Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: erfindung (Seite 1 von 4)

09/2024 Leicht und stabil – der Fahrradständer für Rennräder

Ein Tüfler aus Markdorf hat einen V-förmigen Radständer für Rennräder erfunden und damit die Jury der Nürnberger Erfindermesse beeindruckt.

Besonders Rennradfahrer achten auf jedes Gramm, das sie an sich tragen. Einen 3 kg schweren Fahrradständer an das Bike zu montieren, kommt für die meisten nicht infrage. Friedrich Löffler, ein Tüftler aus Baden-Württemberg hat dieses Problem erkannt.

Der neue Fahrradständer für Rennräder

Sein Zweibein in V-Form wiegt unter 50 Gramm! Der handlichen Ständer besteht aus Edelstahl und wird von dem Erfinder in der eigenen Werkstatt im Keller gebogen. Die Halterung wird auf Höhe der Trinkflaschenhalterung des Rennrads montiert, kann bei Bedarf abgenommen und auf das Pedal gesteckt werden, um das Bike stabil zu halten. Die verstellbaren Hülsen an den Enden des Winkels lässt er von einem Meßkirchner-Unternehmen drehen. Seit 2020 bietet Löffler sie im Internet an – und hat nach eigener Aussage schon mehr als 5000 Stück davon verkauft. Deshalb hat er den Ständer auch mit dem Gebrauchsmuster geschützt.

Aparatur überzeugt Jury

Auch die Juroren auf der Nürnberger Erfindermesse iENA waren von der Erfindung begeistert und überreichten Friedrich Löffler die Goldmedaille. Auch mit anderen Erfindungen hat er abgeräumt. Für seinen mobilen Pflegeständers bekam er silber, eine Aparatur, die das Anheben von schweren Rädern und somit die Ketten- oder Hinterradpflege aber auch Reperaturen erleichtern soll. Eine weitere Erfindung des pensionierten Realschul-Lehrers ist die Wegrollsperre, die an die Lenkung des Rads montiert wird und durch eine Drahtseilschlaufe das Vorderrad blockiert. So kann man das Velo an jeder Wand abstellen. Diese Wegrollsperre funktioniert allerdings nicht bei Rennrädern, denn da stört der geschwungene Lenker.

Der Fahrradständer des Tüftlers Friedrich Löffler aus Markdorf ist nicht nur praktisch und leicht, sondern auch ästhetisch ansprechend. Rennradfahrer, die besonders auf das Erscheinungsbild ihres Rads achten, schätzen die Unauffälligkeit und das geringe Gewicht des Ständers. Die Möglichkeit, das Bike stabil und sicher abzustellen, ohne dabei aufwändige Montagen oder schweres Zubehör nutzen zu müssen, macht Löfflers Erfindung zu einem echten Gewinn für die Fahrrad-Community.

42/2023 Traktor-Aufzug für Querschnittsgelähmte erfunden

Benni Gemählich wurde nach einem Arbeitsunfall vor vier Jahren querschnittsgelähmt. Seine Familie lies seinen Eicher-Traktor behindertengerecht umbauen, damit er weiterhin fahren kann. Dieser Traktor-Aufzug für Querschnittsgelähmte ermöglicht es Benni weiterhin seine Leidenschaft nachzugehen. Der Traktor wird auf dem nächsten Eichertreffen in Affalterthal präsentiert.

Vor vier Jahren ereignete sich ein einschneidendes Erlebnis im Leben von Benni Gemählich, der durch einen Arbeitsunfall im Alter von 26 Jahren querschnittsgelähmt wurde. Seitdem ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Zu dieser Zeit waren seine Kinder neun und zwei Jahre alt, was eine enorme Belastung für die junge Familie darstellte. Seine Frau Melanie erinnert sich an die schweren Anfangszeiten und die Herausforderung, ihrem Mann beibringen zu müssen, dass er nicht mehr in der Lage sein würde, zu laufen oder seinen Beruf als Zimmermann auszuüben, insbesondere aber nicht mehr Traktor zu fahren.

