Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Kategorie: Allgemein (Seite 52 von 91)

69/2019 „SafeToNet“: App soll das Surfen im Netz für Kinder sicherer machen

SafeToNet ist eine innovative App, welche mithilfe einer künstlichen Intelligenz auf Gefahrensituationen im Internet hinweist. Feedback-Karten sollen dem Kind zudem Ratschläge für das richtige Verhalten geben. Im Anschluss soll dann der „safety indicator“ die Verhaltensweisen analysieren und sowohl das Kind, als auch die Eltern auf Gefahrensituationen aufmerksam machen.

Der Einstieg in soziale Netzwerke und das Surfen im Internet scheint mit immer zunehmend jüngerem Alter zu beginnen. Die App „SafeToNet“ will vor allem mit Prävention Kinder und Jugendliche vor potentiellen Gefahren schützen. Mithilfe eines intelligenten Keyboards kann die App aktuelle Nachrichten-Eingaben des Kindes analysieren. In Echtzeit soll das Kind dann noch vor dem Abschicken der Nachricht eine Meldung bekommen. Je nach Farbintensität weißt die Meldung auf mögliche Risiken hin. Rot steht dabei für hohes Risiko und Violett für starke negative Gedanken. Durch Klicken auf die Warnmeldungen soll das Kind eine unterstützende Anleitung für die richtige Verhaltensweise in dieser Situation bekommen.

KI soll Gefahren erkennen

Da das Ganze ohne menschliches Zutun funktionieren soll, analysiert lediglich eine künstliche Intelligenz die Eingaben des Kindes. Diese soll sich über die Zeit immer besser entwickeln und so auch Fehl-Warnungen verringern. Kinder und Jugendliche, welche die App installiert haben, können so auch Rückmeldung für einen Fehl-Benachrichtigung geben.

Potentielle Risiken immer im Blick

Die App soll aber weitaus mehr können. Über den „Safety Indicator“ werden die Veränderungen des Risikolevels durch Nachrichten und Apps angezeigt. Diese sollen sowohl Kinder, als auch Eltern einsehen können. Für das Kind soll es eine gute Möglichkeit bieten das eigene Verhalten im Internet besser einzuschätzen. Je nach Veränderung des Levels soll es selbst erkennen, welche Nachrichten potentielle Gefahren bergen. Ebenso soll angezeigt werden, zu welcher Uhrzeit sich die Kinder in diesen Gefahrenbereich begeben haben. So können auch die Eltern einsehen, wann das Kind einem möglichen Risiko ausgesetzt ist. Das soll bei Bedarf die Grundlage für ein ruhiges und fundiertes Gespräch zwischen Eltern und Kind schaffen.

Mit dem „trend indicator“ sollen die Eltern das Sicherheitsniveau immer aktuell im Blick haben. Je voller der Kreis, desto sicherer soll das Kind im Netz unterwegs sein. Ebenso soll eine Benachrichtigung auf dem Smartphone eingehen, wenn das Kind eine bedenkliche App heruntergeladen hat. Die Transparenz für sowohl das Kind, als auch die Eltern, soll das Gefahrenbewusstsein und die Kommunikation über Probleme im Netz fördern. Denn immer häufiger kommt es leider zu dem sogenannten Cyber-Mobbing. Hier erfolgt das Mobbing über diverse Chatrooms oder Soziale Netzwerke. Die App „SafeToNet“ soll auf Grundlage der formulierten Nachrichten hier nicht nur Opfer, sondern auch Täter identifizieren können.

Standort per Knopfdruck verschickbar

Eine weitere sinnvolle Nebenfunktion der App soll auch das Verschicken des eigenen Standortes sein. Das Kind kann jederzeit seinen eigenen Standort mit den Eltern teilen. Ob Notsituation oder lediglich der Abholpunkt für das elterliche Taxi, die Erziehungsberechtigten können so nachverfolgen, wo das Kind gerade steckt. Dennoch ist diese Funktion bewusst in nur eine Richtung gehalten. So kann der Standort nur eingesehen werden, wenn das Kind zuvor diesen an die Eltern geschickt hat. Ein ungefragtes Nachspionieren soll demnach vermieden werden.

Interessierte können sich auf der Webseite von „SafetoNet“ genauer informieren. Neben einer 4-wöchigen Testphase soll die App im Monat rund 2,99 € kosten. Das nachfolgende Video soll noch einmal einen Überblick zu dem Gesamtkonzept geben, welches hinter der App steckt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

68/2019 Kingii – Wasser-Lebensretter in unscheinbarem Armband-Format?

Ein neues Armband soll Menschen vor dem Ertrinken retten. Durch einfaches Ziehen wird ein Rettungsballon aufgeblasen, welcher einen Menschen an der Wasseroberfläche hält. Das System des Aufblasens basiert auf CO2-Kartuschen, die simpel ausgetauscht werden können und dadurch eine Wiederverwendung möglich machen.

„Kingii“ heißt der neue „Airbag“ fürs Wasser. Dabei lässt es sich einfach und störungsfrei am Handgelenk wie eine herkömmliche Uhr tragen. Im Gegensatz dazu kann es aber weitaus mehr, nämlich Leben retten. Durch einfaches Ziehen an einem Hebel bläst sich unmittelbar mithilfe einer kleinen CO2-Kartusche ein Rettungsballon auf. Mit diesem kann man sich problemlos über Wasser halten. Aber auch für den Fall, dass man untergehen sollte, wird man durch ihn an die Wasseroberfläche gezogen. Laut Hersteller kann der Ballon dabei erwachsene Personen bis 128 kg rund 48 Stunden lang über Wasser halten. Darüber hinaus ist der Rettungsballon leuchtend orange, sodass Hilfesuchende gut sichtbar für Außenstehende sind. Trotz seiner geringen Größe und fast schon federleichten Gewichtes von rund 168 Gramm, war das noch nicht alles. Auch eine Pfeife und ein Kompass sind integriert. So können rettungsbedürftige Personen sowohl auf sich aufmerksam machen, als auch selbst wieder Orientierung erlangen und an Land zurückschwimmen. Denn oftmals geraten Personen leider unbemerkt in lebensgefährliche Situationen im Wasser. Bis andere registrieren, dass eine Person Hilfe benötigt, ist es meist schon zu spät.

Wer unglücklicherweise den Kingii-Ballon schon einmal in Anspruch nehmen musste, braucht das Armband daraufhin nicht sofort zu entsorgen. Denn es ist wiederverwendbar. Dazu muss nur die CO2-Kartusche ausgetauscht werden. Nachdem man den Ballon des Kingii-Armbandes von Salzwasser, Sand oder Ähnlichem befreit und getrocknet hat, muss man nur noch die Luft rauslassen. Danach kann man ihn ganz einfach wieder zusammenfalten und in die Hülle des Armbandes verpacken.

Die eigentlich doch so simple Idee, war zuletzt schon längst überfällig. Denn immer mehr häufen sich die Unfälle, bei denen Menschen ertrinken. So sind Laut Weltgesundheitsorganisation pro Jahr rund 372.000 Todesfälle zu verzeichnen, weshalb das Ertrinken als einer der Haupttodesursachen bezeichnet wird. Dabei trifft es aber nicht nur Schwimmer. Deshalb ist die Zielgruppe von Kingii nicht beschränkt, denn auch Angler, Wassersportler, Schnorchler oder sonstige Leute, die Aktivitäten im Wasser ausüben, sollen von dem Lebensretter profitieren. Teilweise ist das Ertrinken auch fehlenden Schwimmwesten zu Schulden. Viele Menschen verzichten leider aus ästhetischen Gründen oder auch aufgrund der Bewegungsfreiheit auf diese. Darum war es Ziel der Entwickler, ein kleines und kompaktes Design zu kreieren, welches beim Tragen nicht stört.

Dazu ist der Wasser-Airbag in Armbandformat noch recht erschwinglich. 89,90 € kostet das normale „Kingii Wearable“, inklusive zwei Nachfüllkartuschen. Zudem kann man weitere zwei Kartuschen schon für 5,99 € Nachkaufen. Im Angesicht der Tatsache, dass man im Ernstfall mit seinem Leben bezahlt, ist das eine relativ preiswerte Alternative.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

67/2019 Öko-Idee: Mit Luftblasen Plastik aus Flüssen fischen?

Eine Gefahr für Fische und das Passieren des Schiffverkehrs soll bei bisherigen Plastikauffang-Methoden in Flüssen ein Problem gewesen sein. Genau diese zwei Schwierigkeiten soll „The Great Bubble Barrier“ umgehen. Die Barriere aus Luftblasen soll deshalb die zukunftsträchtige Alternative für die Plastikreinigung in Flüssen sein.

„The Great Bubble Barrier“, soll eine weltweit bisher einzigartige Lösung für die Verschmutzung der Meere durch Plastik sein. Eine rund 60 Meter lange Röhre wird am Boden eines Flusses platziert. Anschließend wird komprimierte Luft durch diese gedrückt. Aufgrund der Löcher steigt die Luft in Form von Blasen an die Wasseroberfläche. Außerhalb des Wassers sieht das Great Bubble Barrier dann aus wir ein sprudelnder Streifen. Und genau durch diesen wird verhindert, dass das Plastik weiter Richtung Meer gespült wird. Denn das Plastik wird durch die entstehende Blasensperre abgefangen und an die Oberfläche des Wassers getragen. Mithilfe der natürlichen Strömung wird das Plastik an das Flussufer geleitet. Anschließend wird es dann durch ein seitliches Becken aufgefangen und kann auf diese Weise aus dem Wasser entfernt werden.

Keine Probleme für Fische und Schiffe

Was das Great Bubble Barrier so einzigartig gegenüber bisherigen Methoden zu Reinigung von Grachten und Flüssen macht, ist, dass Fische und die Schifffahrt nicht behindert werden. Diese sollen ohne Probleme die Blasensperre passieren können. Aufgrund dessen soll das System auch nur geringfügige Auswirkungen auf die Fischwanderung und die natürliche Funktionsweise des Flussdeltas haben. Die größten Plastikmengen sollen bereits über die Flüsse in das Meer gespült werden. Das Great Bubble Barrier bietet so eine gute Möglichkeit, das Plastik im Vorfeld abzufangen. Zudem soll durch die Müll-Auffangbecken die Bewusstseinsbildung der Menschen gestärkt werden. Denn mit der gesammelten Menge wird ersichtlich, wie viel Plastik sich unterhalb der Wasseroberfläche eigentlich bereits in Flüssen umhertreibt.

Entwickelt wurde das System von einem Start-Up aus den Niederlanden im Norden Amsterdams. Das Team besteht neben mehreren niederländischen Wissenschaftlern auch aus dem deutschen Ingenieur Philip Erhorn. Rund zwei Jahre hat das Team an der Erfindung getüftelt. So sollen sogar Plastikstücke mit einer Größe von nur einem Millimeter auch durch die Blasensperre aufgefangen und an die Oberfläche befördert werden können.

Great Bubble Barrier bereits im Einsatz

Das Great Bubble Barrier soll seinen ersten Testlauf bereits in den Grachten von Amsterdam bestreiten. Denn hier sollen bislang über 115 Kilogramm Plastik pro Tag herausgefischt werden, abgesehen von dem restlichen Müll. Hierbei soll die Methode auch eine verhältnismäßig günstige Alternative sein, welche aufgrund ihrer Unbedenklichkeit gegenüber Fischen laut den Erfindern weltweit in jedem Fluss eingesetzt werden kann.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

66/2019 Idee ‚Homeshadows: Revolutionärer Einbruchsschutz?

Die dunkle Jahreszeit lockt Einbrecher immer wieder aufs Neue an. Diesen will Homeshadow zukünftig einen Strich durch die Rechnung machen. Mithilfe von intelligenten, unterschiedlichen Schattenspielen wird so die Anwesenheit von Personen im Haus vorgegaukelt. Einbrecher sollen auf diese Weise abgeschreckt werden.

Eine Lampe, welche aus 60 LEDs besteht, ist die Grundlage des Homeshadows. Das Gerät ist eine Art Schattensimulator. Durch die verschiedene Ansteuerung der zahlreichen LEDs werden immer wieder neue und zugleich unterschiedliche Intensitäten des Lichts geschaffen. Dies erzeugt sich dauerhaft verändernde Schattenbilder. Wird das Gerät dann gegenüber von Wänden oder Fenstern mit Rollos oder Vorhängen aufgestellt, kann die Anwesenheit von Hausbewohnern simuliert werden. Ein besonderer Algorithmus sorgt dafür, dass zu keiner Zeit dieselben Schattenmuster entstehen. Auf diese Weise soll nicht erkenntlich sein, ob die zu sehenden Schatten von realen Menschen oder einem Präventionsgerät stammen. Das soll potentielle Einbrecher verunsichern.

Bisherige Präventionsmethoden in Einbrecherkreisen bekannt

Bislang gibt es schon verschiedene Arten von Erfindungen, welche Beobachter abschrecken sollen in Wohnungen oder Häuser einzudringen. Diese sollen aber größtenteils nur auf automatisches Licht Ein- und Ausschalten programmiert sein. Solche Methoden sollen in Einbrecherkreisen mittlerweile bekannt sein, weshalb diese schon an Abschreckungsfaktor verloren haben. Homeshadow setzt deshalb auf bewegliche Schatten. Es soll laut Hersteller ohne Installation durch einfaches Aufstellen sofort funktionsfähig sein. Es besitzt dabei drei Schaltereinstellungen, Auto, On und Off. Verwendet man die Einstellung Auto, wird das Homeshadow selbständig bei Dunkelheit eingeschalten. Hierfür befindet sich ein Lichtsensor am Gerät. Wird es dann wieder hell oder sind fünf bis sieben Stunden vergangen, schaltet sich das Homeshadow wieder aus.

Von Einbruchsopfer erfunden

Auf die Idee für diese Erfindung gegen Einbrecher sind Gerd Wolfinger und Roland Huber gekommen. Grund war, dass Gerd Wolfinger selbst Opfer eines Einbruchs wurde. Obwohl er keinen großen finanziellen Schaden einbüßen musste, verfolgte ihn ab dato ein ungutes Gefühl. Dies animierte die beiden Tüftler dazu eine Lösung zu finden, welche Einbrecher zukünftig abschreckt.

