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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

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11/2021 eelo Cyglo: Sicherheitsrucksack für Radfahrer

Da will man anstatt das Auto das Fahrrad nehmen, um erstens der Umwelt und zweitens sich selbst etwas Gutes zu tun und entscheidet sich dann aber aufgrund der Sicherheit im Verkehr doch dagegen. Ein Rucksack wird uns nun endlich im Verkehr sicherer machen!

Als Fahrradfahrer lebt man oft gefährlich. Vor allem natürlich in der Stadt. Autofahrer, die zu wenig Abstand beim Überholen lassen oder dem Rad die Vorfahrt nehmen. Oft sind aber auch die Radfahrer selbst schuld, wenn diese schlecht zu sehen sind oder auch mal gerne kreuz und quer fahren. So passieren jährlich tausende Unfälle.

Eelo Cyglo für sicheres Radfahren

Warum ist da nicht schon mal jemand früher draufgekommen? Ein Rucksack, der nicht nur Dinge von A nach B transportiert, sondern auch eine integrierte LED-Signalanzeige außerhalb dessen besitzt, womit bestimmte Verkehrszeichen angezeigt werden können. Der eelo Cyglo kann genau das! Er gibt Fahrradfahrern wieder Sicherheit, indem er dafür sorgt, dass sie als gleichgestellter Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden. Das LED-Panel ist nicht nur nachts, sondern auch tagsüber immer an während der Fahrt, denn es erhöht selbst am Tag enorm die Sichtbarkeit. Nicht zuletzt durch die knalligen Farben, in denen er verfügbar ist, hellblau und neongrün. Der Radfahrer kann über eine einfache runde Knopf-Fernbedienung, die universal an jeden Fahrradlenker angebracht werden kann, die vier verschiedenen Lichtmotive auswählen. Da wäre ein linker und ein rechter Blinker, ein Warndreieck und ein blinkendes Fahrrad-Zeichen. Autofahrer etc. haben nun also auch Kenntnis darüber, was der Radfahrer als nächstes vor hat, sei es z.B. Abbiegen. Die Hände bleiben also auch beim Motiv auswählen am Lenker und das ist gut so. So steht die Konzentration auf den Verkehr an erster Stelle. Aber das war nicht alles. Das LED-Panel ist mit einer intelligenten Bewegungssteuerung ausgestattet. Es erkennt, wenn der Fahrradfahrer anhält, er schaltet automatisch auf das Warndreieck, und wenn er weiterfährt, dann zeigt er wieder das blinkende Fahrradzeichen. Der eelo Cyglo macht seinen Job mit bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit, der über USB wieder aufladbar ist, sehr gut. Aber nicht nur diesen, auch als Rucksack ist er einfach durch und durch geeignet und bietet ausreichend Platz. Durch das verarbeitete Nylongewebe ist er super leicht und natürlich wasserfest. Soll er mal mitgenommen werden, kann er auf die Größe eines kleinen Tablets ohne Probleme zusammengefaltet werden. Mit dem eelo Cyglo Rucksack können sich nun endlich wieder mehr Leute in das Verkehrsgetümmel mit dem Fahrrad wagen!

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10/2021 UC2: Ein Mikroskop für Jedermann

Bildung und Wissenschaft frei zugänglich für Jedermann. Um diesem Zustand ein Stück weit näher zu kommen, hat ein Forscherteam aus Jena einen Mikroskop-Baukasten entwickelt, der in Sachen Qualität herkömmlichen Mikroskopen in nichts nach steht, aber weitaus günstiger ist.

You See Too oder verkürzt UC2. So heißt der optische Werkzeugkasten, mit dem ganz einfach Mikroskope gebaut werden können. Und das für ein ‚paar Hundert Euro‘. Nichts im Vergleich zu kommerziellen Mikroskopen. Die kosten oftmals das Zehn- wenn nicht sogar das Hundertfache.  Entwickelt wurde UC2 von einem jungen Forscherteam vom Jenaer Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), von der Friedrich-Schiller-Universität und dem Universitätsklinikum Jena. Günstiger aber dafür genauso gut. Der optische Baukasten liefert hochauflösende Bilder genauso wie herkömmliche Mikroskope. Darüber hinaus eröffnen sich ganz neue Anwendungsbereiche für die biomedizinische Forschung, für die konventionelle Mikroskope in einigen Fällen ungeeignet sind.

Mikroskop à la Lego

Wer früher mit Legosteinen gespielt hat, dem dürfte die Herangehensweise des Thüringer Forschungsteams bekannt vorkommen. Denn das Lego-Prinzip wurde sich hier zum Vorbild genommen. Den Grundstein des UC2 bildet ein mit dem 3D-Drucker hergestellter Würfel mit einer Kantenlänge von 5 Zentimetern. In diesen können dann Linsen, LEDs oder auch (Smartphone- )Kameras eingesetzt werden. Sobald man mehrere dieser Würfel in eine magnetische Rastergrundplatte steckt und diese darin gekonnt anordnet, entsteht ein leistungsfähiges optisches Werkzeug, das je nach Forschungsfrage oder Untersuchungsgegenstand angepasst werden kann. Ein weiterer Pluspunkt des Baukasten-Systems ist die einfache Handhabung. Die dazugehörigen Baupläne und die Software wurden frei zugänglich auf dem Online-Repositorium GitHub veröffentlicht und werden mit dem Nutzerfeedback der Baukasten-Verwender nach und nach verbessert. So kann jeder den UC2-Baukasten nachbauen, umändern oder erweitern. Apropos einfache Handhabung. Das Baukasten-Mikroskop lässt sich unkompliziert recyceln und hat damit den kostspieligen und traditionellen Mikroskopen wieder etwas voraus. Diese müssen nach ihrem Einsatz oftmals aufwendig gereinigt werden.

UC2 – The Box

Um tatsächlich als ‚Mikroskop für alle‘ zu gelten, stellt das Forschungsteam auch ein speziell für die Ausbildung an Schulen und Universitäten konzipiertes Baukasten-Modell zur Verfügung. Mit ‚UC2: The Box‘ können sich die Schüler und Schülerinnen selbst ein Spektrometer oder ein Smartphone-Mikroskop bauen. Auf diese Weise sollen Jugendliche für die Wissenschaft begeistert und an optische Konzepte herangeführt werden.

 

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09/2021 ODR Skis: Neue Art des Wintersports

Es sieht aus als hätte man seine Skier vergessen. Mit den ODR Skis braucht man diese aber auch nicht mehr. Wieso? Das erfahrt ihr jetzt! 

Der Mitbegründer von ODR Skis, ehemals Sled Dog Snowskates, Kevin Greco, wurde in die optimale Skiwelt hineingeboren. Er wuchs in Alaska auf und war zu jeder freien Zeit auf der Schneepiste zu finden. Für manche eine Traumvorstellung! Doch zwei Mankos gab es. Die sperrige Ausrüstung und die anfängliche gefährliche Lernphase waren dem Gründer immer ein Dorn im Auge. Daraus ergab sich eine völlig neue Idee Wintersport zu betreiben, die alle bisherigen Problematiken beseitigt. Mit dieser will der Gründer die Winterwelt für alle öffnen und für diejenigen erweitern, die bereits erfahrene Ski-, Snowboard-, Hockey- oder Schlittschuh-Fahrer sind.

Next Generation Skis

Das was jetzt kommt ist die nächste Generation des Wintersports. Faszinierend, cool und doch so simpel. Es handelt sich bei den ODR Skis um eine Kombination aus Schlitt- und Skischuhen. Der Clou daran: Entlang der Unterseite ist eine Basis enthalten, die der Unterseite eines Skis nahekommt. Die Seiten sind mit Stahlkanten abgerundet, sodass sie beim Stoppen und Drehen eine gute Griffigkeit im Schnee haben. Quasi Skating auf Schnee. Der bequeme, flexible und leichte Schuh mit harter Außenschale, wie man sie von einem Skischuh kennt, ist für alle da. Denn es gibt zwei verschiedene Versionen. Den Eclipse ($ 389) für Anfänger und den R-43 ($ 479) für Fortgeschrittene und Experten. Dabei ist der neue Wintersportschuh verglichen zu Skiern, Snowboards etc. kostengünstig. Mit den ODR Skis werden nun die erklärten bisherigen Probleme vernichtet. Mit ODR Skis ist man sicherer und flexibler unterwegs. Leichtere Erlernbarkeit macht es quasi allen möglich, damit zu fahren. Nutzer von 3 bis 65 Jahren tun dies auch schon, und zwar mit Begeisterung. Und der wohl größte Pluspunkt: Leicht, tragbar, kompakt. Die ODR Skis passen in Rucksäcke, Koffer und kleine Autos. Es muss nur minimale Ausrüstung getragen werden. Somit ist man mal schneller zu einem Ausflug auf den nächsten Berg aufgebrochen. Die ODR Skis begeistern mit dem Adrenalinkick vom Skifahren und Snowboarden sowie mit einer noch nie dagewesenen Bewegungsfreiheit des Eislaufens und Inlineskatens!

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08/2021 Eco Egg: Der Umwelt zur Liebe

Wie hängen Wäsche und Umweltschutz zusammen? Waschmittel beeinflusst unsere Natur sehr stark. Leider negativ. Es gibt aber sogar Alternativen, beispielsweise das Eco Egg.

Alleine in Deutschland werden pro Jahr 250.000 Tonnen Weichspüler und 600.000 Tonnen Waschmittel in unser Abwasser gespült. Jahr für Jahr wird es mehr. Und dabei machen sich die wenigsten Gedanken über die Inhaltsstoffe ihrer Waschmittel. Giftige Chemikalien, die nicht in den Kläranlagen abgebaut werden können, gelangen in Flüsse, Seen und ins Meer. Das Todesurteil für wichtige Wasserorganismen. Wer also das nächste Mal neues Waschmittel kaufen möchte, der sollte sich zweimal überlegen, ob ein ökologisches nicht die bessere Alternative ist.

Waschmittel für den Umweltschutz

Mittlerweile gibt es auf dem ökologischen Waschmittelmarkt einige Alternativen und Anbieter. So bspw. Waschnüsse, Waschbälle, Waschkugeln und auf das hier abgezielte Waschei namens Eco Egg. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um ein umweltfreundliches Waschmittel, völlig frei von Chemikalien. Die Basis bilden Mineralien und waschaktive Stoffe in Kügelchen-Form. Treffen diese Kügelchen auf Wasser geben sie negativ geladene Ionen ab. Diese sorgen dafür, dass sich Verschmutzungen auflösen. Nicht zuletzt wirkt auch die mechanische Reibung durch das Waschei. Und diese Effektivität ist sogar klinisch erfolgreich bestätigt. Zumal ist es hypoallergen, also ein sehr hautfreundliches Allergie-Waschmittel und eignet sich ebenfalls für Babywäsche. Mit einem Eco Egg lässt es sich bis zu rund 700 Mal waschen. Das entspricht bei einer durchschnittlichen Familie einer Waschdauer von unglaublichen drei Jahren. Und jedes Mal wird so eine Ausleitung von chemischen Waschmitteln in unser Grundwasser um bis zu 98% verhindert. Somit ist klar, ein Waschei ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern schont auch noch ordentlich den eigenen Geldbeutel. Denn es kostet nur ca. 15 €. Nach den drei Jahren sind die Kügelchen dann einfach nachfüllbar, sodass kein komplettes Waschei mehr gekauft werden muss.

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07/2021 Scoby: Die Essbare Verpackungslösung

Im Supermarkt sieht man sie überall. Von Lebensmitteln ist allerdings nicht die Rede, sondern von umweltschädlichen Plastikverpackungen. Das hat jetzt ein Ende und zwar mit Scoby, einer essbaren Alternative.

Dass der Einsatz von Plastik für zahllose Verpackungen ein Problem darstellt, sollte mittlerweile bekannt sein. Winzigste Plastikpartikel können problemlos in unsere Umwelt, insbesondere in unsere Ozeane und Flüssen gelangen. Bei einigen frischen Lebensmitteln wie Karotten sind Verpackungen nicht zwingend notwendig. Bei anderen allerdings schon. So benötigt die dünne Haut von Tomaten besonderen Schutz. Darüber hinaus werden die Hygienevorschriften immer strenger. Aus diesen Gründen werden heute mehr Lebensmittel verpackt als jemals zuvor. Und klar gibt es schon alternative Lösungen wie Papierverpackungen oder Mehrwegnetze. Diese erzeugen am Ende aber dennoch Müll. Eine Alternative ist allerdings anders als alle anderen. Gemeint ist Scoby Packaging, die essbare Verpackungslösung eines niederländischen Startups.

Essbare Folie aus Hefepilzen

Der Name der Verpackung lässt auch gleichzeitig die Besonderheit derselben vermuten. Scoby ist ein im Englischen häufig verwendetes Akronym für eine symbiotische Kultur von Bakterien und Hefen, es handelt sich also um eine Art Hefepilz, der im Einklang mit Bakterien steht. Genutzt wird der Scoby schon seit längerem zur Herstellung von Kombucha, einem fermentierten Teegetränk. Der Pilz wird im Labor in flachen Behältnissen auf einer flüssigen Oberfläche bei einer Temperatur zwischen 20 und 30 Grad gezüchtet. Am Ende des Prozesses steht dann ein gelatineartiger Biofilm, der als alternative Lebensmittelverpackung vor allem für Frischeprodukte wie Obst und Gemüse dienen kann. Und wie bereits erwähnt sogar mit den enthaltenen Produkten verzehrt werden kann. Für manche könnte die quallen-artige Konsistenz des Pilzes allerdings gewöhnungsbedürftig sein. Diesen Personen sei jedoch gesagt, dass der Verzehr der Verpackungslösung kein Muss ist. Da die zellulose-artige Folie komplett biologisch ist, kann sie rückstandsfrei entsorgt werden. Besser geht’s wohl nicht, oder?

Nicht nur Verpackungsfolie, sondern auch Lederersatz

Der Scoby hat allerdings noch mehr drauf. Mit seinem Einsatz kann in der Lederherstellung komplett auf tierische Produkte verzichtet werden. Mithilfe des Scoby wird nämlich veganes Leder hergestellt. Über die Färbung des Tees, in dem der Scoby wächst, und durch die zusätzliche Zugabe von Farbstoffen nach der Fermentierung können auch verschiedenste Farbvariationen und einzigartige Farbeffekte erzielt werden. Die Kleidung ist genauso wie die Verpackungsfolie ohne Probleme biologisch abbaubar und kann dem Boden sogar noch als Nährstoff hinzugefügt werden. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin definitiv Fan des kleinen Scobys.

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06/2021 Schweizer Fabrik saugt CO2 aus der Luft

Erderwärmung. Klimawandel. Umweltzerstörung. Die größten Probleme der Menschheit verlangen nach innovativen und nachhaltigen Lösungen. Eine weitere steht jetzt in den Startlöchern. Eine Schweizer Fabrik zieht das CO2 aus der Luft.

Polkappen schmelzen, Ozeane versauern, der Meeresspiegel steigt an. Und der treibende Faktor hinter diesen negativen Entwicklungen ist die Erwärmung der Erdatmosphäre. Grund hierfür ist der exzessive Verbrauch fossiler Energieträger und der damit einhergehende Anstieg des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre. Um diese Entwicklungen zu stoppen, muss also dringend der weltweite Ausstoß von CO2 reduziert werden. Aber genügt das auch? Was ist mit dem CO2, das sich bereits zu mehreren Millionen Tonnen in der Luft befindet? Soll man das einfach aus der Luft saugen? Ähm ja genau so, dachte sich die Schweizer Firma Climeworks. Okay gut, ein bisschen komplizierter ist es schon.

