Neun bizarre Geschäftsideen, die dennoch Millionen scheffelten

Neun Geschäftsideen, die in erster Draufsicht grotesk anmuten, Ihre ErfinderInnen aber reich machten. Das ist die Überschrift eines heutigen Artikels auf Finanzen 100. Und die Redakteure halten Wort, vom attraktiven Smiley-Face über verkaufte Pixel auf der Millionen-Punkt-Website bis zu Pups-Geräuschen für das Smartphone ist alles dabei, was man sich so vorstellen kann. Viel Spaß bemi Schmökern dieses köstlichen Artikels:

Hier der Link zu unserer Quelle Finanzen 100.

48/2016 Ultraleichter Gyrocopter für den Individual-Luftverkehr vorgestellt

Ein persönliches Fluggerät für jedermann wurde jetzt in Russland präsentiert. Der leichte Gyrocopter heißt „Mikron“ und sei nicht nur leicht zu fliegen sondern auch entsprechend unkompliziert zu starten und zu transportieren.

Es war nur eine Frage der Zeit bis sich der Individual-Verkehr auch in die Luft verlagert. Dazu wurde jetzt in Russland ein in jeder Hinsicht umgängliches und sehr Platz sparendes Luft-Vehikel vorgestellt. Der Gyrocopter „Mikron“ ist ein sogenannter Tragschrauber und könne leicht in einem klassischen Pkw-Anhänger Platz finden und transportiert werden. Der Gyrocopter habe mehrere hundert Kilometer Reichweite und könne binnen weniger Minuten zusammen- und wieder aufgebaut werden. Zum Start des Fluggeräts mit zwei übereinander liegenden Rotoren genügen zehn Meter Fläche, so eine Pressemitteilung. Die Reisefluggeschwindigkeit ist angegeben mit bis zu 120 Stundenkilometern. Anbei haben wir ein dokumentierendes Kurzvideo, das all diese Behauptungen in Szene setzt.

47/2016 Roboter-Fahrrad-Garage löst Drahtesel-Park-und-Abstellproblem

In Japans Innenstädten sorgt seit einigen Monaten ein geniales Fahrrad-Parkhaus im Stile eines Tiefregal-Lagers für Ordnung. Auf Knopfdruck kann der eigene Drahtesel mit Nummer versehen pragmatisch im Erdreich versenkt werden.

Die Innenstädte Japans und vieler anderer, stark besiedelter Landstriche leiden unter sehr viel Verkehr und den Folgen. So ist vor allem die Parkplatz-Situation zu einem echten Engpass geworden. Ein paar findige Macher haben sich ein Untergrund-Parkhaus ausgedacht, das von Nutzern per Identifikationskarte genutzt werden kann. Wer seine pauschale Parkgebühr entrichtet hat, dem steht das futuristische Tiefregal-Lager – wir glauben, das ist eine adäquate Bezeichnung ist – jederzeit zur Verfügung. Die Magnetkarte öffnet den Slot, nimmt den Drahtesel per Roboter-Schiene entgegen und versenkt das Gefährt an einen individuell gebuchten Stellplatz. Aber bevor wir hier lange erläutern, das sehen Sie sich lieber in einem knapp einminütigen Doku-Video an:

46/2016 Mit dem App-Maker Struckd kann ab sofort jeder Browser-Spiele selbst erstellen

Mit der Software Struckd haben zwei junge Schweizer dafür gesorgt, dass sich ab sofort jeder Nutzer kinderleicht ein eigenes Smartphone-Spiel erstellen kann. Die einzelnen Bausteine seien zwar fix und vorgegeben, allerdings sorge die schiere Fülle der Teile für genug Abwechslung und Auswahl.

Eine eigene Smartphone-App als Spiel zu erstellen ist vielleicht nicht jedermanns Traum schlafloser Nächte. Aber cool wäre es schon, wenn man sich ein mobile Game nach eigener Art und Idee zusammenstellen, ausprobieren, spielen und schließlich verbreiten könnte. Läuft sagen die jungen Gründer Flurin Jenal und Silvan Bauser über Ihre neue Software Struckd. Und weil es dabei keine Programmier-Kenntnisse brauche, sei das Ganze auch kinderleicht. Der Kreative müsse gemäß einer Pressemitteilung lediglich seine eigens auszuwählenden Elemente herunterladen. Kleiner Pferdefuß: bis auf den Prototypen gibt es diese einzelnen Elemente derzeit noch nicht – aber geplant sei so einiges, so die jungen Wilden. Die Gründer sehen Ihre einer Sandbox ähnelnde Innovation analog dem Offline-Spiele-Klassiker Lego: auch hier brauche es gewisse Grundlagen um beispielsweise einen Flieger oder ein Schiff bauen zu können.

Für die Vermarktung sei eine entsprechende Fan-Community relevant. Erst wenn die Mitmacher Ihre Ideen mischen, so denen die beiden Schweizer, komme Drehmoment in das Projekt. Geplant ist es unter anderem User, die Ihre Innovationen ins Netz stellen, zu belohnen. Derzeit gehe es grundsätzlich noch um den Bau von Ego-Shootern, Strategiespielen sowie Jump’N Run-Games. Zum Start sieht ein Struckd-Einsteiger derzeit allerdings erst einen Jump’N Run Ansatz als Option. Hier der Link zu unserer Quelle 20min.ch. Kritiker in den Kommentarzeilen werfen den jungen Kreativen vor, dass es sich hier eigentlich nur um eine typische „Sandbox“ handele, also eine Software-Testumgebung etwas anderer Art. Wir können das nicht beurteilen und wünschen Jenal und Bauser an dieser Stelle viel Erfolg für das Projekt. Hier der Link zu Struckd.

45/2016 Die Trinktasche: Pfiffige Spar-Idee nicht nur für unmoralische Trinker

Mit einer smarten Multifunktions-Handtasche können Sie sich ab sofort jederzeit autark mit kühlem Nass oder einem Getränk ihrer Wahl erfrischen. Voll isoliert und mit diskretem Zapfhahn versehen ist die Trinktasche nicht nur für Gewohnheitstrinker sondern auch zum Picknick oder Ausflüge bestens geeignet.

Geselliges Trinken gehört nicht nur hierzulande zum State of the Art, wenn man Weinfeste oder sonstige Events besucht. Für finanziell eher marginal ausgestattete Zeitgenossen gibt es jetzt mit der ‚Wine Dispensing Travel Tote‘ eine Innovation, die Abhilfe schaffen könnte. Ausgestattet mit einem diskreten Spenderbeutel und einem aus der Trinktasche versteckt herausragenden Zapfhahn wird das heimliche Nachschenken zum Kinderspiel. Aber auch klassische Picknick-Begeisterte profitieren von der voll isolierten Trinktasche. Von der zu Hause vorgemixten Bloody Mary über den Rotwein bis hin zu harten Tröpfchen oder einfach nur H2O reicht die Bandbreite der auszusuchenden Inhalte.

Darüber hinaus hat die Trinktasche freilich ihre klassischen Funktionen, es bleibt genügend Platz für Geldbeutel , Smartphone und ggf. weiteren Proviant. Dass das Utensil auch noch eine stilvolles Accessoire ist, rundet die Sache ab. Der Preis der in Glasglow, Missouri/USA vorgestellten Tasche ist derzeit mit 129 Dollar noch recht satt an. Sollte die Idee nicht geschützt sein, dann wäre das sicher eine schöne Idee zum Nachahmen, denn Outdoor getrunken wird immer werden. Gefunden haben wird die Trinktasche bei Uncommon Goods.

PS: In der Überschrift sprechen wir ganz bewusst von unmoralischem Verhalten. Nicht als Vorwurf, aber darüber nachdenken sollte man schon, wenn man öffentliche Feierlichkeiten besucht und die darauf angewiesenen Schankwirte umgeht.

44/2016 Innovative Torwand hebt das Torwart-Training auf neue Stufe

Eine besondere Torwand, die aus Manuel Neuer den besten Torwand der Welt machte? Wahrscheinlich ist das etwas zu hoch positioniert, aber Fakt ist, dass unsere Nummer eins zwischen den Pfosten der Nationalmannschaft Manuel Neuer extreme Reflexe hat. Und die könnte er einer unberechenbar reagierenden Torwand verdanken.

