Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Kategorie: Allgemein (Seite 33 von 90)

19/2022: Traceless: Das abbaubare Plastik

Plastikmüll wird zu einem immer größeren Problem. Mit einer kompostierbaren Plastikalternative könnte Traceless Materials  den Kunststoffmarkt nun revolutionieren.

Der Großteil aller jemals produzierten Kunststoffe lagert auf Mülldeponien oder schwimmt im Meer – und dieser Müllberg wird immer größer. Dem wollen Anne Lamp und Johanna Baare, die Gründerinnen von Traceless Materials, nun ein Ende setzen. Eine Welt ohne Plastik. Das ist die Vision der Gründerinnen. Mit ihrem Start-Up haben sie eine ganzheitlich nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen geschaffen. Eine Idee, die den Markt langfristig verändern könnte.

Was ist traceless?

Auf den ersten Blick ist das traceless Material herkömmlichem Kunststoff sehr ähnlich. Es ist diesem aber aus Umweltsicht weit überlegen. Der Stoff ist biobasiert und vollständig kompostierbar. Ein weggeworfener traceless Artikel verschwindet in 2 bis 9 Wochen spurlos. Hergestellt wird das Material aus Reststoffen der Agrarindustrie. Aus Rückständen von beispielsweise Getreide wird ein Granulat hergestellt, das dann in vielfältige Formen gebracht werden kann. Von Hartplastik bis hin zu feinen Folien und Beschichtungen ist alles möglich. Die Idee dazu ist keinesfalls neu. Bereits vor 100 Jahren wurde Plastik aus Naturstoffen wie Cellulose hergestellt. Schon bald wurde diese Vorgehensweise von der Ölindustrie verdrängt, weil die Nutzung von Erdöl in der Kunststoffproduktion sehr billig ist.

Umweltfreundliche Herstellung

Der naheliegendste Vorteil von traceless ist, dass es der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll entgegenwirkt. Darüber hinaus werden fossile Energieträger geschont, weil kein Erdöl verarbeitet wird. Die Produktion ist außerdem auf weniger Wasser angewiesen. Traceless materials verzichtet zusätzlich auf die Nutzung von umwelt- oder gesundheitsgefährdenden Chemikalien. Trotz der Nutzung von Agrarstoffen muss es darüber hinaus keine Änderungen in der Landnutzung geben, weil sowieso vorhandene Reststoffe verwendet werden und deshalb keine Umstellung der Landwirtschaft nötig ist.

Eintritt in einen umkämpften Markt

Allgemein gibt es trotz der Umweltproblematik kaum Bemühungen gute Plastikalternativen zu finden. Grund dafür ist der stark preisgetriebene und umkämpfte Markt. Plastik ist einfach zu billig, als dass andere Ideen sich durchsetzen könnten. Bis 2030 allerdings müssen alle Kunststoffverpackungen entweder recycelbar oder wieder verwendbar werden. Deshalb ist die Nachfrage nach traceless in der Konsumgüterindustrie groß. Das Start-Up will sein Produkt zuerst für Versandverpackungen im E-Commerce Bereich einsetzen. Mit dem Versandhaus Otto haben sie bereits ihren ersten Großabnehmer. Ein erster Schritt hin zu einer großen Veränderung auf dem Kunststoffmarkt.

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18/2022: Hilfe bei Migräne: Die Mysleepmask

Knapp 40% der Deutschen leiden an Migräne. Die Mysleepmask könnte diesen nun ein Stück Lebensqualität zurückgegeben, indem sie  äußere Reize abschirmt.

Mit der Mysleepmask will Erfinder Fabian Karau Menschen mit Migräne, Kopfschmerzen und Schlafstörungen helfen. Seine multifunktionale Schlafmaske ermöglicht Entspannung in absoluter Dunkelheit und Stille – auch unterwegs.

Bestandteile der Mysleepmask

Bei der Mysleepmask handelt es sich um eine Schlafmaske, die den ganzen Kopf umschlingt. Der blickdichte Stoff aus Bio-Baumwolle schirmt Betroffene von jedem Tageslicht ab. Dafür sorgen einklappbare Polster an der Nase. Zusätzlich bewirken die gepolsterten Ohrmuscheln, dass die mitgelieferten Ohrstöpsel nicht verrutschen und man von allen Geräuschen abgeschirmt wird.

