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Schlagwort: Surfen

06/2026 SilentSurf: Wie digitale Kindersicherheit ohne Überwachung möglich wird

SilentSurf ist ein sicherer Kinderbrowser, der problematische Inhalte blockiert, Tracking verhindert und dabei konsequent auf Überwachung verzichtet. Das Grazer Startup zeigt, dass digitale Kindersicherheit auch ohne Datensammlung funktionieren kann – als technologische Antwort auf ein gesellschaftliches Spannungsfeld zwischen Schutz, Freiheit und Verantwortung.

Kinder wachsen heute in einer digitalen Umgebung auf, die nicht für sie gemacht wurde. Suchmaschinen, Webseiten und Werbenetzwerke folgen ökonomischen Logiken, nicht pädagogischen. Eltern stehen damit vor einer schwierigen Aufgabe: Sie wollen ihre Kinder schützen, ohne sie dauerhaft zu kontrollieren. Genau in diesem Spannungsfeld setzt SilentSurf an und formuliert eine klare These: Sicherheit entsteht nicht durch Beobachtung, sondern durch kluge technische Begrenzung.

Ein strukturelles Problem der digitalen Kindheit

Das Internet kennt keine Altersgrenzen. Inhalte, die für Erwachsene gedacht sind, sind oft nur einen Klick entfernt. Viele bestehende Kinderschutzlösungen reagieren darauf mit Überwachung, Nutzungsprotokollen oder detaillierten Aktivitätsberichten. Das mag kurzfristig Sicherheit vermitteln, führt aber langfristig zu neuen Problemen. Kinder lernen früh, dass ihr digitales Verhalten ständig beobachtet wird. Vertrauen wird durch Kontrolle ersetzt, Privatsphäre zur Ausnahme erklärt. SilentSurf identifiziert genau hier das Kernproblem: Digitale Kindersicherheit wird häufig mit Misstrauen verwechselt. Statt Schutzräume zu schaffen, werden Kinder transparent gemacht.

So funktioniert SilentSurf im Alltag

SilentSurf ist kein Add-on und kein Analyse-Tool, sondern ein eigenständiger Browser, der speziell für Kinder entwickelt wurde. Nach der Installation auf Smartphone oder Tablet wird der Browser als primärer Zugang zum Internet genutzt. Eltern wählen einmalig einen Schutzmodus aus, der altersgerechte Inhalte definiert. Ab diesem Moment prüft SilentSurf jede aufgerufene Webseite in Echtzeit. Seiten mit pornografischen, gewalthaltigen oder manipulativen Inhalten werden blockiert, bevor sie geladen werden. Suchmaschinen laufen automatisch im sicheren Modus, Werbung und Tracker werden reduziert, riskante Weiterleitungen unterbunden.

Der entscheidende Punkt: All das passiert lokal auf dem Gerät. Es werden keine Surfverläufe gespeichert, keine Daten an externe Server geschickt und keine Profile erstellt. Eltern erhalten keine detaillierten Berichte über das Online-Verhalten ihrer Kinder. Stattdessen können sie sich darauf verlassen, dass der Browser selbstständig filtert und schützt. Für das Kind bedeutet das ein klar begrenzter, aber freier digitaler Raum. Für Eltern bedeutet es Entlastung – und die Möglichkeit, Gespräche über das Internet nicht aus Kontrolle, sondern aus Vertrauen heraus zu führen.

Grenzen, Verantwortung und neue Chancen

SilentSurf löst nicht jedes Problem digitaler Erziehung. Der Schutz greift dort, wo der Browser genutzt wird. Inhalte innerhalb einzelner Apps oder Spiele liegen außerhalb dieses Rahmens. Doch genau darin liegt auch die Stärke des Konzepts. SilentSurf versteht sich nicht als Ersatz für Erziehung, sondern als Werkzeug. Es schafft sichere Grundlagen, auf denen Gespräche, Medienkompetenz und Eigenverantwortung aufbauen können.

Gleichzeitig zeigt das Produkt, wie technologische Innovation mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden werden kann. Der bewusste Verzicht auf Datensammlung ist kein technischer Nachteil, sondern ein ethisches Statement. SilentSurf macht sichtbar, dass Datenschutz und Sicherheit keine Gegensätze sein müssen, sondern sich ergänzen können, wenn Produkte konsequent aus Nutzerperspektive gedacht werden.

Am Ende geht es um mehr als einen Browser. SilentSurf steht für einen Perspektivwechsel in der digitalen Kindersicherheit. Weg von Überwachung, hin zu strukturellem Schutz. Weg von Kontrolle, hin zu Vertrauen. Für Eltern, die ihre Kinder ernst nehmen – und für eine digitale Zukunft, in der Schutz nicht auf Kosten der Privatsphäre geht.

Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter SilentSurf.

58/2020 Surf Lakes: Per Druckluft zur perfekten Welle

1400 Tonnen Stahl heben sich in die Luft und senken sich wieder ab. Das Ergebnis ist die perfekte Welle. Mit seinem Prototyp schafft der Australier Aaron Trevis das Surfer Paradies schlechthin.

Strand, Sonne und Meer. Australien bietet dank seiner atemberaubenden Landschaft und seiner klimatischen Verhältnisse ideale Bedingungen für Surfer. Viele Urlauber nutzen diese Tatsache und besuchen auf ihrer Australien-Reise einen Surf-Kurs. Und einen besseren Übungsplatz als den pazifischen Ozean gibt es ja wohl nicht, oder? Der Australier Aaron beweist mit seinem Prototyp einer riesigen Wellenmaschine jetzt das Gegenteil.

Der gigantische Wellenmacher besteht aus 1400 Tonnen Stahl und steht in mitten eines künstlich angelegten Sees. Mittels Druckluft wird der Koloss angehoben und sinkt im nächsten Augenblick auch schon wieder Richtung Wasseroberfläche. Seine gewaltige Masse verdrängt dabei hunderte Liter an Wasser. Das Ergebnis sind über 2000 gleichmäßige Wellen pro Stunde, die eine Höhe von 2,5 Meter erreichen können und somit als die größten, künstlich erzeugten Wellen der Welt gelten.

Einzigartige Technologie der „Five Waves“

Die im australischen Queensland gelegene Surf-Lakes-Anlage sticht allerdings nicht nur durch den Wellenmacher hervor. Der angelegte See,  von dessen Mitte aus die Wellen sich konzentrisch zum Strand bewegen, bietet auch einige Besonderheiten. Am Seeboden wurden nämlich zusätzlich künstliche Riffe errichtet, mithilfe derer fünf verschiedene Arten von Wellen geformt werden können, die in ihrer Größe, Länge und Gestalt und somit im Schwierigkeitsgrad variieren. So ist es möglich, dass Anfänger und Profis die Anlage gleichermaßen und zur selben Zeit nutzen können. Farbliche Markierungen weisen darauf hin, in welchem Wellen-Bereich sich der Surfer im Moment befindet. Insgesamt können circa 240 Surfer die Anlage gleichzeitig nutzen und das egal beim welchem Wetter. Natürliche Wellen werden von vielen Faktoren wie dem Wind, der Sonne oder dem Mond beeinflusst. Die Wellen des Surf Lake sind von diesen Kräften weniger bis gar nicht abhängig. Ein weiterer Grund, warum die Anlage und die Technologie der Five Waves sich immer größer werdendem Interesse erfreuen. Mehr als 200 Anfragen aus 25 Ländern erhielten der Australier und sein Team. Fünf weitere Anlagen unter anderem in der USA und in Brasilien sind bereits geplant. Hoffen wir mal, dass sie weiter auf der Welle des Erfolgs surfen werden.

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