Direct-Air-Capture-Technologie

Die erste Anlage dieser Art steht in Hinwil in der Schweiz. Sie entzieht der Umgebungsluft das Kohlenstoffdioxid und transportiert es in ein nahegelegenes Gewächshaus. Dort befördert das Gas das Wachstum der Pflanzen und wird somit wieder in Biomasse umgewandelt. Auf diese Weise werden jährlich 900 Tonnen aus der Atmosphäre gezogen. Solche Verfahren, die CO2 direkt aus der Umgebungsluft gewinnen, werden als Direct-Air-Capture-Verfahren bezeichnet.

Die Anlagen von Climeworks bestehen aus Modulen, die mit einem Ventilator und einem Filter ausgestattet sind. Der Ventilator ist lediglich dazu da, die normale Umgebungsluft anzusaugen. Das eigentliche Geheimnis steckt in den Zellulose ähnlichen Absorberfiltern, die das Kohlenstoffdioxid von der Luft trennen. Die eingezogene Luft wird über diesen Filter geleitet, wobei sich die CO2-Moleküle an den Poren der Filteroberfläche anreichern. Sobald der Filter nach drei Stunden gesättigt ist, stoppt der Ventilator und die Box, in der sich der Filter befindet schließt sich. Schließlich werden die Moleküle auf 100 Grad Celcius erhitzt und vakkumiert. Das Ergebnis ist CO2 in seiner reinen Form. Diesen Zyklus kann man ständig wiederholen. Neben der direkten Verwertung des reinen CO2 in dem angebauten Gewächshaus, kann das Gas auch gespeichert werden. In einer Anlage in Island wird das gewonnene Treibhausgas mit Wasser vermengt in die Tiefe gepumpt, wo es in Reaktion mit dem dortigen Basaltgestein verpresst und so unterirdisch gelagert wird. Die unterirdische Speicherung des Gases ist allerdings in Deutschland umstritten beziehungsweise in einigen Bundesländern sogar verboten.

Kritik an hohem Aufwand

Ein relativ großes Manko der Anlage ist allerdings der momentane Energieaufwand. Für den Prozess, genauer für die chemische Filterung, wird viel Energie benötigt. Deshalb ist die Schweizer Anlage auch auf einer Müllverbrennungsanlage aufgebaut worden. Deren Abwärme kann für den energiereichen Prozess verwendet werden. Dennoch bietet die innovative Anlage viel Potenzial. Mit 250.000 solcher Systeme kann bis 2025 ein Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus der Luft gefiltert werden, das entspricht unglaublichen 300 Millionen Tonnen pro Jahr.

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05/2021 Kokojoo: Kakao mal anders

In der Schokolade oder als heißes Getränk. Kakao ist vielseitig einsetzbar, obwohl nur ein Bruchteil der Kakaobohne dafür verwendet wird. Benutzt man auch die Schalen, ist sogar noch ein Erfrischungsgetränk mit drin.

Schon vor 4000 Jahren wurde Kakao von den Azteken zu Kult- und Heilzwecken genutzt. Das Wissen über die Wirkkraft der Pflanze und ihrer Früchte blieb bis ins 17. Jahrhundert erhalten. Zu dieser Zeit boten Apotheker den Kakao als Heil- beziehungsweise Stärkemittel an. Heutzutage ist diese Verwendungsform des Kakaos verloren gegangen und er dient oft nur noch als Hauptbestandteil von Schokolade oder wird als Heißgetränk angeboten. Dabei bietet der Kakao so viel mehr, sofern man von der ganzen Bohne Gebrauch macht. Im Allgemeinen sollte bekannt sein, dass der gemahlene Kakao aus der Bohne beziehungsweise den Fruchtsamen des Kakaobaumes gewonnen wird. Diese werden vor dem Mahlen geröstet, sodass sich die Schalen von der Bohne lösen. Die Kakaoschalen werden für die Kakaoherstellung nicht benötigt. Und so werden unüberlegt ganze 80 Prozent der Kakaobohne weggeworfen. Dabei tragen die Schalen eine immense Kraft in sich. Und das weiß auch Dayog Kabore, der Gründer des Berliner Startups Kokojoo.

Erfrischungsgetränk aus Kakaoschalen

Das Unternehmen hat sich eine ganzheitliche und genussvolle Verwertung der Kakaobohne zum Ziel gesetzt und wollte gegen die in der Gesellschaft vorherrschende Wegwerfmentalität vorgehen. Und so ist es passiert, dass Kokojoo, das erste Erfrischungsgetränk aus den Schalen der Kakaobohne, kreiert wurde. Die Verwendung der Kakaobohnenschalen für Getränke ist allerdings nicht neu. Für die Zubereitung von aromatischen Tees werden die Schalen schon länger eingesetzt. Denn sie verfügen über viele Vitamine, enthalten kaum Kalorien und  sind förderlich für das Nervensystem, für die Niere und Blase und für das Herz. Als Zutat für ein neuartiges Kaltgetränk sind die Schalen aber erst bei Kokojoo zum Einsatz gekommen. Die Kakaoschalen sind aber nicht nur nährstoffreich sondern auch geschmacksintensiv. Das Getränk bietet so ein exotisches Geschmackserlebnis, das mit normalem Kakaogeschmack allerdings nicht vergleichbar ist. Wer interessiert ist und in Deutschland, Österreich oder Frankreich wohnt, kann sich Kokojoo über einen eingerichteten Onlineshop bestellen. Momentan sind zwei Varianten des Erfrischungsgetränkes erhältlich, eine mit Koffein und eine ohne. Geplant sind allerdings noch mehr Produkte. Shakes, Riegel oder Kekse sollen bald in das Produktsortiment mitaufgenommen werden. Kokojoo setzt seine Divise von mehr Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit  auch in der Beschaffung der Kakaobohnen durch. Das Unternehmen arbeitet eng mit lokalen Bauern in Westafrika zusammen, versucht auf möglichst viele Zwischenhändler zu verzichten und wählt ihre Partnerbauer nach strengen Nachhaltigkeits- und Qualitätskriterien aus. Da bleibt nur noch ‚Prost‘ zu sagen.

04/2021 Musik direkt im Ohr ohne Kopfhörer

Sound-Beaming. Mithilfe dieser Technologie sollen Töne direkt an unser Ohr transportiert werden, ganz ohne Kopfhörer. Zukunftsmusik oder Realität? Hier erfahrt ihr es.

Töne und Geräusche umgeben uns überall und zu jeder Zeit. Immer mehr Produkte kommen auf den Markt, die unser Erlebnis mit der auditiven Welt so angenehm wie möglich gestalten sollen. Neueste Errungenschaft sind dabei ganz klar kabellose Bluetooth-Kopfhörer. Mit diesen können Telefonate schnell und einfach geführt und Musik auch bequem während dem Sport gehört werden, ohne dass man sich in den Kabeln verheddert. Und was wenn man überhaupt keine Kopfhörer mehr benötigt, aber trotzdem der Einzige ist, der seine Musik auch tatsächlich hört? Das soll jetzt genau so funktionieren. Möglich gemacht, hat es ein israelisches Unternehmen namens Noveto Systems.

Umgeben von einer Schallblase

Das Gerät nennt sich SoundBeamer 1.0. Die Technologie wird gleichnamig als Sound-Beaming bezeichnet. Und diese revolutioniert wahrlich unser Hör-Erlebnis. Der Hörer wird hierbei in eine Art Schallblase eingetaucht und hört den Sound direkt in seinem Ohr. Andere Personen in der näheren Umgebung bekommen davon nichts mit. Der Hörer im Gegenzug kann weiterhin Umgebungsgeräusche wahrnehmen. Perfekt also für das Autofahren. Navigationsanweisungen können so während der Fahrt an den Fahrer übermittelt werden ohne die Beifahrer zu informieren und dennoch werden wichtige Außengeräusche wie der Signalton eines Einsatzfahrzeuges nicht überhört. Aber auch für Computerspielanwendungen oder für Telefonkonferenzen ist die neue Technologie einsetzbar.

Präzise gesteuerter Schall mit 3D-Sensoren

Der SoundBeamer 1.0 kann mit jeglichem Endgerät über Bluetooth gekoppelt werden. Egal ob Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone. Das Gerät überträgt die Töne der verbundenen Soundquelle und sendet den Schall scharf gebündelt und präzise gesteuert an die Ohren des Empfängers aus. Diese werden mittels einer eingebauten Kamera und einem 3D-Sensormodell genau lokalisiert und in Echtzeit in ihrer Bewegung verfolgt, sodass Schallräume auch tatsächlich nur im äußeren Ohrenbereich des Empfängers aufgebaut werden. So entsteht auch der Eindruck, dass die Töne bzw. Geräusche direkt im Ohr entstehen. Musik kann mit dem SoundBeamer in Stereo aber auch im 360-Grad-Rundumklang gehört werden, dabei folgen die Schallräume automatisch der Kopfposition des Hörers. Um den SoundBeamer einwandfrei nutzen zu können, müssen die Lautsprecher des verwendeten Endgerätes allerdings ausgeschaltet sein. Äußerlich ähnelt das Produkt einer mittelgroßen Soundbar. Die erste Ware soll ab Dezember 2021 verfügbar sein.

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03/2021 Kekz: Traveltainment für Kinder

Früher Kasetten, dann CD’s, heute Streaming-Dienste. Mit Kekz gehen unsere Kinder nun aber wieder ein Stück in Richtung analoge Welt.

Greifen Eltern für Hörspiele und Kindermusik für ihre Kleinen auf Streaming-Dienste zurück, ist das von Nachteil für beide, groß und klein. Gibt man als Elternteil das Handy an sein Kind aus der Hand, könnte es sich als Kampf herausstellen, es wieder zu bekommen. Kinder haben einfach noch kein Verständnis für die richtige Mediennutzung – selbst die meisten Erwachsenen haben dies nicht. Daraus ergeben sich Reizüberflutung und noch lange nicht großflächig erforschte gesundheitsschädliche Strahlung für unsere Kleinsten. Den beiden Gründern, Carl Taylor und Adin Mumma, beides Väter, ging dies gewaltig auf den Keks. Und genau in diesem Sinne entstand Kekz.

Kekze für Kinder

Kekz heißt: Kein Screen, kein Kabel, kein Stress! Das Münchner StartUp der beiden Väter revolutioniert mit seinem kabellosen Kopfhörersystem die Art und Weise, wie Kinder ihre Lieblingsaudioinhalte konsumieren, zuhause und vor allem unterwegs. Kekz ist also Traveltainment für die Jüngsten. Die Kopfhörer versprechen kindgerechte Unterhaltung unabhängig vom Handy oder Tablet der Eltern. Es hat weder ein integriertes WLAN- noch Bluetooth Modul. Es handelt sich bei den Kopfhörern um ein komplett geschlossenes Offline-System. Gesundheitsschädliche, abhängig machende, ablenkende Bildschirme und Strahlung sind somit verbannt. Denn es geht auch ohne. Haptisch einfach und intuitiv kann das Kind per Plug&Play verschiedene magnetische Kekze Chips an die Außenseite der Ohrmuschel reinklicken, um die Wiedergabe zu starten. Die Kleinen haben so die selbstbestimmte Freiheit in welche Hörbuchwelt sie eintauchen wollen.

Das kann Kekz

Die Speicherkapazität der Kekz Kopfhörer umfasst 32 GB, somit ist Platz für rund 800 verschiedene Alben. Denn alle verfügbaren Audioinhalte sind bereits auf dem Kekz vorinstalliert und werden erst durch die Verbindung mit dem entsprechenden Audio-Chip, also den Kekz, der per Magnet an die Ohrmuschel gedrückt wird, freigeschalten. Dabei setzen die Gründer auf den Einsatz von NFC-Chips, denn alles soll ohne drahtlose Verbindung funktionieren. Mittels USB-Anschluss lässt sich der Kopfhörer laden und über den Laptop mithilfe von Updates mit neuen Inhalten bestücken. Über einen großen Bedienknopf kann das Kind Lieder und Kapitel überspringen. Ein verstellbarer Kopfbügel und schalldämmende Ohrpolster garantieren ein angenehmes Tragen des Kopfhörers. Um die Kinder vor zu lauter Musik zu schützen, ist die Lautstärke entsprechend auf maximal 85dB begrenzt. Im Frühjahr 2021 will Kekz den Markteintritt wagen. Wir sind gespannt, wie es laufen wird!

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02/2021 CampStove: Aus Feuer werde Strom

Die hohe Kunst eines jeden Survival-Campers ist es, selbstständig ein Feuer zu machen. Wer ein bisschen schummeln will, kann hierfür auch den CampStove verwenden. Aber nicht nur dafür. Strom liefert er nämlich auch.

Camping macht man normalerweise ohne großartig viel Luxus, weit ab von der Zivilisation, um möglichst viel Ruhe und Natur genießen zu können. Ab und zu möchte man dann aber doch mehr Realität und schnappt sich sein Smartphone. Blöd nur, wenn der Akku dann leer ist. Und ja klar, es gibt für solche Fälle Powerbanks. Aber mit CampStove geht das auch und währenddessen kann man sich auch noch gemütlich das Essen für den heutigen Abend zubereiten.

Möglich macht’s der Thermogenerator

Richtig gehört! CampStove kann sowohl zum Kochen als auch zum Laden elektrischer Geräte eingesetzt werden. Bei dem Utensil handelt es sich nämlich um einen Campingkocher, der Feuer in Strom umwandelt. Dabei bedient sich der Outdoor-Kocher eines Thermogenerators. Mit dessen Hilfe wird ungenutzte Verlustwärme aus energiereichen Prozessen aufgefangen, in Strom umgewandelt und so wieder nutzbar gemacht. Man spricht hier auch von energy harvesting. Beim CampStove funktioniert das Ganze genauso. Der Campingkocher wird mit Ästen, Zweigen oder ähnlichem Holzabfall befeuert. Die im Feuer enthaltene Energie wird in elektrischen Strom umgewandelt. Ein Teil dessen wird sofort an ein ausgeklügeltes Belüftungssystem weitergeleitet, das zusätzlich für eine effizientere und tatsächlich rauchfreie Verbrennung sorgt. Der Generator erzeugt allerdings mehr Energie als für das Belüftungssystem benötigt wird. Mit dem Rest wird ein in dem CampStove eingebauter, 2600 mAH starker Lithium-Ionen-Akku geladen. Die Energie steht dann als 5-Volt-Spannung über einen USB-Ausgang zur Verfügung. Damit der Nutzer des Campingkochers über den aktuellen Zustand des Gerätes genau Bescheid weiß, sind an der Vorderseite drei LED-Leisten angebracht. Die linke Leiste gibt Auskunft über die Hitze des Feuers beziehungsweise die Energieerzeugung des Thermogenerators. Die Mittlere zeigt die Belüftungsgeschwindigkeit und die rechte Leiste den Ladezustand des internen Akkus.

Die amerikanische Firma BioLite, die den CampStove entwickelt hat, hat bereits ein überarbeitetes Modell, den CampStove2, auf den Markt gebracht. Bei dieser Folgeversion kann der USB-Ausgang aktiviert werden, auch wenn keine Verbrennung stattfindet. Das war bei der vorigen Version noch nicht möglich. Die erzeugte Energie wird also wie bei einer Powerbank gespeichert und kann zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Die Leistung ist allerdings nicht mit der einer Powerbank vergleichbar. Aber sind wir mal ehrlich, bei einem Camping-Ausflug muss das Smartphone nicht immer seine vollen 100 Prozent erreichen, da sollte man sich sowieso eher auf die Natur konzentrieren.

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