Während Benni sich noch im Krankenhaus befand, entwickelte seine Familie den Plan, den Familien-Eicherbulldog aus dem Jahr 1987 behindertengerecht umzubauen. Sein Vater Simon Gemählich führte stieß schließlich im Internet auf eine Firma in Murnau, die den Oldtimer-Traktor entsprechend umbauen konnte. Um den umgebauten Eicher fahren zu dürfen, musste Benni Gemählich Fahrstunden nehmen und seinen Führerschein erneuern, einschließlich eines psychologischen Gutachtens zur Überprüfung seiner Fahrtauglichkeit.

Funktion des Traktor-Aufzug

Um mit seinem Eichertraktor zu fahren, zieht sich Benjamin Gemählich, allgemein bekannt als Benni, von seinem Rollstuhl auf eine kleine Plattform, die an einer langen Stange am Fahrerhaus des Traktors befestigt ist. Diese Plattform ist mit einem Motor am oberen Ende der Stange ausgestattet, der es ihm per Knopfdruck ermöglicht, in das Fahrerhaus gehoben zu werden. Von dort aus kann er in Sekundenschnelle auf den Fahrersitz wechseln und losfahren.

Abgesehen von seiner Bürotätigkeit in einem Zimmereibetrieb arbeitet Benni Gemählich fast täglich auf seiner kleinen Landwirtschaft in Affalterthal im Landkreis Forchheim, die er zusammen mit seinem Vater Simon betreibt. Trotz seiner Behinderung erstaunt er seinen Vater immer wieder mit seiner Arbeitskraft.
Er übernäme sämtliche landwirtschaftlichen Tätigkeiten, wie das Säen, Pflügen und Eggen. Darüber hinaus würde er stets kreative Lösungen finden, um das Getreide in die Saatmaschine zu befördern. Es sei eine Seltenheit, dass etwas nicht wie geplant verliefe, erklärt Simon Gemählich.

Nicht nur für Querschnittsgelähmte geeignet

Der Eicher-Traktor wurde so umgebaut, dass nicht nur Benni, sondern auch sein Vater Simon damit fahren kann. Es wurden zusätzliche Handhebel für Gas und Bremse installiert, und die Kupplung kann per Knopfdruck durch einen Hydraulikzylinder betätigt werden. Zusätzlich wurde natürlich der Aufzug am Fahrerhaus angebracht. Dieser Eicher ist der erste rollstuhlgerecht umgebaute Traktor dieser Marke. Die blauen Eicher Bulldogs sind mittlerweile zu Raritäten geworden und werden von Traktorliebhabern sehr geschätzt.

Alle zwei Jahre findet in Affalterthal das Eichertreffen statt, bei dem mehrere hundert Eicher-Fans aus ganz Deutschland mit ihren Traktoren zusammenkommen. Das Eichertreffen in Affalterthal ist das größte seiner Art in Nordbayern. Traktorenliebhaber aus dem ganzen Land reisen an, um an Feldvorführungen teilzunehmen. Kinder können auf Mini-Eicher-Traktoren fahren, und am Nachmittag gibt es einen großen Festumzug der Traktoren, an dem Benni und seine Familie selbstverständlich teilnehmen möchten.
Vor vier Jahren, als das letzte Eichertreffen stattfand, konnte Benni noch laufen. Zehn Tage später ereignete sich sein Unfall. Nach einer langen Pause aufgrund der Corona-Pandemie wird das Fest nun wiederbelebt. Benni freut sich darauf, dabei zu sein und fragt sich, ob sein  Eicher-Traktor mit neuem Traktor-Aufzug die Attraktion des Treffens sein wird.

