel. Hierfür empfiehlt der Anbieter verschiedene Anwendungszeiträume auf seiner Webseite.

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49/2020 Plant-B: Veganer Trinksnack

Vegane Ernährung? Unterwegs? Und nichts Selbstgemachtes von Zuhause für den kleinen Hunger zwischendurch mitgenommen? Dann bleibt nur ein knurrender Magen.. Bis jetzt!

Bewusste, leckere und unkomplizierte Ernährung unterwegs ist häufig gar nicht so einfach. Vor allem, wenn kein Tier drinnen stecken soll. Meistens ist der Hauptbestandteil tierische Milch. Und leider führen die meisten Cafés immer noch keine pflanzenbasierte Milch in ihrem Sortiment. Plant-B versorgt jetzt alle Veganer on-the-go mit ihren pflanzlichen, innovativen und leckeren Trinksnacks.

Veganer Gaumenschmaus für unterwegs

Plant-B bietet seine Drinks derzeit in drei verschiedenen Varianten an. Basierend auf Kokos-, Hafer- oder Mandelmilch, jeweils mit unterschiedlichen Fruchtkombinationen. Unabhängig von der Sorte wird jedem Drink noch zusätzliches Mandelprotein zugesetzt. Alle zeichnen sich durch Bio Qualität aus. Sie bieten uns allerdings noch wesentlich mehr Pluspunkte. Kein Zuckerzusatz. Proteinreich. Laktose- und cholesterinfrei. Die pflanzenbasierte Zwischenmahlzeit wird in einer 250ml Einweg-Pfandflasche serviert. Allerdings besteht diese aus 50% recyceltem PET und ist weiterhin zu 100% selbst recycelbar. Die Wurzeln hat Plant-B in Hamburg und wird deshalb auch in Deutschland hergestellt. Die drei Säulen ihrer Philosophie der zwei Gründer lauten: Gesundheit, Klima und Tierwohl. Du bist Veganer und hast Hunger, aber nur Zeit für Durst? Dann gönn‘ dir doch das nächste Mal ein Trinksnack von Plant-B. Ganz nach dem Motto: Good for you, good for the planet.

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