Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: Gemüse

68/2021: Permagewächshaus

Ganzjährig frisches Obst und Gemüse – in Einklang mit der Natur und unseren Ressourcen. Das Stichwort lautet Permakultur und besteht aus einer Kombination aus Gewächshäusern und Bewässerungsanlagen. Raketenstart stellt zur Selbstversorgung vor: das Permagewächshaus.

Selbstversorgung ist In

In Zeiten des Klima- und Umweltumbruchs kehren immer mehr Menschen zu ursprünglicheren Arten der Lebensmittelbeschaffung zurück. Eine davon ist das Selbstversorgen mit frischem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Auch hier gibt es Unterschiede. Wer ein besonderes Augenmerk auf schonenden, nachhaltigen und biologischen Anbau legt, sollte sich mit dem Prinzip der Permakultur vertraut machen. Bei dieser Art von Eigenanbau wird auf eine nachhaltige Lebensweise und Landnutzung Wert gelegt, die Umwelt und Ressourcen gleichermaßen berücksichtigt. 5 Grundsätze werden der Permakultur zu Grund gelegt. Refusing, Reducing, Reusing, Repairing und Recycling – die 5 R’s. Wer diese Grundsätze beim Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten beherzt, tut einen gesunden Schritt Richtung Selbstversorgung. Sie sind auch auf viele andere Lebenssituationen anwendbar.

Planung des Permagewächshauses

Nun wird bei der Entstehung einer Permakultur im eigenen Garten nicht einfach bloß ein Beet nach dem anderen angelegt. Jeder Garten ist ein eigenes Ökosystem, welches sich zunächst in Klima, Topographie und Bodenqualität unterscheidet. Anschließend fließen noch die eigenen Wünsche und die Möglichkeiten die zur Verfügung stehen mit ein. Die Permakultur lässt sich demnach auch in ein Gewächshaus integrieren, das in sich ebenfalls als Ökosystem anzusehen ist. Hier werden Beete, Pflanztöpfe, Bewässerung und Düngung etc. ebenso angelegt wie im Freien. Auch hier sind die Grundsätze der Permakultur anzuwenden um ein wirkliches Permagewächshaus zu schaffen. Besonders die Wasserversorgung sollte Beachtung finden. Empfehlenswert ist aus umwelttechnischer Sicht die Nutzung von Regenwasser. Daher sollte die Niederschlagsmenge in der Region beobachtet und ggf. für einen Regenwasserspeicher gesorgt werden. Die Planung eines Permagewächshauses bedarf einer guten Vorbereitung, nicht nur das Wasser betreffend. Auch die Versorgung der Pflanzen durch natürlichen Dünger ist mit Aufwand verbunden, denn im Idealfall nutzt man die eigenen pflanzlichen Abfallprodukte um Kompost zu erzeugen. Ist dies alles geschafft, kann der Erzeuger ganzjährig auf nachhaltig angebautes Bio-Gemüse und Obst zurück greifen.

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23/2021 PICO: Grüner Daumen für alle

Wer kennt es nicht? Beim Schlendern durch die Gartenabteilung des Baumarktes gewinnt der Impuls eine Pflanze zu kaufen. Keine zwei Wochen später weilt diese Pflanze nicht mehr unter den Lebenden. Für alle jene, die wegen ihres nicht vorhandenen grünen Daumens verzweifeln gibt es jetzt die Lösung.

PICO von https://altifarm.com/ bietet kleine Indoor Minigärten. Das perfekte Starterpaket, um in die wunderbare Welt der Pflanzenzucht zu tauchen. Das schlichte Design mag täuschen, doch PICO ist gefüllt mit raffinierten Gadgets. Dazu zählen automatische Bewässerung und LEDs die das gesamte Lichtwellenspektrum abdecken. Mit deren Hilfe wird Sonnenlicht imitiert und sorgt somit für ein garantiertes, alljährliches Wachstum. Denn große Ideen beginnen im Kleinen.

Selbstverständlich genießt man hier eine große pflanzliche Auswahl. Seien es Kräuter, Gewürze oder dekorative Gewächse. Ein frischer, hauseigener Vorrat kann ganz einfach angelegt werden und das Haus duftet bald nach Oregano, Basilikum oder Lavendel. das aus dem Sortiment von PICO gewonnen werden kann. Ein ausgeklügeltes Ökosystem kann platzsparend die Anzahl der pflanzlichen Schützlinge  erhöhen. Die Minigärten können überall angebracht werden und ergänzen das räumliche Gesamtbild einer jeden Wohnfläche. Ganz gleich ob am Kühlschrank, am Wandregel oder über die Wand verteilt, der Anbringung der winzigen Gärten sind fast keine kreativen Grenzen gesetzt.