30/2023 Knusprigere Pommes – Rundumgaren durch neue KitchBo Backmatte

Die KitchBo Silikon-Backmatte, vorgestellt in der 14. Staffel von “Die Höhle der Löwen”, ermöglicht gesundes Rundum-Garen im Backofen durch ihre pyramidenförmigen Noppen und ein Klicksystem für zusätzliche Gar-Ebenen. Die umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichem Backpapier ermöglicht knusprige Köstlichkeiten und ist leicht zu reinigen.

In der 14. Staffel von “Die Höhle der Löwen” wurde am 11. September 2023 das Produkt von Karolin und Darko Djukic sowie Nikola Natterer, die KitchBo Backmatte, vorgestellt. Diese Backmatte bietet eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichem Backpapier. Sie hält Temperaturen von -40° C bis max. 200° C stand. Ermöglicht wird ein deutlich krosseres Backen von Pommes, Fisch, Geflügel oder Gemüse.

Das Besondere an der KitchBo Backmatte

Die KitchBo Backmatte zeichnet sich durch pyramidenförmige Noppen aus, auf die Lebensmittel gelegt werden, wodurch sie von allen Seiten von der Backofenhitze erreicht werden. Dies führt zu knusprigen Ergebnissen, ohne dass Lebensmittel im eigenen Saft liegen, was ein besonders gesundes Garen ermöglicht und herkömmliches Backpapier, Wenden oder Einfetten überflüssig macht.

Die KitchBo Backmatte bietet im Starter Set mitgelieferte Edelstahlspieße und Klicksteine, auf die Lebensmittel gelegt werden können. Diese zusätzliche Gar-Ebene ermöglicht das Garen von aufgespießtem Fleisch und Gemüse ohne direkten Kontakt zur Backmatte. Das sorgt für knusprige Ergebnisse und mehr Platz im Ofen. Aber auch außerhalb der Verwendung im Backofen eröffnet die Backmatte zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Darunter befindet sich das sichere Abstellen von heißen Töpfen und Pfannen, sowie das Auftauen von Lebensmitteln.

Nicht nur knusprigere Pommes

Die KitchBo Backmatte lässt sich mühelos reinigen, entweder mittels des mitgelieferten Schwamms, der perfekt in die Vertiefungen passt, oder bequem in der Spülmaschine. Neben der Verwendung im Backofen eröffnet die Backmatte zahlreiche Einsatzmöglichkeiten außerhalb des Ofens, darunter das sichere Abstellen von heißen Töpfen und Pfannen sowie das Auftauen von Lebensmitteln.

“Wir haben uns vorgenommen, eine Innovation für den Backofen zu entwickeln und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt zu tun.”,  teilen die Gründer der KitchBo-Matte auf ihrer Website mit.Darko Djukic kam die Idee beim Spielen mit seinem Sohn. Die Überlegung war, das Lego-Prinzip auf das Backen zu übertragen. Auf diese Weise entstand die modulare Backmatte. Verwirklicht wurde die Idee mithilfe seiner Frau und Nikola Natterer, der als Ingenieur sein technisches Wissen zum Team beitrug.

Verfügbar ist die Matte bei Amazon sowie auf der KitchBo-Website im Onlineshop. Unterschieden wird zwischen dem Starter Set und der XXL-Variante, die mehr Spieße und Klicksteine enthält.

24/2023 Innovativer Münzautomat – Kleingeld-Wechsler erleichtert Geldbeutel

Auf Facebook wird derzeit ein Innovativer Münzautomat gelobt, mit dem man Kleingeld wechseln kann. Besagter Automat und Geldbeutel-Erleichterer steht neuerdings bei Kaufland, Vorgänger gebe es bereits seit 2016,so eine Pressemitteilung.

Eine Kundin von Kaufland sei begeistert über einen Automaten, der den Geldbeutel leichter macht, so eine Pressemitteilung. Zusammen mit diesem Lob teilte sie ein Bild des Münzautomaten auf Facebook.

