Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Autor: raketenstart (Seite 52 von 90)

64/2019 Die „Drachenhaut“ soll Radfahrer in Sekunden vor Regen schützen

Schnell mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern kann auch Zeit sparen. Sobald es regnet, kann das Ganze aber ziemlich unangenehm werden. Auch längere Regenjacken können Oberschenkel während der Fahrt meist nicht trocken halten. Die Drachenhaut soll genau für dieses Problem eine einfache und zugleich schnelle Lösung sein.

Die Drachenhaut soll Fahrradfahrer vor Wind und Regen schützen. Es ist eine Art Schürze, welche sich binnen weniger Sekunden anziehen lassen soll. Nachdem man die zwei Bänder wie eine Art Gürtel hinter seinem Rücken schließt, werden die anderen Endstücke am Lenker des Fahrrads befestigt. Auf diese Weise sollen die Beine der Radler trocken gehalten werden. Ist die sogenannte Drachenhaut einmal befestigt, bildet sie eine Art Minidach. Das Ganze ist aufgrund ihrer Form möglich. Anmutend des Namens ist der Regenschutz für Fahrradfahrer an einer Flügelform, wie sie ein Drache besitzt, angelehnt.

Schneller Schutz vor Regen

Die Drachenhaut lässt sich dabei gut und schnell verstauen. Dies soll auch der entscheidende Vorteil gegenüber normalen Regenhosen für Fahrradfahrer sein. Denn das Anziehen dieser soll laut dem Hersteller wesentlich aufwendiger sein. Viele Menschen bevorzugen vor allem in der Stadt das Rad, weil es wesentlich schneller ist. Vergeudet man jedoch die meiste Zeit sich optimal vor dem Regen während der Fahrt zu schützen, geht der gewonnene Zeitvorteil verloren. Aber auch mit ihrer schnellen Trocknung soll die Drachenhaut punkten können. Denn sie besteht aus silikonbeschichteten Ballonstoff. Das Material ermöglicht nicht nur Beständigkeit gegenüber Regen und Wind, sondern auch simples und schnelles Zusammenfalten.

Nachhaltige Materialien

Der Entwicklerin Sabine Feist war es dabei wichtig ressourcenschonendes und nachhaltiges Material zu verwenden. Der Ballonstoff war die umweltfreundlichste Variante, um dennoch genügend Schutz vor Regen bieten zu können. Die ersten Drachenhäute sollten aus diesem Grund in einer kleinen Näherei in Markdorf am Bodensee produziert worden sein. Für größere Serien sollte dann die Fairtrade-Näherei 3-Freunde in Betracht kommen.

Hauptzielgruppe der Drachenhaut sind insbesondere Fahrradfahrer aus der Stadt. Diese solle animiert werden trotz Regenwetter kleinere Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Aber ebenso wetterfeste Radfahrer sollen von der Drachenhaut profitieren können. Denn nasse Oberschenkel sind auf Dauer sehr unangenehm. Insbesondere wenn keine Möglichkeit besteht, die Kleidung zu wechseln.

Drachenhaut auch für Leihfahrräder

Sabine Feist, Architektin und Entwicklerin der Drachenhaut aus Konstanz, hatte bereits 2017 durch eine Crowdfunding-Kampagne Geld gesammelt. Dadurch sollte die erste Kleinproduktion starten können. Die Idee fand genügend Anklang, weshalb die Drachenhaut bereits über den eigenen Online-Shop bestellt werden kann. Aktuell hat sich an einer Variante für Leihfahrräder getüftelt. So möchte sie diese trotz Regen für potentielle Radfahrer attraktiv gestalten. Diese Variante der Drachenhaut ist fest am Leihfahrrad montiert. Dabei kann sie zum einem als Schutz des Sattels dienen, damit dieser bis zur Nutzung des Rades trocken bleibt. Während der Fahrt kann er dann seine eigentliche Funktion als Schutz der Beine des Fahrers verwendet werden. Zum anderen soll es auch möglich sein das Gepäck auf dem Leihfahrrad mithilfe der Drachenhaut vor der Witterung zu schützen. Wer sich diese Variante mal genauer ansehen oder sogar unterstützen möchte, kann dies bei der aktuellen Crowdfunding-Kampagne tun. Folgendes Video stellt die Ursprungsvariante der Drachenhaut genauer vor.

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63/2019 Uptis: ein neuer luftloser Reifen für das Auto?!

