Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: Pilze

68/2025 Kwizda: Pilzbasierte Innovation für eine neue Generation nachhaltiger Landwirtschaft

Kurz vor der Markteinführung pilzbasierter Biostimulanzien arbeitet Kwizda Agro daran, neu entdeckte Mikroorganismen so zu formulieren, dass Landwirt:innen sie stabil, sicher und wirksam einsetzen können – mit Aussicht auf deutlich höhere Erträge und einem wichtigen Schritt in Richtung umweltfreundlicher Landwirtschaft.

Biologische Lösungen für den Pflanzenschutz haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Während chemische Mittel an Wirksamkeit verlieren oder strenger reguliert werden, rücken natürliche Mikroorganismen als vielversprechende Alternative in den Fokus. Kwizda Agro, ein Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung in Formulierungstechnologien, nutzt diese Entwicklung, um eine neue Generation pilzbasierter Biostimulanzien zur Marktreife zu bringen. Die Innovation basiert auf Mikroorganismen, die nachweislich das Pflanzenwachstum fördern und Erträge steigern können.

Warum biologische Lösungen jetzt entscheidend werden

Die Landwirtschaft steckt in einem Spannungsfeld aus Klimawandel, Bodenerschöpfung und dem gesellschaftlichen Anspruch nach nachhaltigen Produktionsweisen. Viele Betriebe stehen vor der Herausforderung, hohe Erträge zu sichern, ohne ihren ökologischen Fußabdruck weiter zu vergrößern. Biologische Wirkstoffe können hier eine echte Alternative darstellen, weil sie auf natürliche Prozesse setzen statt auf synthetische chemische Eingriffe.

Doch Mikroorganismen lassen sich nicht einfach „aus dem Labor“ ins Feld kippen. Sie sind empfindlich, reagieren auf Licht, Temperatur oder Feuchtigkeit und benötigen präzise formulierte Trägersysteme, um ihre Wirkung im Boden überhaupt entfalten zu können. Genau an diesem Punkt setzt Kwizda Agro an. Das Unternehmen entwickelt Formulierungen, die lebende Pilze stabilisieren, schützen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort freisetzen.

Wie die Innovation funktioniert

Der Weg vom Mikroorganismus zum marktfähigen Produkt beginnt mit der Entdeckung neuartiger Pilze, die das Wurzelwachstum anregen oder die Nährstoffaufnahme verbessern. Sobald ein geeigneter Pilz identifiziert wurde, übernimmt Kwizda Agro den entscheidenden nächsten Schritt: die Entwicklung einer Formulierung, die die Lebensfähigkeit des Mikroorganismus erhält.

Das funktioniert beispielsweise über Verkapselung. Dabei werden die Pilzsporen in eine feste oder gelartige Hülle eingebettet, die sie vor Hitze oder UV-Strahlung schützt. Beim Ausbringen löst sich die Kapsel langsam auf, sodass die Pilze direkt in den Wurzelraum gelangen. Für Landwirt:innen bedeutet das: Sie erhalten ein Produkt, das ähnlich einfach anzuwenden ist wie konventionelle Bodenhilfsstoffe – etwa über Bodenapplikation oder Saatbandtechnologie.

Damit diese Produkte zuverlässig funktionieren, müssen sie zuvor durch zahlreiche Stabilitätstests, Stresstests und Prüfungen zur industriellen Skalierbarkeit. Die Herausforderung besteht darin, die Mikroorganismen so zu verarbeiten, dass ihre lebenden Strukturen unbeschädigt bleiben und sich in der Praxis tatsächlich vermehren und aktiv werden können.

Wo noch Herausforderungen liegen

Biologische Landwirtschaft ist ein anspruchsvolles Feld. Mikroorganismen sind lebende Organismen, die auf Umwelteinflüsse empfindlich reagieren. Kwizda muss daher sicherstellen, dass die Pilzpräparate auch nach Monaten der Lagerung wirksam bleiben, bei unterschiedlichen Temperaturen transportiert werden können und unter realen Feldbedingungen funktionieren.

Hinzu kommen regulatorische Anforderungen: Für jedes Produkt müssen umfangreiche Sicherheitsnachweise erbracht werden, die belegen, dass die Organismen unbedenklich sind. Und obwohl erste Versuche Ertragssteigerungen zeigen, müssen viele Landwirt:innen erst Vertrauen in biologische Innovationen gewinnen. Entscheidend ist daher, dass Produkte nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich überzeugend sind.

Wenn Kwizda Agro die Formulierungen erfolgreich zur Marktreife bringt, könnte sich der Einsatz lebender Mikroorganismen in der europäischen Landwirtschaft deutlich beschleunigen. Pilzbasierte Biostimulanzien bieten die Chance, Erträge zu stabilisieren, Böden langfristig gesünder zu halten und den Einsatz chemischer Mittel zu reduzieren. Gleichzeitig könnten sie den Weg bereiten für weitere biotechnologische Entwicklungen, die ähnlich funktionieren – von Bakterien bis hin zu komplexen mikrobiellen Konsortien.

Am Ende steht eine wichtige Frage: Wie können wir die natürliche Regenerationskraft von Böden nutzen, statt sie zu erschöpfen? Produkte wie die von Kwizda zeigen, dass technische Innovation und biologische Prinzipien kein Widerspruch sind – sondern eine notwendige Partnerschaft.

Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter Kwizda Agro.

56/2020 Loop Cocoon: Ein Sarg für neues Leben

Nachhaltig essen, einkaufen und reisen, ist längst möglich. Nachhaltig bestattet werden, geht jetzt auch. Ein niederländisches Unternehmen hat den Loop Cocoon, einen Sarg aus Pilzen, entworfen.

Bis ein herkömmlicher Sarg zersetzt wird, kann schon einmal ein Jahrzehnt verstreichen. Der Loop Cocoon löst sich dahingegen innerhalb eines Monats vollständig auf. Der Sarg ist nämlich lebendig. Er besteht aus Pilzen, genauer aus einem Mycelgeflecht. Die Idee dahinter ist, dass der Sarg der Umwelt etwas zurückgeben kann und sie nicht mit schädlichen Materialien belastet. Entworfen wurde der Cocoon von dem Start-Up ‚Loop‘ aus Holland. Nicht nur der Sarg selbst auch der in ihm liegende Körper wird schneller zersetzt. Während dieses Prozesses bleiben kaum schädliche Stoffe im Boden zurück. Im Gegenteil die Qualität der umliegenden Erde wird deutlich verbessert. Und das alles nur dank eines Pilzes, genauer eigentlich dank des Mycels.

Mycel – Der Recycler des Waldes

Das, was wir als Pilz bezeichnen, ist eigentlich nur der Fruchtkörper. Der eigentliche Pilz besteht aus dem Mycel, dem Pilzgeflecht. Über dieses Flechtwerk wird ein unterirdisches Netzwerk gebildet, das nicht nur für die Pilze selbst, sondern für das ganze Ökosystem Wald lebensnotwendig ist. Pilze gehen mit Bäumen eine Lebensgemeinschaft ein. Über das Geflecht werden Nährstoffe an die Bäume geliefert, im Gegenzug erhält der Pilz den lebenswichtigen Zucker aus der Photosynthese des Baumes. Zudem filtern Pilze auch Schadstoffe aus dem Boden, die sonst von anderen Pflanzen aufgenommen werden würden. Der Pilz und sein Mycelgeflecht verdienen also zurecht den Titel Recycler des Waldes.

Nachteil – Mobilität

Die Mycele werden in einer geeigneten Passform herangezüchtet. Sobald der Sarg seine Grundform erreicht hat, wird das Geflecht getrocknet. Das Wachstum des Pilzes wird dabei unterbrochen und er wird in eine Art Ruhezustand versetzt. Der Sarg ist so relativ leicht und kann einfach transportiert werden. Grundwasser belebt den Pilz letztendlich wieder.

Wälder bieten den optimalen Lebensraum für den Pilz, weshalb Bestattungen auch dort vollzogen werden sollten. Einmal an Ort und Stelle sollte der Sarg auch nicht mehr ausgegraben beziehungsweise fortbewegt werden. Das würde das Leben des fruchtbringenden Pilzes stören und die Vision hinter dem Loop Cocoon könnte nicht realisiert werden. In Deutschland stehen der Bestattung mit dem Bio-Sarg allerdings strikte Vorschriften im Weg. Der sogenannte Friedhofszwang verhindert, dass Urnen oder Särge an einem anderen Ort als auf einem Friedhof aufbewahrt werden können. In den Niederlanden besteht dieses Problem nicht, hier kam der erste Loop Cocoon schon zum Einsatz.

Sorry, Video leider nur auf Englisch.

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43/2020 Suvo: Pilze für Vitalität?

Die Einen mögen sie, die Anderen nicht. Die Rede ist von Pilzen. Vitalpilze, wie von Suvo, sollten in Kapselform aber jedem schmecken. Und die sind sogar unglaublich gesund.

Suvo. Susanne Vogel, das ist die Gründerin von dem Start-Up, das unsere Gesundheit in Zukunft aufblühen lassen soll. Sie ist erfahrene Sportwissenschaftlerin, Ernährungsberaterin und Mykotherapeutin. Bei letzterem dreht sich alles um die Heilkunde mit Pilzen zur gesundheitlichen Therapie. Suvo sind 100% natürliche Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von bioaktiven Vitalpilzen, Mikronährstoffen aus Pflanzenextrakten und Vitaminen. Das Wundermittel in Kapselform ist vegan, gluten-, fruktose-, laktose- und sojafrei. Die Gründerin will mit ihren aktuell zwei Präparaten der Gesellschaft zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Belastbarkeit verhelfen und ihr die Kraft der Vitalpilze zeigen.

4000 Jahre alte Medizin

Suvo kombiniert die 4000 Jahre alte traditionelle chinesische Medizin, Mykotherapie, mit der geschätzten Pflanzenheilkunde, Phytotherapie. So sind in jedem Supplement jeweils eine pflanzliche Superkraft, bspw. Vitamin C aus Sanddornbeeren, und vier Vitalpilze enthalten. Allesamt besitzen sie wirklich merkwürdige Namen, was in ihnen steckt ist allerdings erstaunlich. Reishi, der Pilz der Unsterblichkeit, schaut auf eine 400-jährige Geschichte zurück. Der kraftvolle Polyporus strotzt nur so vor Kalzium, Kalium, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan. Durch ein feines Mandelaroma zeichnet sich der Agaricus aus, deshalb wird er auch Mandelpilz genannt. Der Maitake Pilz glänzt mit unzähligen Mineralstoffen und Spurenelementen und der Shiitake hat sich sogar schon in der Schulmedizin etabliert. Alle verarbeiteten Vitalpilze bei Suvo wurden von Bauern aus Asien oder Brasilien angebaut. Suvo trägt also erheblich zum Lebensunterhalt dieser bei. Wow, eine Menge Benefits. Das hätten wir niemals für möglich gehalten. Was die wenigstens wahrscheinlich auch nicht wissen: In 40% aller pharmazeutischen Medikamente sind Pilze enthalten.

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