Mit diesem kann man überschüssiges Kleingeld loswerden. Wie auf dem Gerät von “Coinstar” zu lesen ist, ermöglicht der Automat, überschüssige Münzen sinnvoll zu verwenden. Obwohl diese Innovation nicht brandneu ist, gab es solche Automaten vor einem Jahrzehnt tatsächlich noch nicht in Deutschland.

Die Geschichte des Automaten

Im Jahr 2016 wurde der erste Automat in Krefeld, Nordrhein-Westfalen, aufgestellt, nachdem der allererste Prototyp im Jahr 1992 in San Francisco, Kalifornien, USA, erprobt wurde. Damals hatten Studenten laut der Webseite des Unternehmens Coinstar die Vision, “einen einfachen und bequemen Weg zu entwickeln, Kleingeld eintauschen zu können ohne das lästige Sortieren, Rollen und zur Bank bringen.”

Die “Coinstar”-Maschine bei Kaufland

Eine Kundin berichtet: “Ich war diese Woche mal wieder im Kaufland nach langer Zeit.” Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland vor einem Jahrzehnt hätte sie keine bahnbrechenden Gesetze oder Ideen gesehen – bis sie eben bei Kaufland war. Der Automat bzw. Münzautomat stelle für sie die erste innovative Idee seit einem Jahrzehnt dar. Sie lobt die Maschine und hofft, dass sie dauerhaft im Laden verfügbar bleibt.

Innovativer Münzautomat: Weltweite Aufmerksamkeit

Diese Idee begeistert nicht nur die Kundin bei Kaufland. Weltweit ist sie ein großer Erfolg, und es gibt derzeit 23.000 Automaten weltweit, davon 2.000 in Deutschland. Nicht nur Kaufland, sondern auch andere Einzelhändler wie Edeka und Rewe bieten die Coinstar-Automaten an.

Obwohl Kaufland auf den Beitrag der Kundin in den sozialen Medien reagiert, gibt das Unternehmen keine konkreten Zusagen darüber, ob der Automat oder die Zusammenarbeit mit Coinstar dauerhaft sein wird. “Es freut uns sehr, dass du den Coinstar-Automaten magst.”, schreibt Kaufland nur. Hoffentlich bleibt der Automat der Kundin erhalten, und es vergeht nicht erneut ein Jahrzehnt, bis ihr wieder eine Idee gefällt.

18/2022: Hilfe bei Migräne: Die Mysleepmask

Knapp 40% der Deutschen leiden an Migräne. Die Mysleepmask könnte diesen nun ein Stück Lebensqualität zurückgegeben, indem sie  äußere Reize abschirmt.

Mit der Mysleepmask will Erfinder Fabian Karau Menschen mit Migräne, Kopfschmerzen und Schlafstörungen helfen. Seine multifunktionale Schlafmaske ermöglicht Entspannung in absoluter Dunkelheit und Stille – auch unterwegs.

Bestandteile der Mysleepmask

Bei der Mysleepmask handelt es sich um eine Schlafmaske, die den ganzen Kopf umschlingt. Der blickdichte Stoff aus Bio-Baumwolle schirmt Betroffene von jedem Tageslicht ab. Dafür sorgen einklappbare Polster an der Nase. Zusätzlich bewirken die gepolsterten Ohrmuscheln, dass die mitgelieferten Ohrstöpsel nicht verrutschen und man von allen Geräuschen abgeschirmt wird.

Warum hilft die Maske gegen Schmerzen?

Es soll sich alles so anfühlen, als würde man sich in einem dunklen Raum befinden.  Außerdem können in Taschen an der Stirn und im Nackenbereich Gelpads eingelegt werden, um Kopfschmerzen noch weiter zu reduzieren. Diese kühlen oder wärmen den Kopf wahlweise. Im Falle einer Schmerzattacke sind Betroffene also bestens von äußeren Reizen abgeschirmt. Darüber hinaus kann die Maske auch bei Bewegungen im Schlaf nicht verrutschen. Diese Erfindung stellt eine enorme Erleichterung für unter Schmerzen Leidende dar, die sich zuvor mit umständlichen Hausmitteln helfen mussten.