Konsequentes und regelmäßiges Torwart-Training ist wie jedes andere Training essenziell auf dem Weg zur Meisterschaft der Disziplin. Die teils unglaublichen Reflexe eines Manuel Neuer könnten neben der Veranlagung, viel Biss und den richtigen Trainern zurückzuführen sein auf ein ganz spezielles Torwand-Training. Die eigens für Torhüter entwickelte Torwand des Schreiners Hans Schmid aus Sauerlach spielt auf sie abgeschossene Bälle so unberechenbar zurück, dass die Flugbahn des Leders erst unmittelbar nach Auftreffen auf die Wand erkannt werden kann. Das Antizipieren der Flugbahn beginnt also nicht aufgrund der Interpretation von Körpersprache. Das erschwert die Sache natürlich und ist wohl ein starkes und überzeugendes Trainingsprinzip. Die ganz besondere Torwand ist im Auftrag des Deutschen Fussballbundes entwickelt und gebaut worden. Der bayerische Rundfunk berichtete vor einigen Tagen davon:

43/2016 Klasse Erfindung parallel zur EM: Die Outdoor-Fußball-Dartwand

Ein neuartiges Fußball-Dart könnte schon bald für Aufsehen sorgen in den Funparks dieser Welt. In England wird in den kommenden Wochen im Themenpark Footsports UK eine Fußball-Dartwand als neue Outdoor-Attraktion vorgestellt.

Was haben wir Deutschen neulich mitgefiebert, als das Nationalteam in dem packenden Fußball-Krimi Italien im Halbfinale nach Hause schickte. In dem schon jetzt fußball-historisch relevanten Soccer-Drama versiebten gestandene Kicker wie Bastian Schweinsteiger, Mesut Ösil und Thomas Müller ihre Chancen und man fragte sich: haben das die Superstars nicht geübt? Als Otto-Normalo jedenfalls haben wir bald die Möglichkeit genau dies zu tun. Die Erfindung eines Fußball-Dartspiels ist nur die erste Manifestation wie man Outdoor in Gruppen oder alleine gezieltes Abschließen üben kann. Nur wehrt sich eben kein Torwart, denn analog dem klassischen Pfeildart steht nur eine Zielscheibe auf dem Feld, die es zu treffen gilt.

Die Innovation wird eine der Attraktionen der Shoppingmall mit Eventcharakter Bluewater in Kent bei LOndon. Dort wird die erste Fußball-Dartscheibe der Welt gemäß einer Pressemitteilung noch in diesem Sommer als Teil eines Fußball-Themenparks mit 15 unterschiedlichen Attraktionen vorgestellt. Und auch wenn man sich unter Fußballdart schon etwas vorstellen kann, besser geht das in unserer schnelllebigen Welt doch immer noch mit einem Youtube-Video:

42/2016 Mermaiding im Trend: Schwimmen wie „Meerjungfrauen“

Ein Trend erobert gerade unsere Schwimmbäder. In den kommenden Monaten und Jahren werden wir verstärkt Meerjungfrauen begegnen, wenn wir uns in öffentlichen Schwimmbädern aufhalten. Die neue Marotte heißt Mermaiding und die Fans des Trendsports schwören auf die adretten Meerjungfrau-Kostüme.

Mermaiding heißt ein neuer Trend, der gerade die Schwimmbäder landauf landab heimsucht. Mit ganz speziellen Beinkleidern, den sogenannten Magictails lernt eine neue Generation Badenixen da Schwimmen. Und nein, die Realität kein Fantasia-Land geworden und es sind auch keine echten Nixen, die sich da in den Fluten räkeln. Die Rede ist von einem Trend, der zunehmen könnte. Zugegeben, es sind ganz grazil aus, wenn mit entsprechendem Beinkleid ausgestattete Damen und Herren durch das Wasser gleiten wie Rochen im Ozean. Das Meerjungfrau-Kostüm funktioniert wie eine Art Schlafsack mit Fischschwanz, in den man einschlüpft. Nach einer kurzen Eingewöhnung bzw. gar einem kleinen Schwimmkurs ist es den selbst ernannten Nixen derzeit noch in den meisten Schwimmbädern erlaubt die Magictails zu tragen und zu nutzen. Es gibt wohl Badeanstalten, die besagte Freizeit-Meerjungern nur im Nichtschwimmer-Becken sehen wollen. Wir werden den schrillen Trend beobachten und werten die kostümartigen Beinkleider als Innovation. Raketenstarts sind möglich aber wohl nicht zwingend zu erwarten.

