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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: Nachhaltigkeit

75/2020 Saatgutkonfetti für die nächste Party

Es ist bunt. Klein. Und wird zu allen möglichen Anlässen in die Luft geworfen. Richtig, die Rede ist von Konfetti. Das gibt es jetzt auch in umweltfreundlich, dank einer Firma aus Kassel.

Zu Karneval sieht man sie überall. Kleine, bunte Papierschnipsel, auch als Konfetti bezeichnet. Aber auch auf Kindergeburtstagen oder auf Hochzeiten werden diese kleinen Dinger gerne mal mit einer Konfettikanone in die Luft geschleudert. An sich auch eine spaßige Angelegenheit. Die Ernüchterung kommt danach. Denn mit den kleinen Schnipsel häufen sich Berge von Müll an. Und dieser besteht nicht nur aus Papier, sondern trägt auch teilweise Plastik in sich. Also ganz und gar nicht nachhaltig. Dass man aber nicht unbedingt auf die fliegenden Schnipsel verzichten muss und der heimischen Umwelt sogar noch etwas Gutes tun kann, hat die Firma Saatgutkonfetti aus Kassel möglich gemacht. Sie haben nämlich das gleichnamige Produkt Saatgutkonfetti auf den Markt gebracht.

Für mehr Biodiversität

Das in einer kleinen Produktionshalle in Kassel erzeugte Konfetti ist nicht nur kompostierbar. Es bringt selbst neues Leben hervor. Die kleinen Schnipsel werden nämlich mit Pflanzensamen angereichert. Diese werden von Hand aus der freien Natur gesammelt, allerdings nicht mehr als nötig. Denn so können sich die Pflanzen vor Ort noch natürlich weiter vermehren. Als Träger dient eine Stärkemischung mit natürlichen Farben. Diese macht das Konfetti dann auch letztendlich zum Konfetti.

Ziel von Philip Weyer und Hannah Hartmann, den Gründern von Saatgutkonfetti,  ist der Erhalt der Biodiversität, vor allem im urbanen Raum. Deshalb steht auch eine riesen Auswahl an Saatgutarten für das Konfetti zur Verfügung, um genau zu sein ganze 26 Stück. Von Kräutern wie dem Frühlingsfingerkraut bis zu Blumen wie dem Duftveilchen ist alles dabei. Und das coole. Alle Saatgutarten sind Lichtkeimer, müssen also nicht vergraben werden. Zudem treiben die verschiedenen Arten zu unterschiedlichen Zeiten und klimatischen Verhältnissen. Auf diese Weise kann man sicherstellen, dass zu jeder Jahreszeit aus dem Konfetti auch tatsächliche Pflanzen hervorgehen. Einige der verwendeten Pflanzenarten benötigen sogar Frostperioden, um später zu keimen. Also auch an Silvester darf gerne mit Saatgutkonfetti gefeiert werden. Das wichtigste aber…die verschiedenen Pflanzenarten dienen einigen Arten von Wildinsekten als Heimat und Nahrungsquelle. So wird auch die Biodiversität in der heimischen Tierwelt bewahrt. Und jetzt natürlich der Punkt, auf den ihr alle gewartet habt. Natürlich können die bio-zertifizierten, bunten Schnipsel auch noch hervorragend fliegen. Und zwar so gut, dass, wenn sie in ein Blumenbeet gepflanzt werden sollen, auch ordentlich angedrückt werden müssen, damit sie nicht weg fliegen. Kein Wunder, dass Saatgutkonfetti 2019 den Preis beim Green Concept Award abräumen konnte.

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68/2020 Ecosia: Baumpflanzende Suchmaschine

Der CO2-Fußabdruck einer durchschnittlichen Suchanfrage wird auf 0,2 Gramm geschätzt. Das trifft bei Ecosia nicht zu. Warum erzählen wir dir jetzt!

Suche im Web und pflanze damit Bäume, indem du statt Google einfach Ecosia nutzt. Denn diese verwenden ihre Einnahmen aus den Suchanfragen, um Gutes für Umwelt und Menschheit zu tun. Das funktioniert so: Die 2008 nach einer Weltreise gegründete grüne Suchmaschine generiert mit einer durchschnittlichen Suchanfrage einen Umsatz von ca. 0,005 €. Eine Baumpflanzung kostet ca. 0,25 € und ist somit mit jeder 50ten Suchanfrage möglich. Die bereits 15 Mio. aktiven Nutzer konnten auf diese einfache Art und Weise schon ermöglichen über 114 Mio. neue Bäume zu pflanzen. Ecosia bietet Nutzern außerdem drei entscheidende Vorteile gegenüber anderen Suchmaschinen. Sie agieren zu 100% transparent. Jeder kann in den monatlichen Finanzberichten die Verwendung der Einnahmen nachverfolgen. Ecosia ist mehr als CO2-neutral. Mit eigener Solaranlage werden die Server betrieben und mit jeder Suchanfrage wird der Atmosphäre ca. 1kg CO2 entzogen. Außerdem verkauft die grüne Suchmaschine keine Daten an Werbende und anonymisiert alle Suchdaten innerhalb einer Woche.

Wo werden die Bäume gepflanzt?

Grundsätzlich gilt, dort wo sie am meisten gebraucht werden. Das sind mittlerweile über 9000 Orte, in denen einst Bäume auf natürliche Art und Weise wuchsen, aber leider gerodet wurden. Vor allem deswegen setzt Ecosia auf die Pflanzung von einheimischen Baumarten. Zumal sich diese in der Gegend bewährt haben und um die vorherige Naturlage wiederherzustellen. Unterstützt werden mehr als 20 Projekte in 15 Ländern – Peru, Brasilien, Haiti, Indonesien usw. Genauer gesagt sucht sich Ecosia gezielt Biodiversitäts-Hotspots aus. Dies sind besonders bedrohte Gebiete mit einer Vielzahl an seltenen Arten – mindestens 1.500 Spezies einheimischer Pflanzen und diese wurden schon zu mind. 70% zu Nichte gemacht. Weltweit gibt es 35 solcher Hotspots, die zwar nur 2,3% unserer Erde ausmachen, aber trotzdem für mehr als die Hälfte aller Pflanzenarten und 43% aller Tiere, die nirgendwo sonst zu finden sind, den Lebensraum darstellen.

Wieso Bäume?

Bäume sind die Superhelden unserer Erde. Sie schaffen es, aus kargem wieder fruchtbaren Boden zu machen und sie entziehen der Luft über ihr Leben von ca. 15 Jahren jeweils 50kg CO2. Die Baumpflanzprojekte tragen zur Wiederbelebung von Gemeinschaften bei und holen Menschen aus der Armut heraus. Nicht zuletzt wird durch Bäume die Artenvielfalt gefördert und verbessert.

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62/2020 Covestro macht aus CO2 wichtigen Rohstoff

Erdöl wird über kurz oder lang knapp. Keine Ahnung, ob wir das noch miterleben oder nicht. Covestro sorgt jetzt schon vor mit ihrem erdölersetzenden Rohstoff aus CO2.

Kohlenstoffdioxid (CO2) – ein heute eher negativ behafteter Begriff. Es wird in unglaublich großen Mengen vor allem von der Industrie in unsere Atmosphäre geblasen. Oft ist die Rede von einem klimaschädigenden Abgas. Es kann allerdings auch richtig was. Aus dem Treibhausgas lässt sich ein sehr wichtiger Rohstoff herstellen. Vorreiter und Entwickler ist Covestro, ein deutscher Werkstoffhersteller. Das Unternehmen entwickelte in Verbindung mit der RWTH Aachen ein revolutionäres Verfahren, wobei mithilfe von CO2 hochwertige und nachhaltigere Kunststoffe hergestellt werden können. Dabei handelt es sich um einen innovativen Katalysator. Für ihre Errungenschaft erhielten sie übrigens schon mehrfach Auszeichnungen.

Innovativer Durchbruch namens Cardyon

Bisher mussten bei der Handhabung mit Kohlenstoffdioxid große Mengen Energie zugeführt werden, sodass es sich bewegt und in seiner chemischen Struktur verändert werden kann. Also das komplette Gegenteil von nachhaltigem Agieren. Mit dem erfundenen Katalysator von Covestro kann dieser Prozess nun vereinfacht und um Welten nachhaltiger gemacht werden und im Zuge dessen CO2 auf sinnvolle Art und Weise genutzt werden. Hergestellt in Dormagen kommt der nachhaltige Rohstoff namens Cardyon heraus. Mit ihm lässt sich bis zu 20% Erdöl in Plastik und Kunststoff ersetzen. Der neue Rohstoff tut Gutes, indem er den Anteil von Kohlendioxid in der Luft reduziert. Die Quelle für dieses bietet nämlich der Abgasstrom aus einem Chemiebetrieb, der Nachbar von Covestro ist. Da es nach seiner Verarbeitung chemisch fest gebunden ist, kann es auch nachträglich nicht mehr in die Luft entweichen.

