RAKETENSTART

Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Seite 31 von 36

51/2015 Geheimniskrämerei um griechische Innovation

Wir waren uns nicht sicher, ob unser Innovations-Fundstück die Nummer 51 im Jahr 2015 werden könne. Da sich hier auf Raketenstart Kreative wie Investoren ein Stell-Dich-ein geben sollen, haben wir uns dafür entschieden. Der Bericht stammt immerhin aus dem Handelsblatt.

Mal was ganz Anderes von uns in Sachen – auch publizistische – Kreativität: Bei der völlig im Dunkeln gehaltenen Innovation eines kretaer Erfinders handele es sich um so etwas wie eine kleine Revolution. Ein Herr Vasilis Tsoulis habe eine “schlichte und geniale Erfindung” in der Schublade, die aber so streng geheim sei, dass darüber nicht berichtet werden könne, so der Macher. Wir halten uns also fast daran. Herr Tsoulis sucht nun Venture Capital das es ihm ermögliche, seine “Idee” in Serie herzustellen. Seine Prognose: Die Innovation werde sich global vertreiben lassen. Einzig die Krise sei schuld, dass es derzeit nicht voran ginge in der Sache.

Das Web-Fundstück stammt aus dem Handelsblatt, hier kann man die indifferente Sache nochmal genauer nachlesen. Handelsblatt über eine geheime, griechische Innovation. Hier gibt’s ggf. auch den Kontakt zu Herrn Tsoulis.

Anmerkung: Schon schrill, wie leicht man in die Presse kommen kann. “Ich hab das was Cooles, was es ist sag ich aber nicht, ist streng geheim. Brauche Investoren.

50/2015 Innovation: Die Lüftungs- & Klimaanlage ohne Zugluft

Räume automatisch belüften, aber ohne störende Zugluft: das Phänomen, das man vor allem von Auto-Klimaanlagen kennt, könnte durch die Innovation zweier Baden Württemberger Erfinder der Vergangenheit angehören. Ein System antizyklischer Luft-Strömungen sorgt für eine “chaotische” Verteilung der Luft.

Bei der Belüftung bzw. klimatischen Optimierung von Räumlichkeiten pulst klassischerweise ein Luftstrom dauerhaft und gleichgerichtet durch Auslassventile. Die Folge ist eine wie auch immer ausgerichtete Luft-Strömung. Als negativ wird hierbei analog dem klimatisierten Auto der statische Luftstrom empfunden.

Zwei Erfinder aus BW haben sich nun diesem Problem der so empfundenen Zugluft angenommen und eine alternative Anlage entwickelt. Durch unregelmäßig wechselnden Austritt der Luft und bewegliche Steuermittel verändert sich der Luftstrom ständig. So wird eine chaotische, aber im Sinne der Innovation freilich sinnvoll-bessere Durchmischung der Raumluft erreicht. Das Zugluft-Risiko wird auf diese Art auf ein Minimum reduziert. Menschen im Raum empfinden nur noch den Temperatur-Unterschied, nicht aber die Luftströme. Darüber hinaus werden Energiekosten ein gespart, die Anlage als solche braucht keinen Strom. Das Modul kann ebenso in neuen Anlagen verwendet oder an vorhandenen Luftauslässen nachgerüstet werden.

49/2015 Dynamisches Exoskelett lässt Gelähmte wieder laufen

Auf einer Messe im französischen Lyon wurde jetzt eine hochdynamische Gehhilfe vorgestellt, die Behinderte wieder laufen lässt. Die Erfindung einiger russischer Studenten der Robotertechnik der staatlichen Universität Moskaus wird von dem in dem Zuge gegründeten Startup ExoAtlet vermarktet.

‘Steh auf’, sagte einst Jesus zu einem Gelähmten, ‘nimm deine Decke und geh nach Hause. Du bist
gesund!’. So die Sage aus der Bibel, die als Wunder gewertet wird und einen behinderten Mann wieder laufen ließ. Weniger ein Wunder als vielmehr klassische Ingenieurskunst vom Feinsten ist die Innovation einer Gruppe russischer Studenten, die auf der Messe Innorobo 2015 in Lyon ihr Exoskelett vorstellten. Mit der außergewöhnlichen Gehhilfe der Firma ExoAtlet wird Menschen mit eingeschränkter Funktion der Beine wieder zum einigermaßen normalem Laufen verholfen. Einsatzbereiche, so eine Presseerklärung sind Lähmungen, die nach Gehirnschlag, Schlaganfall oder Rückenmarks-Verletzungen auftreten. Aber das sollten Sie sich im Bilde ansehen, lieber Leser:

48/2015 Erfindung für die Bierkrug-Hygiene hilft auch dabei das eigene Trink-Gefäß zu erkennen

In bayerischer Mundart “Biaring” wurde der farbige Schutz für den oberen Rand von in erster Linie Maßkrügen getauft. Das für Hygiene und Wiedererkennung des eigenen Glases sorgende Utensil soll nun das Oktoberfest revolutionieren.

Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob das Glas in Reichweite nun das eigene oder das des Gegenübers ist. Dieser Mißstand war den kreativen Köpfen Pedja Dimitric und Mainhard Lösch genug Dorn im Auge den Biaring zu erfinden. Die in unterschiedlicher Farbe oder auch persönlichem Branding erhältliche Umrahmung des Trinkrandes wird am eigenen Gefäß angebracht. Die Innovation ließ der von Berufs Wegen als Wirt angetretene Mainhard Lösch über einen längeren Zeitraum von seinen Stammgästen testen, bis er einer Presseinformation zufolge einwandfrei funktionierte. Auch wenn der Biaring aufgrund unterschiedlicher Passformen der nicht einheitlich genormten Krüge noch nicht zwingend überall passe – man sei auf einem guten Weg, so die Macher. Das anstehende Oktoberfest soll die Feuerprobe werden.

Seit rund sechs Wochen ist der Biaring auch markenrechtlich geschützt. Der spülmaschinenfeste Plastikring wird in Bayern hergestellt, das war den pfiffigen Riedmosern wohl auch wichtig. Unternehmen können den Biaring online bestellen oder als Werbeträger illustrieren lassen. Weitere Informationen online unter Der Biaring soll das Oktoberfest 2015 rocken.

47/2015 Durchsichtiger Lkw soll wirksam Unfälle verhüten

Eine im Führerhaus von Lastkraftwagen integrierte Kamera soll künftig Unfälle vermeiden helfen. Das vorne empfangene Bild von der Verkehrslage vor dem Lkw wird dabei von dem System auf die Rückseite des Lasters als Livebild projeziert.

Man hat es sich schon hin und wieder auf der Autobahn gewünscht: “Ach, könnt ich doch durch diesen Laster durchschauen.” Zur Abschätzung von Verkehrsaufkommen, allem voran aber zur Einschätzung der Brems-Wahrscheinlichkeit des vorausfahrenden Lastkraftwagens. Dieser Wunsch kann schon bald Wirklichkeit werden, glaubt man den Verlautbarungen der Boulevard-Zeitung Blick. In Argentinien, wo aufgrund sehr vieler einspuriger Straßen durchschnittlich pro Stunde ein tödlicher Unfall passiert, hatte jetzt ein Innovativer die smarte, Lastwagen in diesem Sinne sinnvoll auszustatten.

Auf der Rückseite von Trucks könnten vier Monitore für die Rückführung solch drastischer Unfallzahlen sorgen. Die vorne integrierte Kamera zeige die Verkehrssituation vor dem Lastwagen. So sehen dann Pkw-Fahrer hinter dem Lastwagen, ob Überholen Sinn macht oder nicht. Ob diese Idee sich durchsetzt – wir sind skeptisch. Alleine weil die Gefahren falscher Bilder gegeben sind und ein sich einhundert-prozentiger Schutz nie gewährleiste.

46/2015 Seniorenhilfe über ausgeklügeltes Sensoren-System

Iocare heißt ein neues Sensoren-System, das über ein spezielles Bewegungs-Monitoring zum Beispiel einen bewusst alleine lebenden Senioren oder eine Seniorin im positiven “überwachen” kann. Über typische Bewegungsprofile, die Iocare interaktiv lernt, werden zum Beispiel einem Angehörigen über ein installiertes Ampel-System Veränderungen zu betreuender Menschen angezeigt.

Die Not war die Mutter der Erfindung, als ein Ingenieur mit einer Angehörigen konfrontiert war, die trotz einer gewissen Betreuungs-Notwendigkeit partout zu Hause leben wollte. Die beiden wohnten viele Kilometer auseinander und eine “Überwachung” konnte und sollte nicht realisiert werden. Die Idee: Im Haushalt der allein lebenden Person könnten einige unauffällige Lichtsensoren aufgestellt werden, die den wichtigsten Bewegungsbereich der Wohnung abdeckten. Ohne Ton- oder Videoaufnahmen könnte dieses Sensoren-System binnen 30 Tagen die typischen Bewegungs-Routinen der zu betreuenden Person “erlernen”. Ein ständiger, computergesteuerter Abgleich mit üblichen Bewegungsmustern, könnte so “Zustandsinformationen” generieren. Diese wiederum würden zeitgleich an ein Empfänger-Modul im Haushalt des Betreuers geschickt. Die Idee war geboren …

Umsetzung der Idee: Bei einem Betreuer wartet in der Folge eine kleine Farbleuchte, die über ein einfaches Ampelsystem funktioniert. So wird schnell und klar visuell erkennbar, ob bei der zu betreuenden Person alles wie gewohnt läuft: Dokumentation durch grünes Leuchten. Ob es moderate Abweichungen von der Norm gibt, das heißt gelbe Reaktivität. Oder ob es starke Abweichungen gibt, was durch eine rote Leuchte angezeigt wird. Die verantwortlichen Angehörigen haben so die Chance sich über einen klärenden Anruf Klarheit zu verschaffen. Durch den Service kann man so 24 Stunden am Tag in Echtzeit erfahren, inwieweit alles in Ordnung ist bei der Zielperson. Die Macher suchen noch frewillige Betatester, die das Gerät ausprobieren und durch konstruktive Kritik an der Verbesserung mitarbeiten. Wer sich das mal näher ansehen möchte oder mitmachen will, hier entlang: Iocare – 24 Stunden Klarheit über zu betreuende Angehörige, die weit weg wohnen.

45/2015 Innovativ: Neue Geldbörse mit Münz-Ordnungs-System

Ein neue, innovative Geldbörse soll Schluss machen mit dem Kleingeld-Ertasten im Blindflug. Das patentierte Portemonnaie namens EiMix stammt aus dem fränkischen Aschfeld und bietet ein integriertes Münz-Ordnungs-System.

“EiMix” hat der mainfränkische Erfinder Sven Palme seine neue Geldbörse getauft. Und er ist sicher, damit einen gesellschaftlichen Nerv zu treffen. Ganz besonders seit der Euro-Umstellung kennt jeder aus dem Supermarkt die langwierigen Suchprozesse, wenn es um Kleingeld geht. Zehn-, 20- und 50-Cent-Stücke ähneln sich wie Zwei- und Fünf-Cent-Münzen. Und auch ein und zwei Euro sind schwer zu unterscheiden. EiMix ist nun das Portemonnaie mit integrierter Sortierfunktion. Das Suchen hat damit ein Ende, denn alle Münzen präsentieren sich dem Geldbeutel-Öffner geordnet in Reih und Glied.

So einfach wie das Öffnen einer CD-Box sei es Dank EiMix seine Münzen über Spezialverschluss zu ordnen und zu entnehmen. Ein weiterer Vorteil bestehe darin, so Palme in einer Pressemitteilung, dass der Geldbeutel nicht mehr so dick werde, da die nebeneinander angeordneten Münzen ein flaches Design zeitigen. EiMiX sei bereits mit dem deutschen Lederwarenpreis ausgezeichnet worden, so Sven Palme. Die neue Geldbörse werde, so Palme, den Bezahlvorgang an den Kassen dieser Welt revolutionieren. Interessierte können sich weiter informieren über EiMix oder die neue Geldbörse ab sofort im Onlineshop unter EiMix – die innovative Geldbörse mit Münzordnung bestellen.

44/2015 Intelligenter Akku soll global satt Strom sparen

Ein Finne stellte jüngst einen intelligenten, sich selbst an- und abschaltenden Akku vor. Asmo Saloranta begegnet damit einem weltweiten, ökologischen Problem: nämlich dem, dass sich Akkus, wenn sie gerade nicht mehr laden oder gar dauerhaft in der Steckdose verweilen, massiv Strom vergeuden.

Aus der Not geboren sei seine Innovation, so der Finne Asmo Saloranta, der an das abgebrannte Haus seiner Schwiegereltern zurück denkt. Aufgrund eines Kurzschlusses war damals ein Feuer ausgebrochen, verursacht vom Ladegerät eines Mobiltelefons. Die Idee zum “Asmo Charger” war geboren, dem laut Pressemitteilung weltweit ersten, voll automatische Ladegerät, das im Standby keine Energie braucht. Darüber hinaus bzw. wohl gerade deshalb sei das Gerät feuersicher. Nutzer des in Kürze weltweit in Vertrieb gehenden Geräts können sich sicher sein, so die Macher: den Asmo Charger kann man in der Steckdose lassen. Er verbraucht keine unnötige Energie bei Nicht-Nutzung oder 100-Prozent Ladezustand angeschlossener Geräte. Die Projekt-Idee wurde über Crowd Funding platziert und war binnen weniger Stunden finanziert. Über die ggf. Hersteller übergreifenden Einsatzmöglichkeiten können wir an dieser Stelle nichts sagen.

