Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

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67/2025 femergency: Das Startup, das Menstruation alltagstauglicher macht

Das Wiener Femtech-Startup femergency hat ein auf den Menstruationszyklus abgestimmtes „Perioden-Kit“ entwickelt, das individuell per Fragebogen zusammengestellt und pünktlich zur Periode geliefert wird. So verbindet es körperliche und mentale Unterstützung, Wissen über den Zyklus und nachhaltige Produkte – und schafft zugleich Sensibilität für Menstruation.

Menstruation ist für viele Menschen eine Herausforderung – körperlich, emotional, organisatorisch. Das Startup femergency greift dieses Thema aktiv auf und bietet mehr als bloße Hygieneprodukte. Ein auf den individuellen Zyklus abgestimmtes Paket begleitet Personen durch ihre Periode, stärkt sie mental und vermittelt fundiertes Zykluswissen.

Die Herausforderung im Alltag mit dem Zyklus

Viele menstruierende Personen erleben ihre Periode als mehrdimensionale Belastung. Körperliche Symptome wie Krämpfe, Müdigkeit oder Verdauungsprobleme können zusätzlich von starken Cravings oder psychischem Unwohlsein begleitet werden. Zudem gibt es wenig strukturierte Unterstützung, um mit all diesen Facetten umzugehen. Häufig endet Hilfe bei Einwegprodukten, die lediglich den physischen Aspekt abdecken. Gleichzeitig bleibt Zyklusaufklärung oft oberflächlich, und gesellschaftliche Tabus erschweren einen offenen Umgang. Die Folge ist ein Alltag, in dem viele Betroffene ihre Bedürfnisse nicht ernst genommen sehen oder sie selbst nicht einordnen können.

Wie femergency konkret hilft

Femergency setzt bei dieser Lücke an und bietet ein individualisiertes Perioden-Kit, das durch einen kurzen digitalen Fragebogen zusammengestellt wird. Nutzerinnen und Nutzer geben dort an, welche Beschwerden typischerweise auftreten, welche Snacks oder unterstützenden Produkte sie bevorzugen und wann ihre nächste Periode erwartet wird. Auf dieser Basis wird das persönliche Kit gepackt – und exakt zum passenden Zeitpunkt geliefert.

Im Paket befinden sich beispielsweise stärkende Snacks, Wärmepflaster, beruhigende Pflegeprodukte oder Items, die bei Unterleibsschmerzen oder Verspannungen helfen. Ergänzt wird dies durch leicht verständlich aufbereitete Informationskarten, die den Zyklus erklären und praxisnahe Tipps geben. Wer das Angebot im Abo nutzt, kann die Inhalte von Zyklus zu Zyklus anpassen, etwa wenn sich Beschwerden verändern oder neue Bedürfnisse entstehen.

Neben dem Kit bietet femergency auch nachhaltige Periodenprodukte wie Periodenunterwäsche, wiederverwendbare Einlagen oder Menstruationsdiscs an. Man kann diese Produkte separat bestellen oder als Ergänzung zum Kit nutzen. Darüber hinaus bringt das Startup das Thema aktiv in die Öffentlichkeit – etwa über Eventformate oder Mitmachstationen, die Menstruation sichtbarer machen und ein neues Verständnis für Zyklusgesundheit fördern.

Hürden und Perspektiven

Wie viele junge Unternehmen steht femergency zugleich vor organisatorischen und strukturellen Herausforderungen. Personalisierte Kits bedeuten höhere Produktions- und Logistikkosten. Nachhaltige Materialien und kleine Chargen sind teurer als Massenware, und ein verlässlicher Zykluskalender erfordert präzise Abläufe, damit Lieferungen tatsächlich im richtigen Moment eintreffen. Zudem erfordert Aufklärungsarbeit Zeit und Aufmerksamkeit, da Zykluswissen noch immer kein gesellschaftlicher Standard ist.

Gleichzeitig eröffnet das Konzept enorme Chancen. Die starke Personalisierung ermöglicht eine Form der Unterstützung, die viele Menschen bislang nicht kannten: ein Paket, das exakt das liefert, was in der jeweiligen Zyklusphase hilft. Durch die Verbindung aus Wissen, praktischer Hilfe und nachhaltigen Produkten stärkt femergency die gesundheitliche Selbstbestimmung. Auch die Übertragung des Modells auf weitere Lebensphasen – etwa Perimenopause oder Wochenbett – birgt Potenzial. Ebenso denkbar ist der Einsatz der Kits in Unternehmen oder Schulen, wo sie zur Sensibilisierung und als konkrete Unterstützung dienen könnten.

Am Ende steht ein Konzept, das mehr ist als eine Produktidee: femergency setzt ein Zeichen dafür, dass Zyklusgesundheit sichtbar, sprechbar und unterstützenswert ist – und dass eine Periode nicht länger ein logistischer oder emotionaler Ausnahmezustand sein muss. Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter femergency.

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52/2023 Bahnbrechende Blutfilterbrille soll Einsätze von Feuerwehrmännern erleichtern

Die von Martin Jahr entwickelte Blutfilterbrille lässt Blut schwarz erscheinen und hilft Feuerwehrleuten damit, verstörende Bilder bei Einsätzen zu mildern. Zurzeit sind 300 dieser Brillen im Einsatz und werden auch bei Unfallen genutzt, um Beteiligte psychisch zu schützen.

Die diesjährige Feuerwehrmesse „Florian“ in Dresden erfreute sich eines beeindruckenden Besucherandrangs, mit insgesamt 30.000 Menschen, die sich versammelten, um die neuesten Entwicklungen in der Branche zu erleben. Unter den zahlreichen Ausstellern ragte Martin Jahr, ein Feuerwehrmann und Erfinder, besonders heraus. Er präsentierte seine neueste Innovation, die weltweit erste „Blutfilterbrille“, die dazu dient, traumatische Erlebnisse von Einsatzkräften zu mildern.

Die bahnbrechende Blutfilterbrille

Die „Blutfilterbrille“, entwickelt von Martin Jahr, gleicht äußerlich einer Fahrradbrille, verfügt jedoch über speziell getönte Kunststoffgläser in Blau. Diese Gläser sind so beschichtet, dass sie rote Farben als Schwarztöne wiedergeben. Die Brille ist für Einsatzkräfte und Ersthelfer gedacht, um die Wirkung verstörender Bilder bei Einsätzen zu mildern. Durch die Brille erscheint Blut nicht mehr in Rot, sondern nur noch in Schwarz, während alle anderen Farben unverändert bleiben.

Einsatzkräfte, die die Blutfilterbrille ausprobierten, zeigten sich beeindruckt von ihrer Wirkung. „Stimmt, das sieht nicht mehr wie Blut aus, sondern eher wie verkohltes Holz“, bemerkte einer der Männer, der selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig war. Ein anderer Kollege fügte hinzu: „Das ist ja toll!“ und betrachtete die Messehalle, in der die roten Hemden seiner Kollegen plötzlich in Lila erschienen.

Die bewegende Geschichte hinter der Erfindung

Die Idee zur Blutfilterbrille kam Martin Jahr vor vier Jahren, nach einem belastenden Einsatz, bei dem er einen Mann aus einem Wald retten musste, der sich dort erhängt hatte. Obwohl bei diesem Einsatz kein Blut floss, plagten ihn traumatische Gedanken und schlaflose Nächte. Die Sorge seiner sechsjährigen Tochter über seinen Zustand inspirierte ihn, nach einer Lösung zu suchen.

Die Verbreitung der Blutfilterbrille

Die Blutfilterbrille, die Martin Jahr „Rubi“ nach seiner Tochter benannte, ist mittlerweile patentiert und wird bereits von etwa 300 Einsatzkräften in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt. Sie dient nicht nur Einsatzkräften, sondern auch Ersthelfern, die oft mit solchen Situationen konfrontiert sind.

Wissenschaftliche Bestätigung der Wirksamkeit

Aktuell führen die Technische Universität Dresden und die Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer eine Studie zur Wirksamkeit der Blutfilterbrille durch. Dies soll dazu beitragen, die positiven Effekte der Brille wissenschaftlich zu belegen.

Martin Jahr plant die Einführung einer speziellen Blutfilterbrille für Kinder namens „Karl“ im nächsten Jahr, um noch mehr Menschen bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse zu unterstützen. Die Nachfrage nach dieser innovativen Technologie ist groß, und die „Florian“-Messe hat bewiesen, dass sie auf großes Interesse stößt.

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