34/2017 Innovation: ein Material, das bei Lichteinfall ‚loskriecht‘

Eine Kunststoff-Verbindung hat die Eigenschaft in Dunkelheit zu ruhen und bei Lichteinfall … ja sagen wir ruhig ‚loszukriechen‘. Forscher einer niederländischen Universität haben in Kooperation mit amerikanischen Kollegen ein Polymer entwickelt, das bei Licht aktiv wird.

Wie eine Raupe transportiert ein neu entwickeltes Polymer diverse Gegenstände in gewünschte Richtungen. Dass das Material existiert, legen zumindest Presseberichte und ein Video auf Juuh-Djuup nahe. Der dünne Polymerfilm wird gewissermaßen von einstrahlendem UV-Licht aktiviert und macht wellenförmige Bewegungen in eine Richtung. Analog einer Raupe – siehe das Video hier unten – wölbt sich der Streifen an den Stellen des Lichteinfalls und wird dort wo Schatten kommt wieder ruhig. Das Polymer könne sogar Lasten bergauf transportieren, die mehr als Eigengewicht hätten. Allerdings zum Preis einer gewissen Langsamkeit von zirka 30 Zentimetern pro Minute. Hier entlang für das skurrile Video:

33/2017 Mit dem Kleiderbügel die Waschmaschine ersetzen?!

Der Kleiderbügel ‚Nanoe X‘ vom Elektronik-Riesel Panasonic soll mittels eines chemischen Verfahrens Gerüche in darüber drapierten Kleidungsstücken zu neutralisieren. Die Online-Ausgabe des Tech-Magazins Chip berichtet über den Nanoe X, der über seine olfaktorischen Wirkungen hinaus auch Pollen entfernen können soll.

Das Unternehmen Panasonic kennt man eher von Autoradios, CD-Playern oder TV-Geräten. Seit neuestem macht jetzt auch eine Erfindung von sich reden, die typischen Junggesellen den einen oder anderen Hemden-Waschgang ersparen könnte. Der smarte Kleiderbügel Nanoe X sei laut einer Presseinformation in der Lage Gerüche aus Textilien zu beseitigen und Pollen zu entfernen. Dazu besprüht das Gadget die auf-drapierten Kleidungsstücke mit negativen aufgeladenen Dampf-Partikeln auf. Gemäß Hersteller führe dies dazu, dass jene beim Durchstreifen des Gewebes zumindest geruchsmäßig gesäubert würden.

Die Katzenwäsche, die freilich keine klassischen Verschmutzungen beseitigen kann, nehme allerdings einige Zeit in Anspruch, so die Meldung. Mit fünf bis sieben Stunden muss der alternativ säubernde Hausmann bzw. die Hausfrau rechnen. Das Ganze funktioniert nicht mit Luft und Liebe, sondern brauche eine Steckdose. Glück auf, Studentenschaft: der Waschsalon wird Verluste machen, wenn der Nanoe X seinen Weg in die Breite des Marktes findet.

32/2017 Mit Nakefit können Barfuß-Freaks Ihre Fußsohlen schützen

Eine italienische Erfindung könnte schon bald notorische Barfuß-Fans vor Glasscherben und anderen die menschliche (Horn-)Haut angreifenden Teilchen schützen. Die dünne künstliche Sohle wird einfach von der Ferse bis zur Sohle auf das Füßchen geklebt und leistet ab dann, so der Hersteller, ihre hilfreichen Dienste.

Barfuß laufen ist schön. Nicht für jeden, aber Natur-Fans lieben den unmittelbaren Kontakt mit Mutter Erde und lassen sich auch durch die in einer ‚zivilisierten‘ Welt überall drohende Verletzungsgefahr abschrecken. Dessen waren sich auch ein paar pfiffige Italiener bewusst, die daraus eine möglicherweise sehr brauchbare Erfindung geschaffen haben. Was heraus kam ist ‚Nakefit‘, gewissermaßen eine erweiterte Fußsohle.

Nutzer kleben Nakefit einfach auf den zu schützenden Fuß auf und sind ab diesem Moment vor den meisten exogenen, schädlichen Einflüssen geschützt. Angefangen von der Biene über die ätzende Flüssigkeit bis hin zu Scherben und spitzen Steinen. Wer die Entwicklung des Projekts beobachten möchte, sehe sich um bei den Machern bzw. auf der Website von Nakefit.

31/2017 Gerät gewinnt Wasser aus Luft

Kühles, trinkbares Nass einfach aus der Luft heraus generieren – es klingt wie ein unfasslicher Traum der Menschheitsgeschichte. Forscher aus den USA haben allerdings eine solche Apparatur innoviert. Selbst in der Wüste soll das Teil funktionieren, was einer wirklichen Revolution gleich kommt, wie wir finden.