Wer sich für einen deutschen Vertrieb interessiert, kann sich auf der Website näher kundig machen: Asmo Charger.

43/2015 Intelligente Prothesen, die Gefühl zurück geben

In Wien wurde diese Woche eine Beinprothese vorgestellt, die alles bisherige dieser Art in den Schatten zu stellen scheint. Deren Träger erhalten über Sensoren an der Prothese, die mit Nervenbahnen gekoppelt werden, Gefühl für die Bodenverhältnisse und sogar Temperatur zurück.

Manchmal stolpert man über Innovationen, die glücklich machen. Der Verlust von Armen oder Beinen gehört wohl zu den schlimmsten Entbehrungen von Menschen. Insofern sind Lösungen in diesem Bereich, welche die Situation für Betroffene verbessern nicht nur sozial sondern einfach wie ein wundervoller Dienst an der Gesellschaft. So wurde jetzt in Wien der Prototyp einer Beinprothese vorgestellt, der seinem Träger das Gefühl in den Füßen zurückgibt und so eine neue Qualität der fast normalen Fortbewegung im Alltag ermöglicht. Über die per Sensoren getriggerten Nervenbahnen kommt ein Impuls direkt ins Gehirn. Der Nutzer solcher “intelligenter” Prothesen muss nun einfach lernen die ankommenden Signale richtig zu interpretieren. Aufgrund der enormen Anpassungsfähigkeit des menschlichen Organismus ein ganz natürlicher Vorgang. So können mit ein wenig Übung Boden-Beschaffenheit und sogar Temperatur-Veränderungen gefühlt werden.

Maßgeblich beteiligt sind die Initiatoren Hubert Egger mit seinem studentischen Team der FH Oberösterreich. Eggert konstatiert in einem Interview, dass es eigentlich ganz einfach sei. Seine Apparatur liefert über einfache Drucksensoren Informationen an Nerven. Das Gehirn muss dann nur noch lernen und das sei eine Sache der Übung. Bis Marktreife seien noch jede Menge Tests und Entwicklungen notwendig, aber die Vision ist freilich eine Gigantische. Durchschnittlich sprechen wir nachdem ein Produkt entwickelt ist noch einmal von weiteren vier bis fünf Jahren bis Medizin-Behörden ihr okay geben. Die Angaben gelten hier derzeit für das Ursprungsland der smarten Prothese, Österreich. Unsere Quelle ist die österreichische Boulevard-Zeitung Krone.

42/2015 Interaktive Flasche überwacht Trinkgewohnheiten

HidrateMe heißt eine innovative Trinkflasche, die gerade über Crowdfunding finanziert werden soll. Die Smartphone gesteuerte Flasche erinnert ihre “Halter” per Aufglimmen daran, regelmäßig Flüssigkeit aufzunehmen. Stand 8. Juni 2015 sind mit rund 2.500 Unterstützern statt der gewünschten 35.000 bereits 193.500 Dollar eingegangen.

Trinken ist eine der wichtigsten Tätigkeiten von Lebewesen. Die wenigsten Organismen können biologisch überleben, wenn sie sich nicht regelmäßig und häufig mit Flüssigkeit versorgen. Auch wenn sich die meisten Menschen dieser Banalität bewusst sind. Viele vergessen schlicht und ergreifend, dass Trinken neben frischer Luft und Bewegung die beste Gesundheitsvorsorge ist. Diesem “globalen Engpass” der Trink-Vergessenheit nahm sich jetzt ein Erfinderteam an und entwickelte eine über Smartphone zu steuernde Trinkflasche. Der multifunktionale Behälter überwache gewissermaßen das Trinkverhalten von Nutzern. Erinnert wird an das lebensnotwendige Ritual per glimmendem Lichtsignal.

Die neue Trinkflasche HidrateMe misst konsequent den täglichen Wasserkonsum und gleicht diese Daten über eine App ab. Ermittelt werden der Standort des Nutzers, Temperatur und Luftfeuchtigkeit und eine anzusetzende Trinkmenge. Die Macher sprechen von Preisen zwischen 39 und 45 US-Dollar pro Flasche. Interessierte können sich in der Launch- bzw. Finanzierungs-Phase über smarte Bundles und Early-Bird-Verhalten Schnäppchen sichern. Wer da jetzt Blut, äh Wasser geleckt hat: hier ein einführendes Video zu HidrateMe:

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2019 RAKETENSTART

Theme von Anders NorénHoch ↑

Zur Werkzeugleiste springen