Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: Farbe

75/2025 QR-Codes individuell gestalten lassen

LemioCode denkt den QR-Code neu und macht aus einem oft übersehenen technischen Mittel ein bewusst gestaltetes Interaktionselement. Mithilfe KI-gestützter Designprozesse entstehen QR-Codes, die sich visuell in Produkte, Verpackungen und Kampagnen einfügen. Das steigert Aufmerksamkeit, Nutzung und eröffnet neue Wege zwischen analoger Welt und digitalen Inhalten.

QR-Codes sind allgegenwärtig. Auf Verpackungen, Plakaten, Tickets oder Displays dienen sie als schnelle Brücke ins Digitale. Gleichzeitig haben sie ein Imageproblem: schwarz-weiß, technisch, austauschbar. Viele Menschen scannen sie nur widerwillig oder übersehen sie komplett. Genau an diesem Punkt setzt LemioCode an und stellt eine grundlegende Frage: Warum sollte ein zentrales Interaktionselement visuell stören, statt zu kommunizieren?

Wenn Funktion allein nicht mehr reicht

Der klassische QR-Code wurde für Maschinen entwickelt, nicht für Menschen. Seine Gestaltung folgt mathematischer Logik, nicht ästhetischen Prinzipien. In einer Welt, in der visuelle Reize darüber entscheiden, ob etwas wahrgenommen wird, ist das ein Nachteil. Für Marken, Kulturbetriebe oder Veranstalter bedeutet das: Ein QR-Code kann den Zugang zu Inhalten erleichtern, gleichzeitig aber das Erscheinungsbild schwächen.

LemioCode adressiert dieses Spannungsfeld, indem der QR-Code selbst zum Teil des Designs wird. Statt ihn nachträglich auf ein Layout zu setzen, entsteht er aus einem Bild, einem grafischen Motiv oder sogar einer Animation heraus. Der Code ist nicht länger Fremdkörper, sondern Bestandteil der visuellen Sprache. Das verändert die Wahrnehmung grundlegend: Der Scan wird zur bewussten Handlung, nicht zur lästigen Pflicht.

So entsteht ein LemioCode

Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, der technologische Hintergrund komplex. Nutzer laden ein visuelles Ausgangsmaterial hoch, etwa ein Bild, ein Logo oder ein kurzes Video. Auf dieser Basis erzeugt das System einen LemioCode, dessen Struktur sich an Farben, Kontrasten und Formen des Motivs orientiert. Eine KI sorgt dafür, dass trotz individueller Gestaltung die technische Lesbarkeit erhalten bleibt.

Im Einsatz bedeutet das: Der fertige LemioCode wird wie ein normaler QR-Code verwendet. Er kann gedruckt, auf Bildschirmen angezeigt oder in digitale Inhalte eingebettet werden. Beim Scannen öffnet sich eine zuvor definierte Zielseite, etwa eine Produktinformation, ein Formular oder eine Kampagnen-Landingpage. Für den Nutzer fühlt sich der Vorgang vertraut an, für den Absender wirkt er deutlich hochwertiger.

In größeren Anwendungen lässt sich der Prozess automatisieren. Über Schnittstellen können viele LemioCodes erzeugt und verwaltet werden, etwa für Serienprodukte, wechselnde Kampagnen oder Events. Besonders dort, wo Gestaltung und Funktion regelmäßig zusammenkommen, entfaltet der Ansatz seine Stärke.

Zwischen Gestaltung und Verantwortung

Gestaltete QR-Codes lösen nicht automatisch jedes Kommunikationsproblem. Auch ein LemioCode funktioniert nur dann, wenn die dahinterliegenden Inhalte relevant, verständlich und sinnvoll eingebettet sind. Ein attraktiver Code, der zu irrelevanten oder schlecht gepflegten Informationen führt, verspielt schnell Vertrauen. Hier liegt eine zentrale Verantwortung bei den Anwendern.

