Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Kategorie: Allgemein (Seite 28 von 90)

69/2022: FINN bietet Abos für Autos

Schuhe im Netz zu bestellen geht schnell und einfach, ebenso erfolgt deren Lieferung. Eine Sache, bei der das nicht so einfach funktioniert, sind Autos. Ein Autokauf- oder Leasing ist eine große Entscheidung, die teilweise mit viel Recherche und Papierkram verbunden ist. Diesen Prozess zu vereinfachen und ebenso simpel zu gestalten wie den Online-Schuhkauf hat sich der Gründer von FINN vorgenommen.

Der Traum vom neuen Auto ist derzeit mit einer langen Wartezeit verbunden. Die Auslieferungszeiten liegen bei bis zu anderthalb Jahren, weshalb Abo-Modelle im Trend sind und ein hohes Maß an Flexibilität bieten. Das Startup FINN als einer der ersten Anbieter von Autoabos bedient genau dieses Bedürfnis.

Das FINN Auto-Abo

Das Unternehmen ist markenunabhängig und bietet rund 40 Modelle von 25 Automarken an wie beispielsweise von BMW, Audi, Tesla oder Volkswagen. Aus diesem Sortiment wählt man im digitalen Bestellprozess das gewünschte Modell, die jeweilige Abolaufzeit und, falls gewollt, zusätzliche Kilometerpakete. Jeder Vertrag enthält pro Modell 1000 Freikilometer pro Monat. Der gesamte Vorgang dauert nur bis zu zehn Minuten. Das Auto wird innerhalb weniger Wochen kostenlos bis an die Haustür geliefert und ist sofort einsatzbereit.

Vorteile beim Auto-Abo

Ein Auto-Abo bietet den Vorteil, dass man das gemietete Auto nur so lange fährt wie man möchte – ohne Verpflichtungen und langfristige Vertragsbindung. Bei Leasing-Anbietern oder Langzeitmieten gibt es einen festen, langfristigen Vertrag, der den Abonnent teilweise bis zu fünf Jahren an das Auto bindet. Möchte man flexibel sein, das eigene Auto auch an die jeweilige Lebenssituation anpassen können, dann empfiehlt sich ein Auto-Abo. Bei FINN machen das die Vertragslaufzeiten ab bereits einem Monat möglich. Nach Ende der Laufzeit wird entweder gekündigt oder auf ein neues FINN-Modell umgestiegen.

Zusätzlich übernimmt der Auto-Abo Anbieter die gesamte Bürokratie, der Abonnent hat keinerlei Mehraufwand. So beinhaltet das Rundum-Sorglos-Paket bei FINN unter anderem die Kfz-Steuer, Zulassung des Fahrzeugs, eine Vollkasko-Versicherung, routinemäßige Wartung des Wagens, saisonale Bereifung und eine 24/7 Pannenhilfe.

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68/2022: Airly liefert Daten für bessere Luftqualität

99 Prozent der Menschen weltweit atmen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unsaubere Luft. Die Folgen von Luftverschmutzung sind ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs, Schlaganfall, Demenz und Atemwegserkrankungen, wobei Kinder besonders gefährdet sind. Das Unternehmen Airly möchte dabei helfen, die Luftqualität zu verbessern.

Smog, Feinstaub, zu viele Schafstoffe, all das steckt in der Luft, die wir täglich einatmen. Wenn man diesen ständig ausgesetzt ist, kann das langfristig gesundheitliche Folgen haben. Luftverschmutzung gilt als die weltweit größte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit, weshalb die WHO die Grenze für Schadstoffe in der Luft sogar verschärft hat. Die Regierungen tragen die Verantwortung dafür, für saubere Luft zu sorgen. Airly möchte sie dabei unterstützen.