Die Erfindung der Mysleepmask

Auf die Idee für die Maske kam dem Erfinder durch seine Migräneerkrankung. Er ist bei einer Schmerzattacke selbst auf absolute Ruhe, Dunkelheit und kühlende Kompressen angewiesen. Improvisierte Lösungen, wie mit Schals befestigte Kompressen empfand er allerdings immer als sehr umständlich. Davon angetrieben kam er auf die Idee eine Schlafmaske zu designen, die seinen persönlichen Anforderungen entspricht. Schnell stieß die Schlafmaske im Bekanntenkreis auf Begeisterung, was Karau dazu antrieb, durch eine Crowdfunding-Kamagne Investoren für seine Idee zu gewinnen. Das Potenzial der Mysleepmask wurde schließlich in der Fernsehserie „Die Höhle der Löwen“ erkannt und brachte der Idee die nötigen finanziellen Mittel ein. So kann Karau vielen Menschen, die unter der Reizüberflutung leiden helfen und ermöglicht ihnen besser mit ihrer Erkrankung umzugehen.

 

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28/2020 Vly: Die nährreiche Milchalternative aus Erbsen

Immer mehr Menschen steigen auf eine vegane Ernährung um. Um den Proteinbedarf zu decken, reichen die Milchalternativen oft nicht aus. Dies kann sich durch Vly ändern. 

Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind auf die vegane Ernährung umgestiegen. Die wohl am häufigsten gestellte Frage bei einer fleischfreien Lebensweise ist, ob der pflanzliche Proteingehalt wirklich ausreicht, um den Tagesbedarf eines Menschen zu decken. Proteine stärken unter anderen die Muskelmasse und das Gehirn. Zudem wirken sie sich positiv auf die mentale Gesundheit aus. Deshalb ist es wichtig, auf die eigene Zufuhrempfehlung zu achten. Wie aber kommt man auf den empfohlenen Eiweißbedarf, wenn einige der eiweißhaltigsten Lebensmittel wegfallen?
Vly möchte dies einfacher machen. Mit einem hohen Proteingehalt, einer ausgezeichneten Ökobilanz und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten will das Food-Start-Up den Lebensmittelmarkt revolutionieren.

Was bietet Vly im Vergleich zu anderen Milchalternativen?

Der Erbsendrink kommt pro Glas auf 16 g Eiweiß. Das ist doppelt so viel wie in Kuhmilch und sogar fünfmal so viel wie in Mandelmilch! Zudem besteht der Drink nur aus Wasser, gesunden Fetten und natürlichen Aromen. Daneben enthält die Erbsenmilch die in der veganen Ernährung oft limitierende Aminosäure Lysin. Auch bei der Nachhaltigkeit überzeugt der Milchersatz. Beim Anbau von den verwendeten gelben Spalterbsen werden 13 Mal weniger Liter Wasser verbraucht als bei der Produktion von Kuhmilch. Beim Anbau von Mandelmilch sind es sogar 100 Mal weniger. Auch Co2-Verbrauch und Anbaufläche sind bei Vly im Vergleich sehr gering. Im Aussehen und der Konsistenz erinnert die Milch stark an Sojadrink. Allerdings ist der Geschmack eher herb und daher pur nicht für jeden etwas. Der Erbsendrink kann dafür aber vielfältig genutzt werden; ob im Kaffee, für Porridge oder klassisch für Müsli, es ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Die Gründer Nicolas, Moritz und Niklas gaben schon bekannt, dass weitere Produkte auf Erbsenbasis folgen werden. Somit finden wir die gesunde Alternative bald im Joghurt oder Speisequark wieder.

