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Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: diabetiker

07/2020 Einlege-Sohlen, die Diabetiker vor Amputation retten?

Spezielle Sohlen könnten Diabetiker vor Amputationen des Fußes oder der Zehen retten. Das ist zumindest einer Pressemitteilung zu entnehmen. Dabei messen integrierte Sensoren Druck und Temperatur des Fußes und sollen so vor akuter Gefahr warnen. Häufig leiden Erkrankte unter Taubheitsgefühl in den Füßen und bemerkten Beschwerden oft, wenn es schon zu spät ist.

Intelligente Sohlen zum Einlegen sollen Diabetiker in Zukunft vor Geschwüren und Entzündungen an den Füßen schützen können. Die speziellen Sohlen besitzen an acht Punkten Temperatur- und Drucksensoren. Diese sollen als künstliche Nerven im Vorfuß-, Großzehen- und Fersenbereich dienen. Durch einen zusätzlich integrierten Minicomputer auf der Unterseite der Sohle, sollen die gemessenen Daten auf das Smartphone des Trägers übermittelt werden. Bewegen sich die Daten in einem kritischen Bereich, wird die Person durch ein akustisches Signal alarmiert.

Taubheitsgefühl in den Füßen

Diabetiker leiden häufig an Beschwerden in den Füßen. Meist äußern diese sich durch Durchblutungs- und Nervenstörungen, welche eine Art Taubheitsgefühl in den Füßen verursacht. Betroffene merken deshalb häufig nicht, wenn ihre Füße unzureichend durchblutet sind oder sich kleine Verletzungen, zum Beispiel durch unpassendes Schuhwerk bilden. Die Sensoren in der intelligenten Sohlen sollen genau diese Aufgabe übernehmen, indem die Sensoren Temperaturunterschiede erkennen. Denn wenn eine Person so beispielsweise zu lange steht, hat dies häufig einen Druckanstieg zur Folge. Dies schwächt die Durchblutung ab und folglich sinkt die Temperatur im Fuß. Daraufhin kann die Sohle Alarm schlagen.

Rechtzeitige Warnung vor Geschwüren

Aber nicht nur vor Durchblutungsstörungen sollen die Sohlen schützen können. Ebenso soll sie die Gefahr von Geschwüren verringern. Meist machen sich diese mit Temperaturanstiegen schon fünf Wochen vorher bemerkbar. Registriert die Sohle nun eine zu hohe Temperatur, kann sie den Betroffenen vorwarnen. Hierfür soll es sogar schon ausreichen, wenn zweimal am Tag die Temperatur durch die Sensoren gemessen wird.

Sohlen derzeit im Test

Zurzeit wird diese intelligente Einlegesohle mit 300 Patienten der Magdeburger Uniklinik getestet. Bereits nach 18 Monaten soll schon ein wesentlicher Rückgang der Geschwüranzahl zu verzeichnen sein. Die speziellen Sohlen könnten auf diese Weise eine Vielzahl an Menschen helfen. Denn bei 30.000 bis 40.000 Erkrankten müssen die Zehen oder gar der Fuß amputiert werden. Wer sich für diese Sohle der speziellen Art genauer interessiert, kann sich das Video vom mdr ansehen. Mitentwickler Dr. Peter Mertens war zu Gast und hat die Einlegesohlen noch einmal genauer vorgestellt.

65/2019 Schluss mit schmerzhaften Stichen: Diamontech ist eine sanfte Alternative für Diabetiker?

Diamontech soll die Revolution für das Blutzuckermessen sein. Bislang sollen Diabetiker nur mit invasiven Verfahren ihren Blutzuckerwert messen können. Mithilfe von Diamontech soll das Ganze durch einfaches Auflegen des Fingers möglich sein, ohne Piksen oder Stechen. Ein weiterentwickeltes Armbandformat ist bereits geplant.

