RAKETENSTART

Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Seite 35 von 91

03/2022: TTTV – Fernsehen mit Geschmack

Dank TTTV, einer Erfindung des japanischen Wissenschaftlers Homei Miyashita soll man beim Fernsehen nicht mehr nur hören und sehen, sondern auch schmecken können. 

„Taste the TV“ (TTTV) – so heißt die neue Erfindung des Wissenschaftlers.  Zusammen mit 30 Studenten forscht der Japaner seit Jahren an Erfindungen, die die Geschmackserlebnisse verbessern sollen. So hat er beispielsweise bereits eine Gabel entworfen, die die Geschmacksintensität von Lebensmitteln verstärkt. Ein letzter versuch, Fernseher mit Geruchssensoren auszustatten ist jedoch gescheitert. Deshalb entwarf er nun den Prototypen des TTTV, um die Multidimensionale Erlebniswelt des Fernsehens zu erweitern.

So funktioniert der TTTV

Im Gerät integriert ist ein Karussell mit zehn Behältern, die verschiedene Aromen beinhalten. Durch verschiedene Mischverhältnisse sollen so auch diverse Geschmäcker gebildet und somit Lebensmittel, die der Fernseher anzeigt, imitiert werden. Die Geschmacksprobe rollt dann auf eine Folie über dem Fernsehbildschirm, an der der Zuschauer letztendlich lecken kann, um den Geschmack wahrnehmen zu können. Geschmäcker sollen also einfach zuhause „heruntergeladen“ werden können.

Die Vision von Homei Miyashita

Mit dem TTTV sollen Menschen auch von zu Hause aus mit der Außenwelt in Kontakt treten können. Geschmäcker aus einem Restaurant am anderen Ende der Welt sollen einfach zu sich nach Hause gebracht werden.  Außerdem könnte der Fernseher zu einem wichtigen Tool für Köche und Sommeliers werden, die mithilfe des Gerätes auch Fernunterrichtet werden können. Der Wissenschaftler selbst sieht seine Erfindung äquivalent zu Spotify oder Netflix. Während man dort seine Lieblingssongs hören oder Filme schauen kann, soll man nun auch die Lieblingsgeschmäcker einfach abrufen können.

Den TTTV hat Homei Miyashita im vergangenen Jahr bis zu einem Prototyp entwickeln können. Eine kommerzielle Version würde nach Schätzung des Wissenschaftlers bei etwas 100.000 Yen (770€) liegen. Er hat auch bereits mit mehreren Unternehmen Gespräche geführt, wie die Technologie der aufgesprühten Aromen in anderen Gebieten einsetzbar sein könnte. So könnte es ermöglicht werden, den Geschmack von Pizza auf eine trockene Scheibe Toast zu sprühen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

02/2022: Selbstheilende Batterien

Elektroauto-Batterien sind zurzeit stark im Diskurs.  Das israelische Start-up StoreDot soll nun eine Lösung gefunden haben, um „selbstheilende“ Batterien zu bauen.

Batterien von E-Autos werden durch die ständige Ladung und Entladung abgenutzt und können so Schäden nehmen. Das führt dazu, dass die Batterien nach einer gewissen Nutzungsdauer an Leistung verlieren und folglich ausgetauscht werden müssen, damit die ursprüngliche Leistung des Autos beibehalten werden kann. Um genau dieses Problem zu beheben, soll StoreDot nun eine Batterie-Technologie erfunden haben, die die Haltbarkeit von solchen Batterien erheblich verbessern soll – und hat diese auch schon patentiert.

