Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: Solaranlage

43/ 2023 Der Sonnenfolger – Solarenergie durch Rotation

Zwei Tüftler aus Aschaffenburg erfanden den Sonnenfolger – ein drehbares Solarpanel, dass sich automatisch nach der Sonne ausrichtet. Es wird per App gesteuert und hat auch einen Sturmmodus. Wenn es auf den Markt kommt, soll es günstiger sein als vergleichbare Solarpanel.

Ein innovatives Solarmodul, das sich wie eine Sonnenblume der Sonne folgt, wurde von den Aschaffenburger Tüftlern Fritz Killinger und Bernd Grodotzki entwickelt. Diese bahnbrechende Idee entstand, als sie ein Solarpanel geschenkt bekamen, das sie ständig neu ausrichten mussten, um die optimale Sonnenexposition zu gewährleisten.
Obwohl es bereits Nachführsysteme gibt, sind diese in erster Linie für industrielle Anwendungen konzipiert und für den Heimgebrauch zu teuer. Aus diesem Grund begannen die beiden Tüftler, ihre eigene Lösung zu entwickeln.

Funktion des Sonnenfolgers

Der von ihnen entwickelte “Sonnenfolger” basiert auf einem Drehteller, auf dem das Solarpanel montiert ist. Ein Motor sorgt dafür, dass das Panel der Sonne folgt, und ein handelsübliches Federband ermöglicht die Neigung des Panels. Dies gewährleistet, dass das Sonnenlicht immer im optimalen Winkel auf das Solarmodul trifft und so bis zu 50 Prozent mehr Strom im Laufe des Jahres erzeugt werden kann.

Die gesamte Konstruktion wird von einem Mikrocontroller gesteuert, der zusammen mit einer eigens entwickelten App verwendet wird. Die App kann die aktuelle Position der Sonne mithilfe mathematischer Formeln berechnen und diese Informationen an das Solarpanel übertragen. Dadurch kann sich das Panel zu jeder Tageszeit präzise ausrichten und sicherstellen, dass die Sonnenstrahlen senkrecht auf das Modul treffen. Jede Stunde erfolgt eine automatische Neuausrichtung des Sonnenfolgers.

Darüber hinaus bietet die App die Möglichkeit, bei starkem Sturm manuell eine Schutzposition einzunehmen, bei der das Panel flach auf den Boden gelegt wird. Zukünftig ist geplant, diese Funktion automatisch über einen eingebauten Windmesser zu aktivieren.

Sonnenfolger 2.0 ?

Der derzeitige Prototyp des Sonnenfolgers ist für Solarpanels mit einer Leistung von bis zu 100 Watt ausgelegt. Ein Nachfolgemodell ist bereits in Arbeit und weckt das Interesse potenzieller Kunden, die in diesem Produkt ein neues Geschäftsfeld sehen. Die Tüftler sind zuversichtlich, dass der Sonnenfolger in naher Zukunft zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt kommen wird und damit eine vielversprechende Alternative zu den bereits vorhandenen Produkten darstellt. Wir können gespannt sein, wie sich dieses innovative Solarmodul weiterentwickelt.

Noch mehr Infos zum Sonnenfolger findet ihr hier:

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40/2022: Priwatt: Strom vom Balkon

Erzeuge jetzt deinen eigenen Öko-Strom! Dazu brauchst du weder viel Platz noch eine teure Montage.  Priwatt Solaranlagen passen ganz einfach auf jeden Balkon.

Autarke Energieversorgung für jeden greifbar machen. Diesen Ansatz versucht das Leipziger Start-Up anzustoßen. Mit ihren kompakten Solaranlagen für Balkon, Terrasse und Garten kann zumindest ein Teil des jährlichen Strombedarfs des Besitzers gedeckt werden.

Auf dem Balkon Strom erzeugen

Mit den kleinen Kraftwerken kann wird die eigene Stromerzeugung selbst für kleine Privathaushalte rentabel. Der Mechanismus ist ganz simpel: die Solaranlage wird je nach Modell am Balkon angebracht und mit einem Stecker an die Steckdose angeschlossen. Nun fließt der umgewandelte Wechselstrom von der Anlage direkt ins Stromnetz des Hauses. Eine ähnliche Technologie mit niedrigerer Effizienz gibt es bereits für Wohnmobile. Für Häuser war bis jetzt jedoch eine teure Anlage, die sich über das ganze Dach erstreckt, notwendig. Die kleine Anlage mag zwar weniger Strom produzieren als eine komplette Dachfläche, reicht aber durchaus, um die Stromkosten zu reduzieren.

