RAKETENSTART

Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Seite 37 von 91

60/2021 Tocsen: Sturzhelmsensor

Mountainbiken auf unwegsamem Gelände, ein Ausritt durch die Flur, eine frühmorgentliche Abfahrt im Schneewunderland – oftmals ist man bei solchen Freizeitaktivitäten alleine unterwegs, gut gerüstet mit Helm. Doch was geschieht im Falle eines Unfalls? Mit Tocsen, dem Sturzhelmsensor, ist man nie alleine unterwegs.

Der Hintergrund

Die Gründer von Tocsen waren sich nach einem lebensbedrohlichen Mountainbikesturzes eines Freundes einig: Die zufällige Hilfe die ihr Freund von Wanderern erhalten hat, könnte auch anderen Unfallopfern das Leben retten. Doch wie kann ein, oftmals bewusstloser oder bewegungsunfähiger Mountainbiker, Reiter oder Wintersportler auf sich aufmerksam machen? Sie erfanden den Tocsen Sensor.

Funktionsweise

Zweck des Sensors ist es, den Aufprall des Helmes auf Untergrund zu erkennen und einen Notruf abzusetzen. In Kombination mit einer App kann auf die Tocsen Community und speziell festgelegte Notfallkontakte zurück gegriffen werden. Erkennt der Sensor die Heftigkeit eines Aufpralls, erfragt die App zunächst ob es dem Helmträger gut geht. Sollte der Helm also beispielsweise versehentlich herunterfallen, geben sowohl Sensor als auch App akustische Signale ab, die eine Reaktion erfordern. Reagiert die Person nicht, wird die Tocsen Rettungskette aktiviert. Es werden sowohl die hinterlegten Notfallkontakte per SMS alamiert, als auch mögliche Tocsen App Besitzer die in der Nähe sind. Die App sendet dabei Informationen wie Alter, Geschlecht und Name mit, sowie die GPS Koordinaten des Unfallortes. Selbst bei schlechtem Netz ist die Absetzung des Notrufs möglich.

Rahmendaten

Der Tocsen Sensor kann als kleines Gagdet nachgekauft werden. Er kann mit einer Klebefläche auf dem vorhandenen Helm angebracht werden. Dabei ist es egal um welche Art von Helm es sich handelt, solange eine etwa 3cm breite, glatte Fläche vorhanden ist. Außerdem bieten die Hersteller Alpina und Uvex bereits eine Tocsen Helmreihe an, die den Tocsen Sensor integriert hat. Der Akku kann wiederaufgeladen werden und hält bei normaler Nutzung etwa 3 Monate. Das Gerät ist wasserdicht und kann im Wasser genutzt werden.

 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

59/2021 INVIRTO: Virtuelle Therpapie

Virtuelle Therapie in Zeiten der Digitalisierung. Mit  Hilfe der App INVIRTO soll es möglich sein,  Angststörungen zu therapieren um das Leben und Alltägliche Situationen Angstfrei meistern zu können. 

Was steckt dahinter?

Angststörungen, Panikattacken oder Platzangst schränken etwa 12 Millionen Deutsche Bürger in ihrem Alltäglichen Leben ein. Viele von ihnen befinden sich jedoch nicht in Behandlung, entweder aus Angst vor der öffentlichen Meinung oder Mangel an verfügbaren Therapeuten. Die App INVIRTO wurde vom deutschen Start-up Sympatient entwickelt um Menschen zu Helfen die unter Angststörungen leiden. Wird man Nutzer, erhält man Zugang zur App über das Smartphone und bekommt anschließend per Post Infomaterial und eine VR-Brille. Diese Brille ist wichtiger Bestandteil der Therapie. Zunächst macht der Patient über einen Fragebogen Angaben zu sich selbst, anschließend folgt ein Diagnosegespräch mit einem der approbierten Therapeuten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Nun folgt der Versand des Materials und die Zugangsdaten zur App. Nun absolviert der Patient in über 12 Stunden das Kursprogramm, bestehend aus Step-by-Step Übungen, Videoanrufen mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin, Videos in welchen die individuellen Angstsituationen simuliert und deren Überwindung zu trainieren. Check-ups bieten Sicherheit und werden von approbierten Therapeuten durchgeführt.

Erfolgsrezept?

INVIRTO ist ein Medizinprodukt welches in Zusammenarbeit mit dem Lübecker Universitätsklinikum und Neurowissenschaftlern entwickelt wurde. Es ist als Medizin Produkt zertifiziert und muss vom behandelnden Psychotherapeuten per Rezept verschrieben werden.  Von einigen Krankenkassen wird die Therapie über INVIRTO übernommen. Voraussetzung zur Nutzung ist eine diagnostizierte Agoraphobie mit oder ohne Panikstörung, Panikstörung oder sozialen Phobie. Außerdem muss man das 18. Lebensjahr erreicht haben.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

58/2021 ITER: Baukasten „künstliche Sonne“

Energieprobleme gelöst – durch eine künstliche Sonne. Ein Projekt das vor 35 Jahren begann, soll die Menschheit mit sauberer und unendlicher Energie versorgen. Machbar soll das durch den Internationalen Thermonuklearen Experimentellen Reaktor, kurz ITER, sein. Ein international finanziertes Projekt, dass 2025 seinen Abschluss finden soll.

Ingenieurskunst, Physik und harte Arbeit

Der ITER dient zunächst als Grundlagenforschung, um den Beweis zu erbringen das es möglich ist, die Verschmelzung der Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium zu Helium durchzuführen und durch diesen Vorgang saubere Energie zu gewinnen. Dies ist derselbe Vorgang durch welchen unsere Sonne ihre enorme Energie generiert. Die Isotope Deuterium und Tritium sind als Rohstoffe unendlich gewinnbar. Der Reaktorkern wird mit Hilfe von Mikrowellenöfen auf mehrere Millionen Grad Celsius erhitzt, es entsteht ein Plasma, dass sich entzündet sobald Deuterium und Tritium zugeführt werden. Die Kernschmelze beginnt und erzeugt im Idealfall genug Energie um die selbstständige Produktion von weiterem Plasma aufrechtzuerhalten. Werden dann weiterhin Deuterium und Tritium zugegeben bleibt dieser Kreislauf über gewisse Zeit selbstständig bestehen. Von Vorteil ist bei dieser Art der Energiegewinnung, dass weder Abfallprodukten entstehen, wie bei der Kernspaltung, noch die Gefahr einer Kettenreaktion besteht sollte der Brennstoff ausgehen. Alleine der Bau der ITER Anlage dauert bist Dato 10 Jahre und wird noch weitere 3-4 Jahre in Anspruch nehmen. Der eigentliche Reaktor plus die umliegenden Gebäude werden auf einem 42 Hektar Großen Gelände errichtet und umfassen 7 Gebäude. Umgesetzt wird der Bau von etwa 1600 Arbeitern, 400 Ingenieuren und Projektmanagern aus den 30 beteiligten Ländern.

Wie ist das überhaupt möglich?

Geplant ursprünglich als Ost-West Projekt zwischen den USA und der Sowjetunion wird die Anlage in Cadarache, Frankreich gebaut. Neben Russland und Amerika sind unter anderem die Europäische Union, China, Indien, Japan und Südkorea beteiligt. Insgesamt 30 Projektpartner leisten ihren Beitrag indem sie technische Komponenten und Ingenieur- und Forschungsleistung beisteuern.

Was kann schief gehen?

Geld spielt bei solchen Mammutprojekten eine entscheidende Rolle. 90% der Kosten werden durch gestellte Sachleistungen oder Mitarbeiter gestemmt. Jedoch ist der geplante Kostenrahmen schon längst gesprengt. Ursprünglich waren Kosten von etwa 5 Milliarden Euro angepeilt, inzwischen ist dieser Betrag auf sein Vierfaches angestiegen. Tendenz steigend. Kritiker sind der Meinung das diese Summen besser in erneuerbare Energien investiert werden sollten, statt in unzeitgemäße Großprojekte. Dem entgegen steht der wachsende Energiebedarf der Menschheit, die wohl immer auch auf Großanlagen angewiesen sein wird, um diesen Bedarf zu decken. Ebenso problematisch ist aus physikalischer Sicht nach wie vor die Frage, wie das extrem heiße Endmaterial Helium sicher abgeführt und neues Brennmaterial im selben Zug dem Reaktor zugeführt werden kann.