Die Funktionsweise der Technologie

Die selbstreparierende Zell-Technologie soll Vorfälle, die der Batterie schaden, verhindern. So sollen thermisches Durchgehen oder Überhitzung vorgebeugt werden. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen eine Technologie entwickelt, das mithilfe von Software-Algorithmen solche Zellen in der Batterie identifizieren kann, die zu geringe Leistung aufweisen oder schon überhitzen. Diese einzelnen Zellen werden dann temporär abgeschaltet und auf ihre ursprüngliche Leistungsfähigkeit gebracht, ohne die gesamte Batterie abschalten zu müssen und so den Betrieb des E-Autos zu stören. StoreDot will mit dieser Batterie-Technologie die Elektroautomobil-Branche nachhaltig verbessern, indem die Batterien eine höhere Lebensdauer erhalten und auch die Reichweite verbessert werden kann. Besonders die Möglichkeit Batterien zu reparieren, während sie in Betrieb sind, ist ein sehr vielversprechendes Merkmal der neuen Technologie. Zusätzlich wird auch der Elektroschrott verringert, wenn Batterien Langlebiger und nachhaltiger eingesetzt werden können.

Zweitverwertung von Batterien

Doch auch diese Batterien werden irgendwann nicht mehr genug Leistung aufbringen können, um in E-Autos Einsatz zu finden. Deshalb macht man sich bereits Gedanken über eine Zweitverwertbarkeit von Batterien aus Elektroautos. Klassisch könnten die Batterien einfach recycelt oder geschreddert werden. Andere Ansätze wären aber beispielsweise die Verwertung für die Stadionbeleuchtung eines Fußballstadions oder die Nutzung für Stromspeicher im Haushalt.

Wie Batterien in Zukunft verbessert und weiterverwertet werden können, stellt für die Automobilbranche eine große Herausforderung dar. In dieser Hinsicht muss Nachhaltig, umweltfreundlich und Zukunftsorientiert gedacht werden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

01/2022: Carbo e-Paint

Die deutsche Marke Carbo e-Therm will mit der elektrisch beheizbaren Farbe „Carbo e-Paint“ nicht nur für Warme Räume sorgen, sondern auch beim sparen helfen. 

Unsichtbar, energieeffizient und individuell zu steuern – das sind die Versprechen des Herstellers.  Carbo e-Paint soll die Wohnung autark heizen. Die Farbe besteht aus einer Kohlenstoffbasis und soll mit einer fast 100-prozentigen Energieausbeute als Infrarotheizung dienen. „Sieht aus wie Farbe, wird aufgetragen wie Farbe, wärmt wie ein Kachelofen“, behauptet der Konzern Future Carbon.

Die Anwendung von Carbo e-Paint

Die Farbe soll wie jede herkömmliche Farbe lösemittelfrei, besonders schadstoffarm und so schnell und einfach an der Wand oder Decke aufgetragen werden können. Anschließend wird eine sichere Niederspannung (24 V) an die Heizschicht angelegt, durch welche die Farbe betrieben wird. Bei Bedarf kann Carbo e-Paint mit jeder handelsüblichen Farbe überstrichen werden und ist so unsichtbar. Stylisch und praktisch zugleich.  Aufgetragen wird die Farbe in ca. 150cm x 80cm großen Flächen und bietet dadurch eine maximale Heizleistung von 300 W/m² bei einer Höchsttemperatur von 42 Grad Celsius.

Wie funktioniert Carbo e-Paint?

Als Infrarotheizung erwärmt die Farbe nicht die Raumluft, sondern Personen und Gegenstände im Raum direkt. Durch diese Technologie soll die Heizung mit deutlich niedrigeren Temperaturen betrieben werden als herkömmliche Heizungen. Während man somit deutlich an Energie und somit Stromkosten sparen kann, soll es in der Wohnung jedoch nicht merklich kälter werden. Jedes Grad Celsius kälter spart dabei rund 6 Prozent an Energie. Auch für das Wohnklima wirkt sich Carbo e-Paint positiv aus. Da keine Luft zirkuliert, wird kein Staub aufgewirbelt. Zudem verteilt sich die Temperatur gleichmäßig, wodurch Schimmelbildung vorgebeugt wird.