Priwatt Produkte im Überblick

Das Jungunternehmen hat mittlerweile ein breites Sortiment an Balkonkraftwerken, die auf diverse Anforderungen zugeschnitten sind. Zum Beispiel gibt es Solaranlagen für Gitterbalkone, Betonbalkone und Gärten. Die Module sind in unterschiedlichen Größen erhältlich, werden mit unterschiedlichen Halterungen befestigt und lassen sich in verschiedene Winkel neigen. Im Lieferumfang enthalten sind eine Modulhalterung, ein Wechselrichter und ein Anschlusskabel. Die Gemeinsamkeit der Optionen ist jedoch, dass sie nur einen stationären Nutzen haben. Eine Einspeisung ans öffentliche Stromnetz ist nicht möglich.

Diese Vorteile bieten sich für Haushalte

Die Priwatt Balkonsolaranlagen sind leicht zu installieren. Dank der mitgelieferten Montageanleitung spart man sich zudem die Montagekosten für einen externen Dienstleister. Ein klarer Kostenvorteil besteht natürlich auch in den gesparten Stromkosten. Über das Jahr kann die Anlage mehr als 500 Kilowattstunden Strom erzeugen, was einer Ersparnis von einem drei- bis vierstelligen Betrag über die Jahre gleichkommt. Die obligatorische Anmeldung beim Stromnetzbetreiber nimmt das Start Up seinen Kunden zudem vollständig ab.

Eine Methode der Stromerzeugung, die nicht nur nachhaltig ist, sondern auch für jeden zugänglich.

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70/2020 Solarbenzin von Synhelion

Ene mene min, aus Luft und Sonne wird Benzin. Klingt unglaublich, ist aber wahr, was Forschern in Zürich gelungen ist.

Es gleicht Zauberei und doch ist es aus physikalischer Sicht total plausibel. Forschern der ETH Zürich ist es nach über zehn Jahren gelungen, einen nachhaltigen Flüssigtreibstoff aus nur zwei Zutaten, und zwar Sonnenlicht und Umgebungsluft, herzustellen. Synhelion könnte somit eine unglaubliche Energierevolution anzetteln. Ihr Verfahren demonstrieren die Forscher unter realen Bedingungen, auf dem Dach des ETH-Zentrums in Zürich. Dort steht die Pilotanlage oder auch Mini-Raffinerie genannt. Auf einer größeren Anlage, in Móstoles, in der Nähe von Madrid, wird durch das EU-Projekt „Sun to Liquid“ das Verfahren bereits seit drei Jahren außerhalb des Züricher Labors auf die Probe gestellt. Auf einer großen Fläche, etwa so groß wie zwei Tennisplätze, lenken 169 bewegliche Heliostaten – einfach genannt Spiegel – Sonnenlicht auf einen von der ETH eigens entwickelten Turm, der 10x größer ist als der auf der Pilotanlage.

Wie entsteht das Solarbenzin?

Im Kern des Turms sitzt eine poröse Struktur aus Ceriumoxid. Ein von der ETH patentiertes, ganz spezielles Material, in dem bei einer Temperatur von 1500°C eine thermochemische Reaktion ausgelöst wird. Wasser (H2O) und Kohlenstoffdioxid (CO2), das vorher der Umgebungsluft entzogen wurde, werden gespalten. Das Überbleibsel ist ein Synthesegas aus Wasserstoff (H2) und Kohlenmonooxid (CO). Dieses lässt sich anschließend verflüssigen und zwar zu Benzin oder Kerosin, mit dem Autos und Flugzeuge betankt werden können. Bei dessen Verbrennung wiederum, wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie auch vorher der Luft entnommen wurde. Der Solartreibstoff ist also CO2 neutral.

Gibt es den Solartreibstoff schon?

Nein, aktuell befindet er sich noch in der Testphase. Das Ziel des Unternehmens ist es aber allemal das Verfahren zu kommerzialisieren. Um dies zu erreichen, müsste die Anlage in Madrid aber um das 100-fache ausgeweitet und die Effizienz des Verfahrens gesteigert werden. Bei einem doppelt so hohem Preis wie der eines fossilen Treibstoffs, ist er eben auch noch nicht konkurrenzfähig. Erstaunlich ist allerdings, dass eine Solaranlage von einem Quadratkilometer Fläche 20.000 Liter Kerosin / Tag herstellen könnte. Würde man also theoretisch eine Anlage in Größendimensionen der Fläche der Schweiz haben, könnte mit dem Solartreibstoff der Kerosin-Bedarf der kompletten Luftfahrt bedient werden.

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