Ein Reifen ohne Luft, der zugleich ausreichend Komfort bieten soll, wurde nun von Michelin in Zusammenarbeit mit GM vorgestellt. Die Konstruktion, welche unter anderem aus Aluminium, Polyesterharz und Glasfaser besteht, soll zudem einen Pannenschutz bieten. Bevor der „Uptis“-Reifen 2024 auf den Markt gehen soll, wird er in ersten Tests bereits einer Belastungsprobe unterzogen.

Der Uptis ist eine neue Reifenentwicklung von Michelin in Zusammenarbeit mit General Motors. Das Besondere, er soll ohne jegliche Luft einsatzbereit sein. Dies ist durch seine spezielle Konstruktion möglich. Denn der Kern des Reifens soll eine fest verbundene Einheit sein. Diese soll aus Aluminium, Kompositmaterialien und einer Gummilauffläche bestehen. Die Felge des innovativen Reifens soll aus Aluminium gefertigt sein. Spezielle Speichen verbinden diese Felge mit der Lauffläche. Um ausreichend Widerstandsfähigkeit leisten zu können, bestehen die Speichen aus Polyesterharz und Glasfaser. Diese Materialien fördern zudem die Tragfähigkeit und verbessern die Schwingungsdämpfung. Die Lauffläche soll profiliert sein und vergleichbare Fahreigenschaften von konventionellen Michelin Pkw-Premiumreifen aufweisen. So soll auch die Belastbarkeit genauso gut wie bei herkömmlichen Reifen sein.

Pannensicheres Reifensystem

Uptis steht dabei für „Unique Puncture-proof Tire System“. Zu Deutsch soll das als „einzigartiges, pannensicheres Reifensystem“ übersetzt werden können. Der Name kommt der Eigenschaft zu Schulden, dass der Reifen keine Luft für den Fahrbetrieb benötigt. Das soll ihn pannensicherer als die bisherigen Reifen auf den Markt machen. Zudem soll er aus diesem Grund praktisch wartungsfrei sein. Denn Kontrollen für den Luftdruck oder Ähnliche sollen entfallen. Die Montage soll sich laut den Entwicklern ebenso simpel gestalten, da der Uptis wie ein herkömmliches Rad montiert werden kann.

Umweltschonender Reifen

Auch im Thema Umwelt soll der Reifen punkten können. Jährlich sollen rund 200 Millionen Reifen ausgetauscht werden. Viele von ihnen besitzen Beschädigungen aufgrund zu niedrigen Luftdrucks oder durch Einstiche. Der innovative Reifen von Michelin soll diese Probleme nicht mehr besitzen. Aus diesem Grund gewann der Uptis Reifen von Michelin kürzlich das Goldene Lenkrad für die Innovation des Jahres 2019.

Ein Prototyp der revolutionären Reifenkonstruktion soll bereits auf dem Elektro-Pkw Chevrolet Bolt im Einsatz sein. Darüber hinaus sollen erste Testfahrten auf öffentlichen Straßen noch dieses Jahr durchgeführt werden. Dennoch sei der Verkaufsstart auf dem Markt für Pkw-Modelle erst 2024 angedacht. Wer sich das Ganze noch nicht bildlich vorstellen kann, kann sich den Uptis im nachfolgenden Video mal genauer ansehen.

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62/2019 Popobello: neue Alternative zu Feuchttüchern?

‚Popobello‘ ist eine Erfindung zur Befeuchtung von klassischem Toilettenpapier. Herkömmliche Feuchttücher sollen dank dieser Konstruktion so überflüssig gemacht werden. Die erheblichen Schädigungen in Kläranlagen und Pumpen durch Feuchttücher sollen auf diese Weise reduziert werden.

Der Popobello soll die zukunftsträchtige Alternative für bisherige Feuchttücher sein. Normales Toilettenpapier kann durch die Konstruktion befeuchtet werden. Grundlage dieser Erfindung sind lediglich zwei Bestandteile, ein Wassertank aus qualitativen Kunststoff und ein Toilettenpapierhalter aus poliertem Edelstahl. Der Wassertank, welcher 200 Milliliter fassen soll, befeuchtet mithilfe einer Walze das herkömmliche Toilettenpapier punktuell. Je nach Schnelligkeit des Ziehens soll auch die Wassermenge variiert werden können. So soll der Tank für rund 25 Reinigungsvorgänge ausreichen. Gleichzeitig soll aber auch nicht befeuchtetes Toilettenpapier nutzbar sein. Hierfür muss das Toilettenpapier nach oben aus dem Halter gezogen werden. In den Farben weiß, hellgrau, anthrazit und rosa soll der Popobello bereits erhältlich sein.

