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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: elektroauto

20/2020 Effizientere Glas- variante soll Lithium-Ionen-Akkus ablösen

John B. Goodenough, der Chemie-Nobelpreis-Träger für die Miterfindung des Lithium-Ionen-Akkus, hatte vor 3 Jahren einen weiteren Durchburch in der Batterie-Forschung zu verzeichnen. Heute sind Litium-Ionen-Akkus in jedem Smartphone, Elektroauto und weiteren mobilen elektronischen Geräten zu finden. Goodenough und Braga, die Mitforscherin, haben aber nun mit dem Unternehmen Hydro-Quebec eine effizientere Speichervariante weiterentwickelt und fast marktreif gemacht.

Der Glas-Akku

2016 veröffentlichte Goodenough einen Forschungsbericht zu einem Lithium-Glas Akku an der University of Texas at Austin. Daraufhin übertrug die Universität die Patente für den Akku an das kanadische Unternehmen Hydro-Quebec, das als ein führendes Unternehmen im Bereich Energiespeicher-Technologie gilt und den Lithium-Glas Akku serienreif machen soll. Der Akku verwendet, anders als der bekannte Lithium-Ionen-Akku keinen flüssigen Elektrolyt, sondern ein solides Gemisch aus Glas und Alkalimetallen, wozu auch Lithium zählt. Der Akku verspricht eine knapp dreimal so hohe Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Akku und durch seinem soliden Elektrolyt weist er einen hohen Widerstand gegen extreme Temperaturen auf und ist nicht brennbar. Der Glas-Akku soll sogar innerhalb von Minuten geladen werden können. Noch dazu sollen diese Batterien auch viel umweltfreundlicher produzierbar sein.

Hydro-Quebec bietet jetzt schon die ersten Lizenzen für den Feststoffakku an, doch das Unternehmen merkt an, dass sie in den nächsten zwei Jahren noch intensiv weiterforschen, um das Produkt wirklich marktreif zu machen. Mercedes Benz arbeitet mit Hydro-Quebec zusammen an der Weiterentwicklung dieses neuen Standards und experimentiert bereits mit der Technologie in Autobussen mit Elektroantrieb.

Revolution für Elektromobilität

Wenn Hydro-Quebec es schafft die Erfindung des 97-Jährigen Goodenough zur Marktreife voranzutreiben, bedeutet das ein enormes Potential für die Elektroauto-Revolution. Die Solid-State-Akkus können viele Probleme der umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel lösen. Sie würden im Winter nicht mehr durch die Kälte immens an Reichweite verlieren, hätten dreimal so viel Speicherkapazität und damit auch knapp dreimal so hohe Reichweite und wären in viel kürzerer Zeit geladen.

Zur Veranschaulichung nehmen wir den Renault Zoe, eines der beliebtesten Elektrofahrzeuge zur Zeit. Die neue Version soll mit der 41 kWh Batterie rund 315 km Reichweite haben. Wenn die Glas-Akkus serienreif werden und ihre versprochene Leistung beibehalten, wären wir bei gleicher Akkugröße bei 123 kWh Speicherkapazität und damit könnte die maximale Reichweite bei rund 945km liegen, vorrausgesetzt, dass der Verbrauch nicht erhöht wird. Man sieht also, die Auswirkungen durch marktreife Feststoff-Akkus für ein umweltfreundlicheres Transportwesen und für die Klimawende wären enorm. Ob diese Technologie tatsächlich den Batteriemarkt revolutionieren wird, werden wir in den nächsten Jahren sehen.

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44/2018 Das e.Go Elektroauto aus Aachen bricht mit tradierten Annahmen

Die e-Mobilität bezahlbar auf die Straße bringen, das war und ist die Mission von Günther Schuh bzw. seiner Firma e.Go Mobile AG. Schuh ist Wissenschaftler und Professor für Produktionstechnik an der Rheinisch-Westfälischen TH in Aachen. Das Produkt ist der e.GO, ein Elektromobil in der Größe eines Mini und als typischer Kleinwagen mit moderater Reichweite um die 160 Kilometer konzipiert.

e.GO heißt die neue Hoffnung am Firmament der Elektroautos. Erfinder und Umsetzer der neuen Asphalt-Vision ist Günther Schuh, Unternehmer und Professor an der TH Aachen. Ein massentaugliches und erschwingliches Elektroauto wollte er bauen und heuer sollte es auf den Markt kommen. Und Schuh mit Team werden Wort halten, in gute drei Monaten sind die ersten Prototypen am Start. Bei einem Preis um die 15.000 Euronen, der sich aufgrund des Umweltbonus für E-Autos noch einmal deutlich reduziert dürften Nachfrager bei Konditionen knapp um die 12.000 Euro ankommen.

Das innovative, kleine Auto, so eine Pressemitteilung, sei bewusst als Zweitwagen konzipiert. Bei knapp 160 Kilometern Reichweite ist das auch realistisch, denn für Urlaub oder längere Geschäftsreisen taugt das e.GO nicht. Bis Ende nächsten Jahres will Günther Schuh um die 30.000 seiner frechen Kleinwagen pro Jahr am Standort Aachen bauen und damit in kürzester Zeit profitabel sein. Wer das jetzt sehen muss, was wir schon bald häufiger auf Deutschlands Straßen kreuzen sehen könnten … hier haben wir ein offizielles Bewegtbild:

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53/2017 Elektromobil ‘Sion’: Auto fahren ausschließlich mit Sonnenlicht

Schon bald könnte ein Solarmobil entstehen, das seinen Namen wirklich verdient. Sono Motors heißt die Firma, die bereits mit einem Prototypen am Start ist und über Crowdfunding 150.000 Euronen einspielte. Der ‘Sion’ könne bereits jetzt vorbestellt werden. Ziel ist es, 2019 in Serie zu gehen.

Zu schön, um wahr zu sein: wenn die Sonne scheint, fährt mein Auto. Ja mit einer neuen Generation Akkus könnte es sogar fahren, wenn sie grade mal nicht scheint. So oder so ähnlich muss die einfache aber effektive Idee eines Münchner Gründer-Teams gewesen sein als sie Ihre Vision vom Sion, einem sonnengetriebenen Fahrzeug zum Leben erweckten. Die leistungstragenden Solar-Elemente sind in Scheiben, den Türen und im Dach integriert. Durch die Rundum-Solarung sei der Sion, so die Macher, vor allem bei Kurzstrecken-Nutzung von Ladestationen unabhängig.

Einen Preis um die 16.000 Euro rufen die Münchner auf für Ihr autarkes Solarmobil. Die Konditionen gelten inklusive aller benötigten Solarzellen. Für den leistungsstarken Akku sollen noch einmal weitere 4.000 Euro fällig werden. Die zwei Preise seien der Tatsache geschuldet, dass gerade Akkus sehr stark Preis-Schwankungen unterliegen. Bis zu 250 Kilometer Reichweite attestiert Sono Motors Ihrem Mobil. An sonnigen Tagen könnten schon mal 20 bis 30 Kilometer mehr draus werden. Für den Sion stehen gemäß einer Pressemitteilung das Hirnschmalz und die Ingenieurskunst von Navina Pernsteiner, Jona Christians und Laurin Hahn. Die Website findet sich hier: Sono Motors. Und hier haben wir das Crowdfunding-Video für Euch. Alles Gute und viel Erfolg nach München!

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