Mit Daten für bessere Luftqualität

Das polnische Startup Airly setzt Echtzeit-Sensoren ein, um auf den Standort genau exakte Daten zur Luftqualität bestimmen zu können. Dadurch kann Airly seinen Kunden eine Reihe von Daten und Lösungen bereitstellen, wie einem Echtzeit-Dashboard, eine KI-gestützte Luftverschmutzungsprognose für den nächsten Tag oder einem Warnsystem, wenn Grenzwerte überschritten werden. Die Sensoren messen dabei die Feinstaubkonzentration und gasförmige Luftschadstoffe, mithilfe künstlicher Intelligenz können diese Daten angereichert und Prognosen entwickelt werden.

Die Kunden von Airly sind Regierungen, Unternehmen und lokale Gemeinschaften, die in über 40 Ländern vertreten sind. Mit den Daten von Airly können diese entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität entwickeln.

Woher kommt Luftverschmutzung?

Luftverschmutzung kann auf natürliche Weise entstehen oder vom Menschen verursacht werden. Natürlich vorkommende Quellen sind beispielsweise Bodenstaub, Vulkanausbrüche oder Waldbrände. Der Mensch erzeugt Luftschadstoffe durch die Herstellung von Strom, das Verkehrswesen, die Industrie sowie dem Heizen und Kochen mit Gas, Kohle, Holz und Holzkohle.

Fast drei Milliarden Menschen auf der Welt sind allerdings auf diese Brennstoffe angewiesen, da sie damit kochen, heizen und für Beleuchtung sorgen. Damit sind diese Menschen der Luftverschmutzung unmittelbar ausgesetzt. Gleichzeitig entsteht eine immer größer werdende Kluft zwischen den vermögenderen Ländern, die in eine bessere Luftqualität investieren können und denen, die keine ausreichenden finanziellen Mittel dafür haben.

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67/2022: Mylo stellt Leder aus Pilzen her

Pilze sind absolute Allrounder! Mal gibt es solche zum Essen, solche, die gut für die Gesundheit sind und wiederum andere aus denen zahlreiche Produkte hergestellt werden können. Und jetzt gibt es etwas namens Mylo, das seiner tierischen Konkurrenz in Zukunft ordentliche Konkurrenz machen könnte.

Wo es geht, sollte tierisches Leid reduziert werden. Wieso nicht also auch, wenn’s um Leder geht? Hierfür werden junge wie erwachsene Tiere immer noch geschlachtet, um mit ihnen tierisches Leder herzustellen. Noch dazu trägt tierisches Leder zur illegalen Waldrodung bei und noch viel schlimmer, es gibt keinerlei Textilsiegel. Sprich, das Leder lässt sich nicht bis zur Farm zurückverfolgen. Wer weiß, unter welchen Umständen das Tier, auf dem du vielleicht eben sitzt, gelebt oder geschlachtet wurde. Anders als bei deinem Apfel, wo du extra auf einen regionalen und biologischen Anbau achtest, weißt du dies sicherlich nicht. Und ja, es gibt da bereits eine Alternative, das Kunstleder. Aber: Schon mal gehört, dass dieses aus Erdöl besteht? Wie soll’s auch anders sein.. Nachhaltig, umweltfreundlich und tierlieb ist also beides so gar nicht. Es muss eine andere Alternative her und diese gibt es nun mit: Mylo.

Ein Pilz namens Mylo

Mylo ist eine vegane Alternative zu tierischem und künstlichem Leder. Und es ist natürlich, denn es besteht aus Myzel. Myzel ist ein natürlich vorkommendes, nachwachsendes und biologisch abbaubares Pilzgeflecht. Solch ein Geflecht erstreckt sich über riesige Flächen unter der Erde. Viele kleine Fäden bilden dabei ein gewaltiges unterirdisches Netzwerk. Entwickelt wurde das vegane Leder vom US-amerikanischen Biotechnologie-Unternehmen Bolt Threads. Im Labor schafften es die Wissenschaftler unter gleichen Bedingungen wie in der Natur mit Mulch, Luft und Wasser den Prozess des Wachstums eines solchen Myzels nachzuahmen. Dieser Herstellungsprozess benötigt lediglich ein paar Tage. Danach wird das Myzel geerntet, mit Wasser vermischt und püriert. Anschließend wird diese Masse in eine lederähnliche Struktur gepresst und getrocknet. Mylo kann auf diese Weise auf der ganzen Welt angebaut und verarbeitet werden, egal ob auf landwirtschaftlichen Flächen, in der Natur oder eben im Labor. Somit hat das vegane Leder nur wenige Auswirkungen auf unsere Umwelt.

Pilzleder-Revolution in der Modebranche?

Mylo sieht aus wie echtes Leder und fühlt sich auch so an. Gerade deshalb ist die Modebranche sehr an dieser Alternative interessiert. Bereits namhafte Designerlabel haben den Einsatz getestet, egal ob Klamotten oder Schuhe. Mylo könnte also absolut das Potential haben, die Modebranche zu revolutionieren. Aber nicht nur diese, denkbar wären weitere Branchen, wie die Möbel– oder auch Automobilherstellerbranche. Noch kann allerdings keine Aussage über die Langlebigkeit des veganen Leders getroffen werden, weshalb es hier noch einige Test durchlaufen muss, bevor der große Roll-Out stattfinden kann. Wir sind ganz gespannt, wie es hier weiter geht!

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66/2022: Revo Foods für pflanzliche Meeresfrüchte-Alternativen

Im Jahr 2019 waren rund 36 Prozent der globalen Fischbestände überfischt. Ein Jahr später war der Fischfang mit 178 Millionen Tonnen so hoch wie noch nie. Die Überfischung bedroht die Artenvielfalt in den Meeren und wirkt sich negativ auf die Ökosysteme in den Ozeanen aus. Gegen Überfischung bietet das Österreichische Startup Revo Foods pflanzliche Meeresfrüchte-Alternativen.

Fischerei und Aquakultur, also die kontrollierte Aufzucht von im Wasser lebenden Organismen, ist ein wichtiges Mittel im Kampf gegen den weltweiten Hunger, denn über drei Milliarden Menschen weltweit decken rund ein Fünftel des Bedarfs an tierischem Protein durch Fisch ab. Demnach geht man nicht von einem Rückgang der Fischerei aus, allerdings kann der weltweite Fischfang dir in Zukunft steigende Nachfrage nicht bedienen. Revo Foods stellt daher Fischprodukte auf pflanzlicher Basis her – mit dem 3D-Drucker.

Meeresfrüchte aus dem 3D-Drucker

Die Fischersatzprodukte stammen aus dem 3D-Drucker. Hierfür wurde das Druckverfahren eigens an die speziellen Anforderungen des 3D-Food-Printings angepasst. Die hochwertigen pflanzlichen Inhaltsstoffe wie beispielsweise Erbsenprotein, pflanzliche Öle und Algenextrakte kommen bis zu 80 Prozent aus der Region, der restliche Teil wird in der EU angebaut. Der Fisch wird damit gänzlich ersetzt.

Mit den verschiedenen Technologien für den 3D-Food-Druck können zum Beispiel pflanzliche Proteine in Einzelsträngen so zusammengesetzt werden, dass sie dadurch die Substanz des nicht-veganen Pendants annehmen. Bisherige Produkte auf dem Markt kommen meist ohne die spezielle Textur daher und erinnern sowohl diesbezüglich, als auch bei den Nährwertangaben hinsichtlich Omega-3-Fettsäuren und verschiedenen Vitaminen nur wenig an das originale Produkt.

Revo Foods Produkte

Bisher gibt es vier Produkte von Revo Foods: Räucherlachs, Gravlax mit Kräutern und Zitrone, Lachsaufstrich und Thunfischaufstrich. Wie die herkömmlichen Varianten aus Fisch sind die Produkte verzehrfertig und müssen gekühlt werden. Sie eignen sich auf Brot, in der Pasta, die Aufstriche können außerdem als Dip oder in Soßen verwendet werden.