Bleiben die Partner dem Projekt weiterhin treu und werden weitere Schwierigkeiten in Zukunft gelöst, könnte dies die Lösung für alle Energieprobleme bedeuten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

57/2021: Mammuts vs. Klimawandel

Den Klimawandel zu hemmen haben sich viele Unternehmen und Projekte zur Aufgabe gemacht. Das US-Startup Colossal möchte seinen Beitrag leisten, indem es das bereits ausgestorbene Wollhaarmammut wieder auferstehen lässt. Dieses ehrgeizige Ziel soll in den nächsten 3-5 Jahren verwirklicht werden.

Das Mammut – Kein neues Zootier

Entgegen den Vermutungen, man würde das Mammut alleine wegen der daraus resultierenden Attraktion wieder zum Leben erwecken wollen, stehen hinter dem Vorhaben höhere Ziele. Die Neuzüchtung eines Mammuthybriden soll helfen, den Klimawandel zu verlangsamen. Zu diesem Zweck sollen einem Elefantenembryonen DNA Bestandteile eines Mammuts „geimpft“ werden, welche dann die markanten Merkmale der ausgestorbenen Tiere ausbilden. 2013 hatten Forscher auf russischem Boden entsprechendes Genmaterial in Form eines Mammut Kadavers entdeckt. Vor etwa 10.000 Jahren wanderten die riesigen Tiere durch die arktischen Gefilde dieses Planeten. Sie und andere Tierpopulationen haben vor Jahrhunderten dafür gesorgt, dass sich die Permafrostböden Sibiriens nicht erwärmen konnten. Sie legten durch abgrasen und entwurzeln der Bäume den Boden frei, sodass dieser im Winter den kalten Temperaturen ausgesetzt war. Permafrostböden weltweit sorgen für Stabilität. In den weiten Ebenen Sibiriens würden sich bei zunehmender Erwärmung des Bodens Sümpfe bilden, die womöglich größere Mengen Methangas freisetzen würden. Dies könnte die Erderwärmung noch beschleunigen. Die Besiedlung eines sibirischen Nationalparks mit größeren Populationen des Wisents, Yaks, Jakuten-Pferdes, Rentiers und Moschusochsen zeigt bereits erste Erfolge den Permafrostboden zu erhalten. Hier sollen die Mammut Hybriden ein erstes Zuhause finden.

Kritik und Ausblick

Dass das Mammut eine Gefahr für den Menschen darstellen könnte, hat der russische Forscher Nikita Simow ausgeschlossen, ihm untersteht der Nationalpark in Sibirien in welchem die Hybriden angesiedelt werden sollen. Simow sagt jedoch auch, das die Erwartungen in das Projekt nicht zu hoch angesetzt werden sollten. Die Chance auf einen direkten Erfolg hält er für gering. Weiterhin gibt der Permafrost-Experte Guido Grosse zu bedenken, dass eine extrem große Fläche von extrem vielen Tieren bevölkert werden muss, um den Effekt auf den Boden schnell genug zu erreichen, damit das Erwärmen der Permafrostböden aufgehalten wird.

Aller Kritik zum Trotz will Colossal das Projekt weiter voran treiben und zusätzlich auf andere Tier und Pflanzenspezies ausweiten. So sollen auch andere, ausgestorbene, für das Ökosystem wichtige Spezies wiederbelebt und für die Nachwelt konserviert werden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

56/2021 Flugtaxis: Zu abgehoben oder massentauglich?

Verkehrsunfälle, Staus und Sonntagsfahrer – Dinge die den Stresspegel vieler Autofahrer in die Höhe treiben. In Zukunft soll die kommerzielle Nutzung des Luftraums für Entspannung sorgen, hauptsächlich im innerstädtischen Raum. Zahlreiche, weltweite Projekte arbeiten an der Entwicklung der fliegenden Taxis. Optisch erinnern diese an einen Mix aus Drohne, Auto und Helikopter und sollen neben der Entlastung der Verkehrslage auch leiser, kleiner und umweltfreundlicher sein.

Der Entwicklungsprozess

Flugtaxis sind schneller als Autos, sollen überlastete Verkehrsrouten entspannen, als Bindeglied zwischen Bahnhöfen und Flughäfen dienen und als Transportmittel in Notfällen oder besonderen
Ereignissen fungieren. Der Einsatz der Lufttaxis kann dabei zwischen einer Reichweite von 15-250km variieren, je nach Einsatzart und Ort. Unterschiedliche technische Komponenten und Prototypen wurden bereits erfolgreich getestet. Besonders die schnellen Fortschritte in Sachen Batterien und Leichtbau-Materialien, lassen die Zukunft der Flugtaxis in greifbarere Nähe rücken. An einigen Technologien muss noch gefeilt werden, bis diese ernsthaft zur Anwendung kommen können. Andere sind jedoch in ihrem Fortschritt sehr weit herangereift. Konkrete Pläne zur Nutzung der Flugtaxis liegen ebenfalls bereits vor. In Metropolen wie Singapur oder Dubai ist der Einsatz in näherer Zukunft umsetzbar. 2019 wurde auch in Deutschland die Planung eines dahingehenden Vorhabens begonnen. Die Leitung des Frankfurter Flughafens arbeitet mit dem deutschen Flugtaxi Hersteller Volocopter zusammen, um den Flughafenbetrieb um die Flugtaxis zu bereichern.

Zukunftsprognosen

Im Jahr 2035 sollen bereits 23.000 fliegende Taxis in Gebrauch sein, bis 2050 sogar 160.000 Stück. Jedoch werden diese Einschätzungen von kritischen Stimmen getrübt, welche die Errichtung der
nötigen Infrastruktur, die zu langsame Entwicklung der Batteriekapazität sowie die Notwendigkeit extrem leistungsstarker Motoren zur Voraussetzung machen. Auf Grund dieser Hürden wird der Anteil der Lufttaxis auf dem globalen Mobilitätsmarkt bis 2035 auf geringe 0,3% geschätzt. Verbrauchermeinungen gehen laut unterschiedlichen Studien stark auseinander. Eine 2019 durchgeführte Studie wurde anlässlich des ersten öffentlichen Fluges eines Volocopter-Flugtaxis durchgeführt und zeigte das etwa zwei drittel der Befragten ein Flugtaxi nutzen würden. Besonders die Zeitersparnis und der Spaß an der Nutzung wogen am Schwersten. Eine Studie aus dem Jahr 2020 zeigte hingegen, dass über die Hälfte der Deutschen kein Interesse an der Nutzung von Lufttaxis hat. Einzig der Einsatz bei medizinischen Notfällen bildete eine Ausnahme. Entscheidend für die verbrauchertaugliche Zukunft von Lufttaxis ist es, die Zweifel an mangelnder Sicherheit und versagender Technik auszuräumen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

55/2021 Verpackungen aus Cellulose

In unserer Gesellschaft ist der immer weiter ansteigende Plastikmüll ein großes Problem für den Klimawandel. Viele Lebensmittel werden in Plastik verpackt im Supermarkt angeboten oder auch im eigenen Haushalt werden angefangene Lebensmittel oder Essensreste mit Frischhaltefolie verpackt. Mit der Erfindung von Verpackungen aus Cellulose können nun endlich viele Mengen an Plastik eingespart werden und die Umwelt geschützt werden.

