40/2016 Fixierter Fangnetz-Prototyp zur Säuberung der Weltmeere von Plastik

Die Weltmeere vom Kunststoff-Müll befreien ist Anspruch und Drive für einen jungen Twen namens Boyan Slat. Der Niederländer hat jetzt ein System vorgestellt, das sich dem Projekt aus einer ziemlich pfiffigen, neuen Richtung nähert: ein rund hundert Kilometer breites Etwas aus diversen Schwimmkörpern und Netzteilen soll der Sache nun statisch und fest installiert Herr werden.

Seit einigen Jahren macht der Holländer Boyan Slat von sich reden als derjenige, der ein System zur Reinigung der Weltmeere von Kunststoff-Müll innovieren will. Vor einigen Jahren hatte der damals 19-jährige den Entschluss gefasst und seither Gönner, Sponsoeren, Ideen und Geld gesammelt. Bereits 2012 stand der pfiffige junge Mann mit seinem Anliegen auf einer TED-Bühne. Ein Format, das klassisch nur auserwählt innovativen Menschen zugänglich ist. Wer sich dafür interessiert und Englisch kann, schaut hier mal rein:

Nach einer jüngst auf einer Pressekonferenz vorgestellten Methode kommen künftig keine Schiffe und Schleppnetze mehr zum Einsatz, sondern ein Konglomerat aus Bojen und unterschiedlichen Netzteilen, die an neuralgischen Punkten fest installiert werden sollen. Die Idee dahinter: Warum dem Müll nachfahren, wenn er durch die Strömung zu uns kommt? Heute wird ein Testballon eingerichtet rund 20 Kilometer vor der holländischen Küste. Nach einem Jahr wollen die Macher dann Bilanz ziehen und die Tauglichkeit für einen großen Stil ggf. unter Beweis gestellt haben. Laut einer Pressemitteilung kann dieses ‚widerstandsfähigste schwimmende Barriere der Welt‘ bis zu 80 Tonnen Treibgut aufnehmen und Plastik-Teilchen mit nur einem Millimeter Durchmesser abfangen. Während der Testphase wollen die Verantwortlichen Erfahrungen sammeln, optimieren, reparieren und den Ansatz perfektionieren. Wem das jetzt zu theoretisch war, der schaut sich die einschlägige Website des Projekts The Ocean Cleanup an.

39/2016 Neuer ‚Vergewaltigungs-Schutz-Gürtel‘ namens Rape Protector

Die Möglichkeit eines Vergewaltigungs-Schutzes unter dem eigenen Gürtel war die Vision zweier Erfinder aus Österreich. Herausgekommen ist der ‚Rape-Protector‘, der durch ein System verhindert, dass einem Dritte ungewollt die Hose vom Leib reißen.

Irgendwie wie ein schlechter Scherz wirkt eine skurril anmutende Innovation, von der wir heute gelesen haben. Andererseits ist das Thema zu heikel und die patentierte Idee wirkt durchaus diskutabel. Die Rede ist vom ‚Rape-Protector‘, also dem Vergewaltigungs-Schützer. Der Anbieter wirbt mit eben dieser Funktionalität und präsentiert einen gürtelartigen Umbinder, der – sofern vom Träger bzw. der Trägerin nicht gewünscht – es Dritten unmöglich machen soll, die Hose zu entfernen. Das Gadget bestehe aus einem smarten Verschluss-System in Verbindung mit einem Stahlseil. Besagte Kombination, so die Erfinder Michael Sippl und Florian Schüssler, sei sehr robust und hindere Dritte effektiv daran, anderen Menschen die Hose zu öffnen bzw. herunterzuziehen. Weder durch Reißen noch durch Schneiden könne das Utensil zerstört werden. Zudem ist das Zusatzteil zum Beispiel unter Gürteln nicht zu sehen.

Die Innovation sei durch die bizarren Übergriffe in der Kölner Silvesternacht angeregt worden. Im Vordergrund stehe, in erster Linie Frauen ein Gefühl von Sicherheit zurückzugeben. Gerade, wenn es um den Aufenthalt rund um oder in größeren Menschenmengen gehe. Auch wenn wir die Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe nicht lediglich über den Genitalbereich definiert sehen wollen. Die Idee ist es wert präsentiert zu werden. Aber genug fabuliert, es bilde sich jeder eine eigene Meinung, hier entlang zu unserer Quelle.

