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Schlagwort: heizung

05/2026 Serwas: Wenn Server nicht nur rechnen, sondern Häuser heizen

Serwas zeigt, wie digitale Abwärme zu einer echten Ressource werden kann: Server erzeugen Rechenleistung und liefern gleichzeitig Heizenergie für Gebäude. Das Tiroler Konzept verbindet IT-Infrastruktur mit Wärmetechnik, senkt Emissionen und eröffnet neue Wege für dezentrale Energieversorgung – praxisnah, nachvollziehbar und mit klarer Wirkung.

Was bisher als lästiger Nebeneffekt digitaler Infrastruktur galt, rückt zunehmend in den Fokus nachhaltiger Innovation: Wärme. Server laufen rund um die Uhr, verbrauchen Strom und geben einen Großteil dieser Energie als Abwärme ab. Das tiroler Startup Serwas greift genau diesen Punkt auf und stellt eine einfache, aber wirkungsvolle Frage: Warum diese Wärme verschwenden, wenn sie sich direkt nutzen lässt?

Wärme als Nebenprodukt einer digitalen Gesellschaft

Mit der wachsenden Digitalisierung steigt der Bedarf an Rechenleistung – und damit auch der Energieverbrauch von Servern. Klassische Rechenzentren investieren enorme Summen, um diese Abwärme aktiv zu kühlen. Gleichzeitig kämpfen Haushalte und Unternehmen mit steigenden Heizkosten und dem Druck, fossile Heizsysteme zu ersetzen. Diese beiden Entwicklungen verlaufen bislang getrennt voneinander, obwohl sie technisch eng miteinander verbunden sind.

Serwas setzt genau an dieser Bruchstelle an. Die Idee dahinter ist nicht, neue Energie zu erzeugen, sondern vorhandene Energie besser zu nutzen. Die Wärme entsteht ohnehin beim Rechnen. Statt sie ungenutzt abzuführen, wird sie gezielt in Heizsysteme eingespeist. Damit wird ein Abfallprodukt zur Ressource.

So funktioniert das Serwas-System im Alltag

Konkret besteht das System aus speziell konzipierten Servereinheiten, die in Gebäuden installiert werden. Diese Module übernehmen klassische Rechenaufgaben und erzeugen dabei kontinuierlich Wärme. Über ein integriertes Wärmetausch- und Steuerungssystem wird diese Wärme direkt an das Heiz- oder Warmwassersystem des Gebäudes übergeben.

Die Installation erfolgt in Technikräumen oder Kellern und benötigt deutlich weniger Platz als herkömmliche Heizlösungen. Nach dem Anschluss an Strom und Heizkreis übernimmt eine Software die Regelung. Sie erkennt, wie viel Wärme gerade benötigt wird, und passt die Serverleistung entsprechend an. Für Nutzerinnen und Nutzer läuft der Prozess weitgehend im Hintergrund. Es ist kein IT-Know-how nötig, da Betrieb, Wartung und Optimierung zentral gesteuert werden.

Parallel dazu wird die erzeugte Rechenleistung extern genutzt. Die Einnahmen daraus fließen in den Betrieb des Systems, wodurch sich die Heizkosten reduzieren lassen. Das Gebäude wird somit nicht nur beheizt, sondern Teil einer dezentralen digitalen Infrastruktur.

Zwischen Wirtschaftlichkeit und Skalierung

Wie bei jeder jungen Technologie gibt es auch hier offene Fragen. Die Wirtschaftlichkeit hängt davon ab, wie konstant Rechenleistung nachgefragt wird und wie gut das System in bestehende Heizkonzepte integriert werden kann. Auch regulatorische Rahmenbedingungen und Akzeptanz spielen eine Rolle, insbesondere wenn Server als Teil der Haustechnik wahrgenommen werden.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen. Besonders in Kombination mit Photovoltaik kann das Modell seine Stärken ausspielen: selbst erzeugter Strom betreibt die Server, die Abwärme beheizt das Gebäude, Überschüsse werden sinnvoll genutzt. Für Mehrfamilienhäuser, Gewerbebauten oder öffentliche Einrichtungen entsteht so ein skalierbares Modell, das Energie effizienter verteilt und lokale Wertschöpfung ermöglicht.

Serwas steht exemplarisch für eine neue Denkweise: Innovation bedeutet nicht immer, etwas völlig Neues zu erfinden, sondern Bestehendes klüger zu verbinden. Wenn Rechenleistung und Wärmeversorgung zusammen gedacht werden, entsteht ein System, das Ressourcen schont und gleichzeitig wirtschaftlich nutzbar ist. Wer Energie neu denken will, findet hier einen Ansatz, der nicht auf Verzicht setzt, sondern auf intelligente Nutzung.

Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter Serwas.

03/2026 Serwas: Wenn Rechenleistung zu Wärme wird

Das Tiroler Startup Serwas verbindet zwei drängende Themen unserer Zeit: den steigenden Bedarf an Rechenleistung und die Suche nach nachhaltigen Wärmequellen. Statt Abwärme von Servern ungenutzt verpuffen zu lassen, wird sie gezielt in Heizsysteme eingespeist. Der Ansatz zeigt, wie digitale Infrastruktur zur physischen Energiequelle werden kann – effizient, lokal und nachvollziehbar.

Rechenzentren gelten als unsichtbare Rückgrate der Digitalisierung. Sie ermöglichen Streaming, Cloud-Dienste, KI-Anwendungen und moderne Unternehmenssoftware. Gleichzeitig verbrauchen sie enorme Mengen Strom – und produzieren Wärme, die in den meisten Fällen ungenutzt bleibt. Genau hier setzt Serwas an und macht aus einem systemischen Problem eine konkrete Anwendung.

Wenn Abwärme zum Problem wird

Server arbeiten rund um die Uhr. Prozessoren rechnen, Speicher greifen zu, Netzwerke übertragen Daten. Dabei entsteht kontinuierlich Wärme, die abgeführt werden muss, um die Hardware funktionsfähig zu halten. Klassische Rechenzentren investieren viel Energie in Kühlung, während Wohn- und Bürogebäude parallel fossile oder elektrische Heizsysteme nutzen. Zwei getrennte Systeme, die sich eigentlich ergänzen könnten.

Der Widerspruch ist offensichtlich: Während Städte nach nachhaltigen Heizlösungen suchen, verpufft in Serverräumen nutzbare Energie. Serwas betrachtet diese Abwärme nicht als Nebenprodukt, sondern als Ressource, die planbar, konstant und lokal verfügbar ist.

Wie Serwas Rechenleistung nutzbar macht

Das Konzept von Serwas ist technisch klar, aber in seiner Konsequenz neu gedacht. Das Unternehmen betreibt Servereinheiten dort, wo Wärme gebraucht wird – etwa in Wohnanlagen, Gewerbeimmobilien oder öffentlichen Gebäuden. Die Server erzeugen Rechenleistung für externe Kundinnen und Kunden, beispielsweise für Cloud-Services oder datenintensive Anwendungen. Die dabei entstehende Wärme wird direkt in das Heizsystem des Gebäudes eingespeist.

Konkret bedeutet das: Die Server sind in wassergekühlte Systeme integriert. Das erwärmte Wasser fließt in bestehende Heizkreisläufe oder Pufferspeicher und unterstützt Raumheizung sowie Warmwasseraufbereitung. Für die Nutzerinnen und Nutzer des Gebäudes verändert sich der Alltag kaum. Heizkörper funktionieren wie gewohnt, nur die Wärmequelle im Hintergrund ist eine andere.

Der wirtschaftliche Mechanismus ist ebenso entscheidend. Serwas verkauft die Rechenleistung, nicht die Wärme. Die Heizenergie fällt als Nebenprodukt an und kann die Heizkosten senken. Gleichzeitig wird die eingesetzte elektrische Energie doppelt genutzt: einmal für digitale Dienste, einmal für Wärme.

Grenzen, Fragen und Skalierung

So überzeugend das Modell ist, es bringt Herausforderungen mit sich. Die Wärmemenge hängt von der Auslastung der Server ab. In Zeiten geringer Rechenlast sinkt auch die verfügbare Heizleistung. Serwas begegnet dem mit hybriden Systemen, bei denen bestehende Heizlösungen als Backup dienen. Außerdem erfordert die Integration in Gebäude eine sorgfältige Planung, insbesondere bei Altbauten.

Ein weiterer Punkt ist die Akzeptanz. Rechenzentren werden oft mit Lärm, Sicherheitsbedenken oder technischer Komplexität verbunden. Serwas setzt daher auf kompakte, gekapselte Systeme, die wartungsarm sind und im Betrieb kaum wahrgenommen werden. Transparenz spielt dabei eine zentrale Rolle: Nutzer sollen verstehen, woher ihre Wärme kommt und wie sie entsteht.

Langfristig liegt die Chance in der Skalierung. Denkbar sind Quartierslösungen, bei denen mehrere Gebäude von einer verteilten Serverinfrastruktur profitieren. Auch kommunale Anwendungen, etwa in Schulen oder Verwaltungsgebäuden, sind realistische Einsatzfelder. Die Kombination aus Digitalisierung und Energiewende wird so greifbar und lokal erlebbar.

Am Ende steht eine einfache, aber weitreichende Idee: Infrastruktur muss nicht isoliert gedacht werden. Serwas zeigt, dass technologische Systeme dann besonders wirksam sind, wenn sie mehrere Bedürfnisse gleichzeitig adressieren. Wer über nachhaltige Innovationen spricht, kommt an solchen Kopplungen nicht vorbei. Sie laden dazu ein, bestehende Prozesse neu zu betrachten – und Verantwortung nicht als Verzicht, sondern als Gestaltungsraum zu verstehen.

Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter Serwas.

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