Gravierende Schäden durch herkömmliche Feuchttücher

So lustig und vielleicht auch unnütz diese Erfindung im ersten Moment anmutet, ist sie eigentlich gar nicht. Denn viele Menschen wissen gar nicht, wie schädlich herkömmliche Feuchttücher für die Umwelt und Kanalisation sein können. Sie sollen immer wieder zu starken Verstopfungen und zahlreichen Pumpenausfällen führen. Denn sie bestehen meist aus einem Polyester-Viskose-Gemisch oder aus Fasern, welche unter anderem Kunstharz enthalten. Aufgrund dessen können sie sich kaum auflösen und bilden auf diese Weise zähe Stränge, welche die Pumpen verstopfen. Zudem sollen einige Feuchttücher Konservierungsstoffe und andere chemische Stoffe enthalten. Diese können nicht nur bei Babys zu Allergien oder Hautreizungen führen. Der Erfinder weist darauf hin, dass auch in vielen anderen Regionen der Welt lediglich Wasser zur Reinigung verwendet wird. Das soll immer noch die schonendeste und sanfteste Methode sein.

Thorsten Homma kam auf diese außergewöhnliche Idee zur Reinigung auf dem stillen Örtchen. Durch sein jahrelanges Experimentieren hat er sich ein großes Repartier an Toilettenpapier-Wissen angeeignet. So sollen sich laut ihm drei- oder vierlagige Papiere für seine Erfindung eignen. Aber auch mit Recyclingpapier soll der Popobello problemlos genutzt werden können. Seine Erfindung hat er bereits zum Patent angemeldet und auch seine eigene GmbH Simply Wet hat er schon vor einem Jahr gegründet.

Bestehende Erfindung ausgereift

Wesentlicher Initiator war aber eigentlich sein Schwiegervater Lothar Klöckner. Dieser hatte die Problematik der Feuchttücher schon frühzeitig erkannt und eine ähnliche Erfindung namens Bideo auf den Markt gebracht. Ausgehend von dieser hat Thorsten Homma weitergetüftelt und den Popobello marktreif gemacht. So sollen von den bereits 5000 produzierten Stück schon 300 verkauft worden sein. Interessierte können die Erfindung auf der eigenen Webseite bereits bestellen. Folgendes Video zeigt die scheinbar simple Anwendung des Popobello und ist vielleicht für manche eine geeignete Alternative zu den doch eher bedenklichen Feuchttüchern.

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61/2019 ‚Air-to-fuel‘: ein neuer CO2-neutraler Treibstoff?

Ein Verfahren zur Filterung von CO2 aus der Luft soll die Grundlage für einen Treibstoff aus CO2 sein. In Kanada läuft derzeit schon ein Pilotprojekt und der CO2-neutrale synthetische Treibstoff soll bislang nur geringfügig teurer als herkömmlicher Kraftstoff sein.

Carbon Engineering, ein kanadisches Unternehmen, filtert bereits mithilfe einer alkalischen Hydroxidlösung CO2 aus der Luft. Das Verfahren wird als „Direct air capture“ bezeichnet. Im Anschluss wird das gebundene CO2 gereinigt und dann komprimiert. Bislang wurde das gebundene CO2 unterirdisch gespeichert, doch nun soll es eine Möglichkeit geben daraus CO2-neutralen Kraftstoff herzustellen.

Mithilfe von Wasser neuer Treibstoff

„Air to Fuel“, so wird die Herstellung synthetischer Kraftstoffe aus CO2 genannt. Durch eine Wasserstoffelektrolyse wird Wasserstoff gewonnen. Anschließend soll dieses mit dem CO2 kombiniert werden. Im Ergebnis soll ein synthetischer Kraftstoff entstehen, welcher entweder pur oder gemischt verwendet werden soll. Die größere Menge an Energie, welche für die Gewinnung des Wasserstoffes nötig ist, soll durch Ökostrom generiert werden.

Durch die Kombination einer „Direct air capture“-Anlage und der anschließenden Verarbeitung zu synthetischen Kraftstoff, sollen bei jährlich 1 Millionen Tonnen gebundenen CO2, täglich ca. 320.000 Liter Kraftstoff produziert werden können. Ein Liter Benzin soll dabei rund 1 US-Dollar pro Liter kosten. Der Preis soll hierbei ungefähr gleich dem normaler Biokraftstoffe liegen und nur etwas höher als der Preis für herkömmliche Kraftstoffe sein. Zudem sollen die Kosten der Herstellung sinken, wenn die Produktion weiter wächst.