Warum hilft die Maske gegen Schmerzen?

Es soll sich alles so anfühlen, als würde man sich in einem dunklen Raum befinden.  Außerdem können in Taschen an der Stirn und im Nackenbereich Gelpads eingelegt werden, um Kopfschmerzen noch weiter zu reduzieren. Diese kühlen oder wärmen den Kopf wahlweise. Im Falle einer Schmerzattacke sind Betroffene also bestens von äußeren Reizen abgeschirmt. Darüber hinaus kann die Maske auch bei Bewegungen im Schlaf nicht verrutschen. Diese Erfindung stellt eine enorme Erleichterung für unter Schmerzen Leidende dar, die sich zuvor mit umständlichen Hausmitteln helfen mussten.

Die Erfindung der Mysleepmask

Auf die Idee für die Maske kam dem Erfinder durch seine Migräneerkrankung. Er ist bei einer Schmerzattacke selbst auf absolute Ruhe, Dunkelheit und kühlende Kompressen angewiesen. Improvisierte Lösungen, wie mit Schals befestigte Kompressen empfand er allerdings immer als sehr umständlich. Davon angetrieben kam er auf die Idee eine Schlafmaske zu designen, die seinen persönlichen Anforderungen entspricht. Schnell stieß die Schlafmaske im Bekanntenkreis auf Begeisterung, was Karau dazu antrieb, durch eine Crowdfunding-Kamagne Investoren für seine Idee zu gewinnen. Das Potenzial der Mysleepmask wurde schließlich in der Fernsehserie „Die Höhle der Löwen“ erkannt und brachte der Idee die nötigen finanziellen Mittel ein. So kann Karau vielen Menschen, die unter der Reizüberflutung leiden helfen und ermöglicht ihnen besser mit ihrer Erkrankung umzugehen.

 

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17/2022: Erlebnisspaziergänge mit Storydive

Spaziergänge sind wieder voll im Trend. Mit den Audiowalks von Storydive kann der Sonntagsspaziergang  zum echten Abenteuer werden.

Mit Storydive wird das immersive Storytelling auf eine neue Ebene gebracht. Das neue interaktive Erlebnisformat ermöglicht es Geschichten zum Leben zu erwecken. Nutzerinnen und Nutzer können mit sogenannten Audiowalks während eines Spaziergangs in Geschichten eintauchen und diese miterleben.

Wie funktioniert Storydive?

Man braucht lediglich die kostenlose Storydive-App und Kopfhörer. Dann muss man nur noch das Sofa verlassen und sich von den Sprachanweisungen lenken lassen. Und schon verwandelt sich die Umgebung in den Schauplatz einer Geschichte, in der man selbst die Hauptrolle spielt. Nutzerinnen und Nutzer können voll und ganz in das präsentierte Erzähluniversum eintauchen. Die Geschichte gibt den Weg durch die Stadt zum nächsten Schauplatz an, lenkt den Blick und lässt den aufmerksamen Betrachter immer wieder Neues entdecken.

Was macht die App so nutzerfreundlich?

Das Smartphone kann während der kompletten Tour in der Tasche gelassen werden. Der Verlauf der Geschichte kann jedoch aktiv beeinflusst werden. Will man lieber durch eine kurze Gasse oder aber durch eine lange, dunkle Gasse laufen? Immer wieder sind solche Entscheidungen zu treffen. Über eine interaktive Karte können auch alternative, barrierefreie Routen gewählt werden. Die Geschichte synchronisiert sich über die GPS-Verbindung automatisch. Um Datenvolumen zu sparen, können die Geschichten bequem im Vorfeld zuhause heruntergeladen werden.

Warum ist Storydive einzigartig?