Gerade in der dunklen Jahreszeit wittern viele Einbrecher potentielle Beute. So soll in Europa rund alle 23 Sekunden ein Einbruch stattfinden. In Deutschland selbst soll es alle viereinhalb Minuten der Fall sein. Die Zahlen scheinen immer mehr gerade alleinstehende Personen zu verunsichern. Für rund 30 Euro pro Stück scheint das Homeshadow aber eine überlegenswerte Investition. Vor allem wenn einem alleine ein ungutes Gefühl plagt. Das folgende Video zeigt das Homeshadow in Aktion. So kann sich jeder seine eigene Meinung über den Präventionscharakter dieser Erfindung bilden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

65/2019 Schluss mit schmerzhaften Stichen: Diamontech ist eine sanfte Alternative für Diabetiker?

Diamontech soll die Revolution für das Blutzuckermessen sein. Bislang sollen Diabetiker nur mit invasiven Verfahren ihren Blutzuckerwert messen können. Mithilfe von Diamontech soll das Ganze durch einfaches Auflegen des Fingers möglich sein, ohne Piksen oder Stechen. Ein weiterentwickeltes Armbandformat ist bereits geplant.

Durch bloßes Fingerauflegen sollen Diabetes-Patienten ihren Blutzuckerspiegel mithilfe von Diamontech bestimmen können. Denn das Messgerät besitzt einen optischen Sensor, mit welchem ein Lichtstrahl auf die Haut gelenkt wird. Dieser erwärmt die Glucosemoleküle unter der Hautschicht. Das Diamontech soll dabei bereits kleine Wärmeveränderungen registrieren können und damit anhand der Wärme-Entwicklung den Blutzuckerwert ermitteln. Die Erwärmung soll dabei so geringfügig sein, dass sie von den Patienten nicht wahrgenommen wird. Auf diese Weise sollen Patienten in Sekundenschnelle und beliebig oft ihren Zuckerwert im Blut messen können.

Bisherige Messverfahren umständlich und schmerzhaft

Die Technologie soll auf dem physikalischen Prinzip der Spektroskopie beruhen. Die Methode wurde so hingehend weiterentwickelt, dass eine nicht-invasive Blutzuckermessung möglich ist. Die Entwickler bezeichnen ihre fortschrittliche Methode selbst als „photothermische Detektion“. Bisherige Messverfahren für den Blutzuckerspiegel sollen nur invasiv möglich gewesen sein. Hierfür mussten die Patienten sich mehrmals täglich in den Finger stechen und einen Blutstropfen auf einen Teststreifen pressen. Der Streifen wurde dann auf ein Messgerät gelegt. Diese Prozedur soll für viele der Patienten nicht nur schmerzhaft, sondern auch umständlich gewesen sein. Und für genau diese Probleme soll Diamontech die zukünftige Lösung sein.

Hinter dieser revolutionären Erfindung steckt ein Start-Up aus Berlin. Thorsten Lubinski soll Gründer und Geschäftsführer diese Idee sein. Mithilfe von Werner Mäntele soll das Ganze weiterentwickelt worden sein. Er ist Hochschullehrer aus Frankfurt am Main. Dieses nicht-invasive Gerät zum Blutzuckermessen besaß anfangs noch die Größe eines Kühlschranks. Mäntele tüftelte immer weiter, bis das Format eines normalen Smartphones erreicht wurde. Das Team ist bis dahin stetig gewachsen.

Armband-Messgerät schon in Planung

So entstand 2018 erstmals das D-Base. Dies war noch ein Tischgerät, welches den Blutzuckerspiegel messen sollte. Es diente als Vorzeigeobjekt, um erstmalig zu veranschaulichen, dass die Technologie funktioniert. Erste klinische Tests sollen dabei auf sehr ähnliche Testergebnisse gekommen sein wie das D-Base. Auf Grundlage dessen wurde das D-Pocket entwickelt. Dieses ist das aktuelle Diamontech-Messgerät, welches wie ein gängiges Handy in jede Hosentasche passen soll. Aber die Entwickler denken noch weiter. Bis 2024 ist ein noch smarteres Gerät geplant. In Form einer Armbanduhr soll das Gerät kontinuierlich den Blutzucker messen können und zugleich den Träger vor einem zu hohen oder niedrigen Wert warnen.