Problematik

Die transparenten Folien zur Verpackung von Lebensmitteln werden aus Erdöl hergestellt, eine knappe, umweltbedrohende Ressource. Außerdem kann Plastik niemals komplett zersetzt werden. Es zerfällt zwar in Mikro- und nach langer Zeit in Nanoplastik, jedoch bleibt es mehr als 500 Jahre in unserer Umwelt bestehen. Trotz der Gefahr, die Plastik für unsere Umwelt birgt, produziert jeder Deutsch im Jahr ca. 120 kg Plastikmüll. Der ganze Müll verunreinigt nicht nur Landschaften, Gewässer und Böden, sondern auch uns selbst. Die Kunststoffproduktion hat sich weltweit in den Jahren von 1960 bis 2015 verzwanzigfacht, weshalb dringend dagegen vorgegangen werden muss.

Innovation

Es gibt zwar schon umweltfreundlichere Alternativen wie Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) – Cellulose aus Holz- und Pflanzenfasern.  Das Problem hierbei ist, dass das Material sehr schnell reißt. Außerdem ist das Material nicht dicht genug und lässt somit Wasserdampf durch. Das führt dazu, dass die verpackten Produkte austrocknen. Die Lösung ist, dass die durchlässigen Stellen mit HPMC gefüllt werden können. Das sind Nanofasern aus Bakteriencellulose. Durch die Kombination von Cellulose aus Holz- und Pflanzenafsern mit Nanofasern aus Bakteriencellulose, kann die umweltfreundliche Alufolie die klassische Plastikfolie genauso effektiv ersetzen. Der Vorteil von Folien aus Cellulose ist, dass sie einfach kompostierbar sind und die Umwelt somit nicht belasten. Bislang hat sich die biobasierte Verpackung noch nicht durchgesetzt und macht damit nur einen geringen Anteil am gesamten Markt aus. Um die Umorientierung hin zu kompostierbaren Verpackungen zu erreichen, müssen die vielen Möglichkeiten, die es gibt nachhaltige Verpackungen zu produzieren wahrgenommen werden. Denn nur so können wir es schaffen in naher Zukunft unsere Erde vor dem ganzen Plastikmüll zu schützen.

Interessierte können sich hier genauer informieren.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

54/2021 Cicret Bracelet – der Arm als Display

Wir leben in einer Zeit, in der wir nach immer besser werdender Technik streben. Neben Smartphones, Wearables und sonstigen hochmodernen technischen Erfindungen steht nun ein weiteres Highlight für den Markt an, das womöglich alle bisherigen Innovationen übertrumpft. Das Cicret Bracelet ist ein smartes Armband, das das Display auf den Arm projiziert und damit steuerbar ist.

Zukunft oder nur eine Vision?

Ist es möglich, dass ein Smartphone oder ein Tablett mit dem Unterarm gesteuert werden kann? Das französische Startup entwickelte das Cicret Armband.  Es hat die Größe einer Smartwatch, hat aber im Gegensatz dazu kein Display. Stattdessen besitzt es einen integrierten Miniprojektor. Dieser ist per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und projiziert die Benutzeroberfläche auf den Unterarm des Nutzers. Durch acht sehr kleine integrierte Kameras bzw. Sensoren können die Gesten und Fingerbewegungen des Users analysiert werden. Anschließend wird die entsprechende Funktion in der App ausgeführt. Neben E-Mails lesen, Googlen, oder Navigieren kann sogar telefoniert werden, sobald das Cicret Bracelet mit einem Smartphone verbunden ist. In Planung sind zwei unterschiedliche Modelle, die sich an ihrem Speicherplatz unterscheiden (16 und 32Gigabyte). Zudem soll ein USB-Anschluss integriert sein und zusätzlich eine Bluetooth- und WLAN-Verbindung haben. Als Betriebssystem kommt Android zu Einsatz.

Ist das Projekt wirklich realisierbar?

Das Ziel der Erfinder war es, die enorme Summe von 700.000€ Spendengeld zu erreichen und einen Prototypen herzustellen. Aber nicht nur das stellt eine Hürde dar, denn auch die Akkulaufzeit, Displayhelligkeit und die vielen benötigten Sensoren sind nicht leicht optimal umsetzbar. Das futuristische Konzept ist zwar eine echte Innovation, jedoch in unserer Zeit noch nicht umsetzbar. Die 2014 ins Leben gerufene Idee wurde mittlerweile leider auf Eis gelegt. Wir sind aber dennoch gespannt auf das, was die Zukunft mit sich bringt.