38/2016 Der Tablet Gecko als praktische Mobilgerät-Halte-Hilfe

Das eigene Mobilgerät besser zu halten ist das Angebot, das jetzt der Tablet Gecko als Markenkern feil bietet. Das praktische Helferlein sorgt dafür, dass Smartphone- oder Tablet-Nutzer über einen Klettgriff mit ihrem Mobilgerät verschmelzen. Na gut, vielleicht nicht ganz so pathetisch.

Wer den Tablet-Gecko an seinem Mobilgerät befestigt hat, der integriert dasselbe noch stärker bzw. gemütlicher in den eigenen Alltag. Das Soft-Expander ähnliche Teil wird über die Ecken von Smartphone oder Tablet gestülpt. In der Folge haben die Geräte einen immerwährenden Griff, der per einfachem Einschlupfen mit der Hand genutzt werden kann. Auf diese Art erhält die zweite Hand mehr Bewegungsspielraum, wie es im einfach gemachten Werbevideo der Macher gezeigt wird. Und das Involvieren Dritter, sofern etwas auf dem Display gezeigt werden soll, wird auch schneller und einfacher. Alles in allem eine nette Spielerei, über die sich Heavy-User durchaus mal Gedanken machen sollten.

Wer jetzt nicht mehr erwarten kann, davon mehr Infos und das eine oder andere Bild anzusehen, hier geht es zum Anbieter Tablet Gecko. Oder aber schauen Sie sich das plakative Produktvideo der „Geckos“ an:

37/2016 Innovative Geschäftsidee: Party-Putz-Service ‚Morning After Maids‘

Zwei Neuseeländerinnen haben einen Putz-Service ins Leben gerufen, der am Morgen nach einer Party die Location – und sogar die Gastgeber und ‚Hinterbliebenen‘ – wieder in Ordnung bringt. Die Geschäftsidee setzt an einem tatsächlichen Engpass an, den von durchzechter Nacht gezeichnete Veranstalter empfinden dürften.

Die schönste Party ist irgendwann einmal zu Ende und am nächsten Tag stellt sich nicht selten Ernüchterung ein, wenn es ans Aufräumen und Reinemachen geht. Das sahen zwei Neuseeländerinnen als echten Engpass und zwar in einer solchen Dimension, dass es Ihnen eine Unternehmens-Gründung wert war. Mit ihrem Nach-Feier-Putz-Service nehmen die Morning-after-Maids ihren von Kater und Müdigkeit geplagten Gastgebern nach harten Nächten die anstehende Aufräum- und Reinemache-Arbeit ab. Doch nicht unr Saubermachen steht auf dem Plan, wenn die beiden Gründerinnen Catherine Ashurst und Rebecca Foley nach Exzessen für’s Rechte sorgen. Auch die Erste Hilfe mit Aspirin und Kater-Frühstück gehören zu den Leistungen.

Gute Ideen verbreiten sich selbsttätig und schnell, so auch die der Morning-After-Maids. Kurz nach Launch der schrillen Unternehmensmarke und ersten Aufträgen ging das Geschäftsmodell in ein Franchisingkonzept über. Die ‚Dienstmädchen für den Tag danach‘ wie es die Süddeutsche Zeitung nennt, hätten ihre ‚Party freudigen Landsleute so glücklich gemacht‘, dass sich bereits Bewerber in den USA und Kanada einsteigen möchten. Weitere Informationen bei den Maids selbst in Neuseeland oder auf der Website, hier.

36/2016 Innovation Halbrad: Bike zum Unter-den-Arm-nehmen

Das Halbrad des Erfinders Felix Kruschardt könnte schon bald das Bild unserer Innenstädte verändern. Auf einem großen, klassischen und einem kleineren stabilisierenden Rad fährt das neuartige Gefährt. Das innovative Fortbewegungsmittel ist in seiner grundsätzlichen Funktion einem typischen Fahrrad vergleichbar.

Der Lenker des neuen Fahrrad-Hybriden „Halbrad“ befindet sich unter dem Sattel. Gefahren wird ganz einfach mit herkömmlichen Pedalen. Die Bike-Innovation des Berliners Felix Kruschardt misst 99 Zentimeter in der Höhe und 79 in der Tiefe. Platz sparen sei die wichtigste Motivation des Tüftlers gewesen – ein Engpass, den vor allem dynamische Großstädter begrüßen werden. Das Halbrad kann extrem schnell aus der Fahrt heraus einfach unter den Arm und beispielsweise mit in ein öffentliches Verkehrsmittel genommen werden. Im Vergleich zum Klapprad sparen sich Halbrad-Nutzer den Arbeitsschritt des Zusammenklappens und es wird zudem kein Platz vergeudet. Serienreif ist die Erfindung noch nicht, derzeit sammelt der Ideenstifter noch Geld über die Crowdfunding-Plattform Startnext, hier.