41/2016 Neue Reifen lassen Autos ggf. künftig seitwärts fahren

Aus Kanada kommt ein Erfinder, der Autos künftig seitwärts bewegen will. Die Liddiard Wheels sind Räder, deren spezielle Konstruktion mit variablem Mantel das Gefährt langsam nach links bzw. rechts kriechen lässt, wenn gewünscht und passend.

Das Magazin „The Verge“ berichtete jetzt von einem kanadischen Erfinder, der der angespannten Parksituationen in Innenstädten auf eine ganz eigene Art begegnen will. Mit seiner Innovation den Liddiard Wheels möchte Bill Liddiard ein uraltes Problem lösen: dass Autos sich nicht seitwärts bewegen können. Bevor der Kreative sich lange erklärt hielt er ein Video für sinnvoller:

Im Bild ist wahrscheinlich Liddiard Selbst, der sich in einem Toyota Echo mit den besagten Seitwärts-Rädern dreht. Das Fahrzeug kann sich durch die neuartige Bereifung nicht nur seitwärts bewegen – auch eine Drehung um die eigene Achse wird möglich. Damit wären Parkprobleme zwar nicht für alle Zeiten aus der Welt. Aber ein Höchstmaß an Effizienz wäre erreicht. Der Erfinder garantiert, dass seine Erfindung an jedem handelsüblichen Fahrzeug einsatzbereit sei. Der Vermarktung steht derzeit noch eine satte Hürde entgegen. Nämlich die, dass laut einer Pressemitteilung die Felgen / Räder derzeit für seitliche Bewegung bzw. solchen um die eigene Achse ein Drehmoment vergleichbar Panzerketten benötigten. Wir wünschen dem kreativen Kopf viel Erfolg für die weitere Entwicklung.

40/2016 Fixierter Fangnetz-Prototyp zur Säuberung der Weltmeere von Plastik

Die Weltmeere vom Kunststoff-Müll befreien ist Anspruch und Drive für einen jungen Twen namens Boyan Slat. Der Niederländer hat jetzt ein System vorgestellt, das sich dem Projekt aus einer ziemlich pfiffigen, neuen Richtung nähert: ein rund hundert Kilometer breites Etwas aus diversen Schwimmkörpern und Netzteilen soll der Sache nun statisch und fest installiert Herr werden.

Seit einigen Jahren macht der Holländer Boyan Slat von sich reden als derjenige, der ein System zur Reinigung der Weltmeere von Kunststoff-Müll innovieren will. Vor einigen Jahren hatte der damals 19-jährige den Entschluss gefasst und seither Gönner, Sponsoeren, Ideen und Geld gesammelt. Bereits 2012 stand der pfiffige junge Mann mit seinem Anliegen auf einer TED-Bühne. Ein Format, das klassisch nur auserwählt innovativen Menschen zugänglich ist. Wer sich dafür interessiert und Englisch kann, schaut hier mal rein:

Nach einer jüngst auf einer Pressekonferenz vorgestellten Methode kommen künftig keine Schiffe und Schleppnetze mehr zum Einsatz, sondern ein Konglomerat aus Bojen und unterschiedlichen Netzteilen, die an neuralgischen Punkten fest installiert werden sollen. Die Idee dahinter: Warum dem Müll nachfahren, wenn er durch die Strömung zu uns kommt? Heute wird ein Testballon eingerichtet rund 20 Kilometer vor der holländischen Küste. Nach einem Jahr wollen die Macher dann Bilanz ziehen und die Tauglichkeit für einen großen Stil ggf. unter Beweis gestellt haben. Laut einer Pressemitteilung kann dieses ‚widerstandsfähigste schwimmende Barriere der Welt‘ bis zu 80 Tonnen Treibgut aufnehmen und Plastik-Teilchen mit nur einem Millimeter Durchmesser abfangen. Während der Testphase wollen die Verantwortlichen Erfahrungen sammeln, optimieren, reparieren und den Ansatz perfektionieren. Wem das jetzt zu theoretisch war, der schaut sich die einschlägige Website des Projekts The Ocean Cleanup an.