Technikbegeisterte können hier mehr erfahren.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

53/2021 Straffr – das smarte Fitnessband

Aufstehen, Arbeiten, Schlafen und von vorne. Ein Alltag für viele Menschen. Dabei wird die das Bewegen oder der Sport als Ausgleich total vernachlässigt. Nicht nur für die Muskulatur, sondern für den ganzen Körper ist es wichtig, sich fit zu halten, um Rückenschmerzen oder der Anfälligkeit für andere Krankheiten entgegenzuwirken. Straffr soll dieses Problem lösen: das smarte Fitness-Trainingsband.

Bewegung zwischendurch

Straffr ist ein leicht transportierbares per App bedienbares Fitnessband. Das Konzept hinter der Erfindung ist es, die professionelle Anleitung eines Trainers zu ersetzen. Das intelligente Fitnessband stellt unkomplizierte Kraftübungen für zwischendurch zur Verfügung. Das Sportgerät ist insgesamt 2 Meter lang mit einem über die ganze Länge integriertem Sensor. Damit können Kraft, Geschwindigkeit und Wiederholungszahlen bei den Übungen getrackt werden. Zusätzlich übermittelt der integrierte Chip die gesammelten Daten an die zugehörige App „Straffr“. Mithilfe der App lassen sich personalisierte Trainingspläne abrufen. Dabei werden ausführliche Anleitungen zur Verfügung gestellt. Die Kontrollfunktion der App überprüft, ob die Übungen richtig ausgeführt werden. Das funktioniert über den Sensor, denn dieser erkennt, ob beispielsweise zu fest oder zu schnell am Fitnessband gezogen wird. Wird die Übung fehlerhaft ausgeführt, leuchtet ein rotes Warnsignal in der App auf. Somit kann mehr Qualität in das Training gebracht werden. Das Fitnesslevel des Bands wird individuell an das eigene Level angepasst und wird je nach Leistung gesteigert.

Das Ziel der Gründer

Im Vergleich zu bisherigen Fitnessbändern ist das Straffr-Band eine echte Innovation. Während die bisher bestehenden Fitnessbänder noch wenig intelligente Funktionen haben, hat Straffr umso mehr. Beispielsweise kann die Kraft gemessen werden, mit der am Band gezogen wird. Außerdem kann der Trainingsfortschritt festgehalten werden. Die Idee der Gründer war, das altbewährte Trainingsgerät mit den neuen technischen Möglichkeiten zu vereinen. Das Fitnessband hat den Vorteil, die Muskulatur sicher und professionell zu trainieren, ohne dafür ins Fitnessstudio gehen zu müssen oder mit einem Personal Trainer zu trainieren.

Sportbegeisterte verweisen wir gerne auch die Webseite von Straffr.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

52/2021 Silversitting

So gut wie alle Eltern kennen das Problem. Man hat viel zu tun auf der Arbeit, möchte mit dem Partner einen gemeinsamen Ausflug oder Urlaub ohne Kinder machen oder einfach mal einen schönen Abend zu zweit verbringen, hat aber keine Möglichkeit auf Kinderbetreuung. Silversitting macht das möglich, denn das Konzept dahinter ist, dass lebensfrohe Senioren die Kinder betreuen. Eine Win-win-Situation für beide Parteien.

