RAKETENSTART

Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Seite 27 von 91

06/2023 WaterLily: Die grüne Stromquelle

Stell Dir vor, Du machst einen mehrtägigen Wander-Ausflug und bist von nichts anderem als unberührter Natur und Wildnis umgeben – Ein echtes Abenteuer. Aber was ist, wenn Du mal Strom benötigst, um beispielsweise Dein Handy oder die Kamera aufzuladen? Dafür hat die kanadische Firma Seaformatics mit dem innovativen Tool namens WaterLily eine aus unserer Sicht sehr gute Abhilfe geschaffen.

Wie funktioniert WaterLily?

Wie der Name schon vermuten lässt, spielt Wasser bei dieser Anwendung die tragende Rolle. WaterLily besteht dabei aus einer portablen Turbine, die grüne Energie produziert und in Strom umwandelt. Durch Platzierung des Tools in einem Fließgewässer beginnt sich die Turbine zu drehen und erzeugt auf diese Weise Strom, der dann über ein Kabel zu dem zu ladenden Gerät geleitet wird. Klingt ziemlich einfach, oder?

Die Nutzung von Wasser zur Stromerzeugung bietet dabei viele Vorteile: Im Gegensatz zur Sonne, die über Nacht verschwindet, fließt Wasser immerzu und kann somit rund um die Uhr genutzt werden. Es ist somit eine zuverlässige und erneuerbare Energiequelle, die im Einklang mit der Natur steht und wetterunabhängig genutzt werden kann. Gleichzeitig überzeugt die kleine Turbine durch ihre enorme Leistung: Im Schnitt produziert sie nämlich 8 Mal mehr Energie als ein 15 Watt Solarpanel.

Nachhaltige Stromversorgung für abgelegene Regionen

Die Firma Seaformatics hat mit WaterLily nicht nur ein Tool entwickelt, welches das Camping-Erlebnis sicherer und komfortabler macht. Ebenso setzt sie sich für die Verbesserung der Stromerzeugung in Gebieten ein, in denen Menschen keine zuverlässige oder bezahlbare Stromquelle haben. Durch die eigene und unabhängige Stromerzeugung können Geräte wie Handys kontinuierlich aufgeladen oder eine durchgängige Lichtquelle generiert werden – und das auf sozial verträgliche und nachhaltige Weise. Somit wird zur Verbesserung der Lebensqualität in diesen Gebieten beigetragen und die Menschen vor Ort bei ihrer täglichen Arbeit und ihrem Alltag unterstützt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

05/2023 Vapo Wesp: Natürliches Wespenmittel

Wer kennt es nicht: Die Stimmung eines gemütlichen Grillabends kann schnell durch einen hungrigen Wespenscharm betrübt werden. Mit VapoWesp gehört das der Vergangenheit an.

Von den Wespen in ihrem Garten gestört kamen eine Mutter und ihre Tochter auf eine großartige Innovation. Mit dem natürlichen VapoWesp Pulver werden Wespen zwar vertrieben, aber die Umwelt geschont.

So funktioniert’s

Die Anwendung von Vapo Wesp ist ganz einfach. Das Produkt wird mit einer speziellen Räucherbox geliefert. In diese muss zuerst Kaffepulver gefüllt werden. Dabei zu beachten ist, dass das Kaffeepulver nicht im Lieferumfang enthalten ist, aber wer es nicht sowieso zuhause hat, kann es einfach im Einzelhandel kaufen. Der Kaffee wird nun mit einer speziell angefertigten Kräutermischung vermengt. Im Anschluss muss das Gemisch nur noch angezündet werden und schon entfaltet es seine Wirkung. Damit beim Verglimmen nicht zu viel Rauch in die Umgebung gelangt, ist die Box mit einem speziellen Deckel ausgestattet. Mit diesem kann man die Menge des Dampfs regulieren. Und schon kann man entspannt draußen sitzen, ohne Angst vor Wespenstichen haben zu müssen.