Wasser ist ein lebensnotwendiges Gut. Drei, vier Tage ohne Flüssigkeit und ein menschlicher Organismus gerät an seine Grenzen. Ergo, Wasser ist Lebenskraft. In Science wurde jetzt ein Tool vorgestellt, das faktisch eine metall-organische Verbindung sei und ein bisschen wie ein Luft-Schwamm funktioniert. Es nimmt ‚H2O‘ aus der Luft auf und lagert es an der Oberfläche der Verbindung an. In der Folge verdampft die Sonne aus dem Schwamm Flüssigkeit, die sich dann an der Oberfläche des Kondensators sammelt. von wo aus es in ein Gefäß abfließen kann.

Bis zu einer Luftfeuchtigkeit von zirka 20 Prozent verwendbar, eigne sich der interessante Wasser-Macher selbst für die Verwendung in der Wüste. Die Forscher berichten in einer Studie, dass mit rund 1000 Gramm dieser metall-organischen Verbindung in einem halben Tag knapp drei Liter Wasser gewonnen werden konnten. Derzeit hoffen die Ideen-Geber darauf, dass die Industrie nun den Prototypen unter eigene Fittiche nehmen und das Gerät zu Ende entwickeln. Es sind auch bereits Zahlen im Raum, der Wasser-Macher soll für einige hundert Euro vermarktet werden. Mit-Erfinderin Evelyn Wang halte eine noch deutliche Verbesserung des Geräts für möglich, wenn sich die richtigen Industriellen der Weiter-Entwicklung des Tools annähmen. Interessiert? Hier geht es zu unserer Quelle, der Science.

30/2017 Neuer Hype zur Beschäftigungs-Therapie: Spielzeug Fidget Spinner

Ein neuer Hype erobert gerade wieder die Schulhöfe, Büros und Kinderzimmer. Die Rede ist vom Fidget Spinner, einem Gadget, das aussieht wie die friedliche Form eines Ninja-Sterns. Und das unterbeschäftigten oder von Hyperaktivität bedrohten Menschen ein beruhigendes Spielzeug sein oder werden könnte.

Spätestens seit Rubik’s Zauberwürfel gibt es immer wieder ‚gehypte‘ Gadgets zur Beruhigung zu energischer Hände bzw. Gemüter. Die neue Variante heißt Fidget Spinner und mutet an wie eine Mischung aus Ninja-Wurfstern und Jojo. Auch wenn der Trend hierzulande erst frisch einsetzt, wir vermuten, dass das Dingen durchstarten wird. Das ‚Anti-Stress-Spielzeug‘ aus den USA wiegt nur ein paar Gramm. Das kreisförmige Teil hat ein Kugellager in sich, das Nutzer zwischen Daumen und Zeigefinger zentrieren und halten können.

Wer das Teil mit etwas Schwung in Bewegung setzt, hat für eine ganze Weile einen sich drehenden Kreisel zwischen den Fingern, der analog Autofelgen in sich ein künstlerisches Gebilde in die Luft zu zeichnen scheint. Nach einiger Übung können sich die versierteren Fidget Spinner an kleinen Kunststücken versuchen. Das Teil kann zum Beispiel in die Luft geworfen und wieder gefangen werden. Wer das schafft, kann sich in der Folge daran versuchen immer wieder mal die Hand zu wechseln, während das Gadget weiter kreist. Zur Inspiration hat die Chip in ihrer Online-Rubrik Praxistipps einige ‚Moves und Tricks‘ wie man heute neudeutsch sagt (Chip), gesammelt. Moves mit dem Fidget Spinner.

29/2017 Schubfächer nachträglich einbauen: Rapido Schubladen

Als den Schrank-im-Schrank-Trick hatte eine Pressemitteilung die Innovation bezeichnet, die es Anwendern ermöglicht, in bestehende Schränke ohne viel Aufwand Schubfächer einzubauen. Die Innovation läuft unter Rapido-Schubladen-System und wurde in der Fernseh-Sendung Einfach genial vorgestellt.

Alte Küchen- oder Kleiderschränke bestechen selten durch ausgeklügelte Nutzerfreundlichkeit. Oft wären einfache Schubfächer die bessere Alternative zu bestehenden Aufbewahrungssystemen. Besonders geeignet für die barrierefreie Umrüstung vorhandener Einrichtungs-Gegenstände sei das System Rapido Schubladen, so eine Pressemitteilung. Die Innovation ermöglicht es Anwendern, beliebige Stauraum-Konzepte zum Beispiel in alten Schränken schöner zugänglich zu machen. Geeignet sei Rapido für faktisch alle Schrank-Arten vom Küchen- über den Kleider- bis hin zum Hochschrank. Aber auch andere Staumöbel können entsprechend überarbeitet und mit Rapido-Schubfächern nachträglich komfortabler gemacht werden.

Hersteller-Angaben zufolge komme das Rapido-System fertig montiert. Der Einbau sei unkompliziert auch für Laien möglich. Im Zweifel bzw. wenn es um ein differenziertes Aufmaß und eine professionelle Montage geht, wird zur Beauftragung zum Beispiel eines ansässigen Schreiners geraten. Wer sich das mal ansehen möchte, hier geht es zur Website des Anbieters: Rapido Schubladen.

Zwischenpfiff: McDonalds erfindet die Frork: Starkes Guerilla-Video-Marketing

Eine Blödsinns-Innovation jagt im Internet die nächste. Manches aber ist echt nur pfiffig gemacht und auf Wirkung ausgelegt. So soll die Pseudo-Gabel Frork von McDonalds dafür sorgen, dass die herunter tropfenden Ketchup- und Mayonnaise-Reste fein säuberlich aufgetupft werden können. Die ‚Frork‘ besteht mehr oder weniger nur aus einem ‚Halter‘, in den ein hypothetischer Nutzer Pommes einschieben kann. Dieses Besteck-Hybrid kann dann zum Aufwischen typischer Saucen des Fast-Food-Giganten benutzt werden. Wir finden: genialer Werbe-Gag. Daher räumen wir der Sache hier sogar das rein werbliche, allerdings eben sehr pfiffige Video ein. Also, zunächst informell hier entlang zu der echt pfiffigen Viral-Aktion von McDonalds zur Gabel Frork. Oder gleich hier ansehen (unten):

PS. Wir haben darüber hinaus darüber nach gedacht, ob die Frork eine ‚echte Erfindung‘ im Sinne unseres Raketenstart-Konzept sei. Das ist sie natürlich nicht, daher gibt es auch keine laufende Nummer auf dem Weg zu den 77 Innovationen 2017.

28/2017 Der Strohhalm Smart Straw, der KO-Tropfen erkennen soll

Wer beim nächsten Bar-Besuch seinem Gegenüber nicht traut und Drinks auf KO-Tropfen untersuchen möchte, hat ab sofort eine diskrete Möglichkeit dazu.
Drei junge Damen aus Florida haben einen Strohhalm erfunden, der mit einer farblichen Reaktion KO-Tropfen bzw. allgemein betäubende Drogen anzeigt. Es wurde jetzt eine Kickstarter-Kampagne gestartet.

KO-Tropfen sind Betäubungsmittel, die von Kriminellen angewendet werden, um Menschen gefügig zu machen. Drei Schülerinnen aus Florida hatten daher die geniale Idee einen Strohhalm zu entwickeln, der gefährliche Substanzen im eigenen Getränk anzeigt. Wer das Teil benutzt, so eine Pressemitteilung, erkennt an der blauen Färbung eine Durchsetzung des Drinks mit Betäubungsmitteln. „Smart Straw“, also kluger Strohhalm, heißt das Gadget.

Erkannt werden der Pressemitteilung zufolge Ketamin, 4-Hydroxybutansäure und Rohypnol. Es seinen diese Substanzen, die zu den typischen und häufigsten Inhaltsstoffen in Betäubungsmitteln sind. Die drei jungen Erfinderinnen wollen jetzt eine Kickstarter-Kampagne starten zur Finanzierung der Idee. Vordergründiges Ziel sei, den klugen Strohhalm wiederverwertbar zu machen. In ihrer Highschool haben die Mädels zunächst schon einmal ihren ersten, regionalen Erfinder-Preis eingeheimst. Die drei Mädels stellen sich auf ihrer Website vor, hier entlang zum Smart Straw. Dort kann man sich auch für deren Newsletter eintragen.

Zwischenpfiff: Museum des Scheiterns – Erfindungen, aus denen nichts wurde

In Schweden ist ein Museum für gefloppte Erfindungen eröffnet worden. Laut unserer Quelle, dem Münchner Merkus, sollen im „Museum des Scheiterns“ im schwedischen Helsingborg regelmäßig Events stattfinden, die Mißlungenem ein Podium geben. Etwa Veranstaltungen bei denen Gäste fehlgeschlagene Gourmet-Menüs kosten dürfen. Eine weitere Idee sind Konzerte mit gescheiterter Musik.