So funktionierts

Senioren ab 60 Jahren registrieren sich als Kinderbetreuer. Sie erstellen ein persönliches Profil mit einer Beschreibung von sich und geben ihren Wohnort an. So können Eltern leicht in der Umgebung nach Betreuern für ihre Kinder suchen. Sie haben dann die Möglichkeit alle relevanten Kriterien, die sie bei einem Betreuer für wichtig erachten auszuwählen und so die geeignete Leih-oma bzw. den geeigneten Leih-opa zu finden. Zusätzlich erhält man ein Führungszeugnis auf Antrag beim Bundesamt für Justiz, um die Sicherheit des Kindes vorauszusetzen. Nachdem ein passender Betreuer gefunden wird können Eltern über die interne Nachrichtenfunktion Kontakt aufnehmen. Daraufhin kann ein Treffen vereinbart werden, um sich besser kennenzulernen. Wichtig ist es, den Betreuer über Besonderheiten, Eigenheiten, Krankheiten oder Allergien zu informieren, um Komplikationen zu vermeiden. Den Senioren ist es frei überlassen, ob sie die Betreuung ehrenamtlich oder für Geld anbieten.

Der Ursprung der Idee

Das Gründerpaar aus Frankfurt hatte die Idee, als sie bei einem 90-jährigen, herzensguten, aber einsamen Menschen zu Besuch waren. Er sorgte sich sehr um die beiden und war unglaublich gastfreundlich. Durch diese Erfahrung und die Tatsache, dass viele Bekannte von Schwierigkeiten beim Finden einer geeigneten Kinderbetreuung haben, kam ihnen die Idee, die zwei Probleme zu kombinieren. Die Senioren sind durch das Betreuen der Kinder nicht mehr einsam und Eltern haben eine optimale Betreuung für ihre Kleinen.

Interessierte, suchende Eltern oder Senioren können sich genauer über die Webseite von Silversitting genauer informieren.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

51/2021 Kumovis – 3D-Druck in der Medizin

Im medizinischen Bereich besteht eine immer weiter ansteigende Nachfrage bei der Fertigung medizinischer Produkte, weswegen ein effizienter Prozess nötig ist. Kurmovis, ein deutsches Startup-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von 3D-Drucksystemen für medizinische Anwendung fokussiert  trägt maßgeblich zu Lösung bei.

Münchner Start-up für bessere Patientenversorgung

Die Idee ist aus der Mission entstanden, sowohl Patienten eine bessere Versorgung also auch dem Gesundheitswesen einen großen Nutzen durch die Entwicklung von Medizinprodukten zu bieten. Das 5-köpfige Gründerteam konzentriert sich auf den 3D-Druck medizinischer Produkte mit Hochleistungs- und resorbierbaren Polymeren. Am 1. August 2019 brachten sie den 3D-Drucker R1 auf den Markt, um eine dezentrale Reinraumproduktion zu schaffen.

3D-Druck und Medizin?

Unglaublich aber wahr. Das Ziel von Kumovis ist laut Stefan Leonhardt, ein „ressourceneffizientes additives Fertigungssystem zur Verfügung zu stellen, das den hohen Anforderungen gerecht wird“. Das 3D-Drucksystem stellt durch das Prototyping und die Herstellung personalisierter menschlicher Implantate eine echte Bereicherung für die Medizinbranche dar. Die neue Maschine Kumovis R1 basiert auf der Technologie des Fused Layer Manufacturing – ein Subtyp der Schmelzschichtung (FDM). Der 3D-Drucker entwickelt industrielle und medizinische Anwendungen, die Medizintechnikern ermöglichen soll, Produkte zu entwickeln, die den  Bedürfnissen und Anforderungen entsprechen. Wegen des integrierten Steuerungs- und Filtersystems kann der Anwender in der Baumkammer eine Reinraumumgebung schaffen. Dadurch ist es möglich, patientenangepasste Medizinprodukte nach Bedarf herzustellen und dabei alle wichtigen Standards einzuhalten. Auch das Temperaturmanagementsystem ist von großer Bedeutung. Anwender können damit die Baukammer auf bis zu 250°C erwärmen, um die Schichthaftung zu verbessern. Mit der softwarebasierten Drucksteuerung „Hyperganic Print“ können die Drucke im gesamten Bauteil optimiert werden. Damit ist es möglich die Druckprozesse anzupassen, zu automatisieren, zu kontrollieren und die Qualität zu sichern.

Technik- und Medizinbegeisterte verweisen wir gerne auf die Webseite von Kumovis.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 RAKETENSTART

Theme von Anders NorénHoch ↑