Wer sich das mal bei Kruschardt selbst ansehen möchte besucht am besten dessen Microsite halbrad.de. Oder sieht sich ein kurzes Image-Filmchen dazu an:

35/2016 Der Ordercube: interaktives Gastronomie-Bestellsystem mit eingebautem Brisanzfaktor

Einen würfelförmigen Leuchtkasten, der Restaurant-Personal auf einen Gäste-Wunsch hinweist haben jetzt zwei Bayern kurz vor der Marktreife. Nach Aktivierung durch den Dürstenden, Hungernden oder sonstwie von einem Begehr gekitzelten Gast nimmt der „Ordercube“ eine sich wandelnde Farbe an.

Wer war nicht schon einmal irritiert von lethargischem, langsamem oder gar nicht reagierendem Personal in einer Kneipe oder einem Restaurant? So ging es auch zwei smarten Herren aus dem schönen Oberbayern. Ihre Innovation, der Ordercube – das könnte man mit auf Deutsch mit ‚Besteller-Würfel‘ übersetzen – nimmt sich mit einem sanften Alarm-System diesem Problem an. Wenn ein Gast einen Wunsch hat und einen Ordercube auf dem Tisch vorfindet, muss er oder sie lediglich eine Ecke des Besteller-Würfels anfassen und dieser wechselt umgehend seine Farbe. Aus zunächst reinem Weißlicht werde ein Grün wenn der Gast bestellen, ein Blau sofern er oder sie zahlen möchte.

Der Kellner wird auf diese Weise diskret und objektiv informiert über das Begehr von Gästen. Lässt er sich dann zuviel Zeit, ändert der Ordercube seine Farbe langsam in einen Rotton. Die Resonanz auf den Direktvertrieb der beiden, die ‚von Gastro zu Gastro‘ ziehen sei fast ausnahmslos positiv. Rund 100 Ordercubes seien bereits vorbestellt, den ersten Marktpreis haben die beiden Erfinder mit 75 Euro veranschlagt. Netter Nebeneffekt: über eine App erhält der Restaurant- oder Kneipenbesitzer Statistiken zu Bestellungen bzw. auch auflaufenden Wartezeiten zugesandt. Kein schlechtes Monitoring. Laut einer Pressemitteilung steht der magische Chamäleon-Würfel, der das Bestellen im Restaurant revolutionieren soll, kurz vor der offiziellen Vermarktung. Hier das ganze visuell erläutert:

34/2016 Innovation könnte schwache Herzen nach Infarkt wieder stärken

Mit kleinsten Stoßwellen aus einem Schallkopf wollen der Mediziner Johannes Holfeld mit Team von der Universität Innsbruck schwache Herzen wieder stärken. Die Technik funktioniert über kleine Impulse, die chemische Reaktionen auslösen. Diese werden bereits heute bei Herz-Operationen verwendet.

Wissenschaftler um den Mediziner Johannes Holfeld von der Uni Innsbruck haben einen sehr kleinen Stoßwellen-Schallkopf entwickelt. Das zirka handy-große Gerät ist vergleichbar einem Fön und setzt während beispielsweise Bypass-Operationen Stoßwellen ab, die den Herzmuskel bei der Regeneration unterstützen. Ähnlich ist das Konzept, das zum Heilen von Knochenbrüchen Hilfe leistet.

Die Technologie war bislang bei Herzinfarkten nicht sehr wirkungsvoll, da die herkömmlichen Geräte zu groß dimensioniert waren und daher in der Anwendung zu indifferent. Leider ist diese viel versprechende Innovation noch in den Kinderschuhen und geht nun in eine Jahre andauernde Testphase. Wer hier unterstützen möchte bzw. sich für Weiteres interessiert, hier entlang geht es zu unserer informellen Quelle, der Kronen-Zeitung.

33/2016 Google-Patent will touchierte Fußgänger am Fahrzeug festkleben

Eine umgekehrte Airbag-Analogie haben sich die Ingenieure von Google einfallen lassen. Der Selbstklebe-Unfall-Schutz ähnlich einem selbst klebenden Klebeband oder einem Fliegenpapier für von Autos touchierten Fußgängern verhindert das Wegschleudern verunfallter Personen – eine der Hauptursachen für schwerere Verletzungen.