Mit Storydive gelang es den Gründern die erste App für interaktive Storywalks auf den Markt zu bringen. Die Hörspaziergänge spielen durch die AR-Elemente mit der Realität. Man hört nicht nur passiv eine Geschichte an, sondern ist mittendrin. Storydive ist außerdem eine Plattform, die freiwillig Autorinnen und Autoren mit einem breiten Publikum zusammenbringt. Im Moment ist Storydive nur in acht ausgewählten deutschen Städten verfügbar. Die Gründer arbeiten allerdings am Ausbau ihres Angebot. Mit kurzen Audiowalks an öffentlichen Orten können Nutzerinnen und Nutzer in ganz Deutschland das Angebot testen. So wird hoffentlich die Reichweite der App vergrößert.

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16/2022: Freibeik

Schluss mit dem starren Fahrradsattel! Mit einem beweglichen Fahrradsattelgelenk von Freibeik will ein Bremer Mutter-Tochter-Duo die Fahrradindustrie revolutionieren.

Iris-Sabine Langstädtler und ihre Tochter Carmen sind leidenschaftliche Reiterinnen und arbeiten zudem nebenbei in dem familiengeführten Fahrradgeschäft. Dort bemerkten die beiden, dass sich die Kunden häufig über einen unbequemen Sattel beschweren, was weitere Folgen wie Rückenschmerzen, Druck- oder Scheuerstellen nach sich ziehen kann. So wurde die Idee eines bequemen, beweglichen Fahrradsattels geboren, inspiriert von ihrem Hobby, dem Reiten.

Wie funktioniert das Sattelgelenk von Freibeik?

Das Fahrradsattelgelenk soll auf so gut wie jedem Fahrrad nachrüstbar sein und verwandelt so den starren Sattel in eine bewegliche Version, der „die Bewegungen des Radfahrers ohne Rucken und Stucken übersetzt“, so Carmen Langstädtler. Der Bewegungsradius begrenzt sich dabei auf 15 Grad in jede Richtung. Dabei werden folglich – wie auch beim Reiten – ganz andere Muskelgruppen im Rücken beansprucht wie beim konventionellen Fahrradsattel. Auch in Kurven oder beim Drehen auf dem Fahrrad bewegt sich der Sattel mit und vereinfacht diese Manöver so für den Fahrer.

Weitere technische Daten

Hergestellt wird das Sattelgelenk aus Edelstahl und Aluminium, welches gemäß Norm EN 15194 maximal mit einem Systemgewicht von 100 kg zu belasten ist. Mit einem Preis von 69,99 Euro als Einzelartikel und 119,99 Euro im zweier-Set ist das Gelenk zwar kein Schnäppchen, scheint aber bei angemessener Qualität gerechtfertigt. Auch aufgrund fehlender Konkurrenz sind die beiden Bremerinnen die einzigen Hersteller eines beweglichen Fahrradgelenks.

Mega-Deal in der Höhle der Löwen

Mit dieser Weltneuheit traten die Gründerinnen auch bei der Höhle der Löwen auf und siehe da – es kam sogar zum Doppel-Deal mit 40-Prozent Anteil an der Firma für 190.000 Euro. Damit ist der Startschuss gefallen und der Serienproduktion steht nichts mehr im Wege. Bisher war jedes Gelenk eine Einzelanfertigung. Mit der neu gewonnen Hilfe der Investoren soll nun aber eine Serienanfertigung gestartet werden, wodurch die Anzahl gesteigert und Kosten gemindert werden können. So soll in Zukunft jeder so gemütlich auf dem Fahrrad sitzen können, wie die beiden es bereits vom Pferd gewohnt sind.

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15/2022: AR-Brille für Gebrauchsanweisungen

Ist eine Maschine defekt, wird ein Servicetechniker benötigt – zumindest war das bis jetzt so. Mit einer neuen AR-Brille wollen zwei ETH-Absolventen dies ändern.

Die AR-Brille soll Gebrauchsanleitungen für industrielle Unternehmen beinhalten. So müssen Techniker keine weiten Strecken auf sich nehmen, sondern auch Leihen können durch die Brille einfach und zuverlässig Maschinen warten und reparieren. Programmiert und vermarktet werden diese virtuellen Gebrauchsanleitungen von der Firma Rimon Technologies. Die Firma wurde 2020 von den zwei Studenten David Shapira und Kordian Caplazi gegründet.

Wie funktioniert die AR-Brille?

Anders wie bei virtual Reality (VR), wird man bei AR nicht in eine andere Welt entführt, sondern die reale Welt wird viel mehr durch virtuelle 3D-Inhalte ergänzt und bereichert. So hat der Nutzende noch die reale Welt vor Augen, sieht aber Gebrauchsanweisungen vor sich an der richtigen Stelle und kann so zielgerichtet arbeiten. «Im Falle der virtuellen Bedienungsanleitung projiziert die Brille Erklärvideos, interaktive Textfelder oder auch das 3D-​Modell einer Maschine in das Sichtfeld», erklärte eine Mitteilung der ETH.

Wie kamen die Gründer zu der Idee?

Gar nicht auf direktem Weg, sondern innerhalb einer Wahlvorlesung während des Studiums haben die beiden Gründer die AR-Technik und deren Anwendung kennen gelernt. Direkt waren beide interessiert und wollten mehr darüber lernen. Ein Schließtechnikunternehmen bot ihnen daraufhin eine Aufgabe an, die Bedienungsanleitung für eine Schleuße zu übernehmen. Diese bot sich besonders gut für eine AR-Anwendung an, da eine solche Art an Schleußen nur sehr selten installiert wurde und eine Schulung für Techniker sehr aufwendig gewesen wäre.

Einsatz ohne Vorwissen möglich

Um die Anwendung während der Pandemie zu testen, gab er die virtuelle Anleitung an seine Kommilitonen weiter. Obwohl diesen jegliches Vorwissen fehlte, gelang es einigen die Montage ohne Fehler vorzunehmen. In seiner Masterarbeit untersuchte Caplazi, wie sich Bewegungen anhand von Augen- und Händen vorhersagen lassen. Dadurch sollte die Software weiter entwickelt werden, indem sie Gefahren frühzeitig erkennen kann.

Seit dem Jahr der Gründung konnten die beiden bereits vier Mitarbeitende in den Bereichen der Programmierung und des Designs anstellen.

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14/2022: AirBell

Dass Fahrräder in Städten oft geklaut werden ist jeden bekannt. Um dem entgegenzuwirken und die Besitzer zu schützen wurde die AirBell ins Leben gerufen.

Mit der Markteinführung der AirTags 2021 ist das Bluetooth-Tracking wieder top aktuell geworden. Seitdem wurden um die Airtags herum viele nützliche Gadgets entwickelt, die das Leben erleichtern sollen. Die AirBell, eine normale Fahrradklingel mit integriertem AirTag, bietet nun eine clevere Möglichkeit sein Fahrrad zu schützen.

Der Einsatz der AirBell

Die Lieferung und Installation der AirBell ist so simpel gehalten wie nur möglich. Sie kommt in einer kleinen Kunststoffverpackung mit einer Art Schraubenzieher zur Befestigung am Lenker. Weitere Auffälligkeiten hat die Klingel nicht – sie sieht einfach nur aus wie eine normale Fahrradklingel. Das macht sie so unauffällig und besonders, da niemand vermutet, dass sich hier ein AirTag zum Tracking versteckt, betont der Hersteller.  Zu betonen ist hierbei jedoch, dass der AirTag nicht im Lieferumfang der Klingel enthalten ist, sondern separat bestellt werden muss. Einen AirTag erhält man aktuell zu einem Preis um die 30€. Ist dieser Vorhanden, kann er dann einfach durch das Lösen des oberen Teils der Klingel eingesetzt werden und ist nach Wiederverschluss nicht mehr sichtbar. Um das Tracking nun zu aktivieren, muss der AirTag mit der „Wo ist?“ App auf dem IPhone verbunden werden. Ist das geschehen, sollte in jeder Umgebung ein solides Tracking-Ergebnis gewährleistet sein.

Für wen ist eine AirBell sinnvoll?

Vor allem bei Preisintensiveren Fahrrädern, die noch nicht anderweitig eine Trackingoption bieten, ist die AirBell eine gute Alternative. Zwar kann dadurch auch kein Diebstahl verhindert werden – man weis aber immerhin wo sich das Fahrrad befindet und kann es genaustens nachverfolgen. Für diese Sicherheit verlangt der Hersteller 25€, was nicht ganz billig aber angemessen scheint. Wer möchte kann die AirBell auch an anderen Fortbewegungsmitteln wie beispielsweise einem E-Scooter installieren. Zur Warnung anderer Verkehrsteilnehmer funktioniert die Klingel ebenso. Der Klang soll dabei ausreichend Laut sein.

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13/2022: Ameca

Humanoide Roboter entwickelten sich in den vergangenen Jahren schnell weiter. Engineered Arts hat mit „Ameca“ nun einen neuen Benchmark gesetzt.

Mit Ameca, einem Roboter mit menschlich wirkendem Gesicht hat Engineered Arts die Welt staunen lassen. Die Gesichtsausdrücke und Bewegungen des Roboters sind gegenüber vergleichbaren Robotern mit künstlicher Intelligenz nämlich besonders flüssig und realistisch.

Der Einsatz von Ameca

Wie die Entwickler sagen, ist Ameca eine Roboter-Lady, die den Robotern aus dem Film „I-Robot“ nachempfunden wurde. Ziel war es dabei, dass der Roboter sehr menschenähnliche Körperteile hat, aber trotzdem klar als Roboter zu erkennen ist. Zunächst sehen Experten den Roboter jedoch allein als Entertainment-Instrument an.  Er kann von Unternehmen beispielsweise für Messen oder deren Geschäft gekauft bzw. gemietet werden.  Bis mehr aus Ameca werden kann wie etwa ein Service-Roboter könnten noch 10 bis 20 Jahre vergehen.

Was kann Ameca?

Auf gestellte Fragen kann der Roboter bereits sehr schnell und überzeugend antworten. Zwar ist ein Unterschied zur Mensch-Mensch Konversation erkennbar, der ist aber deutlich geringer als bei anderen Robotern. Besonders die Armbewegungen und Gesichtsmimik, insbesondere die Augen, sollen besonders menschlich sein. Der restliche Körper ist aber bewusst aus Metall und Plastik gestaltet, was ihn nicht so gruselig macht wie andere humanoide Roboter. Funktionierende Beine hat Ameca noch nicht und die Entwickler sehen es auch zunächst nicht vor das zu ändern.

Amecas künstlicher Intelligenz sind derzeit auch noch Grenzen gesetzt. Kann der Roboter Fragen nicht beantworten oder Aufgaben nicht durchführen, dann erklärt er den Grund dafür und lässt die Frage nicht unbeantwortet. Der Ton kommt dabei aus einem Lautsprecher in ihrer Brust. Engineered Arts sieht den Roboter dabei nur als eine Entwicklungsplattform für Künstliche Intelligenz, welche dann von anderen Unternehmen und Entwicklern entwickelt werden darf.

Weitere Fakten

Den Roboter zu programmieren soll laut Hersteller sehr einfach sein. Dank deren eigenem Betriebssystem Tritium sind keine Programmierkenntnisse von Nöten. Ameca ist außerdem aus der Ferne steuerbar. Einen offiziellen Verkaufspreis gibt es jedoch noch nicht. Wer den humanoiden Roboter dennoch Kaufen oder Mieten möchte, muss die Preise dafür selbst mit dem Hersteller aushandeln. Ameca zeigt uns, wie die Zukunft mit Robotern an unserer Seite aussehen könnte. Ein technisches Meisterwerk – oder doch etwas beunruhigend?

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12/2022: Der BMW iX Flow

Mit der Vorstellung des iX Flow hat BMW ordentlich Aufsehen erregt. Das vorgeführte Modell zeigt nicht nur BMWs neues Design, sondern kann dazu auch noch seine Farbe ändern.

