Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Autor: raketenstart (Seite 85 von 90)

54/2015 Die unnachahmliche Fahr-Geh-Hilfe: schrille Innovation aus USA

Eine Geh-Maschine der besonderen Art hat der Amerikaner Theo Jansen erfunden. Nutzer werden sicher bequem von A nach B kommen, sich aber überall wo sie hinkommen an den einen oder anderen Lacher gewöhnen müssen.

Ob man es futuristisch nennen soll oder bizarr: die Erfindung des US-Amerikaners Theo Jansen ist eine Mischung aus ‚Flash Gordon‘ und ‚Raumschiff Enterprise‘ – um einmal zwei cineastische Prototypen aus dem Genre Science Fiction zu bemühen. Seine neue Geh-Maschine ist vollauf von Hand gemacht, wird von einer analog Bohrern betriebenen Laufmaschine geführt und befördert den Fahrgast auf fast skurrile Art. Inspiriert von tierischen Beinen und deren natürlicher Bewegung nutzt das Gefährt ein Getriebe, das von 20 Volt befeuert wird. Aber wir wollen nicht zu lange fabulieren, denn dieses Ding muss man in Aktion gesehen haben. Und sei es nur aus Spaß an der Freude:

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53/2015 Neuer Ford Focus schützt seine Türkanten innovativ

Eine Innovation, die vor allem die Eltern agiler Kinder lieben werden. Der neue Ford Focus wartet mit einer – wenn auch nicht mehr ganz neuen – Erfindung auf, welche die Türkanten des Autos vor Stoß- und Schürfschäden schützen soll.

Der sogenannte Türkantenschutz ging als Innovation schon vor einigen Jahren durch die Gazetten. Nun ist die Erfindung wohl standardisiert im neuen Ford Focus eingebaut. Das Kunststoff-Teil öffnet sich gemeinsam mit dem Schließmechanismus des Kleinwagens. Auf diese Weise wird bei allzu hektischen Fahrern oder Beifahrern Abschürfung oder auch die eine oder andere Beule an der Türkante verhindert. Schneller als hier verbal „erläutert“ das aber das folgende acht-sekündige Kurzvideo:

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52/2015 Labor-exakte Blutuntersuchung per Smartphone bald schon Realität?

Mittels eines LED-Blitzlichts in Verbindung mit der Onboard-Kamera herkömmlicher Smartphones könnte es schon bald Realität werden Körperflüssigkeiten autark wie unter Laborbedingungen zu untersuchen. Schöne, neue Welt?

An der Universität Hannover wird gerade an einem neuen Verfahren geforscht, das „moderne Telefone“ zu kleinen Mini-Labors machen könnte. Über die Fotozelle Ihres Smartphones würden Nutzer dann die Struktur von Stoffen wie zum Beispiel Körperflüssigkeiten einfangen. Mittels Glasfaser würde das Licht des Smartphone-Blitzes einem sog. SPR-Sensor zugeleitet. Die Lichtbrechung des untersuchten Stoffes ermögliche dann sehr detaillierte Aussagen über dessen Eigenschaften und lasse dann ggf. entsprechende anamnestische Aussagen zu. Sobald das Bild des zu untersuchenden Stoffs in der einzurichtenden Smartphone-App analysiert werde, beginnt die gewünschte Analyse und anschließende Auswertung.

Flapsig als „Labor für die Hosentasche“ bezeichnet wären mit einer solchen Anwendung tatsächlich anamnestische Aussagen per Display und App-Interpretation möglich. Ansteckende Krankheiten, Schwangerschafts-Tests und viele Untersuchungen mehr wären so der „Arztpflicht“ entzogen. Der Trend wird derzeit als „lab-on-a-chip“, sprich „Labor auf Chip“ gehandelt. Hier unsere Quelle, das Magazin Praxisvita zu lab on a chip.

51/2015 Geheimniskrämerei um griechische Innovation

Wir waren uns nicht sicher, ob unser Innovations-Fundstück die Nummer 51 im Jahr 2015 werden könne. Da sich hier auf Raketenstart Kreative wie Investoren ein Stell-Dich-ein geben sollen, haben wir uns dafür entschieden. Der Bericht stammt immerhin aus dem Handelsblatt.

Mal was ganz Anderes von uns in Sachen – auch publizistische – Kreativität: Bei der völlig im Dunkeln gehaltenen Innovation eines kretaer Erfinders handele es sich um so etwas wie eine kleine Revolution. Ein Herr Vasilis Tsoulis habe eine „schlichte und geniale Erfindung“ in der Schublade, die aber so streng geheim sei, dass darüber nicht berichtet werden könne, so der Macher. Wir halten uns also fast daran. Herr Tsoulis sucht nun Venture Capital das es ihm ermögliche, seine „Idee“ in Serie herzustellen. Seine Prognose: Die Innovation werde sich global vertreiben lassen. Einzig die Krise sei schuld, dass es derzeit nicht voran ginge in der Sache.

Das Web-Fundstück stammt aus dem Handelsblatt, hier kann man die indifferente Sache nochmal genauer nachlesen. Handelsblatt über eine geheime, griechische Innovation. Hier gibt’s ggf. auch den Kontakt zu Herrn Tsoulis.

Anmerkung: Schon schrill, wie leicht man in die Presse kommen kann. „Ich hab das was Cooles, was es ist sag ich aber nicht, ist streng geheim. Brauche Investoren.

50/2015 Innovation: Die Lüftungs- & Klimaanlage ohne Zugluft

Räume automatisch belüften, aber ohne störende Zugluft: das Phänomen, das man vor allem von Auto-Klimaanlagen kennt, könnte durch die Innovation zweier Baden Württemberger Erfinder der Vergangenheit angehören. Ein System antizyklischer Luft-Strömungen sorgt für eine „chaotische“ Verteilung der Luft.

Bei der Belüftung bzw. klimatischen Optimierung von Räumlichkeiten pulst klassischerweise ein Luftstrom dauerhaft und gleichgerichtet durch Auslassventile. Die Folge ist eine wie auch immer ausgerichtete Luft-Strömung. Als negativ wird hierbei analog dem klimatisierten Auto der statische Luftstrom empfunden.

Zwei Erfinder aus BW haben sich nun diesem Problem der so empfundenen Zugluft angenommen und eine alternative Anlage entwickelt. Durch unregelmäßig wechselnden Austritt der Luft und bewegliche Steuermittel verändert sich der Luftstrom ständig. So wird eine chaotische, aber im Sinne der Innovation freilich sinnvoll-bessere Durchmischung der Raumluft erreicht. Das Zugluft-Risiko wird auf diese Art auf ein Minimum reduziert. Menschen im Raum empfinden nur noch den Temperatur-Unterschied, nicht aber die Luftströme. Darüber hinaus werden Energiekosten ein gespart, die Anlage als solche braucht keinen Strom. Das Modul kann ebenso in neuen Anlagen verwendet oder an vorhandenen Luftauslässen nachgerüstet werden.

49/2015 Dynamisches Exoskelett lässt Gelähmte wieder laufen

Auf einer Messe im französischen Lyon wurde jetzt eine hochdynamische Gehhilfe vorgestellt, die Behinderte wieder laufen lässt. Die Erfindung einiger russischer Studenten der Robotertechnik der staatlichen Universität Moskaus wird von dem in dem Zuge gegründeten Startup ExoAtlet vermarktet.

‚Steh auf‘, sagte einst Jesus zu einem Gelähmten, ’nimm deine Decke und geh nach Hause. Du bist
gesund!‘. So die Sage aus der Bibel, die als Wunder gewertet wird und einen behinderten Mann wieder laufen ließ. Weniger ein Wunder als vielmehr klassische Ingenieurskunst vom Feinsten ist die Innovation einer Gruppe russischer Studenten, die auf der Messe Innorobo 2015 in Lyon ihr Exoskelett vorstellten. Mit der außergewöhnlichen Gehhilfe der Firma ExoAtlet wird Menschen mit eingeschränkter Funktion der Beine wieder zum einigermaßen normalem Laufen verholfen. Einsatzbereiche, so eine Presseerklärung sind Lähmungen, die nach Gehirnschlag, Schlaganfall oder Rückenmarks-Verletzungen auftreten. Aber das sollten Sie sich im Bilde ansehen, lieber Leser:

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48/2015 Erfindung für die Bierkrug-Hygiene hilft auch dabei das eigene Trink-Gefäß zu erkennen

In bayerischer Mundart „Biaring“ wurde der farbige Schutz für den oberen Rand von in erster Linie Maßkrügen getauft. Das für Hygiene und Wiedererkennung des eigenen Glases sorgende Utensil soll nun das Oktoberfest revolutionieren.

Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob das Glas in Reichweite nun das eigene oder das des Gegenübers ist. Dieser Mißstand war den kreativen Köpfen Pedja Dimitric und Mainhard Lösch genug Dorn im Auge den Biaring zu erfinden. Die in unterschiedlicher Farbe oder auch persönlichem Branding erhältliche Umrahmung des Trinkrandes wird am eigenen Gefäß angebracht. Die Innovation ließ der von Berufs Wegen als Wirt angetretene Mainhard Lösch über einen längeren Zeitraum von seinen Stammgästen testen, bis er einer Presseinformation zufolge einwandfrei funktionierte. Auch wenn der Biaring aufgrund unterschiedlicher Passformen der nicht einheitlich genormten Krüge noch nicht zwingend überall passe – man sei auf einem guten Weg, so die Macher. Das anstehende Oktoberfest soll die Feuerprobe werden.

Seit rund sechs Wochen ist der Biaring auch markenrechtlich geschützt. Der spülmaschinenfeste Plastikring wird in Bayern hergestellt, das war den pfiffigen Riedmosern wohl auch wichtig. Unternehmen können den Biaring online bestellen oder als Werbeträger illustrieren lassen. Weitere Informationen online unter Der Biaring soll das Oktoberfest 2015 rocken.

47/2015 Durchsichtiger Lkw soll wirksam Unfälle verhüten

Eine im Führerhaus von Lastkraftwagen integrierte Kamera soll künftig Unfälle vermeiden helfen. Das vorne empfangene Bild von der Verkehrslage vor dem Lkw wird dabei von dem System auf die Rückseite des Lasters als Livebild projeziert.

Man hat es sich schon hin und wieder auf der Autobahn gewünscht: „Ach, könnt ich doch durch diesen Laster durchschauen.“ Zur Abschätzung von Verkehrsaufkommen, allem voran aber zur Einschätzung der Brems-Wahrscheinlichkeit des vorausfahrenden Lastkraftwagens. Dieser Wunsch kann schon bald Wirklichkeit werden, glaubt man den Verlautbarungen der Boulevard-Zeitung Blick. In Argentinien, wo aufgrund sehr vieler einspuriger Straßen durchschnittlich pro Stunde ein tödlicher Unfall passiert, hatte jetzt ein Innovativer die smarte, Lastwagen in diesem Sinne sinnvoll auszustatten.

Auf der Rückseite von Trucks könnten vier Monitore für die Rückführung solch drastischer Unfallzahlen sorgen. Die vorne integrierte Kamera zeige die Verkehrssituation vor dem Lastwagen. So sehen dann Pkw-Fahrer hinter dem Lastwagen, ob Überholen Sinn macht oder nicht. Ob diese Idee sich durchsetzt – wir sind skeptisch. Alleine weil die Gefahren falscher Bilder gegeben sind und ein sich einhundert-prozentiger Schutz nie gewährleiste.

46/2015 Seniorenhilfe über ausgeklügeltes Sensoren-System

Iocare heißt ein neues Sensoren-System, das über ein spezielles Bewegungs-Monitoring zum Beispiel einen bewusst alleine lebenden Senioren oder eine Seniorin im positiven „überwachen“ kann. Über typische Bewegungsprofile, die Iocare interaktiv lernt, werden zum Beispiel einem Angehörigen über ein installiertes Ampel-System Veränderungen zu betreuender Menschen angezeigt.

Die Not war die Mutter der Erfindung, als ein Ingenieur mit einer Angehörigen konfrontiert war, die trotz einer gewissen Betreuungs-Notwendigkeit partout zu Hause leben wollte. Die beiden wohnten viele Kilometer auseinander und eine „Überwachung“ konnte und sollte nicht realisiert werden. Die Idee: Im Haushalt der allein lebenden Person könnten einige unauffällige Lichtsensoren aufgestellt werden, die den wichtigsten Bewegungsbereich der Wohnung abdeckten. Ohne Ton- oder Videoaufnahmen könnte dieses Sensoren-System binnen 30 Tagen die typischen Bewegungs-Routinen der zu betreuenden Person „erlernen“. Ein ständiger, computergesteuerter Abgleich mit üblichen Bewegungsmustern, könnte so „Zustandsinformationen“ generieren. Diese wiederum würden zeitgleich an ein Empfänger-Modul im Haushalt des Betreuers geschickt. Die Idee war geboren …

Umsetzung der Idee: Bei einem Betreuer wartet in der Folge eine kleine Farbleuchte, die über ein einfaches Ampelsystem funktioniert. So wird schnell und klar visuell erkennbar, ob bei der zu betreuenden Person alles wie gewohnt läuft: Dokumentation durch grünes Leuchten. Ob es moderate Abweichungen von der Norm gibt, das heißt gelbe Reaktivität. Oder ob es starke Abweichungen gibt, was durch eine rote Leuchte angezeigt wird. Die verantwortlichen Angehörigen haben so die Chance sich über einen klärenden Anruf Klarheit zu verschaffen. Durch den Service kann man so 24 Stunden am Tag in Echtzeit erfahren, inwieweit alles in Ordnung ist bei der Zielperson. Die Macher suchen noch frewillige Betatester, die das Gerät ausprobieren und durch konstruktive Kritik an der Verbesserung mitarbeiten. Wer sich das mal näher ansehen möchte oder mitmachen will, hier entlang: Iocare – 24 Stunden Klarheit über zu betreuende Angehörige, die weit weg wohnen.

45/2015 Innovativ: Neue Geldbörse mit Münz-Ordnungs-System

Ein neue, innovative Geldbörse soll Schluss machen mit dem Kleingeld-Ertasten im Blindflug. Das patentierte Portemonnaie namens EiMix stammt aus dem fränkischen Aschfeld und bietet ein integriertes Münz-Ordnungs-System.

„EiMix“ hat der mainfränkische Erfinder Sven Palme seine neue Geldbörse getauft. Und er ist sicher, damit einen gesellschaftlichen Nerv zu treffen. Ganz besonders seit der Euro-Umstellung kennt jeder aus dem Supermarkt die langwierigen Suchprozesse, wenn es um Kleingeld geht. Zehn-, 20- und 50-Cent-Stücke ähneln sich wie Zwei- und Fünf-Cent-Münzen. Und auch ein und zwei Euro sind schwer zu unterscheiden. EiMix ist nun das Portemonnaie mit integrierter Sortierfunktion. Das Suchen hat damit ein Ende, denn alle Münzen präsentieren sich dem Geldbeutel-Öffner geordnet in Reih und Glied.

So einfach wie das Öffnen einer CD-Box sei es Dank EiMix seine Münzen über Spezialverschluss zu ordnen und zu entnehmen. Ein weiterer Vorteil bestehe darin, so Palme in einer Pressemitteilung, dass der Geldbeutel nicht mehr so dick werde, da die nebeneinander angeordneten Münzen ein flaches Design zeitigen. EiMiX sei bereits mit dem deutschen Lederwarenpreis ausgezeichnet worden, so Sven Palme. Die neue Geldbörse werde, so Palme, den Bezahlvorgang an den Kassen dieser Welt revolutionieren. Interessierte können sich weiter informieren über EiMix oder die neue Geldbörse ab sofort im Onlineshop unter EiMix – die innovative Geldbörse mit Münzordnung bestellen.

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