Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Autor: raketenstart (Seite 48 von 90)

25/2020 Tocsen: Intelligenter Sturznotruf für Helmsportler

Was ist, wenn man alleine mit dem Fahrrad unterwegs ist und einen Unfall baut? Irgendwo im nirgendwo? Dann gibt es niemanden, der einem helfen kann. Doch Tocsen!

Tocsen kann ein kleiner Lebensretter sein. Mit ihm ist alleine Fahrradfahren kein Problem mehr. Es handelt sich bei diesem um einen schwarzen oder pinken Sensor, der seinen Platz an einer freien Stelle am Sturzhelm findet. Dort wird er einfach hin geklebt. Sollte der Helmträger beim Fahrradfahren, Ski fahren, Reiten o.ä. stürzen, hilft Tocsen, wenn sich selbst nicht mehr geholfen werden kann. Der Sensor erkennt den Aufprall und löst über das Smartphone automatisch einen lauten Alarm aus. Sollte es allerdings nur zu einem fehlerhaften Alarm kommen, kann in einer Zeitspanne von 30 Sekunden nach Sturz dieser wieder abgebrochen werden. Ist dies nicht der Fall und es ist wirklich etwas passiert, wird der nächste Schritt eingeleitet. Hierbei handelt es sich um die Benachrichtigung der eingetragenen Notfallkontakte in der Tocsen App. Diese werden inklusive der GPS Daten über den Vorfall informiert. Gibt es weitere Tocsen Nutzer in der Nähe werden diese ebenfalls alarmiert und können als Ersthelfer fungieren. Zusätzlich kann der Verunglückte auf einen 112 Button drücken, um den Notruf zu verständigen. Dazu muss er allerdings noch in der Lage sein. Das Thema schlechter Empfang ist kein Problem, denn GPRS oder Edge reichen aus, um den Notruf vom Ort des Geschehens auszulösen. Sollte man in einem Funkloch stürzen und hat den Wieder-Zuhause-Timer eingestellt, wird sobald dieser abgelaufen ist, ein Notruf mit der letzten bekannten Position abgesetzt.

Made in Germany Qualität

Der Tocsen Sensor stammt von einem StartUp aus Freiburg und wird ebenfalls in Deutschland produziert. Er ist offen für fast jeden Helm und kann somit universell eingesetzt werden. Der Sensor ist sehr convenient. Er wird per microUSB geladen und hält ca. 3-4 Monate. Es ist also nicht nötig ihn ständig zu laden, wenn man auf längeren Touren unterwegs ist. Außerdem ist es nicht nötig ihn jedes Mal erneut anzuschalten. Ein „Wachrütteln“ des Helms langt und er erfüllt seine Dienste. Das einzige Manko ist, dass die Notfallkontakte die Tocsen App ebenfalls auf ihrem Smartphone installiert haben müssen. Der kleine mögliche Lebensretter kostet ca. 78€, wobei die App kostenlos bleibt. Tocsen! Und alleine auf Tour sein ist kein Problem mehr!

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24/2020 Bruxane: Die Zahnschiene mit Lerneffekt

Verspannungen und Unwohlsein am Morgen? Da denkt nicht jeder sofort an Zähneknirschen als Ursache. Dieses Problem wird nun mit Bruxane gelöst, sodass man wieder mit Freude in den Tag starten kann.

Bruxismus? Das ist das typische Zähneknirschen, das oft unbewusst und nächtlich den Ober- und Unterkiefer aufeinander reiben lässt. Ca. jeder Zweite in Deutschland leidet daran und unter den unangenehmen Folgen. Diese zeichnen sich ab mit Kopfschmerzen, Schäden an den Zähnen und Verspannungen im Kiefer-, Nacken-, Schulter- und sogar gesamten Rückenbereich. Weltweit ist es sogar die dritt häufigste Ursache für Schlafstörungen. Standardmäßig wird Knirschern eine individuelle Zahnschiene angefertigt. Diese verhindert aber lediglich, dass sich Zahnschmelz nicht abreibt und nicht das ursächliche Problem, dass der Zahnapparat nachts aufeinander gepresst wird. Somit bleiben die Beschwerden, wie bspw. Verspannungen, weiterhin präsent. Oft ist sogar gar nicht klar, dass diese vom Zähneknirschen kommen.

