Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: toter winkel war gestern

18/2023 Ampel-Spiegel Trixi – ein zigfacher Lebensretter?

Nach dem schweren Verkehrsunfall seiner Tochter Beatrix wurde Ulrich Willburger zu einem Mann mit einer Mission. Er entwickelte einen besonderen Spiegel für Ampeln, der das Risiko von Unfällen beim Abbiegen mindern sollte. Dem hilfreichen Spiegel gab der Mann den Namen ‚Trixi-Spiegel‚, benannt nach seiner Tochter Beatrix.

Nachdem seine Tochter einen schweren Verkehrsunfall hatte, wurde ihr Vater Ulrich Willburger zum Erfinder. Die tragische Erfahrung trieb ihn eigenen Worten zufolge an, aus persönlichem Leid etwas Hilfreiches für die Gesellschaft zu schaffen. Dies sei charakteristisch für sein gesamtes Leben, wie eine Pressemitteilung reflektiert. Schon immer sei der Mann bestrebt gewesen, praktische Lösungen für Herausforderungen zu finden. Inmitten der harten Zeit der Rehabilitation seiner Tochter konzipierte Willburger einen konkaven Spiegel, der den toten Winkel für Autofahrer und insbesondere Lkw-Fahrerinnen und -fahrer sichtbar machte. Damit wird das Unfallrisiko minimiert. Seit Kreation des Trixi-Spiegels hat er sich unermüdlich dafür eingesetzt, die Verwendung dieses innovativen Spiegels zu fördern.

Quelle: Website Trixi-spiegel.de

Trixi-Spiegel | Quelle Website trixi-spiegel.de

Trixi selbst kämpfte ebenfalls unermüdlich weiter. Nach Jahren intensiver Rehabilitation erlernte sie erneut das Gehen. Im Jahr 2002 wurde Ulrich Willburger zum Bürgermeister von Seehausen gewählt und engagierte sich zusätzlich in einer Bürgerstiftung. Sein praktischer Sinn und seine positiv lebensbejahende Einstellung begleiteten ihn durch all diese Herausforderungen. Heute schmücken viele Ampeln in Deutschland den „Trixi“-Spiegel. Ulrich Willburgers Geschichte, geprägt von persönlichen Schicksalsschlägen und der beeindruckenden Beharrlichkeit seiner Tochter, hat diesen Spiegel hervorgebracht. Der praktische Trixi trägt aktiv dazu bei, Unfälle zu verhindern und Leben zu schützen.

52/2019 Simple Erfindung einer Schülerin gegen den toten Winkel

Eine Schülerin scheint mit ihrer simplen aber wirkungsvollen Erfindung vielen Autobauern einen Schritt voraus. Mittels einer Kamera und einem Beamer soll das durch die A-Säule verdeckte Sichtfeld wieder einsehbar gemacht werden. In Echtzeit soll das verdeckte Bild auf einen speziell refklektierenden Stoff auf die A-Säule projiziert und der tote Winkel dadurch reduziert werden.

Alaina Gassler, eine 14-jährige Schülerin aus Pennsylvania hat eigens die Lösung gegen den toten Winkel entwickelt. Diese beinhaltet insbesondere eine Kamera, welche außen am Fahrzeug angebracht wird und den Teil filmt, welcher durch die A-Säule verdeckt wird. In Echtzeit wird daraufhin durch einen Beamer, welcher sich an der Sonnenschutzblende des Fahrers befindet, das Bild auf die A-Säule übertragen. An der Säule soll dafür extra reflektierendes Material befestigt sein, wodurch das Bild für den Fahrer sichtbar werden soll.

Die A-Säule eines Autos verdeckt einen Teil des Sichtfeldes, wodurch vor allem beim Rechtsabbiegen Fußgänger oder Radfahrer oft schnell übersehen werden können. Die Säulen in einem Auto sind jedoch notwendig, da sie im Falle eines Unfalls das Auto vor Verformungen schützen sollen. Insbesondere die A-Säule wird benötigt, um das Fahrzeug-Dach mit der vorderen Spritzwand zu verbinden. Die Idee von Aliana Gassler die gefährliche Sichtbeeinträchtigung dieser bislang unverzichtbaren Säule abzuschaffen, ist geradezu einfach wie effektiv.

Auto-Herstellern einen großen Schritt voraus

Während diverse Autohersteller bislang an Hightech-Lösungen gebastelt haben, besteht ihr funktionsfähiger Prototyp aus einer einfachen Webcam. Diese und der Projektor sind dynamisch, weshalb die Livebild-Übertragung trotz Bewegung ohne Probleme möglich sein soll. Das speziell reflektierende Material, welches an der A-Säule befestigt wird, wurde mit Formen aus dem 3D-Drucker angepasst. So soll der Prototyp von Alaina Gassler bereits voll einsatzfähig sein.

Auf die Idee für diese scheinbar lebensrettende Erfindung kam die Schülerin aus den USA durch ihre Mutter. Diese beklagte sich immer wieder über das begrenzte Sichtfeld durch die Säule im Auto. Den Schülerwettbewerb „Broadcom Masters“, welcher mit einem Preisgeld von 25.000 US-Dollar dotiert ist, konnte sie bereits für sich entscheiden. In Zukunft möchte sie ihre Erfindung weiter ausbauen und auf diese Weise Unfälle reduzieren.

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