Gleichzeitig zeigt LemioCode, wie technologische Details neu gedacht werden können. Die Innovation liegt weniger im QR-Code selbst als in der Haltung dahinter: Technik darf sichtbar, erklärbar und gestalterisch eingebunden sein. Gerade in einer Zeit, in der digitale Schnittstellen immer häufiger in den Alltag eingreifen, wird diese Perspektive entscheidend.

LemioCode steht exemplarisch für eine Entwicklung, bei der Innovation nicht laut, sondern präzise ist. Kleine Veränderungen an bekannten Werkzeugen können große Wirkung entfalten – wenn sie konsequent aus der Nutzerperspektive gedacht werden. Wer QR-Codes künftig nicht nur einsetzen, sondern bewusst gestalten möchte, findet hier einen Ansatz, der Funktion und Ästhetik zusammenführt.

Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter LemioCode.

75/2022: Vienna Textile Lab entwickelt Textilfarbe aus Bakterien

Die Modebranche ist einer der größten Klimasünder, der sogenannten Fast-Fashion werden bis zu 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen zugeschrieben. Die Verbreitung von Mikroplastik, ein enorm hoher Wasserverbrauch und giftige Chemikalien für die Färbung der Stoffe kommen noch dazu. Dagegen möchte das Startup Vienna Textile Lab etwas unternehmen.

Bunt und knallig oder gedeckt und unauffällig: Farben sind in der Modewelt ein wichtiges Mittel, um sich auszudrücken und gar nicht wegzudenken. Allerdings sind die Prozesse, Stoffe einzufärben besonders umweltschädlich. Vienna Textile Lab verwendet statt schädlicher, synthetischer Farbstoffe biobasierte Alternativen, um die Modewelt etwas klimafreundlicher zu gestalten.

Färben mit Bakterien bei Vienna Textile Lab

Die Stoffe werden üblicherweise mit chemischen und wasserintensiven Farbstoffen gefärbt. Bei Vienna Textile Lab hingegen wird mit Bakterien, Pilzen und Algen gearbeitet. Diese produzieren während des Stoffwechsels bunte Pigmente, welche vom Team von Vienna Textile Lab zu einem Pulver weiterverarbeitet werden. Damit werden anschließend die Stoffe gefärbt.

Die Bakterien stellen damit die umweltfreundlichste und ressourcenschonendste Art zur Herstellung von Textilfarbe dar. Sie kommen in der Natur vor und müssen nicht künstlich hergestellt werden, zudem können die Bakterien-Stämme in Laboren gelagert und gezüchtet werden. Auf diese Weise wird keine landwirtschaftliche Fläche benötigt und auf teure, umweltschädigende Rohstoffe wie Rohöl oder Erze kann verzichtet werden. Zusätzlich wird während des Prozesses kaum CO2 ausgestoßen.

Mit den biobasierten Farbstoffen soll der Produktionsprozess von Kleidung dekarbonisiert, die Textilbranche im allgemeinen nachhaltiger gestaltet und Lieferketten verkürzt werden.

Wo kommt die biobasierte Färbung zum Einsatz?

Mit den biobasierten Alternativen können sowohl pflanzliche und tierische als auch synthetische Textilfasern gefärbt werden. Die Anwendung bei gängigen Materialien wie Baumwolle, Wolle, Seide und Polyester stellt keine Herausforderung dar und ist auch bei Garn und Fasern anwendbar.

Der Luxuskonzern Kering, zu dem unter anderem auch die Marke Gucci gehört, testet in einem Pilotprojekt bereits die Bio-Farbe von Vienna Textile Lab. Im Innovationslabor des Konzerns wurden Hemden aus Baumwolle eingefärbt, um zu sehen, wie die neuartige Farbe auf den Materialien des Unternehmens funktioniert.

Bis 2025 soll das Unternehmen kommerzialisiert werden.

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