Vielseitige Problemlösung

Mit dem aus CO2 hergestellten Treibstoff könnten mehrere Probleme gleichzeitig gelöst werden. Denn bislang könnten theoretisch große Mengen CO2 durch eine „Direct air capture“- Anlage der Luft entzogen werden, doch bis dato wären die Kosten dafür zu hoch. Bislang wurden die Kosten pro Tonne auf rund 600 Dollar geschätzt. Aber selbst mit Kosten von rund 100 Dollar pro Tonne wäre die Anlage nicht für größere Mengen rentabel. Weltweit gibt es nur begrenzt CO2-Käufer. Durch die Verwendung im Treibstoff ist wohlmöglich eine umweltschonende Lösung gefunden. Zwar soll beim Autofahren das CO2 wieder freigesetzt werden, aber dieses soll mithilfe der DAC-Anlage erneut aus der Luft gefiltert werden können. So soll verhindert werden, dass zusätzliches CO2 in die Luft gelangt. Durch diesen Kreislauf soll der CO2-Ausstoß zumindest neutral gehalten werden.

Entwickelt wurden diese Methoden von Carbon Engineering. Laut David Keith, Gründer und Havard-Professor für angewandte Physik, war für den scheinbaren Durchbruch keine grundlegenden wissenschaftlichen Neuheiten nötig, sondern lediglich 30 Millionen Dollar, acht Jahre ingenieurwissenschaftliche Arbeit und Millionen kleine Details. Schon seit 2015 soll das Projekt in Form eines Piloten in Squamish Britisch Columbia laufen. Das folgende Video bereitet das Thema noch einmal zusammenfassend auf.

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60/2019 Ein neuer ‚Iron Man‘ dank ‚Gravity-Jet-Suit‘?

Wie Iron Man durch die Welt fliegen, das ist eine Vorstellung, von der einige Menschen schon einmal geträumt haben. Richard Browning hat diesen Traum verwirklicht und sich mit seinem neuen Gravity Jet-Suit sogar selbst übertroffen. So erreichte er mit seinem selbstgebauten „Jet-Pack“ eine Geschwindigkeit von 137 km/h.

Der Brite Richard Browning hat einen neuen Geschwindigkeitsrekord mit seinem Gravity Jet-Suit aufgestellt. Dieser ist ein Jet-Pack, der mehrere Mini-Triebwerke besitzt. Dieser Anzug ermöglicht ihm einen Vertikalflug zu bestreiten. Allein durch Arme und Gewichtsverlagerung soll die Richtung und Geschwindigkeit des Fluges gesteuert werden können. Nun übertraf er seinen bisherigen Rekord von 51 km/h im Jahre 2017 und erreichte mit seinem Anzug, der stark an Iron Man erinnert, eine Geschwindigkeit von 85,06 Meilen pro Stunde. Umgerechnet sollen das stolze 137 km/h sein.

Verbesserter Gravity Jet-Suit

Aufgenommen wurde der neue Rekord von Craig Glenday, dem Chefredakteur von Giunness-World-Records in Brighton in Großbritannien. Von dem Ergebnis des neuen Weltrekords soll Richard Browning selbst überrascht gewesen sein, da er bei bisherigen Testläufen nur rund 120 km/h erreicht haben soll. Dies alles soll durch die verbesserte Aerodynamik seines Jet-Suits möglich sein. Viele der Teile sollen über einen 3D-Drucker gefertigt worden sein. Zudem besitzt dieser Anzug eine Art Flossen zwischen den Füßen, welche für mehr Stabilität während des Fluges sorgen sollen. Auch die Turbinen sollen mit mehr Leistung ausgestattet worden sein.

Richard Browning scheint dabei aber noch längst nicht am Ende seine Träume gelangt zu sein. Er plant bereits den Jet-Suit so weiterzuentwickeln, dass auch Geschwindigkeiten von rund 270 km/h möglich werden sollen. Das alles, obwohl er anfangs vielen Skeptikern gegenübertreten musste. Der Ingenieur Alex Wilson und der Designer Sam Rogers jedoch glaubten an die Vision von Browning. So tüftelten sie gemeinsam in einer kleinen Werkstatt in Salisbury, Großbritannien. Daraufhin entstand der erste über 1000 PS starke Anzug.

Gravity Industries Ltd.