Die Produkte sind in verschiedenen Online-Shops und Stores zu kaufen. Die veganen Fisch-Alternativen gibt es beispielsweise in Belgien, Tschechien, Deutschland, Italien oder Spanien.

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65/2022: Colonia entwickelt Sharing-Plattform für Nutzfahrzeuge

Man kennt Carsharing-Plattformen oder E-Scooter-Verleihdienste, die sich Kunden schnell, einfach und flexibel mieten können. Für Privatpersonen gibt es allerlei solcher Möglichkeiten, Unternehmen suchen vergeblich nach ähnlichen flexiblen Lösungen. Speziell Logistikunternehmen haben einen enorm großen Fuhrpark, der oft nicht richtig genutzt wird. Eine innovative Lösung hat Colonia entwickelt.

Rund dreiviertel aller Güter in Europa werden von über vier Millionen Auflieger und Zugmaschinen befördert, dass diese Waren pünktlich transportiert werden ist für die Wirtschaft höchst relevant. Um das Problem nicht ausgelasteter Flotten zu lösen und Lieferketten flexibler zu gestalten hat ein Kölner Startup die Sharing-Plattform Colonia für Nutzfahrzeuge gegründet.

Das Ausgangsproblem

Logistikunternehmen haben eine oftmals sehr unbeständige Nachfrage, diese schwankende Auftragslage erfordert ein hohes Maß an Flexibilität. Nicht nur der passende Zeitpunkt spielt eine wichtige Rolle, sondern eben auch das richtige Fahrzeug. Wenn dieses nicht bereitsteht, wird vielen Logistikunternehmen der Auftrag entzogen.

Auf der anderen Seite gibt es Logistikunternehmen, deren Fuhrpark nicht optimal ausgenutzt wird. Das liegt daran, dass Nutzfahrzeuge bisher traditionell verkauft werden. Wenn diese dann nicht ausgelastet sind, stehen sie unbenutzt auf dem Hof, das Geld, das in ihnen steckt, ist jedoch gebunden.

Das Prinzip von Colonia

An dieser Stelle setzt die digitale Lösung von Colonia an. Dank der Sharing-Plattform können ungenutzte Fahrzeuge der Flottenbesitzer mit den offenen Lieferungen der Auftraggeber kombiniert werden. Heute bietet Colonia Zugriff auf den in Deutschland größten Pool an Nutzfahrzeugen. Logistikunternehmen können über die Plattform schnell und einfach Zugmaschinen, Auflieger und LKW mieten und vermieten.

So werden beide Parteien gleichermaßen bedient: Diejenigen, die kein passendes Fahrzeug zur Verfügung haben und diejenigen, deren Flotte nicht gänzlich ausgelastet ist. Mieter werden nach ihrer Auswahl eines geeigneten Fahrzeugs angerufen, das Angebot erhalten sie innerhalb eines Tages und bereits 48 Stunden später können sie mit dem gemieteten Fahrzeug für mindestens einen Monat unterwegs sein. Vermieter hingegen bieten ihr(e) Fahrzeug(e) an, werden kontaktiert und nach Abschuss des Vertrags wird ihr Fahrzeug dem Kunden angeboten und sie als Vermieter verdienen zusätzlich Geld.

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64/2022: Knärzje Brotbier gegen Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelverschwendung ist ein weltweites Problem. Allein in Deutschland werden jährlich rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Mit 35 Prozent landen hier am ehesten Obst und Gemüse in der Tonne, an zweiter Stelle folgen mit 13 Prozent Brot und Backwaren. Brot ist besonders in Deutschland beliebt, weshalb in Bäckereien viel hergestellt, aber leider auch viel weggeworfen wird. Knärzje greift ein und nutzt dieses Brot zum Bierbrauen.

