59/2016 Weniger Smartphone-Ablenkung mit Distractagone

Ein kleiner neuer Handy-Safe soll weniger das oder die Smartphones seiner Nutzer schützen. Vielmehr geht es beim Wegschließen der modernen Kommunikations-Instrumente um einen Zugewinn an Zeit und weniger Ablenkung durch Smartphones.

Da gibt es doch tatsächlich eine Erfindung, die den Menschen für eine selbst zu bestimmende Zeit vom eigenen Smartphone loseisen soll. Das Distractagone ist eigentlich nur ein kleiner Tresor im Westentaschenformat. Bis zu vier Smartphones kann man in dem kleinen Gadget einschließen. Erst nach der vorher einzustellenden Zeit kann dass Kästchen wieder geöffnet werden. ‚Wie schwach kann man sein?‘ möchte man sich fragen. Aber wo empfundene Probleme liegen, gibt es Märkte. Und die Smartphone-Abhängigkeit scheint ja wirklich ein Problem in einer übersättigten Gesellschaft zu sein.

Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter sind 40.000 Euro anvisiert, bei Redaktionsschluss waren bereits über 26.000 Euro eingesammelt. Die Erfinder aus Amsterdam wollen eigenen Worten zufolge den Heavy Usern ihr Leben zurückgeben. Auch wenn die Domain bereits gesichert ist – die Macher verweisen damit derzeit unmittelbar auf die Crowdfunding Kampagne. Mit Ihrem Slogan „Find focus fast“, also schnell zum eigenen Fokus zurückfinden, dokumentieren die Niederländer worum es eigentlich geht. Und im Kern ist ‚Konzentration‘ bzw. deren Abwesenheit wirklich ein typischer, gesellschaftlicher Engpass. Hier der Vollständigkeit halber noch der Link zur Distractagone-Kampagne auf Kickstarter.

58/2016 Bald kommt deutsches E-Mobil Sion – jetzt Vorbestellung möglich

Das neue Solarauto Sion ist ein E-Mobil, das seinen Motor unter anderem über eigene Solarzellen selbsttätig auflädt. Die Innovation beim Sion besteht aus einem selbst ladenden Batteriesystem, welches das Fahrzeug über die Kraft der Sonne mit-auflädt. Pro sonnigem Tag stünden Nutzern so zirka 30 Mehr-Kilometer über Solarzellen zur Verfügung.

Das über eine Crowdfunding-Kampagne gelaunchte Projekt Sion ist eine neue Generation Elektroauto. Über eine eigene Batterie versorgt sich der familiär taugliche Sechs-Sitzer teils selbst auf. Derzeit sind zwei Modellvarianten geplant, die je für rund 250 Kilometer Reichweite taugen. Nach der erfolgreichen Indiegogo Kampagne steht ein erster Verkaufspreis von rund 16.000 Euro in der Kalkulation. Die Crowdfunding-Kampagne habe gemäß einer Pressemitteilung Geld generiert um mehr als einen Prototyp für Probefahrten und vor allem Crashtests zu haben. Der Sion messe 4,11 Meter Länge bei 1,68 Metern Höhe und 1,79 Metern Breite. In der Spitze erreicht das Auto rund 140 Kilometer pro Stunde. Es ist ab sofort ermäßigt vorzubestellen. Ab Frühjahr 2017 stehen die E-Mobile zur Probefahrt und anschließendem Kauf bereit. Im negativen Fall gibt es sogar das geld zurück. Weitere Informationen bei Indiegogo. Die Technologie im Fahrzeug birgt noch ein paar Ideen. Hier entlang:

57/2016 Neu: Fidget Cube – das Universal-Spielzeug für jede Lebenslage

Der Fidget Cube ist ein kleines Gadget, das Menschen einen wunderbaren Zeitvertreib beschert. Dieser würfelförmige ‚Beschäftiger‘ liegt gut in der Hand und bietet nervösen Fingern die ideale Abwechslung und sogar einen gewissen Nutzen: Konzentration fördern, Nervosität überwinden, motorisch sinnvoller Zeitvertreib.

Es ist sicher schon über 30 Jahre her als der gute alte Loriot in einem seiner unnachahmlichen Zeichentrick-Reflektionen den ‚Universalbenutzer‘ vorstellte. Ein elastischer Gummipfropf auf den man zwar drücken konnte. Der aber quasi komplett ohne Funktion war. Der neue Fidget Cube ist ein irgendwie vergleichbares Kleinod. Allerdings gibt es dennoch einen höchst relevanten Nutzen: Zeitvertreib in hektischen Zeiten. Das kann beruhigen und ist eine schöne Form von Aktionismus. Aufgrund der mannigfaltigen Optionen dieses Fingerspiels wird sogar die Konzentration gefördert. Jede der sechs Würfel-Seiten birgt eine andere Beschäftigungs-Therapie. Ganz nebenbei macht das kleine Ding auch Töne in unterschiedlicher Intensität, je nach Nutzung.

Wer jetzt genug gelesen hat und diesen Universal-Beschäftiger endlich in Aktion sehen muss, dem kann geholfen werden. Die Erfinder haben selbstredend für ein kleines Youtube-Dokument gesorgt, das wir freilich hier nicht vorenthalten dürfen:

56/2016 Innovation: die Fenster am Haus zur unsichtbaren Heizung machen?!

Wie man seine Fenster am Haus zum unsichtbaren Energiespender macht zeigt ein Berliner Startup namens Vestaxx. Auf dreifach verglasten Fenstern bringen die Macher auf der mittleren Scheibe ein Metalloxid auf, das die energetische Wirkung entfaltet. Zwei weitere Wärme-Funktions-Schichten sorgen für zusätzliche Isolation.

Eigentlich liegt es so unendlich nahe: Warum nicht neben Dach und Fassade auch über die Fenster nachdenken, wenn es um die energetische Nutzung der Gläser rund ums haus geht. In Berlin hat sich jetzt ein Startup dieser Idee angenommen. Heraus gekommen sind die Vestaxx-Fenster, die über nanotechnologisch aufgebrachtes Metalloxid zu einer unsichtbaren Heizung avancieren. Die Innenseite der Fensterscheibe wird bei Vestaxx mit einer hauchdünnen metallischen Schicht versehen. Nach Anschluss an das Stromnetz, erwärmt sich die Schicht. Gesteuert wird das Ganze über den ‚Vestaxx-Heat-Controller‘, der in das obere Profil des Fensterrahmens integriert werde. Wenn das Fenster geöffnet wird, schaltet dieser das Heizsystem ab. Das Smartphone kommt ins Spiel mit der korrelierenden ‚Vestaxx Smart App‘.

Was zunächst mit 24-Volt-Experimenten begann ist nun an den haushaltsüblichen 220 Volt angekommen und damit grundsätzlich marktfähig. Nun fehlt es den Erfindern an finanzieller Unterstützung. Die Vestaxx Fensterheizung sei über die gesamte Lebensdauer zirka 50 Prozent günstiger als alternative Heizungen. Vorteile liegen in einem Wirkungsgrad über 90 Prozent, Wärme gehe bei der Fensterheizung nämlich kaum verloren, so eine Pressemitteilung. Vestaxx arbeitet derzeit noch mit ersten Prototypen. Die anvisierte Produktion benötige einen Investor, der für ein siebenstelliges Finanzvolumen gut sei, so die Gründer. Die Vision liege bei einer Markteinführung zu Beginn des kommenden Jahres. Interessenten können sich für den Launch des Projekts vormerken lassen auf vestaxx.de.