20/2015 Wenn der Schuh beim Laufen Energie macht

Beim Laufen Energie erzeugen: die Idee ist nicht neu, Forscher der Hahn-Schickard-Gesell­schaft haben jetzt zwei Module entwickelt, die diesem Anspruch gerecht werden. Durch das Tragen im Schuh treiben diese auf Wunsch entsprechende Wearables an.

Wearables sind ein Trend, der sich immer weiter entwickelt. Gerade auch durch das allenthalben populärer werdende Crowdfunding ist der Kreativität Tür und Tor geöffnet. Doch wer speist die vielen Messgeräte mit Energie? Zwei unterschiedliche Module, die für den Einbau in Schuhe taugen, nutzen jetzt das Auftreten auf dem Boden bzw. die Schwung-Bewegungen der Beine als Energiespender. Beim Auftreten aktiviert sich der sog. „Shock-Harvester“, durch die Laufbewegung wird der „Swing Harvester“ energetisch aktiv.

Schuhe, respektive insbesondere Laufschuhe passen sehr gut zu sportlichen Wearables wir Sportuhren und Pulswärmern. Wer sich nun die Erfindung mal näher anschauen will, schnuppert vorbei bei HSG, der Hahn-Schickard-Gesellschaft.

19/2015 Optimale Kühlschrank-Nutzung – mit Magneten?!

Mit sog. Bier-Magneten lösten vier findige belgische Studenten das Problem chronischen Platzmangels in ihren Kühlschranken. Die Erfindung soll nun weltweit Abnehmer finden.

Wohin mit dem kompletten Kasten Bier, wenn im studentischen Kühlschrank schon jede Menge abgelaufene Joghurts, Butter und die Reste der Abendessen der vergangenen Woche stehen? Diese Frage trieb vier Studenten in Belgien so um, dass sie sich mit dem Problem kreativ auseinander setzten. Die Lösug war schnell gefunden, da die Frage nach Platz im vollen Kühlaggregat schnell beantwortet ist: an der Decke des Geräts bzw. der Zwischenböden. Die Macher bauten sich Prototypen anklebbarer, magnetischer Halterungen und schafften so die Infrastruktur Bier- oder sonstige Kronkork-Flaschen im Kühlschrank aufzuhängen. Ob die Innovation aber Zeug zum Welterfolg hat, wird sich zeigen. Hier eine kurze Video-Doku mit rund einer Minute:

18/2015 Innovative Solarzellen-Folie produziert Strom

Eine Folie, die Sonnenkraft nutzt um Energie zu produzieren? Die Anwendungen für die Erfindung der finnischen Firma VTT sind schier grenzenlos. Scheint sinnvoll, obwohl die Folien nur die Hälfte ihrer großen Brüder auf Dächern leisten.

Organische Solarzellen in jeder gewünschten Form auf Folien zu drucken. Das ist im Kern die Innovation der finnischen Forschungs-Schmiede VTT Research. Die Solarzellen-Folie ist flexibel zu verbiegen, nur 0,2 Millimeter stark und kann an Wänden aller Art eingesetzt werden. Ob man die eigenen vier Wände tapetenartig verziert oder gleich ganze Gebäude produktiv verkleidet. Fläche gäbe es genug für die ertragreichen Folien, die neben ihrem ästhetischen Nutzen vor allem einen energetischen haben: sie produzieren ganz nebenbei Strom.

Auch wenn die Kunststoff-Solarzellen nur ungefähr 50 Prozent so leistungsfähig sind wie ihre großen Brüder auf Dächern. Der günstige Preis und die absolute Flexibilität sprechen eine klare Sprache pro dieser Innovation. Wer neugierig geworden ist, hier der Link zu den kreativen Erfindern von VTT Research. Apropos: die Folie produziert sogar schon in künstlich beleuchteten Räumen.

Solarzellen auf Folie

Solarzellen auf Folie: TU Chemnitz

Anmerkung: Kleine Einschränkung hinsichtlich der angeblichen Einzigartigkeit der Erfindung: das Institut für Print- & Medientechnik der TU Chemnitz hat bereits 2011 Solarmodule vorgestellt, die über das Aufbringen von Druckfarbe mit elektrischen Eigenschaften auf Standardpapiere gedruckt werden. Vogels Elektronik Praxis berichtete.

17/2015 Honig aus dem Zapfhahn revolutioniert Imker-Beruf und vermeidet dauerhaft Stress für den Bienenstock

Total begeistert sind wir von dem Projekt „Honig aus dem Zapfhahn“. Eine Imker-Familie hat dort eine Anlage erfunden, die nicht nur Bienen jede Menge Stress erspart. Sondern ganz nebenbei durch ein ausgeklügeltes System den Beruf des Imkers revolutioniert.

70.000 australische Dollar wollten Vater und Sohn über Crowdfunding einsammeln um Ihre Idee des „Honig aus dem Zapfhahn zu realisieren. Stand März 2015 sind es bereits über fünf Millionen, welche die Online-Community locker gemacht hat. Frisch gezapfter Honig direkt aus der Wabe: ab sofort möglich mit dem „Flow-System“ der Männer von Down Under. Und so funktioniert es: Nachdem die Bienen klassisch den Honig eingesammelt und im Bau bzw. den Waben eingelagert haben, kann ein Nutzer die Waben kumuliert über einen Hebel öffnen. So kann der güldene Saft abfließen und der Bienenstock muss dafür nicht auseinander genommen werden. Für den Imker gleicht das Prinzip einer Revolution: es entfällt das Schutzanzüge tragen, die Bienen mit Rauch betäuben, Behausungen aufbrechen, die Entnahme der schweren Waben-Plateaus und die eigenhändige Ernte. Die Bienen ihrerseits – keineswegs zu vernachlässigen – empfinden keinerlei Stress mehr und merken wahrscheinlich gar nicht einmal, dass der Honig portionsweise abgezapft wird. Neugierig? Waren wir auch. Hier das kurze Einführungsvideo:

16/2015 Roboter mit Laufeigenschaften einer Heuschrecke

Einen Roboter im Heuschrecken-Look haben Forscher der Uni Heidelberg konstruiert. Die vielbeinige Maschine namens Hector verfügt analog dem natürlichen Vorbild über passiv-elastische Gelenke, ein sehr leichtes Endoskelett und soll schon bald die eine oder andere kognitive Fähigkeit bekommen.

Weltweit einmalig sei Hector, der vielbeinige Roboter, der einer Stabheuschrecke nachempfunden wurde. Ein Forscherteam der Universität Bielefeld hat dem komplexen Maschinchen nun das Laufen gelehrt. Basierend auf dem Bewegungsverhalten des aparten Insekts wurde Hector mit diversen Sensoren versehen und verfügt über ein biologisch-dezentrale Steuerungseinheit, dem sogenannten Walknet.

In knapp zwei Jahren will man dem smarten Roboter „kognitive Interaktionstechnologie“ angedeihen lassen. Achtung Witz: Ob Hector dann das Abitur macht ist noch nicht geklärt.

15/2015 Mit Flic das Smartphone fern-auslösen

Das eigene Smartphone per Fernauslöser betätigen und gezielt Aktionen in bis zu 50 Metern Entfernung lancieren. Mit dem neuen Gadget „Flic“, das sich über Funk mit dem Smartphone verbinden lässt, kann jede gewünschte, im Gerät vorhandene Funktion aktiviert werden.

Ob Sie eine Kamera zum Gruppenfoto oder Selfie auslösen, Töne erzeugen, aus der Ferne Musik zuschalten oder Ihr Smartphone einfach per Funk einschalten möchten: Flic macht’s möglich. Die Innovation, die über Crowdfinanzierung in den Markt gebracht werden soll, soll rund 21 Euro kosten. Die Idee ist so einfach wie genial und hat unserer Meinung nach viel Potenzial. Wer scharf auf den Fernauslöser ist, hier geht’s lang zur Präsentation und (Vor-)Bestellung auf Flic.

14/2015 Prynt – der Foto-Schnell-Drucker für Smartphones

Prynt – so heißt der neue Schnell-Foto-Drucker aus dem Silicon Valley. Prynt sei so klein, dass das Gadget analog dem Smartphone bzw. dessen Cover in eine Hosentasche passt.

In allen Lebenslagen knipsen und filmen. Das Selfie und jegliche Art Aufnahmen sind zu einem Volkssport avanciert. Wer die Eindrücke aber nicht nur elektronisch genießen möchte, sondern lieber Physisches in Händen hält, für die oder den könnte der Prynt Foto-Schnell-Drucker genau das Richtige sein. Aber bevor wir lange erzählen, ein Video sagt mehr. TechCrunch hat das kurz und bündig in Szene gesetzt:

Hier geht es lang für weitere Info bzw. (Vor-)Bestellung: Pryntcases

13/2015 Sprechender Spielzeug-Dino unterhält sich mit Kindern und beantwortet Fragen

CogniToys stellte jetzt einen „klugen“ Spielzeug-Dinosaurier vor. Das Tierchen spricht mit den Kindern, die ihn benutzen und soll so einen kleinen spielerischen Bildungsauftrag erfüllen. Betrieben von IBM Watson entwickelt sich das smarte Spielzeug mit den Kleinen, da es in der Unterhaltung lernt.

Achtung, liebe Techi-Eltern: bitte diesen sprechenden Dino nicht als Ersatz für fehlende, menschliche Zuwendung nehmen. Die Firma CogniToys stellte nun einen Mini-Dinosaurier vor, der onlien mit dem Internet verbunden ist. Sobald auf dem Bauch des Tierchens die Konversations-Taste gedrückt wird kann man dem Dino Fragen aller Art stellen. Sich unterhalten. Oder einfach Geschichten und Witze erzäheln und – so zumindest der Wunsch der Macher – Kindern bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit helfen.

Der Dino wächst sprachlich mit den ihn benutzenden Kindern mit und die Unterhaltung kann sich so nach und nach entwickeln. Parallell haben die die Eltern die Möglichkeit die Fortschritte über ein Web-Portal zu verfolgen sowie bei Bedarf die Inhalte zu optimieren. Hier ein Eindruck über ein Video der Kickstater-Kampagne:

12/2015 Nie mehr Stress mit der vom Eisschrank gehärteten Butter – mit dem Easy Butterformer

Frisch aus dem Kühlschrank wird das Schmieren des morgendlichen Butterbrötchens schon mal zum schwierigen Unterfangen. Seit es den Easy Butterformer gibt, könnte dieser Stress der Vergangenheit angehören.

Butter ist aufgrund seines Fettgehalts und seiner … wir sagen mal … „physiologischen Irrelevanz“ etwas in den Hintergrund gerückt bei der Ausgestaltung der Frühstücks-Organisation. Nicht sonderlich beliebt ist aber selbst bei Butter-Fans die Härte der eisschrank-kalten Fettblöcke. Frisch aus dem Kühlaggregat genommen, kann man sie mit dem Messer kaum bearbeiten. Diesem Problem haben sich schon vor einigen Monaten ein paar findige Entwickler angenommen. Der Easy Butterformer zerkleinert die eingesetzte Buttermasse unabhängig vom Härtegrad. Und spendet am Kopf des Geräts stets leicht abstreifbares Butter-Granulat. Doch der Worte genug, dass muss man gesehen haben:

11/2015 Magic Leap: Augmented Reality Welten durch neue Brille – wie „Google Glass auf Speed“

Wie Google Glass auf Steroiden, so beschrieb jüngst das Techi-Trend-Magazin Gizmodo das neue Projekt Magic Leap. Der Begriff umschreibt eine Brille der dritten Art, die ihren Nutzern künstliche digitale Inhalte über ein Lichtfeld in das Auge projiziiert und damit die echte Welt teils oder ganz überlagern.

Eine neue Technologie namens „Magic Leap“ werde in naher Zukunft das digitale bzw. damit das ganze Leben umkrempeln. Das zumindest glaubt der CEO des innovativen Projekts Rony Abovitz. Die Liste der Anhänger liest sich überzeugend. So haben in das 2011 gegründete Startup Unternehmen wie Google und Qualcomm sowie weitere potente Marktplayer über eine halbe Milliarde US-Dollar investiert. «Wir glauben, dass die Menschen diese Form der Technik öfter nutzen werden als das Smartphone“ so wird CEO Abovitz zitiert. Durch die Technik, die Abiovitz liebevoll „Techno-Biologie“ nennt, seien neue, beeindruckende Nutzererfahrungen möglich.

Wer sich jetzt näher für Magic Leap interessiert, der googele bitte nach Magic Leap. Oder schaue sich auf der inhaltich noch recht mageren Projektseite Magic Leap um.Insider sprechen von einer Marktreife in einem, maximal drei Jahren.

Achtung Meinung: Wir wollen nicht unken, wagen aber mal eine ganz freche These. Die Magic Leap wird als interessantes, technisches Gadget in den Schubladen verschwinden. Oder anders, sie wird es nicht in den Mainstream schaffen. Die Menschen haben im 21. Jahrhundert einen starken Drang zurück zu Werten, Realem, Sinnlichen und Zwischenmenschlichem. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung ;-).