Bereits im März 2017 gründete er die Firma Gravity Industries Ltd. Begeisterte haben bereits schon die Möglichkeit über den eigenen Online-Shop Bekleidung zu bestellen und können sich damit für einen eventuellen „Flug“ schick machen. Aber auch eine Produktion des Gravity-Jet-Suits in größerer Stückzahl soll wohl bereits geplant sein. Der stolze Preis mutet jedoch an nur für den etwas größeren Geldbeutel bestimmt zu sein. Ein Jet-Suit soll nämlich um die 500.000 US-Dollar kosten. Wem diese Angelegenheit dann doch etwas zu teuer ist, kann sich „nur“ den Weltrekord-Flug von Richard Browning selbst ansehen.

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59/2019 Spezielle Beschichtung macht Toiletten selbstreinigend?

Eine Spezialbeschichtung könnte herkömmliche Toiletten in Zukunft nahezu selbstreinigend machen. Zwei Sprays sollen eine Oberflächenbeschichtung für die Toilette schaffen und somit für eine Wassereinsparung von rund 50 Prozent sorgen. Auch Bakterien sollen nicht haften bleiben, weshalb der Erfindung vor allem in Entwicklungsländern hilfreich sein könnte.

Wissenschaftler der Pennsylvania State University in University Park stellten das neue Konzept der selbstreinigenden Toilette vor. Die Überlegung dahinter scheint geradezu simpel wie genial. Ein Spray, welches aus zwei Komponenten besteht, sorgt für eine Beschichtung, auf welcher Exkremente nicht haften bleiben sollen. Möglich ist das zum einem durch das Aufsprühen einer Schicht mit Nanostruktur aus Polymeren. Beim Trocknen bildet diese Schicht winzige Härchen aus, welche rund 1.000.000 Mal dünner als menschliche Haare sind. Ergänzt wird das Ganze durch eine zweite Schicht Gleitmittel. Dieses soll sich in den winzigen Haaren verfangen und so haften bleiben. Die Kombination dieser beiden Mittel soll eine so glatte Oberfläche schaffen, auf welcher nichts anhaften kann.

Rund 50 % Wassereinsparung möglich

Der Gedanke, welcher hinter dieser Erfindung steckt, könnte in vielerlei Hinsicht Probleme lösen und die Umwelt schonen. Denn beim Spülen von Toiletten wird häufig relativ viel Wasser verbraucht. Mithilfe dieser Beschichtung sollen laut Hersteller rund 50 % des verbrauchten Wassers eingespart werden können. Des Weiteren gibt es in unterentwickelten Regionen der Welt viele Toiletten, welche keine Wasserspülung besitzen. Für genau solche Toiletten wäre die Erfindung eine geeignete Möglichkeit diese trotzdem sauber zu halten. Darüber hinaus soll diese Beschichtung auch keine Haftung für Bakterien bieten. So könnte vielleicht auch in den Entwicklungsländern ein Teil der Gesundheitsproblematik gelöst werden.

Innerhalb von Minuten für den Laien nutzbar

Orientiert haben sich die Entwickler an der Pflanzenwelt. Bei der sogenannten Lotuspflanze gibt es den gleichnamigen Lotus-Effekt zu beobachten. Die Pflanze weist eine selbstreinigende Oberfläche auf. Für jedermann soll nun die Erfindung von Professor Tak-Sing Wong für biomedizinisches Ingeniuerwesen und seinem Doktoranden Jing Wang erhältlich sein. Das von ihnen gegründete Unternehmen namens spotLESS soll die Sprays bereits im eigenen Online-Shop anbieten. Rund 20 Dollar soll ein Set bestehend aus zwei Flaschen kosten. Ohne Probleme sollen die Schichten in herkömmlichen Keramiktoiletten aufgetragen werden können. Bereits nach ein paar Minuten soll die Toilette dann einsatzbereit sein und die Spezialschicht für rund 500 Spülungen halten.

Das folgende Video veranschaulicht den speziellen „abstoßenden“ Effekt im Vergleich zu einer Toilette ohne Beschichtung. Auf dem YouTube Kanal von spotLESS sind noch weitere Videos mit anderen synthetischen Exkrementen zu sehen, welchen den Effekt für Skeptiker veranschaulichen. Aus ästhetischen Gründen haben wir uns aber für dieses Video unter dem Beitrag entschieden 😉

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58/2019 The Barisieur: Wecker kocht Kaffee frisch am Bett?

Das leidige Aufstehen am Morgen soll ein scheinbar innovativer Wecker nun für Kaffeejunkies erleichtern. Abgestimmt zum Weckzeitpunkt wird ein frischer Kaffee direkt neben dem Bett gebrüht. Individuelle Einstellungen sowie Fächer für Zucker und Co. sollen den individuellen Kaffeegenuss am Morgen abrunden.

Exakt zum Weckzeitpunkt beginnt der Barisieur-Wecker einen echten, frischen Kaffee zu brühen. Auf diese Weise sollen Kaffeeliebhaber durch einen leckeren Duft ihres Lieblingsgetränkes geweckt werden. Durch die Hilfe einer integrierten Induktionsplatte wird das am Vorabend eingefüllte Wasser erhitzt. Wenn es zu Kochen beginnt, steigt das Wasser durch ein Glasröhrchen in dem Kaffeefilter. Auch dieser muss im Vorfeld befüllt werden. Am Ende läuft der frisch gebrühte Kaffee in eine mitgelieferte Glastasse.

Indiviueller Kaffeegenuss

Um den Kaffee dann nach seine individuellen Vorstellungen genießen können, gibt es eine extra Schublade für Zucker und ebenso eine separate Karaffe, in welcher gekühlte Milch bereitgestellt wird. Darüber hinaus ertönt beim Barisieur auch ein gewöhnliches Wecksignal, damit der Schlafende den pfiffigen Wecker in jedem Falle wahrnimmt. Bislang gibt es ihn in einem schwarzen oder weißen Design abgerundet mit edlem Holz.

Kaffeejunkies sollen so einen perfekten Start in ihren Tag erhalten. Aber ebenso für den Kaffee zwischendurch soll der Barisieur geeignet sein. Für diesen Wunsch soll es einen separaten Knopf geben. Ferner gibt es zahlreiche Einstellungen, zu welcher Zeit genau, der Kaffee gekocht werden soll. Ob fünf Minuten vor Alarm oder zehn Minuten nach Alarm, für jedermann soll der perfekte Brühzeitpunkt individuell einstellbar sein. Ebenso soll auf diese Weise selbstverständlich Tee frisch aufgebrüht werden können.

Innovatives Gadget?

Menschen, welche ohne ihren koffeinhaltigen Wachmacher nicht in den Tag starten können und interessiert sind, können den Kaffee-kochenden-Wecker bereits online erwerben. Dennoch soll er derzeit noch einen stolzen Preis von rund 500 Euro besitzen. Ob dieser Wecker eine innovative Erfindung oder ein doch eher übertriebenes Gadget ist, muss jeder selbst anhand seines eigenen Kaffeebedarfs entscheiden. Das folgende Video soll alle verschiedenen Modi zeigen, welche individuell eingestellt und betätigt werden können. Ebenso der Vorgang des Kaffeekochens wird noch einmal genauer veranschaulicht.

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57/2019 „Too Good To Go“ – die App wider die Lebensmittel-Verschwendung

Mit der App ‚Too good to go‘ sollen Nutzer günstige Essens-Pakete von Restaurants und Co. aus der Umgebung buchen können. Diese Pakete sollen noch gute, aber übrig gebliebene Speisen enthalten, welche dann für einen günstigen Preis verkauft werden. Auf diese Weise sollen weniger Lebensmittel entsorgt werden müssen.

„Too Good To Go“ heißt die App, welche der großen Lebensmittelverschwendung entgegenwirken möchte. Die Nutzer dieser App soll bei vielen verschiedenen Restaurants, Cafès und Co. günstige Essenspakete buchen können. Über die App soll das Buchen kinderleicht gestaltet werden, da über eine Karte alle beteiligten Lokalitäten angezeigt werden. Im Anschluss soll man sein Wunsch-Essenspaket auswählen können und die Abholzeit wird angezeigt. Danach wird bequem über die App bezahlt. Beim Abholen wird dann lediglich der entsprechende Beleg vorgezeigt.

