RAKETENSTART

Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

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70/2021: SipTogether

Egal welche Events man sucht – Die von Karlsruher Studenten entwickelte App „SipTogether“ informiert über alle Aktivitäten in der Umgebung – von der Party bis hin zum Volleyballspiel. 

Die Idee von SipTogether

Die Idee zu SipTogether kam Mitgründer Jan Hecker auf einem Ausflug nach Hamburg. Als er dort abends etwas unternehmen und lokale Leute kennen lernen wollte, stellte sich das als eher schwierig dar. Über die herkömmlichen Social Media Plattformen konnte er niemanden erreichen. Aus dieser Problemlage heraus kam dann die Idee einer App zum kennenlernen von neuen Leuten. Egal ob man Gesellschaft zum Fußballspielen, einen Jogging Partner oder Feierlustige für den nächsten Clubabend sucht.

Was bietet die App?

Die App hat insbesondere zwei Hauptfunktionen. Zum einen eine interaktive Karte, auf der die Nutzerprofile von anderen Nutzern  in der Umgebung angezeigt werden und man so mit diesen in Kontakt treten kann. Und zum anderen eine Event-Funktion. Mit dieser Funktion können Events wie ein Volleyballturnier geplant und eingetragen werden. So ist dieses dann sichtbar und andere Nutzer können sich dort anmelden. Auch bietet die App bereits Sicherheitseinstellungen, durch die man beispielsweise den aktuellen Standort verbergen kann oder er auf einen gewissen Radius verschleiert wird. So kann der aktuelle Standort nicht herausgelesen werden, wenn es nicht erwünscht ist.

Wie grenzt sich SipTogether von anderen Apps ab?

SipTogether wird mit anderen Apps wie Tinder verglichen. Dabei soll SipTogether jedoch nur auf freundschaftliche Treffen ausgerichtet sein und keinesfalls einer Dating-App ähneln. Natürlich kann sich aus freundschaftlichen Treffen in einer Bar oder einem gemeinsamen Clubabend mehr als Freundschaft ergeben. Die App wurde aber in erster Linie für junge Menschen und Studenten entwickelt, damit diese eine Möglichkeit haben sich miteinander zu verabreden und Zeit zusammen zu verbringen. Die aktuell nur in Karlsruhe und Mannheim nutzbare App soll ab nächstem Sommer aber in deutlich mehr Universitätsstätten in Deutschland erhältlich sein.

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69/2021: Der one:47 Anti-Kater-Drink

Nach der Party betrunken ins Bett fallen und am nächsten Tag mit einem schlimmen Kater aufwachen? Laut one:47, einem 2015 in Mainz gegründeten Food-Startup, soll das nun dank Ihrem After-Party-Drink Geschichte sein!

Die Ursache des Katers

Der Alkoholkonsum, auch in großen Mengen, ist in unserer Gesellschaft gang und gäbe. Das ist nicht nur schädlich für den Körper und die Gesundheit, sondern sorgt auch für unausstehliche Kopfschmerzen und Übelkeit am nächsten Morgen, auch wenn die üblichen Haushaltstipps gegen den Kater befolgt wurden. Trotz fettreichem Essen am Vorabend, ausreichend Wasser und einem ausgewogenen Frühstück, fehlen dem Körper durch einen übermäßigen Alkoholkonsum wichtige Mineralien wie  Magnesium, Kalium, Natrium oder Kalzium. Der Wasserhaushalt ist gestört und Elektrolytverlust lähmt die Nervenzellen.

Die Lösung eines Katers

Diese Faktoren haben das Team von one:47 zum Nachdenken angeregt und sie auf die Idee ihrer Anti Hangover Drinks gebracht. Der Name „one:47“ bezieht sich hierbei auf die Uhrzeit 01:47 Uhr, zu der die meisten Partygänger unterwegs sind, welche somit die Kernzielgruppe des Unternehmens darstellt. Das Getränk soll, egal ob in Kapsel, Pulver oder Shot-Form, durch eine Kombination aus bioverfügbaren, antioxidativen Pflanzenextrakten wie Ingwerwurzel oder Kaktusfeige, Elektrolyten und ausgewählten Vitaminen, den auf eine harte Partynacht folgenden Kater vorbeugen.  Der vegane und glutenfreie Drink soll fruchtig-süß, mit einer leicht bitteren und scharfen Note schmecken und optimalerweise vor und nach dem Alkoholkonsum eingenommen werden. Wurde die Einnahme vergessen, kann der Kater auch durch die Einnahme am Morgen noch durch das Tanken dieser wichtigen Nährstoffe verringert werden.

