Pro Jahr 77 kreative Ideen, die es schaffen können ...

Schlagwort: Barrierefreiheit

19/2025 SwingTent: Barrierefrei campen mit CampingScout

Das innovative SwingTent von CampingScout revolutioniert das Camping-Erlebnis: barrierefrei, schnell aufgebaut und komfortabel wie nie. Entwickelt aus Leidenschaft und Freundschaft, vereint es Abenteuerlust mit echter Alltagstauglichkeit – und macht Outdoor-Urlaub endlich für alle zugänglich.

Wer schon einmal in einem Dachzelt übernachtet hat, kennt die Faszination: Schlafen über dem Auto, mit direktem Blick auf den Sternenhimmel. Doch nicht jeder Camper kann oder will auf eine Leiter klettern. Genau hier setzt das „SwingTent“ von CampingScout an – ein Zelt, das sich wie eine Tür vom Fahrzeugheck wegschwenken und auf komfortable 50 Zentimeter Einstiegshöhe absenken lässt. Die Geschichte hinter dieser Erfindung ist ebenso bewegend wie inspirierend.

Ein Zelt aus Freundschaft und Innovation

Dietmar Pachlhofer, selbst passionierter Camper, wollte mit einem Freund eigentlich nur eine einfache Lösung finden, um ins Dachzelt zu kommen, ohne sich verrenken zu müssen. Als dieser verstarb, wurde die Idee zum Herzensprojekt. Mit CampingScout entwickelte Pachlhofer das SwingTent weiter – ein barrierefreies Schwenkzelt, das heute nicht nur für Familien, sondern auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist.

Herzstück der Lösung ist ein robuster Schwenkträger, mit dem das Zelt unkompliziert ausgeklappt und aufgebaut werden kann. Ob Fiat Ducato, Citroën Jumper oder Mercedes Sprinter – die derzeit unterstützten Fahrzeuge lassen sich schnell in ein komfortables Mini-Zuhause verwandeln. Auch an Zubehör mangelt es nicht: Plattformen, Regenplanen und sogar eine spezielle Einstiegshilfe mit Spindelmechanik machen das SwingTent zur durchdachten Campinglösung für nahezu jeden Bedarf.

Barrierefreies Abenteuer für alle

Besonders bemerkenswert: Das SwingTent ist nicht nur einfach zu bedienen, sondern wurde auch praktisch auf seine Barrierefreiheit getestet. Ein Freund des Erfinders, selbst Rollstuhlfahrer, testete das System im Alltagseinsatz. Das half entscheidend dabei, Schwächen zu identifizieren und zu beheben. Heute ermöglicht das Zelt vielen Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Abenteuer zu erleben, die ihnen zuvor verwehrt blieben.

Aber auch Familien profitieren von dem innovativen Konzept. Das SwingTent lässt sich mit wenigen Handgriffen aufbauen und bietet mit seiner hochwertigen Matratze, cleveren Belüftungslösungen und viel Stauraum ein echtes Komfort-Upgrade beim Campen. Die Kombination aus Boden- und Dachzeltkomfort bringt Sicherheit, Wetterschutz und Gemütlichkeit – und macht jeden Ausflug in die Natur zum Erlebnis.

Weiterführende Informationen finden Interessierte beim Anbieter:
www.campingscout.eu

66/2024 Totoy: Die App, die Behördendokumente verständlich macht

Mit Totoy wird Bürokratie endlich verständlich: Die KI-App aus Wien übersetzt Behördendokumente in 95 Sprachen, erklärt sie in einfacher Sprache und beantwortet Rückfragen. Dank der Integration in Österreichs Gemeinde-App Gem2Go bringt Totoy digitale Verwaltung auf ein neues Level – barrierefrei und für alle zugänglich.

Briefe von Behörden gehören für viele Menschen zu den größten Hürden im Alltag – besonders, wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist. Hier setzt das Wiener Startup an, das im September 2023 eine bahnbrechende KI-App veröffentlicht hat. Mit ihrer Fähigkeit, Dokumente nicht nur zu übersetzen, sondern auch verständlich zu erklären, revolutioniert Totoy die Kommunikation zwischen Bürger:innen und Verwaltung.

Wie Totoy Bürokratie vereinfacht

Das Besondere ist der ganzheitliche Ansatz: Die App übersetzt Dokumente in 95 Sprachen und generiert leicht verständliche Erklärungen in 18 Sprachen. Eine integrierte Chat-Funktion ermöglicht es Nutzer:innen, Folgefragen zum Dokument zu stellen – ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu herkömmlichen Übersetzungs-Apps.

