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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

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28/2020 Vly: Die nährreiche Milchalternative aus Erbsen

Immer mehr Menschen steigen auf eine vegane Ernährung um. Um den Proteinbedarf zu decken, reichen die Milchalternativen oft nicht aus. Dies kann sich durch Vly ändern. 

Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind auf die vegane Ernährung umgestiegen. Die wohl am häufigsten gestellte Frage bei einer fleischfreien Lebensweise ist, ob der pflanzliche Proteingehalt wirklich ausreicht, um den Tagesbedarf eines Menschen zu decken. Proteine stärken unter anderen die Muskelmasse und das Gehirn. Zudem wirken sie sich positiv auf die mentale Gesundheit aus. Deshalb ist es wichtig, auf die eigene Zufuhrempfehlung zu achten. Wie aber kommt man auf den empfohlenen Eiweißbedarf, wenn einige der eiweißhaltigsten Lebensmittel wegfallen?
Vly möchte dies einfacher machen. Mit einem hohen Proteingehalt, einer ausgezeichneten Ökobilanz und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten will das Food-Start-Up den Lebensmittelmarkt revolutionieren.

Was bietet Vly im Vergleich zu anderen Milchalternativen?

Der Erbsendrink kommt pro Glas auf 16 g Eiweiß. Das ist doppelt so viel wie in Kuhmilch und sogar fünfmal so viel wie in Mandelmilch! Zudem besteht der Drink nur aus Wasser, gesunden Fetten und natürlichen Aromen. Daneben enthält die Erbsenmilch die in der veganen Ernährung oft limitierende Aminosäure Lysin. Auch bei der Nachhaltigkeit überzeugt der Milchersatz. Beim Anbau von den verwendeten gelben Spalterbsen werden 13 Mal weniger Liter Wasser verbraucht als bei der Produktion von Kuhmilch. Beim Anbau von Mandelmilch sind es sogar 100 Mal weniger. Auch Co2-Verbrauch und Anbaufläche sind bei Vly im Vergleich sehr gering. Im Aussehen und der Konsistenz erinnert die Milch stark an Sojadrink. Allerdings ist der Geschmack eher herb und daher pur nicht für jeden etwas. Der Erbsendrink kann dafür aber vielfältig genutzt werden; ob im Kaffee, für Porridge oder klassisch für Müsli, es ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Die Gründer Nicolas, Moritz und Niklas gaben schon bekannt, dass weitere Produkte auf Erbsenbasis folgen werden. Somit finden wir die gesunde Alternative bald im Joghurt oder Speisequark wieder.

27/2020 Heißklebepistole zur Wundversorgung

Klammern, Tackern, Nähen. So sieht die aktuelle mit Schmerzen verbundene Prozedur nach einer Operation aus. Eine spezielle Art der Heißklebepistole könnte diese ablösen und die Wundversorgung revolutionieren.

Die klassische Heißklebepistole kennt man eigentlich nur aus dem Industrie- und Heimwerkerbereich. Israelische Forscher des Israel Institut of Technology sind allerdings auf einem guten Weg eine spezielle Heißklebepistole im medizinischen Bereich zu etablieren. Es ist nicht so, als ob es noch keinen Klebstoff in der Medizin gäbe. Aber dieser ist nur limitiert anwendbar, denn die verwendeten Materialien sind giftig und nur auf der Hautoberfläche anwendbar. Somit also keine eierlegende Wollmilchsau. Vielleicht könnte es aber der neu entdeckte Kleber der israelischen Forscher werden.