Was ist vom scheinbaren Kater-Wunderheilmittel zu erwarten?

Die one47 Drinks gewährleisten zwar die Zufuhr der oben genannten Stoffe, welche dem Körper entzogen wurden, können jedoch auch nicht komplett den Kater verhindern. Ebenso baut der Körper den Alkohol nicht schneller ab und man verträgt auch nicht mehr. Die Anti Hangover Drinks tun dem Körper also Gutes und tragen zu einer gesunden Funktion des Stoffwechsels, des Nervensystems und der Organe bei. Wer keinen Kater haben möchte, muss jedoch trotzdem noch selbst auf seinen Alkoholkonsum und eine gesunde Ernährung achten.

 

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68/2021: Permagewächshaus

Ganzjährig frisches Obst und Gemüse – in Einklang mit der Natur und unseren Ressourcen. Das Stichwort lautet Permakultur und besteht aus einer Kombination aus Gewächshäusern und Bewässerungsanlagen. Raketenstart stellt zur Selbstversorgung vor: das Permagewächshaus.

Selbstversorgung ist In

In Zeiten des Klima- und Umweltumbruchs kehren immer mehr Menschen zu ursprünglicheren Arten der Lebensmittelbeschaffung zurück. Eine davon ist das Selbstversorgen mit frischem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Auch hier gibt es Unterschiede. Wer ein besonderes Augenmerk auf schonenden, nachhaltigen und biologischen Anbau legt, sollte sich mit dem Prinzip der Permakultur vertraut machen. Bei dieser Art von Eigenanbau wird auf eine nachhaltige Lebensweise und Landnutzung Wert gelegt, die Umwelt und Ressourcen gleichermaßen berücksichtigt. 5 Grundsätze werden der Permakultur zu Grund gelegt. Refusing, Reducing, Reusing, Repairing und Recycling – die 5 R’s. Wer diese Grundsätze beim Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten beherzt, tut einen gesunden Schritt Richtung Selbstversorgung. Sie sind auch auf viele andere Lebenssituationen anwendbar.

Planung des Permagewächshauses

Nun wird bei der Entstehung einer Permakultur im eigenen Garten nicht einfach bloß ein Beet nach dem anderen angelegt. Jeder Garten ist ein eigenes Ökosystem, welches sich zunächst in Klima, Topographie und Bodenqualität unterscheidet. Anschließend fließen noch die eigenen Wünsche und die Möglichkeiten die zur Verfügung stehen mit ein. Die Permakultur lässt sich demnach auch in ein Gewächshaus integrieren, das in sich ebenfalls als Ökosystem anzusehen ist. Hier werden Beete, Pflanztöpfe, Bewässerung und Düngung etc. ebenso angelegt wie im Freien. Auch hier sind die Grundsätze der Permakultur anzuwenden um ein wirkliches Permagewächshaus zu schaffen. Besonders die Wasserversorgung sollte Beachtung finden. Empfehlenswert ist aus umwelttechnischer Sicht die Nutzung von Regenwasser. Daher sollte die Niederschlagsmenge in der Region beobachtet und ggf. für einen Regenwasserspeicher gesorgt werden. Die Planung eines Permagewächshauses bedarf einer guten Vorbereitung, nicht nur das Wasser betreffend. Auch die Versorgung der Pflanzen durch natürlichen Dünger ist mit Aufwand verbunden, denn im Idealfall nutzt man die eigenen pflanzlichen Abfallprodukte um Kompost zu erzeugen. Ist dies alles geschafft, kann der Erzeuger ganzjährig auf nachhaltig angebautes Bio-Gemüse und Obst zurück greifen.

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67/2021: Phytoprove

Problematik in der Landwirtschaft: Überdüngung. Mit den Messgeräten von Phytoprove können Pflanzen analysiert werden um Schäden für Mensch und Umwelt zu vermeiden. 

Warum phytoprove Pflanzenanalytik?

Um den Nährstoffgehalt des Bodens über einen längeren Zeitraum hoch genug zu halten, damit alle Pflanzen mit den benötigten Nährstoffen versorgt werden, werden dem Boden Nährstoffe in Form von Dünger zugeführt. Dies soll verhindern, dass die Pflanzen unter Mangelerscheinungen leiden oder gar nicht gedeihen. Pflanzendünger besteht in der Regel aus Nährstoffen mit Anteilen von Stickstoff, Phospor und Kalium. Diese Anteile sind in bestimmten Verbindungen vorhanden, wie Nitrat, Ammonium, Phosphat, Kaliumsulfat oder Kaliumchlorid. In ausreichender Ausbringung können diese Bestandteile fast zu 100% von der Pflanze verarbeitet werden. Da das Wissen, wann eine Pflanze ausreichend gedüngt und gewässert wurde aktuell nur anhand optischer Merkmale bestimmt wird, entstehen oftmals Mangelschäden an der Pflanze, die ab dem Moment in dem sie sichtbar werden,  meist irreversibel sind. Die Pflanzenanalytik setzt bereits vorher an, indem sie die Pflanze in einer bestimmten Phase der Photosynthese analysiert und genaue Rückschlüsse zu Stickstoff- und Wasserstatus sowie Leistungsfähigkeit und Vitalität liefert. So ist es möglich, der Pflanze die Ideale Menge an Dünger und Wasser zukommen zu lassen und Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Die Folgen von Überdüngung

Nicht nur um die Pflanze davor zu schützen einzugehen, auch in anderen Belangen ist eine ausgewogene Dünge und Wassernutzung relevant. Hohe Nitratwerte sorgen von Zeit zu Zeit für Schlagzeilen, da sie in zu hohem Ausmaß schädlich für Mensch, Grundwasser, Seen und Flüsse, die darin lebende Tier und Pflanzenwelt, Böden und die biologische Vielfalt sind. Auch dem Klima schaden zu hohe Nitratwerte. Das Feingefühl, das in Sachen zukünftige Landwirtschaft im Kontext zum Klimawandel nötig ist, ist hoch aktuell. Optimierungen, Pflanzengesundheit und Anpassungen im Bereich der Landwirtschaft werden unterstützt, durch die Erfindung des Unternehmens Phytoprove.

Phytoprov’sche Geräte

Das Unternehmen bietet aktuell Messgeräte für unterschiedlichste Anwendungsmöglichkeiten an. Zum einen Handgeräte für Pflanzenbauer und Hobbygärtner, sowie eine Vorrichtung zur Anbringung an Traktoren in der Landwirtschaft.

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66/2021: Ski fahren ohne Schnee?

Kein Schnee, kein Skifahren. So lautet die Devise, zumindest bis jetzt. Das Chemnitzer Unternehmen Mr. Snow bietet hierfür jetzt eine Lösung an. Eine aus Hightech-Textilien bestehenden Loipe soll das Skifahren nun immer und überall ermöglichen – ohne Schneekanonen und bei jedem Wetter.

Wintersport garantiert

In einigen Skigebieten mangelt es an Schnee. Nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels ist dieses Problem in den letzten Jahren stetig angewachsen. Und wie sagt man so schön – Not macht erfinderisch. Es musste eine Alternative her, denn 14,6 Millionen deutsche Skifahrer wollen ihrer Leidenschaft nachkommen. Während Schneekanonen einen hohen Aufwand an Energie und Wasser benötigen und nur bei Minustemperaturen einsetzbar sind, sollen die textilen Gleitmatten praktisch überall einsetzbar sein: auf Lifttrassen, Langlaufloipen, Rodelbahnen, in Skischul-Arealen, Funparks, bei Sonnenschein und auch Regen. Um ein möglichst schneenahes Erlebnis zu bieten, kann man auf den gewebten Matten nicht nur gerade aus fahren, „sondern auch bremsen, carven und kanten wie auf echtem Schnee“, verspricht Mr. Snow-Mitgründer Jens Reindl.

