Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: KI (Seite 3 von 3)

05/2020 Krebsdiagnostik durch künstliche Intelligenz?

Wissenschaftler von Google sollen eine neue künstliche Intelligenz entwickelt haben, welche Brustkrebs im Frühstadium identifizieren soll. Bei den bisherigen Tests soll die KI Erfolg bewiesen haben und in Zukunft Ärzte bei der Diagnostik unterstützen können.

Die KI von Google namens „Deep Mind“ soll bei der frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs helfen. Hierfür soll der Software Bilder aus Mammografien vorgelegt werden. Das Mammographie-Screening ist eine Art Röntgen-Untersuchung der weiblichen Brust. Insbesondere bei der Früherkennung von Brustkrebs wird diese Methode der Untersuchung genutzt. Diese Bilder sollen dann von der künstlichen Intelligenz auf Brustkrebs analysiert werden.

Training mit Datensatz

Um diese Software zu trainieren und einsatzfähig zu machen, erhielt sie einen Datensatz mit rund 100.000 solcher Mammografien-Bilder. Im Anschluss wurden ihr Datensätze aus den USA und Großbritannien vorgelegt. Dabei sollen keine Bilder zum Einsatz gekommen sein, mit welchen die Software bereits im Vorfeld trainiert wurde. Hierbei entdeckte die KI zahlreiche Tumore, welche bislang von einem Arzt übersehen wurden. Ebenso kam die künstliche Intelligenz zu weniger falsch positiv Ergebnissen von Tumoren in der Brust. Dennoch waren auch einige falsche Ergebnisse zu verzeichnen.

KI kann Ärzte unterstützen

Auch wenn die künstliche Intelligenz bislang nicht in jedem Falle richtig lag, könnte sie in der Medizin eine innovative Unterstützung sein. Denn die neue Software soll eine Untersuchung vom Arzt nicht ersetzen. Vielmehr soll sie eine Untersuchung verbessern, indem sie bislang unentdeckte Tumore aufzeigt. Ein Einsatz der Software nach der vorherigen Untersuchung eines Arztes soll demnach denkbar sein.

Weniger fehlerhafte Diagnosen

Die Zahl der fehlerhaften Diagnosen kann somit langfristig sinken, wenn bei Unstimmigkeiten nochmals eine genauere Untersuchung erfolgt. Laut bisherigen Vergleichstests sollen dank der „Deep Mind“ rund 9,4 Prozent in den USA und rund 2,7 Prozent in Großbritannien der falsch-negativ Befunde eliminiert werden. Ebenso die falschen positiv Befunde sollen in den USA um 5,7 Prozent und in Großbritannien um 1,2 Prozent sinken. Frauen, welche an Brustkrebs erkranken, kann auf diese Weise frühzeitig geholfen werden. Denn jährlich sollen immer noch rund 600.000 Menschen an dieser Krebsart sterben. Interessierte können sich den Bericht zu der künstlichen Intelligenz von Google im Fachmagazin nature genauer ansehen.

49/2019 Künstliche Intelligenz KI konstruiert das Gesicht einer Person anhand Stimme

Nur sechs Sekunden der Stimme einer Person sollen ausreichen um ihr Gesicht „vorherzusagen“. Forschern aus den USA soll das nun mithilfe einer KI-Anwendung gelungen sein. Die ersten Tests lieferten erstaunliche Übereinstimmungen zwischen dem realen und dem konstruierten Gesicht.

Die Forscher des Massachusetts Institute of Technology aus den USA, kurz MIT, können unter Einsatz von einer künstlichen Intelligenz das Gesicht einer Person anhand ihrer Stimme konstruieren. Dazu reicht schon eine Sprachnachricht von sechs Sekunden aus, um ein Bild des Gesichtes des Sprechers zu schaffen. Basis der Gesichts-Vorhersage ist ein neuronales Netzwerk. Dieses wurde dafür mit millionenfachen Videosequenzen, beispielsweise aus YouTube, gefüllt. Anhand dieser konnte die künstliche Intelligenz die Zusammenhänge von Sprache und Gesichtern lernen.

Bei bisherigen Tests konnte die künstliche Intelligenz insbesondere das Alter, das Geschlecht, die ethnische Herkunft und Informationen über die Gesichtsform gut ermitteln und daraufhin abbilden. Die Entwicklung dieser künstlichen Intelligenz gelang den Forschern besonders gut, weil sie bei ihrer Forschung einen anderen Ansatz gewählt haben. Vorherige Untersuchungen hatten versucht die Stimme in Kombination mit anderen Informationen in ein Bild zu verwandeln. Die Forscher des MIT hingegen entwickelten ein Netzwerk, welches lediglich aus der Stimme selbst, die notwendigen Informationen sucht.

Teilweise noch falsch konstruierte Gesichter

Hundertprozentig perfekte Ergebnisse konnte die künstliche Intelligenz bislang noch nicht liefern. Sonderfälle wie eine englisch-sprechende asiatische Person, konnte das Netzwerk nicht immer richtig abbilden. Teilweise unterlaufen auch noch Irrtümer bei Geschlecht oder Alter. Das Ganze ist vor allem dem noch etwas unvollständigen Datensatz der Videosequenzen geschuldet. Außergewöhnliche Stimmen können so nur auf einer geringen Grundlage an Video-Material erstellt werden. Dies führt folglich zu Abweichungen. Auch die Haarfarbe kann aufgrund dessen nicht immer eindeutig wiedergegeben werden. Die Forscher sind sich zudem in diesem Punkt noch unschlüssig, ob es einen direkten Zusammenhang der Farbe der Haare und der Stimme gibt. Dennoch liegt die Ähnlichkeit und Übereinstimmung der tatsächlichen und konstruierten Gesichter deutlich über einem Zufallsniveau.

Die Frage, ob diese Erfindung wirklich von Nutzen und sinnvoll ist, bleibt jedem selbst überlassen. Dennoch ist das Ganze eine gute Möglichkeit auch maschinell erzeugten Stimmen ein Gesicht zu verleihen. Ebenso könnte mehr persönliche Nähe bei Telefon-Konferenzen durch passende Gesichter geschaffen werden. Auf der eigenen Projektseite der Forscher kann man die bisherigen Tests nicht nur selbst sehen, sondern natürlich auch hören. So kann man sich auch selbst von den bisherigen Ergebnissen überzeugen.

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