Schmelzklebstoff für Wunden

Bei dem besagten Kleber handelt es sich um einen biokompatiblen Schmelzklebstoff auf Basis von Polycaprolacton. Er wird in einer speziellen Heißklebepistole nur gerade so auf Körpertemperatur erhitzt. Dabei bleibt er ungiftig, besonders stark und hautfreundlich. Anders als bereits vorhandene medizinische Klebstoffe kann er auch für Gewebe innerhalb des Körpers angewendet werden. Er soll sogar viermal stärker im Zusammenhalt sein, als diese. Pluspunkte hat er einige. Der Schmelzklebstoff bleibt auch nach dem Auftragen auf die Wunde und der Aushärtung flexibel. Ein weiterer sehr positiver Punkt ist, dass er sich nach einigen Wochen von ganz alleine rückstandslos abbaut. Fäden ziehen o.ä. werden somit überflüssig. Spart also einiges an Schmerzen und Ekel. Außerdem soll er den Heilungsprozess beschleunigen und Narbenbildung reduzieren. Getestet wurde das Ganze auch schon. Die Biokompatibilität hat einige entsprechende Laborversuche durchlaufen und wurde bestätigt.

26/2020 LivingPackets: Die Versandbox der Zukunft?

Eben mal schnell was hier bestellt, was da bestellt, was dort bestellt. Die Deutschen gehören zu den Weltmeistern der Online-Besteller. Auf der Strecke bleiben die riesigen Verpackungsmüllberge. Mit LivingPackets bald vielleicht nicht mehr.

Eine große Unternehmensberatung schätzte die Zustellung von Paketen pro Deutschem im Jahr auf 24 Stück. Wir liegen somit auf dem zweiten Platz hinter China. Schätzungsweise wird die Zahl pro Kopf aber noch weitaus größer sein. Grund: Klamotten auf Zalando bestellen und das nicht zu wenig. Jedes noch so kleine Teil auf Amazon bestellen. Und so geht es weiter. Rund 12 Millionen Zustellungen pro Tag. Und das nur in Deutschland. Tendenz natürlich immer steigend und damit die Verschwendung von Ressourcen. Pro Kopf entstehen uns somit 93 kg Papierverpackungen pro Jahr. Und wer hätte es gedacht, der Hauptgrund dafür ist natürlich der Versandhandel. Darunter leiden müssen die 700 Millionen Bäume die alleine für diese Verpackungen abgeholzt werden.

LivingPackets will entgegensteuern

Das deutsch-französische Start-Up LivingPackets des jungen Gründers, Alexander Cotte, möchte diesem Verpackungswahnsinn ein Ende setzen. Laut dem Gründer kann es nicht sein, „dass wir immer wieder Müll verschicken“. Aus diesem Grund hat er eine wiederverwendbare Mehrwegbox für den Versandhandel entwickelt, die es in sich hat. Erstens: Das schwarz-grüne Paket aus dem widerstandsfähigen Material Polypropylen enthält Technik inkl. Internetverbindung zur Nach- verfolgung des Pakets. Zweitens: Sensoren und eine Kamera zeichnen den Zustand des Paketinhaltes auf. Drittens: Die Adresse wird auf einem digitalen Display außerhalb der Box angezeigt. Viertens: Füllmaterial wird durch ein am inneren Boden der Box gespanntes Netz überflüssig gemacht. Fünftens: Ein wieder verschließbares Schloss außerhalb lässt das Klebeband ebenfalls weichen. Der Kostenpunkt liegt dabei trotzdem nur bei 2-3€ pro Nutzung. Obendrauf kommt dann natürlich noch das Porto. Rechnen soll sich dies allerdings allemal. Ist die Zustellung erfolgt, soll das leere Paket einfach zu einem Paketshop gebracht, dem Postboten mitgegeben oder selbst wieder verschickt werden. Mit seinem Team aus bereits 50 Mitarbeitern möchte der Gründer innerhalb von 10 Jahren 1,5 Milliarden Boxen in den Versandkreislauf bringen und somit 100 Milliarden Einwegkartons ersetzen. Geplant ist der Markteintritt bis Ende 2020. Mal sehen, vielleicht kommt unsere nächste Bestellung schon in einem LivingPacket bei uns zuhause an!

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25/2020 Tocsen: Intelligenter Sturznotruf für Helmsportler

Was ist, wenn man alleine mit dem Fahrrad unterwegs ist und einen Unfall baut? Irgendwo im nirgendwo? Dann gibt es niemanden, der einem helfen kann. Doch Tocsen!

Tocsen kann ein kleiner Lebensretter sein. Mit ihm ist alleine Fahrradfahren kein Problem mehr. Es handelt sich bei diesem um einen schwarzen oder pinken Sensor, der seinen Platz an einer freien Stelle am Sturzhelm findet. Dort wird er einfach hin geklebt. Sollte der Helmträger beim Fahrradfahren, Ski fahren, Reiten o.ä. stürzen, hilft Tocsen, wenn sich selbst nicht mehr geholfen werden kann. Der Sensor erkennt den Aufprall und löst über das Smartphone automatisch einen lauten Alarm aus. Sollte es allerdings nur zu einem fehlerhaften Alarm kommen, kann in einer Zeitspanne von 30 Sekunden nach Sturz dieser wieder abgebrochen werden. Ist dies nicht der Fall und es ist wirklich etwas passiert, wird der nächste Schritt eingeleitet. Hierbei handelt es sich um die Benachrichtigung der eingetragenen Notfallkontakte in der Tocsen App. Diese werden inklusive der GPS Daten über den Vorfall informiert. Gibt es weitere Tocsen Nutzer in der Nähe werden diese ebenfalls alarmiert und können als Ersthelfer fungieren. Zusätzlich kann der Verunglückte auf einen 112 Button drücken, um den Notruf zu verständigen. Dazu muss er allerdings noch in der Lage sein. Das Thema schlechter Empfang ist kein Problem, denn GPRS oder Edge reichen aus, um den Notruf vom Ort des Geschehens auszulösen. Sollte man in einem Funkloch stürzen und hat den Wieder-Zuhause-Timer eingestellt, wird sobald dieser abgelaufen ist, ein Notruf mit der letzten bekannten Position abgesetzt.

Made in Germany Qualität

Der Tocsen Sensor stammt von einem StartUp aus Freiburg und wird ebenfalls in Deutschland produziert. Er ist offen für fast jeden Helm und kann somit universell eingesetzt werden. Der Sensor ist sehr convenient. Er wird per microUSB geladen und hält ca. 3-4 Monate. Es ist also nicht nötig ihn ständig zu laden, wenn man auf längeren Touren unterwegs ist. Außerdem ist es nicht nötig ihn jedes Mal erneut anzuschalten. Ein „Wachrütteln“ des Helms langt und er erfüllt seine Dienste. Das einzige Manko ist, dass die Notfallkontakte die Tocsen App ebenfalls auf ihrem Smartphone installiert haben müssen. Der kleine mögliche Lebensretter kostet ca. 78€, wobei die App kostenlos bleibt. Tocsen! Und alleine auf Tour sein ist kein Problem mehr!

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24/2020 Bruxane: Die Zahnschiene mit Lerneffekt

Verspannungen und Unwohlsein am Morgen? Da denkt nicht jeder sofort an Zähneknirschen als Ursache. Dieses Problem wird nun mit Bruxane gelöst, sodass man wieder mit Freude in den Tag starten kann.

Bruxismus? Das ist das typische Zähneknirschen, das oft unbewusst und nächtlich den Ober- und Unterkiefer aufeinander reiben lässt. Ca. jeder Zweite in Deutschland leidet daran und unter den unangenehmen Folgen. Diese zeichnen sich ab mit Kopfschmerzen, Schäden an den Zähnen und Verspannungen im Kiefer-, Nacken-, Schulter- und sogar gesamten Rückenbereich. Weltweit ist es sogar die dritt häufigste Ursache für Schlafstörungen. Standardmäßig wird Knirschern eine individuelle Zahnschiene angefertigt. Diese verhindert aber lediglich, dass sich Zahnschmelz nicht abreibt und nicht das ursächliche Problem, dass der Zahnapparat nachts aufeinander gepresst wird. Somit bleiben die Beschwerden, wie bspw. Verspannungen, weiterhin präsent. Oft ist sogar gar nicht klar, dass diese vom Zähneknirschen kommen.

Die Lösung bietet Bruxane

Bruxane ist die neueste Innovation im Zahnschienenbereich und packt das Problem am Punkt des zentralen Nervensystems an. Die Erfinderin Bianca Berk litt selber lange Zeit unter Bruxismus und entwickelte dann gemeinsam mit Experten die universelle Zahnschiene für ca. 50€. Es handelt sich dabei um ein kleines Technikwunder mithilfe von Biofeedback. Dies ist ein Vorgang bei dem Signale des Körpers, die sonst nicht aktiv kontrollierbar sind, beeinflusst werden können.

Wie die intelligente Zahnschiene funktioniert

Die Schiene wird nachts eingesetzt. Mehr muss man selbst nicht tun. Sobald Kaudruck entsteht, also mit dem Knirschen angefangen wird, löst der eingebaute Sensor eine Vibration aus. Es wird ein Signal an das Gehirn gesendet, wodurch nach und nach ein Lerneffekt entsteht. So soll das Knirschen verlernt werden. Aufwachen soll und tut man davon nicht, störend soll es auch nicht sein. Getragen werden kann die Schiene bis zu zwei Monaten. Offen bleibt, ob das Gehirn es in dieser kurzen Zeitspanne so verinnerlicht, dass das Knirschen für immer verlernt bleibt oder ob immer wieder eine neue Bruxane Schiene gekauft werden muss. Der spürbar positive Effekt ist allerdings das entspannte Aufwachen und Wohlbefinden am nächsten Morgen. Dafür lohnt es sich also!

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23/2020 Tonal: Das smarte und digitale Fitnessstudio für zuhause

Jeder, der schon mal im Fitnessstudio angemeldet war, kennt bestimmt das Problem, dass der Weg dorthin immer am meisten Überwindung kostet. Es kann somit ganz schön schwer werden seinen langersehnten Traumkörper zu erreichen. Tonal bietet die Problemlösung – und zwar ein ganzes Fitnessstudio im eigenen Zuhause.

Jetzt gibt es keine Ausreden mehr! Tonal hat ein smartes und digitales Fitnessstudio für Zuhause entwickelt mit dem selbst Gewichthebende auf ihre Kosten kommen. Es handelt sich dabei um einen relativ flachen, dunklen, aber dennoch stylischen Kasten mit Bildschirm, der an einer Wand montiert wird. Das Unternehmen selbst wirbt mit Phrasen wie „das intelligenteste Fitnesssystem der Welt“. Mit dabei, das Equipment, also eine Hantelstange, Griffe, ein Seil und eine Matte. Alles was man braucht, um den gesamten Körper zu trainieren. Nur werden dabei keine „echten“ Gewichte mehr gestemmt, sondern digitale und zwar bis zu 100 kg. Das Ganze funktioniert mithilfe von Elektromagnetismus und einem Computer Algorithmus. Somit kann ein optimales Trainingsgewicht erzeugt werden. Bei der Vielfalt der Videoprogramme ist für jeden Sporttreibenden etwas dabei. Während man trainiert, lernt Tonal mit und merkt sich, was man kann oder auch nicht kann, sodass das Workout dementsprechend angepasst werden kann, man aber trotzdem gefordert bleibt.

Endlich ein eigener Personaltrainer

Zwar ein digitaler, aber egal! Diesen bekommt der Fitnesstreibende im Gegenzug zu einem monatlichen Abo von rund 43€. Der Personal Trainer spricht einem zu und pusht einen an seine Limits, sodass größtmögliche Erfolge erzielt werden können. Der einzige Knackpunkt bei der ganzen Sache: Es ist nicht gerade günstig, denn die Anschaffungskosten liegen bei rund 3000€. Nun muss man selbst entscheiden, ob man ca. 6 Jahre ein Fitnessstudio zahlt, bei einem durchschnittlichen Beitrag von 40€/Monat, was nicht immer genutzt wird, aufgrund der Faulheit dorthin zu gelangen oder ob man das Geld investiert und endlich sein Ziel – den Traumkörper – erreicht.

Anbei noch ein Bewegtbild, aber sorry…nur in Englisch.

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22/2020 Recup: Coffee-to-go ohne schlechtes Gewissen

Tschüss Einweg und Hallo Mehrweg! Wie Recup mit seinem Pfandsystem aus Bechern für den Kaffeegenuss unterwegs Deutschland eine Menge unnötigen Müll sparen und dabei etwas Gutes für die Umwelt tun möchte.

Alleine in Deutschland werden pro Stunde 320.000 Coffee-to-go-Becher benutzt. Jährlich kommen die Deutschen somit auf eine unglaubliche Zahl von 2,8 Mrd. Einwegbecher, die binnen weniger Minuten in der Mülltonne oder leider auch oft in der Umwelt landen. Die 40.000 Bäume, die jährlich für diese Becher abgeholzt werden, sterben dann quasi fast umsonst. Aber hier hört der Umweltwahnsinn noch nicht auf. Würde man Einweg durch Mehrweg ersetzen, könnte Deutschland 11.000t CO2, 40.000t Abfall, 1,5 Mrd. Liter Wasser, 3000t Rohöl und 320 Mio kWh Strom sparen. Recup möchte endlich damit Schluss machen. Ihre Vision ist es das Coffee-to-go Geschäft zu revolutionieren und den Einwegbecher gänzlich zu verbannen.

Vom Pilotprojekt zum erfolgreichen Unternehmen

Bei Recup handelt es sich um ein nachhaltiges und innovatives Mehrwegpfandbechersystem für den täglichen oder auch nur sporadischen Kaffee unterwegs. Dieser muss es dabei natürlich nicht zwingend sein, man kann sich auch sämtliche andere Getränke in sein Recup füllen lassen. Das System ist dabei unkompliziert und tut dem Kaffeegenuss, sowie der Einfachheit des Coffee-to-go‘s keinen Abschlag. Gestartet sind die beiden Gründer bereits im Jahr 2016 mit einem Pilotprojekt, das sie auf Erfolgskurs gebracht hat. Mittlerweile haben sie sich neben einem großen Team ein Netzwerk mit über 2000 Partnern aufgebaut. Mit dabei sind viele kleine, wie bspw. Cafés, Bäckereien, Schnellrestaurants, aber auch große Partnerunternehmen wie z.B. Alnatura oder VW.

Wie funktioniert das Recup System?

In einem Partnerladen bestellt man sein Getränk einfach in einem Recup Becher und hinterlegt dafür 1€ als Pfand. Dieses kriegt der Kaffeegenießer wieder zurück erstattet, sobald er den leeren Becher in einem mitmachendem Laden zurückgibt – das kann der gleiche, aber auch ein komplett anderer Laden sein, der zum Partnernetzwerk von Recup gehört. Um solch eine Ausgabe- oder Annahmestelle zu finden, gibt es die Recup App, die alle Standorte der Partner anzeigt. Die Becher halten mindestens 500 Spülgänge und können danach zu 100% recycelt werden.

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21/2020 Paketsafe: Nie wieder ein Päckchen verpassen

Durch den florierenden Online-Markt werden mehr Pakete ausgeliefert als je zuvor. Bei vielen Paketen kommt es allerdings vor, dass sie dann zugestellt werden, wenn man nicht Zuhause ist und dann den Weg zum Postamt antreten muss. Diesem Problem hat sich das Start-Up Paketsafe angenommen und die scheinbar perfekte Lösung gefunden. Der Paketsafe ist ein flexibler Paketkasten, der Ihnen den Weg zur Post sparen wird.

Jeder kennt das Problem, dass ein bestelltes Paket genau dann ankommt, wenn man nicht Zuhause ist. Man bekommt eine Benachrichtigung in den Briefkasten geworfen und muss zur nächsten Paketstelle, um seine Waren in Empfang zu nehmen. Auf dem Dorf kann man dem Problem bereits mit einer Abstellgenehmigung für die Garage entgegentreten doch in der Stadt hat man dabei öfters keinen Platz oder wohnt mit vielen anderen Parteien in einem Mietshaus. Hierfür ist der Paketsafe perfekt, da hier beide Probleme in Luft aufgelöst werden. Der Paketsafe ist ein flexibler Paketkasten, der Ihnen den Weg zur Post sparen wird. Außerdem nimmt er im zusammengerollten Zustand wenig Platz ein und passt somit auch unter größere Briefkastenanlagen.

Wie Paketsafe funktioniert

Die Funktionsweise ist sehr simpel. Der Paketbote öffnet den Paketsafesack, wirft das Päckchen hinein, zieht den Sack zu und das Paket ist sicher bei Ihnen abgeliefert. Dieser Sack kann dann nur durch ihren Schlüssel wieder geöffnet werden und ihr Paket ist so vor Diebstahl geschützt. Gegen hartnäckigere Paketdiebe ist der Sack zusätzlich noch durch sein integriertes, schnittsicheres Edelstahlnetz geschützt und gegen Mutter Natur auch mit wasserdichtem Nylon beschichtet. Um den Paketsafe nutzen zu können muss man ihn bei der Post als Ablageort hinterlegen. So sieht der Paketbote gleich auf dem Scanner, dass das Paket im Paketsafe hinterlassen werden soll und hat auch die Erlaubnis zur Ablage. Ein Formular und eine Anleitung hierzu finden Sie auch auf der Paketsafe Website.

Von der Idee zum Unternehmen

Das Start-Up begann 2015 im niederbayerischen Geiselhöring im Keller des Erfinders Thomas mit der Produktion des Paketsafe Prototypen und entwickelte sich mit der Zeit zu einem mittelständischen Familienunternehmen. Seit 2017 haben sie auch eigene Büros, Lager und Produktionsflächen. Mit ihre geniale Erfindung schaffte es das nun Familienunternehmen auch bei der Fernsehshow „Das Ding des Jahres“ in das Finale einzuziehen. Allerdings reichte es nicht ganz für den Sieg. Paketsafe vertreibt das Produkt in mehreren Varianten auf ihrem eigenen Online-Shop , wobei die Standardversion für 179€ erhältlich ist.

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20/2020 Effizientere Glas- variante soll Lithium-Ionen-Akkus ablösen

John B. Goodenough, der Chemie-Nobelpreis-Träger für die Miterfindung des Lithium-Ionen-Akkus, hatte vor 3 Jahren einen weiteren Durchburch in der Batterie-Forschung zu verzeichnen. Heute sind Litium-Ionen-Akkus in jedem Smartphone, Elektroauto und weiteren mobilen elektronischen Geräten zu finden. Goodenough und Braga, die Mitforscherin, haben aber nun mit dem Unternehmen Hydro-Quebec eine effizientere Speichervariante weiterentwickelt und fast marktreif gemacht.

Der Glas-Akku

2016 veröffentlichte Goodenough einen Forschungsbericht zu einem Lithium-Glas Akku an der University of Texas at Austin. Daraufhin übertrug die Universität die Patente für den Akku an das kanadische Unternehmen Hydro-Quebec, das als ein führendes Unternehmen im Bereich Energiespeicher-Technologie gilt und den Lithium-Glas Akku serienreif machen soll. Der Akku verwendet, anders als der bekannte Lithium-Ionen-Akku keinen flüssigen Elektrolyt, sondern ein solides Gemisch aus Glas und Alkalimetallen, wozu auch Lithium zählt. Der Akku verspricht eine knapp dreimal so hohe Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Akku und durch seinem soliden Elektrolyt weist er einen hohen Widerstand gegen extreme Temperaturen auf und ist nicht brennbar. Der Glas-Akku soll sogar innerhalb von Minuten geladen werden können. Noch dazu sollen diese Batterien auch viel umweltfreundlicher produzierbar sein.

Hydro-Quebec bietet jetzt schon die ersten Lizenzen für den Feststoffakku an, doch das Unternehmen merkt an, dass sie in den nächsten zwei Jahren noch intensiv weiterforschen, um das Produkt wirklich marktreif zu machen. Mercedes Benz arbeitet mit Hydro-Quebec zusammen an der Weiterentwicklung dieses neuen Standards und experimentiert bereits mit der Technologie in Autobussen mit Elektroantrieb.

Revolution für Elektromobilität

Wenn Hydro-Quebec es schafft die Erfindung des 97-Jährigen Goodenough zur Marktreife voranzutreiben, bedeutet das ein enormes Potential für die Elektroauto-Revolution. Die Solid-State-Akkus können viele Probleme der umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel lösen. Sie würden im Winter nicht mehr durch die Kälte immens an Reichweite verlieren, hätten dreimal so viel Speicherkapazität und damit auch knapp dreimal so hohe Reichweite und wären in viel kürzerer Zeit geladen.