Einschätzung der Nutzenden

Besonderen Mehrwert hat diese Erfindung nicht nur für Hobbysportler und Anfänger, sondern auch für professionelle Wintersportler wie Skilangläufer oder Skispringer. Diese können nun auch im Sommer auf Schneeäquivalentem Untergrund trainieren. Und die textilen Matten scheinen gut anzukommen. Mr. Snow erreichen Bestellungen aus Europa und der ganzen Welt. Sogar aus dem schneelosen Dubai sollen Bestellungen eingetroffen sein.

Die Revolution des Wintersports?

Machen die Textilmatten echten Schnee nun überflüssig ? Höchstwahrscheinlich nicht. Die Wintersportprofis und Zuschauer sind zwar vom Produkt begeistert, ersetzen könne es den echten Schnee dann aber doch nicht. Die Atmosphäre sei einfach nicht die selbe, wenn man einen grünen Hügel mit einer weißen Matte in der Mitte herunterfährt. Echter Schnee wird also deutlich bevorzugt, wer aufgrund des Wetters oder der Jahreszeit jedoch keine andere Möglichkeit hat, scheint mit der Alternative von Mr. Snow einen guten Kompromiss einzugehen.

 

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65/2021: BikeParker

Die Fahrradmobilität steigt seit 4 Jahren stetig an. Velovio hat sich mit BikeParker auf kreative Parkmöglichkeiten für die Zweiräder spezialisiert, die sich gut in das Stadtbild integrieren lassen.

Fahrradjahre

Im Jahr 2020 wurden 700.000 mehr Fahrräder verkauft, als im Jahr davor. Dies ist auch auf die mobilen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zurückzuführen, ebenso auf vermehrte Freizeitaktivitäten im Freien. Diesen Trend auszubauen und so häufiger das Fahrrad statt das Auto zu benutzten unterstützt inzwischen auch das Bundesverkehrsministerium. Bis 2030 sollen aus 1,5 gefahrenen Stunden im Schnitt pro Bürger 3 Stunden werden. Außerdem soll der Kauf von E-Bikes ähnlich gefördert werden, wie der von Bahntickets, so zumindest der zukünftige Plan.

Platzprobleme

Besonders in Großstädten wird die Platzsituation natürlich nicht besser, Fußgänger, Fahrradfahrer, PKW-Fahrer und die öffentlichen Verkehrsmittel koexistieren mehr oder weniger friedlich nebeneinander. Dabei spielt nicht nur der Ausbau von Fahrradwegen eine Rolle, sondern auch ausreichend Platz sowohl Autos als auch Fahrräder sinnvoll zu parken. Velovio ist ein Unternehmen, dass Fahrradparkständer entwickelt, die sich möglichst platzsparend in die Stadtumgebung integrieren lassen. Die Fahrräder werden nicht horizontal in einen Ständer geparkt, sondern vertikal. Das Ständermodell BikeParker Circle ist, wie der Name sagt, wie ein Kreis angeordnet. Die Circles können um Bäume oder Laternen bis zu einem Durchmesser von 0,7 Metern angeordnet werden. So entstehen auf nur 7 qm, 5 Plätze für Fahrräder und 5 integrierte Sitzmodule. Außerdem sind die Fahrräder durch ein umlaufendes Runddach vor herabfallenden Schmutz geschützt.

Innovationen in the making

Das Produktangebot von Velovio umfasst neben den vertikalen Parksystemen in Kreisform auch größere Module, welche elliptisch geformt sind. Außerdem können die Parkmodule durch praktische Features erweitert werden, wie E-Bike Ladestationen, Luftpumpen oder Werkzeug. Diese Erweiterungen sind allerdings aktuell noch in der Entwicklung und noch nicht auf dem Markt erhältlich. Ziel des Unternehmens ist es, Fahrräder und deren Parkmöglichkeiten in die Stadtgestaltung zu integrieren, sodass sie ein Teil davon werden.