Weitere Angebote von Carbo e-Therm

Neben der Wandfarbe bietet das Unternehmen noch viele weitere innovative Heizsysteme an. Darunter befinden sich beispielsweise beheizbare Trockenbauplatten, Glasfaservlies oder Glaspanels. Die langwellige IR-C-Strahlung, die auch von der Sonne abgegeben wird, wird von Menschen als besonders angenehm empfunden. Durch geringe Vorlaufzeiten können die von Carbo e-Therm betriebenen Heizmittel selbst große Räume innerhalb von Minuten aufheizen.

https://www.youtube.com/watch?v=OpoSyYr1YvI

77/2021: DEUTZ Wasserstoffmotor

Mit einem Wasserstoffmotor bringt die DEUTZ AG einen effizienten und sauberen Motor auf den Markt, der leise und klimafreundlich sein soll.

Deutz als Vorreiter der Branche

Bereits seit Jahren ist Deutz Vorreiter im Bereich der klimaneutralen Mobilität. Bereits andere Modelle des Herstellers haben sich als besonders effektiv und sauber erwiesen. Nun will die Deutz AG mit dem Wasserstoff betriebenen Motor TCG 7.8 H2 den nächsten Schritt in Richtung Zukunft gehen.  Der emissionsfreie Motor erfüllt sogar den von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwert für „Zero-Emission“.  „Für uns ein wichtiger Meilenstein, um als Unternehmen unseren Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele zu leisten“, sagt Dr. Frank Hiller, Vorstandsvorsitzender der DEUTZ AG.

Produktionsbeginn des Wasserstoffmotors

Den Produktionsbeginn für die Serie plant Deutz ab 2024. Die ersten Tests dafür sind bereits durchgeführt worden. Da der Motor auf einem vorherigen Modell aufbaut, konnte die Entwicklung relativ schnell vorangetrieben werden. Der sechszylindrige Wasserstoffmotor ist nicht nur klimaneutral, sondern soll auch leise mit 200 kW Leistung laufen.  Dabei sind Wasserstoffmotoren an sich keine neue Erfindung. Das Problem ist nur, dass diese Antriebe mittels einer Brennstoffzelle den Treibstoff verbrennen. In diesem Motor ist dieser als  gasförmiger Wasserstoff vorhanden. Im weiteren Verlauf gibt es chemische Reaktionen mit Sauerstoff, wodurch die Energie als Strom freigesetzt wird und treibt so den Elektromotor antreibt. Die Innovation jetzt ist, dass der Motor ganz ohne Brennstoffzelle oder Akku auskommt. Der gasförmige Wasserstoff ist nämlich im Treibstoff enthalten und wird direkt im Motor verbrannt.

Anwendungsgebiete des Wasserstoffmotors

Grundlegend eignet sich der Motor für alle Deutz Anwendungen, das heißt auch für die Landwirtschaft. Vorerst wird der Wasserstoffmotor aber aufgrund der zur Verfügung stehenden Infrastruktur nur in den Bereichen der stationären Anlagen, Generatoren und Schienenverkehr eingesetzt werden. Bereits Anfang 2022 soll die Praxistauglichkeit des Motors durch eine Stromerzeugungsanlage unter Beweis gestellt werden. Andere Hersteller wie Beispielsweise Porsche arbeiten derzeit an ähnlichen Motoren, mit denen sie alternative Antriebsweisen der Zukunft herstellen wollen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

76/2021: Steer Assist

E-Bikes werden immer mehr genutzt, insbesondere von älteren Menschen. Steer Assist soll jetzt auch für mehr Sicherheit auf dem E-Bike sorgen.