21/2020 Paketsafe: Nie wieder ein Päckchen verpassen

Durch den florierenden Online-Markt werden mehr Pakete ausgeliefert als je zuvor. Bei vielen Paketen kommt es allerdings vor, dass sie dann zugestellt werden, wenn man nicht Zuhause ist und dann den Weg zum Postamt antreten muss. Diesem Problem hat sich das Start-Up Paketsafe angenommen und die scheinbar perfekte Lösung gefunden. Der Paketsafe ist ein flexibler Paketkasten, der Ihnen den Weg zur Post sparen wird.

Jeder kennt das Problem, dass ein bestelltes Paket genau dann ankommt, wenn man nicht Zuhause ist. Man bekommt eine Benachrichtigung in den Briefkasten geworfen und muss zur nächsten Paketstelle, um seine Waren in Empfang zu nehmen. Auf dem Dorf kann man dem Problem bereits mit einer Abstellgenehmigung für die Garage entgegentreten doch in der Stadt hat man dabei öfters keinen Platz oder wohnt mit vielen anderen Parteien in einem Mietshaus. Hierfür ist der Paketsafe perfekt, da hier beide Probleme in Luft aufgelöst werden. Der Paketsafe ist ein flexibler Paketkasten, der Ihnen den Weg zur Post sparen wird. Außerdem nimmt er im zusammengerollten Zustand wenig Platz ein und passt somit auch unter größere Briefkastenanlagen.

Wie Paketsafe funktioniert

Die Funktionsweise ist sehr simpel. Der Paketbote öffnet den Paketsafesack, wirft das Päckchen hinein, zieht den Sack zu und das Paket ist sicher bei Ihnen abgeliefert. Dieser Sack kann dann nur durch ihren Schlüssel wieder geöffnet werden und ihr Paket ist so vor Diebstahl geschützt. Gegen hartnäckigere Paketdiebe ist der Sack zusätzlich noch durch sein integriertes, schnittsicheres Edelstahlnetz geschützt und gegen Mutter Natur auch mit wasserdichtem Nylon beschichtet. Um den Paketsafe nutzen zu können muss man ihn bei der Post als Ablageort hinterlegen. So sieht der Paketbote gleich auf dem Scanner, dass das Paket im Paketsafe hinterlassen werden soll und hat auch die Erlaubnis zur Ablage. Ein Formular und eine Anleitung hierzu finden Sie auch auf der Paketsafe Website.

Von der Idee zum Unternehmen

Das Start-Up begann 2015 im niederbayerischen Geiselhöring im Keller des Erfinders Thomas mit der Produktion des Paketsafe Prototypen und entwickelte sich mit der Zeit zu einem mittelständischen Familienunternehmen. Seit 2017 haben sie auch eigene Büros, Lager und Produktionsflächen. Mit ihre geniale Erfindung schaffte es das nun Familienunternehmen auch bei der Fernsehshow “Das Ding des Jahres” in das Finale einzuziehen. Allerdings reichte es nicht ganz für den Sieg. Paketsafe vertreibt das Produkt in mehreren Varianten auf ihrem eigenen Online-Shop , wobei die Standardversion für 179€ erhältlich ist.

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20/2020 Effizientere Glas- variante soll Lithium-Ionen-Akkus ablösen

John B. Goodenough, der Chemie-Nobelpreis-Träger für die Miterfindung des Lithium-Ionen-Akkus, hatte vor 3 Jahren einen weiteren Durchburch in der Batterie-Forschung zu verzeichnen. Heute sind Litium-Ionen-Akkus in jedem Smartphone, Elektroauto und weiteren mobilen elektronischen Geräten zu finden. Goodenough und Braga, die Mitforscherin, haben aber nun mit dem Unternehmen Hydro-Quebec eine effizientere Speichervariante weiterentwickelt und fast marktreif gemacht.

