Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: Software

77/2025 Terra Flow Systems – Wie ein Wiener Start-up die Zettelwirtschaft bei Biogas und Biomethan beseitigt und Energieprozesse digital organisiert

Terra Flow Systems digitalisiert und vereinfacht die komplexe Planung und Dokumentation von Biogas- und Biomethananlagen: Anstelle von Zetteln, Tabellen und fragmentierten Prozessen steht eine zentrale, digitale Plattform, die Abläufe transparent, nachvollziehbar und effizient macht und damit Betriebe stärker auf Zukunft und Nachhaltigkeit ausrichtet.

In vielen landwirtschaftlichen und industriellen Energieprojekten entscheidet nicht allein die Technik darüber, ob Prozesse reibungslos laufen. Vielmehr sind es Organisationsformen, Datenflüsse und Dokumentationen, die den Betrieb am Leben halten. Genau hier setzt Terra Flow Systems an: Mit einer Softwarelösung, die bislang manuelle Abläufe bei Biogas- und Biomethananlagen digitalisiert und strukturiert. Sie verspricht Anwendern weniger Zeit- und Fehleraufwand und einen klareren Blick auf ihre Anlagen.

Probleme in der Praxis: Zettelwirtschaft statt Effizienz

In Betrieben mit Biogas- oder Biomethananlagen ist die Dokumentation Alltag und zugleich ein ungeliebter Begleiter. Werte, Messdaten, Prozessschritte und Wartungen werden häufig dezentral erfasst – auf Papier, in Excel-Tabellen oder verschiedenen Insellösungen. Das führt zu Medienbrüchen, Informationsverlusten und zeitintensivem Suchen. Entscheidungen basieren allzu oft auf unvollständigen oder veralteten Daten, und die Nachvollziehbarkeit von Prozessen leidet. Für Betriebsleiter und Techniker bedeutet das zusätzlichen Druck und große Unsicherheit bei Routineaufgaben.

Gleichzeitig wachsen die Anforderungen: Regulatorische Standards verlangen lückenlose Dokumentationen, Energiepreise und Marktmechanismen erfordern effiziente Betriebsführung, und ökologische Ziele stellen höhere Anforderungen an Transparenz und Optimierung. Klassische analoge Methoden stoßen hier an ihre Grenzen.

Digitale Lösung: Wie Terra Flow Systems Abläufe neu ordnet

Die Entwicklung von Terra Flow Systems setzt genau bei diesem Engpass an. Die Plattform sammelt, strukturiert und visualisiert Daten aus dem Betrieb einer Biogas- oder Biomethananlage digital. Anwender melden sich über einen Browser oder eine App an und treffen auf ein zentrales Dashboard, das Werte, Trends und Aufgaben übersichtlich darstellt. Abarbeitbare Checklisten ersetzen lose Zettel, automatisch hinterlegte Messwerte reduzieren manuelle Übertragungen, und Warnhinweise weisen rechtzeitig auf Abweichungen hin.

Konkret bedeutet das: Statt täglich Listen auszudrucken, Werte zusammenzuführen und manuell in Berichte einzugeben, loggen sich Mitarbeitende bei Terra Flow Systems ein und finden alle relevanten Informationen an einem Ort. Planungsdaten, Routineaufgaben, Wartungstermine und Messreihen werden revisionssicher gespeichert. Die Plattform hilft, Abläufe zu standardisieren und Prozessschritte nachvollziehbar zu gestalten – ein echter Vorteil in Betrieb, Kommunikation und beim Wissenstransfer innerhalb eines Teams.

Gerade kleinere Betriebe profitieren: Komplexität wird handhabbar, Fehler reduziert, Zeit gewonnen. Gleichzeitig unterstützt die Software die Einhaltung von Dokumentationspflichten und kann helfen, betriebliche Abläufe nachhaltig zu verbessern.