Die Vorteile von Vapo Wesp

Wespen sind äußerst wichtig für das Ökosystem. Sie bestäuben Pflanzenblüten und tragen damit grundlegend zum Bestehen unserer Natur bei. Trotzdem wollen wir die kleinen Insekten aus Angst vor Stichen oder sogar allergischen Reaktionen nicht in unserer Nähe haben. Mit Vapo Wesp haben wir eine neue Möglichkeit Wespen auf natürliche Art fernzuhalten ohne sie dabei gleich zu töten. Der aufsteigende Rauch von Vapo Wesp signalisiert den Tieren Gefahr, was sie schnell Reißaus nehmen lässt. Gleichzeitig ist der Dampf aber für uns wohlriechend. Das stellt einen klaren Vorteil zu anderen Hausmitteln dar. Die Kräutermischung ist in drei Sorten erhältlich: Zitrone/Basilikum, Rosmarin/Orange und Heublume/Thymian. Dank der natürlichen Rezeptur sind auch wir Menschen keinen gefährlichen Chemikalien oder Pestiziden ausgesetzt. Auf diese Weise ist die Innovation nicht nur natürlich und ressourcenschonend, sie ermöglicht uns auch einen sorgenfreien Sommer.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

04/2023 Allbirds: Nachhaltige Schuhe

Die globale Bekleidungsherstellung ist zusammen mit der Schuhindustrie für rund 10% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich – mehr, als Flug- und Schiffverkehr zusammengenommen verursachen. Doch nicht nur die ökologischen Auswirkungen, auch die sozialen Bedingungen in vielen Fabriken sind hochproblematisch. Das Unternehmen allbirds denkt um und setzt auf nachhaltige Schuhe, die unter fairen Bedingungen produziert werden.

‚Allbirds‘ wurde bereits 2015 als Startup von dem ehemaligen neuseeländischen Fußballnationalspieler, Tim Brown, und dem Biotech-Ingenieur, Joey Zwillinger, gegründet. 2016 wurde das erste Produkt gelauncht, ein Sneaker mit Obermaterial aus der Wolle neuseeländischer Merinoschafe. Heute überzeugt das Unternehmen durch engmaschige und relativ kurze Lieferketten, direkte und persönliche Kontakte zu Zulieferern sowie umwelt- und sozialverträgliche Standards. Die Schuhe zeichnen sich dabei vor allem durch ihr schlichtes und zeitloses Design, einen hohen Tragekomfort und natürlich durch ihre nachhaltige Produktion aus.

Süßes für die Füße: Schuhe aus Zuckerrohr

Ob Schnürsenkel aus recycelten Plastikflaschen, Garn aus Eukalyptusbaumfasern oder Rizinusöl als Bestandteil von Einlegesohlen – Allbirds nutzt bei der Fertigung der Schuhe überwiegend nachwachsende Rohstoffe. Die neueste Innovation ist wohl die aus brasilianischem Zuckerrohr hergestellte Zwischensohle. Das aus dem Zuckerrohr gewonnene Material, welches sonst als Abfall weggeworfen werden würde, wird zum sogenannten „SweeetFoam“ verarbeitet und in Sneaker, FlipFlops oder Loungers integriert. Außerdem handelt es sich bei der Produktion um einen geschlossenen Kreislauf, da anfallende Nebenprodukte als Dünger für die nächste Ernte Zuckerrohr verwendet werden können.
Die bisherige Resonanz auf die Schuhe von ‚Allbirds‘ sei überwiegend positiv und die Stores ständig ausverkauft. Zudem sind auch größere Unternehmen, wie z.B. adidas, auf die nachhaltige Alternative aufmerksam geworden und bereits Kooperationspartner.

03/2023 Papilio: Die nachhaltige Straßenlaterne

Um unsere Städte zu beleuchten werden alleine in Deutschland jährlich 2,5 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt. Hinzu kommt, dass das künstliche Licht jede Nacht abertausende Insekten anlockt, die dann dort verenden. Dass Straßenbeleuchtung auch umweltfreundlicher geht, zeigt jetzt ein Berliner Produktdesigner mit seiner smarten Laterne ‚Papilio‘.

Die smarte Straßenlaterne ‚Papilio‘ ist ein innovatives und umweltfreundliches Modell des in Berlin lebenden Produktdesigners Tobias Trübenbacher. Im futuristischen Stil gehalten brennt die Laterne nicht die ganze Nacht. Stattdessen erkennt ein integrierter Infrarotsender, wann sich jemand nähert und das Licht tatsächlich benötigt wird. Jenes erhellende Licht wird dann von einer Leuchte direkt nach unten abgestrahlt und gleichzeitig Richtung Nachthimmel abgeschirmt. So reduziert sich nicht nur die viel zitierte Lichtverschmutzung signifikant. Auch würden sich Insekten weniger verirren. Einfach weil das Farbspektrum des Lichts für die nützlichen, kleinen Lebewesen weitaus weniger anziehend ist als das von herkömmlichen Straßenlampen.

Die Stromerzeugung für die kecke neue Lampe ‚Papilio‘ erfolgt durchweg ökologisch über einen Windgenerator. Dieser ist sehr platzsparend, leise und völlig ungefährlich für Mensch und Tier. Ganz nebenbei funktioniert dieser autark, zuverlässig und unabhängig von der Windrichtung. Darüber hinaus ist ein integrierter Akku in der Lage den Strom an windstillen Tagen zu speichern.

Papilio: die Vision

Die Entwicklung des Papilio ist zum Redaktionsschluss noch nicht ganz abgeschlossen. Es werden weitere Tests benötigt, so der Anbieter. Besonders die Form der Rotoren reize ihr Potenzial noch nicht ganz und solle Herstellerangaben zufolge noch einmal überarbeitet werden. Zudem soll natürlich gewährleistet sein, dass von den eigendynamischen Geräten im öffentlichen Raum keine Gefahren ausgehen. Unabhängig vom Release-Datum, so eine Pressemitteilung, sei schon im Vorfeld die Nachfrage signifikant. Insbesondere aus windigen Küsten- und Bergregionen werde großes Interesse angemeldet. Weitere Informationen über den findigen Gründer Trübenbacher finden sich auf seiner Website.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

02/2023 Riechende Computer: eine unvollendete Innovation

Ein Forschungsteam in Israel hat einen riechenden Roboter erfunden. Mittlerweile erkennt die Maschine verlässlich unterschiedliche Gerüche. Die Erfindung hat jedoch noch Verbesserungspotenzial.

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben einen Roboter mit Geruchssinn entwickelt. Dank eines biologischen Sensors kann die Maschine Gerüche erkennen und interpretieren, berichtet das Portal Neuroscience News. Die Forscher versprechen sich von ihrer Erfindung viel. Der Roboter mit der Spürnase könnte in der Zukunft bei der Erkennung von Sprengstoffen, Drogen, Krankheiten und vielem mehr eingesetzt werden, heißt es.

Roboter riecht quasi durch Fühler von Heuschrecken

Die Nase des Roboters funktioniert nicht ganz so einfach wie eine menschliche Nase. Es ist ein Zwischenschritt nötig, damit die Maschine Gerüche erkennen und zuordnen kann. Die Forschenden entnahmen im ersten Schritt Wüstenheuschrecken ihre Fühler, um sie an ein elektrisches System anzuschließen. Nehmen die Fühler Gerüche wahr, erzeugen sie elektrische Signale, die sie über die Verbindung an den Roboter weiterleiten. Die weitergegebenen Signale wurden schließlich gemessen und ein lernfähiger Algorithmus hat die Impulse spezifischen Gerüchen zugeordnet, erklärt Engadget die Funktionsweise.