Die Lösung bietet Bruxane

Bruxane ist die neueste Innovation im Zahnschienenbereich und packt das Problem am Punkt des zentralen Nervensystems an. Die Erfinderin Bianca Berk litt selber lange Zeit unter Bruxismus und entwickelte dann gemeinsam mit Experten die universelle Zahnschiene für ca. 50€. Es handelt sich dabei um ein kleines Technikwunder mithilfe von Biofeedback. Dies ist ein Vorgang bei dem Signale des Körpers, die sonst nicht aktiv kontrollierbar sind, beeinflusst werden können.

Wie die intelligente Zahnschiene funktioniert

Die Schiene wird nachts eingesetzt. Mehr muss man selbst nicht tun. Sobald Kaudruck entsteht, also mit dem Knirschen angefangen wird, löst der eingebaute Sensor eine Vibration aus. Es wird ein Signal an das Gehirn gesendet, wodurch nach und nach ein Lerneffekt entsteht. So soll das Knirschen verlernt werden. Aufwachen soll und tut man davon nicht, störend soll es auch nicht sein. Getragen werden kann die Schiene bis zu zwei Monaten. Offen bleibt, ob das Gehirn es in dieser kurzen Zeitspanne so verinnerlicht, dass das Knirschen für immer verlernt bleibt oder ob immer wieder eine neue Bruxane Schiene gekauft werden muss. Der spürbar positive Effekt ist allerdings das entspannte Aufwachen und Wohlbefinden am nächsten Morgen. Dafür lohnt es sich also!

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23/2020 Tonal: Das smarte und digitale Fitnessstudio für zuhause

Jeder, der schon mal im Fitnessstudio angemeldet war, kennt bestimmt das Problem, dass der Weg dorthin immer am meisten Überwindung kostet. Es kann somit ganz schön schwer werden seinen langersehnten Traumkörper zu erreichen. Tonal bietet die Problemlösung – und zwar ein ganzes Fitnessstudio im eigenen Zuhause.

Jetzt gibt es keine Ausreden mehr! Tonal hat ein smartes und digitales Fitnessstudio für Zuhause entwickelt mit dem selbst Gewichthebende auf ihre Kosten kommen. Es handelt sich dabei um einen relativ flachen, dunklen, aber dennoch stylischen Kasten mit Bildschirm, der an einer Wand montiert wird. Das Unternehmen selbst wirbt mit Phrasen wie „das intelligenteste Fitnesssystem der Welt“. Mit dabei, das Equipment, also eine Hantelstange, Griffe, ein Seil und eine Matte. Alles was man braucht, um den gesamten Körper zu trainieren. Nur werden dabei keine „echten“ Gewichte mehr gestemmt, sondern digitale und zwar bis zu 100 kg. Das Ganze funktioniert mithilfe von Elektromagnetismus und einem Computer Algorithmus. Somit kann ein optimales Trainingsgewicht erzeugt werden. Bei der Vielfalt der Videoprogramme ist für jeden Sporttreibenden etwas dabei. Während man trainiert, lernt Tonal mit und merkt sich, was man kann oder auch nicht kann, sodass das Workout dementsprechend angepasst werden kann, man aber trotzdem gefordert bleibt.

Endlich ein eigener Personaltrainer

Zwar ein digitaler, aber egal! Diesen bekommt der Fitnesstreibende im Gegenzug zu einem monatlichen Abo von rund 43€. Der Personal Trainer spricht einem zu und pusht einen an seine Limits, sodass größtmögliche Erfolge erzielt werden können. Der einzige Knackpunkt bei der ganzen Sache: Es ist nicht gerade günstig, denn die Anschaffungskosten liegen bei rund 3000€. Nun muss man selbst entscheiden, ob man ca. 6 Jahre ein Fitnessstudio zahlt, bei einem durchschnittlichen Beitrag von 40€/Monat, was nicht immer genutzt wird, aufgrund der Faulheit dorthin zu gelangen oder ob man das Geld investiert und endlich sein Ziel – den Traumkörper – erreicht.

Anbei noch ein Bewegtbild, aber sorry…nur in Englisch.

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22/2020 Recup: Coffee-to-go ohne schlechtes Gewissen

Tschüss Einweg und Hallo Mehrweg! Wie Recup mit seinem Pfandsystem aus Bechern für den Kaffeegenuss unterwegs Deutschland eine Menge unnötigen Müll sparen und dabei etwas Gutes für die Umwelt tun möchte.

