Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Kategorie: Allgemein (Seite 34 von 90)

09/2022: Elektrorollstuhl Scewo

Schweizer Studenten haben einen neuen Elektrorollstuhl, den Scewo Bro entwickelt, der mithilfe von Raupen sogar problemlos Treppen steigen kann. Die Innovation bringt Rollstuhlfahrerin eine gehörige Portion Unabhängigkeit zurück. Chapeau.

Wie kam der Scewo Bro zustande?

Entworfen wurde der elektrische Rollstuhl von 3 Züricher Studenten. Einer der Gründer suchte ein Thema für seine Masterarbeit in Maschinenbau und stieß bei der Suche auf das Thema „technische Assistenzsysteme für Menschen mit Behinderungen“.  Von dort an tat er sich mit Kommilitonen der Hochschule zusammen, um mit denen gemeinsam einen Elektro-Rollstuhl mit Rad- und Raupenantrieb zu entwickeln. Der entstandene Rollstuhl ist nicht nur selbst balancierend, sondern kann aufgrund der Raupentechnologie auch Treppensteigen. Die integrierte Technologie und Qualität spiegelt sich jedoch auch im Gewicht und dem Preis wider. Mit 162 Kilogramm ist der Rollstuhl definitiv kein Leichtgewicht und mit einem Neupreis von stolzen 36.000 Euro (ohne Kostenübernahme einer Krankenkasse) am oberen Ende des Preissegments angesiedelt.

Vorteile gegenüber herkömmlichen Rollstühlen

Als elektrischer Rollstuhl muss folglich nicht mehr angeschoben werden, sondern der Stuhl fährt dank seines Lithium-Ionen-Akkus mit 30 Amperestunden Kapazität bis zu 35 Kilometer weit bevor er geladen werden muss. Was aber wirklich kein anderer Rollstuhl bietet ist der hydraulische Sitz, der immer in der waagrechten bleibt, egal bei welcher Steigung. Der Sitz kann auch auf bis zu 87 cm Höhe angehoben werden. Dadurch können sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigung auf Augenhöhe begegnen, oder generell höher gelegene Sachen erreicht werden. Zudem kann kein anderer Rollstuhl über Kanten oder Treppen fahren. Gesteuert werden alle Aktionen entweder durch die am Rollstuhl angebrachte Steuerzentrale oder über die BRO-App, die auf jedem Smartphone installiert werden kann.

Das Ziel der Entwickler

Die Gründer selbst nennen ihren Rollstuhl „den Tesla unter den Rollstühlen“. Ihre Vision: Die gesamte Rollstuhl-Industrie zu revolutionieren. Beeinträchtigte Menschen sollen ein eigenständigeres und barrierefreieres Leben führen können. Ein Rollstuhl, mit dem jegliche Hindernisse bezwungen werden können ist der richtige Weg dazu.  Beim Design wurde sich an der Automobilindustrie orientiert. Eine Reibungslose Grundform mit LED-Streifen vorne und hinten sollen ein sportliches, futuristisches Erscheinungsbild liefern.

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08/2022: Cloud Paper

Mit Toilettenpapier und Küchenrollen aus 100 % Bambus und einem immer weiter wachsenden Portfolio will Cloud Paper den Papierprodukt-Markt nachhaltig verändern. 

Die Geschichte hinter Cloud Paper

Die Beiden Gründer des Unternehmens Cloud Paper kannten sich bereits auf früheren Tätigkeiten. Jahre lang hatten die beiden gemeinsam bei Uber und Convoy gearbeitet. Beides waren Unternehmen, die binnen kürzester Zeit ein enormes Wachstum erfahren haben. Daraus schöpften die beiden nicht nur Erfahrung, sondern auch den Mut es mit einem eigenen Start-up zu versuchen. Auf der Suche nach nachhaltigen Produktideen landeten die Gründer letztendlich in der Papier Industrie.

Das Wachstum

Mit vielen prominenten Investoren wie etwa Jeff Bezos oder Robert Downey Jr. hat das Unternehmen schon über 8,5 Millionen Dollar gesammelt, um weiter zu expandieren. Mit nur acht Mitarbeitern hat Cloud Paper bereits mehr als drei Millionen Rollen des Bambus-Toilettenpapiers verkauft und dadurch ca. 10.000 Bäume gerettet. Der Bambus wird nachverfolgbar und nachhaltig in China angebaut oder aus recycelten Materialien gewonnen. Seit Markteinführung konnte Cloud Paper so um 930% mehr Rollen an Kunden liefern, 400% mehr Unternehmen für sich gewinnen und 800% profitabler werden.

Zusätzlich war Cloud Paper die erste 100% Bambus-Marke, die ein FSC-Zertifikat erhalten hat, was die einzigartige Nachhaltigkeit bestätigt. Auch gehören die Produkte zu dem billigeren Segment der Bambus-Produkte, die öfter wegen einem höheren Preis bemängelt werden und sollen zudem eine sehr angenehme Oberflächenbeschaffenheit aufweisen.

Die Zukunftspläne von Cloud Paper

Das gesammelte Kapital soll in weitere Produktvariationen und die Vertriebskette gesteckt werden.  So werden bereits neben dem Toilettenpapier auch Küchenrollen aus Bambus produziert. Nachdem das Unternehmen aufgrund von Covid 19  vom B2B zum B2C-Bereich gewechselt ist, soll das nun langsam wieder umgekehrt werden. Insbesondere, weil das Gastgewerbe wieder öffnet und dort ein Bedarf besteht, will das Unternehmen Produkte für dieses Gebiet anpassen. Denn ein Restaurant braucht nicht die kleinen Toilettenpapier-Rollen, sondern deutlich größere mit mehr Blättern.

Mit Ihrem Auftrag, nachhaltige Produkte mit erneuerbaren Materialien herzustellen, sind die Unternehmer immer auf der Suche nach neuen, besseren Herstellungsverfahren, optimierten Logistikprozessen und Wegen, die Natur zu schützen.

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07/2022: Das Honbike

Das Honbike  könnte das praktischste derzeit verfügbare Fahrrad sein. Die Erfindung aus Japan überzeugt mit Ingenieurskunst und Design.

Das bereits patentierte e-Bike hat schon mehrere Preise gewonnen und ist dank Crowdfunding bald weltweit zu kaufen.

Was macht das Honbike so Einzigartig?

Die Besonderheit des Fahrrads ist dessen außerordentliche Handlichkeit. Das Honbike soll sich mit seinen 21 Kilogramm in nur 10 Sekunden zusammenfalten lassen. Im gefalteten Zustand betragen dessen Abmessungen nur noch 99 x 45 x 85 Zentimeter. Somit kann es leicht im Kofferraum eines Autos oder in der Bahn transportiert werden, ohne viel Platz zu verbrauchen. Damit das möglich ist, haben die Entwickler die Bauteilanzahl auf ein Minimum von 57 Teilen reduziert. So kann das E-Bike in nur 15 Minuten fertig zusammengebaut werden.  Auch Wartungs- und Reparaturarbeiten sollen somit einfach sein.

Weitere Daten des E-Bike

Neben einem höhenverstellbaren Sattel und Reifen, die mit Schnellverschlüssen innerhalb von kürzester Zeit herausgenommen werden können, überzeugt das Honbike mit seiner Antriebstechnologie. Laut Hersteller soll dieses System nämlich weit über 50.000 km Laufzeit ohne Wartungen oder Reparaturen erzielen. Weitere Features sind ein OLED Display, welches im Lenkrad verbaut ist und Informationen über Akkustand, Geschwindigkeit oder Reichweite gibt. Oder der Motor, welcher mit nur 1,9 kg der leichteste Nabenmotor seiner Art sein soll.

Das Honbike im Alltag

Trotz des leichten Akkus soll das Fahrrad eine Reichweite von 40 km elektrisch unterstütztem Fahren haben. Die Stärke der Motorunterstützung kann in fünf Stufen eingestellt werden. Das Rad unterstützt jedoch nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h und schaltet sich ab einer Neigung von 30 Grad automatisch ab. So sollen Unfälle verhindert und die Sicherheit des Fahrers verbessert werden.

Ab dem 25. Februar 2022 ist das Honbike auf der Crowdfunding Plattform Indiegogo in den Farben schwarz, rot-schwarz und weiß-schwarz erhältlich. Starten soll es mit einem Preis von ca. 1860 Euro. Später soll sich der Preis jedoch noch verdoppeln.

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06/2022: Samsung’s The Frame TV

Neben dem Noveto N1, über den wir im letzten Artikel berichtet haben, hatte die CES 2022 viele weitere spannende Dinge zu zeigen – so auch „The Frame“ von Samsung.

The Frame von Samsung ist ein Fernseher wie kein anderer. Seinen Namen hat er nämlich von seiner Optik – einem (Bilder-)Rahmen. In Ausgeschaltetem Zustand kann der Fernseher beispielsweise Gemälde nahezu realitätsecht anzeigen. Möglich ist das durch ein entspiegeltes Panel, das in der 2022-Version des Fernsehers eingebaut ist. Selbst beim anleuchten mit einer Taschenlampe, spiegelt das „glare free“ Panel nicht.

Vorteile des Frame TV

Durch die Optik kann der Fernseher perfekt als Designelement in der Wohnung integriert werden. Als Gemälde an der Wand kann er ganz mit seiner Umgebung verschmelzen und fällt neben anderen Bildern nicht auf. Auch für Räumlichkeiten mit einem hohen Lichteinfall ist The Frame bestens geeignet. Durch die genutzte Panel-Technologie muss man sich so nie mehr Gedanken über einen spiegelnden Fernseher machen oder die Belichtung im Raum so lange anpassen, bis es erträglich ist.

Technische Aspekte des Frame TV

Mit einer 4K Auflösung von 3840 × 2160 und 120 Hz Bildrate ist The Frame den neuesten Standards angepasst und es müssen keine Kompromisse bei der Bildqualität eingegangen werden. Durch eine HDR-Unterstützung ist zudem eine beindruckende Tiefenschärfe gewährleistet. Die von UL festgelegten Schwellenwerttests zu Reflexion, Unbehagen und Behinderung hat der Fernseher ebenfalls reibungslos bestsanden. Erhältlich wird er der QLED-TV in Größen von 32 bis 85 Zoll sein. Durch das spezielle Glas, das an der Innenseite aufgeraut wurde, lassen sich auch Fingerabdrücke leicht beseitigen – falls das nahezu echte Gemälde von Neugierigen angefasst wurde.

Gewünschte Gemälde oder Bilder können einfach über den Fernseher gesucht oder von einem anderen Gerät hochgeladen werden. Auch der Stromverbrauch hält sich im sogenannten Art-Modus in Grenzen. Zwischen 40 und 70 sollen je nach Zimmerhelligkeit gebraucht werden. Zudem kann noch eingestellt werden, dass der Fernseher diesen Modus nur nutzt, wenn sich eine Person im Zimmer befindet.

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05/2022: Noveto N1 – Unsichtbare Kopfhörer

Das Unternehmen Noveto will mit seinem neuesten Produkt, dem Noveto N1 – einem „unsichtbarer Kopfhörer“, die Audio Branche revolutionieren.

Nachdem Bluetooth-Kopfhörer der aktuellste Trend sind und sich durchgesetzt haben, will Noveto noch einen drauf legen und nicht nur das Kabel, sondern auch die physischen Kopfhörer an sich weg lassen. Möglich ist das mit einer Audio-Beaming-Technologie. Das Audio Signal wird somit nicht wie bei herkömmlichen Lautsprechern in alle Richtungen ausgegeben, sondern genauestens gerichtet auf die Ohren des Nutzenden ausgerichtet.

Wie funktioniert die Technologie?

Das Gerät strahlt Ultraschallwellen ab, die räumlichen 3D Sound erzeugen sollen. Da diese genau gerichtet aufs Ohr zeigen, soll die Erfahrung wie beim Tragen von Kopfhörern sein. Das bedeutet auch, das andere Menschen in der Umgebung nicht mithören können. Selbst jemand, der neben einem steht kann nur noch ca. 10% der Lautstärke wahrnehmen. Um zu wissen, wo genau sich der User befindet, nutzt das N1 eine automatische Gesichtserkennung, wodurch die Audio gerichtet werden kann, aber auch mit dem Gerät kommuniziert werden kann, wie beispielsweise beim Empfangen von Mails. Beim Anschauen wird das Gerät dann auch automatisch verbunden.

Über eine 3,5 mm Buchse kann man seine eigenen Audiogeräte mit dem Noveto N1 verbinden. Zudem gibt es einen USB-C-Anschluss, Bluetooth- und WLAN-Unterstützung sowie eine Mikrofonstummschaltung für mehr Privatsphäre. Auch eine App-Steuerung ist möglich.

Vorteile des Noveto N1

Mit  dem Gerät könnte man beispielsweise Fernsehen, während eine andere Person im selben Raum ein Buch liest, da diese von der Audio des Fernsehers nichts mehr mit bekommt. So wird niemand anderes durch Geräusche belästigt oder abgelenkt. Hinzu kommt, dass es wohl die komfortabelsten „Kopfhörer“ sind, die es gibt, da man nichts physisches auf den Kopf oder ins Ohr setzen muss.

Laut Hersteller soll der Noveto N1 ab diesem März für ca. 800 Dollar erhältlich sein. Wie einzigartig das Erlebnis ist und ob es so faszinierend ist, wie es sich anhört, wird der Praxistest dann zeigen.

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04/2022: Ferngesteuerte Bremse fürs Laufrad

Mit einer ferngesteuerten Bremse an Laufrädern wollen zwei Unternehmer aus der Rhön für mehr Sicherheit bei Kleinkindern sorgen – Dafür gründeten sie mySTOPY.

Viele Eltern kennen das Problem wahrscheinlich – das Kind fährt beim Spazieren gehen mit dem Laufrad neben her und fährt außer Sichtweite oder an gefährliche Stellen. Die Eltern müssen besorgt hinterher rennen, um so das Kind stoppen zu können. Eine einfachere Lösung muss her, dachte sich auch Sebastian Lyschick aus Bad Neustadt an der Saale, der selbst Vater von zwei Töchtern ist. So kam ihm mitten in der Nacht der Gedankenblitz für eine ferngesteuerte Bremse, die leicht anzubringen und günstig sein sollte.

Wie funktioniert die Bremse?

Die ferngesteuerte Komponente wird einfach unter dem Sattel am Laufrad angebracht und wird durch ein Funksignal aktiviert. Dieses kann am mitgelieferten Armband durch einen Knopf ausgelöst werden. Ist dies geschehen, fällt der Bremsklotz auf das Hinterrad und stoppt so die Fahrt. Die Eltern können ohne Sorgen zum Kind laufen. Soll wieder weiter gefahren werden, dann kann der Bremsklotz gelöst werden. Das muss allerdings per Hand geschehen – mit der Intention, dass die Eltern auch zum Kind laufen müssen und so ein möglicher Lerneffekt für die Kinder entsteht. Diese Funktionsweise resultiert auch in einer enorm langen Akkulaufzeit, da lediglich der Bremsklotz elektrisch gelöst werden muss.

Herstellung und Montage

Hergestellt sollte das Produkt zunächst in China werden. Doch im Zusammenhang mit dem aktuellen Chipmangel und Lieferschwierigkeiten wurde der Erfinder doch noch in Deutschland fündig. Damit sind die Gründer sehr zufrieden, da sie einerseits stolz auf das „Made in Germany“ Label sind, andererseits aber auch der Genehmigungsprozess deutlich beschleunigt wurde. Montiert wurde die Bremse zunächst in Wülferhausen von der Familie und den Gründern selbst. Für Großbestellungen übernimmt der Lieferant dann jedoch die Montage.

Erfindung überzeugt Weltmarktführer

Für den ganzen Prozess bis zur Herstellung mussten die Erfinder einen großen Sechsstelligen Betrag investieren. Das hat sich jedoch ausgezahlt – der Weltmarktführer für Laufräder, Puky, ist nämlich vom Produkt überzeugt und will es in den eigenen Shop aufnehmen. Ein enormes Erfolgserlebnis für die Gründer.

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03/2022: TTTV – Fernsehen mit Geschmack

Dank TTTV, einer Erfindung des japanischen Wissenschaftlers Homei Miyashita soll man beim Fernsehen nicht mehr nur hören und sehen, sondern auch schmecken können. 

„Taste the TV“ (TTTV) – so heißt die neue Erfindung des Wissenschaftlers.  Zusammen mit 30 Studenten forscht der Japaner seit Jahren an Erfindungen, die die Geschmackserlebnisse verbessern sollen. So hat er beispielsweise bereits eine Gabel entworfen, die die Geschmacksintensität von Lebensmitteln verstärkt. Ein letzter versuch, Fernseher mit Geruchssensoren auszustatten ist jedoch gescheitert. Deshalb entwarf er nun den Prototypen des TTTV, um die Multidimensionale Erlebniswelt des Fernsehens zu erweitern.

So funktioniert der TTTV

Im Gerät integriert ist ein Karussell mit zehn Behältern, die verschiedene Aromen beinhalten. Durch verschiedene Mischverhältnisse sollen so auch diverse Geschmäcker gebildet und somit Lebensmittel, die der Fernseher anzeigt, imitiert werden. Die Geschmacksprobe rollt dann auf eine Folie über dem Fernsehbildschirm, an der der Zuschauer letztendlich lecken kann, um den Geschmack wahrnehmen zu können. Geschmäcker sollen also einfach zuhause „heruntergeladen“ werden können.

Die Vision von Homei Miyashita

Mit dem TTTV sollen Menschen auch von zu Hause aus mit der Außenwelt in Kontakt treten können. Geschmäcker aus einem Restaurant am anderen Ende der Welt sollen einfach zu sich nach Hause gebracht werden.  Außerdem könnte der Fernseher zu einem wichtigen Tool für Köche und Sommeliers werden, die mithilfe des Gerätes auch Fernunterrichtet werden können. Der Wissenschaftler selbst sieht seine Erfindung äquivalent zu Spotify oder Netflix. Während man dort seine Lieblingssongs hören oder Filme schauen kann, soll man nun auch die Lieblingsgeschmäcker einfach abrufen können.

Den TTTV hat Homei Miyashita im vergangenen Jahr bis zu einem Prototyp entwickeln können. Eine kommerzielle Version würde nach Schätzung des Wissenschaftlers bei etwas 100.000 Yen (770€) liegen. Er hat auch bereits mit mehreren Unternehmen Gespräche geführt, wie die Technologie der aufgesprühten Aromen in anderen Gebieten einsetzbar sein könnte. So könnte es ermöglicht werden, den Geschmack von Pizza auf eine trockene Scheibe Toast zu sprühen.

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02/2022: Selbstheilende Batterien

Elektroauto-Batterien sind zurzeit stark im Diskurs.  Das israelische Start-up StoreDot soll nun eine Lösung gefunden haben, um „selbstheilende“ Batterien zu bauen.

Batterien von E-Autos werden durch die ständige Ladung und Entladung abgenutzt und können so Schäden nehmen. Das führt dazu, dass die Batterien nach einer gewissen Nutzungsdauer an Leistung verlieren und folglich ausgetauscht werden müssen, damit die ursprüngliche Leistung des Autos beibehalten werden kann. Um genau dieses Problem zu beheben, soll StoreDot nun eine Batterie-Technologie erfunden haben, die die Haltbarkeit von solchen Batterien erheblich verbessern soll – und hat diese auch schon patentiert.

Die Funktionsweise der Technologie

Die selbstreparierende Zell-Technologie soll Vorfälle, die der Batterie schaden, verhindern. So sollen thermisches Durchgehen oder Überhitzung vorgebeugt werden. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen eine Technologie entwickelt, das mithilfe von Software-Algorithmen solche Zellen in der Batterie identifizieren kann, die zu geringe Leistung aufweisen oder schon überhitzen. Diese einzelnen Zellen werden dann temporär abgeschaltet und auf ihre ursprüngliche Leistungsfähigkeit gebracht, ohne die gesamte Batterie abschalten zu müssen und so den Betrieb des E-Autos zu stören. StoreDot will mit dieser Batterie-Technologie die Elektroautomobil-Branche nachhaltig verbessern, indem die Batterien eine höhere Lebensdauer erhalten und auch die Reichweite verbessert werden kann. Besonders die Möglichkeit Batterien zu reparieren, während sie in Betrieb sind, ist ein sehr vielversprechendes Merkmal der neuen Technologie. Zusätzlich wird auch der Elektroschrott verringert, wenn Batterien Langlebiger und nachhaltiger eingesetzt werden können.

Zweitverwertung von Batterien

Doch auch diese Batterien werden irgendwann nicht mehr genug Leistung aufbringen können, um in E-Autos Einsatz zu finden. Deshalb macht man sich bereits Gedanken über eine Zweitverwertbarkeit von Batterien aus Elektroautos. Klassisch könnten die Batterien einfach recycelt oder geschreddert werden. Andere Ansätze wären aber beispielsweise die Verwertung für die Stadionbeleuchtung eines Fußballstadions oder die Nutzung für Stromspeicher im Haushalt.

Wie Batterien in Zukunft verbessert und weiterverwertet werden können, stellt für die Automobilbranche eine große Herausforderung dar. In dieser Hinsicht muss Nachhaltig, umweltfreundlich und Zukunftsorientiert gedacht werden.

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01/2022: Carbo e-Paint

Die deutsche Marke Carbo e-Therm will mit der elektrisch beheizbaren Farbe „Carbo e-Paint“ nicht nur für Warme Räume sorgen, sondern auch beim sparen helfen. 

Unsichtbar, energieeffizient und individuell zu steuern – das sind die Versprechen des Herstellers.  Carbo e-Paint soll die Wohnung autark heizen. Die Farbe besteht aus einer Kohlenstoffbasis und soll mit einer fast 100-prozentigen Energieausbeute als Infrarotheizung dienen. „Sieht aus wie Farbe, wird aufgetragen wie Farbe, wärmt wie ein Kachelofen“, behauptet der Konzern Future Carbon.

Die Anwendung von Carbo e-Paint

Die Farbe soll wie jede herkömmliche Farbe lösemittelfrei, besonders schadstoffarm und so schnell und einfach an der Wand oder Decke aufgetragen werden können. Anschließend wird eine sichere Niederspannung (24 V) an die Heizschicht angelegt, durch welche die Farbe betrieben wird. Bei Bedarf kann Carbo e-Paint mit jeder handelsüblichen Farbe überstrichen werden und ist so unsichtbar. Stylisch und praktisch zugleich.  Aufgetragen wird die Farbe in ca. 150cm x 80cm großen Flächen und bietet dadurch eine maximale Heizleistung von 300 W/m² bei einer Höchsttemperatur von 42 Grad Celsius.

Wie funktioniert Carbo e-Paint?

