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18/2020 Solubag entwickelt wasserlöslichen Plastik-Ersatz

Plastikmüll ist eine große Umweltbelastung, besonders für die Meere. Es wird geschätzt, dass rund 75 Prozent des Meeres-Mülls aus Kunststoff besteht und jährlich ungefähr 10 Millionen Tonnen Plastikmüll hinzukommen. Diese Umwelt-Verschmutzung versucht Roberto Astete und Kollegen mit Solubag zu bekämpfen, indem sie ein Alternativ-Material zu Plastik bieten, dass wasserlöslich ist und somit die Umwelt nicht im Müll ertränkt.

Dieses Material soll das neue Go-to Material für Einmal-Tüten werden und die Meere belastende Plastiktüte schließlich ablösen. Solubag hat ein Alternativ-Material geschaffen, das Plastiktüten ablösen soll. Diese Tüten sollen nur fünf Minuten brauchen, um sich vollständig in Wasser aufzulösen, im Gegensatz zu den 500 Jahren, die Plastik benötigt um abgebaut zu werden. Dabei soll das Wasser samt aufgelöster Tüte sogar trinkbar sein und Mensch und Umwelt nicht belasten. Solubag zielt sogar darauf ab das Material so weiterzuentwickeln, um in der Zukunft auch wiederverwendbare Taschen produzieren zu können.

Wie wird dieses Material hergestellt?

Natürlich hält Roberto Astete das genaue Rezept geheim, doch er verrät, dass die Basis für das Material eine Mischung Polyvinylalkohol und unter anderem Zucker und Stärke ist. Polyvinylalkohol ist ein Kunststoff, der bereits 1924 entwickelt wurde und auch als Beschichtungs-Material für diverse Zwecke bereits benutzt wird. Dieser Kunststoff hat eben den großen Vorteil, dass er wasserlöslich ist und vor allem nicht toxisch. Es wird also kein Tropfen Öl zur Herstellung des Materials verwendet. Solubag wird es sogar in zwei verschiedene Varianten des Materials geben. Eine Variante ist löslich in kaltem Wasser und eine in warmem Wasser. Dabei zielen sie darauf ab die Kaltwasser-Variante für Einmal-Tüten zu verwenden und die Warmwasser-Variante für wiederverwendbare Tüten oder Taschen. Eine Solubag Tasche kann so auch zum Beispiel Regen bei dem Nachhauseweg vom Einkaufen widerstehen.

Verbot für Plastiktüten

In Chile, dem Herkunftsland der Solubag, und Ländern wie zum Beispiel Frankreich, Marokko oder Tansania sind Plastiktüten bereits verboten. Für die EU im gibt es im Allgemeinen noch kein Plastiktüten-Verbot, aber es gibt Pläne für eine stärkere Besteuerung. In Deutschland gibt es auch noch kein Verbot, jedoch sind Plastiktüten nur noch gegen eine Gebühr herauszugeben und nicht mehr kostenlos. Solubag vertreibt seine plastikfreien Einmal-Tüten bereits in EU-Ländern wie Tschechien und Italien, jedoch noch nicht in Deutschland. Das möchte Astete jedoch möglichst bald ändern.

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4 Kommentare

  1. Heike

    Super das es endlich Firmen gibt, die Plastikfreie Produkte herstellen. Wir müssen die Weltmeere von dem Plastikmüll befreien und in Zukunft auf Plastik verzichten. Aber das wird noch ein langer Weg. Denken wir nur an die Medizin, die verbrauchen Unmengen an Plastik.
    Danke für den wertvollen Artikel.
    LG Heike

    • raketenstart

      Liebe Heike,
      da sind wir ganz bei dir. Zumindest ist der medizinische Bereich jedoch ein Sektor, in welchem die Verwendung von Plastik mit einer großen Notwendigkeit und vor allem Sinn in Verbindung steht. Noch wichtiger ist dagegen gezielt die konstante Reduzierung von Plastik in Bereichen, in denen dieses schlicht unnötig oder einfach zu ersetzen ist.
      Viele Grüße von der Raketenstart-Redaktion 🙂

  2. Timo

    Danke für den ausführlichen Bericht, ich finde es klasse, dass es vielleicht bald Plastikersatz gibt. Ich versuche bei meinen Einkäufen so gut es geht auf Plastik zu verzichten.

    VG Timo

    • raketenstart

      Hallo Timo,
      das ist unsere Motivation. 🙂 Und jeder Schritt hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil zählt!
      Viele Grüße von der Raketenstart-Redaktion

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