Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: verpackung

07/2026 DoPetMe: Wenn der Versandkarton zum Lebensraum wird

DoPetMe zeigt, wie aus einem alltäglichen Versandkarton ein langlebiges Produkt wird. Das österreichische Startup verwandelt Verpackung in modulare Katzenhäuser, die genutzt, erweitert und wiederbestellt werden können. Der Ansatz verbindet Nachhaltigkeit mit Kundenbindung und macht sichtbar, wie durchdachtes Design Abfall reduziert und neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Was passiert mit einem Karton, sobald das bestellte Produkt ausgepackt ist? In den meisten Haushalten ist die Antwort klar: Er landet im Altpapier. Genau an diesem Punkt setzt DoPetMe an. Das Startup hinterfragt nicht nur die Lebensdauer von Verpackungen, sondern auch ihre Rolle im Alltag. Statt Einwegmaterial zu sein, wird der Karton selbst zum Produkt – funktional, nutzbar und emotional aufgeladen durch den direkten Bezug zum Haustier.

Wenn Verpackung selbst zum Problem wird

Der boomende Onlinehandel hat ein stilles Begleitproblem geschaffen: Verpackungsmüll. Besonders im Heimtierbereich werden regelmäßig sperrige Kartons verschickt, die nach wenigen Minuten ihre Existenzberechtigung verlieren. Für umweltbewusste Konsumentinnen und Konsumenten ist das ein Widerspruch, der zunehmend irritiert.

DoPetMe greift diesen Missstand auf und gestaltet Versandkartons bewusst so, dass sie weiterverwendet werden können. Der Karton ist stabiler als herkömmliche Verpackungen, besteht aus mehreren Lagen und ist so konstruiert, dass er ohne zusätzliches Werkzeug in ein Katzenhaus umgewandelt werden kann. Nach dem Auspacken werden definierte Laschen geöffnet, Teile ineinandergesteckt und Öffnungen freigelegt. Innerhalb weniger Minuten entsteht ein Rückzugsort, den Katzen instinktiv annehmen – ein dunkler, geschützter Raum, der ihrem natürlichen Verhalten entspricht.

Der Ablauf: Vom Auspacken zum modularen System

Der besondere Reiz der DoPetMe-Idee liegt im klaren Ablauf. Kundinnen und Kunden erhalten ihre Bestellung in einem Karton, der bereits vorgestanzt und gekennzeichnet ist. Im Inneren befindet sich ein Hinweis mit einem QR-Code. Dieser führt zu einer kurzen Anleitung, die Schritt für Schritt erklärt, wie aus der Verpackung ein Katzenhaus wird.

Nach dem Aufbau bleibt der Karton nicht statisch. Er ist Teil eines modularen Systems. Wer später erneut bestellt, kann ein weiteres Element erhalten, das sich mit dem bestehenden Haus verbinden lässt. Durch seitliche Öffnungen oder Steckverbindungen wachsen Tunnel, zusätzliche Kammern oder erhöhte Ebenen. Für Katzen bedeutet das Abwechslung, für Menschen das Gefühl, etwas Sinnvolles weiterzuverwenden statt zu entsorgen.

Gleichzeitig entsteht ein subtiler Wiederkaufkanal. Der QR-Code verweist nicht nur auf die Aufbauanleitung, sondern auch auf den Anbieter. Der Karton im Wohnzimmer wird so zur dauerhaften Erinnerung an die Marke – nicht als Werbung, sondern als genutztes Objekt im Alltag.

Zwischen Anspruch und Realität

So überzeugend das Konzept ist, es bringt auch Herausforderungen mit sich. Ein Karton, der als Produkt dienen soll, muss deutlich höheren Ansprüchen genügen als eine klassische Verpackung. Stabilität, saubere Verarbeitung und klare Anleitungen sind entscheidend. Wenn Teile reißen oder der Aufbau unklar ist, kippt das positive Nutzungserlebnis schnell.

Auch für Unternehmen, die DoPetMe-Kartons einsetzen möchten, ist der Schritt nicht trivial. Verpackungsdesign, Logistik und Kostenstrukturen müssen angepasst werden. Der Mehrwert entsteht nicht automatisch, sondern nur dann, wenn der Karton wirklich genutzt wird und nicht doch im Müll endet.

Gleichzeitig liegt hier die große Chance. Gelingt es, Verpackung als sinnvolles Produkt zu etablieren, verändert sich die Beziehung zwischen Marke und Kundschaft grundlegend. Der Karton wird Teil des Alltags, sichtbar im Wohnraum, verbunden mit einer positiven Erfahrung für das Tier.

Am Ende steht eine einfache, aber kraftvolle Idee: Dinge länger zu nutzen, indem man sie von Anfang an anders denkt. DoPetMe zeigt, dass Innovation nicht immer Hightech sein muss. Manchmal reicht ein Karton – wenn er klug gestaltet ist und Verantwortung mit Nutzen verbindet.

Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter DoPetMe.

31/2025 And-less: Wie ein Mehrweg-System die Lieferbranche nachhaltiger macht

And-less bringt frischen Wind in die Lieferbranche: Ein innovatives Mehrweg-Geschirr-System des Wiener Start-ups soll die Flut an Verpackungsmüll eindämmen. Der Beitrag beleuchtet, warum diese Lösung dringend nötig ist, wie das System funktioniert und welche Chancen und Herausforderungen es für Gastronomie und Konsumentinnen birgt.

Einwegverpackungen sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken – besonders beim Essen zum Mitnehmen oder Liefern. Doch was schnell und praktisch erscheint, hinterlässt einen riesigen ökologischen Fußabdruck. Tonnenweise landen Kartons, Plastikschalen und Besteck in den Mülltonnen. In Zeiten zunehmender Klimakrise und Ressourcenknappheit drängt sich die Frage auf: Geht das nicht besser? Das Wiener Start-up And-less versucht, genau hier anzusetzen.

Die Idee: Mehrweg statt Müllflut

And-less hat ein Mehrwegsystem entwickelt, das Gastronomiebetriebe und Lieferdienste miteinander verbindet. Kundinnen und Kunden bestellen wie gewohnt bei ihrem Lieblingsrestaurant. Statt der üblichen Einwegboxen werden die Speisen in robusten, spülmaschinenfesten Mehrwegbehältern geliefert. Nach dem Essen können die Behälter entweder direkt dem Lieferdienst beim nächsten Besuch mitgegeben oder an Rückgabestellen – etwa in teilnehmenden Lokalen oder Automaten – abgegeben werden. Der Kreislauf ist damit geschlossen: Die Behälter werden gereinigt und erneut eingesetzt. Das System ist einfach gehalten, um Hürden für die Beteiligten möglichst gering zu halten.

Warum gerade jetzt?

Die Bedeutung solcher Lösungen wird immer deutlicher: Allein in Österreich fallen jährlich mehrere zehntausend Tonnen Verpackungsmüll durch Take-away und Lieferservices an. Gesetzliche Vorgaben auf EU- und nationaler Ebene drängen zur Reduktion von Einwegplastik. And-less trifft hier den Nerv der Zeit. Erste Pilotprojekte zeigen, dass sich das System wirtschaftlich rechnet – oft bereits nach wenigen Monaten Nutzung. Damit wird nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch Betrieben ein finanzieller Anreiz geboten. Gerade kleinere Restaurants können so ein Zeichen setzen, ohne hohe Anfangsinvestitionen stemmen zu müssen.

Chancen und Stolpersteine

Natürlich bringt eine Umstellung auf Mehrweg auch Herausforderungen mit sich. Die Logistik muss funktionieren: Die Rückgabe der Behälter muss für die Kundinnen bequem sein, sonst sinkt die Akzeptanz. Gastronomiebetriebe müssen Lagerkapazitäten einplanen und Abläufe anpassen. Gleichzeitig bietet sich die Chance, das Thema Nachhaltigkeit konkret erlebbar zu machen und das Vertrauen der Kundschaft zu stärken. Wer sich entscheidet, And-less zu nutzen, trägt dazu bei, die Lieferbranche zukunftstauglich zu gestalten – ohne großen Mehraufwand im Alltag.

And-less zeigt, wie aus einer simplen Idee ein nachhaltiges Konzept werden kann. Es macht deutlich, dass es auch in Bereichen, die bislang kaum hinterfragt wurden, großes Potenzial für Veränderung gibt. Ob sich das Modell langfristig etabliert, hängt davon ab, wie konsequent Gastronomie, Lieferdienste und Konsumentinnen zusammenarbeiten. Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter (And-less).

45/2023 Innovation in der Abfallverpackung: Ressourcenschonung im Fokus

Die Puhm GmbH in Niederösterreich hat eine umweltfreundliche Methode entwickelt, um gesundheitsgefährdenden Abfall wie Asbest und Mineralwolle effizient zu verpacken und zu sammeln. Statt teurer neuer Kunststoffe nutzt das Unternehmen recycelte „Big Bags“, um neue Transportbehälter herzustellen. Dies reduziert den Material- und Energieaufwand erheblich.

Die Puhm GmbH aus Niederösterreich hat eine wegweisende Methode entwickelt, um Abfälle effizient zu verpacken und dabei wertvolle Ressourcen zu sparen. Joachim Puhm, der Gründer des Unternehmens, hat sich auf die Wiederverwendung von „Big Bags“ spezialisiert, um eine nachhaltige Alternative in der Abfallwirtschaft zu etablieren.

Von Alt zu Neu: Upcycling von „Big Bags

Statt alte „Big Bags“ nach einmaligem Gebrauch zu entsorgen, werden sie von Reststoffen befreit und zu neuen Transportbehältern umgewandelt. Dieser innovative Ansatz hat insbesondere in der Verpackung und Sammlung von gefährlichem Abfall, wie Asbest und Mineralwolle, Anwendung gefunden.

Umweltbelastung durch herkömmliche Abfallverpackung

Die Bauindustrie neigt dazu, gesundheitsschädliche Abfälle mit neuem Kunststoff zu verpacken, was einen erheblichen Material- und Energieaufwand verursacht. Joachim Puhm betont die Umweltbelastung dieser Praxis, insbesondere bei Materialien wie Asbest und künstlicher Mineralwolle.

Die technologische Lösung: Abfall in Abfall verpacken

Obwohl die Technologie, Abfall in Abfall zu verpacken, bereits vorhanden ist, wird sie in vielen Sektoren noch nicht ausreichend genutzt. Die Puhm GmbH hat eine einzigartige Formel entwickelt, um aus alten, gebrauchten „Big Bags“ neue, große Transportbehälter herzustellen. Dies reduziert den Einsatz von Primärmaterialien erheblich.

Abfall mit Nachhaltigkeit als Leitprinzip

Joachim Puhm, als „Plastik-Experte“, hat eine Marktlücke geschlossen und zeigt, dass Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Diese innovative Herangehensweise an die Abfallverpackung könnte nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch den Weg für eine effizientere Kreislaufwirtschaft im Verpackungsbereich ebnen.

EU-Ziele und Zukunftsausblick

Die Bemühungen der Puhm GmbH könnten auch in zukünftigen EU-Gesetzen Beachtung finden. Bis 2040 ist geplant, die Verpackungsverordnung für Kunststoffe umzustellen, wobei der Recyclinganteil auf 65 Prozent erhöht werden soll. Diese Richtlinie unterstreicht die Bedeutung von Innovationen wie der von Joachim Puhm entwickelten Methode zur Abfallverpackung.

19/2020 Bio-Produkte mit ‚reinem‘ Papier verpackt

In den Regalen im Supermarkt ist zur Zeit fast alles in Plastik verpackt. Dabei verschmutzt Plastikmüll unsere Weltmeere bereits seit Jahren und es ist kein Ende in Sicht. Acht bis zehn Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Meeren.  Naduria will dieses Problem mit ihren zu 100 Prozent plastikfrei verpackten Produkten bekämpfen.

Gesund für Mensch und Umwelt

Naduria bietet in ihrem Sortiment zur Zeit Pasta, Müsli, verschiedene Keime, „Superfoods“ und Proteinpulver an. Dadurch dass Naduria nicht ein Gram Plastik in ihren Verpackungen verarbeitet, sind diese komplett recycelbar und kompostierbar. Sogar die Barriere, die beinahe jede Verpackung hat um die Produkte frisch zu halten, ist nicht aus Plastik. Die meisten Papier-Verpackungen werden hierfür immernoch mit Plastik versehen. Naduria verwendet hier eine pflanzliche Emulsion, die die Haltbarkeit der Produkte gewährleistet, aber trotzdem komplett kompostierbar ist. Außerdem ist ihr ganzes Sortiment ist dementsprechend auch Bio.

Wirklich 100 Prozent Plastik?

Natürlich gibt es aber immernoch ein paar Schwachstellen in ihrer Produktreihe. Diese Probleme adressiert Naduria allerdings auch fair in ihren FAQs und verspricht sie auch so bald wie möglich zu lösen. Ihr größtes Problem zur Zeit, um eine wirklich zu 100% plastikfreie Marke zu werden ist, dass ihre „EINZIGARTIG“-Reihe im Moment doch eine Plastikbarriere benötigt, um das enthaltene Pulver haltbar zu machen. Diese ist zwar soweit es geht reduziert und hierzu gibt es auch noch keine Methode das Plastik komplett zu ersetzen ohne den Inhalt zu gefährden, aber trotzdem leider aus Plastik.

Goji Beeren aus Deutschland?

Hier ist es nicht möglich die Produkte regional zu beziehen. Pflanzen, die in unserem Klima nicht wachsen können, müssen natürlich zu uns transportiert werden. Um trotzdem die Umwelt zu schonen achten sie darauf den minimalen Transportweg mit dem CO2-effizientesten Transportmittel zu haben und die Bauern auch fair zu bezahlen. Des Weiteren kompensieren sie ihre CO2-Emissionen, die durch den Transport entstehen. Außerdem bestehen ihre Verpackungen leider noch nicht aus recyceltem Papier, sondern aus Frischfasern, da es im Moment noch keine Methode gibt komplett recycelte Verpackung mit den nötigen Anforderungen einer Verpackung zu verwenden.

Alles in allem geht Naduria aber in die richtige Richtung. Obwohl ein paar Dinge noch nicht ganz ausgereift sind, werden diese Probleme nicht totgeschwiegen, sondern adressiert und bearbeitet.

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