Durch bloßes Fingerauflegen sollen Diabetes-Patienten ihren Blutzuckerspiegel mithilfe von Diamontech bestimmen können. Denn das Messgerät besitzt einen optischen Sensor, mit welchem ein Lichtstrahl auf die Haut gelenkt wird. Dieser erwärmt die Glucosemoleküle unter der Hautschicht. Das Diamontech soll dabei bereits kleine Wärmeveränderungen registrieren können und damit anhand der Wärme-Entwicklung den Blutzuckerwert ermitteln. Die Erwärmung soll dabei so geringfügig sein, dass sie von den Patienten nicht wahrgenommen wird. Auf diese Weise sollen Patienten in Sekundenschnelle und beliebig oft ihren Zuckerwert im Blut messen können.

Bisherige Messverfahren umständlich und schmerzhaft

Die Technologie soll auf dem physikalischen Prinzip der Spektroskopie beruhen. Die Methode wurde so hingehend weiterentwickelt, dass eine nicht-invasive Blutzuckermessung möglich ist. Die Entwickler bezeichnen ihre fortschrittliche Methode selbst als „photothermische Detektion“. Bisherige Messverfahren für den Blutzuckerspiegel sollen nur invasiv möglich gewesen sein. Hierfür mussten die Patienten sich mehrmals täglich in den Finger stechen und einen Blutstropfen auf einen Teststreifen pressen. Der Streifen wurde dann auf ein Messgerät gelegt. Diese Prozedur soll für viele der Patienten nicht nur schmerzhaft, sondern auch umständlich gewesen sein. Und für genau diese Probleme soll Diamontech die zukünftige Lösung sein.

Hinter dieser revolutionären Erfindung steckt ein Start-Up aus Berlin. Thorsten Lubinski soll Gründer und Geschäftsführer diese Idee sein. Mithilfe von Werner Mäntele soll das Ganze weiterentwickelt worden sein. Er ist Hochschullehrer aus Frankfurt am Main. Dieses nicht-invasive Gerät zum Blutzuckermessen besaß anfangs noch die Größe eines Kühlschranks. Mäntele tüftelte immer weiter, bis das Format eines normalen Smartphones erreicht wurde. Das Team ist bis dahin stetig gewachsen.

Armband-Messgerät schon in Planung

So entstand 2018 erstmals das D-Base. Dies war noch ein Tischgerät, welches den Blutzuckerspiegel messen sollte. Es diente als Vorzeigeobjekt, um erstmalig zu veranschaulichen, dass die Technologie funktioniert. Erste klinische Tests sollen dabei auf sehr ähnliche Testergebnisse gekommen sein wie das D-Base. Auf Grundlage dessen wurde das D-Pocket entwickelt. Dieses ist das aktuelle Diamontech-Messgerät, welches wie ein gängiges Handy in jede Hosentasche passen soll. Aber die Entwickler denken noch weiter. Bis 2024 ist ein noch smarteres Gerät geplant. In Form einer Armbanduhr soll das Gerät kontinuierlich den Blutzucker messen können und zugleich den Träger vor einem zu hohen oder niedrigen Wert warnen.

Markt soll vorhanden sein

Laut Medizinern sollen rund 450 Millionen Menschen weltweit Diabetiker sein. Allein in Deutschland soll rund jeder zehnte an Diabetes erkrankt sein. Dennoch sollen fast alle bislang mit herkömmlichen Verfahren messen. Rund 12 Millionen Euro konnte das Start-Up Diamontech für die Weiterentwicklung einsammeln. Damit soll nicht nur die Forschung, sondern auch Studien und Patente finanziert werden. Weitergehend ist in den nächsten Wochen auch ein Börsengang geplant und auch Vereinbarungen mit Vetriebspartner aus China und Japan sollen schon getroffen worden sein. Interessierte könne sich das Gerät zum Blutzuckermessen auf der Webseite von Diamontech genauer ansehen.

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