Alleine in Deutschland werden pro Stunde 320.000 Coffee-to-go-Becher benutzt. Jährlich kommen die Deutschen somit auf eine unglaubliche Zahl von 2,8 Mrd. Einwegbecher, die binnen weniger Minuten in der Mülltonne oder leider auch oft in der Umwelt landen. Die 40.000 Bäume, die jährlich für diese Becher abgeholzt werden, sterben dann quasi fast umsonst. Aber hier hört der Umweltwahnsinn noch nicht auf. Würde man Einweg durch Mehrweg ersetzen, könnte Deutschland 11.000t CO2, 40.000t Abfall, 1,5 Mrd. Liter Wasser, 3000t Rohöl und 320 Mio kWh Strom sparen. Recup möchte endlich damit Schluss machen. Ihre Vision ist es das Coffee-to-go Geschäft zu revolutionieren und den Einwegbecher gänzlich zu verbannen.

Vom Pilotprojekt zum erfolgreichen Unternehmen

Bei Recup handelt es sich um ein nachhaltiges und innovatives Mehrwegpfandbechersystem für den täglichen oder auch nur sporadischen Kaffee unterwegs. Dieser muss es dabei natürlich nicht zwingend sein, man kann sich auch sämtliche andere Getränke in sein Recup füllen lassen. Das System ist dabei unkompliziert und tut dem Kaffeegenuss, sowie der Einfachheit des Coffee-to-go‘s keinen Abschlag. Gestartet sind die beiden Gründer bereits im Jahr 2016 mit einem Pilotprojekt, das sie auf Erfolgskurs gebracht hat. Mittlerweile haben sie sich neben einem großen Team ein Netzwerk mit über 2000 Partnern aufgebaut. Mit dabei sind viele kleine, wie bspw. Cafés, Bäckereien, Schnellrestaurants, aber auch große Partnerunternehmen wie z.B. Alnatura oder VW.

Wie funktioniert das Recup System?

In einem Partnerladen bestellt man sein Getränk einfach in einem Recup Becher und hinterlegt dafür 1€ als Pfand. Dieses kriegt der Kaffeegenießer wieder zurück erstattet, sobald er den leeren Becher in einem mitmachendem Laden zurückgibt – das kann der gleiche, aber auch ein komplett anderer Laden sein, der zum Partnernetzwerk von Recup gehört. Um solch eine Ausgabe- oder Annahmestelle zu finden, gibt es die Recup App, die alle Standorte der Partner anzeigt. Die Becher halten mindestens 500 Spülgänge und können danach zu 100% recycelt werden.

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21/2020 Paketsafe: Nie wieder ein Päckchen verpassen

Durch den florierenden Online-Markt werden mehr Pakete ausgeliefert als je zuvor. Bei vielen Paketen kommt es allerdings vor, dass sie dann zugestellt werden, wenn man nicht Zuhause ist und dann den Weg zum Postamt antreten muss. Diesem Problem hat sich das Start-Up Paketsafe angenommen und die scheinbar perfekte Lösung gefunden. Der Paketsafe ist ein flexibler Paketkasten, der Ihnen den Weg zur Post sparen wird.

Jeder kennt das Problem, dass ein bestelltes Paket genau dann ankommt, wenn man nicht Zuhause ist. Man bekommt eine Benachrichtigung in den Briefkasten geworfen und muss zur nächsten Paketstelle, um seine Waren in Empfang zu nehmen. Auf dem Dorf kann man dem Problem bereits mit einer Abstellgenehmigung für die Garage entgegentreten doch in der Stadt hat man dabei öfters keinen Platz oder wohnt mit vielen anderen Parteien in einem Mietshaus. Hierfür ist der Paketsafe perfekt, da hier beide Probleme in Luft aufgelöst werden. Der Paketsafe ist ein flexibler Paketkasten, der Ihnen den Weg zur Post sparen wird. Außerdem nimmt er im zusammengerollten Zustand wenig Platz ein und passt somit auch unter größere Briefkastenanlagen.