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64/2021: Desert Control

Jedes Jahr verliert die Landoberfläche bis zu 7.000 Quadratkilometer an die Wüste. Mit Nanotonpartikeln von Desert Control soll nun zumindest ein Teil wieder nutzbar gemacht werden.

Die Wüste wächst

Es sind hauptsächlich Menschengemachte Gründe, weshalb sich jährlich auf mehreren Tausend Quadratkilometern Landfläche mehr und mehr Wüstensand ausbreitet. Weideflächen die von zu viel Vieh abgegrast werden, verlieren ihre schützende Vegetationsschicht, dadurch wird der Boden trocken und spröde. Bodenerosion wird auch durch die Abbrennung und Abholzung großer Waldflächen begünstigt, ebenso durch falsche Bewirtschaftung von Ackerflächen. Trockener, sandiger Boden ist weder zum Bau von Gebäuden noch zur Bewirtschaftung gut geeignet. Laut der norwegischen Firma Desert Control verliert die Erde jährlich bis zu 12 Millionen Hektar fruchtbares Land zum Anbau von Pflanzen und Nutzpflanzen. Betrachtet man wie rasant die Weltbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten anwachsen soll, wird die Zahl der Hungernden Menschen auf der Erde enorm steigen.

Problem! Lösung?

Desert Control hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erde wieder etwas grüner zu machen und der Wüste Fläche abzuringen. Hierzu hat das norwegische Unternehmen ein patentiertes Produkt entwickelt, welches Wüstensand innerhalb von 7 Stunden in nutzbaren, fruchtbaren Boden verwandelt. In 12 Jahren Entwicklungszeit wurde Liquid Natural Clay, kurz LNC, entwickelt. Nanotonpartikel die in flüssiger Form auf den Sandboden aufgesprüht werden und dort die Sandkörner umhüllen. Deren Oberfläche wird vergrößert und der Boden durch die Tonbildung angereichert. Sowohl Feuchtigkeit als auch Nährstoffe bleiben im Boden gebunden, dadurch wird der Boden fruchtbarer und Ertragreicher als durch bislang Eingesetzte Methoden. Nach 7 Stunden können die ersten Gewächse gepflanzt werden, außerdem wird weniger Dünger und weniger Wasser benötigt um die Pflanzen zu versorgen.

Massentauglich?

Der Einsatz der Nanopartikel mit dem Zugehörigen Sprühsystem könnte für viele Länder Erde eine enorme Hilfe bedeuten. Gerade Dritte-Welt Länder hätten die Möglichkeit bislang ungenutzte Wüste zu bepflanzen und die Menschen mit dringend benötigter Nahrung zu versorgen. Problematisch sind allerdings bislang noch zwei Dinge. Zum einen ist LNC nicht für jeden Wüstenboden gleich anwendbar. Desert Control benötigt Sandproben um das Nanogemisch anzupassen an die jeweiligen Bodengegebenheiten. Zudem ist das System mit 1,50 Euro pro Quadratmeter zu teuer für viele arme Regionen. Desert Control arbeitet an der Senkung der Kosten auf 20 Cent.

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63/2021 Milo: Aktion Communicator

Das Walkie-Talkie war gestern…oder? Fans des in die Jahre gekommenen Kommunikationsgerätes, könnten mit Milo eine Neuauflage des Walkie-Talkies erleben. Die österreichische Firma Aqipa spezialisiert sich auf den Aufbau, den Support und die Vermarktung von bekannten Marken. Nun bringen sie mit „Milo“ ein eigenes Produkt auf den Markt.

