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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: flugdrache

64/2020 SkySails: Die nächste Generation der Windkraft

Flugdrachen kennt jedes Kind. Kein Wunder! Sie sind schön anzusehen und sie fliegen zu lassen, macht einfach nur Spaß. Aber die Fluggeräte können noch mehr. Windenergie erzeugen zum Beispiel.

Erneuerbare Energien sind das Thema der Stunde. Statt unseren Planeten immer weiter auszubeuten, soll auf Energiequellen gesetzt werden, die entweder unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich entsprechend schnell erneuern. Der Wind ist eine solche Quelle. In Deutschland konnte dieses Jahr mit konventionellen Windanlagen allein 95,06 TWh Strom erzeugt werden, das entspricht einem Anteil von 26,3 Prozent an der gesamten Nettostromerzeugung. Allerdings ist der Platz für derartige Anlagen begrenzt und die klassischen Windräder werfen oftmals Schatten, die auf Anwohner störend wirken können. Die SkySails Group bietet hierfür eine geniale Alternative: Einen riesigen, vollautomatisierten Flugdrachen.

So funktioniert´s!

Der Drache ist an einem Seil befestigt, das auf eine Winde gewickelt wurde. Sobald der Flugdrache vom Wind erfasst wird, rollt sich das Seil von der Winde. Infolgedessen wird diese in Bewegung gesetzt. Ein an dieser Winde angeschlossener Generator gewinnt aus dieser Bewegung Energie. Derselbe Generator fungiert auch als Motor und holt den Flugdrachen zurück, sobald das an ihm angebrachte Seil seine maximale Zuglänge von 800 Metern erreicht hat. In der Rückholphase wird allerdings weniger Strom gebraucht als zuvor in der Energieerzeugungsphase gewonnen wurde. Nutzt man mehrere dieser Systeme parallel, kann kontinuierlich Strom produziert werden. Denn dann befinden sich immer mehrere Drachen im Aufstieg während andere bereits zu Boden sinken.

Effizient, praktisch, variabel

Nicht nur dass der Einsatz solcher Flugdrachen deutlich weniger Kosten verursacht als die traditionellen Windräder, die Gleitschirme sind zudem auch noch viel effizienter. Die Drachen von SkySails erreichen Höhen von bis zu 800 Metern, klassische Windkraftanlagen maximal eine Höhe von 150 Metern. Der Wind weht allerdings in höheren Bereichen viel stärker und regelmäßiger, ergo mehr Energie. Aber nicht nur das verleiht den Fluggeräten zu Recht den Titel ‘Die nächste Generation der Windkraft’. Einsetzbar sind die Zugdrachen überall, ohne dass dafür großartig Fläche bereitgestellt werden muss. Egal ob Offshore oder an Land, die Größe der Drachen lässt sich je nach örtlichen Begebenheiten und dem erforderlichen Energiebedarf flexibel verändern. In einem Container transportiert, kann die Anlage auch auf Inseln zur autarken Energieversorgung eingesetzt werden. Im Vergleich zu traditionellen Windenergie-Anlagen wirft das System von SkySails auch deutlich weniger Schatten und ist aufgrund seiner auffälligen Färbung auch sichtbarer und somit weniger gefährlich für Zugvögel. Da bleibt wohl nur noch zu sagen, Windräder ade.

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75/2018 Vogelscheuche war gestern: Scheuche Segula ist ein Flugdrache

Den beweglichen, im Wind kreisenden Flugdrachen ‘Segula’ könnte man auch als Vogelscheuche 2.0 bezeichnen. Auf ganze 500 Quadratmeter Abschreck-Reichweite wird die Wirkung der dynamischen Flieg-Scheuche vom Hersteller postuliert.

Statische Vogelscheuchen prägten früher das Bild in Getreide- und Maisfeldern dieser Welt. Teils wurden die fixiert aufgestellten Gestalten aber über die Jahre von den abzuschreckenden Vögeln und Wildtieren durchschaut. Die erwünschte Wirkung blieb zunehmend aus. Heute können sich Landwirte dynamischer ‘Scheuchen’ bedienen ohne dabei die viel beschworene Digitalisierung zu bemühen. Die Devise: Vögel und Wildtiere auf natürliche Weise vertreiben – unter Zuhilfenahme eines überdimensionalen Stativs, eines Flugdrachens in Raubvogel-Gestalt namens ‘Segula’ und ggf. ein bisschen Wind.

Montiert wird die dynamische Scheuche ‘Segula’ auf einer langen Teleskop-Rute. Selbst bei schwächsten Winden wird der Flugdrache in Raubvogel-Gestalt eine durch die Luft kreisende Scheuche. Das Gerät muss nie neu ausgerichtet werden ist immer flugbereit und ängstigt Getier vom Großwild bis zum Hasen auf Feldern. Die Vorrichtung wecke das natürliche Fluchtverhalten bei Wahrnehmung von Raubvögel. Zur Arretierung treibt der Nutzer die Halterung am Fuß des Teleskop-Arms in den Boden. Die Montage sei nahezu in jedem Untergrund möglich. Einsatzgebiete sind Hersteller-Angaben zufolge vornehmlich Gemüse-, Jungmais-, und Sonnenblumen-Felder über Anwendungen im Weinbau bis hin zur Geflügel- und Fisch-Zucht. Kreativere Einsätze – Vorsicht in Einflugschneisen – gibt es ganz nach Ideenreichtum der Nutzer, hier zum Beispiel auf einem Hausdach:

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