Zur Veranschaulichung nehmen wir den Renault Zoe, eines der beliebtesten Elektrofahrzeuge zur Zeit. Die neue Version soll mit der 41 kWh Batterie rund 315 km Reichweite haben. Wenn die Glas-Akkus serienreif werden und ihre versprochene Leistung beibehalten, wären wir bei gleicher Akkugröße bei 123 kWh Speicherkapazität und damit könnte die maximale Reichweite bei rund 945km liegen, vorrausgesetzt, dass der Verbrauch nicht erhöht wird. Man sieht also, die Auswirkungen durch marktreife Feststoff-Akkus für ein umweltfreundlicheres Transportwesen und für die Klimawende wären enorm. Ob diese Technologie tatsächlich den Batteriemarkt revolutionieren wird, werden wir in den nächsten Jahren sehen.

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19/2020 Bio-Produkte mit ‚reinem‘ Papier verpackt

In den Regalen im Supermarkt ist zur Zeit fast alles in Plastik verpackt. Dabei verschmutzt Plastikmüll unsere Weltmeere bereits seit Jahren und es ist kein Ende in Sicht. Acht bis zehn Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Meeren.  Naduria will dieses Problem mit ihren zu 100 Prozent plastikfrei verpackten Produkten bekämpfen.

Gesund für Mensch und Umwelt

Naduria bietet in ihrem Sortiment zur Zeit Pasta, Müsli, verschiedene Keime, „Superfoods“ und Proteinpulver an. Dadurch dass Naduria nicht ein Gram Plastik in ihren Verpackungen verarbeitet, sind diese komplett recycelbar und kompostierbar. Sogar die Barriere, die beinahe jede Verpackung hat um die Produkte frisch zu halten, ist nicht aus Plastik. Die meisten Papier-Verpackungen werden hierfür immernoch mit Plastik versehen. Naduria verwendet hier eine pflanzliche Emulsion, die die Haltbarkeit der Produkte gewährleistet, aber trotzdem komplett kompostierbar ist. Außerdem ist ihr ganzes Sortiment ist dementsprechend auch Bio.

Wirklich 100 Prozent Plastik?

Natürlich gibt es aber immernoch ein paar Schwachstellen in ihrer Produktreihe. Diese Probleme adressiert Naduria allerdings auch fair in ihren FAQs und verspricht sie auch so bald wie möglich zu lösen. Ihr größtes Problem zur Zeit, um eine wirklich zu 100% plastikfreie Marke zu werden ist, dass ihre „EINZIGARTIG“-Reihe im Moment doch eine Plastikbarriere benötigt, um das enthaltene Pulver haltbar zu machen. Diese ist zwar soweit es geht reduziert und hierzu gibt es auch noch keine Methode das Plastik komplett zu ersetzen ohne den Inhalt zu gefährden, aber trotzdem leider aus Plastik.

Goji Beeren aus Deutschland?

Hier ist es nicht möglich die Produkte regional zu beziehen. Pflanzen, die in unserem Klima nicht wachsen können, müssen natürlich zu uns transportiert werden. Um trotzdem die Umwelt zu schonen achten sie darauf den minimalen Transportweg mit dem CO2-effizientesten Transportmittel zu haben und die Bauern auch fair zu bezahlen. Des Weiteren kompensieren sie ihre CO2-Emissionen, die durch den Transport entstehen. Außerdem bestehen ihre Verpackungen leider noch nicht aus recyceltem Papier, sondern aus Frischfasern, da es im Moment noch keine Methode gibt komplett recycelte Verpackung mit den nötigen Anforderungen einer Verpackung zu verwenden.

Alles in allem geht Naduria aber in die richtige Richtung. Obwohl ein paar Dinge noch nicht ganz ausgereift sind, werden diese Probleme nicht totgeschwiegen, sondern adressiert und bearbeitet.

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