Die Wissenschaftler brachten ihrem Roboter auf diesem Wege bei, acht unterschiedliche Gerüche eindeutig zu identifizieren. So kann die Roboternase mittlerweile Marzipan, Zitrone, Geranien und andere Geruchsmischungen erschnuppern. Die Frage, die man sich nun stellen könnte: Riech-Roboter eine wissenschaftliche Premiere? Die Verantwortlichen der Uni Tel Aviv sprechen im Zusammenhang mit ihrer Erfindung zwar von einer „wissenschaftlichen Premiere“, jedoch gab es bereits im vergangenen Jahr ein ähnliches Experiment. In einer Studie der Michigan State University wurden ebenfalls Heuschreckenfühler verwendet, damals um gezielt Krebszellen aufzuspüren. Das Forschungsteam der Uni Tel Aviv räumte nach ihrem erfolgreichen Experiment ein, dass vom Menschen geschaffene Technologien immer noch nicht mit der Millionen Jahre alten Evolution mithalten können. Dies gelte insbesondere für die Geruchswahrnehmung.

01/2023: Der Soapflaker

Seife ist einer der wichtigsten Kosmetikartikel, wenn es um Hygiene geht. Wir waschen mit ihr unsere Hände, um sie von Schmutz, Krankheitserregern und weiteren umeingeladenen Gästen zu befreien. Dabei gibt es einerseits Liebhaber von festen Seitenstücken und andererseits von flüssiger Seife. Beide haben Vor- aber eben auch Nachteile. Soapflaker vereint die positiven Eigenschaften beider Sorten.

Vor ca. 5000 Jahren fingen die Menschen an Seife in ihren Alltag zu integrieren. Dabei setzten sie auf feste Seifenstücke, denn sie ist einfach zu verwenden, sparsam im Verbrauch und kostengünstig, denn sie besteht aus nur wenigen Komponenten. Diese sind zudem biologisch abbaubar, also gut für die Umwelt. Auch heute gibt es die feste Seife noch nach wie vor. Allerdings ist sie nicht mehr so beliebt wie damals, denn heute sind die Menschen mehr Bequemlichkeit, Hygiene und vor allem Ästhetik gewohnt. Solch ein festes Seitenstück ist nicht immer sehr ansehnlich, wie es von so vielen Menschen angetatscht auf einer verschmierten Schale liegt. Anfassen und sich damit dann gut und rein fühlen ist dann so eine weitere Sache…Wird sie außerdem nicht trocken gehalten, löst sie sich auf und klein gewordene Seifenreste, die nicht mehr gut genug zum Händewaschen erscheinen, landen nun mal schneller als gedacht im Müll. Einen entscheidenden Vorteil hat sie allerdings: Feste Seife ist nachhaltig und umweltfreundlich, indem sie zumindest schon mal nur in ein Stück Papier oder Karton eingepackt ist.

Feste Seife vs. flüssige Seife

Flüssige Seife erfüllt den Convenience- und Ästhetik-Anspruch der heutigen Menschen viel mehr. Sie ist hygienisch und unkompliziert. Allerdings hat auch sie ihre Nachteile. Sie wird in Plastik verpackt. Egal ob Dosierspender oder Nachfüllbeutel, man kann dem Plastik nicht aus dem Weg gehen. Außerdem, wer kennt es nicht, dann pumpt man halt zwei bis dreimal statt einmal..weil man denkt, viel hilft viel. So ist eine Seife ruckzuck leer. Hier wartet allerdings auch schon der nächste Nachteil: Sie besteht zum größten Teil aus Wasser. Bedeutet letztendlich, dass eine riesige Menge Wasser unnötig durch Transporter durch die Gegend gefahren wird.

Soapflaker vereint Vorteile

Das geht doch besser, dachte sich der Gründer und innovierte eine Erfindung, die die Vorteile der festen und der flüssigen Seife miteinander kombiniert: Der Soapflaker, ein Spender für feste Seife. Dieser funktioniert nach dem Prinzip einer Pfeffermühle. Über die Hand halten, drehen und mit herausfallenden Seifenflocken die Hände waschen. Der feste Soapflaker-Kern besteht aus zertifiziertem Bio-Pflanzenöl und ist für etwa 500 Handwäschen ausreichend bei einer 1/4 Umdrehung pro Benutzung. Ihn gibt es einmal in einer Aloe-Vera und einmal in einer Honig Variante. Alles kommt ohne Wegwerfplastik aus, auch bei den Refill-Sets. Der Soapflaker hält die Seife trocken und somit kann sie auch bis zum letzten Restchen verbraucht werden. So vereint der Soapflaker die Nachhaltigkeit einer festen Seife mit der Ästhetik und Bequemlichkeit einer Flüssigseife.

77/2022: eco:fibr stellt Zellstoff aus Ananasfasern her

224 Millionen Bäume werden pro Jahr abgeholzt und zu Papier und Kartonagen weiterverarbeitet. Dafür werden extra Flächen gerodet und Wälder zerstört. Zusätzlich werden bei der Zellstoffproduktion mit Holz große Mengen an Wasser verschwendet und Energie verbraucht. Das Startup eco:fibr nutzt statt Holz Ananaspflanzen für die Zellstoffgewinnung.

Mit rund 3,4 Millionen Tonnen Ananasfrüchten jährlich ist Costa Rica Weltmarktführer für den Ananasexport, weltweit sind es ganze 25 Millionen Tonnen. Beim Anbau fallen gleichzeitig aber auch über 4,5 Millionen Tonnen an Resten allein in Costa Rica an, die nur schwer entsorgt werden können. Die Pflanzenreste werden oft mit Chemikalien getrocknet und anschließend verbrannt, weil sie nur schwer kompostierbar sind. Das hat einen hohen CO2-Ausstoß und eine Verunreinigung des Grundwassers zur Folge. Eco:fibr möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und einerseits das Entsorgungsproblem der Landwirte lösen und andererseits die Abholzung von Wäldern verringern.

Ananaspflanze liefert Zellstoff

Eco:fibr hat einen eigenen Prozess entwickelt, um aus den Pflanzenresten der Ananas zu 100 Prozent pflanzlichen Zellstoff ressourcenschonend generieren zu können, der der Papierindustrie dient. Dabei kommen keine Chemikalien zum Einsatz, die die Umwelt belasten. Zudem wird die Ananas ganzjährig angebaut, der Zellstoff kann also dauerhaft hergestellt werden.

In Costa Rica, wo die Ananas angebaut wird, werden die Pflanzenreste von den Landwirten abgenommen, der getrocknete, umweltfreundliche Zellstoff produziert und anschließend für die Papierherstellung nach Deutschland gebracht. Dort wird der innovative Zellstoff aus Ananas für Wandbeläge oder Verpackungen genutzt.

Etablierung von eco:fibr

Da der Export von Südamerika nach Deutschland nicht ideal ist und die Produktionsstätte in Costa Rico gebaut werden soll, wird langfristig damit geplant, den alternativen Zellstoff auf dem amerikanischen Markt zu vertreiben. Bis dahin soll der neuartige Stoff auf dem europäischen Markt etabliert werden, da vor allem der deutsche Markt eine hohe Nachfrage nach Alternativen aufweist.

Bisher können nur kleine Mengen an Zellstoff aus den Ananaspflanzen extrahiert werden. Das Team von eco:fibr arbeitet in einem Pilotprojekt daran, mehrere Tonnen zu generieren, die dann auch tatsächlich eingesetzt werden. Neben Costa Rica sollen auch die Ananasreste in anderen Ländern verwertet werden, auf lange Sicht sollen andere Abfallstoffe folgen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

16

76/2022: Papair bietet nachhaltige Luftpolsterfolie

Pakete kommen oft nicht ohne sie aus: Die Luftpolsterfolie. Die Kunststofffolie wird zum Verpacken von zerbrechlichen Gegenständen genutzt oder um Hohlräume in Paketen auszufüllen, dass die Waren darin nicht lose liegen. Das Material der Folie ist dabei wenig nachhaltig. Papair schafft eine umweltfreundlichere Variante.

Viele haben Spaß dabei, die Luftbläschen des herkömmlichen Verpackungsmaterials zerplatzen zu lassen. Allerdings ist das zusätzliches Plastik, das in die Umwelt gerät und hinsichtlich der Umweltverschmutzung keine zukunftsfähige Lösung. Das Startup Papair hat eine nachhaltige Papier-Luftpolsterfolie entwickelt.

Luftpolsterfolie aus Papier von Papair

Papair hat eine Luftpolsterfolie geschaffen, die zu 100 Prozent aus recyceltem Papier besteht. Damit kann der C02-Ausstoß bei vergleichsweise herkömmlichen Verpackungen aus Kunststoff reduziert werden. Durch das Papier sind die Luftpolsterfolien von Papair vollständig biologisch abbaubar und können erneut recycelt werden. Durch die Entsorgung im Altpapier können die Papierfasern bis zu zwanzig mal wieder aufbereitet werden. Die Luftkammern bei Papair entstehen nicht wie bisher bekannt durch Lufteinschluss, sondern durch geometrische Formen, die die Erschütterung vom Produkt ableiten. Bei den Produkten wird Naturkleber eingesetzt, um auf Kunst- oder Klebstoffe verzichten zu können.

Die nachhaltige Alternative ist dabei genauso flexibel und vielseitig einsetzbar wie ihr bisheriges Pendant und kann entsprechende schützende Eigenschaften aufweisen. Nachhaltigkeit wird bei Papair großgeschrieben, weshalb das Papier von deutschen Herstellern stammt und auch in Deutschland in Niedersachsen weiterverarbeitet wird.

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit vereint

Es gibt bereits ähnliche Produkte auf dem Markt, diese seien jedoch hinsichtlich des Preises oder wegen ihrer Produkteigenschaften nicht überzeugend. Papair vereint Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit, wodurch es Unternehmen ermöglicht wird, auf Plastik als Verpackungs- oder Füllmaterial zu verzichten. Laut eigenen Angaben sollen die Produkte von Papair ähnlich kosten. 75 Prozent der Konsumenten legen Wert auf nachhaltige Verpackungslösungen, weshalb die Luftpolsterfolie aus Papier ein interessantes Produkt für viele Branchen ist.

Papair hat den PapairWrap, ebenjene Luftpolsterfolie, und die PapairBag, eine Versandtasche entwickelt. 2023 soll eine zweite Maschine mit dem patentierten Verfahren in den Betrieb gehen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

75/2022: Vienna Textile Lab entwickelt Textilfarbe aus Bakterien

Die Modebranche ist einer der größten Klimasünder, der sogenannten Fast-Fashion werden bis zu 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen zugeschrieben. Die Verbreitung von Mikroplastik, ein enorm hoher Wasserverbrauch und giftige Chemikalien für die Färbung der Stoffe kommen noch dazu. Dagegen möchte das Startup Vienna Textile Lab etwas unternehmen.

Bunt und knallig oder gedeckt und unauffällig: Farben sind in der Modewelt ein wichtiges Mittel, um sich auszudrücken und gar nicht wegzudenken. Allerdings sind die Prozesse, Stoffe einzufärben besonders umweltschädlich. Vienna Textile Lab verwendet statt schädlicher, synthetischer Farbstoffe biobasierte Alternativen, um die Modewelt etwas klimafreundlicher zu gestalten.

Färben mit Bakterien bei Vienna Textile Lab

Die Stoffe werden üblicherweise mit chemischen und wasserintensiven Farbstoffen gefärbt. Bei Vienna Textile Lab hingegen wird mit Bakterien, Pilzen und Algen gearbeitet. Diese produzieren während des Stoffwechsels bunte Pigmente, welche vom Team von Vienna Textile Lab zu einem Pulver weiterverarbeitet werden. Damit werden anschließend die Stoffe gefärbt.

Die Bakterien stellen damit die umweltfreundlichste und ressourcenschonendste Art zur Herstellung von Textilfarbe dar. Sie kommen in der Natur vor und müssen nicht künstlich hergestellt werden, zudem können die Bakterien-Stämme in Laboren gelagert und gezüchtet werden. Auf diese Weise wird keine landwirtschaftliche Fläche benötigt und auf teure, umweltschädigende Rohstoffe wie Rohöl oder Erze kann verzichtet werden. Zusätzlich wird während des Prozesses kaum CO2 ausgestoßen.

Mit den biobasierten Farbstoffen soll der Produktionsprozess von Kleidung dekarbonisiert, die Textilbranche im allgemeinen nachhaltiger gestaltet und Lieferketten verkürzt werden.

Wo kommt die biobasierte Färbung zum Einsatz?

Mit den biobasierten Alternativen können sowohl pflanzliche und tierische als auch synthetische Textilfasern gefärbt werden. Die Anwendung bei gängigen Materialien wie Baumwolle, Wolle, Seide und Polyester stellt keine Herausforderung dar und ist auch bei Garn und Fasern anwendbar.

Der Luxuskonzern Kering, zu dem unter anderem auch die Marke Gucci gehört, testet in einem Pilotprojekt bereits die Bio-Farbe von Vienna Textile Lab. Im Innovationslabor des Konzerns wurden Hemden aus Baumwolle eingefärbt, um zu sehen, wie die neuartige Farbe auf den Materialien des Unternehmens funktioniert.

Bis 2025 soll das Unternehmen kommerzialisiert werden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

74/2022: AirSeed pflanzt Bäume mit Drohnen

Der Klimawandel ist ein fortschreitendes Problem und wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Es gibt verschiedene Ansätze, dagegen vorzugehen. Ein Weg ist Wiederaufforstung, also Bäume zu pflanzen, da diese CO2 aufnehmen und Sauerstoff freisetzen. Damit helfen sie die Temperatur auf der Erde stabil zu halten. Das Startup AirSeed möchte das mit innovativer Drohnentechnologie umsetzen.

Seit den 2000ern sind über 380 Millionen Hektar Wald weggefallen, sei es durch massive Abholzung oder verheerende Waldbrände. Dadurch werden ganze Ökosysteme zerstört und Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Diese Gebiete müssen durch Wiederaufforstungs- und Wiederbepflanzungsprozesse wiederhergestellt werden.

AirSeed nutzt Drohnen für Wiederaufforstung

Herkömmliche Lösungen zur Bepflanzung sind teuer, aufwändig und langsam. Aus diesem Grund werden Drohnentechnologie, datengesteuerte und künstliche Intelligenz eingesetzt, die circa 80 Prozent günstiger und vor allem 25 mal schneller agieren als bekannte Pflanzenpraktiken.

Der Prozess beginnt mit einer Kartierung des Geländes, bei der Bodenproben genommen werden, um die Bodengesundheit zu analysieren, standortspezifische Pflanzenarten und entsprechende Bepflanzungsmuster bestimmt werden. Im Anschluss wird eine nährstoffreiche Samenkapsel hergestellt. Die Drohne wird mit den boden- und artspezifischen Samenkapseln für den jeweiligen Bereich bestückt. Über dieses Gebiet fliegt die Drohne autonom und protokolliert per GPS den Standort von jeder abgeworfenen Samenkapsel. Auf diese Weise kann nach einigen Monaten das Wachstum kontrolliert und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

So konnten bisher laut AirSeed rund 150.000 Bäume gepflanzt werden, bis 2024 soll die Zahl auf hundert Millionen ansteigen.

Samenkapseln statt Setzlinge

Konventionelle Setzlinge werden bis zu einem halben Jahr in Aufzuchtstationen angebaut, die teuer und langwierig sind. Wenn die Setzlinge soweit sind, eingepflanzt zu werden, müssen sie von der Gärtnerei zum jeweiligen Bereich der Einpflanzung gebracht werden. Das kann beispielsweise durch Buschbrände oder unbefahrbarem Gelände nicht möglich sein, weshalb mit dem Einsatz von Drohnen ein unabhängiger und flexibler Weg gefunden wurde.

Die Kapseln selbst bestehen aus Biomasseabfällen, die Schutz vor Tieren bieten, das Wachstum unterstützen und das Saatgut beinhalten. Dieses wurde durch die Analysen so zusammengesetzt, dass es im Zielgebiet besonders gut gedeihen kann.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 RAKETENSTART

Theme von Anders NorénHoch ↑