Raus aus der Luft, rein in unsere Produkte

Covestro konnte mit seinem Cardyon schon einiges bewirken. So geht mittlerweile sogar Schlafen und Laufen auf dem sonstigen Treibhausgas. Angefangen hat das Unternehmen mit der Produktion von Schaumstoff für Matratzen. Als nächstes fanden sie die Verwendung in Sportböden, und zwar als Zutat für ein Bindemittel für diese. Als nächstes stehen nun leistungsstarke Fasern als Allround-Talent auf der Marktreife-Liste. Wir werden sehen, was in Zukunft noch alles aus dem sonst so verrufenen Gas hergestellt werden kann.

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59/2020 Everdrop: Nachhaltiges Putzen

Tschüss Plastik! Hallo nachhaltiges Putzen! Mit Everdrop können wir jetzt endlich auch beim Reinigen unserer vier Wände das Plastik verbannen.

Kein Wunder, dass das Unternehmen Everdrop für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 nominiert ist. Kann man doch mit der Benutzung ihrer Putzmittel und mittlerweile auch Waschmittel eine Menge an unnötigen Plastikverpackungen einsparen. Sogar 93%. Und das funktioniert so: 500ml Wasser in eine bereits im Haushalt vorhandene Sprühflasche oder eine passende stylische Everdrop Flasche füllen, einen Tab reinschmeißen und zack kann der nachhaltige Putzspaß schon losgehen! 100% kraftvolle Reinigung garantiert, auch noch nach sechs Monaten. So wird sogar 77% weniger CO2 als bei herkömmlichen Reinigungsmitteln in unsere Luft ausgestoßen, da kein Wasser transportiert werden muss. Und jeder Tab spart eine Plastikflasche. Durch Everdrop konnten so bereits schon über 1,3 Millionen Wegwerfplastikflaschen eingespart werden.

Everdrop ist 100% umweltfreundlich

Ja, das ist Everdrop bezüglich ihrer Verpackungen und ihrer Produkte. Die Tabpackungen bestehen aus Altpapier und sind frei von sämtlichen Kunststofffolien, Fluorocarbonen, chlorierten Kohlenwasserstoffen und optischen Aufhellern. Die passenden Flaschen bestehen zu 100% aus recyceltem PET – ausgenommen die Sprühköpfe. Sie halten theoretisch ein Leben lang, sollten sie allerdings doch entsorgt werden, können sie ebenfalls wieder recycelt werden. In den Tabs selbst sind nur Stoffe enthalten, die auch wirklich notwendig und natürlich umweltschonend sind, u.a. Zitronensäure und ätherische Öle. Diese gibt es für drei verschiedene Anwendungsbereiche. Der blaue Tab als Glasreiniger, der rote als Badreiniger und der grüne als Küchenreiniger. Alle sind sehr leistungsstark in ihrer Wirkung und somit perfekt für das alltägliche Putzen. Dabei bleibt alles tierversuchsfrei, 100% vegan und in Deutschland – bis auf die Sprühköpfe – hergestellt. Mit Everdrop kommt man sogar günstiger als mit herkömmlichen Reinigern durch. Ein Tab kostet 1 € und ersetzt ein Putzmittel. Die Gründer Daniel, Chris und David sind selbst überrascht, wie gut ihre Produkte seit 2019 auf dem Markt ankommen und dass die Menschen bereit sind ihr Konsumverhalten zu ändern. Mit jedem ihrer Produkte wollen sie die Welt ein bisschen besser machen. Lasst uns das zusammen tun!

 

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39/2020 Unown: Fashion leasen

Wir hören jetzt auf Kleidung zu kaufen. Wir leasen nur noch! Das geht mit Unown Fashion. Sogar nachhaltig.

Unown ist ein Online-Leasing-Service für Frauen-Fashion. Und zwar nicht irgendeine Mode, sondern nachhaltige. Ganz nach dem Grundsatz – Nutzen statt Besitzen – sagt das Start-Up dem Konsum den Kampf an. Und das ist auch wichtig. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, wie unsere Modeindustrie ihren Lauf nimmt. Es wird schlichtweg zu viel produziert und konsumiert. Man kann hier schon regelrecht von einem Fast-Fashion-Kollaps sprechen. Die Deutschen kaufen pro Jahr durchschnittlich 60 neue Teile. Bis zu 40% werden nur 1-2 Mal getragen. Dann werden sie vergessen oder entsorgt. So entstehen riesige Berge an nicht mal verkauften oder weggeschmissenen „alten“ Klamotten. Und noch viel schlimmer: Bei der Produktion werden immer noch Menschenrechte missachtet. Mit Unown kann dem entgegen gesteuert werden und der ökologische Fußabdruck der Modeindustrie verbessert werden.

Mit Unown Kleidung mieten

Unown bietet eine wohl fast perfekte Lösung. Modebegeisterte können sich von Besitz befreien und mit dem Leasing von Klamotten trotzdem Abwechslung in ihren Kleiderschrank zaubern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten mitzumachen. Membership abschließen für 39€, 69€ oder 109€ im Monat und von gewissen Kontingenten an Kleidungsstücken und -preisen profitieren oder einmalig ausprobieren und dabei nur einen gewissen Teil der Mode zur Auswahl haben. In jeder Membership enthalten ist die professionelle Reinigung, d.h. die Teile erreichen mich gereinigt und ich kann sie ungewaschen zurückschicken, ein Versicherungsschutz für normale Abnutzung und Flecken, ein Retourenlabel, Größentausch usw. Behalten werden die Teile normalerweise 14 oder 30 Tage. 5 Tage vor Ende wird man vor die Wahl gestellt: Verlängern, zurückschicken oder kaufen. Nachhaltigkeit steht bei Unown an erster Stelle. Sie beziehen ihre Kleidung ausschließlich von nachhaltigen und fair schaffenden Brands. Auch der Reinigungsprozess soll umweltschonend sein. So findet dieser mit ausschließlich naturbasierten Reinigungsmitteln bei Unown selbst statt. Aus diesem Grund kann die Mode ungewaschen zur Retoure gegeben werden. Sie beten ihre Kundinnen auch ausdrücklich darum dies zu tun, da so ein doppelt Waschen, also auch doppelte Ressourcenverwendung verhindert werden kann. An die Frauen: Lasst uns in Zukunft unsere Kleidung leasen und der Umwelt etwas Gutes tun!

Ein englisches Video dazu gibt’s hier.

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37/2020 Coreless: Die nachhaltige Bonrolle

Bonpflicht in Zeiten von Umweltschutz und Nachhaltigkeit? Klingt zunächst unvereinbar. Eine Weltneuheit von europaper schlägt die Brücke zwischen den vermeintlichen Gegensätzen.

Trotz zunehmendem Fokus auf Umwelt- und Gesundheitsschutz in der Wirtschaft steigt der Plastik- und Papierverbrauch weiterhin an. Im Jahr 2018 wurden allein in Deutschland 19 Millionen Tonnen Kunststoff produziert. Die in diesem Jahr eingeführte Bonpflicht begünstigt diese Entwicklung. Eine einzige Kassenrolle enthält aufgrund ihres Kerns ganze vier Gramm Plastik. In seltenen Fällen wird der Plastikkern durch Pappe ersetzt. Europaper, ein europäischer Papiergroßhändler, stellt sich dieser Plastikflut entgegen. Die GmbH sicherte sich die alleinigen Vertriebsrechte an einer Innovation, die unseren Einkauf nachhaltiger gestalten wird: Die kernlose Bonrolle.

Coreless: Was bedeutet das?

Die coreless-Rolle wird, wie der Name bereits andeutet, ohne Kern hergestellt. Durch die bereits verkauften Rollen konnten so über 73 Kilogramm Plastik eingespart werden. Neben dem Verzicht auf Plastik und Pappe im Herstellungsprozess reduziert die kernlose Rolle zudem die Abfallreste, die am Ende der Rolle entstehen.  Geschäftskunden wie Franchisepartner von McDonald´s zählen bereits jetzt zu den begeisterten Kunden. Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt versprechen die Rollen zudem bessere Druckqualität als auch höhere Widerstandsfähigkeit beim Transport. Aufgrund des anhaltenden Erfolgs wird der Markt in den nächsten Monaten erweitert. Die Rollen sollen infolgedessen auch für Bezahlterminals und Automaten eingesetzt werden. Dieses Produkt bietet also in mehreren Bereichen eine innovative Lösung, die unseren Alltag nachhaltiger gestalten kann.

 

 

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