Der Glas-Akku

2016 veröffentlichte Goodenough einen Forschungsbericht zu einem Lithium-Glas Akku an der University of Texas at Austin. Daraufhin übertrug die Universität die Patente für den Akku an das kanadische Unternehmen Hydro-Quebec, das als ein führendes Unternehmen im Bereich Energiespeicher-Technologie gilt und den Lithium-Glas Akku serienreif machen soll. Der Akku verwendet, anders als der bekannte Lithium-Ionen-Akku keinen flüssigen Elektrolyt, sondern ein solides Gemisch aus Glas und Alkalimetallen, wozu auch Lithium zählt. Der Akku verspricht eine knapp dreimal so hohe Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Akku und durch seinem soliden Elektrolyt weist er einen hohen Widerstand gegen extreme Temperaturen auf und ist nicht brennbar. Der Glas-Akku soll sogar innerhalb von Minuten geladen werden können. Noch dazu sollen diese Batterien auch viel umweltfreundlicher produzierbar sein.

Hydro-Quebec bietet jetzt schon die ersten Lizenzen für den Feststoffakku an, doch das Unternehmen merkt an, dass sie in den nächsten zwei Jahren noch intensiv weiterforschen, um das Produkt wirklich marktreif zu machen. Mercedes Benz arbeitet mit Hydro-Quebec zusammen an der Weiterentwicklung dieses neuen Standards und experimentiert bereits mit der Technologie in Autobussen mit Elektroantrieb.

Revolution für Elektromobilität

Wenn Hydro-Quebec es schafft die Erfindung des 97-Jährigen Goodenough zur Marktreife voranzutreiben, bedeutet das ein enormes Potential für die Elektroauto-Revolution. Die Solid-State-Akkus können viele Probleme der umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel lösen. Sie würden im Winter nicht mehr durch die Kälte immens an Reichweite verlieren, hätten dreimal so viel Speicherkapazität und damit auch knapp dreimal so hohe Reichweite und wären in viel kürzerer Zeit geladen.

Zur Veranschaulichung nehmen wir den Renault Zoe, eines der beliebtesten Elektrofahrzeuge zur Zeit. Die neue Version soll mit der 41 kWh Batterie rund 315 km Reichweite haben. Wenn die Glas-Akkus serienreif werden und ihre versprochene Leistung beibehalten, wären wir bei gleicher Akkugröße bei 123 kWh Speicherkapazität und damit könnte die maximale Reichweite bei rund 945km liegen, vorrausgesetzt, dass der Verbrauch nicht erhöht wird. Man sieht also, die Auswirkungen durch marktreife Feststoff-Akkus für ein umweltfreundlicheres Transportwesen und für die Klimawende wären enorm. Ob diese Technologie tatsächlich den Batteriemarkt revolutionieren wird, werden wir in den nächsten Jahren sehen.

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41/2019 Neue Bein-Prothese soll Phantomschmerz lindern

Das Laufen mit einer Beinprothese ist oft noch immer sehr anstrengend bzw. verursacht gar Schmerzen. Darüber hinaus leiden viele Patienten unter einem Phantomschmerz in amputierten Gliedmaßen. Eine innovative Beinprothese mit stimulierenden Sensoren soll für diese beiden Probleme die Lösung sein.

Forschern gelang es nun erstmals, eine Beinprothese ‘mit Gefühl’ zu entwickeln. Dazu wurden insgesamt drei Drucksensoren in der Fußsohle und weitere vier im Kniegelenk in einer Bein-Prothese verbaut. In Kombination dazu implantierten Ärzte den Patienten fünf Elektroden in den Oberschenkel. Die Drucksensoren wandeln dabei die Bewegungssignale um, sodass die Elektroden im Bein der Patienten stimuliert werden. Insbesondere der Ischiasnerv wird dadurch angeregt.

Neues Gefühl im Bein erleichtert das Laufen

Auch wenn sich das Ganze etwas befremdlich und verrückt für Außenstehende anhört, schafft es für die Patienten ein regelrecht neues Lebensgefühl. Erstmals konnten sie das Gefühl für die Kniebewegung wiedererlangen. Das schafft mehr Vertrauen und Sicherheit während dem Gehen. Deshalb zeigten auch erste Tests, dass die Patienten nicht nur schneller laufen konnten, sondern darüber hinaus auch weniger erschöpft waren. Die Forscher schließen diese Erkenntnis auf die nun mehr symmetrischen Bewegungen der Beine zurück. Aufgrund dessen kann so auch das gesunde Bein längerfristig mehr entlastet werden. Denn Betroffene nahmen bislang auf diesem mehr Gewicht auf, da sie sich unsicher fühlten.

Phantomschmerzen können gelindert werden

Diese neue Entwicklung kann aber noch mehr. Viele Patienten mit amputierten Körperteilen klagen über Schmerzen ihrer eigentlich fehlenden Gliedmaße. Von starkem Brennen bis hin zu komischen Gefühlen von Verdrehungen ist die Liste der Phantomschmerzen ziemlich lang. Bislang gab es allerdings kein allgemeines Rezept gegen diese empfundenen Schmerzen. So wurden deshalb bei Probanden, nachdem bei ihnen die Elektroden implantiert wurden, täglich Stimulationen an den Elektroden durchgeführt. Bislang noch ohne die neue Prothese. Jedoch mit den gleichen Signalen wie sie auch die Prothese bei Druck oder Berührungen am Fuß auslösen würde. Die Ergebnisse waren erstaunlich gut. Einige Probanden gaben an überhaupt keine Schmerzen mehr zu empfinden. Bei anderen wurden sie zumindest um mehr als die Hälfte reduziert.

Da Schmerzen der Probanden im Vorfeld durch die manuelle Stimulation so stark reduziert wurden, können die Entwickler nicht hundertprozentig bestätigen, dass die Schmerzen ebenso mithilfe der Prothese gelindert werden können. Dennoch kann man davon ausgehen, dass dies auch durch die Prothese möglich sein kann. Um das Ganze nun genauer herauszufinden, laufen weitere Studien. Bei diesen werden die Probanden die neue Prothese über längere Zeit zuhause tragen. So kann genauer analysiert werden ob die Schmerzen reduziert und die Lebensqualität so verbessert werden kann.

20/2019 Innovation Convercycle: Macht Fahrrad mit einem Griff zum Lastenrad

Mit nur einigen, wenigen Handgriffen machen Studenten aus Offenburg ein normales Fahrrad zum Lastenrad. Die Innovation erleichtert den unmotorisierten Stadtverkehr beträchtlich. Mit dem ‘Convercycle’ werden Einkaufstouren auch ohne Auto in großem Umfang möglich.

‘Convercycle’ haben ein paar Studenten der Hochschule Offenburg ihre Innovation genannt, die auf einem herkömmlichen Drahtesel aufsetzt und diesen zum Transport-Radl macht. Das vielfältigere Zweirad ermöglicht es seinem Nutzer mit einem geübten Griff ein Lastenrad gewissermaßen im Handumdrehen zu entfalten. So werden für klassische Räder eigentlich zu unhandliche oder zu schwere Transportfahrten ermöglicht. Das Convercycle ist gut 50 Zentimeter länger als herkömmliche Drahtesel und verfügt über eine kleine aber feine Ladefläche.

Die Erfindung aus Offenburg ist somit nicht nur praktischer als typische Lastenräder oder Bikes mit Anhänger. Es ist schlicht leichter zu handhaben und auch mit rund 1800 Euro Verkaufspreis preiswerter als typische, andere Lastenräder. So ist das Convercycle gemäß einer Pressemitteilung zirka 18 Kilo leichter als klassische Räder. Die zu transportierende Last beträgt bis zu 60 Kilo. Presseveröffentlichungen zufolge sei die Nachfrage schon vor Marktreife groß. Im letzten Quartal 2019 respektive im ersten Quartal 2020 sollen die ersten Convercycles ausgeliefert werden. Interesse? Sieht echt cool aus, hier entlang bitte:

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