Der Innovation sind keine Grenzen gesetzt. Mit Hilfe einer Eisspeicherheizung lassen sich Gebäude für die kälteren Monate beheizen und bei sommerlichen Temperaturen sogar kühlen. 

Wie funktioniert eine Eisspeicherheizung ?

Als recht neue Erscheinung verbindet die Eisspeicherheizung die Vorteile einer Wärmepumpe.  Um eine einwandfreie Funktionsweise der Eisheizung gewährleisten zu können, wird eine Zisterne in unmittelbarer Nähe zum Gebäude, in den Boden eingelassen. Die Zisterne besteht aus Beton und wird ohne jegliche Isolierung bis zur Oberkante mit herkömmlichen Regenwasser befüllt.
Innerhalb der Zisterne befinden sich mehrere PE-Rohre, die zum Zwecke des Zu- und Abfluss  einer im Gebäude befindlichen Wärmepumpe dienen. Von dort gelangt das Wasser zum Warmwasserspeicher, welcher das Gebäude mit warmen Wasser versorgt.  Die Leitungen des Warmwasserspeichers führen ins Haus und können als Fußbodenheizung die Raumtemperatur regulieren. Innerhalb der Leitungen zirkuliert ein Wasser-Sole Gemisch, welches mit dem herkömmlichen Regenwasser nicht zu verwechseln ist. Die Wärme des Gemischs wird über die Leitungen vom Wasser innerhalb der Zisterne aufgenommen und wiederum zur Wärmepumpe transportiert. Außerdem muss das Wasser der Zisterne zusätzlich durch eine externe Wärmezufuhr angereichert werden. Dies erfolgt über eine Solaranlage auf dem Dach des Gebäudes, welche Energie aus der Sonne bzw. Umgebungstemperatur zieht. So kann das Warmwasser genutzt werden.

Auch im Winter bleibt es warm

Im Winter fügt die externe Wärmezufuhr der Solaranlage der Zisterne kaum noch Wärmeenergie hinzu. Die Zisterne nutzt die Erdwärme aber ab einem bestimmten Punkt wird dem Wasser der Zisterne soviel Wärmeenergie entzogen, dass es langsam von innen nach außen gefriert und die Zisterne somit zum Eisspeicher wird. Die Besonderheit hierbei ist die Nutzung der “latenten Wärme”, welche bei einem Phasenwechsel freigesetzt wird. Gefriert Wasser wird die  Kristallisationswärme freigesetzt. Aus Wasser wird dann Eis, obwohl beide dieselbe Temperatur besitzen. Wärme wird hierbei an die Umgebung abgegeben. Diese Kristallisationswärme entspricht der selben Menge, die man benötigt, wenn man Wasser auf eine Temperatur von 80 Grad Celsius erhitzen möchte. Im Sommer kann dann der Eisspeicher für das sogenante Natural Cooling verwendet werden um das Gebäude zu Kühlen. Die Warmwasseraufbereitung folgt dann über die „externe Wärmezufuhr auf dem Dach“ und nicht mehr über die Zisterne.

Vor-& Nachteile der Eisspeicherheizung

Nachteile:

  • Hohe Investitionskosten
  • Hoher Montageaufwand
  • Nicht für jedes Gebäude geeignet
  • Nur in Kombination mit Wärmepumpe nutzbar

Vorteile:

  • Sichere und effiziente Wärmeerzeugung
  • Umweltfreundlicher Betrieb
  • Verwendung kostenloser Wärmequellen
  • Montage in der Regel genehmigungsfrei
  • Regenerationsprozess kann beliebig oft wiederholt werden
  • Hohe Förderung möglich
  • Kann im Sommer zum Kühlen verwendet werden
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