77/2015 Der erdbebensichere Bettkasten: Richterskala acht Überleben im Schlaf

Eine Innovation ‚erdbebensicheres Bett‘ hat schon vor einiger Zeit ein Chinese vorgestellt. Nur gibt es wohl bislang noch keine Marktreife dafür. Bei einem Erdbeben – übrigens unabhängig welcher Stärke – wird der Schlafende im wahren Wortsinne verschluckt und verschwindet in das dann durch Metalldeckel geschützte Innere. Einmal ‚verschluckt‘ verfügt die Person dann über ein Set aus Überlebens-Utensilien.

Von der Notbeleuchtung bis zu einem repräsentativen Lebensmittelvorrat und hinreichend Getränken bis hin zur Luftzufuhr hat der chinesische Erfinder Wang Wenxi an alles gedacht bei seinem erdbebensicheren Bett. Die smarte Ruhestätte erfasst Erschütterungen über angebrachte Sensoren, die bei einem Beben Matratze plus die darauf ruhenden Person in eine erdbebensichere Kiste einschlupfen lassen. Wenn der Bettkasten der dritten Art sich über dem bzw. den Nutzern geschlossen wurde, ist Zeit zur Besinnung. Denn obwohl sich die Kiste von außen wie von innen öffnen und schließen lässt. Und sie im Inneren über ein Notbeleuchtung sowie Sauerstoff-Aggregate verfügt: bei aller Vorausschau hat der Erfinder noch keine Antwort gegeben, was passiert, wenn der überdimensionierte Bettkasten vollständig von Schutt umgeben ist. Wenxis angemeldetes Patent ist bereits fünf Jahre alt. Derzeit feile der Erfinder noch am Design der erdbebensicheren Bett-Innovation, so eine Pressemitteilung.

76/2015 Innovation: Tassen, die Wasser pseudo-geschmacklich aufwerten

The Right Cup ist eine Tasse, die durch chemische Manipulation dem Geruchssinn vortäuscht, dass daraus getrunkenes Wasser den Geschmack von Früchten annimmt. Die Innovation läuft gerade über die Crowdfunding-Plattform indiegogo und steht nach signifikantem Durchbrechen der anvisierten 50.000-Dollar-Grenze ggf. vor fulminantem Start.

Zuckerfrei, keine Zusätze oder Konservierungsstoffe, keine Kalorien: The Right Cup, deutsch ‚die richtige Tasse‘, ist eine kurz vor Marktreife stehende Innovation aus den USA. Über eine Täuschung des olfaktorischen, also Geruchs-Systems, wird einfachem Wasser Geschmack ‚angedichtet‘. Der Konsument hat den Eindruck Orangen, Apfel- oder sonstige Fruchtsäfte zu sich zu nehmen, während er aus der ‚Right Cup‘ faktisch nur blankes Wasser trinkt.

Initiator und CEO von The Right Cup, Isaac Lavi berichtet in seiner Markenstory von einer eigenen Diabetes-Diagnose. Ärzte hätten ihm den Genuss von deutlich mehr Wasser pro Tag anempfohlen. Trotz eisernen Willens habe Lavi immer Probleme gehabt, seine tägliche Dosis zu realisieren, da er das reine H2O zu langweilig fand. So sei er auf die Idee gekommen Wasser irgendwie zu aromatisieren, was schließlich zu The Right Cup führte. Hier der Link zu indiegogo und dem Projekt. Und wer sich ein typisch amerikanisches Promo-Video zur Bewerbung der neuen Becher ansehen möchte: trotz viel Hype kommt die grundsätzliche Information rüber.

75/2015 Schon bald: Flugzeuge mit Passagier-Glaskuppel auf dem Dach?!

Flugzeuge mit einer oder mehreren Glaskuppeln auf dem Dach könnten schon bald Passagieren von Verkehrsmaschinen eine besonders prickelnde Form des Reisens in tausenden Metern Höhe ermöglichen. Die Erfindung namens Skydeck soll jetzt einen Investor bzw. potenten Fürsprecher erhalten haben, was die Realisierung der Idee in greifbare Nähe rücke, so eine Pressemitteilung.