Dass auf der CES jährlich futuristische Konzepte und verrückte Ideen präsentiert werden, macht das Event jedes Jahr aufs neue so spannend . Highlight dieses Jahres war wohl der BMW iX Flow, der mit seiner Farbwechsel-Technologie die Besucher begeisterte. Durch eine E-Ink kann das Fahrzeug auf Knopfdruck zwischen weiß und schwarz wechseln.

Was bringt der Farbwechsel des iX FLow?

Die Möglichkeit des Farbwechsels bringt ganz simple Vorteile mit sich, wie etwa die Kundenwünsche individuell anzupassen. Viele können sich bei der Fahrzeugauswahl nicht für eine Farbe entscheiden oder sind nach ein paar Jahren von Ihrer gewählten Farbe gelangweilt. Durch eine Farbwechsel werden diese Probleme behoben und ein immer frischer Look gewährleistet. Andererseits kann der Farbwechsel auch zur Energieeffizienz des Autos beitragen. An Warmen Tagen würde durch eine weiße Farbe mehr Sonnenlicht reflektiert werden und das Auto heizt sich weniger auf, während an kalten Tagen durch eine schwarze Farbe mehr Energie absorbiert werden kann und weniger geheizt werden müsste.

Wie funktioniert die Technologie?

Die Technologie ist an sich keine neue, sondern bereits aus einem ganz anderen Bereich bekannt – nämlich E-Readern. Nun hat sie ihren Weg auch in die Automobilbranche geschafft und kommt dort erstmalig zum Einsatz. Der Lack des iX Flow besteht aus Millionen winziger Mikrokapseln, die etwa den Durchmesser eines menschlichen Haars besitzen. Diese Mikrokapsel enthalten negativ geladene weiße und positiv geladene schwarze Pigmente. Durch das entstehende elektrische Feld kann die Farbe des Autos gesteuert werden. Befinden sich die positiv geladenen Pigmente an der Oberfläche der Mikrokapsel, erscheint die Farbe weiß, sind die positiven oben erscheint schwarz. Die sogenannte E-Ink benötigt nur beim Farbwechsel Strom. Im „Ruhezustand“ fließt somit kein Strom und keine Energie wird verbraucht.

Aktuell funktioniert der Farbwechsel zwar nur von Weiß auf Schwarz bzw. umgekehrt, lässt uns aber einen Vorgeschmack da, wie die Zukunft der Automobilindustrie aussehen könnte. Bis die Technologie auf der Straße zu sehen ist, kann es jedoch ein paar Jahre dauern, da das Modell bis jetzt nur als Konzept vorgestellt wurde.

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11/2022: Milch aus Kartoffeln

Tierprodukte werden immer unattraktiver und Alternativen mehr und mehr. Als Kuhmilchalternative hat Veg of Lund nun eine Milch aus Kartoffeln auf den Markt gebracht.

Die schwedische Firma Veg of Lund bietet mit ihrer neuen Marke DUG eine Milchalternative, die aus Kartoffeln gewonnen wird. Diese Alternative soll nicht nur Vegan, sondern dazu noch deutlich nachhaltiger sein als ähnliche Produkte wie Soja-, Hafer- oder Mandelmilch.

Aus was besteht DUG?

Der Drink ist aktuell in drei Varianten zu erhalten: Original, Barista und Unsweetened. Alle dieser Varianten basieren auf Wasser, Kartoffeln, Rapsöl und Erbsenprotein und sind mit Calcium, Vitamin D und einigen B-Vitaminen angereichert. Zusätzlich sind beispielsweise als Säureregulatoren Natriumphosphate enthalten. Solche Natriumphosphate sind derzeit in Lebensmitteln noch umstritten. Ein Bio-Siegel hat das Produkt somit auch nicht erhalten.

Warum DUG so nachhaltig ist

Dass das Produkt so nachhaltig ist, liegt an den Kartoffeln. Der Anbau von Kartoffeln benötigt beispielsweise halb so viel Fläche wie der von Hafer. Für die Produktion werden außerdem 75% weniger CO2 ausgestoßen als bei der von Kuhmilch. Im Vergleich zu Mandeln wird für den Anbau 56-Mal weniger Wasser benötigt. Zusätzlich sind Kartoffeln ein regionales Produkt und müssen so nicht importiert werden. Wie nachhaltig das Produkt als ganzes im Vergleich ist, ist dennoch nicht klar. Es liegen derzeit keine Informationen vor, woher die anderen Inhaltsstoffe der Milch bezogen werden, oder ob der Transport von Schweden und Großbritannien in andere Länder den CO2-Fußabdruck deutlich erhöhen würde.