Herausforderungen und Verantwortlichkeiten

Natürlich bedeutet der Umstieg auf eine digitale Lösung nicht nur technische Anpassung. Er erfordert Veränderungsbereitschaft, Schulung und manchmal eine Neubewertung bestehender Arbeitsroutinen. Für Betriebe ohne IT-Expertise kann die Einführung einer Plattform zunächst aufwändig wirken. Datenschutz, Zugriffsrechte und Datenhoheit sind weitere Aspekte, die bedacht werden müssen.

Zudem hängt der Nutzen stark davon ab, wie konsequent die Lösung im Alltag genutzt wird. Systeme können nur dann Mehrwerte liefern, wenn Daten vollständig, aktuell und korrekt eingegeben werden. Hier gilt es, Mitarbeitende mitzunehmen und digitale Kompetenz aufzubauen – ein kultureller Wandel, der neben technischer Implementierung stattfindet.

Gleichzeitig bietet die Standardisierung von Abläufen Chancen: Transparenz wird zur Grundlage von Effizienz, und Daten können zur Basis besserer Entscheidungen werden. Verantwortliche erhalten Werkzeuge, um Abläufe zu analysieren, Engpässe zu erkennen und Optimierungen gezielt umzusetzen.

Die große Chance besteht darin, aus fragmentierten Einzeldaten ein vernetztes Ganzes zu machen. Terra Flow Systems kann so nicht nur Organisation vereinfachen, sondern Energieprozesse nachhaltiger gestalten und Betriebe resilienter machen.

Terra Flow Systems eröffnet Anwendern die Möglichkeit, aus der Zettelwirtschaft herauszutreten und digitale Kontrolle über ihre Prozesse zu gewinnen. Mit klar strukturierten Daten, automatisierten Abläufen und einer verständlichen Oberfläche wird Transparenz zum Standard – und Effizienz zur gewohnheitsmäßigen Praxis. Für Betreiber von Biogas- und Biomethananlagen kann dies nicht nur Zeit sparen, sondern auch Entscheidungen fundierter machen und Betriebsprozesse insgesamt verbessern. Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter Terra Flow Systems.

60/2022: Concular setzt sich für eine Wiederverwertung von Baumaterialien ein

Nichts erzeugt weltweit so viel Müll wie die Baubranche. Ganze 60 Prozent des Abfallaufkommens werden durch Herstellung und Wegwerfen von Baumaterial verursacht. Ließe sich das reduzieren, könnten enorm viele Ressourcen gespart und das Klima geschützt werden. Das Start-up Concular möchte das möglich machen.

Nur etwa ein Prozent allen verbauten Materials in der Baubranche wird weiter verwendet, die restlichen 99 Prozent werden entsorgt. Es ist paradox, dass die Wiederverwendung von Baumaterialien wie Holz, Fenster oder Kunststoff scheinbar keine Rolle spielt, obwohl diese an anderer Stelle dringend gebraucht werden. Concular setzt an diesem Missstand an und möchte die Bauwirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft umgestalten.

Was ist zirkuläres Bauen?

Das Start-up Concular möchte das zirkuläre Bauen fördern und einen Schritt Richtung Ressourceneffizienz und CO2-Neutralität in der Baubranche gehen.

Generell geht es beim zirkulären Bauen darum, Rohstoffe so zu planen und einzusetzen, dass sie erhalten und wiederverwendet werden können oder abbaubar sind. Im ersten Fall spricht man von einem technologischen Kreislauf, im zweiten Fall werden die Ressourcen in den biologischen Kreislauf zurückgeführt.

Was bietet Concular?

Um das zu erreichen, hat Concular eine Softwarelösung entwickelt, in der Angebot und Nachfrage gleichermaßen bedient werden. In einer digitalen Datenbank sind sämtliche Informationen über Gebäude und Materialien eingepflegt, die im Idealfall bis zu einem Jahr vor Abriss der Immobilie erfasst werden. Künftig soll das ganze noch einfacher funktionieren, indem Algorithmen die Materialien auf den Bildern erkennen und jeder so einen „Digitalpass“ der Immobilie erstellen kann, was aktuell nur mit Unterstützung der Concular-Mitarbeiter möglich ist.