Markt soll vorhanden sein

Laut Medizinern sollen rund 450 Millionen Menschen weltweit Diabetiker sein. Allein in Deutschland soll rund jeder zehnte an Diabetes erkrankt sein. Dennoch sollen fast alle bislang mit herkömmlichen Verfahren messen. Rund 12 Millionen Euro konnte das Start-Up Diamontech für die Weiterentwicklung einsammeln. Damit soll nicht nur die Forschung, sondern auch Studien und Patente finanziert werden. Weitergehend ist in den nächsten Wochen auch ein Börsengang geplant und auch Vereinbarungen mit Vetriebspartner aus China und Japan sollen schon getroffen worden sein. Interessierte könne sich das Gerät zum Blutzuckermessen auf der Webseite von Diamontech genauer ansehen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

64/2019 Die „Drachenhaut“ soll Radfahrer in Sekunden vor Regen schützen

Schnell mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern kann auch Zeit sparen. Sobald es regnet, kann das Ganze aber ziemlich unangenehm werden. Auch längere Regenjacken können Oberschenkel während der Fahrt meist nicht trocken halten. Die Drachenhaut soll genau für dieses Problem eine einfache und zugleich schnelle Lösung sein.

Die Drachenhaut soll Fahrradfahrer vor Wind und Regen schützen. Es ist eine Art Schürze, welche sich binnen weniger Sekunden anziehen lassen soll. Nachdem man die zwei Bänder wie eine Art Gürtel hinter seinem Rücken schließt, werden die anderen Endstücke am Lenker des Fahrrads befestigt. Auf diese Weise sollen die Beine der Radler trocken gehalten werden. Ist die sogenannte Drachenhaut einmal befestigt, bildet sie eine Art Minidach. Das Ganze ist aufgrund ihrer Form möglich. Anmutend des Namens ist der Regenschutz für Fahrradfahrer an einer Flügelform, wie sie ein Drache besitzt, angelehnt.

Schneller Schutz vor Regen

Die Drachenhaut lässt sich dabei gut und schnell verstauen. Dies soll auch der entscheidende Vorteil gegenüber normalen Regenhosen für Fahrradfahrer sein. Denn das Anziehen dieser soll laut dem Hersteller wesentlich aufwendiger sein. Viele Menschen bevorzugen vor allem in der Stadt das Rad, weil es wesentlich schneller ist. Vergeudet man jedoch die meiste Zeit sich optimal vor dem Regen während der Fahrt zu schützen, geht der gewonnene Zeitvorteil verloren. Aber auch mit ihrer schnellen Trocknung soll die Drachenhaut punkten können. Denn sie besteht aus silikonbeschichteten Ballonstoff. Das Material ermöglicht nicht nur Beständigkeit gegenüber Regen und Wind, sondern auch simples und schnelles Zusammenfalten.

Nachhaltige Materialien

Der Entwicklerin Sabine Feist war es dabei wichtig ressourcenschonendes und nachhaltiges Material zu verwenden. Der Ballonstoff war die umweltfreundlichste Variante, um dennoch genügend Schutz vor Regen bieten zu können. Die ersten Drachenhäute sollten aus diesem Grund in einer kleinen Näherei in Markdorf am Bodensee produziert worden sein. Für größere Serien sollte dann die Fairtrade-Näherei 3-Freunde in Betracht kommen.

Hauptzielgruppe der Drachenhaut sind insbesondere Fahrradfahrer aus der Stadt. Diese solle animiert werden trotz Regenwetter kleinere Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Aber ebenso wetterfeste Radfahrer sollen von der Drachenhaut profitieren können. Denn nasse Oberschenkel sind auf Dauer sehr unangenehm. Insbesondere wenn keine Möglichkeit besteht, die Kleidung zu wechseln.

Drachenhaut auch für Leihfahrräder

Sabine Feist, Architektin und Entwicklerin der Drachenhaut aus Konstanz, hatte bereits 2017 durch eine Crowdfunding-Kampagne Geld gesammelt. Dadurch sollte die erste Kleinproduktion starten können. Die Idee fand genügend Anklang, weshalb die Drachenhaut bereits über den eigenen Online-Shop bestellt werden kann. Aktuell hat sich an einer Variante für Leihfahrräder getüftelt. So möchte sie diese trotz Regen für potentielle Radfahrer attraktiv gestalten. Diese Variante der Drachenhaut ist fest am Leihfahrrad montiert. Dabei kann sie zum einem als Schutz des Sattels dienen, damit dieser bis zur Nutzung des Rades trocken bleibt. Während der Fahrt kann er dann seine eigentliche Funktion als Schutz der Beine des Fahrers verwendet werden. Zum anderen soll es auch möglich sein das Gepäck auf dem Leihfahrrad mithilfe der Drachenhaut vor der Witterung zu schützen. Wer sich diese Variante mal genauer ansehen oder sogar unterstützen möchte, kann dies bei der aktuellen Crowdfunding-Kampagne tun. Folgendes Video stellt die Ursprungsvariante der Drachenhaut genauer vor.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

63/2019 Uptis: ein neuer luftloser Reifen für das Auto?!

Ein Reifen ohne Luft, der zugleich ausreichend Komfort bieten soll, wurde nun von Michelin in Zusammenarbeit mit GM vorgestellt. Die Konstruktion, welche unter anderem aus Aluminium, Polyesterharz und Glasfaser besteht, soll zudem einen Pannenschutz bieten. Bevor der „Uptis“-Reifen 2024 auf den Markt gehen soll, wird er in ersten Tests bereits einer Belastungsprobe unterzogen.

Der Uptis ist eine neue Reifenentwicklung von Michelin in Zusammenarbeit mit General Motors. Das Besondere, er soll ohne jegliche Luft einsatzbereit sein. Dies ist durch seine spezielle Konstruktion möglich. Denn der Kern des Reifens soll eine fest verbundene Einheit sein. Diese soll aus Aluminium, Kompositmaterialien und einer Gummilauffläche bestehen. Die Felge des innovativen Reifens soll aus Aluminium gefertigt sein. Spezielle Speichen verbinden diese Felge mit der Lauffläche. Um ausreichend Widerstandsfähigkeit leisten zu können, bestehen die Speichen aus Polyesterharz und Glasfaser. Diese Materialien fördern zudem die Tragfähigkeit und verbessern die Schwingungsdämpfung. Die Lauffläche soll profiliert sein und vergleichbare Fahreigenschaften von konventionellen Michelin Pkw-Premiumreifen aufweisen. So soll auch die Belastbarkeit genauso gut wie bei herkömmlichen Reifen sein.

Pannensicheres Reifensystem

Uptis steht dabei für „Unique Puncture-proof Tire System“. Zu Deutsch soll das als „einzigartiges, pannensicheres Reifensystem“ übersetzt werden können. Der Name kommt der Eigenschaft zu Schulden, dass der Reifen keine Luft für den Fahrbetrieb benötigt. Das soll ihn pannensicherer als die bisherigen Reifen auf den Markt machen. Zudem soll er aus diesem Grund praktisch wartungsfrei sein. Denn Kontrollen für den Luftdruck oder Ähnliche sollen entfallen. Die Montage soll sich laut den Entwicklern ebenso simpel gestalten, da der Uptis wie ein herkömmliches Rad montiert werden kann.

Umweltschonender Reifen

Auch im Thema Umwelt soll der Reifen punkten können. Jährlich sollen rund 200 Millionen Reifen ausgetauscht werden. Viele von ihnen besitzen Beschädigungen aufgrund zu niedrigen Luftdrucks oder durch Einstiche. Der innovative Reifen von Michelin soll diese Probleme nicht mehr besitzen. Aus diesem Grund gewann der Uptis Reifen von Michelin kürzlich das Goldene Lenkrad für die Innovation des Jahres 2019.

Ein Prototyp der revolutionären Reifenkonstruktion soll bereits auf dem Elektro-Pkw Chevrolet Bolt im Einsatz sein. Darüber hinaus sollen erste Testfahrten auf öffentlichen Straßen noch dieses Jahr durchgeführt werden. Dennoch sei der Verkaufsstart auf dem Markt für Pkw-Modelle erst 2024 angedacht. Wer sich das Ganze noch nicht bildlich vorstellen kann, kann sich den Uptis im nachfolgenden Video mal genauer ansehen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

62/2019 Popobello: neue Alternative zu Feuchttüchern?

‚Popobello‘ ist eine Erfindung zur Befeuchtung von klassischem Toilettenpapier. Herkömmliche Feuchttücher sollen dank dieser Konstruktion so überflüssig gemacht werden. Die erheblichen Schädigungen in Kläranlagen und Pumpen durch Feuchttücher sollen auf diese Weise reduziert werden.

Der Popobello soll die zukunftsträchtige Alternative für bisherige Feuchttücher sein. Normales Toilettenpapier kann durch die Konstruktion befeuchtet werden. Grundlage dieser Erfindung sind lediglich zwei Bestandteile, ein Wassertank aus qualitativen Kunststoff und ein Toilettenpapierhalter aus poliertem Edelstahl. Der Wassertank, welcher 200 Milliliter fassen soll, befeuchtet mithilfe einer Walze das herkömmliche Toilettenpapier punktuell. Je nach Schnelligkeit des Ziehens soll auch die Wassermenge variiert werden können. So soll der Tank für rund 25 Reinigungsvorgänge ausreichen. Gleichzeitig soll aber auch nicht befeuchtetes Toilettenpapier nutzbar sein. Hierfür muss das Toilettenpapier nach oben aus dem Halter gezogen werden. In den Farben weiß, hellgrau, anthrazit und rosa soll der Popobello bereits erhältlich sein.

Gravierende Schäden durch herkömmliche Feuchttücher

So lustig und vielleicht auch unnütz diese Erfindung im ersten Moment anmutet, ist sie eigentlich gar nicht. Denn viele Menschen wissen gar nicht, wie schädlich herkömmliche Feuchttücher für die Umwelt und Kanalisation sein können. Sie sollen immer wieder zu starken Verstopfungen und zahlreichen Pumpenausfällen führen. Denn sie bestehen meist aus einem Polyester-Viskose-Gemisch oder aus Fasern, welche unter anderem Kunstharz enthalten. Aufgrund dessen können sie sich kaum auflösen und bilden auf diese Weise zähe Stränge, welche die Pumpen verstopfen. Zudem sollen einige Feuchttücher Konservierungsstoffe und andere chemische Stoffe enthalten. Diese können nicht nur bei Babys zu Allergien oder Hautreizungen führen. Der Erfinder weist darauf hin, dass auch in vielen anderen Regionen der Welt lediglich Wasser zur Reinigung verwendet wird. Das soll immer noch die schonendeste und sanfteste Methode sein.

Thorsten Homma kam auf diese außergewöhnliche Idee zur Reinigung auf dem stillen Örtchen. Durch sein jahrelanges Experimentieren hat er sich ein großes Repartier an Toilettenpapier-Wissen angeeignet. So sollen sich laut ihm drei- oder vierlagige Papiere für seine Erfindung eignen. Aber auch mit Recyclingpapier soll der Popobello problemlos genutzt werden können. Seine Erfindung hat er bereits zum Patent angemeldet und auch seine eigene GmbH Simply Wet hat er schon vor einem Jahr gegründet.

Bestehende Erfindung ausgereift

Wesentlicher Initiator war aber eigentlich sein Schwiegervater Lothar Klöckner. Dieser hatte die Problematik der Feuchttücher schon frühzeitig erkannt und eine ähnliche Erfindung namens Bideo auf den Markt gebracht. Ausgehend von dieser hat Thorsten Homma weitergetüftelt und den Popobello marktreif gemacht. So sollen von den bereits 5000 produzierten Stück schon 300 verkauft worden sein. Interessierte können die Erfindung auf der eigenen Webseite bereits bestellen. Folgendes Video zeigt die scheinbar simple Anwendung des Popobello und ist vielleicht für manche eine geeignete Alternative zu den doch eher bedenklichen Feuchttüchern.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

61/2019 ‚Air-to-fuel‘: ein neuer CO2-neutraler Treibstoff?

Ein Verfahren zur Filterung von CO2 aus der Luft soll die Grundlage für einen Treibstoff aus CO2 sein. In Kanada läuft derzeit schon ein Pilotprojekt und der CO2-neutrale synthetische Treibstoff soll bislang nur geringfügig teurer als herkömmlicher Kraftstoff sein.

Carbon Engineering, ein kanadisches Unternehmen, filtert bereits mithilfe einer alkalischen Hydroxidlösung CO2 aus der Luft. Das Verfahren wird als „Direct air capture“ bezeichnet. Im Anschluss wird das gebundene CO2 gereinigt und dann komprimiert. Bislang wurde das gebundene CO2 unterirdisch gespeichert, doch nun soll es eine Möglichkeit geben daraus CO2-neutralen Kraftstoff herzustellen.

Mithilfe von Wasser neuer Treibstoff

„Air to Fuel“, so wird die Herstellung synthetischer Kraftstoffe aus CO2 genannt. Durch eine Wasserstoffelektrolyse wird Wasserstoff gewonnen. Anschließend soll dieses mit dem CO2 kombiniert werden. Im Ergebnis soll ein synthetischer Kraftstoff entstehen, welcher entweder pur oder gemischt verwendet werden soll. Die größere Menge an Energie, welche für die Gewinnung des Wasserstoffes nötig ist, soll durch Ökostrom generiert werden.

Durch die Kombination einer „Direct air capture“-Anlage und der anschließenden Verarbeitung zu synthetischen Kraftstoff, sollen bei jährlich 1 Millionen Tonnen gebundenen CO2, täglich ca. 320.000 Liter Kraftstoff produziert werden können. Ein Liter Benzin soll dabei rund 1 US-Dollar pro Liter kosten. Der Preis soll hierbei ungefähr gleich dem normaler Biokraftstoffe liegen und nur etwas höher als der Preis für herkömmliche Kraftstoffe sein. Zudem sollen die Kosten der Herstellung sinken, wenn die Produktion weiter wächst.