Tägliche Speisenkalkulation schwierig

Auf diese Weise können beide Seiten profitieren. Die Besitzer von Restaurants, Bäckereien und Co. müssen ihr übrig gebliebenes, noch gutes Essen am Ende des Tages nicht wegschmeißen und andere Menschen sollen eine großzügige Portion Essen für kleines Geld erhalten. Denn Anbieter von Speisen können vorab nur grob abschätzen, wie viel und welche Gerichte pro Tag benötigt werden. Es ist dabei fast unmöglich eine genaue Kalkulation zu treffen. „Too Good To Go“ bietet deshalb eine gute Möglichkeit, diesem Problem entgegenzuwirken. Allerdings können beispielsweise Bäckereien keine genauen Angaben machen ob oder wie viele Hörnchen und Brezeln nicht verkauft werden. So wird am Ende des Tages meist ein Überraschungspaket aus dem Essen, welches noch übrig geblieben ist, zusammengestellt. Die Nutzer können so im Vorfeld je nach Lokalität nur grob abschätzen, um welche Speisen es sich Nachhinein handelt. Dies soll aber auch durch den niedrigen Preis gerechtfertigt werden. Die einzelnen Beschreibungen der Anbieter innerhalb der App sollen zudem das Speisenangebot eingrenzen, falls es bei der Mahlzeitenauswahl nicht genauer definiert.

App kostenlos für Nutzer

Gegründet wurde das Start-Up bereits 2015. Mittlerweile soll es in 13 Ländern weltweit verfügbar sein. Laut Angaben der App-Betreiber sollen dabei schon über 24 Millionen Mahlzeiten vor dem Wegschmeißen gerettet worden sein. Aufgrund dessen sollen rund 60.000 Tonnen CO2 eingespart worden sein. Die App selbst ist für die Nutzer komplett kostenlos. Finanziert werden soll das neue nachhaltige Konzept über Pauschal- und Monatsbeträge der Speisenanbieter pro verkaufter „Essenstüte“. Im Gegenzug soll „Too Good To Go“ für das gesamte Marketing und den Verkaufs- und Bezahlprozess zuständig sein. Neugierige können sich das folgende Video ansehen, in welchem das dahintersteckende Konzept genauer erklärt werden soll.

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56/2019 Der Stix Fresh-Aufkleber soll Obst länger haltbar machen

Dass die globale Lebensmittelverschwendung immer mehr zunimmt, ist kein Geheimnis. Obst und Gemüse wird auch im Haushalt einfach mal vergessen oder beginnt gar unmittelbar nach dem Einkauf schlecht zu werden. StixFresh soll diesem Problem entgegenwirken. Es ist ein einfacher Aufkleber, welcher die Haltbarkeit von Obst um ein wesentliches verlängern soll.

Der sogenannte Sticker „StixFresh“ soll die Haltbarkeit von Obst um bis zu zwei Wochen verlängern. Möglich sein soll das Ganze durch ein Präparat, welches in den Stickern enthalten ist. Dieses soll aus pflanzlichen Stoffen bestehen, welche auch von den Pflanzen selbst produziert werden. Diese Stoffe sollen dann eine Art Schutzmantel um die Frucht bilden, sodass diese länger frisch bleibt. Zudem sollen unabhängige Studien zu dem Ergebnis gekommen sein, dass die Früchte, welche mit StixFresh beklebt wurden, süßer waren. Ebenso sollen die Früchte Feuchtigkeit besser speichern und ihre Zellstruktur erhalten können, wodurch eine matschige Konsistenz verhindert werden soll.

Pflanzliche Stoffe als Schutzmantel

Sogenannte Sekundär-Metabolite sind die Stoffe, welche von den Pflanzen selbst produziert werden, um sich von äußeren Einflüssen zu schützen. Unter anderem sollen Alkaloide, Steroide, Fette und Tannine in diesen enthalten sein. Aus diesen soll der Hersteller eine Formulierung entwickelt haben, welche patentiert ist und Früchte mit einem Schutzschild umhüllen soll. Die Inhaltsstoffe sollen dabei alle natürlich und frei von Chemikalien sein. Zudem sollen keine Stoffe des Aufklebers direkt in die Frucht gelangen.

Bisher für bestimmte Obstsorten geeignet

Bislang soll sich der StixFresh-Aufkleber am besten für Avocados, Äpfel, Orangen und Mangos eignen. Aber auch Zitronen, Sternfrüchte, Papayas, Drachenfrüchte, Birnen und Granatäpfel sollen durch ihn länger haltbar gemacht werden. Ca 45 % des gesamten Obstes und Gemüse soll weltweit im Müll landen. Aber nicht nur der umschwänglichen Lebensmittelverschwendung soll der innovativer Aufkleber entgegenwirken. Es gibt es noch einen weiteren Vorteil, welcher automatisch damit einhergeht. Das vermehrte Wegschmeißen der Lebensmittel kann einen Geldbeutel auf Dauer ganz schön belasten. Bei einer Jahresration StixFresh soll ein einzelner Sticker rund 36 Cent kosten. Je nach Frucht kann sich das Ganze nach kurzer Zeit bereits deutlich rechnen.

Sticker für Gemüse bereits in Planung

Aber auch an der Haltbarkeit von weiterem Obst und auch Gemüse haben die Entwickler bereits ihre Forschungen gestartet. Denn der bisherige Sticker soll nicht auf weiteres Obst und Gemüse ausgelegt sein. Nichtsdestotrotz soll man die Sticker an weiteren Obstsorten ausprobieren können. Neugierige können sich auf der Webseite noch genauer informieren und auch erste Sticker-Pakete sollen bei einer Crowdfunding-Kampagne noch erworben werden können. Folgendes Video zeigt die Wirkungsweise des StixFresh in verschiedenen Vergleichen von Obst mit und ohne Sticker.

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55/2019 Smarte Klingel WUUK: Haustüre auf Smartphone übertragen

Ein kurzes Klingeln soll bereits reichen und man kann überall auf der Welt beobachten, wer vor der eigenen Haustüre steht. Das Ganze soll mithilfe der innovativen Türklingel „WUUK“ und dem eigenen Smartphone möglich sein. Ebenso soll neben vielen weiteren Funktionen eine Live-Übertragung eine Kommunikation mit den Besuchern ermöglichen.

Die smarte Türklingel „WUUK“ besitzt eine Kamera, welche Full High Definition Videos als Hochkontrastbild aufnehmen kann. Zudem soll sie dabei eine Zwei-Wege-Live Übertragung besitzen. Durch diese soll es möglich sein mit den Menschen vor seiner Haustür zu kommunizieren, auch wenn man selbst nicht vor Ort ist. Es soll darüber hinaus die Möglichkeit geben einen Stimm-Verzerrer zu nutzen. Ungebetene Gäste wie beispielsweise Einbrecher sollen so durch eine Live-Durchsage verschreckt werden. Für alle, die nicht selbst sprechen wollen, soll es auch vorgefertigte und automatische Durchsagen geben. Insbesondere Paketzustellern kann so eine Anweisung gegeben werden, wo das Paket platziert werden soll.

Benachrichtigung per Smartphone

WUUK soll aber noch mehr können. Die in der Klingel integrierte Kamera besitzt einen Weitwinkel von 162 Grad und soll auch bei Nacht bis zu fünf Meter weit sehen können. Verbunden ist die smarte Türklingel mit einem Repeater durch ein WLAN-Signal. Passend dazu soll es eine kostenlose App für das eigene Handy geben, wodurch die Antworten an die Besucher gesteuert werden sollen. Ebenso soll ein Bewegungsmelder integriert sein, der in kürzester Zeit das Smartphone alarmieren soll, falls sich eine Person dem Hauseingang nähert. Ein weiteres Highlight scheint auch die automatische Gesichtserkennung von Mitgliedern der Familie zu sein. Werden diese erkannt, soll ebenso eine smarte Benachrichtigung per App erfolgen.

Einfaches Ankleben an Hauswand

Laut Hersteller soll die Installation denkbar einfach sein. Entweder soll man die Klingel mittels eines mitgelieferten Klebepads direkt an die Wand kleben können oder eine Halterung an seine Haustüre schrauben. In diese soll die Klingel ohne Probleme eingesetzt werden können. Beide Befestigungen sollen einen guten Halt bieten. Abgesichert werden soll das Ganze durch einen Diebstahlschutz. Versucht jemand, unberechtigt die Klingel zu entfernen, soll ein lauter Alarmton erklingen und wie nicht anders erwartet, soll eine Benachrichtigung auf dem Smartphone eingehen. Wer sich nun die Frage stellt, wie die Klingel ganz ohne Verkabelung funktionieren soll, dem liefert der eingebaute Akku die passende Antwort. Laut Hersteller soll dieser bis zu acht Monate durchhalten können, bevor er wieder mit dem Ladekabel aufgeladen werden muss.

Wetterfeste Türklingel

Auch Wasser und Temperaturen von +50 bis -20 Grad Celsius soll die WUUK ohne Probleme standhalten können. Ebenso soll eine Speicherkarte in dem mitgelieferten Repeater Aufzeichnungen vom Gesprächspartner speichern. Inwieweit dies die Grenzen einer smarten Türklingel überschreitet, ist fraglich. Interessierte finden auf der Webseite weitere Infos und können die smarte Klingel bereits bestellen. Folgendes Video veranschaulicht die verschiedenen Funktionen noch einmal genauer.

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