Wie funktioniert PICO?

Für ein zufriedenstellendes Wachstum benötigt der smarte Garten von Pico alles was ein herkömmlicher Garten auch braucht: genug Wasser und ausreichend Sonnenlicht. Einmal pro Woche muss der relativ kleine Wasserspeicher aufgefüllt werden, der Rest wird auf komfortabelste Art und Weise automatisch geregelt. Das Sonnenlicht wird aus den LEDs gespeist. Zusammen mit der Pflanze wachsen und wachen die LEDs laternenartig über der Vegetation. Ein völlig automatisierter Garten, der jeglichen „grünen“ Misserfolg zu verhindern weiß. Ein Nachteil hat der Minigarten dann dennoch: Den Pflanzensamen muss man noch immer selber einpflanzen.

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21/2021 Vertikale Plantagen: Die schwindelfreie Landwirtschaft

Was wie eine beeindruckende Hommage an die Hängenden Gärten der Semiramis anmutet – eines der sieben antiken Weltwunder- ist in Wirklichkeit der Ausdruck einer neu gedachten Form von Landwirtschaft. Diese ist dringend notwendig. Die globale Überbevölkerung und der damit einhergehende Nahrungsmangel, als auch der Klimawandel und der Trend zu Megacitys sind die ausschlaggebenden Herausforderungen des 21.Jahrhunderts und bedürfen einer nachhaltigen und menschorientierten Lösung. Die Antwort: außergewöhnliche Agrarproduktion!

1 statt 290 Hektar. Über einander aufgebaute Etagen mit Platz und Ressourcen sparenden Effekten. Weniger CO2-Verbrauch, keine Pestizide und eine unvergleichliche Wasserwirtschaft mit bis zu 95% Wasserersparnis. Eine Landwirtschaft, welche vollkommen unabhängig von Witterungsverhältnissen, Jahreszeiten und dem Klima operieren kann. Das Erfolgsrezept hinter der Produktivität: modernste Technologie.

In geschlossenen Räumlichkeiten unter Ausschluss äußerer Einflüsse werden die optimalsten Lebensbedingungen geschaffen, welche die vertikalen Plantagen zum Effizienzmonster machen. Künstliches Sonnenlicht in Form von computergesteuerten LED-Lampen und im Boden implementierte Nährstoffe sorgen für die idealen Wachstumsvoraussetzungen. Temperatur und Lichtintensität können individuell gewählt werden, einer der Gründe weshalb der Einsatz von Pestiziden ausgeschlossen ist. Der Gesundheitszustand der Gewächse wird mit Hilfe von Infrarotkameras überwacht. Somit ermöglicht die Digitalisierung durch einen simplen Mausklick, die Sicherstellung eines optimalen Ertrags. Die Vorteile der vertikalen Plantagen sind nicht nur auf unternehmerischer Seite zu finden- sondern zeichnen sich auch über eine klimafreundliche Produktion und logistische Einfachheit aus, da dezentral und je nach Bedarf angebaut werden kann.

Ein weltweiter Trend

Der Trend zu vertikalen Plantagen oder im englischen als vertical farming bekannt, hat zurecht bereits globale Ausmaße erreicht. Vor allem in den Vereinigten Staaten, Deutschland und Japan wird das Potential des vertical farming erkannt und erfolgreich umgesetzt. So ist das gesetzte Ziel des in Kalifornien beheimateten Agrar-Tech Startups Plenty https://www.plenty.ag/about-us/, der Bau von riesigen „Indoorfarmen“ in Städten mit jeweils mehr als 1 Mio. Einwohnern, insgesamt 500 an der Zahl, davon mehr als die Hälfte in chinesischen Großstädten. In Deutschland dominiert allerdings der dezentrale Entwurf, der sich über eine kurze Reichweite der Produktionsanlage zum End und Großverbraucher orientiert.

Die Konkurrenz der vertikalen Plantagen gegenüber traditioneller Landwirtschaft ist trotz aller Innovation noch nicht maßgeblich genug. Noch treiben die hohen Strom- und Investitionsanforderungen die Kosten in die Höhe. Allerdings planen die führenden Unternehmen, mit zunehmender Automatisierung der Prozesse, Ihre Produkte auch zu konventionellen und somit konkurrenzfähigen Preisen anzubieten. Dann wird die Zukunft nicht nur einen Wandel im Stadtbild beinhalten, sondern auch Gemüse aus luftigen Höhen.

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