Die Materialien, die in der Immobilie stecken sind nun bekannt, die Käufer fehlen eigentlich noch. Allerdings bietet Concular auf seiner Plattform direkt die Abnehmer dafür, denn Architekten und Immobilienentwickler haben Zugang zur Software und können angeben, welche Materialien gebraucht werden. Per Algorithmen können also Angebot und Nachfrage gematcht werden.

Eine Win-Win-Situation für alle entsteht. Der Gebäudebesitzer bekommt Geld für den Verkauf und spart sich den Teil, der für die Entsorgung der Materialien anfallen würde. Das Abrissunternehmen verdient mehr, weil der Abriss aufwändiger ist und die Käufer können die wiedergewonnenen Ressourcen zum gleichen Preis wie neues Material eingekauft werden.

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51/2020 Presize: Sag mir, ob es passt

In Onlineshops wird eine Vielzahl an unterschiedlichen Kleidungsgrößen angeboten. Von 32 bis 60 ist alles dabei. Aber wie soll man bei der Auswahl nur die richtige Größe für sich finden? Mit Presize, dem digitalen Größenberater, wird Online-Shopping jetzt kinderleicht.

Online Kleidung zu kaufen, ist für viele Personen eine Herausforderung. Sieht das bestellte Kleidungsstück so aus wie auf dem Bild? Passt es überhaupt? Fragen, die einem die Freude an der Klamottensuche nehmen. Um das Shopping online einfacher zu gestalten, bieten viele Fashion-Websites mittlerweile Größentabellen oder Passform-Assistenten an. Auf diese Weise wird versucht, das Rückgabe-Dilemma einzudämmen. Mehr als 70 Prozent der in Deutschland retournierten Bekleidung wurde nämlich aus dem Grund zurückgeschickt, dass die bestellte Garderobe entweder zu groß oder zu klein ausfiel. Und das kostet, Zeit und Geld. Die Größenauswahl mittels Tabellen und Passform-Assistenten nehmen allerdings auch selbst viel Zeit in Anspruch, da der Kunde oft selbst Maße nehmen muss. Aber das muss doch irgendwie einfacher und schneller funktionieren? Das hatten sich auch drei Münchener gedacht, die das Start-up Presize gründeten.

Body-Scan mit der Smartphone-Kamera

Laut der Unternehmenswebsite verspricht Presize die ‚genauesten Körpermaße‘ und zwar ganze 55 Prozent genauer als die Konkurrenz. Mit der Software können Kunden ihren Körper mit der eigenen Handy-Kamera innerhalb einer Minute vermessen. Anhand des Body-Scans wird ein 3D-Modell des Körpers berechnet, aus welchem die Maße des Nutzers bestimmt werden. Größen-, Kleidungs- und Transaktionsdaten werden zusätzlich genutzt, um den Algorithmus der Software zu trainieren und zu verbessern. So können Größenempfehlungen für zukünftige Nutzer auch zum Teil aus den Daten bereits registrierter Nutzer generiert werden. Sofern gewollt, erhält der Presize-Nutzer eine persönliche Size-ID. Mit dieser Kennung kann auch andere Ware des jeweiligen Anbieters in der passenden Größe bestellt werden, ohne dass der Body-Scan nochmals durchgeführt werden muss.

Presize war dem deutschen Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer in der Sendung ‚die Höhle der Löwen‘ ganze 650.000 Euro wert. Das Müncher Start-up erhielt damit das höchste Einzelinvestment in der Geschichte der TV-Sendung. Doch damit nicht genug. Weitere Unternehmensgrößen wie die ehemalige Hermès-Geschäftsführerin Christina Rosenberg und C&A-Spross Chris Brenninkmeyer investierten in den digitalen Größenberater und das aus gutem Grund. Webshops, welche die Software bereits integrierten, erhielten deutlich weniger Rücksendungen, die ihrerseits weniger Abfall und weniger Umweltverschmutzung bedeuten.

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