Dank der mehligen Kartoffelknolle soll die Milch besonders cremig und leicht aufzuschäumen sein. Das macht die Milch fürs Cafés besonders interessant. Vor allem für Allergiker könnte die Kartoffelmilch von großem Vorteil sein. Menschen, die Nüsse, Gluten oder Soja nicht vertragen finden hiermit eine gute Alternative. In Deutschland ist die Milch bisher jedoch noch nicht erhältlich. Im Online-Shop des Herstellers können aber Probierpakete bestellt werden: 3 Packungen für 7,50 Pfund oder 6 Packungen für 12,50 Pfund zuzüglich Versandkosten.

Der nachhaltige Kartoffeldrink ist auf jeden Fall ein interessanter Ansatz und zeigt, wie sich die Lebensmittelindustrie in Zukunft wandeln könnte – zu einer nachhaltigeren und regionaleren Alternative.

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10/2022: Die Rubi-Brille

Durch blutige Anblicke bei Unfall- oder Tatorten  entwickeln Einsatzkräfte oft Traumata. Diesen psychologischen Schäden soll die Rubi-Brille entgegenwirken.

Der 34-Jährige  Martin Jahr ist selbst Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er am eigenen Leib erfahren, wie sich solche scheußlichen, blutigen Anblicke auf einen selbst auswirken. Egal ob bei der Feuerwehr, Polizei, im Militär oder beim Sanitäter – unter bleibenden Ängsten bis zu Posttraumatischen Belastungsstörungen leiden viele Menschen in diesen Berufen. Eine Behandlung oder Therapie kann lange dauern und verspricht nicht immer Erfolg. Um dieses Problem zu lösen und andere Einsatzkräfte besser zu schützen kam dem Potsdamer die Idee – eine „Blutfilterbrille“.

Was bewirkt die Brille?

Durch die Rubi-Brille schaut Blut nicht mehr rot, sondern schwarz aus. Möglich ist das durch eine spezielle Beschichtung der Brille durch welche die langen Lichtwellen gebrochen werden und somit intensive Rottöne schwarz erscheinen. Durch diese Technik bleiben anders wie bei Farbfilterbrillen die restlichen Farben erhalten. Das heißt blau und grün werden ganz normal wahr genommen, ein leichtes Rot erscheint noch verblasst und nur das „Blutrot“ wird gefiltert und als schwarz wahrgenommen.

Warum hilft das Filtern von Rot?

Dass Rot als Warnung oder gefährlich wahrgenommen wird, liegt in unserer Natur. Warnschilder und Feuerlöscher sind rot, bei Rot muss gehalten werden, Fehler wurden in der Schule mit rot markiert. Rotes wirkt alarmierend auf unser Gehirn. Wenn Blut nicht mehr rot erscheint, sondern nur noch schwarz ist, fällt diese Wirkung auf unser Gehirn jedoch weg. Der kleine Effekt mag die Situation nicht wesentlich verbessern, schützt aber nachhaltig die Psyche der Einsatzkräfte.

Die Zukunft der Rubi-Brille

Drei Jahre hat es gedauert bis aus der einfachen Idee Realität wurde. Im Mai 2021 gründete Martin schließlich das Startup „RubiGlas“. Die ersten 50 produzierten Brillen gehen nun im Februar 2022 in die Testphase über. Dazu werden sie von Einsatzkräften der Freiwilligen- und Berufsfeuerwehr in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt. Er hat sogar schon Anfragen vom Katastrophenschutz der Schweiz erhalten. Ob sich die Brillen letztendlich durchsetzen steht noch in den Sternen geschrieben – der richtige Ansatz ist aber auf jeden Fall da.

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