Wie Paketsafe funktioniert

Die Funktionsweise ist sehr simpel. Der Paketbote öffnet den Paketsafesack, wirft das Päckchen hinein, zieht den Sack zu und das Paket ist sicher bei Ihnen abgeliefert. Dieser Sack kann dann nur durch ihren Schlüssel wieder geöffnet werden und ihr Paket ist so vor Diebstahl geschützt. Gegen hartnäckigere Paketdiebe ist der Sack zusätzlich noch durch sein integriertes, schnittsicheres Edelstahlnetz geschützt und gegen Mutter Natur auch mit wasserdichtem Nylon beschichtet. Um den Paketsafe nutzen zu können muss man ihn bei der Post als Ablageort hinterlegen. So sieht der Paketbote gleich auf dem Scanner, dass das Paket im Paketsafe hinterlassen werden soll und hat auch die Erlaubnis zur Ablage. Ein Formular und eine Anleitung hierzu finden Sie auch auf der Paketsafe Website.

Von der Idee zum Unternehmen

Das Start-Up begann 2015 im niederbayerischen Geiselhöring im Keller des Erfinders Thomas mit der Produktion des Paketsafe Prototypen und entwickelte sich mit der Zeit zu einem mittelständischen Familienunternehmen. Seit 2017 haben sie auch eigene Büros, Lager und Produktionsflächen. Mit ihre geniale Erfindung schaffte es das nun Familienunternehmen auch bei der Fernsehshow „Das Ding des Jahres“ in das Finale einzuziehen. Allerdings reichte es nicht ganz für den Sieg. Paketsafe vertreibt das Produkt in mehreren Varianten auf ihrem eigenen Online-Shop , wobei die Standardversion für 179€ erhältlich ist.

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20/2020 Effizientere Glas- variante soll Lithium-Ionen-Akkus ablösen

John B. Goodenough, der Chemie-Nobelpreis-Träger für die Miterfindung des Lithium-Ionen-Akkus, hatte vor 3 Jahren einen weiteren Durchburch in der Batterie-Forschung zu verzeichnen. Heute sind Litium-Ionen-Akkus in jedem Smartphone, Elektroauto und weiteren mobilen elektronischen Geräten zu finden. Goodenough und Braga, die Mitforscherin, haben aber nun mit dem Unternehmen Hydro-Quebec eine effizientere Speichervariante weiterentwickelt und fast marktreif gemacht.

Der Glas-Akku

2016 veröffentlichte Goodenough einen Forschungsbericht zu einem Lithium-Glas Akku an der University of Texas at Austin. Daraufhin übertrug die Universität die Patente für den Akku an das kanadische Unternehmen Hydro-Quebec, das als ein führendes Unternehmen im Bereich Energiespeicher-Technologie gilt und den Lithium-Glas Akku serienreif machen soll. Der Akku verwendet, anders als der bekannte Lithium-Ionen-Akku keinen flüssigen Elektrolyt, sondern ein solides Gemisch aus Glas und Alkalimetallen, wozu auch Lithium zählt. Der Akku verspricht eine knapp dreimal so hohe Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Akku und durch seinem soliden Elektrolyt weist er einen hohen Widerstand gegen extreme Temperaturen auf und ist nicht brennbar. Der Glas-Akku soll sogar innerhalb von Minuten geladen werden können. Noch dazu sollen diese Batterien auch viel umweltfreundlicher produzierbar sein.

Hydro-Quebec bietet jetzt schon die ersten Lizenzen für den Feststoffakku an, doch das Unternehmen merkt an, dass sie in den nächsten zwei Jahren noch intensiv weiterforschen, um das Produkt wirklich marktreif zu machen. Mercedes Benz arbeitet mit Hydro-Quebec zusammen an der Weiterentwicklung dieses neuen Standards und experimentiert bereits mit der Technologie in Autobussen mit Elektroantrieb.

Revolution für Elektromobilität

Wenn Hydro-Quebec es schafft die Erfindung des 97-Jährigen Goodenough zur Marktreife voranzutreiben, bedeutet das ein enormes Potential für die Elektroauto-Revolution. Die Solid-State-Akkus können viele Probleme der umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel lösen. Sie würden im Winter nicht mehr durch die Kälte immens an Reichweite verlieren, hätten dreimal so viel Speicherkapazität und damit auch knapp dreimal so hohe Reichweite und wären in viel kürzerer Zeit geladen.

