Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: material

13/2024 An Seesternen orientiert: Erfindung eines erstarrendes Materials

Ein Wissenschaftler der Hochschule Bremen hat sich Inspiration bei Seesternen geholt und ein Material erfunden, das sich in Sekundenschnelle versteifen kann. Mit Wärme kann es wieder aufgeweicht werden und ist somit in der Medizin, Automobilindustrie und im Flugzeugbar nutzbar.

Seesterne steuern ihre Strukturveränderung über ihr Nervensystem, das ein einzigartiges faseriges Gewebe enthält. Möchte ein Seestern sich versteifen, gibt sein Nervensystem bestimmte Chemikalien ab, ähnlich wie Menschen Hormone freisetzen. Diese Chemikalien härten die Fasern, wodurch der Seestern in seiner Position verharrt. Um sich zu lösen, kann er diesen Vorgang rückgängig machen.

Seesterne als Vorbild für neues Material

Raman, ein Doktorand der Hochschule in Bremen hat sich an dieser Eigenschaft ein Vorbild genommen und ein neues Material erfunden. Statt den Chemikalien der Seesterne wird Wärme verwendet, um das Material weich werden zu lassen. Das funktionert bei Prototypen auf unterschiedliche Weise: Einen kann man mit heißem Wasser übergießen, den anderen kann man an ein Ladegerät anschließen und dessen Wärmeausstrahlung nutzen. Die Gradzahl kann variieren, bei manchen Prototypen benötigt es 100 Grad, bei manchen nur 40.

Erfindung für Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft

Raman hat schon einige Ideen, wie das Material eingesetzt werden kann. In der Medizin kann das Material gipsähnlich verwendet werden. Bei einem gebrochenen Arm muss der Gips dann nicht ersetzt werden, sondern kann sich durch Erwärmung beliebig erweichen oder verhärten. Dadurch kann das Material dann flexibel angepasst und wiederverwendet werden.
Ein weiteres Beispiel ist die mögliche Erhöhung des Sitzkomforts in der Automobilindustrie. Durch Knopfdruck wird das Material des Autositzes weich und passt sich der Form des Rückens an. Nachdem das Material wieder fester geworden ist, wäre der Sitz der Person angepasst.

Im September wird Raman seine Doktorarbeit über sein Seesternen-Patent beenden und zählt dann auf die Zusammenarbeit mit Firmen, von denen auch schon einige ihr Interesse bekundet haben.

19/2023 ARSSFT – die Toilette, die stets sauber bleibt

In einer Welt, in der die Ressourcenschonung zunehmend an Bedeutung gewinnen, braucht es innovative Lösungen. Ein schönes Beispiel dafür ist die herkömmliche Toilettenspülung, die täglich Unmengen an Wasser verschwendet, da Ablagerungen an den Oberflächen haften bleiben. Doch was wäre, wenn es eine Toilette gäbe, die sich von diesem Problem verabschiedet? Willkommen in der Ära der Anbieterangaben zufolge abriebfesten, supergleitfähigen Spültoilette, kurz ARSSFT.

Sanitärtechnologie neu gedacht: Im Herzen einer Material-Innovation steht die 3D-Drucktechnologie des selektiven Lasersinterns, die es ermöglicht, eine Toilette mit selbst tragender, komplexer 3D-Form zu erschaffen. Die Verwendung von porösen Strukturen durch das Pulversintern gibt der ARSFT nicht nur ihre einzigartige Form, sondern auch die Fähigkeit, beträchtliche Mengen an Schmiermitteln aufzunehmen. Dies führt zu einer außergewöhnlichen abriebfesten supergleitfähigen Eigenschaft, die sich selbst bei Kontakt mit herausfordernden Substanzen wie Milch, Joghurt oder klebrigem Honig bewährt. Die ausformuliert ‚Abrasion Resistant Super Slippery Flush Toilet (ARSSFT) wird per 3D-Drucker hergestellt. Das neuartige Material ist eine Kombination aus hydrophoben Sandkörnern und Kunststoff. Mit dem Zusatz silikonhaltiger Gleitmittel wird eine Oberfläche geschaffen, an der faktisch nichts mehr hängen bzw. ‚kleben‘ bleiben kann.

Das Repertoire der neuen ARSFT höre hier nicht auf, glaubt man den Innovatoren. Jene Toilette zeige auch bemerkenswerte Beständigkeit gegenüber klebrigen synthetischen Fäkalien, was ihre Vielseitigkeit und Praktikabilität unterstreiche. Ein bemerkenswertes Merkmal ist die Tatsache, dass selbst nach 1.000 Abriebzyklen mit grobem Sandpapier die beispiellose Supergleitfähigkeit erhalten bleibt. Die Bedeutung dieses Konzepts reicht über die ARSFT hinaus. Die Idee eines 3D-gedruckten Objekts mit herausragender abriebfester Gleitfähigkeit hat das Potenzial, die Entwicklung von Materialien mit supergleitfähigen Eigenschaften voranzutreiben. Dies wiederum könnte dazu beitragen, den Wasserverbrauch in der Gesellschaft erheblich zu reduzieren, während gleichzeitig höchste Hygienestandards aufrechterhalten werden.

In einer Zeit, in der Innovation und Umweltbewusstsein Hand in Hand gehen, eröffnet die ARSFT eine Tür zu einer saubereren und effizienteren Zukunft. Eine Zukunft, in der die Toilette, die nicht mehr verschmutzt, nicht nur eine Vision ist, sondern Realität wird. Weitere Informationen bei unserer Original-Quelle.

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