Die größten Verletzungen tragen an Unfällen beteiligte Passanten weniger durch den Aufprall auf das Fahrzeug als vielmehr durch das Wegschleudern von demselben bzw. dem harten Aufprall auf der Straße oder weiteren Gegenständen. Im Sinne dieser Erkenntnis haben Google-Ingenieure sich ein System erdacht, dass eben dieses Wegschleudern vom Fahrzeug nach Aufprall verhindern soll. Auf der Motorhaube wird dazu ein klebriger Film etabliert, analog wie Fliegenpapier oder Klebeband. Landet dann ein verunfallter Mensch – oder ein Tier – auf dieser Motorhaube, bleibt er im wahren Wortsinne kleben.

Neben Kollateralschäden wie dem Aufprallen an ‚ungeeigneter Stelle‘ wird so auch der Gefahr durch weitere Verkehrsteilnehmer überfahren zu werden entgegen gewirkt. Um diese im Straßen-Alltag natürlich sofort verunreinigte Klebefläche sofort verschmutzt wäre, arbeitet das Patent mit einer zusätzlich angebrachten Schutzhülle, die sich analog einem Airbag beim Unfall löst. Hier entlang geht es zu unserer Fundstelle, dem Google Watchblog.

32/2016 Neuer, leuchtender Zement könnte Straßenbild verändern

Licht-Zement? Die Innovation des José Carlos Rubio könnte bald Straßen und Wege leuchten lassen. Der Wissenschaftler hat an einer mexikanischen Universität die Idee einen Zement zu schaffen, der sich solar-getrieben über Tages- bzw. auch UV-Licht auflädt. Um dann des Nachts die Lichtenergie des phosphoreszierenden Materials wieder abzugeben und so eine neue Art der Orientierung zu schaffen.

Ein mexikanischer Forscher möchte die Straßen der Welt zum Leuchte bringen und auf diese Art eine neue Art Leitsystem erschaffen. Der zu diesem Zweck in annähernd zehn Jahren entwickelte Solar-Zement sieht für uns aus wie eine zukunftsfähige und daher extrem Wert schöpfende Innovation. Rubios Zement ist phosphoreszierend, soll heißen er absorbiert Licht, um es dann bei Dunkelheit wieder „strahlend“ abzugeben. Laut einer Pressemitteilung könne das Material dann bis zu 12 Stunden lang leuchten. Darüber hinaus ist der Leucht-Zement ökologisch. Wie beim normalen Material braucht es nur Sand oder Lehm und eben Wasser bzw. dann Wasserdampf.

Zur Erläuterung kurz zum Ansatz Rubios. Der klassisch pulverförmige Zement wird nach Wasser-Zugabe zu einem zu einem Gel. Hierbei entstehen kristallene Schuppen, die das Licht daran hindern in die galertartige Zement-Masse vorzudringen kann. Das Verfahren Rubios verhindert seinerseits genau diese Schuppenbildung. Die Farbe und sogar die Intensität des Lichts könne angepasst werden, so der Mexikaner. So könne verhindert werden, dass Straßennutzer geblendet bzw. visuell behindert werden.

31/2016 Typische Männer-Erfindung? Der versteckte, unterirdische Bierkühler

Ein unterirdischer Bierkühler zaubert wie von magischer Hand frische Getränke / Flaschen in den heimischen Garten. Ebenso schnell ist der ferngesteuerte und erdgekühlte Bier-Aufzug auch wieder im Boden verschwunden. Neugierig? Lesen Sie weiter …

Beim abendlichen Grillfest fließt mancherorts ordentlich Bier. Eher unkreativ könnte ein Gastgeber hier für den gewöhnlichen Kühlschrank im Garten sorgen um allseits für Nachschub gerüstet zu sein. Man könnte aber Dank der Erfindung „versteckter Bierkühler“ oder „Hidden beer fridge“ auch ein bisschen Zauberflair auf die Gartenparty bringen. Richtig installiert erhebt sich auf Knopfdruck dann wie von magischer Hand ein Rundregal gefüllt mit beispielsweise dem Hopfengetränk.

Mit Bodenkälte und rund zwei Meter unter der Erde installiert macht gerade genau ein solcher Erdkühlschrank von sich reden. Per Kompressor wird die goldene Fracht gehoben und kann zum Genuss angeboten werden. Anzubringen im Rasen oder auf der Terrasse. Und dort mit einem schönen Blumenstock obenauf würde sicher auch die Dame des Hauses erfreut sein (ha, ha, wie klischeehaft). Wer das Ding jetzt mal in Action sehen möchte, hier entlang: