In einem Videospiel jede Berührung zu spüren sollte noch in ferner Zukunft liegen, doch mit der neuen Druckluft-Technik einiger Schweizer Forscher geht es wohl schon einen gehörigen Schritt in diese Richtung ‘Reality-gaming’.

Landläufige Produkte, die das Ziel haben Berührungen im Spiel-Modus auf den realen, menschlichen Spieler zu übertragen bzw. entsprechendes zu simulieren, arbeiten mit sogenannten ‘Rumble-Motoren’. Allerdings sind die Haptik-Anzüge und zugehörigen Handschuhe mit dieser Technik in der Regel ziemlich sperrig. Forscher der Technischen Hochschule Lausanne haben schon vor einigen Monaten auf dem Frühlingstreffen der ‘Materials Research Society’ in Arizona ein hauchdünnes, formbares Material vorgestellt, das gewissermaßen haptisches Feedback per Luftdruck an die Haut derart verkabelter Spieler übermittelt. Mit dieser neuen Technologie könnte eine neue Form ‘realer Computer-Spiele’ entstehen.

Die Innovation der Schweizer bekam den Namen ‘Soft Pneumatic Actuator’ bzw. kurz SPA. Übersetzt heißt das ganze so viel wie ‘weiches Druckluft Antriebselement’. Das SPA besteht aus einem Gitter aus kleinen Luftblasen, die zwischen zwei dünnen Lagen ‘Silikon-Haut’ liegen. Durch entsprechende Software-Signale wird die Menge an komprimierter Luft innerhalb der Blasen geregelt. Durch diese Erfindung könnte die Erfahrung virtueller Realität einen gewaltigen Schritt nach vorne machen. Mit der neuen Haptik-Haut wird schon bald eine neue Art filigraner Haptik-Anzüge Realität werden. Interessiert? Okay, Bewegtbild: