Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: Internet

09/2026 Der Mensch als Firewall: Wie Clickwise Cyberangriffe dort stoppt, wo sie beginnen

Cyberangriffe starten selten im Serverraum, sondern im Posteingang. Das Wiener Startup Clickwise setzt genau dort an und trainiert Mitarbeitende mit realitätsnahen Phishing-Simulationen. Statt Schuldzuweisungen geht es um Lernen, Bewusstsein und messbare Sicherheit – ein Ansatz, der besonders für kleine und mittlere Unternehmen neue Handlungsspielräume eröffnet.

Cyberkriminalität ist längst kein Randthema mehr. Sie betrifft nicht nur Konzerne mit globaler IT-Infrastruktur, sondern gerade jene Organisationen, die im Alltag wenig Zeit für Sicherheitstrainings haben. Kleine und mittlere Unternehmen arbeiten oft effizient, pragmatisch und unter hohem Zeitdruck. Genau das macht sie anfällig für Angriffe, die nicht auf Technik, sondern auf Verhalten zielen. Eine einzige E-Mail, ein Klick, ein Moment der Unachtsamkeit – und der Schaden ist angerichtet. Clickwise versteht diese Realität und hat eine Lösung entwickelt, die nicht abstrakt belehrt, sondern konkret erlebt wird.

Wenn Technik nicht reicht

Die meisten Sicherheitslösungen konzentrieren sich auf Firewalls, Verschlüsselung oder Zugangskontrollen. All das ist notwendig, greift aber zu kurz, wenn Mitarbeitende nicht erkennen, wann sie manipuliert werden. Phishing-Mails sind heute oft personalisiert, sprachlich sauber und perfekt in den Arbeitsalltag eingebettet. Sie geben sich als Rechnung, interne Anfrage oder Terminänderung aus. Technische Filter können vieles abfangen, aber nicht alles. Der Mensch bleibt die letzte Instanz – und gleichzeitig das größte Risiko.

Clickwise setzt genau an diesem Punkt an. Das Unternehmen betrachtet Mitarbeitende nicht als Schwachstelle, sondern als entscheidenden Sicherheitsfaktor, der trainiert werden kann. Die Idee dahinter ist einfach, aber konsequent: Wer Angriffe erlebt, versteht sie besser als jemand, der nur darüber liest.

So funktioniert Clickwise im Alltag

Der Ablauf beginnt mit einer Analyse des Unternehmensumfelds. Clickwise nutzt öffentlich zugängliche Informationen, um typische Kommunikationsmuster, Rollen und Themen zu verstehen. Daraus entstehen realistische Phishing-Szenarien, die dem tatsächlichen Arbeitsalltag ähneln. Diese E-Mails werden anschließend gezielt an Mitarbeitende versendet – ohne Vorwarnung, aber innerhalb eines klar definierten Rahmens.

Reagiert jemand auf die Nachricht, etwa durch einen Klick auf einen Link oder das Eingeben von Daten, passiert nichts Schlimmes. Stattdessen folgt unmittelbar eine Aufklärung: Warum wirkte diese E-Mail glaubwürdig? Welche Hinweise hätte man erkennen können? Ergänzende Lerninhalte erklären Schritt für Schritt, wie Angreifer vorgehen und worauf künftig zu achten ist. Wer nicht klickt, erhält ebenfalls Feedback und Bestätigung für richtiges Verhalten.

Für das Unternehmen entsteht daraus ein klares Bild. Clickwise wertet anonymisiert aus, wo Unsicherheiten bestehen, welche Muster besonders riskant sind und wie sich das Verhalten über Zeit verändert. Diese Ergebnisse dienen nicht der Kontrolle, sondern der gezielten Verbesserung. Der gesamte Prozess läuft extern begleitet ab, ohne interne IT-Ressourcen zu binden oder komplexe Systeme einzuführen.

Zwischen Akzeptanz und wachsendem Druck

Eine der größten Herausforderungen liegt weniger in der Technik als in der Unternehmenskultur. Phishing-Simulationen können nur dann wirken, wenn sie als Lerninstrument verstanden werden. Transparente Kommunikation ist entscheidend, damit Mitarbeitende wissen, dass es nicht um Bloßstellung, sondern um Schutz geht. Gleichzeitig steigt der Druck von außen. Angriffe werden durch automatisierte und KI-gestützte Methoden immer glaubwürdiger, die Grenze zwischen echt und gefälscht verschwimmt zunehmend.