Als Infrarotheizung erwärmt die Farbe nicht die Raumluft, sondern Personen und Gegenstände im Raum direkt. Durch diese Technologie soll die Heizung mit deutlich niedrigeren Temperaturen betrieben werden als herkömmliche Heizungen. Während man somit deutlich an Energie und somit Stromkosten sparen kann, soll es in der Wohnung jedoch nicht merklich kälter werden. Jedes Grad Celsius kälter spart dabei rund 6 Prozent an Energie. Auch für das Wohnklima wirkt sich Carbo e-Paint positiv aus. Da keine Luft zirkuliert, wird kein Staub aufgewirbelt. Zudem verteilt sich die Temperatur gleichmäßig, wodurch Schimmelbildung vorgebeugt wird.

Weitere Angebote von Carbo e-Therm

Neben der Wandfarbe bietet das Unternehmen noch viele weitere innovative Heizsysteme an. Darunter befinden sich beispielsweise beheizbare Trockenbauplatten, Glasfaservlies oder Glaspanels. Die langwellige IR-C-Strahlung, die auch von der Sonne abgegeben wird, wird von Menschen als besonders angenehm empfunden. Durch geringe Vorlaufzeiten können die von Carbo e-Therm betriebenen Heizmittel selbst große Räume innerhalb von Minuten aufheizen.

https://www.youtube.com/watch?v=OpoSyYr1YvI

77/2021: DEUTZ Wasserstoffmotor

Mit einem Wasserstoffmotor bringt die DEUTZ AG einen effizienten und sauberen Motor auf den Markt, der leise und klimafreundlich sein soll.

Deutz als Vorreiter der Branche

Bereits seit Jahren ist Deutz Vorreiter im Bereich der klimaneutralen Mobilität. Bereits andere Modelle des Herstellers haben sich als besonders effektiv und sauber erwiesen. Nun will die Deutz AG mit dem Wasserstoff betriebenen Motor TCG 7.8 H2 den nächsten Schritt in Richtung Zukunft gehen.  Der emissionsfreie Motor erfüllt sogar den von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwert für „Zero-Emission“.  „Für uns ein wichtiger Meilenstein, um als Unternehmen unseren Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele zu leisten“, sagt Dr. Frank Hiller, Vorstandsvorsitzender der DEUTZ AG.

Produktionsbeginn des Wasserstoffmotors

Den Produktionsbeginn für die Serie plant Deutz ab 2024. Die ersten Tests dafür sind bereits durchgeführt worden. Da der Motor auf einem vorherigen Modell aufbaut, konnte die Entwicklung relativ schnell vorangetrieben werden. Der sechszylindrige Wasserstoffmotor ist nicht nur klimaneutral, sondern soll auch leise mit 200 kW Leistung laufen.  Dabei sind Wasserstoffmotoren an sich keine neue Erfindung. Das Problem ist nur, dass diese Antriebe mittels einer Brennstoffzelle den Treibstoff verbrennen. In diesem Motor ist dieser als  gasförmiger Wasserstoff vorhanden. Im weiteren Verlauf gibt es chemische Reaktionen mit Sauerstoff, wodurch die Energie als Strom freigesetzt wird und treibt so den Elektromotor antreibt. Die Innovation jetzt ist, dass der Motor ganz ohne Brennstoffzelle oder Akku auskommt. Der gasförmige Wasserstoff ist nämlich im Treibstoff enthalten und wird direkt im Motor verbrannt.

Anwendungsgebiete des Wasserstoffmotors

Grundlegend eignet sich der Motor für alle Deutz Anwendungen, das heißt auch für die Landwirtschaft. Vorerst wird der Wasserstoffmotor aber aufgrund der zur Verfügung stehenden Infrastruktur nur in den Bereichen der stationären Anlagen, Generatoren und Schienenverkehr eingesetzt werden. Bereits Anfang 2022 soll die Praxistauglichkeit des Motors durch eine Stromerzeugungsanlage unter Beweis gestellt werden. Andere Hersteller wie Beispielsweise Porsche arbeiten derzeit an ähnlichen Motoren, mit denen sie alternative Antriebsweisen der Zukunft herstellen wollen.

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