Zur Veranschaulichung nehmen wir den Renault Zoe, eines der beliebtesten Elektrofahrzeuge zur Zeit. Die neue Version soll mit der 41 kWh Batterie rund 315 km Reichweite haben. Wenn die Glas-Akkus serienreif werden und ihre versprochene Leistung beibehalten, wären wir bei gleicher Akkugröße bei 123 kWh Speicherkapazität und damit könnte die maximale Reichweite bei rund 945km liegen, vorrausgesetzt, dass der Verbrauch nicht erhöht wird. Man sieht also, die Auswirkungen durch marktreife Feststoff-Akkus für ein umweltfreundlicheres Transportwesen und für die Klimawende wären enorm. Ob diese Technologie tatsächlich den Batteriemarkt revolutionieren wird, werden wir in den nächsten Jahren sehen.

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19/2020 Bio-Produkte mit ‚reinem‘ Papier verpackt

In den Regalen im Supermarkt ist zur Zeit fast alles in Plastik verpackt. Dabei verschmutzt Plastikmüll unsere Weltmeere bereits seit Jahren und es ist kein Ende in Sicht. Acht bis zehn Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Meeren.  Naduria will dieses Problem mit ihren zu 100 Prozent plastikfrei verpackten Produkten bekämpfen.

Gesund für Mensch und Umwelt

Naduria bietet in ihrem Sortiment zur Zeit Pasta, Müsli, verschiedene Keime, „Superfoods“ und Proteinpulver an. Dadurch dass Naduria nicht ein Gram Plastik in ihren Verpackungen verarbeitet, sind diese komplett recycelbar und kompostierbar. Sogar die Barriere, die beinahe jede Verpackung hat um die Produkte frisch zu halten, ist nicht aus Plastik. Die meisten Papier-Verpackungen werden hierfür immernoch mit Plastik versehen. Naduria verwendet hier eine pflanzliche Emulsion, die die Haltbarkeit der Produkte gewährleistet, aber trotzdem komplett kompostierbar ist. Außerdem ist ihr ganzes Sortiment ist dementsprechend auch Bio.

Wirklich 100 Prozent Plastik?

Natürlich gibt es aber immernoch ein paar Schwachstellen in ihrer Produktreihe. Diese Probleme adressiert Naduria allerdings auch fair in ihren FAQs und verspricht sie auch so bald wie möglich zu lösen. Ihr größtes Problem zur Zeit, um eine wirklich zu 100% plastikfreie Marke zu werden ist, dass ihre „EINZIGARTIG“-Reihe im Moment doch eine Plastikbarriere benötigt, um das enthaltene Pulver haltbar zu machen. Diese ist zwar soweit es geht reduziert und hierzu gibt es auch noch keine Methode das Plastik komplett zu ersetzen ohne den Inhalt zu gefährden, aber trotzdem leider aus Plastik.

Goji Beeren aus Deutschland?

Hier ist es nicht möglich die Produkte regional zu beziehen. Pflanzen, die in unserem Klima nicht wachsen können, müssen natürlich zu uns transportiert werden. Um trotzdem die Umwelt zu schonen achten sie darauf den minimalen Transportweg mit dem CO2-effizientesten Transportmittel zu haben und die Bauern auch fair zu bezahlen. Des Weiteren kompensieren sie ihre CO2-Emissionen, die durch den Transport entstehen. Außerdem bestehen ihre Verpackungen leider noch nicht aus recyceltem Papier, sondern aus Frischfasern, da es im Moment noch keine Methode gibt komplett recycelte Verpackung mit den nötigen Anforderungen einer Verpackung zu verwenden.

Alles in allem geht Naduria aber in die richtige Richtung. Obwohl ein paar Dinge noch nicht ganz ausgereift sind, werden diese Probleme nicht totgeschwiegen, sondern adressiert und bearbeitet.

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18/2020 Solubag entwickelt wasserlöslichen Plastik-Ersatz

Plastikmüll ist eine große Umweltbelastung, besonders für die Meere. Es wird geschätzt, dass rund 75 Prozent des Meeres-Mülls aus Kunststoff besteht und jährlich ungefähr 10 Millionen Tonnen Plastikmüll hinzukommen. Diese Umwelt-Verschmutzung versucht Roberto Astete und Kollegen mit Solubag zu bekämpfen, indem sie ein Alternativ-Material zu Plastik bieten, dass wasserlöslich ist und somit die Umwelt nicht im Müll ertränkt.

Dieses Material soll das neue Go-to Material für Einmal-Tüten werden und die Meere belastende Plastiktüte schließlich ablösen. Solubag hat ein Alternativ-Material geschaffen, das Plastiktüten ablösen soll. Diese Tüten sollen nur fünf Minuten brauchen, um sich vollständig in Wasser aufzulösen, im Gegensatz zu den 500 Jahren, die Plastik benötigt um abgebaut zu werden. Dabei soll das Wasser samt aufgelöster Tüte sogar trinkbar sein und Mensch und Umwelt nicht belasten. Solubag zielt sogar darauf ab das Material so weiterzuentwickeln, um in der Zukunft auch wiederverwendbare Taschen produzieren zu können.

Wie wird dieses Material hergestellt?

Natürlich hält Roberto Astete das genaue Rezept geheim, doch er verrät, dass die Basis für das Material eine Mischung Polyvinylalkohol und unter anderem Zucker und Stärke ist. Polyvinylalkohol ist ein Kunststoff, der bereits 1924 entwickelt wurde und auch als Beschichtungs-Material für diverse Zwecke bereits benutzt wird. Dieser Kunststoff hat eben den großen Vorteil, dass er wasserlöslich ist und vor allem nicht toxisch. Es wird also kein Tropfen Öl zur Herstellung des Materials verwendet. Solubag wird es sogar in zwei verschiedene Varianten des Materials geben. Eine Variante ist löslich in kaltem Wasser und eine in warmem Wasser. Dabei zielen sie darauf ab die Kaltwasser-Variante für Einmal-Tüten zu verwenden und die Warmwasser-Variante für wiederverwendbare Tüten oder Taschen. Eine Solubag Tasche kann so auch zum Beispiel Regen bei dem Nachhauseweg vom Einkaufen widerstehen.

Verbot für Plastiktüten

In Chile, dem Herkunftsland der Solubag, und Ländern wie zum Beispiel Frankreich, Marokko oder Tansania sind Plastiktüten bereits verboten. Für die EU im gibt es im Allgemeinen noch kein Plastiktüten-Verbot, aber es gibt Pläne für eine stärkere Besteuerung. In Deutschland gibt es auch noch kein Verbot, jedoch sind Plastiktüten nur noch gegen eine Gebühr herauszugeben und nicht mehr kostenlos. Solubag vertreibt seine plastikfreien Einmal-Tüten bereits in EU-Ländern wie Tschechien und Italien, jedoch noch nicht in Deutschland. Das möchte Astete jedoch möglichst bald ändern.

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17/2020 Glaselli: der smarte Desinfektions-Stick unterwegs

Momentan ist der Coronavirus das wohl ‚prominenteste‘ Thema. Desinfektionsmittel aller Art sind Mangelware. Mit ‚Glaselli‘ gibt es jetzt ein neues Mini-Desinfektionsmittel in Lippenstift-Form. Es dient zur Desinfektion von Glas- und Dosenrändern und kann eine sinnvolle Alternative für alle sein, die vorbeugen wollen und die etwas gegen die Ausbreitung von Krankheits-Erregern aller Art tun möchten.

Der Desinfektionsstift ‚Glaselli‘ wurde erstmals 2016 in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt – damals noch unter dem Marken-Namen Glasello. ‚Glaselli‘ ist ein kleiner Stick mit Desinfektionsmittel, der dafür gedacht ist Glasränder, Flaschen-Öffnungen, Dosenränder oder auch Essbesteck abzuwischen und so zu desinfizieren. Durch die praktische Form in Lippenstift-Format soll er ein optimaler Begleiter für den Alltag sein. Der Stick lässt sich so in quasi jede Hosen- oder Handtasche stecken und kann in der Disco, auf Festen oder im Restaurant relativ unauffällig ‚gezückt‘ und benutzt werden.

Das Liquid im ‚Glaselli‘ besteht aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen mit einer Basis aus 70 Prozent rein pflanzlichem Alkohol. Es ist Hersteller-Angaben zufolge ohne ‚Mineralöle‘ oder unsympathische ‚Tierversuche‘ produziert. Trotzdem soll das Liquidum komplett geschmacksneutral sein und bereits nach 30 Sekunden wirken. Der Stick töte sämtliche Krankheitserreger wie Bakterien, pathogene Keime und Viren. Darunter auch die Influenza-Erreger und das momentan sehr präsente SARS-CoV-2, den sogenannten Corona-Virus. Aber nicht nur das Desinfektionsmittel selbst sei komplett ökologisch produziert, für den Stick gibt es auch Nachfüll-Liquid, sodass der er einfach nachgefüllt anstatt weggeschmissen werden kann.

Laut einem Interview mit dem Stern kam den beiden Gründern des Glaselli-Sticks – Stevan Sokola und José Luis Llorens Garcia – die Idee für den Desinfektionsstift: Garcia sei selbst Herpes-Patient und Herr Sokola beschreibt sich selbstironisch als ‚angehauchter Hypochonder‘. Gedacht sei der Stick daher nicht nur für Hygiene-Bewusste, sondern auch zur Vorbeugung für besonders immunschwache Personen.

Desinfektionsmittel ist im ersten Quartal 2020 stark gefragt. Diverse Hersteller von Sprays und Liquids haben daher momentan Liefer-Engpässe. Als dieser Artikel Mitte März 2020 verfasst wurde, traf das noch nicht auf ‚Glaselli‘ zu, was sich natürlich schnell ändern kann. Im Moment ist es aber noch eine smarte Alternative am Markt.

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16/2020 LeiKoSi: Die Leiter-Sicherung nicht nur für Dacharbeiten

Unfälle durch und in Zusammenhang mit Leitern laufen unter den häufigsten Unfallarten im Handwerk. Mit der sogenannten Leiterkopf-Sicherung ‚LeiKoSi‘ hat Udo Heyl für Privat- oder Berufs-Handwerker eine Möglichkeit geschaffen das Risiko einer wegrutschenden Leiter quasi zu eleminieren. Die ‚LeiKoSi‘ ist an fast jede Leiter anzubringen; sie harkt sich einfach in die Regenrinne ein.

In Deutschland ereignen sich pro Jahr zehntausende Leiter-Unfälle. Darunter einige mit schweren oder sogar tödlichen Folgen. Dies betrifft Handwerker, Dachdecker, Schornsteinfeger und Co. direkt, da sie beruflich auf Leitern angewiesen sind. Um deren Arbeit jedoch sicherer zu gestaltet hat der Dachdecker-Meister Udo Heyl seine ‚LeiKoSi‘ entwickelt. Der Markenname besteht aus einem Akronym und steht für Leiterkopf-Sicherung, die man in die Regenrinne einharken kann. So wird deren Wegrutschen ultimativ verhindert.

Die LeiKoSi – so funktioniert’s

Die Funktionsweise der Sicherung ist eigentlich ziemlich simpel. Die LeiKoSi wird mit wenigen Handgriffen an einer der oberen Sprossen der Leiter montiert. Dies kann bereits gefahrlos am Boden erledigt werden. Daraufhin wird die Leiter an das Dach angelehnt und die Sicherung harkt sich in die Regenrinne ein. Nun zieht man die Leiter etwas zu sich, sodass sich der Sperrriegel automatisch auf den richtigen Winkel einstellt und schon ist die Leiter gesichert betretbar. Die Leiter selbst ist jederzeit wieder verschiebbar, ohne an der Sicherung etwas lösen zu müssen. Man kann die Leiter einfach wieder von unten verstellen, die genannten Schritte wiederholen und die LeiKoSi stellt sich automatisch neu ein. Dies dürfte ein Segen für jeden Berufshandwerker sein, da durch die LeiKoSi das Wegrutschen der Leiter verhindert wird und damit eines der größten Risikos bei Dacharbeiten eliminiert wird. Die Berufshandwerker ist auch die Gruppe, an die sich LeiKoSi hauptsächlich richtet. Dies sieht man auch am Preis, da die LeiKoSi für Privatkunden rund 235€ kostet, für Geschäftskunden etwas reduzierter.

LeiKoSi – das Unternehmen

Udo Heyl selbst ist über 30 Jahre Dachdecker und hat 2017 seine Firma LeiKoSi GmbH gegründet. Die Entwicklung des Systems fing allerdings schon einige Jahre davor an. Heyl hatte bereits selbst einen Leiter-Unfall, der ihn noch weiter motivierte eine zufriedenstellende Lösung für das Problem wegrutschender Leitern zu finden. 2019 wurde die LeiKoSi mit dem Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk und erlangte dadurch einiges an Aufsehen. Dieses wurde noch weiter gesteigert, als LeiKoSi einen Auftritt bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ hatte. Hierbei kam es allerdings zu keinem Deal zwischen Löwen und Erfinder.

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