Eine von über 3000 Brotsorten kommt in Deutschland mindestens einmal am Tag auf den Tisch. Besonders die Deutschen lieben ihr Brot, weshalb hierzulande die Bäckereien nicht enttäuschen wollen. Eine durchschnittliche Bäckerei muss allerdings zwischen zehn und 20 Prozent der Produkte am Ende des Tages entsorgen, weil unklar ist, was und wie viel gekauft wird.

Das erste Zero-Waste-Bier Deutschlands

Dieses aussortiere Brot verwendet das Startup Knärzje aus Frankfurt am Main zum Bierbrauen und stellt damit das erste bio-zertifizierte-Zero-Waste-Bier Deutschlands her. Der Großteil des Brots, das im Müll landet, ist noch vollkommen genießbar, da dachten sich die Gründer mit einem Hang zur Nachhaltigkeit „Wieso kein Bier daraus machen?“.

Mit jeder Flasche wird eine Scheibe Brot vor dem Müll gerettet, knapp 23 Liter Wasser und circa 300 Gramm CO2 werden gespart und rund ein Viertel Quadratmeter Land wird geschont. Durch den neuen Zusatz wird die Rohstoffbasis für die Bierherstellung erweitert, was ganz neue Möglichkeiten schafft.

Der Name des Brotbiers „Knärzje“ leitet sich vom Hessischen Wort für das Endstück vom Brot ab, für das es übrigens allein in Deutschland über 200 Bezeichnungen gibt.

So wird das Knärzje Bier gebraut

Beim Knärzje Brotbier handelt es sich um ein obergärig gebrautes Bier, das geschmacklich einem Hellen, der Naturtrübe wegen aber auch einem Kellerbier ähnelt. Das getrocknete und gehäckselte Brot wird beim Einmaischen dazu gegeben, der restliche Bauprozess verläuft wie beim normalen Bier.

Nach dem in Deutschland herrschenden Reinheitsgebot darf Bier nur aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hergestellt werden. Das Knärzje Bier erfordert durch Austausch von Brot statt Malz eine Sondergenehmigung, die nur beim obergärigen Bier erteilt werden darf, untergäriges Brotbier ist verboten.

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63/2022: Vay ermöglicht ferngesteuerte Mobilität

Man kennt die kleinen ferngesteuerten Autos, mit denen manche Kinder gerne spielen. Mit der Fernbedienung in der Hand flitzen die kleinen Miniaturausgaben der Fahrzeuge über den Boden. Was wäre, wenn es das für Erwachsene gäbe und zwar in Echt? Solch eine Teledriving-Lösung bietet das Berliner Startup Vay.

Das Ganze klingt nach abwegiger Zukunftsmusik, doch ist bereits jetzt schon Realität auf Berliner und Hamburger Straßen für Testfahrten. Vay möchte mit dieser futuristischen Technologie, die ferngesteuerte Mobilität möglich macht, die Zeit verkürzen, bis autonomes Fahren tatsächlich auf unseren Straßen eingesetzt wird. Das Modell liegt damit zwischen Carsharing-Plattformen und autonomen Fahrdiensten.

Der Service von Vay

Das Mobilitätsunternehmen nutzt Telefahr-Technologie, um ein günstiges und nachhaltiges Mobilitätsangebot im städtischen Raum zu ermöglichen. Langfristig soll so eine Alternative zum privaten Auto geboten werden. Beim Telefahren wird das Fahrzeug von einem Telefahrer, also einer anderen Person, aus der Ferne gesteuert. Aktuell wird der Telefahrer noch von einem Sicherheitsfahrer auf dem Fahrersitz unterstützt, der allerdings nur bei Notsituationen eingreift und bald nicht mehr gebraucht werden soll. Beide werden speziell für das Telefahren trainiert.

Das Ganze funktioniert über eine App. Kunden bestellen eines der Elektrofahrzeuge, welches vom Telefahrer an den gewünschten Standort gesteuert wird. Von dort aus fahren die Kunden selbstständig an ihr Ziel, von wo aus der Telefahrer im Anschluss wieder die Steuerung übernimmt. Durch das einfache Ein- und Aussteigen am jeweiligen Standort entfällt die lästige Parkplatzsuche, wodurch der Service von Vay einen Vorteil gegenüber Carsharing-Diensten hat.

Technische Umsetzung

Im Innenraum deutet nicht viel auf die Telefahr-Technologie hin, da die Kunden das Auto schließlich wie gewöhnlich nutzen sollen. Lediglich ein kleines Kästchen zeigt den Status der Telefahrsysteme an. Außen gibt es verschiedene Kameras, die dem Telefahrer die notwendige, ganzheitliche Sicht ermöglichen. Zwei Kameras an den A-Säulen, eine weitere oberhalb der Windschutzscheibe und zwei Antennen auf dem Dach für die Kommunikation deuten auf den zusätzlichen Verwendungszweck des Fahrzeugs hin. Die gesamte Steuerelektronik ist im Kofferraumboden untergebracht.

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62/2022: AirBuddy erleichtert das Tauchen

Tauchen – Für Begeisterte ein Gefühl von Freiheit. Taucher sind fasziniert von der Unterwasserwelt, allerdings öfters mal genervt von einem großen Manko: Eine schwere und sperrige Flasche auf dem Rücken mit begrenzter Sauerstoffkapazität, die kompliziert in der Handhabung ist. Mit AirBuddy geht Tauchen nun aber einfacher als es jemals zuvor möglich war!

Stell dir vor: Du bist Taucher. Du bist im Urlaub. Und jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder du findest eine Tauchbasis vor Ort. Du musst dir einen Termin vereinbaren und dein Equipment abholen. Dann tauchst du mit einer ca. 15 kg schweren Gasflasche ab, die alles andere als gemütlich auf dem Rücken sitzt und die deine Bewegungsfreiheit enorm einschränkt. Nach 20 bis 30 Minuten ist dann auch schon Schluss mit dem Tauchen, denn die Gasflasche ist leergeatmet. Dann wieder alles zurückbringen und teure Leihgebühren zahlen. Oder es gibt gar keine Tauchbasis und du ärgerst dich in Grund und Boden, dass du an diesem wunderschönen Strand nun nicht tauchen gehen kannst. Beide Varianten sind irgendwie unbefriedigend für einen begeisterten Taucher, der doch einfach nur die Freiheit und Unabhängigkeit in der Unterwasserwelt erleben möchte.

Tauchen mit der Einfachheit des Schnorchelns

Stell dir nun vor, du kannst auf die gleiche Art und Weise tauchen gehen, wie du auch sicherlich in deinem Leben schon mal schnorcheln warst. Einfach, unkompliziert und ohne große Vorbereitungen. Das geht, mit dem AirBuddy von einem australischen Start-Up. Mit der Erfindung kannst du auf eine schwere Pressluftflasche auf dem Rücken verzichten. Stattdessen stattet dich AirBuddy mit einer Zwei-Komponenten-Lösung aus, die wie folgt funktioniert.

Tauchen mit dem AirBuddy

AirBuddy ist eine mobile Kompressor-Lösung, die aus zwei Komponenten besteht. Zum Einen aus einer leichten Tauchweste. Diese nimmt auf der Rückseite einen Schlauch entgegen, ein wiederum anderer Schlauch transportiert die Luft an das Atemgerät vorne zum Mund des Tauchers. Zum Anderen aus der AirBuddy-Station, die wie ein Schwimmring auf der Wasseroberfläche treibt und die die durch einen akkubetriebenen Kompressor gewonnene Umgebungsluft durch einen Spiralschlauch mit Atemregler an den Taucher unter Wasser weiterleitet. Mit dem AirBuddy ist man in seiner Bewegung wesentlich freier als mit einer sperrigen Gasflasche. Man kann sich flexibler bewegen, egal ob über oder unter Wasser. Der AirBuddy ist außerdem nur ca. 3 kg schwer, was einen leichten und sorgenfreien Transport überall hin ermöglicht, sogar in einem Rucksack. Und ja, er passt sogar in einen Koffer und darf meistens sogar im Flieger mitgenommen werden (hierzu unbedingt bei der Fluglinie nachschauen).