Hier liegt auch die Chance. Unternehmen, die frühzeitig in Sicherheitsbewusstsein investieren, verschaffen sich einen echten Vorteil. Sie reduzieren nicht nur Risiken, sondern stärken auch das digitale Selbstvertrauen ihrer Teams. Clickwise profitiert dabei von aktuellen Förderungen, um seine Methoden weiterzuentwickeln und neue Angriffsszenarien abzubilden – ein notwendiger Schritt in einem Umfeld, das sich ständig verändert.

Clickwise zeigt, dass Cybersicherheit nicht bei Software endet, sondern bei Haltung und Handlung beginnt. Wer versteht, wie Angriffe funktionieren, trifft bessere Entscheidungen im entscheidenden Moment. Für Unternehmen bedeutet das: weniger Schaden, mehr Souveränität und eine Sicherheitskultur, die im Alltag verankert ist. Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter Clickwise.

06/2026 SilentSurf: Wie digitale Kindersicherheit ohne Überwachung möglich wird

SilentSurf ist ein sicherer Kinderbrowser, der problematische Inhalte blockiert, Tracking verhindert und dabei konsequent auf Überwachung verzichtet. Das Grazer Startup zeigt, dass digitale Kindersicherheit auch ohne Datensammlung funktionieren kann – als technologische Antwort auf ein gesellschaftliches Spannungsfeld zwischen Schutz, Freiheit und Verantwortung.

Kinder wachsen heute in einer digitalen Umgebung auf, die nicht für sie gemacht wurde. Suchmaschinen, Webseiten und Werbenetzwerke folgen ökonomischen Logiken, nicht pädagogischen. Eltern stehen damit vor einer schwierigen Aufgabe: Sie wollen ihre Kinder schützen, ohne sie dauerhaft zu kontrollieren. Genau in diesem Spannungsfeld setzt SilentSurf an und formuliert eine klare These: Sicherheit entsteht nicht durch Beobachtung, sondern durch kluge technische Begrenzung.

Ein strukturelles Problem der digitalen Kindheit

Das Internet kennt keine Altersgrenzen. Inhalte, die für Erwachsene gedacht sind, sind oft nur einen Klick entfernt. Viele bestehende Kinderschutzlösungen reagieren darauf mit Überwachung, Nutzungsprotokollen oder detaillierten Aktivitätsberichten. Das mag kurzfristig Sicherheit vermitteln, führt aber langfristig zu neuen Problemen. Kinder lernen früh, dass ihr digitales Verhalten ständig beobachtet wird. Vertrauen wird durch Kontrolle ersetzt, Privatsphäre zur Ausnahme erklärt. SilentSurf identifiziert genau hier das Kernproblem: Digitale Kindersicherheit wird häufig mit Misstrauen verwechselt. Statt Schutzräume zu schaffen, werden Kinder transparent gemacht.

So funktioniert SilentSurf im Alltag

SilentSurf ist kein Add-on und kein Analyse-Tool, sondern ein eigenständiger Browser, der speziell für Kinder entwickelt wurde. Nach der Installation auf Smartphone oder Tablet wird der Browser als primärer Zugang zum Internet genutzt. Eltern wählen einmalig einen Schutzmodus aus, der altersgerechte Inhalte definiert. Ab diesem Moment prüft SilentSurf jede aufgerufene Webseite in Echtzeit. Seiten mit pornografischen, gewalthaltigen oder manipulativen Inhalten werden blockiert, bevor sie geladen werden. Suchmaschinen laufen automatisch im sicheren Modus, Werbung und Tracker werden reduziert, riskante Weiterleitungen unterbunden.

Der entscheidende Punkt: All das passiert lokal auf dem Gerät. Es werden keine Surfverläufe gespeichert, keine Daten an externe Server geschickt und keine Profile erstellt. Eltern erhalten keine detaillierten Berichte über das Online-Verhalten ihrer Kinder. Stattdessen können sie sich darauf verlassen, dass der Browser selbstständig filtert und schützt. Für das Kind bedeutet das ein klar begrenzter, aber freier digitaler Raum. Für Eltern bedeutet es Entlastung – und die Möglichkeit, Gespräche über das Internet nicht aus Kontrolle, sondern aus Vertrauen heraus zu führen.

Grenzen, Verantwortung und neue Chancen

SilentSurf löst nicht jedes Problem digitaler Erziehung. Der Schutz greift dort, wo der Browser genutzt wird. Inhalte innerhalb einzelner Apps oder Spiele liegen außerhalb dieses Rahmens. Doch genau darin liegt auch die Stärke des Konzepts. SilentSurf versteht sich nicht als Ersatz für Erziehung, sondern als Werkzeug. Es schafft sichere Grundlagen, auf denen Gespräche, Medienkompetenz und Eigenverantwortung aufbauen können.

Gleichzeitig zeigt das Produkt, wie technologische Innovation mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden werden kann. Der bewusste Verzicht auf Datensammlung ist kein technischer Nachteil, sondern ein ethisches Statement. SilentSurf macht sichtbar, dass Datenschutz und Sicherheit keine Gegensätze sein müssen, sondern sich ergänzen können, wenn Produkte konsequent aus Nutzerperspektive gedacht werden.

Am Ende geht es um mehr als einen Browser. SilentSurf steht für einen Perspektivwechsel in der digitalen Kindersicherheit. Weg von Überwachung, hin zu strukturellem Schutz. Weg von Kontrolle, hin zu Vertrauen. Für Eltern, die ihre Kinder ernst nehmen – und für eine digitale Zukunft, in der Schutz nicht auf Kosten der Privatsphäre geht.

Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter SilentSurf.

37/2022: Eye-Able für mehr Inklusion

Die digitale Welt kann für Sehbehinderte sehr überfordernd sein. Mit Eye-Able wird diesen ein Programm zur Verfügung gestellt, das dem Phänomen entgegenwirkt.

Das Internet ist voll von Graphiken und visuellen Inhalten. Genau dies stellt aber die etwa 1,2 Millionen Sehbehinderten in Deutschland vor ein großes Problem. Mit dem Assistenzprogramm Eye-Able wird diesen eine Lösung zur Verfügung gestellt, die ihnen zu mehr Unabhängigkeit verhilft.

Die Idee hinter Eye-Able

Durch seinen sehbehinderten Sitznachbarn ist einer der vier Gründe bereits in der Schule mit dem Thema Inklusion in Kontakt gekommen. In der 10. Jahrgangsstufe bekam dieser einen technischen Assistenten, der ihm den Schulalltag erleichterte. Dadurch kam ihm der Einfall, dass es für sehbehinderte Menschen eine enorme Hilfe wäre, immer einen Assistenten dabei zu haben.

Die Probleme entstehen hauptsächlich beim Surfen im Internet. Ein interaktives Programm würde hier eine Unterstützung darstellen. Alle Gründer brachten durch ihr Studium die nötigen Voraussetzungen in den Bereichen Website- und System-Programmierung mit, um ein solches Programm zu entwickeln. Nach 4 Jahren Forschung im Bereich der digitalen Barrierefreiheit konnte nun endlich das selbst entwickelte Programm veröffentlicht werden.

Wie funktioniert’s?

Um einen noch besseren Einblick in die tatsächlichen Bedürfnisse der Zielgruppe zu bekommen, wurden Interviews und Tests durchgeführt. Hieraus entstand ein optimal angepasstes Programm.

Die Benutzung ist kinderleicht. Durch ein Tool, das ständig an der Website angebracht ist, kann alles an die eigenen Bedürfnisse angepasst und verändert werden. Es kann dann ausgewählt werden, welche Funktionen zu einem besseres Ergebnis führen. Mehr als 25 Möglichkeiten gibt es, darunter ein Tool zur Schriftvergrößerung, eine Vorlesefunktion, der Kontrastmodus und vieles mehr.

Auch die Installation ist ein Kinderspiel. Der Websitebetreiber muss lediglich einen zwei Zeilen-Code in die Seite kopieren. Das Ganze ist unabhängig vom Website-System und bietet damit einen noch einfacheren Zugang.

Vielseitige Vorteile für sehbehinderte Menschen

Durch Eye-Able können viele Menschen einfacher erreicht werden. Betroffene werden dadurch nicht ausgeschlossen. Insbesondere, weil unser Informationsfluss immer mehr ins Internet verschoben wird. Auf diese Weise können alle Menschen am digitalen Leben teilhaben.

Auch der Inklusionsgedanke wird dadurch besonders gestärkt.

Durch das inklusive Programm können sich auch sehbehinderte Menschen selbständig in der digitalen Welt bewegen. Mit Eye-Able machen wir also einen weiteren sehr wichtigen Fortschritt in Sachen Inklusion.

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