New Look

Erinnert man sich zurück an die Walkie-Talkies aus der Kindheit, denkt man wahrscheinlich zuerst an ihr klobiges und unhandliches Äußeres. Außerdem konnte man immer nur dann Sprechen oder Hören, wenn man seitlich einen Knopf gedrückt hielt. Die heutzutage etwas moderneren Funkgeräte die von Feuerwehr, Polizei oder auf Baustellen verwendet werden, sind zwar kleiner, unterscheiden sich optisch jedoch nicht von ihren großen Vorgängern. Aqipa hat mit Milo ein Walkie-Talkie kreiert, das sich sowohl optisch als auch durch verändertes Handling abhebt. Etwa Handtellergroß, flach und rund ist das Walkie-Talkie von heute. Ein weiterer Unterschied ist die Tatsache, dass es zur Nutzung nicht permanent in der Hand gehalten werden muss. Durch einen Knopfdruck aktiviert sich die Sprech- und Hörfunktion und bleibt solange in Betrieb, bis sie durch einen erneuten Knopfdruck stumm geschaltet wird. Durch einen integrierten Magneten, kann der Milo Communicator an der Jacke, dem Rucksack oder dem Fahrradlenker angebracht werden.

New Handling

Wozu sollte man im Zeitalter von Handys und Ear Pods ein Walkie-Talkie brauchen? Milo ist auf eher actionreichere Aktivitäten spezialisiert, solche bei welchen ein Handy anfällig für Schäden ist. Ob bei Ski-Abfahrten, Mountainbike Trails, steile Bergwanderungen oder Wildwassertouren, hilft Milo bei der Kommunikation mit der Gruppe. Er ist Wasser- und Staubfest, kann also auch Unterwasseraktionen wegstecken. Er wird an der Kleidung oder dem Fahrradlenker befestigt und kann auch turbulente Fahrten oder Stürze überstehen. Auch weitere Entfernungen, Wind, Wetter, Hitze und Kälte hält der Milo Communicator aus. Die Kommunikation erfolgt durch 6 integrierte, verzerrungsarme Digitalmikrofone, welche Wind- und Rauschgeräusche unterdrücken. Klarer und verständlicher Austausch mit den übrigen Mitgliedern der Gruppe ist problemlos möglich, sofern alle mit einem Milo Communicator ausgestattet sind. Die Batterie hält bei starker Nutzung einen Tag und die Kommunikationskanäle sind verschlüsselt.

Must have?

Davon abgesehen das das Gerät noch nicht verkauft wird, Erfahrungsberichte demnach nur von einigen Ausgewählten Personen existieren, ist auch zum Preis des Gagdets noch nichts bekannt. Den Herstellern zufolge ist er dennoch ein Muss, zur drahtlosen Vernetzung bei actionreichen Outdooraktivitäten.

 

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62/2021: WYE

Holz gilt als ewiger Rohstoff, ist in einer schnelllebigen Zeit dennoch endlich. Das Oberbayerische Startup „WYE“ stellt Möbel aus Holznebenprodukten her, die nicht nur stylisch sondern auch recyclebar sind.

Patentiertes System

Die WYE Gründer entwickelten zur Herstellung recyclebarer Möbelstücke den robusten Werkstoff Neolign®. Bestehend aus Holzspänen die in der industriellen Möbelproduktion anfallen, Polymeren und speziellen Farbpasten wird aus diesem Werkstoff jedes Möbelstück des Unternehmens hergestellt. Die Kombination aus den genannten Stoffen macht das Material witterungsbeständig und robust. Die Durchdringung des Holz- und Polymere Gemischs mit der Farbpaste bewirkt, dass das Möbelstück nach langjähriger Nutzung fachgerecht abgeschliffen werden kann und im Grunde wie neu aussieht. Das Startup plant in Zukunft auch andere Wohngegenstände aus Neolign® herzustellen, wie die neuen Küchentabletts. Die Möbelstücke können bei ausgewählten Händlern, oder Online erworben werden.

Rohstoffkreislauf

Was macht Möbel aus Neolign® noch aus? Das Eigenheim wird renoviert, Möbel passen nicht mehr zum neuen Einrichtungsstil oder beim Umzug kann nicht jedes Möbelstück mitgenommen werden. Um diesen schnelllebigen Trends entgegen zu wirken und das Aussortieren von Möbeln umweltfreundlicher zu gestalten, bietet WYE seinen Kunden an, das gekaufte WYE Möbel zurückzunehmen, wenn es nicht mehr gewollt ist. Der Kunde erhält eine Gutschrift welche er zum Neukauf einsetzen kann. WYE wiederum verarbeitet das gebrauchte Möbelstück zu Neolign® Granulat und stellt daraus ein neues Stück her. So kann der Werkstoff über Jahrzehnte verwendet werden und eine Art natürlicher Kreislauf entsteht. Die Umwelt wird in vielerlei Hinsicht geschützt, beispielsweise durch die Einsparung von CO² oder die Verwendung von existierenden Nebenprodukten. Bei der Herstellung des innovativen Werkstoffes wird auf den Zusatz von Weichmachern, PVC und Formaldehyd verzichtet.

Kein Haken?

Innovation hat ihren Preis, so auch die Möbel von WYE. Nun muss bei Möbeldesign jeder Verbraucher selbst entscheiden ob Design und Kosten in die eigenen vier Wände passen. Zumindest der Umweltgedanke verursacht kein schlechtes Gewissen.

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61/2021: Klimaneutrales Kerosin

Der CO² Ausstoß durch den deutschen Flugverkehr lag in den letzten 20 Jahren bei 16,3 Milliarden Tonnen. Die angestrebte Klimaneutralität des Landes bis 2045 verlangt ein Umdenken, auch in der Flugindustrie. Klimaneutrales Kerosin soll Abhilfe schaffen.

Weltweit neuartig

In Werlte im Emsland wurde am 04.10.2021 die weltweit erste Produktionsanlage für „Grünes Kerosin“ eröffnet, betrieben von der Klimaorganisation Atmosfair. Ab 2022 soll die Versuchsanlage den Betrieb aufnehmen und klimaneutralen Flugzeugtreibstoff produzieren. Ausschlaggebend für wirklich „grünes“ Kerosin ist es, dass jeder Bestandteil der Produktion durch erneuerbare Energien hergestellt wird. Kerosin wird in der Massenproduktion aus Erdöl gewonnen. Klimaneutrales Kerosin besteht aus Wasser und Strom, welcher aus umliegenden Windkraftanlagen bezogen wird. Mittels Elektrolyse wird dem Wasser der Wasserstoff entzogen und durch Zusatz von CO² entsteht synthetischer Flüssigtreibstoff. Das CO² wird als Abfallprodukt aus Biogasanlagen gewonnen oder aus der Luft gefiltert. Der Treibstoff wird auch „Power-to-liquid“ (Ptl) Treibstoff genannt, was bedeutet, dass aus elektrischer Energie Flüssigtreibstoff wird.

Lufthansa macht den Anfang

Als vorerst einziger Abnehmer hat sich die Lufthansa auf 5 Jahre vertraglich verpflichtet, jedes Jahr mindestens 25.000 Liter des Treibstoffes einzukaufen.
Schon in der Vergangenheit hat die Lufthansa den Kerosinbestand durch biogene Treibstoffe, gewonnen aus Abfällen oder alten Speiseölen, ergänzt.
Die Anlage in Werlte ist ab 2022 in der Lage, etwa eine Tonne Rohkerosin zu erzeugen, ab 2026 muss in Deutschland jedoch 0,5% des genutzten Treibstoffes Ptl Treibstoff sein, was ca. 50.000 Tonnen jährlich entspricht. Der Bau weiterer Anlagen bzw. der Ausbau des Produktionsvolumens muss in den nächsten 4 Jahren also enorm ansteigen, um dieses Ziel zu erreichen.
Etwas vereinfacht ausgedrückt: Ein einfacher Transatlantik-Flug von Frankfurt nach New York in einem A380, verbraucht etwa 115 Tonnen Kerosin. Die Anlage in Werlte müsste dafür bis Mitte Juni 2022 jeden Tag die Maximale Kapazität produzieren, um diesen Flug vollständig mit Kerosin zu versorgen.
Die Planung sieht daher vor, soviel wie möglich des herkömmlichen Kerosins durch das Synthetische Kerosin zu ersetzen. Bis 2030 müssen laut Bundesumweltministerium 200.000 Liter des jährlichen Kerosinverbrauchs aus Ptl Treibstoff bestehen, dies entspricht 2% des kompletten Kerosinbedarfs.

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