Dank einer neuen Programmierschnittstelle (API) richtet sich Totoy auch gezielt an Unternehmen und Behörden. Diese Zusammenarbeit zeigt bereits Wirkung: Totoy ist nun Teil der österreichischen Gemeinde-App Gem2Go. Der sogenannte „GEM2GO Copilot“ nutzt Totoys Technologie, um Bürger:innen mehrsprachige Erklärungen und Antworten zu bieten. Über 32 Gemeinden in Österreich setzen diese Funktion bereits ein – ein großer Schritt für barrierefreie digitale Verwaltung.

Visionäre Technologie für mehr Zugänglichkeit

Hinter der App stehen fünf Gründer, die allesamt Studierende der Programmierschule 42 Vienna sind. Ihr Ziel ist es, Barrieren in der Bürokratie zu überwinden und Menschen unabhängig von Sprachkenntnissen oder Bildungshintergrund Zugang zu wichtigen Informationen zu verschaffen. Unterstützt durch eine erfolgreiche Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 500.000 Euro soll Totoy weiterentwickelt und international ausgerollt werden.

Mit dieser Mission leistet Totoy einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung und Barrierefreiheit in der Verwaltung – ein Thema, das weltweit an Bedeutung gewinnt.

31/2022: Der Walkerchair

Ständig auf Hilfe angewiesen zu sein ist nicht schön. Menschen mit Gehbehinderung wissen das nur zu gut. Der Walkerchair könnte ihnen das Leben bald erleichtern.

Barrieren und Hindernisse sind überall. So werden alltägliche Routen für Rollstuhlfahrer schnell zum Problem. Auf dem Weg hin zu mehr Selbstbestimmung kann der von Freemotion Systems entwickelte Walkerchair in Zukunft eine große Unterstützung sein.

Die Technologie hinter dem Walkerchair

Der an der TU Darmstadt entwickelte Walkerchair ist ein teilautonomer Rollstuhl, der Menschen mit Gehbehinderung dabei helfen soll alltägliche Barrieren zu überwinden. Auf ebenen Flächen kann sich der Walkerchair mit einem Radantrieb problemlos fortbewegen. Erkennt der Rollstuhl ein Hindernis, kommen die elektrisch angetriebenen Beine ins Spiel. Mit diesen kann der Walkerchair Treppen selbstständig überwinden und in Busse und Bahnen einsteigen. Möglich ist das wegen der Steuerung mit Künstlicher Intelligenz. Ein Sensor analysiert automatisch die Umgebung und meldet jegliche Hindernisse. Der Rollstuhl übernimmt dann eigenständig die Planung und Steuerung der Beinbewegung. Mit dem Auge des Walkerchairs, der sogenannten Visionbox, werden dreidimensionale Bilder erzeugt, mit denen der Rollstuhl stets ausbalanciert wird, um einen festen Stand zu gewährleisten.

Verbesserungen für Rollstuhlfahrer

Im Mittelpunkt der technischen Entwicklung steht hier ganz klar der Mensch. 1,6 Millionen Menschen sitzen in Deutschland im Rollstuhl und sind deshalb potenziell in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt. Der Walkerchair kann Rollstuhlfahrern zu mehr Selbstbestimmung verhelfen. Wer sonst Hilfe dabei gebraucht hat, Barrieren zu überwinden, kann sich mit dem Walkerchair eigenständig bewegen. Das ist eine enorme Verbesserung zur Bewältigung des Alltags. Neben diesen Vorteilen bezüglich der Mobilität, haben die Walkerchairs auch finanzielle Vorteile. Wenn Barrieren selbstständig überwunden werden können, fallen Kosten für Wohnungsumbauten, Treppenlifts, Assistenz- und Fahrdienste nämlich in vielen Fällen weg.

Ein Projekt mit Zukunft

Freemotion Systems arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung eines Prototypen für den Walkerchair. Dazu arbeiten Wissenschaftler aus dem Bereich der Robotik und der Künstlichen Intelligenz eng miteinander zusammen. Neben der hauptsächlichen Zielgruppe der Rollstuhlfahrer, könnte der Walkerchair auch in anderen Bereichen angeboten werden. Der Einsatz in der Logistikbranche wäre beispielsweise denkbar. Der Walkerchair könnte hier schwere Pakete transportieren oder als Mobilitätshilfe in Gebäuden mit beschränkter Barrierefreiheit dienen.

Ein wirklich zukunftsträchtiges Projekt.

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