Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: Feuer

28/2024 Die Revolution im Kochen: Der Hydrogen Cooker

Kochen am offenen Feuer ist in vielen Teilen der Welt eine gängige Praxis, die jedoch schwerwiegende Gesundheitsrisiken birgt. Die Erfinder Stefan Troendle und Matthieu Jonin haben mit ihrem Hydrogen Cooker eine innovative Lösung entwickelt, die sowohl umweltfreundlich als auch gesundheitlich unbedenklich ist. Diese tragbare Kochstation ist ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Kochgewohnheiten in Entwicklungsländern und wird nun mit dem nationalen James Dyson Award ausgezeichnet.

Ein gesundheitsgefährdendes Erbe

Weltweit kochen rund 2,6 Milliarden Menschen an offenen Feuerstellen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt dies jährlich zu 3,8 Millionen Todesfällen aufgrund von Innenluftverschmutzung. Während wir in Europa den Komfort moderner Kochtechniken genießen, müssen viele Menschen in Entwicklungsländern mit den Gefahren des Feuers und des Rauchens leben. Hier setzt der Hydrogen Cooker an – eine bahnbrechende Erfindung, die auf Wasserstoff und Solarenergie basiert und somit ohne offenes Feuer auskommt.

Stefan Troendle und Matthieu Jonin haben ihre Kompetenzen im Produktdesign und Maschinenbau vereint, um dieses innovative Kochgerät zu entwickeln. Sie wurden während eines Pilotprojekts auf das Problem aufmerksam und machten es sich zur Aufgabe, eine Lösung zu finden. „Wir wollen etwas Bedeutendes bewirken“, so Troendle, dessen Leidenschaft für Industriedesign schon in seiner Jugend geweckt wurde.

Der Hydrogen Cooker: Auf dem Weg zur Marktreife

Die beiden Studenten haben ihre Erfindung in Kamerun getestet, einem Land, in dem alternative Kochmethoden rar sind. Sie führten Umfragen durch, um die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung zu verstehen, und kochten gemeinsam mit Familien vor Ort. „Der Rauch des Feuers kann kaum abziehen und stellt eine große Gefahr dar, besonders für Kinder“, berichten die beiden. Ihr Ziel ist es, eine umwelt- und gesundheitsverträgliche Alternative zu schaffen, die das Kochen revolutionieren könnte.

Mit dem Hydrogen Cooker stehen Troendle und Jonin an der Schwelle, nicht nur die Kochgewohnheiten in Kamerun, sondern auch in europäischen Küchen zu verändern. Ihr Ansatz könnte nicht nur die Sicherheit beim Kochen verbessern, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem er das Feuer aus den Küchen verbannt. Die Zukunft des Kochens könnte mit Wasserstoff beginnen – und das ist erst der Anfang.

02/2021 CampStove: Aus Feuer werde Strom

Die hohe Kunst eines jeden Survival-Campers ist es, selbstständig ein Feuer zu machen. Wer ein bisschen schummeln will, kann hierfür auch den CampStove verwenden. Aber nicht nur dafür. Strom liefert er nämlich auch.

Camping macht man normalerweise ohne großartig viel Luxus, weit ab von der Zivilisation, um möglichst viel Ruhe und Natur genießen zu können. Ab und zu möchte man dann aber doch mehr Realität und schnappt sich sein Smartphone. Blöd nur, wenn der Akku dann leer ist. Und ja klar, es gibt für solche Fälle Powerbanks. Aber mit CampStove geht das auch und währenddessen kann man sich auch noch gemütlich das Essen für den heutigen Abend zubereiten.

Möglich macht’s der Thermogenerator

Richtig gehört! CampStove kann sowohl zum Kochen als auch zum Laden elektrischer Geräte eingesetzt werden. Bei dem Utensil handelt es sich nämlich um einen Campingkocher, der Feuer in Strom umwandelt. Dabei bedient sich der Outdoor-Kocher eines Thermogenerators. Mit dessen Hilfe wird ungenutzte Verlustwärme aus energiereichen Prozessen aufgefangen, in Strom umgewandelt und so wieder nutzbar gemacht. Man spricht hier auch von energy harvesting. Beim CampStove funktioniert das Ganze genauso. Der Campingkocher wird mit Ästen, Zweigen oder ähnlichem Holzabfall befeuert. Die im Feuer enthaltene Energie wird in elektrischen Strom umgewandelt. Ein Teil dessen wird sofort an ein ausgeklügeltes Belüftungssystem weitergeleitet, das zusätzlich für eine effizientere und tatsächlich rauchfreie Verbrennung sorgt. Der Generator erzeugt allerdings mehr Energie als für das Belüftungssystem benötigt wird. Mit dem Rest wird ein in dem CampStove eingebauter, 2600 mAH starker Lithium-Ionen-Akku geladen. Die Energie steht dann als 5-Volt-Spannung über einen USB-Ausgang zur Verfügung. Damit der Nutzer des Campingkochers über den aktuellen Zustand des Gerätes genau Bescheid weiß, sind an der Vorderseite drei LED-Leisten angebracht. Die linke Leiste gibt Auskunft über die Hitze des Feuers beziehungsweise die Energieerzeugung des Thermogenerators. Die Mittlere zeigt die Belüftungsgeschwindigkeit und die rechte Leiste den Ladezustand des internen Akkus.

Die amerikanische Firma BioLite, die den CampStove entwickelt hat, hat bereits ein überarbeitetes Modell, den CampStove2, auf den Markt gebracht. Bei dieser Folgeversion kann der USB-Ausgang aktiviert werden, auch wenn keine Verbrennung stattfindet. Das war bei der vorigen Version noch nicht möglich. Die erzeugte Energie wird also wie bei einer Powerbank gespeichert und kann zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Die Leistung ist allerdings nicht mit der einer Powerbank vergleichbar. Aber sind wir mal ehrlich, bei einem Camping-Ausflug muss das Smartphone nicht immer seine vollen 100 Prozent erreichen, da sollte man sich sowieso eher auf die Natur konzentrieren.

Sorry, Video leider nur in Englisch..

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