Langer Tauchspaß mit dem AirBuddy

Ein weiterer großer Vorteil im Gegensatz zum Tauchen mit Flasche ist die mögliche Tauchdauer. Der AirBuddy ermöglicht einen Tauchspaß von bis zu 45 Minuten am Stück, unabhängig von der Tiefe oder Atemfrequenz des Tauchers. Dabei garantiert die Erfindung über die ganze Zeit hinweg einen konstanten Druck mit gleichbleibendem Durchfluss. Ein akustisches Signal gibt außerdem den Hinweis, wenn es Zeit wird, um wieder aufzutauchen. Dann muss AirBuddy ca. 4 Stunden laden. Oder man tauscht den Akku eben einfach schnell gegen einen geladenen aus und weiter geht’s mit der Erkundung der Unterwasserwelt.

Es gibt drei verschiedene Ausführungen des AirBuddys. Das Single Diver Pack für eine Person und einer möglichen Tauchtiefe von 12 Metern. Das Buddy Diver Pack für zwei Personen und einer maximalen Tauchtiefe pro Person von 6 Metern. Und das Duo Diver Pack ebenfalls für zwei Personen, aber mit einer möglichen Tauchtiefe von 12 Metern pro Person.

Wer also Lust auf einen leichten, langen und unkomplizierten Tauchspaß bis maximal 12 Meter hat, der ist perfekt mit dem AirBuddy ausgestattet. Es wird allerdings trotz der Einfachheit empfohlen eine Grundausbildung zu absolvieren. Aber dann geht’s los mit der Freiheit und Leichtigkeit in der Unterwasserwelt!

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61/2022: Constellr gestaltet die Landwirtschaft effizienter

Aktuell leben rund acht Milliarden Menschen auf der Welt, bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung schätzungsweise auf über zehn Milliarden Menschen ansteigen. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass zu diesem Zeitpunkt dann 50 Prozent mehr Nahrung gebraucht wird, um die Menschheit zu ernähren. Die Folge: Die Landwirtschaft muss effizienter werden – constellr will dabei helfen.

Rund 80 Prozent des Kalorienbedarfs aller Menschen weltweit werden durch Nutzpflanzen gedeckt. Auf der einen Seite müssen in Zukunft mehr Menschen ernährt werden, auf der anderen Seite ist die Ernährungssicherheit schon jetzt aufgrund von Umweltkatastrophen, Wasserknappheit, Dürreperioden und Überschwemmungen bedroht. Landwirtschaftlich verfügbare Flächen müssen daher effizienter bewirtschaftet werden. Mit Satelliten, die Daten aus dem All liefern, soll die Ressource Wasser besser eingesetzt werden können.

So funktioniert constellr

Constellr nutzt hochauflösende, thermische Infrarot-Mikrosatelliten, um die globale Oberflächentemperatur kontinuierlich zu überwachen. Diese Aufzeichnungen geben unter anderem Aufschluss über Wasserstände, Waldbrände und Pflanzengesundheit, was ein schnelleres Handeln ermöglicht und schwerwiegende Ernteschäden verhindert. Eine aufkommende Dürreperiode kann auf diese Weise schneller erkannt und mit gezielter Bewässerung abgewendet werden. Mit dem Wissen aus den analysierten Daten kann der Wasserverbrauch bei der Bewässerung der Agrarflächen gesenkt und der Ernteertrag erhöht werden, da die Felder genau die Menge an Wasser bekommen, die sie brauchen.

Die gesammelten Daten können im Vergleich zu anderen Satelliten bis auf 50 Meter genau den Zustand der Nutzpflanzen bestimmen und sollen über Smart-Farming-Unternehmen an die Betreiber der Agrarflächen weitergegeben werden.

Dafür wird die Technologie eingesetzt

Die Daten von constellr können zur Präzisionsbewässerung landwirtschaftlicher Flächen, Überwachung der Pflanzengesundheit, Ernteertragsprognose, Dürre- und Kälteüberwachung und Katastrophenüberwachung dienen. Die Analysen sind jedoch nicht nur auf den landwirtschaftlichen Sektor beschränkt, auch zur Umwelt- und Infrastrukturüberwachung und städtischen Planung können sie eingesetzt werden.

Am 19. Februar 2022 wurde das erste Messinstrument als Demonstrator zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Am 9. März wurde es verbaut. Bis 2028 sollen bis zu 16 Satelliten mit der Technologie von constellr im Orbit unterwegs sein und beim effizienten Einsatz von Wasser in der Landwirtschaft helfen.

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60/2022: Concular setzt sich für eine Wiederverwertung von Baumaterialien ein

Nichts erzeugt weltweit so viel Müll wie die Baubranche. Ganze 60 Prozent des Abfallaufkommens werden durch Herstellung und Wegwerfen von Baumaterial verursacht. Ließe sich das reduzieren, könnten enorm viele Ressourcen gespart und das Klima geschützt werden. Das Start-up Concular möchte das möglich machen.

Nur etwa ein Prozent allen verbauten Materials in der Baubranche wird weiter verwendet, die restlichen 99 Prozent werden entsorgt. Es ist paradox, dass die Wiederverwendung von Baumaterialien wie Holz, Fenster oder Kunststoff scheinbar keine Rolle spielt, obwohl diese an anderer Stelle dringend gebraucht werden. Concular setzt an diesem Missstand an und möchte die Bauwirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft umgestalten.

Was ist zirkuläres Bauen?

Das Start-up Concular möchte das zirkuläre Bauen fördern und einen Schritt Richtung Ressourceneffizienz und CO2-Neutralität in der Baubranche gehen.

Generell geht es beim zirkulären Bauen darum, Rohstoffe so zu planen und einzusetzen, dass sie erhalten und wiederverwendet werden können oder abbaubar sind. Im ersten Fall spricht man von einem technologischen Kreislauf, im zweiten Fall werden die Ressourcen in den biologischen Kreislauf zurückgeführt.

Was bietet Concular?

Um das zu erreichen, hat Concular eine Softwarelösung entwickelt, in der Angebot und Nachfrage gleichermaßen bedient werden. In einer digitalen Datenbank sind sämtliche Informationen über Gebäude und Materialien eingepflegt, die im Idealfall bis zu einem Jahr vor Abriss der Immobilie erfasst werden. Künftig soll das ganze noch einfacher funktionieren, indem Algorithmen die Materialien auf den Bildern erkennen und jeder so einen „Digitalpass“ der Immobilie erstellen kann, was aktuell nur mit Unterstützung der Concular-Mitarbeiter möglich ist.

Die Materialien, die in der Immobilie stecken sind nun bekannt, die Käufer fehlen eigentlich noch. Allerdings bietet Concular auf seiner Plattform direkt die Abnehmer dafür, denn Architekten und Immobilienentwickler haben Zugang zur Software und können angeben, welche Materialien gebraucht werden. Per Algorithmen können also Angebot und Nachfrage gematcht werden.

Eine Win-Win-Situation für alle entsteht. Der Gebäudebesitzer bekommt Geld für den Verkauf und spart sich den Teil, der für die Entsorgung der Materialien anfallen würde. Das Abrissunternehmen verdient mehr, weil der Abriss aufwändiger ist und die Käufer können die wiedergewonnenen Ressourcen zum gleichen Preis wie neues Material eingekauft werden.

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