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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: ökologisch

30/2020 Forest Gum: Der nachhaltige Kaugummi

Forest Gum? Kommt dir irgendwie bekannt vor? Jetzt handelt es sich allerdings nicht um einen Film, sondern um ein Kaugummi. Und zwar ein richtig umweltfreundliches!

580.000 Tonnen Kaugummi werden jedes Jahr weltweit gekaut. Nach kurzem Genuss wird er weggeworfen, leider oft zu Lasten unserer Umwelt. Auf jedem Quadratmeter unserer Straßen in Deutschland sollen wohl 35-80 Kaugummis kleben. Das Problem: Umweltschädlich und schwer biologisch abbaubar. Grund: Die meisten bestehen aus einer rätselhaften Masse aus synthetischen Rohstoffen, künstlichen Farbstoffen, Zusatzstoffen und Aromen, die u.a. aus Rohöl gewonnen werden. Dazu kommt eine Menge Zucker oder Süßstoff. Also alles andere als appetitlich. Vor allem, wenn man darüber nachdenkt, dass in Autoreifen der gleiche synthetische Stoff vorhanden ist. Es ist, als würde man auf Plastik kauen.

Ein nachhaltiger Kaugummi? Geht das?

Ja, das geht! Der Gründer von Forest Gum, Thomas Krämer, macht es vor. Um seine Idee nach vorne zu bringen, startete er zunächst eine Crowdfunding Kampagne. Diese war so erfolgreich, dass er in die erste Produktion gehen konnte. Das besondere an seinem Kaugummi: Er kommt ganz ohne Chemie aus und ist stattdessen zu 100% pflanzlich. Viel Wert legt der Gründer nämlich auf nachwachsende und biologisch abbaubare Rohstoffe. Und das nicht nur beim Kaugummi selbst, auch bei seiner Verpackung, die ohne jegliches Plastik auskommt. Sogar Zucker, ähnliche Zusatzstoffe oder Aromen finden bei Forest Gum keinen Platz. Der Name übrigens deshalb, weil die Hauptzutat wirklich dem Wald entstammt. Bei dieser handelt es sich um Chicle, den Saft des Breiapfelbaums aus den zentralamerikanischen Tropen. In fairer Zusammenarbeit mit den Chicleros, wird der Chicle von diesen geerntet. Durch ein nachhaltiges Verfahren tragen die Bäume keine Schäden davon und bleiben den Einheimischen auf lange Zeit erhalten. Aber nicht nur wir profitieren nun von dem leckeren nachhaltigen Kaugummi, für die Menschen vor Ort entstehen durch die faire und direkte Zusammenarbeit bessere Lebensbedingungen. Dafür probieren wir Forest Gum doch gerne mal!

Kurzer Sidefact: Schon die Mayas waren von Chicle begeistert!

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34/2018 Neuer Hochtemperatur-Speicher übertrifft Marktübliches um Faktor 2

Die Nebuma GmbH aus Saarbrücken hat eine neue Generation Wärmespeicher entwickelt. Das zumindest dokumentiert die ernst zu nehmende Jury des Innovationswettbewerbs ‘Top 100’ unter Mentor Ranga Yogeshwar. Der Speicher könne sehr hohe Speicher-Temperaturen von bis zu 1300 Grad Celsius aufnehmen, was einer zirka einhundertprozentige Steigerung gegenüber bis dato bekannten Feststoff-Speichern darstellt.

Ein junges Gründerteam um Dr. Susanne König und Dr.Martin Schichtel hat jetzt einen Preis ‘Innovator des Jahres 2018’ im Bereich der Firmen bis 50 Mitarbeiter ergattert. Das Gründerteam entwickelt und produziert gleichermaßen mobile und auch stationäre Hochtemperatur-Speichersysteme für Photovoltaik-Anlagen, Solartechnik und Windkraft-Systeme. Die Speicher-Wärme kann für die Erzeugung von Strom, Kälte oder Prozesswärme genutzt werden. Der in dem Kontext neu innovierte Wärmespeicher des Saarbrücker Unternehmens erreicht vergleichsweise sehr hohe Speicher-Temperaturen von um die 1.300 Grad Celsius. Nicht nur ist dieser Wert doppelt so hoch wie bei üblichen Feststoff-Speichern. Auch die ökologische Effizienz des Speichermaterials der Saarbrücker Macher liegt annähernd dreifach über dem der bislang bekannten Produkte.

Ohne die Innovation abschließend beurteilen zu können, so scheint Sie aufgrund des Preises und der renommierten Jury definitiv hierher zu gehören. Noch mehr freut uns aber der ökologische Mehrwert und Nutzen der Erfindung. Herzlichen Glühstrumpf nach Saarbrücken von dieser Stelle.

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