Vielseitige Problemlösung

Mit dem aus CO2 hergestellten Treibstoff könnten mehrere Probleme gleichzeitig gelöst werden. Denn bislang könnten theoretisch große Mengen CO2 durch eine „Direct air capture“- Anlage der Luft entzogen werden, doch bis dato wären die Kosten dafür zu hoch. Bislang wurden die Kosten pro Tonne auf rund 600 Dollar geschätzt. Aber selbst mit Kosten von rund 100 Dollar pro Tonne wäre die Anlage nicht für größere Mengen rentabel. Weltweit gibt es nur begrenzt CO2-Käufer. Durch die Verwendung im Treibstoff ist wohlmöglich eine umweltschonende Lösung gefunden. Zwar soll beim Autofahren das CO2 wieder freigesetzt werden, aber dieses soll mithilfe der DAC-Anlage erneut aus der Luft gefiltert werden können. So soll verhindert werden, dass zusätzliches CO2 in die Luft gelangt. Durch diesen Kreislauf soll der CO2-Ausstoß zumindest neutral gehalten werden.

Entwickelt wurden diese Methoden von Carbon Engineering. Laut David Keith, Gründer und Havard-Professor für angewandte Physik, war für den scheinbaren Durchbruch keine grundlegenden wissenschaftlichen Neuheiten nötig, sondern lediglich 30 Millionen Dollar, acht Jahre ingenieurwissenschaftliche Arbeit und Millionen kleine Details. Schon seit 2015 soll das Projekt in Form eines Piloten in Squamish Britisch Columbia laufen. Das folgende Video bereitet das Thema noch einmal zusammenfassend auf.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

60/2019 Ein neuer ‚Iron Man‘ dank ‚Gravity-Jet-Suit‘?

Wie Iron Man durch die Welt fliegen, das ist eine Vorstellung, von der einige Menschen schon einmal geträumt haben. Richard Browning hat diesen Traum verwirklicht und sich mit seinem neuen Gravity Jet-Suit sogar selbst übertroffen. So erreichte er mit seinem selbstgebauten „Jet-Pack“ eine Geschwindigkeit von 137 km/h.

Der Brite Richard Browning hat einen neuen Geschwindigkeitsrekord mit seinem Gravity Jet-Suit aufgestellt. Dieser ist ein Jet-Pack, der mehrere Mini-Triebwerke besitzt. Dieser Anzug ermöglicht ihm einen Vertikalflug zu bestreiten. Allein durch Arme und Gewichtsverlagerung soll die Richtung und Geschwindigkeit des Fluges gesteuert werden können. Nun übertraf er seinen bisherigen Rekord von 51 km/h im Jahre 2017 und erreichte mit seinem Anzug, der stark an Iron Man erinnert, eine Geschwindigkeit von 85,06 Meilen pro Stunde. Umgerechnet sollen das stolze 137 km/h sein.

Verbesserter Gravity Jet-Suit

Aufgenommen wurde der neue Rekord von Craig Glenday, dem Chefredakteur von Giunness-World-Records in Brighton in Großbritannien. Von dem Ergebnis des neuen Weltrekords soll Richard Browning selbst überrascht gewesen sein, da er bei bisherigen Testläufen nur rund 120 km/h erreicht haben soll. Dies alles soll durch die verbesserte Aerodynamik seines Jet-Suits möglich sein. Viele der Teile sollen über einen 3D-Drucker gefertigt worden sein. Zudem besitzt dieser Anzug eine Art Flossen zwischen den Füßen, welche für mehr Stabilität während des Fluges sorgen sollen. Auch die Turbinen sollen mit mehr Leistung ausgestattet worden sein.

Richard Browning scheint dabei aber noch längst nicht am Ende seine Träume gelangt zu sein. Er plant bereits den Jet-Suit so weiterzuentwickeln, dass auch Geschwindigkeiten von rund 270 km/h möglich werden sollen. Das alles, obwohl er anfangs vielen Skeptikern gegenübertreten musste. Der Ingenieur Alex Wilson und der Designer Sam Rogers jedoch glaubten an die Vision von Browning. So tüftelten sie gemeinsam in einer kleinen Werkstatt in Salisbury, Großbritannien. Daraufhin entstand der erste über 1000 PS starke Anzug.

Gravity Industries Ltd.

Bereits im März 2017 gründete er die Firma Gravity Industries Ltd. Begeisterte haben bereits schon die Möglichkeit über den eigenen Online-Shop Bekleidung zu bestellen und können sich damit für einen eventuellen „Flug“ schick machen. Aber auch eine Produktion des Gravity-Jet-Suits in größerer Stückzahl soll wohl bereits geplant sein. Der stolze Preis mutet jedoch an nur für den etwas größeren Geldbeutel bestimmt zu sein. Ein Jet-Suit soll nämlich um die 500.000 US-Dollar kosten. Wem diese Angelegenheit dann doch etwas zu teuer ist, kann sich „nur“ den Weltrekord-Flug von Richard Browning selbst ansehen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 RAKETENSTART

Theme von Anders NorénHoch ↑