Steer Assist für mehr Sicherheit

Das E-Bike ist ein beliebtes und viel genutztes Fortbewegungsmittel geworden. Vor allem ältere Personen nutzten es viel. Doch das bringt eben auch Gefahren mit sich. Da E-Bikes oftmals schnell beschleunigen können, hat so mancher sein Fahrrad nicht mehr unter Kontrolle und es kommt zu immer mehr Unfällen, die vor allem bei den hohen Altersgruppen zu schwerwiegenden Verletzungen führen können. Deshalb haben niederländische Forscher in Zusammenarbeit mit der TU Delft nun Steer Assist entwickelt, mithilfe dessen Stürze verhindert werden sollen.

Die Funktionsweise von Steer Assist

Ähnlich wie bei Autos, die heutzutage jegliche Sicherheitssysteme besitzen, sollen auch Fahrräder sicherer für den Straßenverkehr gemacht werden. Steer Assist ist ein Prototyp, der sich automatisch um die Stabilisierung des Lenkrads kümmert. Das geschieht durch einen Motor, der direkt am Lenker integriert ist. Kommt der Lenker nun in eine zunehmend gefährlich schiefe Lage, so greift der Motor ein und richtet den Lenker erneut aus. Steer Assist sollte im besten Fall also unaufmerksame Fahrradfahrer und langsame Reaktionszeiten ausgleichen. So sollen viele schweren Verletzungen oder sogar Tode im Straßenverkehr gerettet werden.

Probleme des Motors

Da das Produkt bisher jedoch nur ein Prototyp ist, liegen auch noch einige Probleme vor. Beispielsweise schaltet sich der Mechanismus derzeit nur bei geringen Geschwindigkeiten ein. Bei höheren Geschwindigkeiten kann der Motor noch keine Stürze verhindern, wie die Forscher berichten. Ebenfalls gibt es noch Probleme mit dem Gewicht. Da der Motor noch zu schwer ist, wirkt sich das auch auf das Fahrrad und dessen Lenkverhalten aus. So kann das Fahrrad schwerer t oder unhandlicher gelenkt werden. Auch ein ganz anderer Aspekt muss noch geklärt werden. Da das System auf den Lenker direkten Zugriff hat, müsste eine qualifizierte zentrale Stelle die Funktionsweise und Sicherheit des Gerätes prüfen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

75/2021: Sehprothese für Blinde

Sehen ohne die Augen zu benutzen. Was völlig absurd klingt soll in Zukunft aber möglich sein. Forscher arbeiten an einer Sehprothese, die direkt am Gehirn implantiert wird.

Was steckt dahinter?

Medizintechniker arbeiten derzeit an einer Sehprothese, die anstatt am Auge oder Sehnerv direkt am Gehirn implantiert wird. Eine solche Sehprothese, wurde bereits ausgetestet und der Spanierin Berna Gomez als erster eingesetzt. Ihr wurde eine Mikroelektrode mit 96 Nadeln in die Sehrinde implantiert. Mit dieser mutigen Aktion will die Spanierin helfen, die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben und so anderen sehbehinderten oder blinden Menschen zu helfen.

Wie funktioniert die Sehprothese?

Die Sehprothese kann die Neuronen in der Sehrinde stimulieren. So entstehen Lichtwahrnehmungen (Phosphene), die nicht durch tatsächliches Licht, sondern durch Reize ausgelöst werden. Während es zunächst schwer für die Probandin war, einen Unterschied zwischen spontan entstandenen und stimulierten Phosphenen zu erkennen, lernte das Gehirn schnell diese zu unterscheiden.  Zunächst konnte Sie vertikale und horizontale Linien unterscheiden, dann immer mehr und komplexere Formen. So gelang es den Forschern auch einzelne Buchstaben durch Phosphene darzustellen, die die Spanierin dann tatsächlich „sehen“ konnte. Nun wollte man noch weiter gehen und echte Formen die vor der Spanierin lagen, darstellen. Dafür nutzte sie eine Brille, die Bilder in elektronische Signale umwandelt. So konnten die Informationen über die Sehprothese ans Gehirn weiter gegeben werden. Und tatsächlich konnten erste Formen wie beispielsweise ein Quadrat auf einem Bildschirm wahrgenommen werden. Mit mehr Übung gelang das auch immer besser.

Die Zukunft der Sehprothese

Auch wenn das Experiment ein riesen Erfolg war – an der Technik muss noch viel weiterentwickelt werden. Mit einer ausgefeilten Technik und viel Übung könnte es blinden und Sehbehinderten Menschen in Zukunft wieder ermöglicht werden, tatsächlich zu sehen. Auch wenn nur einzelne Formen und Umrisse erkannt werden können, wird diesen Menschen so ein Stück Sehkraft zurückgegeben. „Die Prothese könnte jemandem ermöglichen, Menschen, Türen oder Autos leichter zu identifizieren. Sie könnte deren Unabhängigkeit und Sicherheit erhöhen. Daran arbeiten wir“, so Richard A. Normann, Bioingenieur.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

74/2021: Honig ohne Bienen

Das Kalifornische Unternehmen MeliBio stellt den weltweit ersten echten Honig vor, der ganz ohne Bienen und mithilfe synthetischer Biologie produziert wurde.  

Echter Honig ohne Bienen

MeliBio ist ein Venture-gestütztes Unternehmen, das 2020 gegründet wurde und 1,5 Millionen US-Dollar von Investoren in den USA, Europa, Asien und Australien gesammelt hat. Das Unternehmen setzt synthetische Biologie, Präzisionsfermentation und Pflanzenwissenschaften ein, um einen zu echtem Honig molekular identischen herzustellen. Das bedeutet, dass der Honig die gleichen gesundheitlichen Vorteile und den gleichen köstlichen Geschmack hat, den die Verbraucher lieben, aber ohne die Umweltbelastungen, die mit der kommerziellen Honigproduktion verbunden sind. Durch dieses Prinzip versucht MeliBio die Biodiversität der 20.000 Bienenarten wieder herzustellen und so den ganzen Planten zu schützen. Darüber hinaus hat die weltweite Honiglieferkette Schwierigkeiten, mit der Nachfrage Schritt zu halten.  Die jüngsten Honigernten wurden durch den Klimawandel stark beeinträchtigt, was zu geringen Honigerträgen und Preisschwankungen führte.

Eine Zukunft ohne Bienen

Eine Zukunft ohne Bienen könnte weltweit enorme Nahrungsmittelknappheit bedeuten und ihr potenzielles Aussterben ist eine Frage der internationalen Ernährungssicherheit. Seit Jahren schlagen Biodiversitätsexperten und Aktivisten Alarm wegen des anhaltenden Rückgangs der Bienenpopulation aufgrund von Lebensraumzerstörung, weit verbreitetem Einsatz giftiger Pestizide und dem Klimanotstand. Bienen und andere Bestäuber sind für ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen der Welt verantwortlich, was sie essentiell für unsere Natur und die Nahrungsmittelproduktion macht. Vor allem für Veganer, die aufgrund der ausbeutenden Honiggewinnung durch Bienen diesen meiden, scheint der synthetische Honig eine gute alternative zu sein.

Bereit für den Markt

Nach einer privaten Testveranstaltung in San Francisco, bei der der Honig von 100 Experten probiert und getestet wurde, ist MeliBio nun bereit gegen Ende von 2021 mit den Auslieferungen des Produkts zu beginnen, mit dem Auftrag, die Natur und Tiere zu schützen und dem Planeten etwas gutes zu tun. So will das Unternehmen auch als Vorbild fungieren, wie man in Zukunft auch andere Nahrungsmittel- Herstellungsprozesse mithilfe von synthetischer Biologie lösen kann – zu Gunsten aller.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

73/2021 WeWalk: Die Revolution des Blindenstocks?

Ein „smarter Blindenstock“, der mit dem Smartphone verbunden werden kann. Mit diesem Produkt will die Non-Profit-Organisation Young Guru Academy (YGA) blinden und sehbehinderten Menschen ein Stück Unabhängigkeit zurückgeben.

Was ist der WeWalk Blindenstock?

Laut Hersteller ist WeWalk ein „intelligenter Blindenstock“. Er sieht aus und wird benutzt wie ein herkömmlicher Blindenstock, doch im inneren versteckt sich noch vieles mehr. Ein elektronischer Griff warnt den Nutzenden durch Impulse vor herannahenden Hindernissen, welche von verbauten Ultraschallsensoren erkannt werden. Dieses Feature zielt vor allem auf die Beseitigung von Gefahren oberhalb des Brustbereichs ab, da diese durch das Führen des Stockes am Boden nicht erkannt werden können.

Weitere Besonderheiten des Blindenstocks

Im Vordergrund steht klar die Sicherheit des Nutzenden. Doch neben diesen Funktionalitäten bietet der intelligente Stock noch einiges mehr. Durch eine integrierte Bluetooth Funktion kann  WeWalk nämlich mit dem Smartphone verbunden werden. Über die WeWalk-App ist es so mithilfe eines Sprachassistenten möglich, alles über die Umgebung herauszufinden. Wann kommt der nächste Bus? Welche Läden befinden sich in der Nähe? Wie weit ist das Ziel entfernt? Wo befindet sich das Ziel? All diese Fragen und mehr soll der intelligente Blindenstock über einen verbauten Lautsprecher beantworten können. Er kann über einen USB-Anschluss aufgeladen werden, wobei eine volle Ladung für ca. 5 Stunden bei aktiver Nutzung reicht.

Die Entstehung des smarten Blindenstocks

Die Idee für WeWalk ist nicht etwa unter der Dusche oder abends in der Bar entstanden. Der Designer des Blindenstocks, Kursat Ceylan, ist nämlich selbst blind. Auf Grund dessen kennt er die Probleme und Hindernisse von Blinden und will diese durch sein Produkt beseitigen. „Heutzutage sprechen wir über Flugmaschinen, aber blinde Menschen brauchen nur einen einfachen Stock. Als Blinder weiß ich nie, was mein Ausgang ist, wenn ich in der U-Bahn-Station bin“, betonte Ceylan. Seine Vision ist es, die modernsten Technologien für Sehbehinderte nutzbar zu machen und durch eine ständige Verbesserung  das Leben dieser Menschen nachhaltig zu verbessern.

 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

72/2021: heatle

Um eine Tasse Wasser zu erwärmen ist der Einsatz des Wasserkochers gefragt – gefüllt mit zu viel Wasser damit das Gerät nicht kaputt geht. heatle erwärmt nur gerade so viel Flüssigkeit wie benötigt.

heatl – was steckt dahinter?

Das Startup heatle hat es sich zur Aufgabe gemacht Menschen jeden Alters durch innovative Produkte im Alltag zu unterstützen. Angefangen mit dem ‚heatle‘ der Anfang des Jahres 2021 auf den Markt kam und durch seine Funktion Strom und Wasser sparen soll. Konkret besteht das Gerät aus zwei Teilen, einer Basisstation mit 18cm Durchmesser und einem Heizstab. Zweck hinter der Erfindung ist es, den Gebrauch des Wasserkochers, oder eines Topfes auf dem Herd dann überflüssig zu machen, wenn nur eine bestimmte Menge Flüssigkeit erhitzt werden soll. Hierzu stellt man das Gefäß welches die Flüssigkeit enthält, also eine nichtmetallische Tasse oder Kanne etc. auf die Basisstation. Nun stellt man den Heizstab in die Flüssigkeit und stellt die gewünschte Gradzahl ein, die am Ende erreicht werden soll. Das integrierte Thermometer misst stetig die Temperatur und innerhalb von wenigen Minuten wird bis zu 1,5 Liter Flüssigkeit auf die eingestellte Temperatur erhitzt. Die gebündelte Energie ist zu 96% effizient und spart so Strom. Außerdem wird vermieden, einen Wasserkocher mit mehr Wasser zu füllen als benötigt, damit das Gerät nicht beschädigt wird. Ebenso das Erhitzen von Milch, Kakao, Suppe oder jeglicher anderer Flüssigkeit muss nicht mehr umständlich auf dem Herd oder ineffizient in der Mikrowelle erfolgen.  Durch einen Magneten wird der Stab in der Senkrechten gehalten, auch wenn die erhitzte Flüssigkeit blubbert und in Bewegung kommt.

What else?

Recyclebare Materialien und die vollständige Entwicklung und Produktion des ‚heatle‘ in Deutschland unterstreicht den Nachhaltigkeitsgedanken des Startups.  Aktuell in den Farben schwarz und weiß online verfügbar, für einen Preis von 249 Euro. Innovation kostet und daher ist der Preis für den heatle zunächst recht stolz. Wie sich das Produkt weiter entwickelt und ob das Gerät irgendwann erschwinglicher wird, zeigt sich wohl erst im kommenden Jahr, da die ersten Auslieferungen im Dezember 2021 erfolgen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

71/2021: Paperless

Schluss mit dem Papierkram in Unternehmen – mit einer Softwarelösung will das Start-up Paperless den Prozess der Vertragsschließung revolutionieren.

Was ist Paperless?

Mit nur wenigen Klicks kann man heute eine Reise buchen, shoppen oder Termine vereinbaren. Während all diese Prozesse digitalisiert und somit deutlich vereinfacht sind, ist das Ausfüllen von Verträgen oder Personalfragebögen immer noch mühselig. Dass soll nun mit Paperless geändert werden. Einer App zum erstellen, signieren und verwalten von Dokumenten. Während man sonst Verträge erst verschicken, dann ausfüllen, einscannen und wieder zurücksenden musste, soll dieser gesamte Workflow jetzt in einer App untergebracht werden.

Der Mehrwert von Paperless

Dokumente wie Kaufverträge sollen sich mit Paperless viel einfacher teilen und bearbeiten lassen. Während man bisher meist solche Dokumente in Word erstellt hat, als PDF weitergeschickt und dann wieder mühselig die PDF irgendwie bearbeiten musste, wird dieser ganze Prozess jetzt in Paperless vereinigt. Die Datensicherheit spielt bei vertraulichen Dokumenten wie Verträgen eine besonders große Rolle, weshalb Server nur in Deutschland genutzt werden sollen, um so die sichere Datenspeicherung zu gewährleisten. Seit dem Launch des Tools in 2021 hat Paperless bereits über 100 Pilotkunden gewinnen können, von denen 30 auch zu zahlenden Kunden wurden. Die Software von Paperless ist nämlich kostenpflichtig. Angeboten wird sie für monatlich 24 Euro pro Nutzer.

Der Workflow

Paperless soll ein einfaches und intuitives Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten ermöglichen. Ähnlich wie bei Google Drive sollen mehrere Personen am selben Dokument arbeiten  und diese auch kommentieren können. So kann innerhalb des Unternehmens kommuniziert, Dokumente überprüft und zur Freigabe bereitgestellt werden. Auch kann mit dem Kunden in Kontakt getreten werden, wenn bei diesem Fragen auftreten. Durch elektronische Signaturen können Kunden einfach unterschreiben. Nachdem einmalig eine Unterschriftsvorlage eingerichtet wurde, muss diese nur noch eingefügt werden. Zusätzlich verhindert eine automatisierte Datenüberprüfung Fehler, die den Prozess verzögern. Die App ist sowohl für PC als auch als mobile Version erhältlich und kann so immer und von überall genutzt werden.

Paperless Product Tour (vimeo.com)

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 RAKETENSTART

Theme von Anders NorénHoch ↑