„Über den Wolken“, der Klassiker von Reinhard Mey aus den siebziger Jahren könnte schon bald im wahren Wortsinne und extremer Form neue Realität werden. Wie die Bildzeitung heute berichtet könnte es bald in Verkehrsflugzeugen die Option geben in einer erhabenen Glaskuppel auf dem Flugzeug-Dach zu reisen. Oder zumindest als Attraktion und auf Wunsch temporär dort zu verweilen während des Flugs. Die Vision basiert auf Ideen des US-Unternehmens Windspeed Technologies. Einer Pressemeldung zufolge plane ein ‚großes Flugzeug-Zulieferer-Unternehmen‘ das Skydeck seinen Kunden anzubieten. Für Interessierte Techies: das Ganze gibt es schon als Trickfilm – anschauen lohnt sich, hier:

74/2015 μPeek macht Smartphone zu leistungsstarkem Mikroskop

Ein Schweizer Unternehmen namens Scrona rund um drei innovative Macher hat jetzt einen Smartphone-Aufsatz generiert, der aus einem herkömmlichen, mobilen Telefon ein leistungsstarkes Mikroskop macht. Das Gadget nennt sich μPeek, ist ungefähr so groß wie eine Kreditkarte und wiegt rund 55 Gramm.

Vier motorisierte Linsen steuern das neue Mikroskop-Gadget μPeek – gesprochen „Mü-Piek“ – und machen aus einem marktüblichen Smartphone im Handumdrehen ein leistungsstarkes Mikroskop. Gesprochen wird die Innovation „Mü-Piek“. Das innovative Gadget der Erfinder Galliker, Schieder und Schmid von Scrona wird per Bluetooth verbunden und funktioniert Hersteller-Angaben zufolge gleichermaßen mit Android- oder auch iOS-Geräten. Zur Nutzung als Mikroskop muss der Anwender sein so nachgerüstetes Mobil-Gerät auf einer fixierten Unterlage klebend arretieren. Die Linse des Smartphones ist über einem Loch fixiert. Auf der anderen Seite sind vier μPeek-Mikroskop Linsen und weitere Lämpchen. Realisiert werden könnten bis zu 350-fache Vergrößerungen, so die Macher in einem Image-Video.

Zur Usability auch unser Kompliment: wie das anmutet, ist μPeek nicht nur ein „Linschen zum Anstecken“. Darüber hinaus bietet das High-Tech-Gerät verschiedene Lichtquellen, um auch signifikant zu vergrößern sowie entsprechend detailgetreu fotografieren zu können. Die Innovation differenziert sich gegenüber ähnlichen Lösungen vor allem durch die vier starken Lichtquellen, die hochauflösende Fotos möglich machen.

Gerade läuft eine Crowdfunding-Kampagne noch bis einschließlich 9. Januar auf der Plattform Kickstarter. Marktreife und damit ein Going public sind geplant für das Quartal III 2016. Wer sich das Unternehmen anschauen möchte, hier lang geht es zu Scrona – Entwicklung eines Smartphone-Mikroskops.

73/2015 Innovation: Die Krücken, die alleine stehen können

Ein Krückenset, das alleine stehen kann ist die Erfindung von Harry Ruf, einem Tüftler Mittelfranken. Seine nach Abstellen frei stehende Unterarmgehstütze ermögliche ein schnelles und flexibles Abstellen und sorge dafür, dass die sperrigen Sticks unkompliziert und sehr Platz sparend untergebracht werden können.

Die Not war wie so oft die Mutter der Erfindung als Harry Ruf über ein Problem eines Verwandten sinnierte. Die Problemstellung: mehr Flexibilität für Krücken und damit behinderte Menschen. Diese wissen oft nicht wohin mit Ihren Gehhilfen und suchen sich entsprechend Beistell-Möglichkeiten zum Anlehnen. „Warum nicht eine Option schaffen, dass die Krücken alleine stehen können?“ dachte sich Harry Ruf und ging kreativ in sich. Schnell waren kleine Magnete als Helfer identifiziert, die er an den Krücken anbrachte. Diese befestigte er an den Sticks und schuf so eine lösbare Magnetverbindung zwischen den beiden Gehhilfen. Sobald man die Krücken mit dieser Verbindung auf den Kopf stellt, ergibt sich eine Stellfläche.

Das so geschaffene, theoretisch frei stehende Krücken-Set ermöglicht ein flexibles und Raum sparendes Abstellen. Neben dem „Aufräum-Aspekt“ gibt es einen noch pragmatischeren Nutzen: Behinderte wären durch die Innovation auf weniger fremde Hilfe angewiesen, so die Hohenzollerische Zeitung, die den Erfinder traf. Laut der Zeitung erhalte Ruf nun Schützenhilfe vom Steinbeis-Transferzentrum in Villingen-Schwenningen. Gemeinsam lancierte man laut der Zeitung einen Stand auf der Nürnberger Messe Iena, wo die Innovation viel stauende Anerkennung bei Nutzern wie in Fachkreisen erntete. Bleibt abzuwarten inwieweit es die Innovation es auf internationales Parkett bzw. zur Marktreife schafft. Wir wünschen viel Erfolg!

72/2015 Neu: Mörtel-Pellets für Zementstaub-arme Abfüllung

Der Kalkhersteller Fels-Werke in Goslar presst Mörtel zu rund drei Zentimeter großen Pellets. Arbeiter werden durch die Erfindung, die Ende 2017 in den Handel kommen soll vor den klassisch aufkommenden, mineralischen Feinstäuben geschützt, die langfristig zu Atemwegserkrankungen führen können.

Atemschutz ist angesagt, wenn Bauarbeiter Mörtel abfüllen um daraus Beton zu machen. Das könnte schon bald der Vergangenheit angehören, wenn sich die Erfindung des Goslarer Kalkherstellers Fels-Werke durchsetzt. Diese stellen nämlich aus dem typischen Zement-Feinstaub drei Zentimeter messende Pellets her. Diese sogenannten „Compact Mörtel Pellets“ seien sogar 25 Prozent ergiebiger als herkömmlicher Mörtel. Das liege daran, dass die Hohlräume im Leichtzuschlag das Wasser aufsaugen, so unsere Quelle, die Website aktiv-online.de. Vergleichbar marktüblichem Katzenstreu sei diese Kapillarwirkung. so Ulf Boenkendorf, Chefentwickler bei den Fels-Werken. Bis herkömmlicher Mörtel verarbeitungsfertig ist, dauert es rund fünf Minuten. Der etwas teurere Preis für die Compact Mörtel Pellets sei durch die 25-Prozent höhere Ergiebigkeit gerechtfertigt, so aktiv-online.de.

Die Macher bei Fels arbeiten bereits seit rund sechs Jahren an der staubfreien Mörtel-Variante. Im letzten Quartal 2017 soll das Produkt nun im Handel erhältlich. Mehr Informationen bei unserer Quelle.

71/2015 Ein Material, das Kunststoff ersetzen und eine Brandschutz-Revolution initiieren könnte

Eine Erfindung, die weltweit den Brandschutz revolutionieren könnte, kommt von einem pensionierten Kunststoff-Ingenieur aus Wiesloch. Sein Spezial-Kunststoff ist mannigfaltig einsetzbar, günstig und annähernd feuerfest.

Ein Kunststoff, der fast so feuerfest wie mineralisches Material sei, universell verwendbar und darüber hinaus so günstig wie ein gewöhnlicher Laminatboden: Uwe Stadter aus Wiesloch ist nach seiner hauptberuflichen Karriere als Kunststoff-Ingenieur kreativ geworden und scheint eine kleine Revolution geschaffen zu haben. Sein Material gibt es gummiartig oder formbar, bis hin zu stabilen Bauteilen, so die Rhein-Neckar-Zeitung. Darüber hinaus sei es ungiftig und recyclebar. Nach Nutzung zersetze es sich zu Kohlendioxid, Wasser und Asche.

Die Idee ist bereits über die Planungsphase hinaus und hat erste Härtetests bestanden. Nachdem sich bereits ein namhafter Investor für die Innovation interessiere, so Uwe Stadter gemäß Rhein Neckar Zeitung, sei nun auch schon eine Großserienfertigung in Planung. Aufgrund des erteilten US-Patents habe das Produkt die Lizenz zur globalen Vermarktung. Die Patent-Erteilung aus München stehe noch aus, sei aber nach US-Okay nur eine Formsache, so die Zeitung.

Der bescheidene Erfinder freut sich nun eigenen Worten zufolge weniger über den Erfolg und den ausstehenden ökonomischen Nutzen. Wenn sich seine Erfindung durchsetze, dann sei sein Beitrag zum weltweiten Brandschutz das viel relevantere Ergebnis, so Stadter. Auch eine Charity-Aktion hat der Erfinder bereits angekündigt. Zehn Prozent seiner Tantiemen sollen an die Bürgerstiftung Wiesloch fließen. Na, wenn dort nicht bald die Kassen massiv klingeln, dann wissen wir auch nicht. Herzliche Glückwünsche nach Wiesloch, ganz in die Nähe von Boris Beckers Elternhaus. Hier ein Versuch, der das Material in Form der akuSta-Folie schon einmal in einem Härte-Szenario zeigte: